llr. 25 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 3;. Januar (926
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Wirtschaft.
Börse und Geldmarkt.
In der vergangenen Woche blieb d'.e Grund- stimmung der Börse durchaus fest, wenn auch, veranlaßt in erster Linie durch die Furcht vor innervolitischen Entwicklungen, das Realifattons- bedürfnis vielfach noch stärker hervortrat als in der Dorwoche. Vielleicht mag auch bi8 zu einem gewissen Grade der bevorstehende Ultimo hierbei mitaewirkt haben. 3m übrigen kann man die vergangene Woche als die Woche der Kombinationen und Gerüchte bezeichnen, tn deren Folge einzelne Spezialmärkte und Papiere außerordentliche Steigerungen zu verzeichnen hatten Dies gilt in erster Linie für den Schiffahrtsmarkt, wo dauernde Käufe für hanseatische Rechnung sowohl wie für amerikanische gewaltige Kurssteigerungen hervorriefen, insbesondere in den Aktien des Rorddeutschen Lloyd und von Hansa. Ein weiterer Spezialmarkt waren Glektrizitätswerte. Mag hier auch das Gefühl, daß dieser Markt gegenüber den anderen zurückgeblieben war. teilweise maßgebend gewesen sein, so wurde die Phantasie doch auch hier durch die verschiedensten Gerüchte angeregt. So sprach man von Derschmelzungsabsichten in der Linie des Montantrustes, ohne daß irgendwelche positive Grundlage hierfür bisher in die Erscheinung getreten ist. Anregend wirkte frier auch der Abschluß der A. E.G.. der. wenn auch in bezug auf die Dividendenerklärung manche Kreise enttäuscht worden sind, doch den Beweis dafür liefert, daß das 3ahr 1925 gegenüber dem Jahre 1924 wenigstens in der Elektrobranche eine nicht unbeträchtliche Besserung des Geschäfts gebracht hat. Schließlich spielen bereits letzt Dividendengerüchte für die Gesellschaften, die mit dem Kalenderjahr abschließen eine große Rolle, und man ist in dieser Beziehung wenigstens optimistischer geworden und rechnet bei einer ganzen Reihe von Gesellschaften mit einer Erhöhung der Dividende gegenüber dem Jahre 1924. Diese Gerüchte scheinen aber vielfach den Tatsachen vorauszueilen, jedenfalls rücken die Derwaltungen größtenteils ganz entschieden von den Schätzungen ab. und es scheint ja allerdings auch jetzt mxfr reichlich früh zu sein, denn fast alle Gesellschaften stecken noch mitten in den Abschlußarbeiten und sind selbst noch nicht in der Lage, auch nur schätzungsweise Angaben über ihr Geschäftsergebnis zu machen.
Das Börsenergebnis des ersten Monats des Jahres 1926 ist ein weit über Erwarten freundliches. Der Januar hat auf der ganzen Linie außerordentliche Steigerungen der Aktienkurse gebracht. die teilweise sogar über 50 Prozent des ausmachenden Betrages hinausgingen. Wenn wir lediglich den Terminmarkt zum Objekt unserer Betrachtungen machen, so finden wir die größten Steigerungen am Schiffahrtsmarkt. Bei Gegenüberstellung der Kurse vom 2.3anuar. die bekanntlich einen Tiefpunkt darstellen, mit denjenigen des 28. Januar, ergibt sich für Hansa eine Steigerung von 52 Proz., für Äordd. Lloyd eine solche von 42 Proz. Hamburg-Süd gewannen 31 Proz. und Hapag 22 Proz. 3n zweiter Linie sind Montanwerte zu nennen, wo Deutsch-Lux. 36 Proz., Gelsenkirchner 33 Proz.. Bochumer 32 Proz., Köln-Reuessen 30 Proz., Mannesmann 29 Prozent, Harpener 26 Prozent, Rheinstahl 25 Prozent und Rheinische Braunkohlen 23 Prozent gewannen. Am E l e k t r i -- zitätsmarkt stehen an der Spitze Gesfürel mit einem Gewinn von 36 Prozent. Ihnen folgen Siemens & Halske mit 32 Prozent, Schlickert mit 277» Prozent, A. E. G. mit 137» Prozent. Die Aktien der I. G. F a r b e n i n d u st r i e gewannen 21 Prozent. Don oberschlesischen Werten waren Oberkoks mit 19 Prozent an der Spitze, Oberbedarf gewannen 12 Prozent und Oberschlesische Eisen 5 Prozent. Don den übrigen Werten sind zu nennen: Köln Rott» well mit 15 Prozent Steigerung, Deutsche Erdöl mit 27 Prozent, Dessauer Gas und Continen- tale Kautschuk mit je 11 Prozent, Orenstein & Koppel mit 12 Prozent. Auch Bankaktien konnten sich, wenn man berücksichtigt, daß die Bewegung in diesen Parieren immer schwerfälliger fein muß, erheblich bessern. Hier waren an der Spitze Darnat und Deutsche mit je 11 Prozent, ihnen folgten Dresdner Bank mit 8 Prozent, Disconto mit 7,5 Prozent und Berliner Handelsges. mit 6 Prozent. Auch der Kassamarkt zeigt teilweise ganz erhebliche Sprünge.
Die Flüssigkeit des Geldmarktes hielt auch in der vergangenen Woche an, der Privatdiskont wurde weiter auf 6 Prozent ermäßigt, so daß wieder die Spanne zwischen dem offiziellen Banksatz und dem Privatdiskont mit 2 Prozent außerordentlich groß ist. Der neueste Ausweis der Reichsbank liefert den Beweis dafür, daß die Ermäßigung des Diskontsatzes ohne irgendwelche Folgen geblieben ist. Das Ausmaß der Anspannung seit der Jahreswende ist sogar cher größer als früher. Die nächsten Tage werden zu zeigen haben, ob die Belebung der Börse größere Ansprüche an den Geldmarkt zum Ultimo mit sich bringt. Die Ansprüche, die allerdings in der letzten Zeit beinahe auf dem Rullpunkt angekommen waren, haben sich bereits etwas vermehrt. Dies wird jedoch nur als eine äußerst willkommene Erscheinung für die Geldgeber betrachtet, und es hat daher den Anschein, als wenn der Ultimo keinerlei sichtbaren Schwierigkeiten auf dem Geldmärkte zeitigen würde.
Die Spareinlagenbewegung in Preußen.
Rachdem nunmehr auch die Zahlen der preußischen Sparkassenstatistik für Dezember vorliegen, ist es möglich, den Verlauf der Spartätigkeit in Preußen für das ganze Jahr 1925 zu überblicken. Hiernach ergibt sich für die einzelnen Monate des vergangenen Jahres folgende Bewegung der Spareinlagen.
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In Millionen Rin. stellte sich der Zuwachs: I im Januar auf 78,200 (Bestand Anfang 1925: 404.1 Mill. Rrn.), im Februar auf 71,645, im März auf 67,775, im April auf 60,577, im Mai auf 60,889, im Juni auf 54,379, im Juli auf 49,326, im August auf 52,008, im September auf 46,167, im Oktober auf 51,557, im Rovember auf 52,597, im Dezember auf 45,632 Mill. Rrn. (Bestand Ende 1925: 1096,4 Mill. Rm), Iahres- zuwachs 690,802 Mill. Rm.
Die Gefamtzunahme stellt sich also auf etwa 700 Mill. Rm., wodurch die Spareinlagen von 400 auf 1100 Mill. Rm. oder um 175 Prozent gestiegen sind, ist also sehr erheblich größer als im Vorjahre. Interessante Aufschlüsse über die Entwicklung der Spartätigkeit gibt folgende Betrachtung. Der monatliche Durchschnittszuwachs stellte sich auf 57,6 Millionen. Da man jedoch die Ziffern für den Monat Januar wegen der hierin enthaltenen Zinsgutschriften und die für Monat Dezember wegen des Weihnachtsfestes und der erfahrungsgemäß damit verbundenen geringeren Zunahme des Einlagenzuwachses für eine Durchschnittsberechnung zweckmäßig nicht mit verwendet, ergibt sich für die übrigen 10 Monate des Jahres ein Durchschnittszuwachs von 56,7 Millionen Rm.
Die Zunahme stellte sich im Durchschnitt der Monate Januar bis März auf 72,540 Mill. Rm. April bis Juni auf 53,645 Mill. Rm., Juli bis September auf 49,134 Mill. Rm., Oktober bis Dezember auf 49,945 Mill. Rm.
Diese Ziffern zeigen, daß trotz der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse im vergangenen Jahre die Zunahme der Spareinlagen verhältnismäßig stabil geblieben ist. im letzten Viertel des Jahres sogar wieder eine etwas steigende Tendenz erkennen läßt. Auf Den Kopf der preußischen Bevölkerung stellt sich die Zunahme im Jahre 1925 auf 18,3 Rm. Anfangs des Jahres entfiel auf jeden Einwohner Preußens ein Einlagensatz von 10,5 Rm. Ende 1925 ein solcher von 23,8 Rm. Das Erfreuliche dieser Statistik ist also die unverkennbare Tatsache, daß in dem entscheidenden Teil unserer Bevölkerung ungeachtet der schwierigen gegenwärtigen Wirtschaftslage ein gesunder Optimismus an die Zukunft unserer Wirtschaft und unserer Währung wohnt.
D i e Wohnungsneubautätigkeit im Jahre 192 5. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, zeigen die jetzt vor- liegendenZahlen über die Entwicklung der Wohnungsbautätigkeit in der Zeit vom 1. Oktober 1924 bis zum 1. Oktober 1925 eine erfreuliche Steigerung gegenüber den Vorjahren, insbesondere dem Jahre 1924. Während die entsprechenden Zahlen für das Jahr 1921 59 800, für das Jahr 1922 74 200, für das Jahr 1923 77 900, für das Jahr 1924 55 200 betrugen, sind in dem Zeitraum vom 1. Oktober 1924 dis dahin 1925 rund 93 000 neue Wohnungen bezugsfertig hergestellt worden. Außerdem waren am 1. Oktober v. Is. noch etwa 81 000 Wohnungen im Bau begriffen, von denen im Vierteljahr Oktober-Dezember 1925 noch etwa 22 000 Wohnungen fertiggestellt worden sind.
* 3. G. Farbenindustrie A. -G.»Ludwig s h a f e n. Die aus Reuhork kommenden Angaben, daß der Anilintrust dort wegen einer Anleihe verhandelt, werden, wie die „F. Z." von zuständiger Seite erfährt, als unzutreffend bezeichnet. Geheimrat Dulsberg, dessen Anwesenheit in Reuyork damit in Verbindung gebracht wurde, sott sich ausschließlich auf einer Erholungsreise befinden.
* Braunkohlenindustrie A. G. Zukunft als Erwerberin der Düren- Kuxe. Die Braunkohlenindustrie AG. Zukunft in Weisweiler, deren Gewerkschaft Lucherberg eine Drikettfabrik besitzt, erwarb 880 Kuxe der Gewerkschaft Düren aus dem Besitz der Sichel- Gruppe, um ihre Kohlenbasis zu verbreitern.
* Barmer Bankverein A. - G., Düsseldorf. Wie der DHD. zu der beabsichtigten Transaktion des Verkaufes von Barmer Dankvereinsaktien nach Amerika erfährt, ist die Transaktion als solche abgeschlossen. Da mit dieser Transaktion jedoch offensichtlich n?ch andere Vorteile für den Barmer Bankverein verbunden sind, die in ihrer Gesamtheit bisher noch nicht festgelegt zu sein scheinen, dauern die Verhandlungen noch an. Die Verwaltung des Barmer Bankvereins erklärt nach wie vor, über die abgeschlossene Transaktion noch keine Angaben machen zu können.
Berliner Börse.
lEigener Drahtberichi des ..Gießener Anzeigers".)
Berlin. 30. Jan. Der heutige Wochen- schluh fiel mit dem Monatsende und der Prä- mienerllärung zusammen, wodurch während der ersten Hälfte der Börse eine ruhige Rote in das Geschäft getragen wurde. Das Geschäft in Schiffahrtswerten, das in den letzten Tagen teilweise stürmisch forciert war, hat nach dem Detanntwerden des Verkaufes der Stinnes- ftotte etwas nachgelassen und sich dafür verstärkt dem Montanmarkte zugewandt. Die ersten Kurse hielten sich etwa 1 Proz. über den gestrigen Rachbörsekursen. Auch Elektrowerte traten mehr in den Vordergrund. Eine Spez'alhausse hatten ferner Schutzgebiet anleihen zu verzeichnen, die bis zu 6,97’/» anzogen. Im Zusammenhänge hiermit lagen auch anfangs Kolonialwerte sehr fest, vermutlich auf vorläufig unbegründete Hoffnungen auf Rückgabe einiger Kolonien hin. Kriegsanleihen fanden ebenfalls starke Beachtung bei erhöhten Kursen. 3m übrigen war die Tendenz uneinheitlich mit einem festen Grund ton unter Bevorzugung besonderer Spezial- werte. An den Terminmärkten sanden bereits Umsätze der Kulisse per Medio Februar statt. Die Rachfrage nach Tagesgeld, das jetzt über den Ultimo läuft, war verhältnismäßig rege. Der Sah stellte sich auf 77z bis 9 Proz. Monatsgeld war zu den gleichen Bedingungen erhältlich. Im Devisenverkehr konnte sich Paris gegen London
etwas befestigen auf 128,40. Sonst lagen keine Veränderungen vor.
Dörsenkucle.
Frankfurt a.M.
Berlin
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Deutsche Scrtd. Dollar-Anl. dto- Doll -Schov-Ankreisng.' 4% Bolltürkcn......
5e/e Goldmerikaner . . .
Berliner Handelsgesellschaft Commerz und Pllvat-Bonk Darmst. und Naiionalbank Deutsche Bank. . .....
Deutsche Bereinsbank .... DiSconlo Commandit . .
Metalldank.........
Mitteldeutsche Credttbank . Oestcrreichiiche Kreditanstalt Weltbank .......
BuderuS...........
Taro ...........
Deutsch-Luxemburg......
Gelsenkirchener Bergwerke. .
Harvener Bergbau . . . ,
Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln.....
Laurahütte . ....... Oberbedarf...... . . . .
Pbonir Bergbau ...... Rlseinstadl ,
Niebeck Montan........ Tcllus Bergbau......
Hamburg 'Ninerika Paket. . . Norddeutscher tzlovd . . .
Theramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Philipp Holzmann ....
Änglo-Cont-Guano.....
Chemische Mayer Alapin . .
I. (3 Farbenindustnc, Sl.-G. Goldschmidt.........
Holzverkohlung........
Nülgcrswcrke.........
Scheideanstalt.........
Mg. E'ektrtzitätS-Gesellschafl
Bergmann . ......
Malnkrastwerke . .......
Schultert .........
Siemens 4 Halske ......
Ädlerwerke -Nleyer ....
Daimler Motoren. .... Heyltgenstaedl....... Meguin......... .
Motorenwerke Mannheim
Frankfurter Armaturen
Konservenfabrik Braun . . .
Met.allgcsell'chosk Frankfurt.
Pci. Union ?l. ......
Schuhfabrik Her;.......
Sichel..... . ......
Zellstoss Woldhos......
Surferf..brif Frankenthal . . .'{urferfabrit Waghäusel . . .
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M,
Telegraphische Auszahlung
Banknoten.
29 Ian.
30. Jan.
Amtliche Noti rung
Amtliche Notierung
Geld
Bries
Geld
Brief
Ämft.-Ron.
168,21
169,63
168.23
168,75 1,738
Buen.-AireS
1.733
1,737
1.734
Brss.'Antw
19 07
19,11
19.O65
19,105
Christianta.
85,24
85,40
85,31
85.53
Kopenhagen
103,69
103,96
103,74
104,00
Stockholm •
112,26
112,54
112.28
112,56
10,587
16,935
20,451
Helsingsors atalien . .
10.547
16,90.3
10,58-
16,945
10,547
IG 895
Loudon. •
20,396
<0,448
20,399
Neuyork . .
4,195
1.205
4,195
4,205
Paris. . .
15,80
5,'4
15.83
15,87
Schweiz . .
80 59
31.09
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81.68
Spanten •
59.23
59,37
50,23
59.37
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1,89!
1.897
1.889
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Nio de Ian
1 bl 1
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0.622
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Wien in D-- Ctfi- abgest
59.07
59,41
59,06
59,20
Prag ....
Belgrad . .
12,41i
12,455
12.415
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7.4?
Budapest.
5,874
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5,893
Bulgarien
2.885
2,8.15
2.885
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Lissabon
21 179
41,225
21,225
21.275
Danzig. .
80 90
81.10
60.90
81.10
Konft-.nttll.
2.202
2,212
2,202
2,212
Alben
5 84
5-86
5 84
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Canada. .
4 188
4,198
4.188
1.198
Uruguav -
4.305
4.315
4.30;
4,315
Berlin, 29 Ian
Geld
Briet
Amerikanische VZoiee • . » • ,
i.H6
4.216
Belgische Noten ..... .
19 oi
19 Jl
Dänische Noten .......
103.65
lüi.ll
Englische Noten........
20.962
20,462
ffran;osjsche Noten ......
15,77
1> 8>
Holländische Noten .....
I68.li
169.03
(italienische Noten ....*,
16 92
17.00
Norwegische Noten.....
85.14
85 5i
Deutsch-Ocsterr, ä 100 Kronen
18.93
59,23
Rumänische Noten......
—
—
Schwedische Noten.....
111.97
112.53
Schweizer Noten......
80.975
81.375
Evanische Noten ......
51.15
59 45
Tschechoslowakische Noten ..
12.398
12.458
Ungarische Noren . ...
5.8»
5.87
Frankfurter Dorfe.
Frankfurt, 30. Jan. Tendenz sehr fest und lebhaft. Die letzte Börse im Januar zeigte wieder auf nahezu allen Märkten eine f e ft e Haltung. Die Kurssteigerungen werden zunächst nicht sehr erheblich, doch nahm das Geschäft wieder einen größeren Umfang an und hatte teilweise, namentlich für Montan- und E l e k t r o w e r t e, ein stürmisches Aussehen. Im Verlaufe kam es infolge des leichten Geldstandes und des glatten Verlaufes der Ultimo-Liquidationen zu neuen Käufen für Anlagezwecke. Die neueinfetzende Haussewelle übertrug sich auf fast alle Märkte und hatte Kurssteigerungen bis zu 6 Proz. im Gefolge. Am Montanmarkt betrugen die Gewinne gegenüber den gestrigen Mittagskurfen 3—4 Proz. Chemiewerke lagen etwas vernachlässigt und konnten nur eine Steigerung bis zu 1 Proz. erzielen. Lebhaftes Geschäft entwickelte sich wieder in Elektro-Aktien, die Befestigungen von 3—4 Proz. aufzuweisen hatten. Schiffahrtsaktien eröffneten nahezu unverändert und folgten der Aufwärtsbewegung nur zögernd, doch konnten schließlich auch hier Kurs- oe"erungen bis 2 Prozent erreicht werden. Der B a n k e n m a r k t war ebenfalls günstig veranlagt, die führenden Werte lagen 1 bis 2 Prozent
fester. Motorenaktien schlossen sich bei Kurs- befferungen bis zu 2,5 Prozent der Aufwärtsbewe- gung an. Auch B a u st offaktien lagen sehr fest. Zement Heidelberg plus 2,8, Weiß & Frcytag plus 3 Prozent. Unberührt von der günstigen Strömung blieben Zuckeraktien, für die *fid) Rückschläge einstelltcn. Der Kassamarkt der Indusiriepapiere lag überwiegend fest. Von Braue» reiattien waren die Aktien der Brauerei Sonne, Speyer, scharf. angeboten. Der deutsche Anleihemarkt verkehrte ruhig und ohne nennenswerte Veränderungen. Von ausländischen Renten blieben Türkenwerte bevorzugt, auch Mexikaner waren etwas höher. Der F r e l n c r - kehr hatte etwas festere Tendenz. Api Opi, Becker Stahl 47, Becker Kohle 52, Benz 31, Brown Bo- veri 60, Entreprise 9, Gromag 50, Ufa 58, Ufra 57,5 Prozent. Auch der weitere Berlaus stand im Zeichen eines haufseartigen Geschäftes. Der Geldmarkt war etwas angespannt. Tagesgeld 7—9 Prozent, Monatsgeld für erste Adressen 7,5—9 Prozent, für zweite Adressen 9—10,5 Prozent. Im D e v i s e n v e r k e h r lag Paris gegen London etwas befestigt auf 128,15. London war gegen Kabel etwas fester mit 4,86g. Die übrigen Valuten sind unverändert.
berliner Produktenbörse.
Berlin, 29. Jan. Den festeren Auslandmeldungen unb erhöhten Forderungen konnte sich der Weizen nicht ganz entziehen, zumal Inland- angebot nicht sehr groß ist, da andererseits Ex« Portfrage bestehen bleibt, konnte sich am Lokomarkt etwas Geschäft durchsetzen. Der Bedarf der Mühlen ist weniger dringlich geworden. 3m Terminhandel eröffnete Weizen Per März IV-M. Per Mai 7s M., Roggen mit je 1 M. unter Vortagsschluß. Hafer und Gerste sehr ruhig. Mehl und Futterartikel weiter still. Es notierten für 1000 Kilo. Weizen, märkischer 240 bis 246, Pommern 240 bis 246, März 264 bis 270, Mai 26? bis 271, Roggen, märkischer 149 bis 156, Pommern 146 bis 153, März 175,5 bis 176, Mai 186,5, Gerste, märkisch 170 bis 198, Futtergerste 142 bis 160, Hafer, märkischer 155 bis 166, Mais loko Berlin 189; es notierten für 100 Kilo: Weizenmehl 321/i bis 357«, Roggenmehl 227» bis 247«, Weizenllrie 11'/, bis 11,5, Roggenklete 9,6 bis 10, Viktoriaerbsen 26 bis 35, kleine Speiseerbsen 22 bis 25, Futtererbsen 20 bis 22, Peluschken 20 bis 21, Ackerbohnen 19 bis 21, Wicken 20 bis 24, Lupinen (blau) 12 bis 13, dto. gelb 14 bis 15, Seradella 19 bis 20, Rapskuchen 15,1 bis 15,25, Leinkuchen 21,8 bis 22, Trockenschnihel 8 bis 8,1, Kartoffelflocken 14,4 bis 15, Soyaschrot 19,2 bis 19,4.
Bücherttsch.
— Dr. Karl Blvdig. der kühne und bekannte Bergsteiger, der Bezwinger der 4000er Alpen, hat einen neuen Alpenkalender unter dein Titel Blodig's Alpenkalender im Verlage von Richard Walther, Konstanz (Bodensee) zum Preise von 4 Rm. herausgegebem Die Bilder, die von ersten Alpenphvto-
graphen und zum Teil aus dem reichen Schatz der Dlodig'schen Bildersammlung stammen, sind mit besonderer Sorgfalt ausgewählt. Das Besondere an diesem neuen Alpenkalender ist, daß Blodig es versteht, zu jedem Bllde reizende Skizzen, persönliche Erlebnisse, alpine Plaudereien zu geben, wodurch eine gewisse Schablone, die man sonst bei ähnlichen Kalendern beobachten farm, vermieden ist. 803
— Um die Scholle. Roman von Georg Julius Petersen (Verlag I. P. Bachem, Köln, drosch. 4,50 Mk., geb. 6 Mk.) — Ein Buch von hochstehender Qualität. Die Erzählung, die in feiner, kernechter Sprache unb flotter Schreibweise eine packende Handlung von besonderem Reiz vor den Leser bringt, läßt das Herz vom Anfang bis zum Ende warm Mitschwingen, Der Roman verdient einen Ehrenplatz im Bücherschrank der guten Unterhaltungslektüre. Ein warmes Wort der (Empfehlung möge ihm den Weg in die Häuser unserer Leser ebnen. 1521
— Die Tränenmamsell. Roman von Irmgard Spangenberg. (Verlag I. (Engelbor ns Nachf., Stuttgart.) — Mit diesem Roman führt uns die Dichtcrip tief hinein in die (Enge der trostlosen Alltäglichkeit einer Arbeiterfamilie der Kleinstadt, während sie auf der andern Seite Schlaglichter wirft auf die Kreise derer, bei denen Frau Sorge nicht ständig zu Gast ist. Die Verfasserin versteht den Knoten ihrer Erzählung interessant zu schürzen und in sehr fesselnder Weise wieder zu entwirren. Das Interesse an diesem Roman ist von Anfang bis Ende recht lebendig. Eine Empfehlung sei dem Buch mit auf den Weg gegeben.
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