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m. (5! Drittes Blatt

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Gietzener Anzeiger (Generai-Rnzeiger für Gderheffen)

Zreitag, Zuii J92Z

stenographen-verbandstagung.

Die 4 7. Verba ndstagu ng des Hes­sisch - Nassauischen KurzschriftVer­bandesG a b e l s b e r g e r" (Verband für Einheitskurzschrift) fand am Samstag und Sonn­tag in F u i d a statt.

Einer Sitzung des Derbandsvorstandes und der Vezirksleiter am Samstagnachmittag schloß sich die Vertreter Versammlung an, die einen sehr starken Besuch auszuweisen hatte. Aus dem vom Verbandsvorsitzenden, Lehrer Schopp, Mainz, erstatteten Tätigkeitsbericht des abgelaufenen Jahres war zu entnehmen, daß die Cinheitskurzschrift, zum Wohle des gesamten deutschen Volkes, auf allen Gebieten sehr er­freuliche Fortschritte erzielt hat. Mit beson­derem Stolz wurde auf die großartigen Erfolge bei den Handelskammerprüfungen hingewiesen. Die Mitgliederzahl des Verbandes ist auf 9909 gestiegen, gegenüber 9191 im Vorjahre. Neu gegründet und in den Verband ausgenommen wurden weitere 19 Vereine. Die Zahl der Un­terrichteten in der deutschen Einheitskurzschrift betrug im verflossenen Jahr 5150. Ferner stimmte die Versammlung einer Entschließung an den Bildungsausschuß des Deutschen Reichstags, daß in absehbarer Zeit nichts an der ©in» Neitskurzschrift geändert wird, gestützt auf die guten Erfahrungen und Erfolge, einstimmig zu.

Auf eine Einladung des Oberbürgermeisters der Stadt Mainz wurde Mainz als Tagungs­ort für den nächsten Verbandstag bestimmt.

Den Festvvrtrag am SonntagEin- heitskurzschrift oder Volkskurz- schrift", der mit großem Interesse ausgenom­men wurde, hielt Regierungsrat Schaible- Darmstadt. Seine Ausführungen fanden stärksten Beifall.

Das mit dem Verbandstag verbundeneW e t t- schr eiben hatte trotz der schlechten Zugverbin­dungen einen erfreulichen Besuch auszuweisen. Es beteiligten sich annähernd 600 Wettschreiber. Die Stadtverwaltung Fulda und andere Be­hörden, sowie die Bürgerschaft der festgebenden Stadt hatten wertvolle Ehrenpreise zur Ver­fügung gestellt.

Aus dem Bezirk Gießen konnten folgende Teilnehmer es bedeutet: R. G. = I. Reichs­kurzschriftgesellschaft Gießen,Babelsberger" und DamenabtÄlung e. V., V. 61 Gabelsberger Stenogr.-Verein, gegr. 1861, D. D. = Damen- VereinGabelsberger" mit Preisen ausge­zeichnet werden:

200 Silben: 1. und Ehrenpreis: Kurt Moosdorf R. G.; 3. Georg Wahl R. G.

180 Silben: 2. Preis: Willy Goffelmeher V. G.

16 0 Silben: 1. Preis: Bruno Schneider R. G.: Ottilie Treser R. G.; Karl Kühn V. G.: Heinrich Conrad V. G.

14 0 Silben: 1. und Ehrenpreis: Hildegard Kuhl R. G.; Emilie Bellos R. G.: 1. Preis: Emmy Schüler R. G.; Friedrich von Lemrners R. G.

120 Silben: 1. Preis: Johanna Flamme R. G.; Heinrich Graf R. G.; Otto Wahl R. G.; Elisabeth Gladigow D. D.; Adolf Kling, Wieseck; 2. Preis: Hugo Göbel V.G.: 3. Preis: Albert Best R.G.

100 S ilben: 1. und Ehrenpreis: Heinrich Joedt R. G.; Fritz Möller R. G.; Irmgard Schütz D. V.; Wilhelm Momberger V. G.; 1. Preis: Anna Loh R. G.; Willi Drommershausen R. G. ; Ludwig Blum R. G.; Wilhelm Decker R. G.; Dora Rickel R. G.: Emil Wolf R. G.; Otto Wagner A. G.; Dora Heß R. G.; Luise Schade D. D.; Kurt Leipold V. G.; Marie Schmidt, Wieseck; 2. Preis: Hans Pfeiff R.G.: Finchen Hofmann D. D.; Paul Metz V. G.; G^org Har­nisch V. G.; 3. Preis: Berta Eifenbach R.G.,' Agnes Sack D. V.: August Becker D. G.

Wirtschaft.

Diskonterhöhung und Währung.

Zur Diskonterhöhung äußert sich Geh. Re­gierungsrat Ar.ur Norden, Ministerialdirektor im Reichsfinanzministerium, in der Zeitschrift Deutsche Konfektion". Er bemerkt u. a.:

Im Zusammenhang mit der Diskont­erhöhung fragen ängstliche Gemüter, ob unsere Währung gefährdet sei. Skrupellose Personen, die Geld aus der LInwissenheit oder dem Sew sationshunger mancher Kreise ziehen wollen, ver­breiten Flugblätter, in denen das Schreckgespenst einer neuen Inflation heraufbeschworen wird. Der Umstand, daß die Devisenkurse leicht gestiegen

sind, wird für die Zwecke der gewissenlosen Geld­verdiener ausgenuht. In Wahrheit haben sich die Kurse stets zwischen den sogenannten Gold­punkten bewegt, zwischen den Grenzen also, in denen den Schwankungen einer Währung keine Besorgnis zukommt. Ebensowenig ist aus dem Zahlungsmittelumlauf eine Besorgnis für die Währung herzuleiten. Obgleich die Kaufkraft des Geldes im Verhältnis zur Vorkriegszeit um mehr als ein Drittel geringer ist, bleibt der Zahlungs­mittelumlauf noch unter der Zahl von 1913 in damaliger Höhe von sechs Milliarden zurück. Dazu kommt, daß trotz der Verminderung des Devisenbestandes, die in den letzten Monaten ein­getreten ist, Gold und ausgewiesene Devisen zu­sammen bei der Reichsbank annähernd 2 Mil­liarden Reichsmark betragen, mithin ein kräftiges Schutzmittel bedeuten. Auch die Preisbewegung gibt keinen Anlaß, von einer Inflation zu sprechen. Der Großhandelsindex ist niedriger als im Durchschnitt des Jahres 1924 und des Jahres 1925. Er ist jetzt um ein geringes höher als der Durchschnitt von 1926. Etwas anderes ist die Entwicklung des Lebenshallungsindex, weil in diesem die Wohnungsmieten einbezogen sind, die erst allmählich wegen der Zwangswirtschaft das Sinken der in der ganzen Welt eingetretenen Kaufkraft des Geldes zum Ausdruck bringen. Abgesehen hiervon ist keineswegs jede Preissteige­rung der Beweis für eine Inflation, zumal da die Preisbewegung vieler Erzeugnisse nicht vom In­lands, sondern vom Weltmarkt bestimmt wird.

Vereinigung der geschädigten Aktienbesitzer.

In Berlin ist soeben eineVereinigung der geschädigten Aktienbesitzer" ge­gründet worden. Diese Vereinigung einer Gruppe von Börseninteressenten will die Großban­ken, insbesondere die Stempelvereini­gung, wegen der Vorgänge, die denschwar­zen Freitag" zur Folge hatten, verantwort­lich machen. Sie teilt über ihre Absichten u. a. folgendes mit: Nachdem die Oeffentlichkeit nichts mehr von der angekündigten Aufklärung über die damaligen Vorgänge erfahren hat, will die Vereinigung diese Aufklärung durch die ordent­lichen Gerichte herbeiführen mittels Erhebung von Schadenersatzklagen gegen die Großbanken, die sie für den Kurssturz wegen der besonderen Art der Veröffentlichung ver­antwortlich macht, die zu dem Kurssturz führten und in dieser Weife nicht von der Reichsbank erzwungen sein soll. Die Vereinigung vertritt den Standpunkt, daß die Großbanken vorsätz­lich diese Art Veröfserrtlichungen gewählt und dadurch 'den Kurssturz bewußt herbeigeführt haben, der lediglich einen Besihwechsel zur Folge hatte, während jetzt bereits nach kurzer Zeit die Kurse sich wieder ihrer früheren Hohe annähern. Die Veröffentlichung des Communi- aues seitens der Stempelveveinigung mit dem Inhalt der 25prozentigen Einschränkung der Re­portkredite hatten wir seinerzeit sowohl der Form, als auch dem Inhalt nach nicht gutgehÄßen. Tatsächlich ist auch eine eingehende Ausllärung über die Vorgänge vor der Börsenkatastrophe bisher nicht erfolgt. Die Untersuchung seitens des Ehrengerichtes der Berliner Börse, die der Direktor Fehr von der Deutschen Bank auf die gegen ihn gerichteten Anschuldigungen hin selbst beantragt hat, und andere Verfahren dieser Art sind bisher nicht abgeschlossen worden. Wenn nun die neugegründete Jnterefsenvereinigung eine generelle Schadenersatzklage gegen die Groß­banken erheben will, so erscheint uns diese Klage ziemlich aussichtslos, da es schwer fallen dürfte, den Großbanken eine vorsätzliche, in diesem Falle auf den Kurssturz bedachte Handlungsweise nach­zuweisen. Wenn die Behauptung gemacht roitf), daß sich die Kurse wieder ihrem früheren Ni­veau annähern, und hieraus der Beweis des Vorsatzes abgeleitet werden soll, fio muß dem doch entgegengehalten werden, daß dies nicht der Fall ist, abgesehen davon, daß- das gegen­wärtige Kursniveau durchaus nicht als sicher anzunehmen ist. Sollte andererseits eine Auf­klärung erreicht werden, so ist dies im Interesse der Oeffentlichkeit natürlich nur zu begrüßen.

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D i e K a p i ta ls erh ö h u ng der R e i ch s k r e d i t g e s e l l s ch a f t ist in der Weise durchgeführt worden, daß 10 Millionen Reichsmark junge Aktien zu 150 Prozent mit Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1927 aus­gegeben werden. Das Aktienkapital erhöht sich danach auf 40 Millionen Reichsmark. Die neuen Aktien werden von der Viag übernommen, welche nach wie vor Alleinaktionärin der Reichskredit­gesellschaft bleibt.

* Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Woh­nung, Heizung, Beleuchttmg, Kleidung undson­stiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellun­gen des Statistischen Reichsamtes für den Durch­schnitt des Monats Juni aus 147 7 gegen 146,5 im Vormonat; sie ist demnach um 0,8 v. H. ge­stiegen. Die (Steigerung ist im wesentlichen auf eine Erhöhung der Ernährungsausgaben zurück­zuführen, da bis auf Milch und Milcherzeugnisfe diese eine aufwärtsgerichtete Tendenz auf wiesen.

* Don den Vereinigten Stahlwer­ken. Die seit einiger Zeit zwischen den Ver­einigten Stahlwerken und der American Rolling Mill Company-Middeltown und der Arnco Inter­nationale Corporation in Middeltown in Paris geführten Verhandlungen haben zu einem Ab­schluß geführt. Auf Grund des Vertrages er­werben die Vereinigten Stahlwerke das Ver­fahren zur Herstellung des sogenannten Arnco- Eisens. Dieses besonders hochwertige Material stellt ein nahezu vollkommen reines Eisen dar und hat schon bisher in den Vereinigten Staaten und auch im übrigen Auslande für Spezialzwecke besondere Beachtung gesunden. Der Vertrieb für Deutschland und das Ausland wird durch eine besondere Verkaufsstelle in Köln erfolgen. Mit der Aufnahme der Erzeugung ist in nächster Zeit zu rechnen.

Unser Vörsen-KursZetlel erscheint von der heutigen Nummer ab in wesent­licher Erweiterung der registrierten Papiere und in börsenmäßiger Vervollkommnung. Der Kurs­zettel weist jetzt über 100 Notterungen auf, ferner wird als eine Neuerung, die den Börseninteressen­ten in unserem Leserkreis willkommen sein dürste, hinter den Effektenwerten die jeweilig zuletzt be­schlossene Dividendenhöhe der Erwerbsgesellschas- ten in Ziffern zum Ausdruck gebracht. Wir hoffen, mit dieser Erweiterung unseren Lesern einem Dienst zu erweisen.

FranL^rter Börse.

Frankfurt a. M., 1. Juli. Tendenz: Fest. Die Börse begann den neuen Monat in fester und ziemlich lebhafter Stim­mung. Die deutsch-französische Einigung in der Frage der Kohlenlieferungen wirkte sich heute noch etwas mehr auf die Tendenz der Mon­tanwerte aus, um von hier aus auch die an­deren Märkte zu beeinflussen. Außer den Käufen der Spelulation sollen auch erstmalig wieder Kauforders aus der Provinz Vorgelegen haben. Andererseits machte sich dann zu den erhöhten Kursen Realisationsneigung bemerkbar. Das her­auskommende Material konnte jedoch glatt absor­biert werden. Dis. zu den ersten Notierungen er­gaben sich im allgemeinen Kursbesserungen bis -u 2 Prozent, in erster Linie natürlich für Montan­werke. Nur Clektrowerte, in denen stärker glattgestellt wurde, erfuhren entgegen der all­gemeinen Tendenz eine Abschwächung bis zu 2,5 Prozent. Auf dem Renten markte ent­wickelte sich in Schutzgebietsanleche wieder einmal rein spekulative Geschäft^.ätigkeit bei gesteiger­ten Kursen. Im weiteren Verlaufe wurde die Stimmung außerordentlich schwankend infolge von Glattstellungen, da der Geldmarkt außer­ordentlich angespannt war. Sowohl Tages- wie Monatsgeld war kaum zu beschaffen. Gegen Schluß des offiziellen Verkehrs nahm aber die Tendenz erneut eine festere Haltung an, da die Spekula­tion zu Deckungen schritt. In Clektrowerten wur­den noch ausländische Oluf träge ausgeführt, auch am Montanmartt war die Nachfrage zum Schluffe wieder größer. Die Börse blieb zuver­sichtlich und fest.

Berliner Börse.

Berlin, 1. Juli. Im Verhältnis zu den Umsätzen sind die Kurssteigerungen der heutigen Börse bei einzelnen Papieren, speziell am Montanmarkt, enorm hoch. In der Annahme sehr hoher erster Kurse lonnte man v rschiedenilich Abgaben beobachten, so daß die oorvörslichen Erwartungen nicht erfüllt wurden. Während die Besserungen gegen gestern im Durchschnitt 1 bis 2 Proz. betrugen, gingen B au werte um 5 bis 6 Proz., Dernberg um 6,5 Proz. und Sarotti um 5 Proz. in die Höhe. Bankaktien und Schiffahrtswerte um 2 bis 3 Prvz. fester. Don den durch die deutsch-französischen Kohlen­abmachungen angeregten Montanwerten er­zielten Harpener, Rheinische Braunkohlen,Phönix, Köln-Neuessen, Hoesch und Mansfeld besonders erwähnenswerte Steigerungen. Heimische An­leihen und fremde Renten ruhig, letz­tere sogar eher etwas nachgebend. Der Geld- m a r f t ist zwar eine Kleinigkeit leichter, die Sätze stellten sich aber für Tagesgeld auf 5 bis

6V2 Proz., für Monatsgeld auf 8 bis 9/2 Proz. Im Verlaufe ließ die Geschäftstätigkeit dann etwas nach. Die Kurse gingen langsam um 1 bis 2 Proz. zurück. Stark gedrückt lagen Siemens, dis bis 5 Proz. und Waldhvs, die bis 4 Prvz. nach­gaben.

Frankfurter Getrcrdebsrse.

Frankfurt, 1. Juli. (Eg. Drahtbericht.) Die Marktlage ist infolge der erhöhten Aus­landpreise etwas fester, der Börsenbesuch jedoch recht schwach, so daß nur äußerst wenigs Geschäfte getätigt wurden. Die Mühlen sind für Weizenmehl um 0,25 Mk. höher, was aber ohne irgendwelche Bedeutung ist, da die zweite Hand zu unveränderten Preisen abgibt. Roggenmehl lebhaft gesucht. Futter­mittel flau. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 31,25 Mk.. Roggen (int.) 28,25 bis 28,75, Hafer (inl.) 28, Hafer (ausl.) 23,50 bis 26, Mais (gelb) 19, Weizenmehl (int, Spe­zial 0) 41 bis 41,25, Roogenmehl 39,25 bis 40, Weizenkleie 13,25, Roggenkleie 15,25 bis 15,50 Mk. Tendenz: Fester.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 30. Juni. Die schwächeren Aus- landssorderungen fanden im Berliner Produtten- geschäft um so stärkere Auswirkung, als auch die Witterung gut geblieben ist. Für Weizen zeigte sich vielseitige Realisationsneigung per Juli, so daß der erste Kurs über fünf Mark niedriger wurde. Herbstmonate waren bei fast vollständigem Mangel an Nachfrage etwa 1,50 Mark gedrückt. Alter Roggen wird vom In­land verschiedentlich offeriert, findet aber selbst zu über drei Mark niedrigeren Preisen nur mäßiges Interesse. September minus 2,50 Mark. Das Hafergeschäft am hiesigen Platz wird durch reichlich hereinkommenden Auslandhafer sehr er­schwert. Mehl ruhig. Es notierten (1000 Kilo­gramm): Roggen 265 bis 267; Sommergerste 240 bis 273; Wintergerste 240 bis 273; Futte.- gerste 240 bis 273; Hafer, märkischer, 252 bis 259; Mais, loco Berlin, 187 bis 189; (100 Kilogramm): Weizenmehl 37 bis 39; Roggen­mehl 35 bis 37; Weizenkleie 14; Roggenlleie 16; Diktoriaerbsen 44 bis 56; kleine Speise- erbsen 28 bis 32; Futtererbfen 22 bis 23; Pe­luschken 20,50 bis 22; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24,50; Lupinen, blau, 15 bis 16; Lupinen, gelb, 16 bis 18; Rapskuchen 15,40 bis 15,80; Leinkuchen 19,60 bis 19,90; Trockenschnihel 12,50 bis 13,10; Soyaschrot 19 bis 19,70; Kar­toffelflocken 33,20 bis 33,60 Mark.

Zeitschriften.

Zeitschrift für Musik", Monats­schrift für eine geistige Erneuerung der dealicheni Musik. Steingräber-Berlag, Leipzig. Heft 16 (AprilJuni) 1927. Dem Motto der Zeit­schrift trägt ein Artikel der beiden letzten Hefte (Etwas über deutsche Musikanschauung") Nech- nung, indem der Hauptschriftleiter Dr. Alfred Heuh mit Zielbewußtheit auf das Ausdrucks­beschwerte des Bachschen Vokalstiles hinweist und scharf, aber sachlich der Erfassung Bachs, wie vom Standpunkte absoluter Musik aus, entgegen* tritt. Im Aprilheft weih derselbe interej nnte Blickpunkte für den Stil der Wiener Klassiker aufzudecken. Albert Wellek-Wien und Hermann Ambrosius-Leipzig führen die Diskussion über die Tonartenfrage weiter. Händel sind zwei Ar­beiten gewidmet: Hermann Roth gibt sachliche Randglossen zur Stuttgarter Aufführung von Händels DallettoperAriodante"; Prof. Dr. H. Dütschke-Berlin läßt einen Blick in Händels Geisteswerksiatt tun gelegentlich der Einrichtung von HändelsAmadis" für die deutsche Bühne. Georg Göhler bringt praktische Ratschläge für die Durchführung der Vertretung des musikalischen Aufführungsrechtes. Eine Auslese aus den Schrif- ten A. E. M. Gretrhs (des Zeitgenossen Mozarts) erweist noch ihren Geltungswert für unsere Zeit. Musik-, Bilderbeilagen, Aufführungsberichte und eine Reihe kleinerer, anregender Artikel bestätigen den ernsten Willen der Schriftleitung, an der Gesundung unseres Musillebens mit vollen Kräf­ten mitzuschaffen.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

3fr. Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 3 Juli 1927. Vorabd. 7.45, morg. 8.30, Predigt, abds. 9.00 u. 3.40.

Gottesdienst der ifr. Religionsgesellfchaft. Sabbatfeier, den 3. Juli 1927. Freitag abend 7.45, Samstag norm. 8.00, nachm. 4.30, Sabbatausgang 9.40. Wochengottesdienst: morgens 6 15, abds. 7.15.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

____hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinssuh 7 Prozent.

Frankfurt a. M

Berlin

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Berlin

Frankfurt a.M

Berlin

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uranzommc Holländische Italienische Norwegische Deutsch-üe Rumänische Schwedische Schweizer s. Spanische 9 Tschechoslon Ungarische

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Datum:

30. 6.

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6% Dl. NeichsaMcihe v. 1927 Dt. Anl. Ablös Schuld mit Auslos.-Rechten ....

Desai. ohne Ausl. s-Rechten 7% stranks. Hnp.-Bi. Gmdps unkündbar bis 1932 ....

4'/»°/o Rheinische Hyp -Bank äiqu .a-.Udpf.......

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Ges 1. Elektr Untern . . 10

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Philipp Holzmann .... 12

Heidelberger Ccment ... 8

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Wayß «fc Jreilag......11

Schultheis Pahenhofer. . 15

Oftwerke..........12

Ber. Glanzstoff.....15

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Zellsion Waldbof.....12

Zellstoff Aschaffenburg . 10

Charlottenburger Wasser. 7

Dessauer Gas.......8

Daimler Motoren.....0

Demag...........0

Adlcrwerke Kleyer.....c

Ludw. Loewc.......h

Rat. Automobil...... 6

Orenstein X- Koppel .... 4

Linke Hofmann......0

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Bamag-Meguin......0

Franks. Maschinen .... 0

Gritzner ..........7

Hehliaenstaedt.......0

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Lcchwerke..........x

Mainkraftwcr'e......8

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Peters Union ....... 8

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Doigl & Hacffner.....6

Eudd. Zucker ....... 0

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211 131

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137,5

172

A E ab» Borkriegs-Ob- lianuontn, rückzahlbar 1932 4% Schweiz. BundcSb.-Anl. 4% Ocüeretchtsche Goldrte. . 4,20'7, Lcitcrr.ich. Silberne . 170 L. e -erreich, einbeitl. Rtc 1°/j Uimnsche Goldrlc. . . . 4°.o Unoorifclic StaatSr. v 1910 4'/?, ecv»i. von 1913 .... 4°/,, Nn...nische Kronenrte . . 4°/. 5:ir?. . sollanlcihe v 1911 4% Tuet. Bagdadbahn-Anl.

Serie I............

4"/6 des.U. Serie II......

4% Rumänen convert. Nie. 4,/a°/o Rumänen Goldanl. .

von 1913 ..........

All» Deutsche Eisenbahn .4'st Lamburg-Amerila Paket. . 6 vamb 'Südam Dampisch . 8 Hansa Dampfschiff.....6

Norddeutscher Lloyd ... 6 Allg. Deutsche Crcditanft.. 10 Barm.r Bankverein . . . Berliner Handclsgescllsch. 12 Commerz, und Privat-Bk. 11 Darm st. u. Naiionalbnnk. 12 Deutsche Bank.......10

Diskonto Gesellschaft Ant. 10 Dresdner Bank......10

Mitteldeutsche Creditbank . 9

Schles. Elektr........10

Schuckert...........7

Telegraphische Auszahlung.

Siemens & Halske . . . .

Transradio..........8

LahmeycrCo.........

BudcrnS...........0

Deutsche Erdöl.......6

Essener Steinkohle.....r>

Gelsenkirchener . . f. V3 I. 4

Harvener...........8

Hoesch Eisen.........5

Alse Bergbau........s

Nlöcknerwerke.........

Nöln-Neucssen ..... 5/..

Mannesmann . . .f. Ve I 4

Mansiclder..........7

Oberschles. Etscnb. Bedarf 0

Oberschles. KokSwcrke . . .0

Phönir Bergbau. f. */a Q 3

Rheinische Braunkohlen . 10

Rhcinstahl..........0

Niebeck Montan.......c

Bereinigte Stahlw. f. x/e I 3

Olavi Minen......1 sh

Kali Aschersleben.....10

KaliWesteregcln......10

Kaliwerk Salzdetfurth . . 12

3- G- Karben-Industrie. 10

Dynamit Nobel ......0

Schcideanstalt........8

Goldschmidt.........5

Rütgerswerke . . ».....0

Melallgesellschast.....10

30. Juni.

1. Juli.

Amtliche Notierung

Geld 1 Brief

Amtliche Notierung

Geld 1 Brief

Amsi.-Rou Bucn.-Aires Brss.-Ankw Ehristiania. Kopenhagen Stockholm . HclsingforS. Italien. . . London. . . Ncuyork . . Paris.... Schweiz . . Spanien. . Japan . . . Rio de Jan Wien in D-- -eft. abgcst Prag .... Belzrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon . . Dniitig. . . .Konstantin. Athen. . . Canada . . Uruauah Eairo . . .

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108,95

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109,1 112,8

113,2 10,62

23.3 20.50 4,223

16,5 61.30

72.0 1.99 0.49

59,4 12,50

7.4u 78,5 3,05

20,8 RI s

9

2 8

7 8 0

8 1

9 5

4

5 2

2 7

4

8 l

7

3 2

168,86 1,788 58,56

109,05 112,68 112,94 10,612

23,37 -0,47 4,215

16,505 61,135

72,23 1,988 11,-194

59,32 12,491

7,417 73,43 3,047 20,88 81,67

2,183 6,744 4.209

4,146 20,995

169,20 1,792

68,68 109,27 112,90 113,16 10,632

23,11 20,51

4,223 16,545 61,295

72.37 1,992 0,496

69,44 12,611

7.431

73,57 3,053

20,93 81,83

2,187 6,756 4.217

4,154

21,036

Berlin. 30 Juni.

Geld

I Brie,

2,182

6,766

4,218

4.174

21,03

Amerikanische Noten.....

Belgische Noten........

Dänische Noten........

Englische Noten........

4,197

68,o3

112,42

20,44

I 4,217

58,87

112,88

I 20,53

Reichsbank.........iti