Ausgabe 
30.1.1926
 
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llr. 25 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 3;. Januar (926

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Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

In der vergangenen Woche blieb d'.e Grund- stimmung der Börse durchaus fest, wenn auch, veranlaßt in erster Linie durch die Furcht vor innervolitischen Entwicklungen, das Realifattons- bedürfnis vielfach noch stärker hervortrat als in der Dorwoche. Vielleicht mag auch bi8 zu einem gewissen Grade der bevorstehende Ultimo hier­bei mitaewirkt haben. 3m übrigen kann man die vergangene Woche als die Woche der Kom­binationen und Gerüchte bezeichnen, tn deren Folge einzelne Spezialmärkte und Papiere außerordentliche Steigerungen zu verzeichnen hatten Dies gilt in erster Linie für den Schiffahrtsmarkt, wo dauernde Käufe für hanseatische Rechnung sowohl wie für amerika­nische gewaltige Kurssteigerungen hervorriefen, insbesondere in den Aktien des Rorddeutschen Lloyd und von Hansa. Ein weiterer Spezialmarkt waren Glektrizitätswerte. Mag hier auch das Gefühl, daß dieser Markt gegenüber den anderen zurückgeblieben war. teilweise maßgebend gewesen sein, so wurde die Phantasie doch auch hier durch die verschiedensten Gerüchte angeregt. So sprach man von Derschmelzungsabsichten in der Linie des Montantrustes, ohne daß irgend­welche positive Grundlage hierfür bisher in die Erscheinung getreten ist. Anregend wirkte frier auch der Abschluß der A. E.G.. der. wenn auch in bezug auf die Dividendenerklärung manche Kreise enttäuscht worden sind, doch den Beweis dafür liefert, daß das 3ahr 1925 gegenüber dem Jahre 1924 wenigstens in der Elektrobranche eine nicht unbeträchtliche Besserung des Geschäfts ge­bracht hat. Schließlich spielen bereits letzt Divi­dendengerüchte für die Gesellschaften, die mit dem Kalenderjahr abschließen eine große Rolle, und man ist in dieser Beziehung wenig­stens optimistischer geworden und rechnet bei einer ganzen Reihe von Gesellschaften mit einer Erhöhung der Dividende gegenüber dem Jahre 1924. Diese Gerüchte scheinen aber vielfach den Tatsachen vorauszueilen, jedenfalls rücken die Derwaltungen größtenteils ganz entschieden von den Schätzungen ab. und es scheint ja allerdings auch jetzt mxfr reichlich früh zu sein, denn fast alle Gesellschaften stecken noch mitten in den Abschlußarbeiten und sind selbst noch nicht in der Lage, auch nur schätzungsweise Angaben über ihr Geschäftsergebnis zu machen.

Das Börsenergebnis des ersten Monats des Jahres 1926 ist ein weit über Erwarten freundliches. Der Januar hat auf der ganzen Linie außerordentliche Steigerungen der Aktienkurse ge­bracht. die teilweise sogar über 50 Prozent des ausmachenden Betrages hinausgingen. Wenn wir lediglich den Terminmarkt zum Objekt unserer Betrachtungen machen, so finden wir die größten Steigerungen am Schiffahrtsmarkt. Bei Gegenüberstellung der Kurse vom 2.3anuar. die bekanntlich einen Tiefpunkt darstellen, mit den­jenigen des 28. Januar, ergibt sich für Hansa eine Steigerung von 52 Proz., für Äordd. Lloyd eine solche von 42 Proz. Hamburg-Süd gewan­nen 31 Proz. und Hapag 22 Proz. 3n zweiter Linie sind Montanwerte zu nennen, wo Deutsch-Lux. 36 Proz., Gelsenkirchner 33 Proz.. Bochumer 32 Proz., Köln-Reuessen 30 Proz., Mannesmann 29 Prozent, Harpener 26 Prozent, Rheinstahl 25 Prozent und Rheinische Braun­kohlen 23 Prozent gewannen. Am E l e k t r i -- zitätsmarkt stehen an der Spitze Gesfürel mit einem Gewinn von 36 Prozent. Ihnen folgen Siemens & Halske mit 32 Prozent, Schlickert mit 277» Prozent, A. E. G. mit 137» Prozent. Die Aktien der I. G. F a r b e n i n d u st r i e gewannen 21 Prozent. Don oberschlesischen Werten waren Oberkoks mit 19 Prozent an der Spitze, Oberbedarf gewannen 12 Prozent und Oberschlesische Eisen 5 Prozent. Don den übrigen Werten sind zu nennen: Köln Rott» well mit 15 Prozent Steigerung, Deutsche Erdöl mit 27 Prozent, Dessauer Gas und Continen- tale Kautschuk mit je 11 Prozent, Orenstein & Koppel mit 12 Prozent. Auch Bankaktien konnten sich, wenn man berücksichtigt, daß die Bewegung in diesen Parieren immer schwerfäl­liger fein muß, erheblich bessern. Hier waren an der Spitze Darnat und Deutsche mit je 11 Prozent, ihnen folgten Dresdner Bank mit 8 Prozent, Disconto mit 7,5 Prozent und Ber­liner Handelsges. mit 6 Prozent. Auch der Kassamarkt zeigt teilweise ganz erhebliche Sprünge.

Die Flüssigkeit des Geldmarktes hielt auch in der vergangenen Woche an, der Privatdiskont wurde weiter auf 6 Prozent er­mäßigt, so daß wieder die Spanne zwischen dem offiziellen Banksatz und dem Privatdiskont mit 2 Prozent außerordentlich groß ist. Der neueste Ausweis der Reichsbank liefert den Beweis dafür, daß die Ermäßigung des Diskontsatzes ohne irgendwelche Folgen geblieben ist. Das Aus­maß der Anspannung seit der Jahreswende ist sogar cher größer als früher. Die nächsten Tage werden zu zeigen haben, ob die Belebung der Börse größere Ansprüche an den Geldmarkt zum Ultimo mit sich bringt. Die Ansprüche, die allerdings in der letzten Zeit beinahe auf dem Rullpunkt angekommen waren, haben sich bereits etwas vermehrt. Dies wird jedoch nur als eine äußerst willkommene Erscheinung für die Geldgeber betrachtet, und es hat daher den An­schein, als wenn der Ultimo keinerlei sichtbaren Schwierigkeiten auf dem Geldmärkte zeitigen würde.

Die Spareinlagenbewegung in Preußen.

Rachdem nunmehr auch die Zahlen der preu­ßischen Sparkassenstatistik für Dezember vorlie­gen, ist es möglich, den Verlauf der Spar­tätigkeit in Preußen für das ganze Jahr 1925 zu überblicken. Hiernach ergibt sich für die einzelnen Monate des vergangenen Jahres folgende Bewegung der Spareinlagen.

Schlafzimmer Herrenzimmer Speisezimmer

In Millionen Rin. stellte sich der Zuwachs: I im Januar auf 78,200 (Bestand Anfang 1925: 404.1 Mill. Rrn.), im Februar auf 71,645, im März auf 67,775, im April auf 60,577, im Mai auf 60,889, im Juni auf 54,379, im Juli auf 49,326, im August auf 52,008, im September auf 46,167, im Oktober auf 51,557, im Rovember auf 52,597, im Dezember auf 45,632 Mill. Rrn. (Bestand Ende 1925: 1096,4 Mill. Rm), Iahres- zuwachs 690,802 Mill. Rm.

Die Gefamtzunahme stellt sich also auf etwa 700 Mill. Rm., wodurch die Spareinlagen von 400 auf 1100 Mill. Rm. oder um 175 Prozent gestiegen sind, ist also sehr erheblich größer als im Vorjahre. Interessante Aufschlüsse über die Entwicklung der Spartätigkeit gibt folgende Be­trachtung. Der monatliche Durchschnittszuwachs stellte sich auf 57,6 Millionen. Da man jedoch die Ziffern für den Monat Januar wegen der hierin enthaltenen Zinsgutschriften und die für Monat Dezember wegen des Weihnachtsfestes und der erfahrungsgemäß damit verbundenen geringeren Zunahme des Einlagenzuwachses für eine Durchschnittsberechnung zweckmäßig nicht mit verwendet, ergibt sich für die übrigen 10 Monate des Jahres ein Durchschnittszuwachs von 56,7 Millionen Rm.

Die Zunahme stellte sich im Durchschnitt der Monate Januar bis März auf 72,540 Mill. Rm. April bis Juni auf 53,645 Mill. Rm., Juli bis September auf 49,134 Mill. Rm., Oktober bis Dezember auf 49,945 Mill. Rm.

Diese Ziffern zeigen, daß trotz der Ver­schlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse im vergangenen Jahre die Zunahme der Sparein­lagen verhältnismäßig stabil geblieben ist. im letzten Viertel des Jahres sogar wieder eine etwas steigende Tendenz erkennen läßt. Auf Den Kopf der preußischen Bevölkerung stellt sich die Zunahme im Jahre 1925 auf 18,3 Rm. Anfangs des Jahres entfiel auf jeden Einwohner Preußens ein Einlagensatz von 10,5 Rm. Ende 1925 ein solcher von 23,8 Rm. Das Erfreuliche dieser Statistik ist also die unverkennbare Tat­sache, daß in dem entscheidenden Teil unserer Bevölkerung ungeachtet der schwierigen gegen­wärtigen Wirtschaftslage ein gesunder Optimis­mus an die Zukunft unserer Wirtschaft und unserer Währung wohnt.

D i e Wohnungsneubautätigkeit im Jahre 192 5. Wie der Amtliche Preußi­sche Pressedienst mitteilt, zeigen die jetzt vor- liegendenZahlen über die Entwicklung der Woh­nungsbautätigkeit in der Zeit vom 1. Oktober 1924 bis zum 1. Oktober 1925 eine erfreuliche Steigerung gegenüber den Vorjahren, insbeson­dere dem Jahre 1924. Während die entsprechen­den Zahlen für das Jahr 1921 59 800, für das Jahr 1922 74 200, für das Jahr 1923 77 900, für das Jahr 1924 55 200 betrugen, sind in dem Zeit­raum vom 1. Oktober 1924 dis dahin 1925 rund 93 000 neue Wohnungen bezugsfertig hergestellt worden. Außerdem waren am 1. Oktober v. Is. noch etwa 81 000 Wohnungen im Bau begriffen, von denen im Vierteljahr Oktober-Dezember 1925 noch etwa 22 000 Wohnungen fertiggestellt wor­den sind.

* 3. G. Farbenindustrie A. -G.»Lud­wig s h a f e n. Die aus Reuhork kommenden Angaben, daß der Anilintrust dort wegen einer Anleihe verhandelt, werden, wie dieF. Z." von zuständiger Seite erfährt, als unzutreffend bezeichnet. Geheimrat Dulsberg, dessen An­wesenheit in Reuyork damit in Verbindung ge­bracht wurde, sott sich ausschließlich auf einer Erholungsreise befinden.

* Braunkohlenindustrie A. G. Zu­kunft als Erwerberin der Düren- Kuxe. Die Braunkohlenindustrie AG. Zukunft in Weisweiler, deren Gewerkschaft Lucherberg eine Drikettfabrik besitzt, erwarb 880 Kuxe der Gewerkschaft Düren aus dem Besitz der Sichel- Gruppe, um ihre Kohlenbasis zu verbreitern.

* Barmer Bankverein A. - G., Düs­seldorf. Wie der DHD. zu der beabsichtigten Transaktion des Verkaufes von Barmer Dank­vereinsaktien nach Amerika erfährt, ist die Transaktion als solche abgeschlossen. Da mit dieser Transaktion jedoch offensichtlich n?ch an­dere Vorteile für den Barmer Bankverein ver­bunden sind, die in ihrer Gesamtheit bisher noch nicht festgelegt zu sein scheinen, dauern die Verhandlungen noch an. Die Verwaltung des Barmer Bankvereins erklärt nach wie vor, über die abgeschlossene Transaktion noch keine An­gaben machen zu können.

Berliner Börse.

lEigener Drahtberichi des ..Gießener Anzeigers".)

Berlin. 30. Jan. Der heutige Wochen- schluh fiel mit dem Monatsende und der Prä- mienerllärung zusammen, wodurch während der ersten Hälfte der Börse eine ruhige Rote in das Geschäft getragen wurde. Das Geschäft in Schiffahrtswerten, das in den letzten Tagen teilweise stürmisch forciert war, hat nach dem Detanntwerden des Verkaufes der Stinnes- ftotte etwas nachgelassen und sich dafür verstärkt dem Montanmarkte zugewandt. Die ersten Kurse hielten sich etwa 1 Proz. über den gestri­gen Rachbörsekursen. Auch Elektrowerte tra­ten mehr in den Vordergrund. Eine Spez'alhausse hatten ferner Schutzgebiet anleihen zu verzeichnen, die bis zu 6,97/» anzogen. Im Zu­sammenhänge hiermit lagen auch anfangs Kolo­nialwerte sehr fest, vermutlich auf vorläufig un­begründete Hoffnungen auf Rückgabe einiger Ko­lonien hin. Kriegsanleihen fanden ebenfalls starke Beachtung bei erhöhten Kursen. 3m übrigen war die Tendenz uneinheitlich mit einem festen Grund ton unter Bevorzugung besonderer Spezial- werte. An den Terminmärkten sanden bereits Umsätze der Kulisse per Medio Februar statt. Die Rachfrage nach Tagesgeld, das jetzt über den Ultimo läuft, war verhältnismäßig rege. Der Sah stellte sich auf 77z bis 9 Proz. Monatsgeld war zu den gleichen Bedingungen erhältlich. Im De­visenverkehr konnte sich Paris gegen London

etwas befestigen auf 128,40. Sonst lagen keine Veränderungen vor.

Dörsenkucle.

Frankfurt a.M.

Berlin

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Deutsche Scrtd. Dollar-Anl. dto- Doll -Schov-Ankreisng.' 4% Bolltürkcn......

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Berliner Handelsgesellschaft Commerz und Pllvat-Bonk Darmst. und Naiionalbank Deutsche Bank. . .....

Deutsche Bereinsbank .... DiSconlo Commandit . .

Metalldank.........

Mitteldeutsche Credttbank . Oestcrreichiiche Kreditanstalt Weltbank .......

BuderuS...........

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Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke. .

Harvener Bergbau . . . ,

Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln.....

Laurahütte . ....... Oberbedarf...... . . . .

Pbonir Bergbau ...... Rlseinstadl ,

Niebeck Montan........ Tcllus Bergbau......

Hamburg 'Ninerika Paket. . . Norddeutscher tzlovd . . .

Theramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Philipp Holzmann ....

Änglo-Cont-Guano.....

Chemische Mayer Alapin . .

I. (3 Farbenindustnc, Sl.-G. Goldschmidt.........

Holzverkohlung........

Nülgcrswcrke.........

Scheideanstalt.........

Mg. E'ektrtzitätS-Gesellschafl

Bergmann . ......

Malnkrastwerke . .......

Schultert .........

Siemens 4 Halske ......

Ädlerwerke -Nleyer ....

Daimler Motoren. .... Heyltgenstaedl....... Meguin......... .

Motorenwerke Mannheim

Frankfurter Armaturen

Konservenfabrik Braun . . .

Met.allgcsell'chosk Frankfurt.

Pci. Union ?l. ......

Schuhfabrik Her;.......

Sichel..... . ......

Zellstoss Woldhos......

Surferf..brif Frankenthal . . .'{urferfabrit Waghäusel . . .

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M,

Telegraphische Auszahlung

Banknoten.

29 Ian.

30. Jan.

Amtliche Noti rung

Amtliche Notierung

Geld

Bries

Geld

Brief

Ämft.-Ron.

168,21

169,63

168.23

168,75 1,738

Buen.-AireS

1.733

1,737

1.734

Brss.'Antw

19 07

19,11

19.O65

19,105

Christianta.

85,24

85,40

85,31

85.53

Kopenhagen

103,69

103,96

103,74

104,00

Stockholm

112,26

112,54

112.28

112,56

10,587

16,935

20,451

Helsingsors atalien . .

10.547

16,90.3

10,58-

16,945

10,547

IG 895

Loudon.

20,396

<0,448

20,399

Neuyork . .

4,195

1.205

4,195

4,205

Paris. . .

15,80

5,'4

15.83

15,87

Schweiz . .

80 59

31.09

80,8s

81.68

Spanten

59.23

59,37

50,23

59.37

Japan .-

1,89!

1.897

1.889

1,893

Nio de Ian

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0.622

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Wien in D-- Ctfi- abgest

59.07

59,41

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Prag ....

Belgrad . .

12,41i

12,455

12.415

12.455

7,40

7.44

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Budapest.

5,874

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5,87 i

5,893

Bulgarien

2.885

2,8.15

2.885

2,895

Lissabon

21 179

41,225

21,225

21.275

Danzig. .

80 90

81.10

60.90

81.10

Konft-.nttll.

2.202

2,212

2,202

2,212

Alben

5 84

5-86

5 84

5 86

Canada. .

4 188

4,198

4.188

1.198

Uruguav -

4.305

4.315

4.30;

4,315

Berlin, 29 Ian

Geld

Briet

Amerikanische VZoiee . » ,

i.H6

4.216

Belgische Noten ..... .

19 oi

19 Jl

Dänische Noten .......

103.65

lüi.ll

Englische Noten........

20.962

20,462

ffran;osjsche Noten ......

15,77

1> 8>

Holländische Noten .....

I68.li

169.03

(italienische Noten ....*,

16 92

17.00

Norwegische Noten.....

85.14

85 5i

Deutsch-Ocsterr, ä 100 Kronen

18.93

59,23

Rumänische Noten......

Schwedische Noten.....

111.97

112.53

Schweizer Noten......

80.975

81.375

Evanische Noten ......

51.15

59 45

Tschechoslowakische Noten ..

12.398

12.458

Ungarische Noren . ...

5.8»

5.87

Frankfurter Dorfe.

Frankfurt, 30. Jan. Tendenz sehr fest und lebhaft. Die letzte Börse im Januar zeigte wieder auf nahezu allen Märkten eine f e ft e Haltung. Die Kurssteigerungen werden zunächst nicht sehr er­heblich, doch nahm das Geschäft wieder einen grö­ßeren Umfang an und hatte teilweise, nament­lich für Montan- und E l e k t r o w e r t e, ein stürmisches Aussehen. Im Verlaufe kam es infolge des leichten Geldstandes und des glatten Verlaufes der Ultimo-Liquidationen zu neuen Käufen für An­lagezwecke. Die neueinfetzende Haussewelle übertrug sich auf fast alle Märkte und hatte Kurssteigerungen bis zu 6 Proz. im Gefolge. Am Montanmarkt betrugen die Gewinne gegenüber den gestrigen Mittagskurfen 34 Proz. Chemiewerke lagen etwas vernachlässigt und konnten nur eine Steige­rung bis zu 1 Proz. erzielen. Lebhaftes Geschäft entwickelte sich wieder in Elektro-Aktien, die Befestigungen von 34 Proz. aufzuweisen hatten. Schiffahrtsaktien eröffneten nahezu unver­ändert und folgten der Aufwärtsbewegung nur zögernd, doch konnten schließlich auch hier Kurs- oe"erungen bis 2 Prozent erreicht werden. Der B a n k e n m a r k t war ebenfalls günstig veranlagt, die führenden Werte lagen 1 bis 2 Prozent

fester. Motorenaktien schlossen sich bei Kurs- befferungen bis zu 2,5 Prozent der Aufwärtsbewe- gung an. Auch B a u st offaktien lagen sehr fest. Zement Heidelberg plus 2,8, Weiß & Frcytag plus 3 Prozent. Unberührt von der günstigen Strömung blieben Zuckeraktien, für die *fid) Rückschläge einstelltcn. Der Kassamarkt der Indusiriepapiere lag überwiegend fest. Von Braue» reiattien waren die Aktien der Brauerei Sonne, Speyer, scharf. angeboten. Der deutsche An­leihemarkt verkehrte ruhig und ohne nennens­werte Veränderungen. Von ausländischen Renten blieben Türkenwerte bevorzugt, auch Mexikaner waren etwas höher. Der F r e l n c r - kehr hatte etwas festere Tendenz. Api Opi, Becker Stahl 47, Becker Kohle 52, Benz 31, Brown Bo- veri 60, Entreprise 9, Gromag 50, Ufa 58, Ufra 57,5 Prozent. Auch der weitere Berlaus stand im Zeichen eines haufseartigen Geschäftes. Der Geld­markt war etwas angespannt. Tagesgeld 79 Prozent, Monatsgeld für erste Adressen 7,59 Prozent, für zweite Adressen 910,5 Prozent. Im D e v i s e n v e r k e h r lag Paris gegen London etwas befestigt auf 128,15. London war gegen Ka­bel etwas fester mit 4,86g. Die übrigen Valuten sind unverändert.

berliner Produktenbörse.

Berlin, 29. Jan. Den festeren Ausland­meldungen unb erhöhten Forderungen konnte sich der Weizen nicht ganz entziehen, zumal Inland- angebot nicht sehr groß ist, da andererseits Ex« Portfrage bestehen bleibt, konnte sich am Loko­markt etwas Geschäft durchsetzen. Der Bedarf der Mühlen ist weniger dringlich geworden. 3m Terminhandel eröffnete Weizen Per März IV-M. Per Mai 7s M., Roggen mit je 1 M. unter Vor­tagsschluß. Hafer und Gerste sehr ruhig. Mehl und Futterartikel weiter still. Es notierten für 1000 Kilo. Weizen, märkischer 240 bis 246, Pom­mern 240 bis 246, März 264 bis 270, Mai 26? bis 271, Roggen, märkischer 149 bis 156, Pom­mern 146 bis 153, März 175,5 bis 176, Mai 186,5, Gerste, märkisch 170 bis 198, Futtergerste 142 bis 160, Hafer, märkischer 155 bis 166, Mais loko Berlin 189; es notierten für 100 Kilo: Weizenmehl 321/i bis 357«, Roggenmehl 227» bis 247«, Weizenllrie 11'/, bis 11,5, Roggenklete 9,6 bis 10, Viktoriaerbsen 26 bis 35, kleine Speiseerbsen 22 bis 25, Futtererbsen 20 bis 22, Peluschken 20 bis 21, Ackerbohnen 19 bis 21, Wicken 20 bis 24, Lupinen (blau) 12 bis 13, dto. gelb 14 bis 15, Seradella 19 bis 20, Raps­kuchen 15,1 bis 15,25, Leinkuchen 21,8 bis 22, Trockenschnihel 8 bis 8,1, Kartoffelflocken 14,4 bis 15, Soyaschrot 19,2 bis 19,4.

Bücherttsch.

Dr. Karl Blvdig. der kühne und bekannte Bergsteiger, der Bezwinger der 4000er Alpen, hat einen neuen Alpenkalender unter dein Titel Blodig's Alpenkalender im Verlage von Richard Walther, Konstanz (Boden­see) zum Preise von 4 Rm. herausgegebem Die Bilder, die von ersten Alpenphvto-

graphen und zum Teil aus dem reichen Schatz der Dlodig'schen Bildersammlung stammen, sind mit besonderer Sorgfalt ausgewählt. Das Besondere an diesem neuen Alpenkalender ist, daß Blodig es versteht, zu jedem Bllde reizende Skizzen, persönliche Erlebnisse, alpine Plaude­reien zu geben, wodurch eine gewisse Schablone, die man sonst bei ähnlichen Kalendern beob­achten farm, vermieden ist. 803

Um die Scholle. Roman von Georg Ju­lius Petersen (Verlag I. P. Bachem, Köln, drosch. 4,50 Mk., geb. 6 Mk.) Ein Buch von hochstehender Qualität. Die Erzählung, die in feiner, kernechter Sprache unb flotter Schreibweise eine packende Handlung von besonderem Reiz vor den Leser bringt, läßt das Herz vom Anfang bis zum Ende warm Mitschwingen, Der Roman ver­dient einen Ehrenplatz im Bücherschrank der guten Unterhaltungslektüre. Ein warmes Wort der (Emp­fehlung möge ihm den Weg in die Häuser unserer Leser ebnen. 1521

Die Tränenmamsell. Roman von Irmgard Spangenberg. (Verlag I. (Engel­bor ns Nachf., Stuttgart.) Mit diesem Roman führt uns die Dichtcrip tief hinein in die (Enge der trostlosen Alltäglichkeit einer Arbeiterfamilie der Kleinstadt, während sie auf der andern Seite Schlaglichter wirft auf die Kreise derer, bei denen Frau Sorge nicht ständig zu Gast ist. Die Ver­fasserin versteht den Knoten ihrer Erzählung inter­essant zu schürzen und in sehr fesselnder Weise wie­der zu entwirren. Das Interesse an diesem Roman ist von Anfang bis Ende recht lebendig. Eine Emp­fehlung sei dem Buch mit auf den Weg gegeben.

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