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Mannschaftssiege. 5000 Utict. 1. Aidda, 2. Bettenhausen 2000 Meter: 1. Lillingen 1000 Meter: 1. Langsdorf.

Um die westdeutsche Fußball- Meisterschaft.

tz. Mlt dem überraschenden Erfolg der Kas­seler Rurhefsen gegen die Düssel­dorfer Fortuna in der Bunde der Ersten fl.'lcnfl den Ra ff dem bereits der zweite 6tcg in der diesjährigen Weifterrunde und da- mit ein örfala. wie ihn die letzten Jahre noch nie gebracht gaben. Allem Anschein nach hat also diesmal unter heimatlicher Beqiri Hessen- Hannover den Sudweßfalenvertrettrn den Bang abgelaufen Am kommenden Sonntag setzt sich das Bingen um das grün-weihe Band der West­deutschen Fußballmeisters chatt fort. Reinem ge­ringeren avs dem sensationell von Sieg zu 6ieg eilenden, ungeschlagenen F. <L. Schalke, dem Meister deS AuhrgaueS, treten di« Rurhessen am kommenden Sonntag in der großen Essener Badrennbahn gegenüber. Allenthalben verfolgt man diesmal mit erhöhtem Interesse das Ab­schneiden unseres Meisters, der sich schon hier tn Gießen gegen Hagen von der besten Seite zeigt«. Ob den Kasselern diesmal gegen bie raffinier­ten Techniker der Gelsenkirchener Borstadt «in Erfolg zuteil wird, ist mehr als fraglich. Die Schalker haben ooch immerhin biolanst in den westdeutschen Endspielen noch nicht einen ein­zigen Punkl eingebüfit, und werden wohl kaum Den Lelchifuln begehen, ausgerechnet gegen den Raffelet Außenseiter gewonnenen Boden einzu- bützen Dazu wäre noch Zeit gegen den stärksten Widersacher der Schallet, gegen den Duisburger Spielverein. Trotz allem geben die Rurheffen dnS Bennen nicht im voraus verloren. DaS wird sich am Sonntag zeigen. ReineSfallS ist auch eine Uebcrraschung auSgeichloffen, denn di« doch immerhin jedem Bculmg, also auch den Schalkern. mangelnde Spielerfahrung kann jede Voraussicht über den Haufen Wersen

Nicht nur der Weiftet deS Bezirks, auch der Vertreter der Zweitenrunde sammelt Sym­pathien und Punkte, und laßt daS Zutrauen zu besserem Adschneiden in dieser Bunde wachsen. Der neuliche Li. i des Spielvereins Raf­fel gegen Odenkirchen hat viel Staub aufgewir­belt. Mit diesem günstigen 3:1-Besullat war nicht zu rechnen. Am Sonntag müssen die Gpiel- veteinler nach OhligS, um gegen die Turu Düsseldorf anzutreten; sie gehen da einen schweren Gang gegen diese technisch und taktisch reifere Mannsc^ist, die sich wohl kaum ihrer Aussichten auf den ersten Platz durch Verluste aeaen Rassel berauben lassen wird. Mit gutem Adschnnden der erheblich besser gewordenen Rasselet ist dennoch zu rechnen

II. Bezirksklasse Lahnkreis.

Entscheidungsspiel um die Meisterschaft.

tz. Die am vergangenen Sonntag auf gleicher Punktzahl angekommenen Gießen 1900 und Germania Marburg entscheiden um kom­menden Sonntag den Rumpf um den Meistertitel und die Möglichkeit zum Aufstieg in die 1 Klasse in Marburg auf dem B. s.B.-Kurh« ffen-Plah. Man kann in der Borbetrachlung dieses Spieles uar nichts Entscheidendes über den voraussichtlichen Ausgang sagen, da beide Mannschaften in letzter Zeit eine wechselnde Form in ihren Spiclfeld- leiftungcn zeigten, die nicht miteinander zu ver- Sleichen ist. Bein gefühlsmäßig müßte man den Hebenem ein kleines PluS in der Wendigkeit ihres Angriffes und im Schuh ihres eigenen ToreS durch den ausgezeichneten Verteidiger Luft zugestehen. Marburg wird sich im Sturm mehr auf Einzelleistungen verstehen können, die dem (Siebener Anwärter fast ganz fehlen. Allein die treibende Kraft der Marburger auf diesem Gebiete, ihr Halblinker Adorf, wird so ab­gedeckt werden, daß ihm, wie bei der Germanen­niederlage gegen Biedergirmos, nichts gelingt. Einen unschützbaren Vorteil hat Marburg als vor eigenem Publikum spielende Mannschast. In­sofern ist auch die Spielansetzung der T B. A etwa- unverständlich Der rechte Austragungs­ort wäre Wetzlar mit feiner idealen Kampfbahn im Stadion gewesen. Marburg wird selbstver­ständlich diesen Vorteil nicht drangeben. Man kann zu dem Endergebnis kommen, daß beide Mannschaften sich die Wage halten. Da aber dieses Spiel einmal entschieden werden muß. so sollte unter normalen Verhältnissen Gießen ein mehr glücklicher, knapper, vielleicht sogar ver­dienter Sieger bleiben Da wie man von maßgebenden Mitgliedern der S. Vg. 1900 hört - der Aufstieg In die höheren Klassen nicht ge­plant ist, selbst toenn er gelingt, so gibtS am Sonntag nur mehr ein Kämpfen um Buhm und Ehre deS LahnkreiSbesten GS ist erstaunlich.

mir welchem «ser sich beide Parteien Den Vor­bereitungen hing eben. Die Aufregung tn beiden Lagern ist groß. Marburg wirb emen Groß­kampftag mehr haben, denn schon von jeher waren Dießen und Marburg im Kampf um daS gelbe Leder vvrherrfchend und tonangebend un Lahn- kreis

D. f. B.

Die Liga ma n n schas t fährt am Sonntag auch Marburg-OckerS^aulen. um dort das fällige Bückfpiel gegen di« Marburger Vorstädter auSzu- tragen. DaS Vorspiel auf hiesigem Platz konnte VfB trotz reichlichen SrfatzeS mit 6.1 für sich entscheiden. Daß OckerShausen inzwischen in feiner Form nicht zurückgeganqen ist. beweist sein klarer 3 l-Sieg über die spielstarke Gießener Spielver­einigung. Sein vorzügliches Abschneiden in den VeroandSspielen. hat chm im vorigen Jahre noch zur A-Rlaff« gehörend die dritte Stelle hinter den beiden MeisterfchastSanwäNern .Ger­mania" Marburg und Sptclvcreinigung Gießen in der Tabelle der LahnkreiSliga ge'ichert. Iederv falls wird die D. f. B.-Mannschaft gut tun, wenn sie sich von Beginn deS Spieles an vor lieber» rafchungen schützt. Bei der Gefährlichkeit deS Ockerhauser Sturme* wäre es sonst nicht auS- geschloffen, daß der RrciÄliganeuling der DezirkS- liqanunnlcbaft daS Aachfehen gäbe.

Die Ligareserve und die dritte Mannschaft haben Heuchelheims Erste bzw. Zweite auf hiesigem Platz im Gesellschaftsspiel zum Gegner Obwohl beide Platzmannschaften seit längerer Zeit wieder einmal in bester Besetzung antreten, kann über den Ausgang dieser Treffen nicht» vorauSgesagt werden, da di« Gäste als sehr fpielstark anzusprechen sind, was sie ja auch schon durch eindrucksvolle Siege über die D. f. B- Mannschaft bewiesen haben.

Mit der Liga führt auch die 1.3ugenb- niannfchaft nach OckerShausen. um sich mit dessen Ersten zu messen. Aach ihren Leistungen im Spiel "gegen die hiesige Spieloereinigung sollte man ihr einen knappen Sieg zutrauen.

Die 3. Zugendmannschast ist in G ro­st en-Bufeck zu Gast, und sollte dort gegen den körperlich kräftigeren Gegner einen schweren Stand haben

Die l.Schülermannfchaft fährt nach Weylar zum F. E.

Heuchelheim.

Di« erste Mannschaft deS Sportver eins 1920 fährt am nächsten Sonntag nach Mar­bach. um gegen die Erste des dortigen F. L. em Gesellschaftsspiel auSzutragen. F. E. Marbach stehi in der A-Rlaffc feines GaueS an günstiger Stelle. DaS Spiel bietet eine gute Gelegenheit, daS Stärkeverhältnis in den beiden Gauen gegen­einander zu vergleichen. Die Zweite Heu­chelheims sahn nach Saubringen.

Aus dem Arbeiter-Turn- und dportbunö.

Die ftrcisflaffe.

L Heuchelheim ist am kommenden Sonntag spielfrei, so daß auS dem 3. Bezirk nur Gießen im Kampfe steht und sich auf der Friedberger öeettnefe der 1 Mannschaft Friedbergs stellt. Beide Mannschaften find sich nicht fremd und haben einander schon schöne Spiele geliefert, waren sie doch in den vorjährigen KrMspielen bereit6 Gegner. Seit dieser Zeit haben beide Mannschaften einige Wandlungen durchgemacht, die eS fraglich erscheinen lassen, wer aus dem Spiet als Sieger hervorgeht. Der Kampf wird hartnäckig werden, denn für beide Mannschaften geht eS darum, die ersten Punkte zu erringen. Will Gießen gewinnen, so muß eS allerdings ein zusammenhängenderes Spiel zeigen als am vori­gen Sonntag.

Di« 1. klaff«

Gieße »Ib und A l S f e 1 b I treffen sich auf dem Gießener Trieb Wenn Gießen die Als­felder nicht unterschätzt, hat die Mannschaft Aus­sicht, ihr erstes Spiel zu gewinnen, allerdings hat auch Msfeld Interesse an einem PluS, da eS ebenfalls noch punktloS in der Tabelle steht.

Wenn sich Wetzlar von feinem Schrecken vom Borfonntag noch nicht erholt hat, geht eS gegen Marburg einer abermaligen Bieder- laac entgegen, und dies auch noch auf eigenem Platz. Zeigt die Mannschaft aber ein Spiel wie gegen Gießen, ist die Sach« nicht ganz aussichts­los: die Gelegenheit, die cmpfmbi.dK Schlappe vom Sonntag wettzumachcn. ist also gegeben.

Das spannendste Treffen steigt in Lollar. Hier treten Baunheim und Lollar zu einem Spiel an. daS bereits entscheidenden Einfluß besitzt. Beide Mannschaften haben sich als die stabilsten erwiesen, konnte doch Lollar in zwei

Spielen ein Torverhältnis von 10:0 zustande» bringen, und Baunheim konnte in feinem ersten Spiel die sehr guten Marburger Männerturner 2 0 überwinden. Zudem weist die Tabelle für beide Mannschaften keine Veriustpunkte auf. Siegt Lollar abermals, so ist der Mannfchall di« füh­rende Stellung kaum zu nehmen.

Die zweiten Mannschasten

weisen folgende Begegnungen auf: ® t « 6« n II und AiSf «1 dII in Gießen Der Platzverein hat die meisten Siegesaussichten. WetzlarII und Marburg II treffen sich in Wetzlar, auch hier dürste der Plahverem die Punkte für sich buchen. 2e un II hat auf eigenem Platz gegen Baunheim U wohl kaum etwas zu bestellen.

2. Klasse, 1. Mannschaften.

Alten-Bufeckl hat Bodhetml al* Gast und wird als der weniger Spielersahrene wohl daS Aachfehen haben. Genau so toirb ei Burkhardsfelden in Leun gehen da bte Dortigen verstehen. Tore zu fchießcn. Einen offe­neren Eharakier wird daS Spiel zwischen Dau- bringen und Weilmünster tragen. Dau> bringen hat zwar ein kleine» Plus, bet Platz in Weilmünster ist aber Bruland

Die Jugendklasse.

Da* Besultat im Spiel Leun gegen Baun- Heim ist von vornherein gegeben, da Baun- Heim über die technisch bessere und zudem kräf­tigere Mannschaft verfügt. Wetzlar und Heuchelheim werden sich einen interessanten Kampf liefern, bei dem der Ausgang ungewiß ist. Wieseck hat Rlein»ßt nben a!S Gast. Klein-Linden. daS sich erstmalig an den Ber- bandSspielen beteiligt, hat sich seither recht gut eingeführt, so daß die Wiesecker ihre ganz» Spielerfahrung in die Wagschale werfen muffen, wollen sie gewinnen. Alten-Buseck wird die Punkte wohl ohne große Schwierigkeiten an Lollar abtreten müssen, während der AuSgang der Spiele Marburg gegen Steinbach und Oppenrod gegen Hachborn fraglich erscheint.

Die Schülerklasse.

Hier hnbeu zwei Spiel« statt, deren AuS­gang offen bleiben muß: Wetzlar und Dau- bringen in Wetzlar und Gießen und Heu­chelheim in Gießen. DaS letztere beansprucht besonderes Interesse.

Eine Grippengeschichte.

Bon Franz G r v S.

lBachdruck verboten.)

AIS unheimlicher Gast wanderte die Grippe von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf, von Haus zu Haus. Airgends war sie willkommen, allent­halben fürchtete man sich vor ihr und schützt sich gegen sie auf mancherlei Weis«. Der Eine wird die Krankheit wieder rafch loS, der Andere schlägt sich in Fieberkurven, die .hinauf- und herab- gehen wie eine Lawine", wochenlang mit ihr herum Die Bakuren find bekanntlich recht ver­schieden. 11 nb so will ich denn heute den lieben Lesern einmal ein kurzes Gtücklein von einer guten Statur" erzählen

3m vergangenen Frühjahr hatten jünger« Brautleute auf dem BachbarSdorse Hochzeit. Vor iechS Wochen stellte sich Freund Adebar ein und brachte mit Leichtigkeit den frohen Eltern einen achtundeinhalb Pfund schweren Buben. 3a. mit LeichtigkeitDie KindSsrau" war fast eben so stolz, wie die junge Mutter froh war. Rein Wun­der. Auch der Bub zappelte vor Vergnügen und die alteGoll", die Patin der Mutter, schwamm auch in Wonne Doch nach ach: Tagen brachte ein Besucher oder eine Besucherin, vielleicht warS dieKindSsrau" gar leibst, die Grippe ins Haus. Eben war die Wöchnerin zum ersten Male wieder ausgestanden, so spürte sie Schmerzen im Hals. Schnupfen in der Aale Seiften im Bucken und Fieber überall Kurz die junge Mutter hatte die leibhaftige Grippe.

Darob natürlich großer Schrecken überall. Denn Mutter und Kind waren in Gefahr

Bur die Hebamme, di« .RinnSfraa . blieb ruhig und tat so. als ob nicht daS Mindeste loS sei. Sie ist so klug, wie alle Rindsfrauen, ja. wenn möglich, noch flügcr. So überlegte sie und sie überlegte nur kurz

Bief sie den Doktor ins Hau«, der es bisher noch nicht betreten hatte, so nahm er der Mutter daS Rind fort. Dann konnte ei auch mit ihrer KinnSfraaherrlichkeit am Ende fein. Außerdem hatte sie einen Mann, der das Heilenhelfen gelernt hatte und draußen im Felde bei manchem schweren Fall hatte mitdvktern helfen. Der besaß manche Mixtur.

So blieb denn das Kind, der stramme Bub. bet feiner kranken Mutter, scherte sich nicht um

die Fieberkurven und stillte Hunger und Durst mit vollen Zügen .du in alter 3ck". Bur das Rüsten hatte die weite Frau den Beiden verboten.

Und nun geschah daS. was der Laie als ein Wunder ansteht Der Bub blieb gesund und die junge Mutter da draußen auf dem 7lachbar- dorfe genas. Heute trug lle ihren Heinrich den Beunpsünder gesund und fröhlich zur allen Goll. Und küßte ihn auch wieder.

3a. eS geht nichts über gesundes, oberhefh- >cheS Bauernblut und eine weile RmnMrac kurz getagt .twwec e gub Sabur."

Wirtschaft.

Der deut che Stahltrust im Jahre 1926.

3n der ordentlichen Generaloersammlmto de: inlgtcn Stahlwerke '2L4&. Düs­seldorf machte Gcneraldirektv'. Dr. Vogler bemerkenswerte Ausführungen übet den Ge fchäslSgang dteseS bedeutsamen Unternehmens tr Jahre 1926. Er sagte u. a

Dir haben eS für angebracht gehalten ü unserem ersten Geschäftsbericht noch einmal kurz die Gründe für den Zuf a mmenf chluß del in den Vereinigten Stahlwerken er­faßten Werke und Hüttenge'ellschaften baau- legen. Der Bericht umfaßt ein halbes Betriebs fahr. Unter Berücksichtigung der Tatsache, NiL diefe Zeit dazu benutzt werden müßte, den ganzen Aufbau durchzusühren und bie Umstellungen vor­zunehmen. können wir mit dem Verlaus diefe» ersten Abschnittes zufrieden fein. 3m Verfolg der für die Gründung unserer Gesellschaft maß­gebenden Grundlinien haben wir uns inzwischen auch an der Gründung der Mitteldeutsch en c t a b I w < r t c A.-G. beteiligt Sie umfaßt außer der ehemaligen Luckc-5)n-tman-Lauchk>armner- QL^. die 'Betriebe in Biesa, Gröditz Lauch­hammer. Die 3ahreSbeteiligung der Mitteldeut­schen Stahlwerke bei der Deutschen Bohftahl- gemeinschast beträgt rund 650 000 Tonnen. Die Gesellschaft ist maßgebend beteiligt bei dem in Berlin gelegenen Stahl- und Walzwerk HenningS- borf. Außerdem besitzt sie 50 ProzeM des Aktien- kapitalS der Vereinigten Obertchlellschen Hütten­werke Wir können von den Mitteldeutschen Stahlwerken schon jetzt lagen, daß durch der Zusammenschluß eine gesunde Grundlage geschaf­fen und eine wirtschaftliche Belriebsfuhrung ge Währleistet ist. Boch eine zwelle Gründung ist m- zwischen zur Durchführung gelangt. Am 1.3a- nuar ist die Deutsche Edelstahlwerke- A-G gegründet worden. Der gleiche Gedanke der auf dem Gebiet« der Eisen- und Stahlertzeu- gung mit zwingender Bot Wendigkeit zur Grün­dling der Vereinigten Stahlwerke führte, ist In verstärkter Weise daS treibende Motto für den Zusammenschluß der Edelstahlindustrie.

Auf dem Gebiet deS Kohlenbergbau«, haben wir uns an der Gründung der A f fi Kohle Verwertung entsprechend unser«. Quote beim Bheinifch-Westfälifchen Rohlensynd tat beteiligt. Der Gesellschaft stehen noch groß. Ausgaben bevor. Sie wird schwer zu ringtn haben, bis sie sich mit ihren Ideen durchgefetzi haben wird, da ihr Widerstände erwachsen, bu nicht aus rem wirtschaftlichem Gebiet« liegen uni daher besonders schwer zu beseitigen lind. Wir haben ferner eine maßgebende Beteiligung bei der Konkordia Bergbau-A.-G erworben Die Kohlenvorkommen dieser Geselllchaft find b< sonderS für die RokSerzeugung als erstklassig zu bezeichnen. Ueber den Verlaus des Geschasts- jahres, also über die Monate Oktober 1926 bi# einschließlich März 1927 kann ich mitteilen, bah bie Entwicklung befriedigend war. Das Ge'chäsi war nicht tn allen Produkten gleichmäßig. Ee reichte aber immer für die bei uns hn Betrieb befindlichen Werke aui. Die Preise waren auf der ganzen Linie gedrückt. Di« Kohlen­förderung konnte weiter gesteigert werden und hat gegen den Monat April 19z6, allo dem Tag der Gründung der Vereinigten Stahlwerke, um rund 40 Prozent zugenommen. 3n der Irtlen xieit macht sich etn starkes Bachlallen un Abruf bemerkbar, eine Tatsache, die als Folg« deck wiedereinfetzenden englischen Wettbewerbs vor- auszusehen war. Die Produktionskosten der eng­lischen Bergwerke liegen beute wesentlich unter den Rosten vor dem Streik. GS wird dem Buhe-

Zvrcdiffunbrn der -tedakkion.

12 bi* 1 Uhr mittag», 5 bi» 7 Uhr nochnutlag» Samstag nachmittag geschlossen

Jür unverlangt eingesandte Manuskript« ohne beigesügte» Rückporto wird keine Gemähe übernommen.

Unzeigcnausträgr find lediglich an ÖU Geschäfts sl «Ile ju richten.

Neues vom Eisenwurm.

Der Eisenwur-n. der bekanntlich in Amerika sehr verbreitet ist, ist, wie erinnerlich, zuerst im Krieg« auch zu uns gekommen, und zwar durch die von den Franzoseii und Engländern, später auch von den '2üneriLinenx selbst verwendeten amerikanischen Granaten, die teils von chm be­fallen waren, teils auch nur seine Sier und Larven enthielten. Man Hal bann lange nichts meor von ihm gehört, bis ibn neuerdings ameri­kanische Ellenlchiff« tn Hamburg eingefchleppt haben Seit einiger >seit sanden sich nun im Hamburger Hasen großer« Mengen verendrtei Eisenwürmer. die antoetnenb an Entkräftung zu­grunde gegangen waren, beim sie erwiesen sich bei der Lnter'uchuiig als vollkommen abgemagen Man fonnle sich dieses Massensterben zunächst nicht erklären, uinloux-niger. als sich herausstellte. daß diese toten ilifenunirmer nicht von den im Hasen liegenden Schissen stammten, sondern be­reits in totem Zustande aus der Elve oberhalb deS HafcnS in diesen gelangt waren

Bachdem sich nambaftc Tiersorscher dieser Frage angenommen hatten, hat der bekannte Dr. uteb. vet. Löwenzahn von der Hageil- beckschen Forschungsanstalt in Haml'urg in Ver­bindung mit Schilldauinaenieurrn der Werft von Blohni iind Voß. ebensalls in Hamburg. An­gaben Grössen Nicht, auf Grund deren folgenbe« ermittelt werden konnte Von den amerikanischen Schissen ist der Cifentmirm auf ei ferne Elbkähne übertragen und so «Ibauiwärts verschleppt tpor- ben Da größere Stahlmafsen eine bedeutende, aerobe,va magnetische Anziehungslratt auf den Sisenwurm aiidüben. waS ,a dadurch begrei'ltch ist. daß er sich fast au#l4)lief ; ä) non Eisen er­nährt, hat di« neue ®lfcnbabnbnide über di«

Elbe bet Hämerten die Eisenwürmer von den Elbkähneti abgclodt und sie veranlagt die Brücketrpseiler zu ersteigen und die Eiten. te der Drücke anAugrvtfen Vermutlich rahr: d - e Er-

scheitntng daher, daß der Eisenwurm neuen und besonders guten Stahl bevorzugt, wie sich mehr­fach herauSgestellt hat. So erklärt es sich auch, daß an der dicht daneben liegenden alten Eisen­bahnbrücke keine Eisenwürmer nachgewiesen wer­den konnten.

2hm hat sich etwa» sehr Merkwürdiges er­geben: Während sonst kein Stahl dem Eisenwurm widersteht, hat dieser dem zu der neuen Brstcke verwendeten Kruppschen Stahl nichts anhabett können. Wie es schon so vielen namentlich ün Kriege gegangen ist, so ist es auch dem Eifen- iDimn ergangen Er Hal sich am Kruppschen Stahl die Zahne auSgebisten und ist so teils durch Hunger, teils durch die immer wiederholten vergeblichen Anstrengungen und durch einen eigenartigen Kinnbackenkrampf vollkommen ent­kräftet von der Brücke au» in die Elbe gefallen, ertrunken und so fchliehlich nach Hamburg ge­trieben worden. In der Tat fehlten bet den m Hamburg untersuchten Eisenwurmleichen fast alle Zähn« sie sanden sich bei genauer Bachprüfung ku Tausenden auf der Brücke, obwohl natürlich die Mehrzahl in die Elbe gefallen war Zuerst waren sie ihrer außer ordentlichen Feinheit wegen überleben worden. Die Untersuchung der Brücke, namentlich der besonders stark befallenen Mittel- öffnung. bat gezeigt, daß auch nicht kn« aenngste Beschädigung vorlag - gewiß ein schlagetider Beweis für die 11 eher le gen beit deS deutschen Stahls über den amerikanischen XL

Vom lockeren Ieifig und anderen Vögeln.

Unter den Tieren, mit denen in der Sprache kN« Menschen verglichen werden spielen auch die Vögel «ine nicht unbebeutenbe Volle Da begegn.-*. unS zunächst der lockere Zeis.g. auch ein*ad) lockerer Vogel genannt der alt* Spaßvogel sich auch wohl einer gewillen Beiicdtbeit erfreut.

ferner der einfältige Gimpel, der fich le.cht ins Betz locken läßt; dann der Pechvogel, der gern auf den Leim gebt; wie hierbei an den Vogel­steller zu denken ift, fo auch bei dem Ausdruck auf ^twaS erpicht fein, eigentlich vom Vogel, der nicht loSkommen kann. Wir fpre>chei-. ferner von einem sonderbaren Kauz, wobei wir an die sonderbaren Gebärden dieses Vogels, fein« Verbeugungen u. dgl denken. Eine wenig erfreu­liche Erscheinung ist der Schmutz- oder Dreck­fink. Eine Steigerung deS Dreckfinken ift der Schweinigel; mit diesem Barnen benennt die Wissenschaft bekanntlich den gemeinen Igel, der wegen feines unangenehmen Geruches im Buse

rci ficht. "Bon einem.

der körperlich oder geistig übermüdet ift oder gar nicht mehr mittun will sagen wir. daß er wie ein vom .Fluge ermatteter Voae: die .Flützei hängen läßt; und wenn er schließlich .ganz ab** Ift. heißt eS er kann nicht mehr Piep sagen 3m Gegensätze dazu nennen w:r einen allzu lebhafte« und unruhigen Menschen einen ^Sippelsterz niederdeutsch Wippstert ober Wivpstät, d h Bachstelze einen geschwänigen aber 'Papagei. Und Wiederum ist einer, der viel Leid erfahrt, ein Un» glückSvoael. und einer, der gern alles schwer an- sieht und überall Unrat wittert ei» Unglücks­rabe. man denk« an die Gabe der Lorherver- Kinbigung. die gewisse Vogel im alten DollS- glauben haben Solche Unhciloerkünder sind ja sonst auch als Unter, vertchrten. weil die Unk« überall ihren unheil künden den Auf hören läßt, li« unken oder unten einem etwas vor wie man sich auSdruckt Einen Langbeinigen, der tme der

.in SxilJt e.nh»fschreUet. ne

oder Storchbein einen, der feine Kinder wie an­geblich der Babe 'eine Zungen behandelt, Raber, vater Spatzenkopf ift einer, der feine .Grütze ün Kopf hat und über alle* gedankenlos hin-

ebttz c-n»r der b< T

den oh unbequemen Zuschauer abgibt

Der Napoleon des neuen China'

Den Titel desBapoleon deS neuen 6bIna* will 3. H Freeman dem Oberbefehlshaber des siegreichen KcmtonheereS, Ehang Rai»fhek. «- sprechen, den er in einem Londoner Blatt cha­rakterisiert.Chang ist erst 39 Jahre alt." schreibt er. ..Er wurde im Jahre 1868 in einem Dorf zwilchen Hangschau und Bingpo geboren, in dem Gebiet. daS seine Heere auf dem Wege nach Schanghai durchzogen haben Sein Vater starb, bevor der firne Ehang ein Zahr all war Seine Mutter war arm, und er verbrachte feine Kindheit bei Verwandten Er sollte Rauhnatm werden, zeigt, aber wenig 'Begabung Kir diesen Berus und wurde daher in die Milltärfchul« geschickt und bann mit 21 Jahren auf dir OfstzierSakademie. Er war einer der fleißigsten Kadetten und bestand feine Prüfungen mit sol­cher Auszeichnung, daß er rar Vollendung seiner nnlltärischen Studien nach Zapan geschickt wurdr Merkwürdigerweise geriet er dort unter den Einfluß deS verstorbenen Sim Bat-sen. deS Be­gründer- der revolutionären Bewegung in Kan­ton. und als er nach Ehina zuruckkeyrt« war et sein begeistertster Anhänger Jahre retain- 9en bevor et zur Macht kam Erst ali Cun Vräs.dent wurde stellte er Ehang an di« SviN. der Whampoa-M'.litärfchule von Kanton Cm ter schickt« Sun den aufstrebenden junaen Offizier nach Moskau, damit er dort d c Taktik und le*- mk deS modernen Krieges studieren könne. 'Eenr. die Kanton-Armee heute in ihrer Organisation den anderen chinesischen Heeren ücerlegen ist so verdankt sie daS zum größten Teil Ehang Rai-shek Er hat seine Truppen kovoßl thev- rett sch wie prakttsch vortr-"l.ch auegeb Itet. auf Ir.nen Befehl wurde der Marsth nach Hankau unternommen: er war eS. bet sein Heer zu der Schlacht em Schanahar führt-, und feine strate­gische Begabung befähigte die Rantontrm>t«n bara die Zahlenmäßig weit überlegenen RrflHr Sun Ehuan-fangS zu schlagen."