Nr. 306 fünftes Blatt
Eichener Anzeiger sGeneral-Anzeiger für Gberhessen)
Zreitag, 3f. Dezember 1926
Die hessische Politik des Jahres 1926.
Don unserer Darmstädter Redaktion.
Alles historische Geschehen ist einmalig, denn es wiederholt sich nicht: es steht aber nicht für sich allein da, sondern ist mit der Vergangenheit und der Zukunft verknüpft. Die Politik eines Jahres ist ebenfalls nicht isoliert, und wenn man sie für diesen Abschnitt festlegt, so muß man sich bewußt bleiben, daß damit eine gewisse willkürliche Zeiteinteilung vorgenommen wird, die nicht in der Sache selbst begründet ist. Vollends die hessische Politik während eines einzigen Jahres bleibt, wenn man nur dieses betrachtet, in ihrem inneren Wesen dem zutreffenden Urteil leicht verflossen, weil diese Zeit allein nicht die genügenden Unterlagen bietet
Das Jahr 1926 war, wenn man es von der politischen Seite betrachtet, nicht gerade ruhig verlaufen, wenn es auch nicht so bewegt war, wie die Jahre 1924 und 1925, in die vier große politische Wahlen fielen. Im Jahre 1924 hatten nach vorausgegangenen lebhaften Kämpfen Reichstags- und Landtags- wählen ftattgefunben; das Zentrum hatte zwei Sitze verloren und fühlte sich so innerhalb der Regierungskoalition geschwächt, daß es darnach trachtete, die Regierung durch Hereinnahme eines Vertreters der Rechtsparteien zu erweitern. Drei Monate lang wurde anfangs des Jahres 1925 hierüber verhandelt und auf Hessen lastete eine schwere Regierungskrise, die parlamentarischen Ar- beiten wurden lahmgelegt und der Staatshaushalt konnte erst im Sommer verabschiedet werden. Das Ergebnis der Verhandlungen der Parteien war die Wiederher st ellung der alten Regie- rungskoakitton, bestehend ctus Sozialdemokraten, Zentrum und Demokraten. Damit waren die Grundlagen für die hessische Politik während der übrigen Monate des Vorjahres gegeben und erst recht für das abgelaufene Jahr 1926. Diese Politik äußerte sich vornehmlich in einem rücksichtslosen Durchsetzen der Macht der Regierungskoalition im Landtag. Es wird sicherlich noch in Erinnerung fein, wie zahlreiche Anträge der Oppositionsparteien niedergestimmt wurden, oftmals nur, um die Koalition zusammenzuhalten. Namentlich zeigte sich dies in der Sommertagung des Jahres 1925, wahrend der erst der Staatshaushalt beraten wurde.
Die Nachwirkungen traten besonders in den Anfangsmonaten des Jahres 1926 hervor. Die Wirt- schcrftstreife waren tief verstimmt: für ihre Nöte hatten die Regierungsparteien kein Ohr und da sie ihre Wünsche nicht durchsetzen konnten, so wandten sie sich an die Oppositionsparteien. Aus den Verhandlungen mit ihnen ging der Wirtschafts, und Ordnungsblock hervor, der seitdem eine bedeutsame Rolle in der hessischen Politik gespielt hat. Zahlreiche Versammlungen, die im ganzen Londe, hauptsächlich in den Monaten Januar, Fe- bruar und März von ihm veranstaltet wurden, hall- ten wieder von den Klagen über die schlechten Wirt- schaftsverhältnisse und den Steuerdruck.
Die Monate Januar und Februar des abgetan- jenen Jahres waren fast ganz mit Beratungen des Finanzausschusses ausgefüllt, die wegen der Ersparungsanträge der Rechtsparteien große Beachtung fanden. Mit außerordentlicher Spannung im ganzen Lande verfolgte man diesmal die Beratungen des Staatshaushaltes im Landtag, die am März begannen und über 20 Sitzungen in Anspruch nahmen. Die parteipolitischen Auseinander- fefoungen, die in den Etatsdebatten wenige Monate vorher schon sich vordrängten, traten auch jetzt wie- der stärker in den Vordergrund und nahmen immer schärfere Formen an. Forstwesen, Landwirtschaft, die hessischen Staatsbetriebe in Wölfersheim, die Elektrizitätspolitik der Regierung, das Landes- theater und Schulfragen waren die hauptsächlichsten Streitpunkte, vor allem aber die Finanzpolitik des oinanzministers Henrich. Oft gestalteten sich die Landtagssitzungen dramatisch: das Endergebnis war zumeist die Ablehnung der von den Oppositionsparteien gestellten Anträge. Vom Landtag aus verbreitete sich die gereizte Stimmung ins Land. Don größeren parlamentarischen Ausgaben, die der Landtag erledigte, seien außer dem Staatshaushalt die Maßnahmen über die Förderung des Wohnungsbaues und die Regelung des Straßenwesens in Hessen erwähnt.
3n der letzten Sitzung der Juni-Tagung des Landtags wurde bekannt gegeben, daß ein Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens oorlicge, der vom Wirtschafts- und Ordnungsblock aiisgehe, mit dem Ziel der Landtagsauflö- f u n g. In wenigen Wochen war eine große Zahl von Unterschriften gesammelt worden. Da es sich um das erste Verfahren dieser Art in Hessen handelte, so wiesen die Listen viele Formfehler auf; das benutzten die Gegner des Volksbegehrens, um in endlosen Sitzungen und Verhandlungen das Erfahren hinzuziehen, vielleicht in der stillen Absicht, es überhaupt unmöglich zu machen. Juristische Gut- achten fielen in wesentlichen Punkten zu Gunsten der Antragsteller aus und notgedrungen kam eine Entschließung zustande, die feststellte, daß die vom Gesetz verlangte Zahl von Unterschriften für das Volksbegehren auf Auflösung des Landtags erreicht fei. Nicht ohne lebhafte Auseinandersetzungen billigte der Landtag den Beschluß des Abstimmungsaüs- fchusses.
Die Stimmung des Volkes, soweit sie sich in den Versammlungen zu Anfang des Jahres äußerte, fand endlich in einer Abstimmung am Ende des Jahres ihren Niederschlag. Die Verschleppungstaktik der Regierungsparteien hatte Erfolg; das Interesse an der Abstimmung war stark abgeflaut. In den ersten Wock)en war der Wahlkampf noch recht ruhig geführt worden, nahm aber zum Schluß äußerst ge
reifte formen an; die Beteiligung an der Adstim- mung blieb indessen verhältnismäßig sehr gering, xßenn auch die Landtagsauflösung abge« le^nt mürbe, so ist aus dem Streit ber Parteien über bic Auslegung ber Adstimmungsziffern und aus diesen selbst eine tiefe Unzufriedenheit mit den gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Der- hattnißen in Hessen ohne weiteres herauszulesen. Das ist die Grundst.mmung, mit der unser Land in das neue Jahr hineingeht.
Die Hauptquellen der Mißstimmung sind die schwierigen wirtschaftlichen Zu- stände, denn mehr noch als andere deutsche Länder hat Hessen unter ihnen zu leiden; die Zahl der Arbeitslosen ist hier besonders groß. Gewaltige Uederschwemmungen verursachten zu Anfang des Jahres überdies noch beträchtlichen Schaden, Früh- jahrsfröste schädigten vielfach den Weinbau schwer, Landwirtschaft, Handwerk, Hande! und Industrie
stehen vor einer Notlage; viele Betriebe kämpfen geradezu um ihre Existenz.
Da fast die Hälfte des Landes besetztes Ge- biet ist, |o leidet Hessen außerordentlich schwer unter diesen Verhältnissen. Das Reich hat die schwierige Lage Hessens auch anerkannt und ist gewill:. ihr Rechnung zu tragen. So hatten wir in diesem Jahre öfters Ministerbesuche; unter ihnen waren die bedeutendsten der des Reichskanzlers Dr. L ut h e r am 7. Mai und der des Rcichssinanzministers Dr. Reinhold am 13. September. An den zweiten Besuch knüpften sich besonders lebhafte Erörterungen, die sich wochenlang hinzogen. Wie sich nun die von dem Reichsiinanzminifter zugesagte Reichshilfe für die hessischen Finanzen auswirken wird, muß in den kommenden Monaten zeigen. Vielleicht wer- den auf dem Umweg über das Reich Einsparungen, vor allem in den Ministerien selbst, erzielt, die bis- her nicht zu ereichen waren.
Die Jagd im Januar.
Das Schießen allein macht den Jäger nicht aus; Wer weiter nichts kann, bleibe lieber zu Haus.
Doch wer sich ergötzet an Wild und Wald, Auch wenn es nicht blitzet und wenn es nicht knallt, Und wer noch hinauszieht zur jagdlosen Zeit, Wenn Heide und Holz sind vereist und verschneit, Wenn mager die Acsung und bitter die Not, Und hinter dem Wilde einherschleicht ber Tod;
Unb wer ihm bann wehret, ist Weidmann allein. Der Heger, der Pfleger kann Jäger nur fein.
Wer bloß um bas Schießen hinausging zur Jagd, Zum Weidmanne hat er es niemals gebracht.
Diese prächtigen Worte aus echtem deutschem Weidmannsherzen setzt Hermann Löns in „Kraut und Lot" an die Spitze der Schilderungen, die dem hegenden Weidmann einer nimmer versagendes Rüstzeug zu sein vermögen. Sie sind geformt für die Zeit, die der Januar einleitet. Wenn Hartung sein strenges Regiment antritt, zeigt der Jagdschein nur noch wenig offene Felder, die den Schießer meist nicht mehr zu reizen vermögen. Die Waffe wandert an die Wand, das Revier bleibt sich selbst überlassen. Und niemals im Jahre hätte es gerade jetzt der Aufsicht und Pflege mehr bedurft!
Schnee und Eis verdecken die Aesung. Hungernd und matt zieht bas Wild umher. Zwei- unb vierbeiniges Raubzeug suchen Nutzen daraus zu ziehen. Weidmann, gedenke deiner Pflicht! Schütze dein
Rvt - und Damwild haben noch Schußzeit, wenn auch der Abschuß möglichst beendigt sein sollte. Die -Hauptsorge muß der Fütterung gelten. Rüben, Topinambur, Eicheln, Kastanien, Heu aller Art, Laubheu, Weichhölzer u. ä. werden geschüttet. Die Fütterung als Gelegenheil zu mühelosem Abschuß zu verwenden, ist mit weidmännischer Gesinnung nicht zu vereinbaren.
Das Rehwild, dem in unserer Gegend unsere besondere Pflege zuteil werden sollte, hat Schonzeit. Wir bieten ihm dieselben Futtermittel als Aesung wie dem Rotwild. Vor allem ist allenthalben, wo es geht, Heidekraut freizulegen durch den Schneepflug. Die Wechsel, die das Wild wieder regelmäßig hält, sind öfters auszugehen, um nach Schlingen zu suchen.
Das Schwarzwild hat die Rauschzeit be- endigt. Jeder Schnee wird zum Besagen venutzt.
Die Leidenszeit des Hafen ist vorbei. Drei Monate lebte er in Angst und Pein. Doch nun heißt es „Hahn in Ruh'". Tritt Schneefall ein, so werden Rüden, abgeschnittene Obstbaumzweige und Kohl gern angenommen. Ist der Monat mild, so erinnert sich Mümmelmann bereits seiner Pflicht, die seiner Sippe entstandenen Lücken wieder auszufüllen. Gartenhecken und Zäune sind bei Schneefall immer wieder abzugeben. Hier wirken die „stillen Teilhaber".
Auf die Notwendigkeit ber Fütterung der Rebhühner wurde im Dezember schon hingewiesen. Heubodenabfälle in Hecken oder Reisighaufen geschüttet helfen über die Wintersnot.
Sollen Fasanen nicht verstreichen, sind regelmäßig Mais, Sonnenblumensamen, Hinterkorn, zer- stückelte ^Rüben und Knollen zu füttern.
Der Fuchs beginnt zu ranzen. Der scharfe Erdhund svrengt ihn aus dem Bau. Hasenquäke und Schneehemd versprechen Erfolg. Frost und Schnee führen ihn auch zum Luderplatz.
Enten liegen, wenn Teiche und Flüsse sich mit Eis bedecken, an rasch fließenden Stellen. Sie haben noch Schußzeit. Auch manchen fremden Gast kann man_ bann antreffen.
Für manchen Jäger aber hat der Januar seine besondere Bedeutung. Ende Januar kommen die ersten Jagdverpachtungen. Wird ihm fein Revier, das er liebt und das er gehegt und gepflegt hat, wieder erhalten bleiben? Die schlimmsten Zeiten auf diesem Gebiete sind ja wohl insofern vorbei, als die Gestalten, die jenem Löns-Geiste so wesensfremd in der Inflationszeit die Verpachtungsräume füllten und alte ehrliche Weidmänner hinauspachteten, mehr und mehr erkannt hqben, daß mit der Jagd kein Geschäft zu machen ist. Leider sind sie vielfach die Gerngesehenen bei den Gemeinden gewesen. Wie man dje von ihnen hat nachher erst gemerkt, welches Geistes Kind der neue Pächter war, ber die Jagd ausgeschunden von Hand zu Hand wandern liefe, bis am Ende der Pachtperiode ein völlig wildleeres Revier zurückgegeben wurde. Wer 'in der Jägerbewegung drinsteht, weife, wie viele Reviere eben lieber heute wie morgen abgegeben würden. Hätte man nur schon einen Dummen dafür! Es ist
Zeit, daß auch hier wieder vernünftige Verhältmsie einkehren und nicht ein Mehrgedot von fünf oder Zehn Mark den Zuschlag entscheidet, sondern auch die Frage nach der Persönlichkeit des Pächters, der doch eine Art Vermögensverwalter über einen Teil des Gemeindevermögens, nämlich die Jagd, dar- stellt. Ein Krebsschaden sind und bleiben die sechs Jahre Mindestpachtdauer. In sechs Jahren kann man keinen Wildstand heranziehen. Neun Jahre müssen es mindestens sein. Es ist bedauerlich, baß, selbst nach einer erst im vorigen Jahr von Regie- rungsfelte ergangenen Empfehlung, so wenig Land- gemeinden das erkannt haben. Es gibt doch zu denken, daß der Staat selbst und die Städte auf 12 Jahre verpachten. Der Fehler liegt darin, daß der hohe volkswirtschaftliche Wert der Jagd viel zu wenig bekannt ist.
Allen gerechten Jägern und Hegern aber die Mahnung, daß nur durch Zusammenarbeit hier etwas erreicht und gebessert werden kann. Schließt die Reihen! Und Weidmannsheil für 1927 sei der Mühen Lohn! Hubertus.
Buntes Allerlei.
Neujahrsvorfähe berühmter Leute.
Bei der inneren Einkehr, die wir am Ende des alten Jahres halten oder wenigstens halten sollten, steUen sich gewöhnlich bic guten Vorsätze für bas neue Jahr ein. Denn ber Mensch hat ja leibet immer viel an sich zu bessern, unb dafür ist ein so wichtiger Zeitabschnitt, wie bas Veujaljr, bic beste Gelegenheit. In früheren Zeiten gehörten bic guten Vorsätze sozusagen zwangsweise zum Neujahrsfest. Fromme Leute legten öffentlich ober im Stillen Gelübde ab. bic sie bas ganze Jahr hinburch einhalten wollten. Besonders eifrig darin waren bic Pietisten. Jung- Stilling gelobte z. D. an einem Veujahrsmorgen, er wolle bas ganze kommende Jahr aus keinem anderen Gesäß als aus einem schlechten Zinnbecher trinken unb auf biefe Weise an feinem Teil Einspruch gegen bic zunehmende „Ucppig- Icit ber Sitten" erheben. Franklin beschloß am ®nbe eines Jahres, in den folgenden an keinem ■Bettler vorüberzugehen, ohne ihm ein Qllmofen au reichen. Dieses Gelübde übertrumpfte ein englischer Pietist, ber erklärte, er werde an jedem Tag des neuen Jahres 5 Schillinge den Armen geben. Er führte auch wirklich den ganzen Monat Januar hindurch immer 5 Schillinge in Kupfermünzen bei sich, aber auf die Dauer wurde ihm die Last doch au schwer, so daß er im Februar Öen Bettlern, die ihn bereits in großen Scharen auf feinen Wegen begleiteten, eine Enttäuschung bereitete Einen merkwürdigen Entschluß faßte an einem Veujahrsmorgen Balzac, ber ja stets daraus bedacht war, durch alle möglichen Mittel feinen Geist zu immer stärkerer Schaffenskraft aufzupeitschen. Er schwor nämlich, das ganze Jahr hindurch jeden Morgen um 8 Ahr ein kaltes 'Saö zu nehmen, was bei diesem verweichlichten Aachtarbeittr und Langschläfer ein Viesenenifchluß war. Da er sich selbst nicht die nötige Willenskraft zutraute, so nahm er einen starken Bediensteten an, dessen einzige Pflicht darin bestand. ihn früh aus dem Bett und ins kalte Wasser zu bringen. Der Gute erfüllte auch feine Ausgabe, aber freilich mit einem kleinen Trick, 'indem er nämlich dem kalten Bade warmes Wasser hinzufügte und daher sich unb seinem Herrn bic Sache erleichterte. Vicht minder fonberbar war ein Veujahrsvorsatz des englischen Dichters Southey, ber sich Vorwürfe machte, weil er zu viel auf sein Äeußeres gebe. Alm diesem Mangel abzuhclfen, beschloß ber überaus bescheidene Poet, das ganze nächste Jahr hinburch nur Sachen aus grobem Leinen zu tragen unb sich nur zweimal in ber Woche zu rasieren. Trotz des entrüsteten Einspruchs feiner Frau blieb er feinem Vorsatz treu, aber er scheint badurch zu dem Gemütsleiden beigetragen zu haben, das ihn bald danach befiel. Der geniale Karikaturist unb Zeichner Eruikshand war ein leibenschast- sicher Alkoholgegner unb erklärte an einem Veu- lahrsmorgen, er werbe das ganze 3<tijr hindurch nur mit Leuten verkehren, die keinen Alkohol tränken. Er hielt fein Wort, tat damit aber feinen Einnahmen solchen Abbruch, daß er dies Vorhaben nicht wieder erneuerte.
Die Bergung des Schlachtschiffes „2Holffe". ^Der schwierige Versuch, das deutsche Schlachtschiff „Moltke" zu Heden, das nach der Versenkung der deutschen Flotte bei Scapa Flow seit 1919 mit dem
Kiel nach oben in einer Tiefe von 70 Fuß liegt, 'st jetzt von Erfolg gekrönt worden. Man arbeitete zunächst dahin, alle freien Räume des Schifsskör pers mit komprimierter Luft zu füllen; aber das schlechte Wetter des letzten Monats war dabei sehr hinderlich. Nun hat sich die riesige Schiffsmosie vor kurzem plötzlich einige Fuß gehoben. Daraufhin wurden die Luftpumpen sofort außer Tätigkeit gesetzt und schwimmende Docks wurden herbeigebracht. um mit ihrer Hilfe das Schiff zu heben. Dann traten die Luftpumpen wieder in Tätigkeit, und .Moltke" erhob sich allmählich in dem Maße, wie das Wasier im Innern verdrängt wurde. Jetzt liegen ganze zwölf Fuß des Bodens über dem' Wasier. und das Schiff wird in seichtere Gewässer gebracht werden können.
Spiclplnn der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 2. Januar, nachmittags 3 bis 5'/, Uhr: PeterchenS Monbsahrf. abends 6'/- bis 10' . Uhr: Der Voscnkavalter. Montag, 3. Januar, nachmittags 3 bis 5l/; Ufer PeterchenS Monbfahrt: abends 7 bis 9 Uhr Hänsel unb Gretel. Dienstag. 4 Januar, nach- mittags 3 bis 5*/$ Uhr: PeterchenS Monbsahrf abenbs 7 bis 10 Uhr: Der Golem. Mittwoch 5. Januar, nachmittags 3 bis 5'/, Uhr: Peter- chens Mvndsahrl. abends 7*/. bis 10 Uhr: Die Lästerschule. Donnerstag. 6. Januar nachmittags 3 bis 5*/. Uhr: PeterchenS Monbfahrt; abends 7 bis 10 Uhr: Manon. Samstag 8. Januar. nachmittags 3 bis 5*/g Uhr: PeterchenS Mondsahrt: abends 7'/, bis 10 Uhr: Der fliegende Holländer. (Sonntag. 9. Januar, nach- mittags 2'/. bis 5 Uhr: PeterchenS Monbfahrt abends 7 bis 10 Uhr: Othello.
Schauspielhaus. Sonntag. 2. Januar nachmittags 3'/, bis 5‘/s Uhr Pinkepunl: abends 7*/2 bts 10 Uhr: Hamlet in Krähwinkel. Montag. 3. Januar, abends 8 bis 10 Uhr: Der Sturm. Dienstag. 4. Januar, abends 8 bis 9’'4 Ufer: Weihnachtseinkäufe. Hierauf: Ollapo- triba. Mittwoch. 5. Januar, abends 8 bis 10 llbt: Der Sturm. Donnerstag. 6. Januar, abends I1/', bis 10 Uhr: Kilian ober bic gelbe Rose Freitag. 7. Januar, abends 8 bis 10 Uhr Die zwei Abenteurer. Samstag. 8. Jaiutar. abends 8 bis 10 Uhr: Der Sturm. Sonntag 9. Januar, abends 8 bis 10 Uhr: Der Sturm
Rundfunk-Progra mn
des Frankfurter Senders.
(Aus ber.Ravlo-Amschau".)
Samstag, 1. Januar:
12 bis 1 Uhr: Morgenfeier, veranstaltet vo.i- Wartdurgoerein. 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde d, Juaend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hai:. Orchesters: Wunschnachmittag. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: Der Briefkasten. 6.45 dis 7.15 Uhr: Funkhochschule „Altgermanischer Tierglaube", Vortrag von Prof. Naumann. 7.15 bis 7.45 Uhr: „Erwerbslosenfürsorge und Sozialver sicherung", Vortrag von Georg Adrahamsohn. 7.45 bis 8.15 Uhr: „Der Kalender , Dorttag von Prof Dr. Paul Evstein. 8.15 bis 9.15 Uhr: „Der roman tische deutsche Männerchor" (Männerchöre a cappella). 9.15 bis 10.15 Uhr: „Das Neujahrsfest in Wort und Musik. Anschließend bis 12J0 Uhr: Tanzmusik.
Sonntag. 2. Januar:
8.30 bis 9.30 Uhr: (Übertragung von Kassel Morgenfeier. 11.30 bis 12 Uhr: Elternstunde. 12 bis 1 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Die Oper der Woche. 4 bis 5 Uhr: Die Stunde der Jugend. 5 bis 6 Uhr: Walter Hasencleoer lieft aus eigenen Werken. 6 bis 7 Uhr: Stunde des Rhein-Maini- schen Verbandes für Volksbildung. 8.30 bis 9.30 Uhr: Konzert des Maerzschen Madrigalchores: Englische und niederländische Madrigale. 9.30 bis 10.30 Uhr: Übertragung von Kassel. Anschließend bis 12.30 Uhr: Übertragung von Berlin: Tanzmusik.
Montag. 3. Januar:
3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Stimmen der Völker. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lescftunde. 6.30 bis 7 Uhr: „Kuriositäten aus Zeitungen", Vortrag ovn Dr. Doris Dauber. 7 Uhr: Übertragung aus dem frankfurter Opernhaus: „Hänsel und Gretel", Märchenoper m drei Bildern von Adelheid Wette, Mu- fik von Engelbert Humperdinck.
Sprechstunde» der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag gefchlosicn.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügkes Rückporto wird feine Gewähr übernommen.
Anzeigenauf träge sind tediglich an die Geschäftsstelle zu richten.
Frankfurt a. M.
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beginnt am Montag, 3. Januar, 9 Uhr vormittags *


