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nr. 100 Drittes Blatt

(Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Zreitag, 30. April 1926

Turnen, Sport und Spiel.

Was der Sonntag bringt.

Rademachers Siegeszug.

Erich Rademacher, in bert fehlen Wochen einer der meistgenannten Deutschen, ist von seiner Amerikareise zurückgekehrt. Mil Jubel und Begeiste­rung ist er mit leinen Begleitern, Gustav Frölich und 5t. E. Behrens, in der Heimat empfangen morden. Den Höhepunkt diele» Willkomms, den das deutsche Volk dem Meister bereitete, bildete der am Mittwoch beim Reichspräsidenten v. Hinden­burg stattgefundene Empfang Rademachers, als Ausdruck dessen, daß dem Siegeszug des deutschen Schwimmers mehr al» nur sportliche, nämlich hohe nationale Bedeutung zukommt.

Als Ende Februar die deutschen Schwimmer die Amerikareise antraten, hat es nicht allein in Sport' kreisen an Zweiflern nicht gefehlt. Und eo ist manches abfällige Wort über Rekordsucht, die den wahren Sport entwürdige, und übervarietL- mäßig" anmutende» Zurschaustellen sportlichen Kön­nens gesprochen worden. Aber sehr bald hat der Widerhall, den die beispiellosen Erfolge Rade­machers in der Welt auelösten, diejenigen, die so redeten, eines anderen belehrt. Es hat sich gezeigt, daß die Erfolge Rademachers nicht ihm allein, son­dern vor allem den Farben seiner Ration Wert verleihen.

Die rein schwimmsportliwe Bewertung der Aus- landreise Aademachcr» ergibt sich am klarsten aus der Tatsache, daß der deutsche Meister in einem Zeitraum von 4 Wochen nicht weniger als

vier Dell- und acht amerikanische Bestleistungen ausgestellt

hat. Roch anschaulicher wirkt ein Blick auf die jetzt bestehende Rekordtabelle im Brustschwimmen, in der Rademacher die Bestleistungen über sämtliche Strecken von 100 Pards bis 500 Meter hält: mit anderen Worten: fast jeder Start des Mei- fters brachte die Verbesserung einer H ö ch st l e i st u n g.

Rach einem glänzenden Empfang in Reuyork gingen die deutschen Schwimmer zum erstenmal am 8. März bei einem Wettschwimmen der Pale-Univer- sität in Rewhaven, einer der Hochburgen des ame­rikanischen Studcntenschwimmsports, an den Start, undRadernacher unterbot in einem Rennen über 400 Meter, gleichsam als Auftakt für seinen Sieges« zug, mehrere amerikanische Rekordzeiten und die auf diese Strecke bi» dahin beste Zeit des Belgiers van Parys in Wettrekordzeit (5 Min. 50,2 Sek.).

Schon am näd)ften Tyge fiel auch der von S p e n c e - Amerika gehaltene Weltrekord über 100 Hards, und zwar beim Meeting des Neuyork-Athle- tic-GTnb in Reuyork am 9. März. Auch den von ihm selbst aufgestellten Rekord über 100 Meter stellte Rademacher besser, indem er das Rennen bis auf 100 Meter ausdehnte. Bei den Starts am 10. März in Brookline bei Boston und am 20. März in Detroit gönnte sich der Meister einige Ruhe, die, da er sich eine Verletzung an der Hand zugezogen batte, lehr erwünscht war. Jedoch war auch bei diesen Veranstaltungen der Deutsche der Held des Tages, und die geschwommenen Zeiten entsprachen durchaus den Erwartungen. Einen besonderen Er­folg brachte bann wieder das am 22. März in Buffalo geschwommene 200>Meter-Rennen, wo der deutsche Meister mit 2 Min. 49 Sek. eine weitere Welt­höchstleistung für sich buchen konnte, indem er auch hier wieder seine eigene Rekordzeit befier stellte. Ebenso erfolgreich waren dann für Rademacher die cm 24. Marz in Cincinnati und am 30. März in Thiladelohia gelieferten Wettkämpfe, von denen vor ollem der in Philadelphia im 500-Meter-Brust- fihmimmen geschaffene Weltrekord heroorzuheben ist. Mit diesem Start waren die Deutschen dem größten Teil der an sie ergangenen Einladungen zu Wett­kämpfen nachgekammen, und eine kurze Paule diente der Vorbereitung für den Höhepunkt und Av- schluß der Reise, der Teilnahme an den Internatio­nalen Schwimm-Meisterschaften der amerikanischen Athletic-Union, die vom 6. bis 9. April In Chikaqo stattfanden und die das größte fchwimmsvortliche Ereignis des Winters 1925/26 darstellten. Die hier zu bestreitenden Rennen waren die schwerste und entscheidende Prüfung für Rademachers Können. Während bei allen vorhergehenden Starts dem Mei­ster, außer in Detroit, sich niemals ein Gegner ge­stellt hatte, also alle genannten Rekordzeiten im Alleingang erzielt worden waren, traf Rademacher in Chikago zum erstenmal auf feinen größten Geg­ner, den amerikanischen Weltrekordmann Walter Spence, der ebenso wie der Pariser Olympia­sieger Bob S k e l t o n bis dahin jedem Kampf mit dem deutschen Meister offensichtlich aus dem Wege gegangen war, eine Tatsache, die in der genannten Sportwelt starkes Befremden hervoraerusen hat. Die es nicht anders fein konnte, so brachte bann auch das über 220 Parbs führenbe Rennen um ben amerikanischen Meistertitel einen erbitterten Kampf, den Rademacher erft im Endspurt knapp für sich entscheiden konnte. Mit der Zeit von 2 Min. 46 Sek. ist Rademacher amerikanischer Meister. Dollen Be­weis für seine Ueberlegenheit erbrachte er bann noch einmal in einem am 14. April kurz vor Antritt der Rückreise in Brookline auf Spences heimischer Bahn stattgefundene Revanchekampf, in dem sich der Amerikaner, diesmal mit einem Unterschied von 5 Metern, geschlagen bekennen mußte.

Zwischen all diesen sportlichen Ereignissen war die Reise der Deutschen naturgemäß reich an sonsti­gen Eindrücken, unter denen die überall ftattgefun» bene begeisterte Aufnahme durch beutfrhe Landsleute heroorzuheben ist. Dor allem zu erwähnen ist aber der Empfang der deutschen Schwimmer imWeißeti Haufe" beim Präsidenten der amerikanischen Re­publik, der den deutschen Sportsleuten großes Inter­esse entgegenbrachte.

Mit diesen kurzen Worten und Zahlen sind die Ereignisse roiebergegeben, die in der Geschichte des brutschen Schwimmsports ein dauerndes Ruhmes­blatt bedeuten werden, und die nur zu knapp bartun können, in welch vorbildlicher Weise Rademacher »uch seiner sportlichen Gesinnung nach die deutschen Farben von Sieg zu Sieg geführt hat. Immerhin

T. D. 1846 (Bieter.

Kommenden Sonntag weilt die 1. Mannschaft des To. 1846 Gießen in Schlitz, um das fällige Rückspiel auszutragen. Obwohl die 46er Elf mit Ersatz antritt, dürste es dem To. Schlitz schwer fallen, seine Niederlage von 5:1 beim Vorspiel wett­zumachen.

Ferner ist es dem Spielausschuß gelungen, seine 2. Handballelf auf den Rasen zu dringen. Er ver- pflichtete den To. Heuchelheim zu einem Freund- Ichaftsspiel. Beide Mannschaften absolvieren an die­sem Tage aus dem Trieb ihr erstes Spiel. Der Bessere soll Sieger bleiben.

5. Bezirk im Turngau Hessen

bzw. der Dezi rksturn wart hat für kommenden Sonntag die Turnwarte und Dorturner zu einer DezirkSvorturnerstunde nach Bad- Rauheim eingeladen. Die Pflichtübungen für das Gauturnfest ür Nidda werden Gegenstand der Durchübung sein, ferner die allgemeinen Freiübungen und die Stabübungen, die die Dezirksmusterriege beim Gauturnfest ausführen wird. Die anschließende Besprechung wird u. a. beraten, wie die Goetz-Wanderung uad die damit zw verbindende Goetz-Feier auSzuaestalten sind.

Dem Dezirisspielwart werden sich am Sonn­tag die Spielmannschaften des Bezirks in Friedberg stellen. Die Meisterschaften in den Sommerspielen kommen zum Austrag.

B. s. D.

(-) Olächsten Sonntag finden auf dem Wald- fPortplatz zwei Spiele statt, die besondere Be­achtung verdienen. ES dürfte das erstemal in Dießen fein, daß eine Schülersuhball- Mannschaft mit dem Durchschnittsalter von 12 Jahren auf den Plan tritt. Sie werden sich im Wettspiel mit der Schülermannschaft des S p o r t- Vereins Heuche lheim messen. Das an den bisherigen UebungStagen gezeigte Können läßt für die D. f. D.-Schüler einen knappen Sieg er­warten.

Sieben den Jüngsten des Vereins sind es auch die Aeltesten, die am kommenden Sonntag seit langer Zeit wieder auf eigenem Platz an- treten. Don den beiden letzten Spielen der Alt- Herrenmannschaft wurde das erste, gegen Fried­berg D. f. D., 5:4 gewonnen, das letzte, gegen Bereinigte Marburg, 2:3 verloren. Die Alte- Herrenmannschaft der Bereinigten Marburg will am Sonntag beweisen, daß ihr Sieg am 9. April verdient war.

Die Dritte hat sich die Zweite Mannschaft des FußballsPortvereins Dad-Rauheim zum Gesell­schaftsspiel hierher verpflichtet.

Spielvereinigung 1900 (Sieben.

ö. Am kommenden Sonntag konunt in Gießen als einziges Tressen von Bedeutung das Liga- Gesellschaftsspiel Sp. - D g g. 1 900 gegen Germania Fulda zum Austrag. Die Ful­daer haben in der letzten Zeit ganz beachtens­werte Resultate erzielt. Der Ausgang des Tref­fens am Sonntag ist ungewiß. Die 2. Jugend hat sich Leuns erste, die 3. und 4. Jugend Daubringens 1. und 2. als Gegner erkoren. Die 3a-Mannschaft empfängt vormittags Leuns erste Mannschaft zu einem Gesellschaftsspiel. 19008 Liga tritt in veränderter Aufstellung an, wovon man sich ein vorteilhaftes Spiel verspricht.

Die Derbandsspiele im Arbeiter- Turn- und Sportbund.

£ Das Hauptinteresse dürste sich am Sonntag auf die Sportplätze in Gießen und Heuchelheim konzentrieren. Auf beiden Plätzen finden Spiele von besonderer Wichtigkeit statt, deren Ausgang von entscheidender Bedeutung ist. Gelingt es den seit­herigen beiden Spitzeninhabern, Gießen und Heuchel­heim, ihre Gegner abzufertigen, so ist nach dem Stand der Dorrundc die Entscheidung zwischen die­sen beiden Mannschaften um den Bezirksmeister­schaftstitel zu suchen. Unterliegt am Sonntag einer von ben beiben, so erleibet er einen sehr schwer ein- zuholenben Verlust. Da bie Rachrunbe erst im Herbst stattfindet, ist noch damit zu rechnen, daß eine ober die andere der unmittelbar folgenden Mann­schaften bis dahin derart an Spielstarke gewinnt, daß sie ebenfalls als ernsthafter Konkurrent in Rech­nung gestellt werden muß.

Auf dem Gießener Sportplatz Trieb treffen am Sonntag Gießen I. und Marburg I. aufein­ander. Bei ernsthaftem Wollen ist Gießen der Sieg nicht zu nehmen, fraglich dürfte nur fein, ob er so hoch wird, wie am Sonntag gegen Wieseck. Im Spiel der zweiten Mannschaften der glei­chen Vereine dürfte es ebenfalls ein hartes Ringen geben. Die Jugend Gießens wirb aller Vor­aussicht nach bie Jugenb Lollars mit einer hohen Niederlage heimschicken. Die Ila-M annschaft Gießens hat gegen Robheim I. bortselbst

aber ist zu betonen, wie aroße bas Derbienst bes Deutschen Schwimmverbandes ist, ber durch tätige Unterstützung dem Ganzen in erster Linie ge­bient hat.

Die auf bie Fahrt unb auf Rademachers Können gesetzten Hoffnungen sind in Erfüllung gegangen. Die Abschiedswün^che Dr. Geisows, des 1. Vor­sitzenden des Deutschen Schwimmverbanbes: ,Zhr siegt nicht für Euch, Ihr siegt für uns alle unb un­seren beutschen Namen'" haben jetzt Geltung, unb wenn Hunberttausenbe von Deutschen in biefen Tagen dem Meister begeistert zujubeln, bann ge­schieht da» in ber Erkenntnis, daß nicht auf ben Sportsmann Rabemacher, fonbem auf den Deut­schen die ganze Welt blickt. K. Kr.

mzutreten, auch für diese Mannschaft besteht die Aussicht, daß sie bei einiger Aufmerksamkeit die Punkte mit heimbringt.

In Heuchelheim treten Wetzlar I. unb Heu­chelheim I. zum Kampf um bie Punkte an. Auch hier besteht für Heuchelheim bie größere Aussicht, daß es als Sieger den Platz verlassen kann. Nicht ganz so sicher ist ber Sieg Heuchelheims tm Spiel der zweiten Mannschaften, denn hier stellt Wetzlar einen sehr beachtlichen Gegner. Das I u - genbtreffen ber gleichen Vereine wirb aller Voraussicht nach Wetzlar ben Sieg bringen.

In Alsfeld spielen Alsfeld I. unb Naun­heim I. Wenn Alsfeld nicht abermals von feinem sprichwörtlich werdenden Pech verfolgt wird, dürste es gewinnen.

Die W i e s e ck e r Erste ist spielfrei. Dafür treffen in Wieseck die Zweite unb Alsfelbs Zweite aufeinanber. Die I. Jugenb Wiesecks trägt ihr Verbandsspiel gegen bie I. Jugenb Naunheims aus, wöhrenb die neugegrünbeten II. Jugendmann- schäften ber gleichen Vereine sich zu einem Gesell­schaftsspiel treffen.

Außer biefen Spielen treffen sich noch Blas- b a ch Jugenb unb Marburg Jugend in Blas- bach und Fronhaufen I. und 8 e u n I. in Fron- Haufen.

3m Reiche.

Rasensport.

vo. Die Fußball-Meisterschaftsspiele bringen in Süddeutschland noch zwei Treffen, in Westdeutschland die Entscheidung um die dritte Vertretung cn den Deutschen Meisterschaftsspielen Duisburger S. 03. gegen Schwarz-Weiß Essen, in Brandenburg das Okrllner MeisterschaftS- (Vor)spiel Hertha B. S. C. gegen Rorden AW., in Mitteldeutschland das Leivziger Entscheidungs­spiel um den zweiten mitteldeutschen Teilnehmer an den Deutschen Meisterschaftsspielen Fortuna Leipzig gegen Preußen Chemnitz und in Süd­ostdeutschland das entscheidende Meisterschafts­spiel Breslauer S. C. 03 gegen Viktoria-Forst in Breslau.

3m Handball werden in Berlin und Dresden die Zwischenrundenspiele der Sportler und Sportlerinnen um die D. D. D -Meisterschaft ausgetragen.

3m Hockey- Sport ist das Länderspiel Oesterreich gegen Deutschland in Berlin das hervorragendste Ereignis.

Die Deutsche A u g b y - Meisterschaft wird zwi­schen Frankfurt 1880 um Schwalbe-Hannover in Hannover entschieden.

Turnen und Leichtathletik

bringen ein geringeres Programm. Der Turner- Städtekampf im Kunstturnen Derlin-Eßlingen- Deltheim (Schweiz) ist allerdings vielleicht das hervorragendste kunstturnerische Ereignis deS 3ahres, er findet in Berlin statt.

Bon leichtathlettschen Veranstaltungen ist der Dreistädtekampf Essen-Dortmund-Bochum in Bo­chum zu erwähnen

Schwimmen.

Ein verbandsoffenes Wettschwimmen bringt der Köln-Ghrenfelder S. V. anläßlich seines 3u- biläums in Köln zum Olustrag. Gin KreisofseneS veranstaltet der 6.03. Mülhausen.

Boxen.

3m Rahmen des schlesischen Sportfestes in Glogau finden DerusSboxkämpse statt, bei denen Franz Diener einen Trainingskampf vorführt. Der deutsche Mittelgewichtsmeister D o m g o r - gen kämpft in Marseille gegen den Franzosen Bouquet. Amateurboxländerkampf Oesterreich gegen Ungarn (am Samstag) in Budapest.

Motorsport.

Das größte 3nleresse im Motorsport bean­sprucht als zweiter Laus um die Deutsche Motor­rad-Meisterschaft das Wildparkrennen in Karls­ruhe. Der Mittelrheinische AC. veranstaltet die Bergmeisterschasl des Siebengebirges. Der Göt­tinger AC. bringt das Hainbergrennen zum Aus­trag. Als Veranstalter der 6. Aordbayerischen iiuverlässigkeitsfahrt zeichnet die Ortsgruppe Schweinfurt des ADAC. Motorradbahnrennen finden in Plauen und in Straubing statt. Lübecks Motorsport bringt eine Prüfungsfahrt für Mdtor­räderRund um Äbecks Türme".Durch Bayerns Berge", eine Ohne-Halt-Fahrt, wird durch den AC. München in Szene gesetzt.

Radsport.

Der Sportplatz Leipzig bringt Dauerrennen. Weiter finden noch Bahnrennen in Köln, Chem­nitz, Aordhausen, Leipzig, Stettin und Frankfurt statt. Radfernfahrten sind:Rund um München- Gladbach", HannoverBielefeldHannover, der Straßenpreis von Sachsen-Anhalt, der Straßen­preis vom Schloß Haag, der Große Straßen­preis von Plauen, KönigsbergKranzKönigs­berg. ParisTours.

Der Gießener Schwimmverein hat dem Meister Rademacher in einem Telegramm feine herzlichsten Glückwünsche unb ben Dank ber Gie­ßener Schwimmer für bie hervorragenden schwimm- ivortlichen Leistungen ausgesprochen.

Turngau Hessen (D. T.)

gpw. Das Gauwettschwimmen bes Turngaues Hessen, bas im vergangenen Jahre mit bem Gauturnfest in Friebberg oerbunben mar, muß in biefem Jahre als gesonderte Veran­staltung burchgeführt werben. Denn Nidba, ber Festort des biesjährigen Gauturnfestes, bietet keine passenden Einrichtungen für bie Schwimmwett­kämpfe. Es wurde deshalb vor längerer Zeit bereits

'Dl a r b u r g für das Gauschwimmen bestimmt, wo­selbst die Kampfe am 27. Juni 1926 zum Austrag kommen

Fußball.

Um die deutsche Meisterschaft.

tz. Auf dem OBcge zu des Bundes höchsten Ehrmr sind bis auf Berlin nun die letzten Landes­meister ermittelt worden. Das Interessante an der Feststellung der LandeSverbandSmcister ist, daß Vereine an der Spitze stehen, die, mit Ausnahme des norddeutschen Meisters, noch me Metsterehren innehatten Man steht also diesmal zur Ermittlung des deutschen Fußballmeisters einer ganz neuen Situation gegenüber.

Während

im Süden

die Meisterschaftsfrage entschieden ist. spielen flch dort noch erbitterte .Kämpfe um den dritten Platz ab. Durch die Ergebnisse vom vorigen Sonntag ist der Inhaber des dritten Tabellenplatzes immer noch nicht festgestellt. Mannheim und Frankfurt trcRen am kommenden Sonntag aufeinander. Erst bann läßt sich Räheres über die endgültige Pla­cierung sagen.

Die Meisterschaft

des Westens .

hat enbgültiq am Sonntag der D. f. R. Köln erst­malig seit seinem Bestehen vor B. V. Oft len- essen gewonnen. Mit der OJertrctung de- Westens durch den V. f. R. Köln als Meister ist man vielfach nicht recht zufrieden. Zunächst ist da der zweifelhaft errungene 2:1-Sieg der Kölner gegen Altrnessen. Mit dem von Köln errungenen zwei­ten Tor soll nicht alle- in Ordnung gewesen fein. Daher auch der Protest der Ollteneflener, dem durch die Tatsachenentscheldung des Schiedsrichters OILa n g er-Düsseldorf wenig Erfolg beschieden feie wird. 3m allgemeinen herrscht aber auch die Ansicht vor, daß Köln bei weitem nicht bie beste westbeutsche Mannschaft ist. daß die Spitzen­gruppe ber Westdeutschen Endspiele bessere Lei­stungen zeigte, die aber leider nicht im Torver- HÄtnis zum Ausdruck kamen.

Rorddeutschland

hat seinen Meister nach langen 3ahren wieder in »Holstein" Kiel ermittelt. Die beiden Vertreter beg RordenS heißen alsoHolstein" und H. S. V. Tabellenletzter ist bieSmal Altona.

Wie zu erwarten, errang

In Mitteldeutschland

bar Dresdener S. C. sicher mit 3:0 die Meister­schaft gegen Fortuna Leipzig. Dresden ist in letzter Zeit durch seine 3ntemationalen besonders an die Oeftentlichkeit getreten. Mit Köhler und Gedlich hat die Gif zwei ausgezeichnete Spieler in seinen Reihen, aber auch die anderen Mann- schastSteile sind sehr spielstark, so daß man dieser Gis in den D. F. D.-Endspielen schon etwas zu- trauen kann. Der zweite Platz liegt zwischen dem Verlierer ber Meisterrunde Fortuna Leipzig und dem Sieger ber Zweiten Runde Preußen Chemnitz.

Die übrigen Landesverbände

haben ihre Vertreter bereits festgestellt: 3m Daltenverband stehen al« Meister D. f. B. Königsberg unb als zweiter Titania Stettin fest, im Südosten Breslau 08 unb Viktoria Forst.

Leichtathletik.

Turngau Hessen (D. T.)

Waldlauf Im L Bezirk.

= Marburg. 29. April. Der von ber Dr- ganifation oorgeschriebene Frühjahrswalb­la u f des 1. Bezirks im Turngau Hessen, der hier ftattfanb, sah 7 2 Läufer am Start. Start und Ziel war bas Stabion auf bem Hirsenfelb. Der Lauf führte durch stark hügeliges Gelände. Die aktiven Turner hatten nahezu 7 Kilometer, bie Ju- gunbturner in ber Oberstufe 3, in ber Unterstufe 2 Kilometer zurückzulegen. Der Lauf ber Turner, unter denen ber bekannte Langstreckenläufer bes Gaues Hessen, R. vom Schloß (Turnklub Neu- ftabt), führend war, mußte als ungültig erklärt wer­den, da infolge eines Mißverständnisses ein großer Teil Läufer von ber Laufstrecke abgekommen war. Voraussichtlich wird ber Lauf in ber Turnerftufe wieberholt werben. Wir können baher nur über bas Ergebnis in ben beiden unteren Klassen be- richten:

Jugendober st ufe (21 Sem., 8 Sieg.): 1. A. Dersch, Tv. Michelbach: 2. W. Weimar, Tkl. Neu- stadt: 3. A. Wagner, To. Wetter.

Jugend-Unterstufe (23 Bewerber, 7 Sie­ger): 1. Ehr. Eidam, T. u. Spo. Nieber-Walluf: 2. A. Wellner, Tv. Michelbach: 3. K. Horn, T. u. Spo. Marburg.

Rundfunk-Programm

des frankfurter Senders.

(Aus der .Radio-Umschau".!

Samstag, 1. Mai:

3.304 Uhr: Die Stunde ber Jugend: Aus bem deutschen Lieberkranze, Lieberoorträge Frankfurter Schulen. 44.30 Uhr: Mobeplauderei:Serbe unb ihre Verwenbung", Vortrag von Frau Dr. Keil. 4.305.40 Uhr: Konzert bes Hausorchesters: C M. Ziehrer. 5.406 Uhr: Die ßefeftunbe (für die reifere Jugend): Aus dem Roman:Die Regulatoren in Arkansas" von Friedrich Gerstäcker. 66.10 Uhr: Liebertragung von Kastel: Vortragszyklus bes Kasse­ler Stadtgesundheitsamtes anläßlich der Reichsge- sundheitswoche. Dr. Mähring I. spricht über:Der Lebenstag eines Kulturmenschen". 6.156.45 Uhr: Der Briefkasten. 7 Uhr: Übertragung aus dem Frankfurter Opernhaus:Die Fledermaus", Operette in drei Akten von Johann Strauh. Anschließend bis 12 Uhr: llebertragung von Berlin. Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.