Einzelbild herunterladen

Itt. 230 6rWet Bidf

ITT. Jahrgang

Za»rtag, V Vttober (927

lügllch, «h«r Sonntags enb Jtwriag».

Wetzen« Famllienviüttrr ^dmat im SUb Die Scholle

»eais.Bejepfrtto: 2 Reichsmark und SO Nrichspfennlg ftr Irfifl«*» lohn, auch bet Ntchter» scheinen einzelner Nummern infolge höherer (Bemalt Fernfprechanfchlüffe: 51, 54 und 112.

Lnschrifi für Drahtnach­richten: Anzeiger Aietze».

Pvftfcheckkatttv: gtenffurl am Main 11686.

Sietzener AMger

General-Anzeiger für Oberhessen

vrack aav Verla- , vrühl'sche UwtotrfitÄts-Bad)* «at Stetatraderel B. Laag« ia Sieben. 5chtistlrttang und Seschäftrstelle: 5chalRra^e 1.

IuOk hi liijetqtn ftr bte lagtsnununet bis zum Nachmittag vorher.

Preis für l mm HSHe ftr Anzeiqen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig: für Re» klamean ,eigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20' , mehr.

Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantworllich für Politik Qr. Fr. Wilh. Lange, für Feuilleton Dr Hlhyriot; für den übrigen leü Ernst Blumfchein: für den Rn- zeigente»! Kurt Hillmann, fämtltd) in Dietzen.

1647 * Dem Reichspräsidenten-1927

Paul von Hindenburg.

Ton Oberbürgenndfirr 5>r. 3 a r r e 8, ehemaligem Vizekanzler und Reichsinmifder d«S 3nnern.

2llS am 26. April 1925 der Feldmarfchall von Hindenburg »um ReichSpräsiixmt^n gewählt toan** und am 12. Mal ht das Reichchpräf identen- hau» der Wilhelmftrahe einzog. bedeutete das für bat neue ReichSstaatSgebilde weit mehr, alS damals den meisten seiner Wähler und Richä- wähler bewußt wurde. Dewitz hatte der erst« Präsident deS Reiches, Friedrich Gbert, mit arotzem Deschick und Takt und mit anerkannter Würde tn schwersten Tagen sein hohe- Amt verwaltet, und wer Delegenheit hatte, ihm näher *u treten, wird niemals bestreiten, datz er bei seinen Amtshandlungen von starkem nationalen Pflichtgefühl geleitet wurde. Aber obwohl Im besten Sinn em Mann des Volkes, hatte Ebert doch infolge seiner früheren Stellung als mah- Sibender Führer einer groben Partei einer tellung, die Ibn naturgemäß, wahrscheinlich über den eigenen Willen hinaus in den Mittelpunkt der Staat tu mtoälqimg schob die Hälfte des deutschen Vv'.keS als geborene Gegner gegen sich, die nur teilweife und nur langsam die wich­tige und tüchtige Arbeit des ersten Reichspräsi­denten anerkannten. Auch Hindenburg hatte nicktt die absolute Rlehrheit der Wähler hinter sich, als er den höchsten Vertrauensposten seines Volkes annahm. Aber wenn auch nach Partei­gruppierungen gewählt, war er doch kein Partei­mann : er war und blieb eben ^Hindenburg". Alles, was Im Wahlkampfe an Angrusen auch gegen ihn nicht auSblieb, zerfiel nach dec Wahl in Staub vor der Monumentalität dieser ge­schlossenen, fo ganz unkomplizierten Persönlich­keit

Wer ncch im Zweifel darüber war. Deats^er oder Ausländer, ob auch für den Reichspräsi­denten Htn'enburg die ehrliche Ge-ablinigkeit Richtschnur sein würd', iveuhe -en Offizier Hin­denburg immer geleitet und tn dem sicheren Se.bstgefühl eine? Etzarakters von historischem Ausmaß zum großen Heerführer gemacht hatte, dec würbe von den erste.i Augenblicken seiner Aintstäiigkett an einen Besseren belehrt. Heilig war ihm das Ges en. heilig fein diesem Gesetze gegebenem Wort Linen dl ich schwer wird ihm der Entschluß getoc-rben sein, dem Rufe deS Volkes zu folgen und an die Spitze des neuen Reici>es au treten, dessen republikanische Ver­fassung ihm. dem überzeugten Monarchisten und treuen Schildhalter i -incö kaiserlichen Herrn, nicht als das für den Deutschen passende Grund­gesetz gelten konnte. Aber sein starker, immer auf das Positive eingestellter Sinn liest einfach die Pflicht den Ausschlag geben, äind sein solda­tisches Pflichtgefühl verlangte von ihm einfach, seinem Volk, dem Staate, so wie er nach dem Zusammenbruch war. nach seinen ehrlichen Kräf­ten zu Helsen. DaS bedeutete unzweifelhaft die stärkste uni) denkbare Stabilisierung der inneren Gage und der heutigen verfassungsmäßigen Ver­hältnisse des Vaterlandes. Richt mit Unrecht buchte bann auch einer der angesehensten sozia­listischen Führer nachttäglch die Wahl Hindeit- burgs für die Republik höher als drei Sitze seiner Partei im RrichSkabinett.

So steht an seinem 82. Geburtstag der Reichs­präsident von Hindenburg nach zweieinhalb- jähriger Amtstätigkeit unanfechtbar, ja eigent­lich und wie viel sagt das bei uns Deutschen! unangefochten vor Volk und Welt da. Rach seiner ganzen Vergangenheit und Denkungsart uitzweideurig politisch noch rechts gerichtet: und doch völlig über den Parieren stehend. Oft genug bat er bei den HandelSges-chäften der Fraktionen diesen zu verstehen gegeben, dast er tn ihrem Wortschätze den Ra men .Partei" immer wieder finde, i' allein mafogebenbe Wort ,Vaterland" aber häufig vermissen müsse. Hink-enburg ist und bleibt Soldat. Wer sich mit ihm unterhält, der findet immer wieder, wie er auch bei örorte- nrngen und Entscheidungen Über nichtmilitärische Dinge Vergleiche auS dem Svldatenleben nimmt und damit in kluger Verwertung seiner Gr- fahrungen aus dem alten Berufsleben auch auf neuen, ihm bisher unbekannten Gebieten den Ragel auf den Kopf trifft. Die Haupttugend des Soldaten aber ist die Tapferkeit. Sie im blutigen Kampfe des Feldes zu zeigen ist oft leichter als im Streite des Lebens, namentlich auf ver­antwortlichem Posten. Stellung zu nehmen und zu behaupten im Widerstreit der Meinungen, gegen Angriffe der Gegner, gegen Vorurteile ocr Freunde und namentlich gegen "eigene innere Hemmungen ist mir dem wirklich tapferen Füh­rer gegeben. Bei Hindenburg bildet diese Tapfer­keit des Verantwortungsbelasteten imb Vor an t- wortungsbereiten eine ganz selbstverständliche Seite feines Wtsens. Sie wird dabei geadelt durch die bezwingend ouSgleic^nde Art. welche ihm an­geborene Herzensgute, Selbstbeherrschung und eine unvergleichliche Leben Sers ahrun g geschenkt -aben. Des eigenen Wertes und Könnens ist ich Hindenburg oabei wohl bewustt. Aber wie stets bei wirklicher Größe verbindet sich bei ihm mit einer unantaftbaren Würde eine wun­derbare Beschn^enheit und Einfachheit. Unixr- fehlich ist mir aus persönlichen Gesprächen nach einer Wahl, wie damals Bedenken geäufjert wurden, ob von kommunistischer Seite bei der Lidesleistung im Reichstag Lärmszenen und Stö­

rungen gewagt werden würden, wie sich da feine hohe Gestalt straffte und aus seinen Augen einquos ego funkelte, das solche Ungehörig­keiten sehr rasch zu bannen versprach: unver­geßlich andrerseits, wie er in seiner Wohnung in Hannover auf die »ahlbosen ©hrenbürgetbriefe der deutschen Städte hinweisend schacht und ein­fach erklärte: ,die habe ich ja alle nicht verdient".

Der Zwiespalt und das Parteigewirr im deutschen Volke greifen mehr als alles andere dem greifen Reichspräsidenten ans Herz. Auch in dieser Beziehung fühlt er mit seinem Volke. Kampf und Gegensätze der Meinungen sollen fern; auch et ist stets ein Kämpfer gewesen für das. was er für recht hielt. Aber für den politischen Kampf wie er sich bei uns auswirkt, hat Hindenburg sowie die grotze M^rheit des deutschen DolkÄ kein Verständnis. Die Köpfe und Herzen der Volksgenossen sind nach seinem Sinn dazu da, einander und dem Vaterland zu helfen, nicht zum Kamps gegeneinander, oft nur des öden Prinzips und des lieben 3chs wegen

.Vater des Vaterlandes" im Sinn des stolzen Ehrentitels der Römer ist aus berufenem Munde Hindenburg genannt worden 3n tiefer Ver­ehrung und unendlicher Dankbarkeit gilt diesem j)ater patriae am 2. Oktober deS deutschen Volkes herzlicher und begeisterter Grutz!

Paul o. Beneckendorff und v. Hindenburg wurde am 2. Oktober 1847 als Sohn des Leutnants und Adjutanten Robert v. Beneckendorff und v. Hinden­burg und seiner grau Louise, geb. Schwickart in Posen geboren. Rach dem ersten Unterricht im Ellernsiaufe trat der Knabe Ostern 1857 in das

Gymnasium in ©logau ein. 1859 kam er in die I Kadettenanstalt zu Wahlstatt bei Licgnitz. 1866 trat er in das Heer ein und machte den böhmischen Feld­zug mit. Am 7. April wurde er durch eine öfter- reichische Kartätsche am Kopf verwundet, es gelang ihm jedoch mit seinem Zug fünf österreichische Ka- | nonen zu erbeuten. Auch den Feldzug gegen Frank­reich machte er beim 3. Garde-Regiment zu Fuß

mit und erhielt bei St. Privat das Eiserne Kreuz. Hindenburg wurde bann 1889 Abteiiungschef im Kriegsministerium, 1893 Kommandeur des Inf.-Re- giments 91, 1896 Ehef des Generalstabs des

8. Armeekorps, 1900 Kommandeur der 28. Infan­teriedivision, 1903 kommandierender General des 4. Armeekorps in Magdeburg, 1911 wurde er zur Disposition gestellt. Am 22. August 1914 übertrug man ihm den Oberbefehl über die 8. Armee an der Ostfront. Durch den Sieg von Tannenberg in den Tagen vom 26. bis 30. August 1914 wurde Hinden­burg der Befreier Ostpreußens von den Russen. Im September 1914 übernahm er die Leitung der ge­tarnten Operation im Osten und den Oberbefehl über die neugebildete 9. Armee. Am 1. November 1914 wurde er zum Oberbefehlshaber Oft und am 27. No­vember 1916 zum Generalfeldmarschall ernannt. Seine von weiten Dolkskreisen lang ersehnte Er­nennung zum Chef des Generalstabs des Feldheeres erfolgte am 29. August 1916. Am 9. November 1918 übernahm er den Befehl über dos in die Heimat zurückkehrende Heer. Nach Erfüllung dieser schweren Aufgabe trat er am 26. Juni 1919 vom Oberbefehl zurück und lebte seitdem in Hannover. Am 26. April 1925 wurde er zum Reichspräsidenten gewählt und legte am 12. Mai 1925 den Schwur auf die Ver­fassung ab.

Vater des Vaterlandes.

Don Reichskanzler Dr. WilhelmMarf.

Riemand, der guten Willens ist, wird es unterlassen, am 2. Oktober dankbar und ehr­erbietig des zweiten RcichSprästdettten Paul von Hindenburg zu gedenken. Der Achlzitjjäyr.ge auf dem ersten Platz, den das deutsche Doli gemäs> seiner Verfassung zu vergeben hat, stehl vor uns alS ein leuchtendes Vnsptel der Lieb" zum Daterlande. Dies« Liebe ist es gewesen, di ihn wiederholt vevanlatzt hat, die wohiverdienle Ruhe nach arbeitsreichem Leben preiSzugeben, um sich auf8 neue schwierigen und verantwor­tungsvollen Ausgaben zur Verfügung zu stellen. DaS ist vielleicht das Größte an Hindenburg, daß er immer zuletzt an sich und immer zuerst an da- Vaterland denkt. Wer Gelegeitheit hat. mit dem Herrn Reichspräsidenten ständig znsammenzu- arbeiten, darf und muh tagen, daß Vaterlands­liebe und Pflichterfüllung fein ganzes Tun be­stimmen. Welcher Art auch immer die Dntschlie- ßungen L in mögen, die er zu tr. s hat, sie sind geleitet, nicht nur von wägender Weisheit, sondern vor allem von dem Gefühl tief :er Ver­antwortlichkeit für das Wohl des deutschen Volkes. Diese Eigenschaften und die große ^Nah­rung, die sich Paul von Hindenburg in seinem langen, wechselvollen Leben erworben hat g-ben ihm die aufyerorbentlid>e Bedeutung und die siche Würde eines Vaters des Vaterlandes. AuS solchem älmstand erklären sich auch der umfassende E'nfluß und die unwiderstehliche Wirkung dcS Herrn Reichspräsidenten auf jedermann, der mit ihm Fühlung bekommt. Ungezählt sind die Stim­men, die solches bestätigen' immer wieder gehen die Dielen, die beim Herrn ReichSpräf d nten vorsprechen, mit dem unauSloschbaren Eindruck davon, einem Manne gegen ü b orgefta n den zu ) n der sich moral i. z'aa unb geschichtlichen Anspruch auf das Amt, das ihm das deutsche Volk anvertraute, erworben ha:.

Es gibt unter den vielen Völkern der Erde kaum eineS, das so belastet ist mit dein Erbe der Zwietracht, wie daS deutsche. Und es gibt In Deutschland vielleicht niemanden, der an dieser leidigen Tat lache so schwer trägt, wie dec Herr Rei hspräsidcnt. Er sieht denn auch den rigent- lic 'n Sinn seines hohen Am!e-s und daS Ziel une». unermüdlichen Strev.ns darin, d " iltr n g- fe die daS deutsche Volk lahmt, auszugleichen. Alle reine Kundgebungen werden vom G.'iste Zx _ Versöhnung b;fj?rrfd)t. Äuch darum verdient er den Ramen eines Vaters des Dat rland^s. Er übersieht keineswegs die b b.ntlfam n Schwie­rigkeiten. die einer einh? tiichen Zusammenfassung des deutschen Dolles im Wege st?hen; er w? chte diese Schwierigkeiten nach Möglichkeit vern»än­dern und die verschiedenen 3nt r f'en ».isammm- führen. 3h solchem Tun äußerl sich der liebevolle patriarchalische Zug, der der gesam'en Wirk­samkeit des Hrrrn RcichSpräliden en ausgep.ägt ist. Man möchte beinahe sagen, daß Hindenburg das deutsche Volk wie eine große Famil'.-r anfiehi, bereu Schicksal er nach Möglichkeit erleichtern und von überflüssigen Erschwernissen freimachen möchte.

Ihm, der den Glanz des alten Reichs und dessen stcilze Macht von hervorragender S eile aus gesehen hat, ist es gewiß nicht leicht, Dnusch- lanb im Zeichen feiner gegenwärtigen Drrin- - rächt igung äu wissen. Er hat einen großen Ab­schnitt der glorreichen vorangegangenen Geschichte Deutschlands miterlebl. Er hat aber auch nie­mals an dem ins Unglück geratenen Deutschland gezweifelt, und er ist fest davon überzeug, daß unter Vaterland sich nach febet Richtung hin gesund und stark wieder aufbauen wird. An solcher Erneuerung mitzuwirken, ist dem Herrn ReichSpräfidenten eine ganz besondere G nug- tuung. 3n der Ueberweisung solcher Ausgabe an ihn sieht er den Darck der Ration, der er sein Leben gewidmet hat. Er will die CbriTrJe fein zwischen dem alten unb dem neuen Reich: er möchte alle AbfeilSstehenden dahin führen, daß fie wie er ihre volle Kraft tn den Dienst des Vaterlandes stellen. So darf man ihn seelisches Rückgrat, darf ihn Gewissen und Mentor des deutschen Volkes nennen.

Die Wurzeln unerschöpflicher Kraft unb Lei­stung liegen nach Hindenburgs fester Ueberzeu- gung im deutschen Volk. Er steht ihm nicht fremd gegenüber; er steht mitten unter ihm. Er fühlt sich alS ein Teil dieses Volkes, fühlt sich eins mit dessen Leiden und Hoffen. Wie er stets als Heer­führer, unbekümmert um die Gröhe der Ausgabe, mit seinem Herzen beim Mann im Graben gewesen ist, so gehört auch heute seine Fürsorge j b m ein­zelnen. Er möchte allen Ständen und Berufen, allen Schichten und Gruppen, allen Auffassungen unb Zielbestrebungen gleichermaßen Gerechtigkeit unb Förberung widerfahren lassen. Die Volks­gemeinschaft aller Deutschen ist das Ideal, dem er die erprobte Kraft unb Weisheit seiner achtzig Jahre gewidmet bat. Das ganze Ausmaß solches wahrhaft nationalen Wirkens vermögen wir heule noch nicht zu überblicken; aber soviel ist gewiß, daß das deutsche Qolf d.esem Vater des Vater­landes unerschöpfliche" Dank uib unverbrüchliche Treue schuldig ist. Weit über Deutschlands Gren­zen hinaus wird der Reichspräsident von Hinden- E-urg heute überzeugte und liebevolle Huldigung fmben.

fl nf der ersten Seite eines großen Erinnerungswertes W B stehen die Worte:Als Mensch habe ich gedacht, gehandelt und geirrt. Maßgebend in meinem Leben und Tun war für mich nicht der Beifall der Welt, sondern die eigene Oberzeugung, die Psticht und das Gewissen." Der diese Worte ergreifender Bescheidenheit und sittlichen Ernstes niederschrieb, war Hindenburg. Eine starke, lautere Persön­lichkeit, mit dem Höchstmaß vonVaterlandsliebe und gewissen­haftem Pflichtgefühl, so steht die ehrwürdige Gestalt unseres Reichspräsidenten vor uns an seinem 80. Geburtstage als des getreuesten Dieners seines Dolkes. Ganzvol! ist die histo­rische Rolle, die tbm in der Weltgeschichte zufällt. Noch größer fast ist die Tat, zu der ihn ernste Pflichtauffassung bewog: erneut dem Ruse der Nation zu folgen, als c; galt, in friedlicher Aufbauarbeit seinem Vaterlande zu dienen.

Des Reichspräsidenten einfache Rlarheit und sittliche Rraft hat ihn durch- alle Fährniss/' narreipolLt-isch « trübt« rührt hindurchgesührt, ihn dem so oft von Paer-U'ader durch­wühlten Volke als das hohe Vorbild wahrhaft überpartei­lichen Wirkens gezeigt. Wie sich in Hindenburg die Synthese des alten und neuen Deutschland vollzieht, so verkörpert seine Persönlichkeit die 3&ee der wahren Volksgemeinschaft. Des­halb steht das deutsche Volk in seiner überwältigenden Mehr­heit zu seinem Reichspräsidenten und wird an seinem 80. Ge­burtstage in Liebe und Ehrfurcht seiner gedenken und ihm huldigen. Und damit ehrt das deutsche Volk sich selbst. Treitschke hat einst gesagt:Ein Volk wird von der Welt nach der Persönlichkeit beurteilt und abgewogen, die an seiner Spiye steht." Wer deutsche Geschichte kennt, weiß die Wahrheit dieses Wortes zu würdigen. Hindenburg hat im 0n= und Auslande die Tatsache lebendig gemacht, daß das neue deutsche Staatswesen in kraftvoller 2lufwärtsentwick- lung unerschütterlich dasteht. Mit ihm an seiner Erhalmng zu wirken, sei das treue Geloben des deutschen Volkes an seinem Geburtstag, das es in keine besseren Worte kleiden kann als in die eigenen inhaltsschweren Worte unseres all» verehrten Hindenburg ,,Heran an die Arbeit!"

Dr. (Buftav Srrefemann Reichsminister des Auswärtigen