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der ©cne^migung nichts im Dege, jedoch kann leitens der Stadt keinerlei Zuschuß gemährt wer­den. Die Erlaubnis ist bereit- erteilt, daß am ersten Tage des GalluSmarkts Pferde- unb Schweincmarkt, am -weiten Tage Rindviehmarkt stattfindcn kann. Die Genehmigung zur Ver­losung steht noch aus.

Mr eie Friedberg

§§ ^ber- Florstadt, 29 3uli. Die Be­setzung der breiigen G e m ei n de re ch n er­st e l l e Hai ihre Schwierigkeiten. Man ist jetzt glücklich durch die Festsetzung de- Rechnergehalts auf 500 Mk. etwas weitergekommen. Der Betrag ist in Anbetracht der Wichtigleit und Verant­wortung des Amtes jedoch als lehr niedrig ^u be­zeichnen. infolgedessen werden sich wohl so gut wie keine Bewerber finden.

Kreis Büdingen.

Wallernhause n, 30. 3ult. Der Maurer Karl Steuernagel war nach Rück­kehr von seiner Arbeitsstätte mit landwirtschaft­lichen Arbeiten in seiner Scheune beschäftigt. Da­bei st ü rz t e er vom Gerüst so unglücklich auf den harten Tenncnbodcn, dah er neben anderen Verletzungen einen doppelten Schädel­bruch erlitt und schwer krank dar niederliegt. Der Verunglückte ist verheiratet und steht Ende der vierziger Jahre. Die Feldbereinigungs- arbeiten für unsere Gemarkung sind so weil fortgeschritten, dah nach der Ernte in diesem Jahre die äleberweisung der neuen Grundstücke erfolgen kann.

Kreis Schotten.

Id Schotten, 30.3uli. 3n der Vorkriegs­zeit stellten die Viehzüchter der Dörfer in der Umgebung Schottens im Winter und Frühjahr sehr viele Kälber auf, um diese dann auf dem anfangs August stattfindenden Schottener Sommermarkt abzusetzen. Schon wochenlang vor­her wurden die mit großer Sorgfalt aufgezoge­nen Tiere abends au sden Ortsstrahen hin- und hergeführt, um sie an den Marsch nach Schotten zu gewöhnen und mit ihnen zu paradieren. Der Wettbewerb brachte Prachtstücke von 3ung- vich hervor, die auf dem MarktedaS Gerih" hatten. Händler aus allen Teilen Deutschlands kamen nach Schotten, meist wegen des pracht­vollen Jungviehs, das hier zu haben war. 3n diesem 3ahre ist in hiesiger Gegend sehr viel 3ungvieh vorhanden, und es steht zu hoffen, dah der ehedem so berühmte Schottener Sommer markt seine alte Bedeutung al- 3ungviehmarkt wieder erlangt. Die Vogels­berger Rasse, die früher auf dem Markte kaum beachtet wurde, wird nunmehr, da das Rotvieh allenthalben an Boden gewinnt, eine große Rolle im Marktverlauf spielen.

-.- Gedern, 30.3uli. Aus der jüngsten Gemeinderatssihung ist zu berichten: Da die zulehtgebauten Häuser am Brühl noch ohne Wasserleitung find, wird auf Antrag der in Frage kommenden Hauseigentümer beschlossen, die Wasserleitungsanschlüsse noch vor dem Winter herzustellen. Für den Reubau einer Beton- brücke an der Weningser Straße werden die Kosten genehmigt. Versuchsweise soll in diesem Jahre der Heubedarf für die Gemeindeochsen gekauft werden, da man sich davon eine bessere Qualität verspricht. Die seitherigenOchsen­wiesen" sollen in Pacht gegeben werden.

Zwecks Anlage einer neuen Huiweide toll ein Kostenvoranschlag ausgestellt werden Für die Anlage kommen folgende Tristen in Frage Seife. Tempelwiesen und Rachtweidc. Man rechnet damit, daß der Staat einen Teil der An­lagekosten trägt. Ferner wird Klage gcsührt über die Schließung des ZanthiersparkeS. Diese Mahnahme trägt dem Willen des Stifters leine Rechnung, da der Park in der Stiftung-Urkunde al- Erholungsort gedacht ist. 3nfolge eine- Spätfrostes ist ein Teil der neugepftanzten Kirsch- bäume in der Planlage erfroren, bi den tollen. Der Kaufmann Mar Rothenberger stiftete der Gemeinde ein altes Gemälde von Gedern. daS schätzungsweise ein Alter von 300 bis 400 Jahren hat und in der Bürgermeisterei zur Aufhängung kam Das Gemälde befand sich ur­sprünglich im hiesigen Schlosse und ging von hier in die Hande verschiedener Besitzer über, bis es von Rothenberger käuflich erworben wurde. Das Gemälde gibt recht interetfante Aufschlüsse über daS frühere Aussehen unserer Stadt.

± EichelSdorf, 30. 3uli. Unser altes Kirch letn, an dem jahrzehntelang wegen des geplanten Reubaus nichts zur Erneuerung und Verschönerung geschehen ist. soll in Kürze einer Dach- und Fensterreparatur unterzogen werden! auch im Innern werden verschiedene, nicht mehr ausschiebbare Arbeiten ausgeführt. Unsere Dater- unserglocke ist gesprungen und muh umgegossen werden. Es ist geplant, beim llmgufe eine größere Glocke mit tieferem Ton einzutauschen, damit das Geläute besser hörbar wird. Dekan Scriba. der sich im April einer Gallensteinoperatton unter­ziehen und danach einen längeren Erholungs­urlaub nehmen mußte, hat den Dienst in der Ge­meinde und im Dekanat wieder übernommen.

± Ober-Lais, 30. Juli. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse hielt ihre diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Rachdem die Rechnung verlesen und genehmigt, sowie der Vorstand entlastet war, erfolgte Be­schlußfassung über die Gewinnverteilung. Es wurde beschlossen, 250 Mk. zur Betriebsrücklage. 250 Mk. zum Reservefonds, 5 Prozent Zinsen für Geschäftsanteil und den Rest auf Derwal- tungskosten zu verteilen. Die Reuwahl zum Vor­stand und Aussichtsrat ergab durch Zuruf b'c Wiederwahl von Otto Schauermann II und Wil­helm Schmittberger.

± Aus dem südwestlichen Vogels berg. 30. Juli. Während in früheren Jahren zuerst das Korn geschnitten wurde, ist diesmal mit dem ©d)tritt der Gerste begonnen wor­den. Leider ist in der Arbeit schon gleich wieder ein Stillstand eingetreten, da die letzten Tage nasse- unb kaltes Wetter brachten. Infolgedessen sind auch in den Waldungen die Himbeeren noch nicht zur Reise gekommen. DaS Himbeerbrechen bringt alljährlich den Leuten einen schönen Ver­dienst.

Kreis Alsfeld.

-<Q? Homberg (Ohm). 30. Juli. Im Basall- wcrk der Mitteldeutschen fiartfteininbuftrie wurden dieser Tage wieder eine Anzahl Arbeiter ent- lassen.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

" Das Arntsverkündigungsblatt Rr. 61 vorn 30. Juli enthält: Ablösung der Qän- X der- und Gerneindcanleihen. - Maul- und Klauenseuche in ©rünberg, Reinhardshain,

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ba eine Fruh-Derbindung um 4.30 Uhr ab Gedern keinen Anschluß von OrtenbergStock­heim usw. hat und ein weiterer Personenzug erst abends um 8 ilfjr läuft, wenn man nicht eine Reife mittags mit dem Güterzug vorzieht.

Gedern unb die sämtlichen größeren unb kleineren Plätze der Umgegend und die Eisen­werke Hirzenhain bemühen sich schon monatelang, eine Verbindung morgens ab Stockheim mit den höhergelegenen Orten des Vogelsberges zu er­reichen. ohne bis jetzt auch nur irgendeinen Erfolg in dieser Sache aufweifen zu können. Autpposten werden nicht mehr bewilligt, und Iso wird der Vogelsberg von jeglichem Verkehr abgeschlossen.

Man scheute sich sogar nicht, auf eine persön­liche Vorstellung bezüglich besserer Bahnverbin­dung zu erklären, daß wir froh sein müssen, wenn wir überhaupt eine Verbindung hätten. Wenn wir andererseits mit steuerlichen Lasten * in gleicher Welfe bedacht werden, wie alle übri- Igcn Gebiete, sollte man doch auch glauben, dah wir gleiche Ansprüche wie alle übrigen Gebiete an Staat unb Provinzen stellen können.

Bürgermeister Dr. Niepoth, M. D. L. Schlitz:

Der Inhalt Ihres mit der LleberschriftVer- kehrsbund Oberhessen" in Rr. 171 Ihrer Zeitung erschienenen Artikels hat mich auf das lebhafteste interessiert, denn es wird dort mit Recht her- vorgehoben, dah die berechtigten Wünsche und Interessen der Provinz Oberhessen auf Ver- kehrsverbefserungen durch den Hessischen Ver- (kehrsverband bisher nicht mit dem notwendigen Rachdruck vertreten worden sind. Mit dieser Feststellung soll der Leitung des Verbandes kein Vorwurf gemacht werden. Die Beteiligung obet- hefsischer Gemeinden und Kreise an dem Verband ist zu gering, als daß eine entsprechende Ver­tretung den Vorstand auf unsere Wünsche ge­nügend aufmerksam gemocht hätte. Trotz alie­bem werden sich alle Einsichtigen der Rotwendig- keit einer gemeinsamen Vertretung ober- hessischer Derlehrsbelange nicht verschließen ton­nen, denn eS wird Wohl von niemand bestritten werden, daß unsere vberhessischen Verkehrs­verhältnisse außerordentlich viel zu wünschen übrig lassen und daß der einzelne zu schwach ist, selbst berechtigten Forderungen gegenüber den verschiedenartigen Widerständen zum Erfolg zu verhelfen. (Ich will mich nicht in Einzelheiten verlieren, sonst könnte ich Fälle anführen, die jedem objektiv Denkenden unzweideutig beweisen, dah man unseren Wünschen direkt verständnis­los gegenübersteht.) Selten ist die Solidarität der Interessen von Stadt und Land so offenkundig, wie bei den Derkehrswünschen. Der Städter, der auf dem Lande Erholung sucht, hat gute Verbindungen ebensosehr nötig, wie der Be­wohner des flachen Landes, den berufliche Tätig­keit zur Stadt führt. Ich würde deshalb einen Zusammenschluß zu einemVerkehrsbund Ober- Hessen" begrüßen, betone aber, daß ich es für abwegig hielte, den neu zu gründenden Verband in einen Gegensatz zu dem bestehenden Hessi­schen Derkehrsverband zu bringen, im Gegenteil, man müßte m. E. Mittel unb Wege suchen, möglichst enge Verbindung mit dem Landes­verband herzustellen.

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

ol Beuern, 30. Juli. Der Saaten- stand ist in unserer Gemarkung als gut zu be­zeichnen. besonders der Hafer verspricht infolge ber diesmal besonders gesteigerten Anwendung künstlicher Düngemittel eine ausgezeichnete Ernte.

Witterung war bisher im allgemeinen sehr günfttg. Dem AuSpslanzcn der Hackfrüchte kamen reichliche Riederfchläge zustatten, dos Heumachen wurde wieder in erwünschter Weise durch Sonnenschein begünstigt. DaS Ergebnis war. be­sonders in trockenen Lagen, sehr gut. Die Kar­toffelfelder entwickeln sich prächtig. Was die Obsternte betrifft, Io sind die Aussichten lehr gering, nur einzelne Birnensortcn zeigen einen bemerkenswerten Behang, während Aepfel und besonder- Zwetschen fast vollständig vertagen.

ibk. Kesselbach, 30. Juli. Die hiesige Spar- und Vorschußkasse hielt ihre Generalversammlung für das Rech­nungsjahr 1925 bei Heinrich Schomber III. ab. Aus dem Geschäftsbericht war zu entnehmen, daß das Jahr 1925 für viele ein Jahr der Ent­täuschung wurde, weil die Hoffnungen, durch günstige Ernte und preiswerte Veräußerung der Produkte die eingegangenen Schuldverpflichtungen des Vorjahres abzulösen, sich nicht erfüllten. Immerhin ist eS gelungen, mit Unterstützung ber LanbesgenossenschaftSbank und durch stär­keres Einzahlen von Spareinlagen dem nötig­sten KreditbebürfniS der Mitglieder abzuhelsen und die Pflichtrückzahlungen des Rentenbankvor- Ichusses xu leisten. Der gesamte Geschäftsverkehr in ber Kasse war äußerst lebhaft. Die Einzah­lungen auf Spareinlagen haben sich erfreulicher­weise gegenüber bem Vorjahre verbovpelt. Die Jahresrechnung unb Bilanz, welche in Aktiva unb Passiva die Summe von 146 430,75 Rm. auf­weist unb einen Gesamtumsatz von runb 3'/« Million erzielte, würbe genehmigt unb bem Vor­stand Entlastung erteilt.

t Grünberg, 30. Juli. Aus ber jüng­sten Gemeinderatssihung ist zu berichten: Das Gesuch des Bierverlegers Riedmann um Errichtung eines Staubassins in Der oberen Cschersbach zur Gewinnung von Ei- in den Wintermonaten wird genehmigt, jedoch soll sei­tens des Antragstellers ein Plan vorgelegt wer­den. Die Ueberlanbanlage verlangt für eine Rechnung von Ende Oktober 1923 eine Aufwertung von 72,24 Mk.. hierzu empfiehlt das Kreisamt eine Verständigung. Der Gemeinderat verharrt jedoch bei seinem früheren Beschluß. Ferner wurde beschlossen, daß die im Lause der Zeit an der Volksschule entstandenen Mängel dem­nächst ausgebessert werden sollen, das Dach am Schwesternhaus baldigst repariert wird, an ein­zelnen Straßen eine Gosfenpflasterung vorgenom­men und mit guten Steinen beschottert werden, die Kanalisierung der Londorfer Straße sofort ausgeschrieben wird. In geheimer Sitzung touroc beschlossen: Der Reumühlsbach soll zum Räumen einem Unternehmer übertragen wer­den. Die Sonderfteuer von bebautem Grundbesitz wurde auf 67-/3 Prozent festgesetzt. Dem Bau ber vorerst projektierten Autostraßen, und zwar von der Alsfelder Straße am Schloß, Ecke Höfe- tränke und Dermessungsamt vorbei zur Gießener Straße, und von der Reue Chaussee über den Baumgarten zur Schul- und Dismarckstraße steht

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