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ragendes Können. Die Uebung fand das volle Lob des Vertreters des Landesverbandes der hessischen Freiwilligen Feuerwehren Damm (Friedberg) und des Vertreters des Kreisamtes. Nachmittags bewegte sich ein stattlicher Festzug mit mehreren Feuer­wehrkapellen nach der Festhalle, wo der Nachmittag durch ein allgemeines Volksfest in stimmungs­voller Weise verbracht wurde. Kommandant Findt begrüßte die auswärtigen Gäste namens der Wehr, Bürgermeister Völker tat dies im Namen der Stadtverwaltung und lobte dann die hohen Ideale, denen die Freiwilligen Feuerwehren nachstreben. Sein Hoch galt der Freiwilligen Feuerwehr Lich. Herr Salzmann (Bad-Nauheim) überbrachte die Glückwünsche des Provinzialverbandes. Frl. Susanne Findt überreichte eine prachtvoll ausgeführte Fah­nenschleife, die von den Festjungfrauen gestiftet worden war. Unter den Ehrengästen war neben den Vertretern der Behörden, die vollzählig erschie­nen waren, auch das gesamte fürstliche Haus Solms - Lich , ferner zahlreiche Feuerwehrver­treter aus anderen Kreisen, insbesondere die Wehr Schotten mit ihrem Kreisverbandsvorsitzenden, die Freiwillige Feuerwehr Laubach und die Freiwillige Feuerwehr Bad-Nauheim. Das; auch die Kreisver­eine des Kreises Gießen nicht fehlten, versteht sich von selbst.

Heroorgehoben sei noch, daß die Freiwillige Feuerwehr Lich ein sehr schön ausgestattetes F e st - buch herausgegeben hat, das von Bürgermeister Völker verfaßt ist und u. a. eine Ortsbeschreibung Und einen Auszug aus der Geschichte der Wehr enthält.

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Tagung Äer Krankenkassen von Hessen und Hessen-Nassau.

WSN. Bad Homburg, 28. Juni. Am Sams­tag und Sonntag fand im hiesigen Kurhaus die Jahrestagung des Landesverbandes Hessen und Hessen-Nassau des Hauvt - Verbundes Deutscher Krankenkassen statt. Vertreten waren 71 Kassen durch 49 Arbeit­geber und 64 Arbeitnehmeroertreter. Die Regie­rungsstellen, Versicherungsträger, kommunalen Be­hörden und Kurverwaltung waren ebenfalls aus der Tagung vertreten. Am ersten Tag wurde der ge­schäftliche Teil, Geschäfts- und Kassenbericht, sowie Revisionsbericht erledigt; ebenso wurde die für die Düsseldorfer Tagung des Hauptverbandes vorge- gesehene Tagesordnung genehmigt. Als nächster Tagungsort wurde Bad Orb festgesetzt. Das Hauhtreferat des ersten Tages hatte der Vorsitzende des Hauptverbandes, Lehmann (Berlin), der über denA usbau der Gesundheitsfür­sorge durch Arbeitsgemeinschaften der Versicherungsträger" sprach. Der Redner legte seinem Referat die Bestimmungen des Gesetzes vom 28. 7. 1925 zugrunde, wonach die Bil­dung von Arbeitsgemeinschaften der Versicherungs­träger und der öffentlichen Wohlfahrtspflege vor- geschriebcn wird. Aufgabe dieser Arbeitsgemein­schaften sei es, Tuberkulose und Geschlechtskrank­heiten vorbeugend zu bekämpfen; infolge­dessen würden gerade die Krankenkassen erhebliche Mittel für die Gesundheitspflege auswenden müssen. Richtlinien zur Durchführung der gesetzlichen Be­stimmungen seien gegenwärtig im Reichsarbeits­ministerium in Bearbeitung. Der zweite Tag der Tagung wurde durch einen Filmvortrag von Dr. Kähler (Darmstadt) überDie Bedeutung der Schulzahnpflege" eingeleitet. Verbands­geschäftsführer Knoblauch sprach sodann über die Rechnungsergebnisse der Kassen des Landesver­

Goldenes Feuerwehr-Jubiläum in Lich.

I Lich, 28. Juni. Am Samstag und Sonntag feierte unsere Freiwillige Feuerwehr ihr SVjähriges Bestehen. Die Wehr und die Bürgerschaft wetteiferten in der würdigen Gestaltung des Festes. Beicher Fahnen-, Blumen- und Girlandenschmuck der Straßen gab der Stadt ein festliches Gewand.

Zu einer eindrucksvollen Kundgebung für die Wehr gestaltete sich die Eröffnungsfeier am Samstagabend in der Festhalle, zu der sämt- Liche Ortsvereine mit der Wehr in geschlossenem Zuge unter klingendem Spiel marschiert waren. Hier entbot der Kommandant der Wehr Philipp Heinrich Findt II den Besuchern den Gruß der Feuerwehr. Als Vertreter des Kreisamtes war BegierungSrat Wolf erschienen, der die Glückwünsche der Kreisverwaltung überbrachte. Ein von Bürgermeister Völker verfaßter und von Frl. Hermine Vater vorgetragener Prolog fand den ungeteilten Beifall der Festversamm- lung. Die Festrede hatte Bürgermeister Völ­ker übernommen. Er sprach zunächst von den Ereignissen des Jahres 1876, die zu der Vereins- gründung führten. Das Gründungswerk kam am 31. Dezember 1876 zum Abschluß. Das Haupt- Verdienst dabei hat sich der Kaufmann Alexander Sartorius erworben, der wenige Jahre dar­nach verstarb. Der erste Kommandant war Baurat Karl Schön, der die Wehr elf Jahre leitete. Sein Nachfolger war Heinrich Keck. Er führte die Wehr von 1880 biß Ende 1890, dann folgten Peter Märle von Anfang 1891 bis Ende 1893, Emil Zimmer von 1894 bis Ende 1905, Christ. Vater 1. von Anfang 1906 bis Anfang 1912,

Christian Albohn von da bis Ende 1919 und von dieser Zeit an der heutige Kommandant Philipp Heinrich Findt II. Der Festredner dankte im Hamen der städtischen Bevölkerung allen, die der Wehr innerhalb der letzten 50 Jahre angehört haben. Mit herzlichen Segens­wünschen für die Zukunst der Wehr schloß der Redner seine Ansprache. Es folgte hierauf die Ehrung der Jubilare. Der Gemeinderat hatte am 26. April beschlossen, allen langjähri­gen Mitgliedern der Wehr als öffentliches Zeug­nis der Anerkennung und des Dankes eine Ehrenurkunde zu überreichen. 40 Ange­hörige des Vereins wurden auf diese Weise unter dem Beifall der Festversammlung geehrt. Der Regierungsvertreter, Regierungsrat Wolf, sprach den Jubilaren seinen Dank und seine An­erkennung aus. Besandere Begeisterung erweckte die Ehrung der drei seit der Gründung ununter­brochen der Wehr angehörenden Herren Christ. Vater I., P. Kächler und Ludw. Scherfs. Seit 30 Jahren gehören der Wehr an: Chr. Herrn. Ph. Albohn, Ludwig Albohn, Karl Hch. Albohn, Karl Ludwig Schmidts Hein­rich Zimmer 1; feit 20 Jahren sind Mit­glieder: PH. Heinrich Findt, Chr. Zimmer, Friedr. Hch. Schmidt. Die Rainen der Mit­glieder mit 10 und 15 Jahren Vereinszugc- hörigkeit hier aufzuführen, verbieten die Raum­verhältnisse. Die Ortsvereine brachten so­dann dem Jubelverein ihre Glückwünsche zum Ausdruck und verbanden damit die Lieberreichung von Fahnennägeln, Ehrenbechern usw. Es gratu­lierten Gesangverein Cacilia. G.--V. Roitzscher Männerchor, Gesangverein Einigkeit. Schützen­verein 1913, Kriegerverein, Turnverein, Schützen- verein 1921, Gesellschaft Gemütlichkeit. Der Vor­sitzende des Kreisverbandes der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Gießen, Herr Wen­zel, sprach die besten Wünsche des Kreisoer­bandes aus, während die Gießener Freiwillige Feuerwehr durch Herrn Riebel als äußeres Zeichen guter Kameradschaft einen Fahnennagel überreichte. Verschönt wurde der Abend durch die Musik der Kapelle der Freiwilligen Feuer­wehr Butzbach, durch Vorträge der hiesigen Ge­sangvereine und durch mustergültige Darbietun­gen der Turner und Turnerinnen des Turn­vereins, aus dessen Kreis die Freiwillige Feuer­wehr vor 50 Jahren hervorgegangen ist. Dialekt­vorträge des Herrn August Hammel (Lich) fanden allgemeinen Anklang und lösten leb­hafte Heiterkeit aus.

Nach dem Weckruf am Sonntag früh wurde den Jubilaren Vater, Küchler und Scherff ein Ständchen gebracht, hierauf erfolgte der Empfang der Gäste. Anschließend begab sich die Wehr zum Festgottesdienst in die Marienstiftskirche, wo Stiftsdechant Lenz die Predigt hielt und die von der Feuerwehr betätigte Nächstenliebe als eine hervorragende christliche Tugend pries. Nach dem Gottesdienst erfolge am Kriegerdenkmal eine ein­drucksvolle Gedächtnisfeier für die gefal­lenen Mitglieder der Wehr. Kommandant Findt legte einen Kranz nieder. Für die ver­storbenen ehemaligen Kommandanten waren bereits am Vorabend auf dem Friedhof Kränze niedergelegt morden. Um 11* Uhr zog die Wehr mit sämtlichen Geräten zu einer Schul- und Brandübung, die an dem Hause von Karl Zimmer auf dem Adlerplatz vorgenommen wurde und in muster­gültiger Weise verlief. Auch die junge Freiwil­lige Sanitätskolonne unter der Leitung des Kolonnenarztes Dr. Roth und des Kolonnenfüh­rers August Vater zeigte dabei wieder hervor­

bandes. Aus dem statistischen Material seien fol­gende Angaben aufgeführt. (Zugrundegelegt sind die Berichte von 88 Kassen mit 745 623 Mitgliedern.) Einnahmen 1924: 39,2 Mill. Mark, 1925: 54,7 Mill. Mark, pro Mitglied also 50,43 Mark bzw. 72,11 Mk. Ausgaben: 1924: 36,3 Mill. Mk., 1925: 54 Mk. Die Ausgaben gliedern sich im wesentlichen in: 1924: 21,9 Proz., 1925: 19,7 Proz. für ärzt­liche Behandlung; 1924". 3,5 Proz., 1925 : 3,1 Proz. für zahnärztliche Behandlung; 1924: 9,8 Proz., 1925: 11,3 Proz. für Apotheken; 1924: 9,4 Proz.. 1925: 12 Proz. für Krankenhauspflege; 1924 : 25,9 Prozent, 1925 : 36,5 Proz. für Krankengeld; 1924: 6,4 Proz., 1925: 8,4 Proz. für Verwaltungskosten. Die Tagung schloß mit dem Vortrag des Professors Dr. Sie in (Jena) über dieKlinischen Er gebniffe des N a t n r h e i l v e rf a h r e n s". Rundgänge durch die Homburger Kuranlagen sowie Konzerte im illuminierten Kurgarten bildeten den unterhaltenden Teil der Tagung.

Aus dem Aurtsverkürrdigungsblatt.

* Das Amtsverkündi.gungsblatt Re. 52 vom 29. Juni enthält: Zulassung von Hohlsteinen für Brandmauern uTft)-4ron Beton­kaminsteinen zu Schornsteinen. Schlachtordnung für den Kreis Gießen. Maul- unv Klauen­seuche in Muschenheim. Hauptversammlung des Kreis-Obst- und Gartenbauvereins Gießen. Dienstnachrichten.

Rundfunk-Programm.

Donnerstag, 1. Juli.

4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters. Finnische Musik. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lesestundc. 7.15 bis 7.45 Uhr: Funkhochschule:lieber den Traum", Vortrag von Dr. Gotthilf. 7.45 bis 8.15 Uhr: Italienischer Sprachunterricht. 8.15 bis 9.15 Uhr: Uebertragung von Kassel: Liederabend von Fräulein Risa Hirschmann. 9.15 bis 10.15 Uhr: 'Neuere Cellosonaten. Anschließend bis 12 Uhr: Uebertragung von Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.

yebarung der Gemeinden sowohl, als auch im Interesse der Gemeindebeamtenschaft, die dadurch nur noch mehr zum Angriffspunkt der Ge­meindevertretungen werde, eine weitere Sen­kung der von den Gemeinden aufzubringenden Hauptlasten der Anstalt sei. Weitere Vorschläge zu einer Herabsetzung der Umlagen und Bei­träge sowie zu einer Umgestaltung der Anstalt auf breiterer Grundlage durch Heranziehung weiterer Kreise von Versicherten, und notwendig erscheinende Ergänzungen des Gesetzes waren Gegenstand eingehender Aussprache. Die Ein­reichung entsprechender Anträge bei der Re­gierung und Einleitung der erforderlichen Ver­handlungen wurde beschlossen.

Von besonderem Interesse waren die Aus­führungen des Landtaasabgeordneten Bürger­meister Ritzel über das im Landtage nun­mehr verabschiedete S t raß eng e seh, das den Gemeinden des flachen Landes eine wesentliche Erleichterung in finanzieller Hinsicht bei der Unterhaltung der Straßen gebracht habe.

Heber die Wichtigkeit des Anleihe-Ab­lös un g s g es e h e s mit der von der hessi­schen Regierung im Erlasse befindlichen Durch- führungsverordnung für die Gemeindeanleihen (auch für die Schuldscheinanleihen derselben) be­richtete Bürgermeister Dr. Völling- Alsfeld,

Den Schluß der Tagung bildete eine Aus­sprache über die Aufhebung der Richtlinien für hie Besoldungen der Gemeinde-Be­amten mit ihren bereits in allen Kreisen Hessens einsetzenden krassen Folgeerscheinungen. Es soff bei der Regierung mit allen Mitteln aus die Ergreifung von Gegenmaßnahmen hin- gewirkt werden.

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