Beide Fahrzeuge haben bei dem Zusammenprall einige Schäden erlitten.
•• Untere A e i ch s w e h r k a p e l l e unter Leitung von Obermusikmeister L ö b e r gab am DvnnerStaa im .Philosophenwald" ihr 7. (das vorletzte) Abonnementskvnzert. daS infolge der ungünstigen Witterung wieder als Streichmusik auSgeführt wurde. Auch diesmal war der Besuch recht gut. Das Programm bot reiche Abwechselung: Märsche. Fantasien, Ouvertüren, usw., die von der Kapelle in trefflicher Weise zum Dortrag gebracht wurden. Das Publikum erzwang sich durch lebhaften Beifall mehrfach Einlagen^ besonderen Anklang fanden die Melodien aus der Oper „Troubadour", Fantasie aus der Oper .Rienzi". Dlütenkranz aus K. M. v. Webers Melodien, sowie zwei Etreich- quintette.
WSN. DieEinreiseindieSchweiz. In letzter Zeit sind zahlreiche deutsche Reichsangehörige wegen Uebertretung der fremden polizeilichen SBe ft immun gen in der Schweiz bestraft und aus g.e wiesen Horden. Die Einreise in die Schweiz zum Antritt einer Stelle lediglich auf Grund eines Reisepasses ober mit dem im kleinen Grenzoerkehr zugelassenen Ausweis ist nicht zulässig. Es ist vielmehr zur Bewilligung zum SteUenantritt nötig, die unter allen Umständen vor der Einreise durch Vermittlung des zuständigen schweizerischen Konsulats beschosst werben muh.
** D i e Maul- und Klauenseuche ist neuerdings in Hof Leustadt (Kreis Büdingen), Vilbels (KreiS Friedberg). Wetterfeld (Kreis Schotten) und Leidenhofen iKreis Marburg) aus- gebrochen. Erloschen ist die Seuche in Grünberg, Reinhardshain, Utphe (Kreis Gießen) und Klein- Karben und Münzenberg (Kreis Friedberg).
Starkenburg.
D a r m st a d t, 30. Juli. In der gestrigen Stabtverordnetensihung wurde als erster Punkt der Tagesordnung die Ferngasversorgung behandelt. Dtadtv. Dr. Döllner (D. Dp.) erstattete hierüber einen eingehenden Bericht und machte Mitteilungen von den Angeboten zweier Zechen für eine beträchtlich billigere Lieferung von Gas, als es die städtischen Gaswerke Herstellen können. Die Errichtung des neuen Werkes soll auf der Grundlage eines öffentlich- rechtlichen Unternehmens In Gestalt einer G. m. b. H. erfolgen, im wesentlichen von Selbstver- wallungSkörpern betrieben. Oberbürgermeister Dr. Glässing unterbreitete der Versammlung Anträge, die grundsätzlich die Zustimmung zu dem Unternehmen aussprachen. Die Stadtverordneten Nahmen sie einstimmig an.
Preußen.
Kreis Marburg.
sch. Marburg, 30. Juli. Beim Heuladen stürzte in Niederasphe (Kreis Marburg) eine Frau so unglücklich vom Wagen, daß sie sich eine schwere Rückenverlehung zuzog. Die Verunglückte, an deren Aufkommen gezweifelt wird, wurde in eine Marburger Klinik eingeliefert.
Kreis Wetzlar.
J Wetzlar, 29. Juli. Seit unserer letzten Berichterstattung hat daS Stadtverordnetenkollegium durch die Annahme des austerordentlichen Haushaltes die Etatsberatungen für das Jahr 1926 zu einem gewissen Abschluß gebracht. Die hier bewilligte Summe in Hohe von rund 760 000 Mark um- fastt alle inzwischen bewilligten Bauvorhaben, die besonders durch die Erwerbslosenfürsorge notwendig geworden sind. Neu ist eine Summe von 150 000 Mark für den Kapellenbau auf dem neuen Friedhof, dessen Rohbau noch in diesem Jahre herauSgebracht werden soll. Mit diesem erfreulichen Beschluß hat die Stadtverordnetenversammlung ihre Genehmigung zu den Schluharbeiten erteilt, die bekanntlich im Sommer vorigen Jahres vorläufig zurück
gestellt worden waren. Diese 150 000 Mark dürften jedoch nur die erste Rate für die noch erforderlichen Aufwendungen darstellen. Nach seiner Fertigstellung wird die Stadt über eine neue 6 ri e d h o f s a n la g e verfügen, wie sie in ihrer Schönheit nur in wenigen Städten vorhanden sein dürste. Die sonstige Däutätigkeit der cotadt bewegt sich, wie bisher, in der Haupt- fache im Straßenbau, wo sie mit der Kreis- Verwaltung Hand in Hand arbeitet. In der näch- sten Zeit wird die Neupflasterung der Lahn st raße in Angriff genommen. Die Arbeiten zur Umgestaltung deö Schiller- Platzes find ebenfalls begonnen. Der Philosophenweg dürfte nach dem heutigen Stand der Arbeiten in einigen Wochen fertiggestellt fein. Hier hat die städt. Dauverwaltung .^ur Beschotterung eine neue Steinart. einen Quarz st ein verwandt, wie wir ihn im Nassauischen beim Straßenbau viel verwendet sehen. D,e Straße macht in ihrem fast weißen Aussehen einen ganz vorzüglichen Eindruck und wird nach ihrer Fertigstellung eine große Entlastung dcs Promenadenviertels beim Automobilverkehr bringen. Eine recht unangenehme Nachricht hat die Stadtverwaltung durch den in letzter Instanz beim Reichsgericht verlorenen Prozeß mit dem im Jahre 1913 angenommenen Stadtbaumeister Böhm erhalten. Nachdem die Stadt in den Dorinstanzen jedesmal ein obsiegendes Urteil davongetragen hatte, ist sie bei der Endentscheidung unterlegen. Der finanzielle Nachteil, der in der Nachzahlung deS entgangenen Gehalts besteht, dürfte immerhin erheblich sein.
* DraunfelS. 30. Juli. Eine kleine, heimatliche Kunstausstellung im sog. Schiehhaus im Fürstlich Draunfelsschen Schloß- garten führt dem Beschauer manchen besonders anziehenden Punkt unserer nächsten Umgebung vor. Außer den Landschaften des Malers Otto Linnerh sind Porträts aus Privatbesiy zur Verfügung gestellt worden. Studien in Tempera und Radierungen von Dietrich (Münster) und Bilder aus dem Besitz der mit Braunfels schon leit Generationen verbundenen Künstlerfamilie 'Seiler vervollständigen die Ausstellung.
L Leun, 30. Juli. Die diesjährige Ernte ist im allgemeinen als günstig anzusehen. Der Kornschnitt ist bereits voll im Gange, wird jedoch durch die Regenfälle sehr behindert. Die schon oft genannte Rostkrankheit macht sich auch hier bemerkbar, allerdings weniger an Frucht aus hochwertigem Saatgut. Während der Stand der Hackfrüchte sogar als sehr gut bezeichnet werden kann, wird die Obsternte schlecht aussallen, was wohl in der Hauptsache auf den in der Blütezeit leider nochmals eingetretenen Frost zurückzuführen ist. Durch den ausgiebigen Regen der letzten Zeit hat das Grummetgras einen ganz vorzüglichen Ansatz bekommen, so daß schon heute auch mit einer guten Grummeternte gerechnet werden kann.
O Ebersgöns, 29. Juli. Dieser Tage wurde das in diesem Jahre angefallene L o h - Holz im hiesigen Gemeinkewalde versteigert. Es wurden für den Hausen (4 rm) 8 bis 11 Mk. bezahlt. Die Lohrinde ist an die Lederfabrik Karl Decker II.. Gießen verkauft. — Die hiesige Gemeinde besitzt in der Gemarkung Pohl- Gons —■ also auf hessischem Gebiete — eine Waldfläche, die über 200 Morgen groß ist. Tie Bewirtschaftung des Waldes erfolgt durch den für die hiesige Gemeinde zuständigen Forster von Oberkleen bzw. durch die preußische Ober- förfterei Krofdorst Don dem Waldbesitz muh die hiesige Gemeinde Steuern und Abgaben an den hessischen Staat bzw. an die Gemeinde Pohl-Gons zahlen. Auch die anteilige Jagdpacht fließt nicht in die hiesige Gemeindekasse, sondern in diejenige von Pohl-Gons.
Dillkreis.
Z Breitscheid, 30. Juli. Das Kind des Landwirts Adolf Henrich, das, wie bereits gemeldet, infolge Genusses von Körnern der giftigen I Mucke (Herbstzeitlose) erkrankte und nach der Gie
ßener Klinik übergeführt wurde, ist fast ganz erblindet.
Kleine Strafkammer Wetzlar.
O Dis in die Abendstunde währte die Der- handlung gegen einen Arbeiter aus Löhnberg. dem einfache, sowie verleumderische Beleidigung zur Last gelegt war. Der Angeklagte war dieserhalb in erster Instanz vom Amtsgericht Weilburg zu 30 Mark Geldstrafe, hilfs- weise 6 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Auf die Berufung des Angellagten gelangte die Sache vor die Kleine Strafkammer Limburg, die auf Verwerfung der Berufung erkannte. Hiergegen legte der Angeklagte Revision ein mit dem Erfolge. daß das Oberlandesgericht das Urteil aufhob und die Sache xur erneuten Verhandlung an die Kleine Strafkammer Wetzlar verwieS: die erneute Verhandlung, die 9 Stunden dauerte, und bei der 17 Zeugen vernommen wurden, endigte mit der Verurteilung deS Angeklagten zu 30 Mark Geldstrafe. Hilfsweise 6 Tagen Gefängnis, wobei das Gericht hervorhob, daß der Angeklagte durch die Hmftänbc in eine schwierige Lage gekommen fei. Der Schutz des § 193 St. G. D. könne ihm nicht zur Seite stehen.
Lpielplan der Frankfurter Theater.
Schauspielhaus. Sonntag, 1. August, abends 8 bis 10' , Uhr: Adrienne. Montag, 2. August, abends 8 bis 10l/i Ubr: Adrienne. Dienstag, 3. August, abends 8 bis 10l/2 Uhr: Adrienne. Mittwoch, 4. August, abends 8 bis 10' . Uhr: Adrienne. Donnerstag, 5 August, abends 8 bis 10'/, Uhr: Adrienne. Freitag, 6. August, abends 8 bis 10' . ilf)c: Adrienne. Samstag, 7. August, abends 8 bis 10', . Uhr: Adrienne. Sonntag, 8. August, abends 8 bis 10'/5 Uhr: Adrienne.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Schriftleitung.)
wünsche aus der Marburger Straße.
Wiederholt ist in diesen Spalten von der Einwohnerschaft gebeten worden, dem Lärmen, Singen und Johlen, das hauptsächlich in den Nächten zu Sonntagen $u verzeichnen ist, Einhalt zu tun. Besonders empörend ist, wie rücksichtslos manche Leute nachts in der Marburger Straße Skandal verüben. Die Anwohner dieser Straße haben doch wohl ein Recht daraus,
daß ihoe Nachtruhe ge&fcrtg geschützt wird In der vorigen Sonnlagnacht war der Spektakel wieder einmal außer ordentlich stark, jcdpch war von einem Einschreiten der SchierheltSoraana nichts zu bemerken. Hoffentlich wird diesen üblen Zuständen nun ein Ende gemacht
Heber die Beleuchtung der Marburger Straße sind gleichfalls ernste Älagen zu führen. Eingaben an die Stadtverwaltung sind bis jetzt vergeblich gewesen. Wenn man an bv vortreffliche Beleuchtung der JohanneSftraße. der neuen Däne usw. denkt, so muh man sagen, daß den bescheidenen Wünschen der Anwohner der Marburger Straße doch auch Rechnung getragen werden sollte. Das Anbringen von zwei weiteren Lampen oberhalb des Wiesecker Weges wurde schon genügen. K W.
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 Ubr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloßen.
Jür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
Mnieigenauf träge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, den 1. August. 9. n. Trinitatis.
Gießen. Etadtkirche. 8: Pfr. Decker. Zugleich Ehristenlehre f. d. Neukonfirmierten a. d Markus- gemeinde. 9'/,: Pfr. Mahr. - JohanneSkirche. 8: Pfr. Ausfeld. Zugleich Christenlehre f. d. Neu- konfirmiert, a. d. JohanneSgemeinde. 9V,: Pfr. Bech- tolsheimer. — Kirchberg. 10; 11: Christenlehre f. d. weibl. Jugend, nachmittags 1'/,: Mainzlar. - Wieseck. 9'/,: Psarrafsist. Hartmann-Lollar. 7,11: Christenlehre. - Watzenborn-Darbenteich: Som- merfeft des ev. Bundes. Watzenborn-Steinberg: 10'/, Festgottesdienst auf dem Kirchenplah (Pfarrer Müller-Gießen Kirchen- u. Posaunenchor) Garbenteich 9 Pfr. Müller-Gießen. 7,3 Waldfeier im Pohlheimer Wald.
KalhoUsche Gemeinden.
Gießen. Samstag, 31. Juli. 47, und 7 Beichte, Sonntag, 1. August. 10. Sonntag nach Pfingsten, 67, Deichte, 7 Meße Koni, der Männer, 8 Kvm. 9 Hochamt mit Predigt, 11 Meße mit Predigt, 2 Andacht, Donnerstag nachmittag Deichte, Freitag 6 Segensamt. — Grunberg. Meste mit Predigt. — Hungen. 8 Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10 Meste mit Predigt. — Sich. 10 Hochamt mit Predigt.
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'"st eine Seifen lauge erforderlich, die frei von allen schädlichen bestand!eilen ist und durch ihren großen Fehgeha/fden Schmutz Fast ohne Jhr Zutun entfernt.
Verwenden Sie da her hierfür nur
Skompson.'s SotfoKpufizor-
Statt besonderer Anzeige.
Heute vormittag entschlief sanft nach längerer Krankheit und nach einer arbeitsreichen, aber auch erfolgreichen 51 jährigen Tätigkeit als Bahnhofswirt mein geliebter Mann, unser herzensguter Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel
Herr Ernst Niemann
Stadtverordneter
in fast vollendetem 74. Lebensjahre.
In tiefem Schmerz und im Namen aller Hinterbliebenen:
Elise Niemann geb. Esser
Darmstadt (Bahnhofsplatz 22), Wiesbaden, Hamburg, Gießen, Mainz, Cöln, den 30. Juli 1926.
Die Beerdigung findet am Montag, dem 2. August 1926, nachmittags 3Vs Uhr vom Portale des alten Friedhofs, Nieder-Ramstädter Straße, aus statt.
Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen.
«sr«D
Danksagung.
Allen denen, die uns beim Heimgange unserer lieben Entschlaf enenlhre Teilnahme durch Karten und Kranzspenden zuteil werden ließen, sowie allen denen, die Ihr das letzte Geleite gaben, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank Ganz besonderen Dank für die trostreichen Worte des H errn Pfarrers am Grabe.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Josef Wieder, Polizeiwachtmstr., n Angehörigen Gießen, den 30. Juli 1926. 05S3
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Eugen Scheel, es« M äus bürg 17.
Vergebung von Pflasterarbeiten.
Zur Herstellung des Steinpflasters auf der flreisstrahe „Langgöns—fiirchgöns" (bis zur Kreisgrenze) sollen die Pflasterarbeiten in einem Los — 5650 Quadratmeter öffentlich vergeben werden. 6272C
Angebote nebst Ausführungsbedingungen find auf besonderem Vordruck, der gegen Erstattung von 1 Reichsmark bei uns käuflich ist, bis zum Freitag, den 13. August d. I., vormittags 10 Uhr, bei demllnterzeichneten (Zimmer Nr. 22) einzureichen.
Zufchlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 26. Juli 1926.
Kriesbauoerwaltung: della rius.
Redegewandte
Damen
mit guter (Barberobe stellt größerer Konzern unter günstigen Bedingungen sofort ein. Schriftliche Angebote unter 05288 an ben Gießener Anzeiger erbet.
Geffentliche Mahnung.
Das 1. und 2. Ziel Kanal-, Müllabfuhr- und Straßenreinigungsgebühren 1926 wird hierdurch mit Frist bis zum 10. August 1926 gemahnt. 63078
Nach Ablauf dieser Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die oorgeschriebenen Kosten erhoben werden.
Die Zahlung von Verzugszuschlägen wird durch diese Bekanntmachung nicht berührt.
Gießen, den 31. Juli 1926.
Stadtkasse Gießen.
Drei Morgen 2. Klee
meistbietend zu versteigern.
Zusammenkunft: Montag, den 2. August, vormittags 10 Uhr, an unserer Fabrik.
9egllgenflfleöt&6ümy.,ilft-6el
6288D Gießen.
InbehIeur- Schul e Maschinenbau Etektro- tecnnir.Hoca-uAieioau, Tomnöustrie.
V/irlmeliter-Ablilloeaen. siad-KatiutLLehroiim free \


