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Die politische Aussprache im Reichstage.

(eiten gestoßen. Die Regierungskrise währt nun schon sechS Wochen. Die vor un- lie-

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London, 1. Febr. (WTB. Funkspruch.) Der ehemalige liberale Außenminister Viscount Grey führte in einer Ansprache vor dec engli­schen Liga für Völkerbund aus: Es scheint die allgemeine Ansicht zu sein, daß die alten Verträge mit China nicht mehr zeit- gemäß sind und in Llebereinstimmung mit den nationalen Ansprüchen Chinas revidiert wer- den müssen. Unter diesen Umständen dürste die Hoffnung berechtigt fein, daß die britischen .Konzessionen sowie Leben und Eigentum der britischen Staatsangehörigen geachtet i werden, während der Bürgerlrieg weitergeht, und daß schließlich eine friedliche Lösung im f Einklang mit dem Rationalgefühl der Chinesen gesunden werden wird. Chamberlain hat in feiner - Rede vom Samstag den Völkerbund nicht erwähnt, weil diese Frage für den Völkerbund nicht geeignet ist. Der Völkerbund kann sich nicht mit einem Bürgerkrieg beschäftigen, und solange die Sowjet-Regierung in Mos­kau dem Völkerbund offen feindselig gegenüber­steht, würden es die chinesischen Rationalisten und ihre Sowjet-Ratgeber als eine feindliche Haltung und Herausforderung betrachten, wenn man den Völkerbund in dieser Frage hinein­brachte.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 2. Februar 1922.

Steuerfäntgfceiten im Februar.

3m Monat Februar werden folgende Steuern usw. fällig:

5. Februar. Steuerabzug vom Arbeits­lohn (Lohnsteuer) für die Zeit vom 21. bis 31. 3an. .einschl. der für die Zeit vorn 1. bis 10. Jan. bzw. 11. bis 20. IaN. einbehaltenen, noch nicht abgelieferten Beträge ohne Rücksicht auf deren Höhe, und unter gleichzeitiger Abgabe der Lohnsteuerbefcheinigungen.

10. Februar: ^ImsahsteuervorauSzahlung der Monatszahler unter Abgabe der Boranmet- düngen 3; Proz. der Umsätze für den Monat Januar 192?.

15. Februar: Kirchensteuer und KultuS- teuer 4. Rate für Rj. 1926, gemäß der seinerzeit ugestellten Kirchen- und Kultussteuerbescheidc: < Steuerabzug, vom Arbeitslohn (Lohnsteuer) für die Zeit vom 1. bis 10. Februar, sofern der Ge- amtbetrag mehr als 100 Mk. beträgt: Ein- lommensteuervorauszahlung der Landwirte zweite Rate für das Wirtscha ts'^hr 192b 27;/* des aus Grund des Steuerbescheides für 1925/26 angel or­derten Betrages: Dermögenssteuervorauszahlung 1. Rate für 1927 auf Grund der zugestLftten Der- mögensfteuerbescheide 1925.

2 5. Februar: Steuerabzug vom Arbeits­lohn (Lohnsteuer) für die Zeit vom 11. bis 20. Februar, sofern der Gesamtbetrag für gelt Zeit oder mit dem für die Zeit vom 1. bis 10. Fe­bruar einbehaltenen und noch nicht abgeführten Beträge zusammen mehr als 100 Mk. beträgt: Landessteuer 1926 (Grund-, Gewerbe- und Son- dergebäudesteuTr) 6. Ziel auf Grund der seinerzeit zugestellten Steuerbescheide.

Bei verspäteter Zahlung sind mit Ausnahme der Kirchen- und Kultussteaern vom Sage der Fälligkeit ab 10 Prvz. Jahreszinsen zu zahlen. Die Schonwoche ist weggefallen.

Gießener Wochenrnarktpreise.

Es kosteten auf dem gestrigen Wochenrnarkt: Butter 140 bis 160, Matte 30 bis 35, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 12 bis 20, gelbe Rüben 10. rote Rüben 10, Spinat 25 bis 35, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20, Rosenkohl 40 bis 45, Feld- salat 120 bis 200, Zwiebeln 10 bis 20, Meer­rettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 35 bis 50. Kartoffeln 6. Aepfel 15 bis 30, Birnen 15 bis 25. Rüsse 70, Honig 50, junge Hahnen 100 bis 120, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund: Käse 10 Stück 60 bis 140 Pf.: Gier 16 bis 18. Blumenkohl 60 bis 140, Salat 30 bis 35. En- divien 80 bis 90. Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 15, Sellerie 20 bis 40 Pf. daö Stück.

Bornotizcn.

Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: V/2 UhrIohannisfeuer (Ende 10 Uhr). Gießener Konzertverein: 7*/, Uhr. Stadtkirche. Gin deutsches Requiem. Deutsche demokratische Partei: 8*/t Ayr, Turnhalle am Oswaldsgarten, Vortrag. Lichtspielhaus Bahn­hofstraße:Schah, mach' Kasse". Palast-Licht­spiele:Dornröschen". Aftoria-Licytspiele: Was ist los im Zirkus Beely?"

* Aus dem Stadttheaterbureau, wird uns geschrieben: Da für die Aufführung von Verdis OperDie Macht beS Schick- | a l s", die bekanntlich am Donnerstag, den 3. Febr., als 17. Mittwoch-Abonnementsvorstellung gegeben wird, lebhaftes Intereffe besteht, müs­sen die vorbestellten Karten für diese Aufführung am Donnerstag bis 12 Uhr abgeholt sein, da sonst anderweitig darüber verfügt werden muß. Bon auswärts bestellte Karten können noch an der Abendkasse in Empfang genommen werden.

tags.raltion Dr. Scholz zu diesem Zweck zu sich Lai, nicht nur mündlich, sondern aud) in folgendem Schreiben in nachdrücllid)ster Form an die Fraktion gerichtet:

Kunst und Wissenschaft.

Deutsch-österreichische Zusammenarbeit.

In Wien wurde eine gemeinsame Sitzung der Wiener Akademie der Wissenschaften und der Berliner Kaiser-Wilhelm-Ge- s ell schäft abgehalten. Den Dorsitz führte Dr. Krupp von Bohlen und Halbach. Zur Be­ratung stand die Unterhaltung der beiden O b servatorien in Oesterreich, und zwar des meteorologischen Instituts auf Sonnblick sowie der biologischen Station in Linz. Beide Institutionen sind im letzten Jahre durch Unterstützung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft auf ihren alten Umfang zurückgeführt worden, so daß sie ihre volle Wirksamkeit wieder aufnehmen konn­ten. Unterrichtsminister Schmitz dankte im Namen der österreichischen Unterrichtsverwaltung den Ber­liner Delegierten für die Unterstützung seitens der Kaihsr-Wilhelm-Gesellschaft.

Die Münchener Meisterschule für Buchdruck.

3n Anwesenheit zahlreichen Dertteter der deutschen Buchdruckerorganisationen und einer Reihe von Ehrengästen, unter benen sich auch

Wer kann über die Vogelschar Auskunft geben? Am Sonntag. 30. Januar, gegen 3.45 nachm., wurde zwischen dem ForsthauS Waldhaus und Crumbach eine riesige Schar Heller Vögel von Finkengrötze beobachtet, die in Front- breite von mehrer.n hundert Metern 4 bis 5 Mi­nuten lang in Richtung Crumbach in Kronen- höhe über den Wald, in dem sie wahrscheinlich vorher gerastet hatten, hinzogen. Lieber einem großen Riederwaldbestand bot.m sie den Anblick eines dichten Schneetreibens. Es liegt die Mög­lichkeit vor, daß es sich um hochnordische Schnee­ammern handelte, die nach Br.hm in Rußland geradezu alsSchneesldcken" bezeichnet werden. Da mit der Möglichkeit der Beobachtung dieser geradezu überwältigenden Raturerscheinung auch an anderen Orten gerechnet werden muh. werden etwaige Mitteilungen zur Sammlung des Beob­achtungsmaterials erbeten an Etudienrat Hölze l, Gießen. Eeltersweg 79.

=6. Städtische Brennholzverstei- getung. Bei der gestrigen städtischen Drenn- holzversteigerung im Bezirk Hangelstein wurden folgende Durchschnittspreise erzieht: Buchenscheit 18,50 Mk., Fichtenscheit 11,40 Mk., Buchenknüppel 13.50 Mk.. Eichenknüppel 8.20 Mk.. Fichtenlnüppel 7 Mk., Dnchenstöcke 10 Mk., Eichenstöcke 7,50 Mk., Fichtcnstöcke 3,50 Mk. je Raummeter: Buchen- reifig 30 Mk., Ficht en reisig 16 Mk. je 100 Wellen: Fich:enderbstangen 1. Kl. 26 Mk. je Zestmeter.

" Die Anpflanzungen in den städ- tischen Anlagen werden gegenwärtig mit Baumsäge und Heckenschere einer gründlichen Durcharbeitung unterzogen, um für die bevor­stehende Wachstumperiode eine bessere Gestaltung der Bäume und Büsche zu erzielen. linkte An­lagen werden durch diese anerkennenswerte Ar­beit sicherlich eine zufriedenstellende Verschöne­rung erfahren.

Dirigentenjubiläum. Man schreibt uns: Der Bauer schc Gesangverein in Gießen g.bt am 12. und 13. Februar anläßlich seine- 63jähr'gen B stehens in der Reuen Aula der Universität zwei Konzerte. DaS erste, für die Mttgl.eder und Ehrengäste bestimmte Konzert er­hält durch die dam t verbundene Feier des 25jähr. Jubiläums deS Herrn Otto G ö r l a ch als Chormeister des Vereins eine besonder- weihe­volle Rote. In einem de.n Konzert vorausgehen- den Festakt wird durch den ersten Vorsitzenden des Vereins d e große Bedeutung deS seltenen TagcS geziemend hervorgehoben werden. Der Ju­bilar ist nicht nur in Gießen, sondern auch in der wetteren Umgebung als bewährter Chormeister bekannt und geachtei. Die Pflege des deutschen MännergesangeS und d?S deutschen Liedes war und ist ein Ideal und seine Lebensaufgabe. Der Einfluß se.ner Persönlichkeit und seincS un­ermüdlichen Wirkens im Bauerichen Gesangverein ist für den Verein von unschätzbarem Wert: ist es doch in erster L nie dem Jubilar wohl mit zu verdanken, daß der Chor von 36 Stimmen in

An Herrn Reichsminister Dr. Scholz. Sehr geehrter Herr Reichsminister! Wie mir der Heer Reichskanzler berichtet, ist hie Zusammensetzung der neuen Refchsregierung auf Schwierig-

Reichstagspräsident Löbe sowie Vertreter staat­licher und städtischer Behörden befanden, wMde die Meisterschule für deutschen Buchdruck eröffnet. Den Eröffnungsakt vollzog Oberbürgermeister Scharnagl. Ministerialrat Darenberger über­gab als Patengeschenk der bayerischen Regierung eine Stiftung von 50 000 Mark. Den Festvortrag hielt Prof. Fritz Götz von der Leipziger Aka­demie, der über München und Bayerns Anteil am technischen Fortschritt im Duchdruckgewerbe sprach.

Aus aller Welt.

Die Güterschiebungen während der Ruhrbesehung.

In der Düsseldorfer Verhandlung im Pro­zeß Koch und Genossen gab der Hauptangeklagte Koch zu, achtmal einen Schuppen, der drei Waggons faßte, leergekauft zu haben. Sieben an Phönix Düsseldorf gerichtete Wag­gons sandte er nach Brüssel. Leutnant P a h h o l von der llnterlommifsion der Regie, der nach den Aussagen eines andern Angeklagten aus Kochs Schuppen eine Speisezimmet- e i n r i ch t u n g und andere Sachen erhalten hatte, hatte diesen Zug freigegeben. Koch behauptete, er habe sich bei all diesen Sachen nichts gedacht, da das Reich ja denScha- den ersetzen würde. Im Jahre 1923 deck­ten 100 französische Familien ihren gesam­ten Bedarf bei Koch zu spottbilligen Preisen. Als Koch festgenommen wurde, bot er der deut­schen Regierung seine Kenntnisse von den Schie­bungen bei der Regie für 20 000 Mark an.

Festnahme einer Diebesbande.

Eine Diebesbande, die durch ihre verwegenen Raubzüge die Kölner Geschäftswelt lange Zeit in Atem hielt, wurde durch die Polizei un- schädlich gemacht. Es handelt sich um fünf junge Leute, die in einem gestohlenen Lurusauto nachts Fahrten durch die G e s ch a f t s v i e r t e l unternahmen, die Ladenfenster von Wasche- und Iuweliergeschäften einfchlugen, die Auslagen aus- raubten und die Deut« im Kraftwagen fort- schafften.

Mlttelholhors Afrikaflug.

Der schweizerische Asrikaflieger, Walter Mit l telholtzer, ist nach 14tägigem ©tilliegen in Djen Dja am Viktoriasee nach Muansa am Süd- I ostuser des Sees weitergeflogen. Rach schwei­zerischen Pressemeldungen Hal Mittelholtzer seine Weiterreise nach dem Süden Afrikas allein fort­gesetzt.

Ein Raturhellkundiger verhaftet.

In Weinheim ist üer 42jähr ge Ratur- heilkundige Peter Helfrich, der du»ch falsche Behandlung den Tod eines 2^/rjähri- gen Kindes verursacht hat, von der Po- lizei verhaftet und im Unteriuchungsgefäng- nis eingeliefert worden. Helfrich hatte das an Brustfellentzündung erkrankte Kind 15 Minuten lang so dicht über heiße Dämpfe gehalten, daß es schwere Verbrühungen erlitt und infolgedessen verstarb.

Ileberraschende Wendung In einem Kindes- mordpro;eh.

In Landshut hatte sich oie 23jährige Schlos­sermeisterstochter Röckl aus Obersüßbach zu verantworten, die beschuldigt war, ihr Kind gleich nach der Geburt getötet zu haben. 3n der Verhandlung gestand die Angeklagte, daß ihre Mutter die Mörderin des Kindes sei. Die Mutter habe Hebammendienst geleistet und I nach der Geburt das Kind erstickt und im Ofen verbrannt. Auf Grund dieses I Geständnisses sprach das Gericht die Röckl frei. Ihre Mutter, die bereiis wegen vorsätzlicher Brandstiftung ein Jahr Zuchthaus verbüßt hat, wurde in das Gefängnis eingeliefert.

Ertrunken.

Am Sonntag erlrantcn in einem Teiche bei Blankenburg <in Ibjübtiger und ein 17jäh- I riger Schüler, die in der Äähe des Teiches ge­rodelt hatten und dabei auf das Gis des Teiches geraten waren und einbrachen. Beide kämpften vergebens um ihr Leben. Als Hilfe eintraf, waren sie bereits tot. 3n Breslau brachen beim Spielen auf einem gefröre ne n Teich drei Knaben ein. Cs gelang nur einem von ihnen, sich zu retten. Bei den anderen, die im Alter von 12 Jahren stehen, waren alle Wiederbelebungsversuche ver­geblich. In einem kleinen Orte in der Provinz I Friaul wurden drei Frauen, die aus dem Flusse Tagliamento das von der Strömung mitgeführte I Holz sammeln wollten, von den reißenden Was­sern erfaßt und ertranken.

eine Familie durch kohlenoxydgas getötet.

In Bari kam eine ganze Familie, vestehend aus drei Personen, ums Leben, weil sie, um sich gegen die Kalte zu schützen, zwei große Pfannen mit Holzkohle im Schlaf­zimmer ausgestellt und die Holzkohle an- gezündet hatten.

Zunahme der Grippe in England.

Die Fah. i)cr un b.c Oti.-p; verstorbenen I Personen hat sich in der vergangenen Woche weiter erhöht. In London und in den südengli­schen Glätten betrug die Zahl der Toten 725 gegen 470 bzw. 326 der beiden Dorangegangenen Wochen.

Wcttcrvoraussfge.

Wolkig, Temperaturen weiter fallend, trocken, I nacht« leichter Frost.

Gestrige Tagesiemperaturen: Marimum: 5,5 Grad Celsius: Minimum: 1.9 Grad Eelsius. Nie- verschlage: 4,2 M-llimeter. Heutige Morgenlempe- I ratur: 0 Krad Celsius.

Die Volkspartei lung aztKtm- z' r Regierungsbildung. »en Wii|i;en

0 y . (Befanötenpo^en m Berlin.

mitttit Mainz, 1. Febr. Die hessischen Industrie-

auf brtö NeichHVcrkcßrsNttlnstcrMNl. unb Handelskammern haben sich, mit Rücksicht Berlin, 1. Febr. (TLl.) Die Reichstags- auf die in der allernächsten Zeit zu vollziehende ' fraklion der Deutschen Volkspariei läßt folaeude Reubesetzung des Gesandtenpostens in Berlin, Erkürung verössentlichen: Die Deutsche Volks- wiederum mit einer Erklärung an die hessische Partei hat seit Jahren den Standpunkt oerire- Regierung gewandt und darin zum Ausdruck ten, daß eine parlamentarische Mehr- , gebracht, daß bei der Besetzung der hessischen heitsreg'.erung in Deutschland, angesichts d-:r < Gesandtschaft alle parteipolitischen Gr­übe. auS schwierigen aüßen- und innenpolitischen Wägungen ausgeschaltet werden möch- Entschcidungen erforderlich sei. Rach der Rede ten und für die Auswahl des zu berufenden des Abg. Sch eide matt n zu der für die lediglich die persönliche Eignung ent- Deutsche VotlSpariei entscheidenden Frage der schcivcnd sein dürfe. Maßgebend für diese Ent- Reichswehr Lar für fit die große Koa- schließung war die Erwägung, daß die hessische lilion nicht mehr tragbar. Getreu ihrer, Gesandtschaft In Berlin nicht nur Die politische in den Iel_j.cn Jahren mehr,ach festgelegten Auf- Vertretung deS Landes Hessen ist, sondern daß faiiung hat sie besonders auch durch die er- ft? auch in hohem Maße die w i r t s ch a f t l i ch e n folgversprechenden Verhandlungm ibres Mini- Belange Hessens zu wahren hat.

stcrs Dc. Eurtius alles versucht, um die

Mehrheitsregierung von den Demo- (FJfnfcsPothrinaßn

traten bis zu den D e u ts ch n a t i o n a l e n QZltaß-LDlQringen.

zu'lande zu bringen. Um dieses Zieles willen P a r i s . 2. Febr. (WT2. Funkspruch.) Der- hat sie schwere Opfer nicht gescheut, eingedenk gangenen Montag sind mehrere elsaß-lothrmgi- ihres alten Wahlspruches: das Vaterland über sche Abgeordnete bei Poincars vorstellig gc- die Partei. Besonders schmerzlich mußte sie den worden. Die Wortführer forderten die Zwei- V e r z ich t aus die Weiterführung des Der- sprachigkeit in Schule, Rechtsprechung und kehrSministeriums durch Herrn Dr. K r o h ne , Verwaltung und machten insbesondere auf d e et.em im höchste., Maße bewährten Fachmann, Schwierigkeiten ausmerisam, dje sich aus Der aus- auf diesem Gebiete empfinden. Ihre Stellung- schließl.chen Verwendung des Französischen vor nähme wurde in letzter Linie bestimmt durch allem bei Gcr.chtsverhandlungen und aus der den Appell an ihre vaterländische Gesinnung. Unkenntnis Der Richter hinsichtlich der deutschen Diesen Appell hat Der Reichspräside n t Sprache ergeben. Poincare soll nach demMat.n" der den Vorsitzenden der vockspactriiichen Reichs- Die Begründung der Forderungen n cht bestritten haben und geneigt se.n, ihnen Rechnung zu tragen. Im übrigen habe er erklärt, daß h.n- sichtl.ch Der KonfessionSsrage in der Schule keine Acndcrung am jetzigen Zustande geplant sei. Was die Strafmahnahmen gegen die Unter­zeichner deS Heimatbund-Mani- festes beireffe, Io habe et sich bereits an bla Prüfung der einzelnen Falle gemacht, um eine be­ruhigende und loyale Lösung zu finden.

Beleidigung darzustellen. Die in französischen | genden polittschen u^ Kreisen aufaelommenen Zweifel an der Wrr - erfordern drtngend den Cßegtnn^Tattgkettemer fnmfeit der Völkerbundskontrolle voll arbettsfahi gen tu. t s t e 8 i«

trolle Die der Dawesplan über die Jinan- bisherige Haltung d^ Deuts^ Dol^rtei und

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N wie S chc > d - mannund die deutsche Links- und sich Mem meinem 2lppM mcht »tlaeen treffe betonten, nicht zögern würden, jede g e - wtrd.

heirne Kriegsvorbereitung bloßzu- Mit der Versicherung meiner ausgezeichneten legen. Keine verschleierte Rüstung könne der Hochachtung bin ich Ihr ergebener Wachsamkeit dieser Spione des Fri.e- (gez.) von Hindenburg,

de ns entgehen. Auch eine offene oder halb- offene Rüstung Deutschlands tomnic nicht in DereLotgUNg

Frage, da eine solche sofort das ganze Reich der tiöiionRcidmtmifter

Zerstörung durch Die riesige .Luftflotte- OCT Heilen JlClOjininiHer. Frankreichs preisgebe, sowie die Rhein- Berlin 1. Febr. (WB.) Das neue Reichs­provinzen einem Massenfeuer der kabinett trat heute nachmittag unter Vorsitz deS

Mischen Artillerie aussehen wurde DerBericht Aeichskanzlers zu einer Sitzung zusammen, die erftatter weist sodann an Hand d" Vevotterungs , , ^er Vereidigung deriemgen Mi-

statistik und der Stärke des stehenden Heeres j>ie noch nicht Den Reichsbeamteneid

die hoffnungslose Unterlegenheit elegt hatten. Für die Beratung der Re- Deutschlands nach. gierungserklärung ist für morgen eine

---------' besondere Kabinettssihung anberaumt Der verhandlungspause in China. scheidenden ^eichspostminister Dr. S t i n g l und

Gegen die britische Truppenkonzentration ßen in Schanghai. Heute empfing Der Herr Reichspräsident Die

Reuhork, 1. Febr. (WB.) Wie aus Hankau neuernannten Deichsminister Schiele, H e r g t gemeldet wird, ist in den englisch-chinesischen und v. K e u d e l l, ferner den Prälaten Tionfig- Verhandlungen eine Unterbrechung eingetreten, nore Steinmann von Der deutschen Botschaft weil der Minister des Auswärtigen Der Kan- | beim Vatikan, tonregierung, Eugen Tschen, sich geweigert hat, ein Abkommen zu unterzeichnen, so lange bri­tische Streitkräfte in Schanghai zu­sammengezogen werden. Rach einem Berichte eines zuverlässigen Engländers aus Mulden sol- i Derlin, 2. Febr. (Wolff.) Rach der Re- ' len Tschangtsolins S-absoffiziere erklärt gierungigernärung des Reichskanzlers Dr.Marx haben, wenn auch nur «in einziger Ebmese in _u .Seginn ^er D o n n e r s t a g s s i h u n g des Schangtzai getötet werden sollte soL^u^enReichstages wird die Sitzung für zwei Stunden ^angtfolin zwingen, sich mit kanlEslschen verbrochen werden, um den Parteien Gelegen- Oberbe>ehlshaber gegen die Engländer geben, zu dem Regierungsprogramm

zusammenzuschließen. Der diplomatische Stellung zu nehmen. Die Regierungsparteien Berichterstatter desDaily Telegraph meint^ werden ^voraussichtlich zunächst eine gemein- wenn sich der Bencht, über Die ab; PaI fame Erklärung abgeben lassen und weitere tting des kantonesischen Ministers des A^-ußern Redner erst vorschicken, wenn der Verlauf der bestätige, dann werde c8 d-n Engländern und ^erhanblungen dies erforderlich macht. Laut der ganzen Welt klar ^in. daß die scheinbaren 2ägl Rundschau" wird Der Zentrumsabgeord- gubrer Der Kantonesen alcht lhre ^enen ^er 5)r. Wirth seine von Der Zentrumsfrak- ten, l°n^rr> nur Werk , ug e und D teuer abtoei4enile Meinung zum Ausdruck der russischen Agenten seien. Wei.er er bringen. Die Abstimmung Über die von Den Ar* Der a3eri$terftatter, er höre, daß ie Sozialdemokraten und den Kommunisten zu ettoar- Meldung von einem Protest des Kons u tcnßcn Mißtrauensvoten wird nach dem e^Tün he gleichen Blatt erst am Samstag nachmittag

britischer ©treitlrafte unbegründet fei. ^rfoIgeiL 2lm Montag soll die erste Lesung deS

Grey über Völkerbund ^ch-h°ugh°,.-p-°u-s i« be.

und China. I Auslandsreise Dr. Stresemanns.

Berlin, 2. Febr. (Wolff.) DieTägliche Rundschau" teilt Die Verschiebung her Feier zur Erinnerung an Den 60. Jahrestag der Grün­dung der Ratwnalliberalen Partei vom 27. Fe­bruar auf den Monat März mit und bringt diese Verlegung mit einer längeren Auslands­reise in Zusammenhang, die bet Reichsaußen­minister Dr. Stresemann nach Abschluß der politischen Aussprache im Reichstag zu unternehmen gedenlt. DerLokalanzeiger" will wissen, daß Dr. Stresemann seinen Erholungs­urlaub voraussichtlich an der Riviera ver­bringen werde.

Wettere Lockerung des Patzzwangs.

Berlin. 2. Febr. (Wolff.) Die Dechand- langen des Auswärtigen Amts mit England über Die Aushebung des Sichtvermerkzwanges sind soweit sortgeschritten, daß mit einem aus­sichtsreichen Abschluß zu rechnen ist. Weitechin sind in der letzten Zeit mit Luxemburg und "Portugal Verträge über die Aushebung des Sichtoermerkzwanges zum Abschluß gebracht wor­den. Auch ist das Auswärttge Amt bei seinem Bemühen zum völligen Abbau der Paßmauern neuerdings mit weiteren Staaten in Füh-