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Milde soll die Zigarette sein, ohne doch darum fade zu schmecken — das ist der berechtigte Wunsch des geschulten Rauchers. Naturreine, edle Tabake von besonderer Leichtigkeit müssen deshalb reichliche Verwendung finden. Sorten solcher Art sind bei der Bereitung der
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in hohem Prozentsatz herangezogen worden, denn wir haben gerade von diesen Tabakarton sehr große Mengen gekauft, die zum Teil schon eingetroffen sind, zum Teil noch verladen werden. Die hohe Qualität der EcksteinGold ist hierdurch auf lange Zeit sichergesteilt
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nachdem er in btt Wohnung ein gedrungen war wahllos geschossen hätte, stellte der Dorsisenbe fest haft er wahre Meisterschüsse abgegeben habe Scr Angettagle wurde dann übet die Ausführung der Tat selbst vernommen, wobei er die bekannte Darstellung gab. AI» er über feine angeblichen Selbstmordabsichten vernommen wurde, gab er an. daft er sich schon früher einen Revolver taufen wollte, um sich zu erfchieften, daft er sich 6<t>laf- tabletten getauft habe, und nach dem Gennft derselben in den Main gehen wollte. Auch habe er erwogen, sich vor einen Sisendahnzug zu werfen. Die Frage, ob ihm jemand gesagt habe, dast die Kunigunde Hufnagel verlobt gewesen fei. verneinte der Angeklagte.
Hierauf wurde in die Beweisaufnahme eingetreten und zuerst die Tatzeugen vernommen. Der Milchauslragcr M. hörte, als er morgens nach 10 Uhr in daS Mordhaus eintrat, einen Schuh fallen, nach einigen Minuten einen weiteren Schuh und Rufe .Hilfe, Hilfe, mein Kindl" Er fehle sämtliche Schellen in Bewegung und begab sich schnellstens nach dem -weilen Slod. Vor der Borplatztüre hörte er einen drillen Schuh und trat dann zusammen mit dem Ziseleur B.. der ebenfalls herbeigeeilt war, die VorplatztÜr mit den Fähen ein. die dann auffprang. 3m Schlafzimmer hätte eine Leiche gelegen, im näch- ft en Zimmer eine andere während die alte Frau am Telephon um Hilfe gerufen hätte Der nächste Zeuge, der Ziseleur B.. bestätigte im wesentlichen die Angaben des Borzeugen. Der Drogist W. der die erste Hilfe leistete, entbedte hinter dem Ofenschirm den Mörder, der sich dort ruhig verhielt, und rief einen Schuhmann herbei, der den Angettagten verhaftete. Hermann übergab dem ‘Beamten ruhig den Revolver und lieh sich fortführen. Auf der Strafte hatte der Polizei- beamte grobe Mühe, den Angettagten vorm ®e- lynchtwerden zu schuhen. Aus der Wache erklärt« Hermann dem Beamten, wenn er nicht so schnell bei der Hand gewesen wäre, hätte es noch eine weitere Leiche gegeben. Rach Bemeftmung einiger weiterer Zeugen, die nichts IDesentliches mehr ergaben, schloh der erste BerhandlungSlag.
gönnt sein möge, noch lange 3ahre in altgewohnter Frische die künstlerische Leitung wahr- zunehrnen. Der Ehor wird stets der Sängerworte eingedenk sein: ,3m Takte fest, im Tone rein, wenn uns durchströmt des Liedes Allgewalt."
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stände dem (Jubilar für seine treuen Dienste und sprach ihm herzliche Glückwünsche zu seiner langjährigen Tätigkeit bei dem ©tabtbauamt aus.
' ®in Achtzigjähriger. Seinen 80. Geburtstag begeht morgen. Donnerstag, ein alter Giehener. der Schlachlhofkassierer i. R. Heinrich Belz. Lich.'r Strafte 9 wohnhaft, in voller Rüstigkeit.
*• Wohllätiakeitsveranstaltung Man fchreibl uns Am Sonntag. 6. Februar. 5 Uhr nachmittags, findet im Rath. Beremshaus, Liebigstraftc, eine 'Dohllätigkeilsveranstaltung statt zum Besten des Ausbaues der hiesigen katholischen Kirche. Es werden musikalische und dettamatorifche Darbietungen argeben, di« mit lebenden Bildern abwechseln. Da In absehbarer Zeit die Fertigstellung der Kirche geplant ist. was dem Wunsche der Gemeind« entspricht, ist am Sonntag Gelegenheit geboten, ein Dcherslein zu diesem Werk beizutragen. RähereS siehe heutige Anzeige.
—.— Der Ob ft- und Gartenbauverein Diesten hielt am Sonntag im ^Pfälzer Hof" eine Bcrfammtung unter der Leitung dcS 1. Borfihenden. Lehrer Becker, ab. Obftbau- infpektor Kilv au« Wetzlar sprach über die »Winterbekämpfung von ätrankheiten und Schädlingen an unseren Obstbäumen". Der Redner führte zunächst den Baumschwamm an, der sich an Wundstellen der Bäume festsetzt und eine ansteckende Krankheit ist. die in den meisten Fällen nicht mehr zu heilen ist. Zur Bekämpfung empfahl der Referent das Bestreichen der Wunden mit Steinkohlenteer, der die Sporen (d. h. die Samen deS Baumschwammpilzes) abtötet. Die Baumschwämme müssen gesammelt und vernichtet werden. Als weitere Krankheit nannte der Redner den Krebs, dessen Erreger, meisten« ein Pilz, sich an Berletzungen der Baumrinde einnistet und dort grosse Berheerungen anrichtet. Die Bc-
•• 4 0 3 ahre im Dienste der Stadt (Rieften. Der beim ftleftgen Stadtbauamt. Abt. Wiesenunterhalluna. beschäftigte Borarbeiter Heinrich Kaspar Klos konnte gestern auf eine 40jährige Tätigkeit bei der Stad: Diesten zurückblicken. Aus diesem Anlaft beglückwünschte ihn der Oberbürgermeister und überreichte ihm eii Glückwunschschreiben de« ReichSpräsidcn'.en von Hindenburg, in dem mit anerkennenden Worten die treuen Dienste des (Jubilars gewürdigt werden. Auf dem Stadtbauamt dankte der Amlsvorstand im Beisein der Abteilungsoor-
2H asten» Anzüge in gro er Auswahl zu verleihen bei •”* Karndach, Kaplansgafie 27. Brannc lederne ww ch'apyal auf dem Jtegc vom ’Keiiau« raut .Hmdenburg- tnndj Sei err iueq bis lUarftPlco verlöten. Vtb*uflCbcn gegen «elodn. *n,e Dreyer.
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Mordprozetz in Frankfurt a. M.
Anklage wegen Doppelmordeö und Mordversuchs.
BJSR. Frankfurt a. Bl.. 31. 3an. Bor dem Schwurgericht ist für heule und die drei folgenden Tage der Fall aus der Dabl- mannstrafte anberaumt, der schon Mitte Ro- vember angesetzt war. damals aber vertagt werden muhte, weil die einzige Tatzeugin sich in nicht vernehmungsfähigem Zustand befand und auf ihr Berhör nicht verzichtet werden konnte. Zum Berständnis des Prozeffes sei hier kurz der Tatbestand rekapltuliett.
Der Angeklagte, der 29jährtge Kontorift Wilhelm Hermann, der deS 21 o r d e s in zwei Fällen und des Mordversuch» beschuldigt wird, beraubte sich seinerzeit durch einen in selbstmörderischer Absicht abgegebenen Schuft de» Lichte» de» rechten AuaeS. Der aus Offenbach stammende Angeklagte betätigte sich zuletzt al» Aushilsslellner. Als der feruell feftr leidenschaftlich veranlagte Mann auf einer Spazierfahrt im Stadtwald die 26jährige lebige Kunigunde Hufnagel gewahrte, da gefiel ihm das Mädchen derart, baft er es nach der Wohnung Dahlmannstraftc 5 verfolgte, ör dichtete das Mädchen an. unterhielt sich telephonisch mit ihm und erreichte auch eine Zusammenkunft, wurde aber an weiterem Zusammentreffen gehindert. und in der önttäufthung darüber, fein Ziel nicht erreichen zu können, kam es zu der furchtbaren Tat am Morgen des 5. August, wo er in die Wohnung einbrang, die alte Frau Hufnagel — die jetzt nicht vernehmungsfähige Zeugin — durch einen Streiffchust verletzte, die 25- jährigc Ehefrau des Prokuristen Hufnagel erschoft und durch einen weiteren Schuft auch die Schwester des Prokuristen t ö t e te , eben jenes ihm begehrenswert erscheinende Mädchen. Der Täter nahm bann hinter einem Ofenschirm feine Zuflucht, feine Waffe versagte aber infolge einer Ladehemmung, tmd man nahm ihn fest.
Zum ersten Berhandlungslage waren 12 Zeugen und fünf Sachverständige geladen. Die Bor- mittagsverhandlung erstreckte sich auf die Berne h m u n g deS Angeklagten. Der Angeklagte. der einen gesunden und Iräftlgen Eindruck macht und in der Hast um 20 Pfund angenommen hat. ist 29 Jahre alt. 3n feiner Jugend machte er feinen Eltern, die brave Leute find, viele Scherereien. Er ist bereits viermal wegen Diebstahls. Unterschlagung und ähnlicher Bergehen vorbestraft. Auch einen Selbstmordversuch hat der Angeklagte bereits verübt, wobei er da- rechte Auge verlor. Rachdem Hermann die 26jährige Kunigunde Hufnagel kennen gelernt hatte, versuchte et sich dieser zu nähern, schrieb Briefe, machte Ged.chte. telephonierte sie an und traf sich auch mit dem Mädchen. Als er dabei zudringlich werden wollte, wurde er zurückge- totefen und schlieftlich wurde ihm. als er in das Haus einbrinqen wollte, der Zutritt verwehrt. Auf die Behauptung des Angeklagten, daß er.
kämpsung geschieht bei jungen, ein bi» zwei (Jahre allen Krebswunden durch Ausscheiden ott Wund- tellen, bet älteren burch Bestreichung mit Kar- bolineum. Zur Bekämpfung der Schorf- ober Fuficladium-Kranrheit gibt es kein Heilm ttel. onbem nur ein Borbeugcmittel durch Bespritzen der Bäume mit einer Lösung von Kupfervitriol. Kalk und Wasser. Auch bas Hmpfrvpsen ber vom Schorf befallenen Bäume fei zu empfehlen. 3m zweiten Teil des Bortrage» kam der Referent auf die Schädlingsbekämpfung zu sprechen. Zuerst nannte er den Ringelspinner, dessen Eier an den Bäumen überwintern. Diese Eier müssen abgelesen und verbrannt werben. Auch die Blattlaus überwintert als Ei. Diese Sier, bie man besonder» an den jungen Trieben beobachtet, müssen unbedingt vernichtet werden. Die Blutlaus, die hauptsächlich die Apfelbäume heimfucht. wird durch Aufgraben des Erdbodens und Bestreichen oder älederfchütten desfelben mit Tabakbrühe. Tabak- staub oder Harzölfeife bekämpft. Zur Bemichtung der Schildlaus und Komma-Lau» hält bet Redner die Bespritzung der Sträucher und Bäume mit Obstbaukarbolineum für äufterst wirksam. Ebenso geschehe auch die Bekämpfung des Frvstfpanners. der an alle Obftbäumc geht. Andere Feinde des Obstbaumzüchtcr» sind der Apfel- und Pflaumenwickler. deren Raupen sich einspinnen. Die Stachel- deerwefpe. deren Puppe in bet Erde Überwintert, ist ebenfalls ein grober Schübling. Gegen biefen ist ber Erbboben gründlich umzuarbeiten, damit bie Puppen vernichtet werden. Besonders wicS ber Referent auf ben Apfelblütenstecher hin. der als kleiner grauet Käfer an den Bäumen überwintert. Hier ist als Bekämpfung bie gründliche Reinigung ber Obftbäumc am Platze. Andere Schädlinge sind noch der Birnknofpenstecher und der Zweigabstecher. Letzterer zerstört hauptsächlich bie jungen Triebe bet Zwergobst bäume und macht sich durch die welken Spitzen dieser Triebe bemerkbar. Zum Schlust empfahl ber Referent ganz befonberö den Vogelschutz. Aushängen von Ristkästen (nach Berlepsch) und Anlage von Vogel- schuhaehölzen.
•* D i e Maul- und Klauenseuche ist in Klein-Linden (Ät. (fliehen). Rodheim v. d. H.. Ockstadt. Dorn-Assenheim (Kt. Friedberg) und Rieberwalgern iKr. Marburg) erloschen. 3n Groh-Karben (Kr. Friedberg). Ranstadt und Rodenbach (Kr. Bübingen) ist die Seuche ausgebrochen.
WSR. L u f 1 d o st p a k e 1 e. Born 1. Februar ab werben für Luftpostpakete neben ben gewöhnlichen Gebühren folgende ermäßigte Lustpostzuschläge erhoben. 1. nach dem 3nlanbe. Danzig und Oesterreich für Pakete bl» 1 Kilogramm 1.60 Mark, darüber für jedes angefangene */. Kilogramm 40 Pfennig, 2. nach dem übrigen Auslande, wenn nicht andere besonders veröffentlichte Gebühren gelten, für Pakete bis 1 Kilogramm 2,40 Mari, darüber für jedes an- gefangene ’/j Kilogramm 60 Pfennig. Die Höchstausdehnung für Luftpostpakete beträgt fortan 50:100 Zentimeter, soweit nicht nach einzelnen fremden Ländern ober auf einzelnen Luftpostlinien Ausnahmen bestehen.
Aus 6cm -lmtsvcrtiiuvigungsblatt.
• Da» AmtSde r k ü n b i g u n g s b l a t t Br. 7 vom 1. Februar enthält: Aufruf und Einziehung von Rentenbankscheinen. — Maul- und Klauenseuche in Klein-Linden und Lich. Pe-
ben Jahren 1892 bis 1894. in denen er aufter seiner eigentlichen ununterbrochenen Bjährigen Xatiafeü schon einmal ben Thor leitete, auf 120 Stimmen gegenwärtig angewachfen ist. Eine grafte Zahl feiner Schüler und Thorschüler. die er als Lehrer und Organist an der Stadtllrche im Gesang unterrichtete, gehören heute dem BGB. an, gewift auch ein Zeichen Oer groften Anhänglichkeit zwischen Dirigent und Sänger! Es wird Ausgabe des Thores sein, am Ehrentage des 3ubUar» zu beweisen, baft die Arbeit und Muhe des ChormcisterÄ in ben langen 3ahren von Erfolg gekrönt war und da- deutsche Lied gute Pflegstätte Im Verein gefunden hat. Der Wunsch des Bereins ist, baft es dem 3ubilar
Rundfunk-Programm.
Donnerstag, 3. Februar.
1.30 bis 2.30 Uhr: Uebcrtragung von Kassel Konzert des Kasteler Hausorchesters. 3.30 bis 4 Uhr Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des 5)ausorcheslers: Tanzschlaaer. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lefestunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: Uebcrtragung von Kassel: „Die Briefmarke im Dienste der WohltätigkeitVortrag von Dr. Gumpert. 7.15 bis 7.45 Uhr: Italienischer Sprachunterricht. 8.15 bis 9.15 Uhr Schubert Abend. 9.15 bis 10.15 Uhr: Vortragsabend Irene Triefet), Berlin. Anschließend bis 12.30 Uhr Tanzmusik.
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