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ten hatte, weiterveräußert und den Erlös für sich verbraucht haben, obwohl er sie noch nicht bezahlt hatte. Da er heute trotz ordnungsmäßiger Ladung nicht erschienen ist und sein Ausbleiben auch nicht genügend entschuldigt hat, ergeht Haftbefehl gegen ihn.

Eine Frankfurter Firma hatte hier zum Vertrieb ihrer Waren einen kaufmännischen Vertreter, der auch Inkassovollmacht batte. Sie behauptet, der­selbe habe Beträge in Höhe von über 400 Mk., die er von einem Kunden vereinnahmt hatte, nicht an sie abqeführt. Auch habe er in einem anderen Falle 144 Mk., die ein anderer Kunde ihm zur Abliefe­rung übergeben habe, nicht weitergegeben, sondern für sich verbraucht. Diese 144 Mk. seien nachträglich durch das einbehaltene Gehalt gedeckt worden. Der wegen Untreue und Unterschlagung angeklagte Ver­treter gibt zu, die erwähnten Geldbeträge verein­nahmt zu haben, er behauptet aber, die Summe von über 400 Mk. an die Firma abgeliefert und die 144 Mk., die er nachträglich ersetzt habe, verloren zu haben. Da die Angelegenheit noch nicht genügend geklärt ist, wird die Sache 3ur Anstellung weiterer Ermittelungen und zur Erhebung des Gutachtens eines Buchsachverständigen vertagt.

Vermischtes.

Tod in den Alpen.

Der Chef der Koburger Staatsanwaltschaft. Erster Staatsanwalt Dr. Oskar Mugler, ist

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bei einer Bergpartie in den Graubündner Alpen abgestürzt und tödlich verunglückt.

Von einem Rind gelötet.

2n Ra mb ach bei Eschwege wurde ein 67jähriger Landwirt nachts im Diehstall von einem wild gewordenen Rind angefallen, zu Boden geworfen, getreten urrd so schwer verletzt, daß er bald darauf im Krankenhause starb.

Selbstmordversuch des Stendaler Versicherungs­schleichers.

Der Gemüsehändler G a n s w e g aus Sten­dal, der im dringenden Verdacht steht, seine Frau erschlagen zu haben, um in den Be­sitz der Versicherungssumme von 16000 Mark zu kommen, hat im Gerichtsgefängnis einen Selbstmordversuch unternommen. Aus Arbeitsmate­rial hatte er sich einen Strick gedreht, den er be­reits um den Hals "siegt hatte, als durch die Auf­merksamkeit eines Wächters das Vorhaben verhin­dert wurde.

Ein Opfer von Monte Carlo.

Ein Stammgast des Kasinos von Monte Carlo, ein südslawischer Staatsangehöriger, versuchte offenbar in einem Anfall von Geistesstörung einen Spieltisch in Brandzu setzen, nach­dem er ihn mit Benzin übergossen hatte. Als Wach- monnschast einschritt, gab er mehrere Schüsse ab, wodurch Spiegel und Leuchter zertrümmert wurden. Dann sprang er aus dem Fenster. Er wurde

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schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo er bald danach an seinen Verletzungen starb.

Bergsturz an der Drennerstraße.

3n Freiens eld, südlich des Brenners, er­eignete sich ein Bergsturz, durch den die Dven- nerstraße verschüttet wurde. Der Automobil­verkehr wird über den Jaufenpaß geleitet. Für die Freilegung der Brennerstraße ist Mi­litär eingesetzt worden.

Die Lusttrauung.

Gegen den Berliner Pfarrer T e i ch m a n n, der vom Dienst suspendiert worden ist, weil er seinerzeit eine Trauung im Flugzeug vorge- nvmmen hat, ist vor einem Gremium von Mit­gliedern des K o n s i st o r i u m s in offizieller Sitzung verhandelt worden. Es fand eine Be­weisaufnahme statt. Dabei hat das Konsistorium die Frage fallen gelassen, ob durch die kirch­liche Trauung im Flugzeug eine Herabwür­digung der heiligen Handlung er­folgt ist. Gegenstand der Untersuchung bildete ausschließlich die Frage, ob aus der Flug­trauung mit Wissen des Pfarrers Teichmann eine Sensation gemacht worden ist. Pfarrer Teichmann hätte vor allem den Filmoperateur sehen und seine Tätig­keit verhindern müssen.

Furchtbarer hagelsturm in Kanada.

Am Abend des 19. Juli wurde die Gegend von Cochrane von einem furchtbaren Hagel- ---null iiiiiiiiibi lirn^-jBiiiiimiiLUH II I IMIHii_itv:

sturm heimgesucht. Die Hagelsiücke sollen s o g ro y wie Penny st ücke gewesen sein. Die Dächer der Häuser wurden durchlöchert, die Telephon- drähte zerrissen. Die Hagelkörner bildeten auf den Straßen Haufen von 60 Zentimeter Höhe, und einige von ihnen, die vier Stunden nach dem Orkan nach Kalgary gebracht wurden, wogen noch mehrere Unzen. Glücklicherweise wütete der Sturm nur über einem verhältnismäßig kleinen Gebiet.

Rundfunk-Programm.

Dienstag, 2. August:

15.30 bis 16 Uhr: Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Alte Tanzmusik. 17.45 bis 18.05 Uhr: Die Lesestunde. 18.15 bis 18.45 Uhr: Uebertragung von Kassel:Wil- helmshöh« im Spiegel der Zeiten", Vortrag von Prof. Wilhelm Fechner. 18.45 bis 19.15 U.hr: Funk­hochschule:Kind und Sport", Vortrag von Prof. Dr. Schlesinger. 19.15 bis 19.20 Uhr: Wirtschasts- meldungen. 19.20 bis 19.45 Uhr: Funkhochschule: Altdeutsche Tafelmalerei II", Vortrag von Dr. Os­wald Götz. 19.45 bis 20.15 Uhr: Die Schachstundc: Schachkurs für Anfänger. Lehrer: Prof. Dr. N. Mannheimer. 20.15 bis 21.15 Uhr: Arien-Abcnd. 21.15 bis 22.45 Uhr: Uebertragung aus Kassel: Hei­terer Abend.

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6 lustige Akte, in den Hauptrollen die beiden be­liebten Künstler Pat und Patachon. Ferner: Die neueste Ufa - Wochenschau

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Lublinski, H., Lebensmittel, Dammstraße 41 Llonk, Spanischer Garten, Seltersweg 9

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