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Bürgermeister

«lumiL Qls UnterfteUtaum er pachiweise zur ; beschlossen, diese ten. Die Pachtjelt . weiteren Verlauf ter die eingelaufe» 'M See und Sa. m Zanalnetz wurde beschloffen. bauet der Anlage zu hören - Auf lurerMrh.be» nJl|ion au brl. rben yewW hie LoWnder. die t. Sunj unb es, Dr. firom« ekrelär 3tüH Anschaffung einer m dazu ersorder. treten bzw. eine lern soll demnächst nen mit der Feuer, wurde die Wei- llsteinbrucher gdustrie beschlossen, der Lürgermeister iS des Innern be> i m geschlossenen ibmar b'u einfd)L DeflentHje HRa$> )ten. - Das se­in am Eichberg i 15OOO Mart in bad) übet, m. Die der hie» Jagd, bestehend iOO Morgen Wald, «pachtet: Pächter furt a. M. Die 55 Mark.

er mit Armen. Brust und Kopf in di e Ma °

wurde

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lief) Bestandteile auf der Packung.

----------------------- die Damen werden hucke­pack tragen müssen, aber sie selbst müssen Wasser- stiefel anziehen, wenn sie an der Kreuzung diese» Hohlwegs mit der begonnenen otraße vorbei

wollen, und wenn sie überhaupt diesen sogenannten Fußpfad an dem Hohlweg hinauf bis an die Bahn in einigermaßen menichlichem Zustand kommen wollen.

Wfnu das auch kein Kosieespaziergangsweg ist, so sind cv doch Wege, aus denen viele, viele Er- werbstölige ihr Brot suchen müssen. Es wäre drin­gend notwendig, daß die iin Stadtparlament sitzen« den Herren sich der Sache annehmen und dazu bei­tragen, diese Mißstände gänzlich abzustellen.

mir den Schisfenberger Weg gilt ganz genau dasselbe. Es muß sich wohl jeder Fremde, der von dieser Seite kommt, fragen, ob das der Eingang einer Universitäts- und Provinzialhauptstadt ist

Di anwohnenden Steuerzahler dürfen mit Recht die Frage stellen, ob von ihren Steuern nicht loviel übrig bleibt, daß man ihnen so gut wie den Bewohnern der inneren Straßen einen anständigen Eingang zu den Häusern Herrichten kann. Aus Asphalt machen mir ja gar keinen Anspruch, sondern nur auf einen relativ trockenen Bürgersteig.

schine hineingezogen wurde. Er völlig zermalmt.

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

gehübt. Montag. 1. gebt.: Ramper. Dienstag. 2.: Der Gedanke. Mittwoch. 3.: Der Vater. Donners­tag, 4.: Ramper. Freitag, 5.: D?r Vater. Sams- tag, 6.: Der Gedanke. Sonntag. 7.: Rachm. 3' D.e drei Zwillinge. Abends 8: Der fröhlich: Weinberg.

Rundfunk-Programm

des Frankfnrtrr Lenders.

(Aus der »Radio-Umschau".)

Sonntag, 31. Januar:

8.30 bis 9.30 Uhr: Morgenfeier. 12 bis 1 Uhr: Mittagsständchen, veranstaltet vom Arbeiter-Zither- verein. 2.30 Uhr: Uebertragung eines Fußballkamp­fes vom Sportplatz Bornheim:Fußballsportverein Frankfurt" gegen ..Fußballklub Hanau 93 um die Meisterschaft des Mainbezirks. 5.30 bis 6 Uhr: Die Stunde der Jugend. 6 bis 7 Uhr: Stunde des Rhein- Mainischen Verbandes für Volksbildung:Ziele und Wege deutscher Volksbildungsarbeit in Oesterreich", Vortrag von Professor Dr. Gianoni (Wien). 7 bis 7.30: Große Erzieher: Aus den Werken von Herbert Spencer. 7.30 bis 8 Uhr:Himmelskunde". Vor­trag von Prof. Sittig. 8.30 Uhr:Die Königs, kinder". Ein deutsches Märchen in drei Akten von Ernst Rosmer. Anschließend bis 12 Uhr: Ueber­tragung aus Berlin: Tanzmusik der Kapelle Rapse.

Montag, 1. Februar:

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend:Von fremden Ländern und Völkern". 4.30 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Franz Schubert. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestunde (Die No­velle):Der Alexandrit" von Nikolai Ljeßkow. 6.30 bis 7 Uhr:Die Höchster Porzellanmanufaktur", Vortrag von Frau Dr. Schilling. 7 bis 7.30 Uhr: Funkhöchschule Frankfurt a. M.:Die niederen Wirbeltiere", Vortrag von Dr. R. Mertens. 7.30 bis 8 Uhr: Englischer Unterricht. 8 bis 9 Uhr: Sinfonie- Konzert. 9 bis 10 Uhr: Uebertragung von Kassel: Moderne Tanzmusik der Tanzkapelle Mainzer-Stein.

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Eine Entfettungskur im Winter tsi von annz besonderem Wert, da der Körper bc« tann lich im Winier am meisten zum Ansatz ne'gt. Wir können keinen besseren Ra' neben, als gerade in jetziger Jahreszeit eine Zebrkur m:i den echten Toluba-Kernen, die unschädlich fürs Herz sind, dnrchzustihreu. -60 Gramm reichen für ca 4 Wochen! Echte Toluda-Kerne sind >n Apotheken erbäl:-

<D Aus dem Kreis Biedenkopf, 29. 1. Wie verlautet, wird die Ak.irnge'iellschaft C i sen> felder Steinwerke ihre Betriebe im Kreise Biedenkopf, und zwar Rachslshausen, Mornshausen, Fricdensdorf und Buchenau wegen Mangels an Aufträgen mit Ende dieses Monats schließen. Dadurch werden weit über 100 Ar­beiter arbeitslos.

T Waldgirmes, 2S. Ian. Ein Winter- schäfe aus Ha-zenbsck in Westfalen lagerte 14 Sag: lang 6et der ft t eng en Kälte mit etwa 400 Schafen i m W a l d e bei der Schwalbenn.ühle oberhalb unseres Dorfes. Die Tiere muhten mit Heu gefüttert und alle paar Tage etwas im Walde umherg^trieben werden, damit sie nicht steif wurden. Gestern ist der Schäfer mit seiner Herde wieder aufgebrochen, um sein Reiseziel, den Main, zu erreichen. Einige fußfrank Tiere hat er auf der Schwalbenmühle zurückgelassen, die auf der Rückreise wieder mitgenommen werden.

Dillkreis.

bl. Dillenburg, 29.. Ian. Die An­bei bs Marktlage imDillgebiet erfuhr in jüngster Zeit eine abermalige Verschlechte­rung. Die Erwerbslosen ziffer stieg stark an, so daß zur Zeit 1 838 Personen allein im DillkreiS arbeitslos find. Leider kann für die Zukunft noch mit keiner Besserung gehofft werden.

bl. Oberscheld, 29. Ian. Durch die wirt­schaftliche Depression gezwungen, wird nunmehr auch die GrubeA u g ust stollen" oom 15. Februar ab den Betrieb stillegen. Durch die Maßnahmen werden etwa 350 Arbeiter erwerbslos.

U Tlebernthal. 29. Ian. Der zwischen Uebernthal und Bischoffen befindliche Weg (Feldweg), der mit Fuhrwerk und Autos nicht zu passieren war, wird jetzt als Straße ausgebaut. Die Straße ist schon abgesteckt, und die im Absteckungsbereich befindlichen Holz- maflen lind schon gefällt. Eine große Zahl der Arbeitslosen wird hier wieder ihr Brot ver­dienen können.

Mainga».

WSR. Frankfurt a. M., 29. Ian. Die rückläufige Bewegung auf dem Arbeitsmarkt ist auch in der vergangenen Woche nicht zum Stillstand gekommen. Zu Beginn der Woche waren noch 20530 E rwerbs lose vorhanden; dazu haben sich 2835 Arbeitsuchende neu ge­meldet, so daß insgesamt 23 1 65 Per^sonen um Arbeit nachgefragt haben. Am Schluß der Bericht-Woche verblieben nach Abzug aller in Arbeit vermittelten noch 21862 arbeitsuchende Personen. In der Berichtswoche ist wieder ein recht bemerklicher Rückgang des Stellenangebots zu verzeichnen. In Unterstützung standen am ; 23, Ianuar 1926 16 028 (14 815 am 15. Ianuar): . außerdem tmirben für 11 634 Frauen und Kinder Zuschläge zur Hauptunterstühung gezahlt. Mit RotstandSarbeit waren 520 (621) Personen be­schäftigt. Aus 1000 Einwohner entfallen 34,1 (31,5) Hauptunterstühungsempfänger. Obwohl er in Hanau feste Arbeit hatte, konnte der Schlosser Paul Geis aus Hanau es nicht lassen, abend- nach Arb itsschluß mit seinem Rade nach Frankfurt zu fahren und Ein» I brüche zu begehen. Hierbei wurde er gestern überrascht und fe ft genommen. Bisher konnte ihm eine ganze Reihe solcher Einbrüche, bei \ denen er sich meistens der Sperrhaken bediente, i nachgewiefen werden Vorwiegend hat er Woh­nungen und Mansarden heimgesucht. Seit einigen Monaten wurden Güterzüge auf der Station Klein-Ste.nheim beraubt. Heute Rächt gelang es der Eisenbahnkriminalpolizei, den stellenlosen Kellner Iohann Reinhardt aus Hanau mit einem Komplizen, den früheren Betriebsrat der Bahnmeisterei 2 in Hanau, Gunst auS Klein-Steinheim, auf frischer Tat au überraschen, als sie auf einen Güterzug auf­sprangen unÄ die Wagen Aur Beraubung geöffnet hatten. Durch Schreckschüsse wurden die Räuber verscheucht. Reinhardt konnte eingeholt und f e ft» genommen werden. Der zweite Täter, Gunst entkam. Gegen diesen ist wegen dieser und frü­herer Taten Haftbefehl erlassen worden. Da sich die Tat auf hessischem Gebiet ereignete, wurde Reinhardt inS Polizeigefängnis nach Offenbach eingeliefert.

WSR. Bad Homburg v. d. Höhe, 29. Ian. In der Rächt auf den 29. Ianuar ist auf der jetzt eingleisig betriebenen Strecke H o m b u r gF r l e ö & e r g zwischen den Bahn­höfen Friedrichsdorf und Holzhausen der Damm gerutscht. Der Betrieb wird auf dem 2. Gleis abgewickelt.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 31. Ian., nach-m. 2V, Mr: Die Weihnachtsglocke. Abends 7 Tlhr: Othello. Montag, 1. Febr.: Intermezzo. Diens­tag, 2.: Martha. Mittwoch, 3.: Der Troubadour. Donnerstag, 4.: Fidelio. Freitag, 5.: Die Iüdin. Samstag, 6.: Othello. Sonntag, 7.: Eine Rächt in Venedig Schauspielhaus. Sonntag, 31. Ian., nachm. 3l/t ühr: Der Kreidekreis. Abends 7»/, Tlhr: Wer niemals einen Rausch

Gerichtssaal.

Verwerfung der Aedision im Düchelbergprozeß.

WSR. Leipzig, 29. Ian. Der Erste Straf­senat des Reichsgerichts hat die Revi­sion des Metzgers und Gastwirts Benno Lim Höfer, den das Schwurgericht in Aschaffen­burg am 18. Dezember 1925 wegen Raubmords zum Tode verurteilt hatte, verworfen. Die­ses Urteil erregte seinerzeit Aufsehen, weil da­mit eine über 20 Iahre zurückliegende Mordtat ihre Sühne fand. Umhöfer h.itte am 20. Iuni 1903 die ledige Telephonistin Iosepha Haas überfallen, ihrer Wertsachen beraubt und dann in bestialischer Weise ermordet. Bere'ts im Iahre 1905 wurde er wegen Verdachts der Täter­schaft in Haft genommen, aber wieder entlassen. Im vorigen Iahre verdichteten sich die Be­lastungsmomente so stark, daß er von neuem ver­haftet wurde. In der Schwurgerichtsverhandlung konnte er auf Grund von Indizienbeweisen der Tat überführt werden.

Kirchliche Nachrichten.

Evangel sche Gemeinden.

Sonntag, den 31. Januar. Scptuagesimae. Stadtkirche. 9 Pfarrer Becker. Beichte und hei­liges Aoendma il für Matthäus- und Marlusge- meinde. 11',, Kindertirche für die Markusgemcinde. Pfarrer Becker. 5: Pfr. Mohr. - IohanneSktrche. 9/,: PsarrerAusfeld. «ZugleichMilitärgottesdienst). 11: Kinderk. f. d. Iodannesgemeinde. Pfr. Ausfeld. 5: Pfarrer Bechtolsheimer. 8: Bibelbefprechung im Iohannessaal. Pfarrer Mahr. Kirchberg. 10; Mainzlar l,. Wieseck. 10: und abends 7'/,: Watzenborn-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: 10. 3: Versammlung der Frauen und Jungfrauen «Dekan Gußmann). Garbenteich: 1.

K. holifche Gemeinden.

Gießen. Samstag, 30. Ianuar 4V2 u. 7 Beichte. Sonntag, 31. Ianuar. Septuagesimae. 6l/ Beichte, 7 Messe, 8 Kom. 9 Hochamt mit Predigt, 11 Messe mit Predigt, 5/, Christenlehre u. Andacht. 7. Heimat­abend des Frauenbundes. Dienstag 6' , Wachs­weihe. Mittwoch St. Blasiussegen. Donn rstag, nachmittags Beichte. Freitag 7: Segensamt. Grünberg. 9'/, Messe mit Predigt. Hungen. 8 Meffe mit Pred. Lich- 10 Hochamt mit Predigt.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt öder unter öicjcr RubrU stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Pvbl'l' in gegen'"0'' rm'-nni'nnrftng) Anhaltborr Zustände im Schiffenberger Weg.

Das Kall'che aus d'r Zoßelsgass' hat uns Gie­ßenern, wenn ich mich nicht täusche, im vergangenen Jahr einmal so anschaulich geschildert, wie die f)erren Stadtverordneten einen Kaffeespaziergang mit ihren Damen nach dem Philosophmwald haben machen wollen, wie sie habet den Philosophenwald­weg am Gericht vorbei so schön schmutzig gefunben hatten, und wie ihnen nichts anderes übrig blieb, als ihre Damen über den, sagen wir ruhig, Dreck zu Hockeln. Und siehe da, kaum acht Tage nach Er­scheinen dieser Notiz war der Weg trocken gelegt.

Vielleicht machen die Herren Stadtverordneten mir ihren Damen auch einmal einen Kaffeespazier­gang, jetzt oder bei sonstigem Regenwetter, durch den Schiffenberger Weg (von der Straßen­baubehörde kann auch jemand dabei sein) den

Gießener Jugendgericht.

In der jüngsten Sitzung des Iugendgerichts, in der als Jttgendschöffen Karl Voigt non Wieseck und Friedrich Wagenbach II. von Alten-Buleck teilnahmen, standen vier Strafsachen zur Ver­handlung.

Ein hiesiger, bereits bestrafter junger Dienst­knecht hat gelegentlich der Vornahme von Feld­arbeiten in einem fremden Gartenhäuschen eine Fensterscheibe eingeschlagen, um daraus zu vorüber­gehendem Gebrauch eine Mistgabel zu holen. Urteil, drei Tage Gefängnis unter Strafaussetzung. Die Strafe ist zu verbüßen, wenn nicht innerhalb von zwei Wochen der Wert der Scheibe ersetzt ist.

Zwei hiesige Jungen, dieTaubenliebhaber" sind, von denen jedoch der eine noch nicht straf­mündig ist, entwendeten aus einem Anwesen der Wiessnstraße unter erschwerenden Umständen zwei wertvolle Pfautauben. Während ein Strafverfahren gegen den Strafunmündigen nicht möglich mar, wurde der andere zu fünf Tagen Gefängnis unter Strafaussetzung bet vierjähriger Bewährungsfrist verurteilt.

Ein aus der Oberpfalz hierher zugereister junger Mensch, der bereits wegen Bettelns vorbestraft ist, jedoch nur wegen mißlicher häuslicher Verhältnisse oie Heimat verlassen bat, erhält eine Haftstrafe von sechs Tagen, die durch die erlittene Unterfucyungs- haft für verbüßt erklärt werden.

Zwei hiesige Buben sind eines Sonntags nach­mittags in eine fremde Scheuer in der Neustadt ein« gestiegen, zunächst angeblich in der Absicht, um ein dem einen von ihnen gehöriges Trapez hsrauszu- holen. In der Scheuer selbst wollen sie erst den Ent­schluß gefaßt haben, sich dort in Kisten lagernde Sachen, die einem Jahrmarktshändler gehörten, Mundharmonikas, Schokolade usw. anzueignen. Mit Rücksicht auf ihre Jugend und ihre Reue wurde nach den Bestimmnngen des Jugendgerichtsgesetzes von einer Strafe abgesehen, da Erziehungsmaß­regeln genügen. Sie wurden den Erziehungsberech­tigten überwiesen, haben die Kosten zu tragen und müssen den Geschädigten alsbald durch ihre Eltern schadlos halten lassen.

Kirche und Schule.

)( Stockheim. 29. Ian. Dieser Tage fand hier die erste Pfarrkonferenz des eval. Dekanate- Büdingen unter dem Vorsitz von Detan Schäfer und in Anwesenheit des Superintendenten der Provinz Ob'rhessen, Ober­kirchenrat Wagner, statt. Dekan Schäfer erstattete Bericht über den Stand der Derband- limgen wegen der Aussicht über den Religions­unterricht, sowie die finanzielle Lage der Lan­deskirche. Der Dekanatstag wird in Bü­dingen am 25. Februar im Gemeindesaal statt­finden und durch eine Predigt von Pfarrer Adam- Büdingen eröffnet werden. Pfarrer Kahn-Ortenberg und Pfarrer Hoch-- Selters werden einen Dortrag über das Thema halten: ^Welche Bedeutung haben nach der neuen Kir­chenverfassung die Kirchengemeindevertretung und der Kirchenvorstand für das Gemeindeleben und für das allgemein kirchliche Leben". DaS Deka- natsmissionsfest soll am 3. März in Selters gefeiert werden. Die Festpredigt hat Pfarrer lic. Wißmann - Wenings übernom­men. In der Superintendenturkonfe­renz am 5. Mai in Greßen wird im Iubel- jahr der deutschen Messe von Pfarrer lic. Dr. Alkwohn - Kirdorf und Pfarrer Schor- l e m rn e r - LichLuthers deutsche Messe von 1526 und ihre Bedeutung für die lirchliche Praxis der Gegenwart" behandelt werden. In einer gemeinsamen Konferenz der Dekanate Ridda und Büdingen wird im März Prälat Dr. D. Diehl einen Vortrag über die Stockholmer Weltkon­ferenz halten.

Des Kindes Kirchgang.

nd. lieber dieses Thema sprach am Sonntag­abend Pfarrer Schorlemmer van Lich in der Stadtkirche zu Nidda in tiefgründiger Weise. Zu­erst widerlegte er die Einwände, die gewöhnlich gegen den Kirchenbesuch der Kinder erhoben werden, nicht bloß von freidenkenden, kirchenfeindlichen und gleichgültigen, sondern auch sogar von gläubigen Eltern und Christen. Sie bezeichnen das Stillsitzen als Qual für das Kind, das sich langweile und manchmal dadurch veranlaßt wurde, später der Kirche den Rücken zu kehren, bedenken jedoch nicht, daß das Kind zu allem Anstand und Guten erst er­zogen werden muß und das Sprichwort noch gilt: Jung gewohnt, alt getan." Weiter heißt es beim Kinde nicht wie bei Erwachsenen du mußt, sondern du barfft in die Kirche gehen. Ebenso sind die inneren Einwände, daß die Kinder noch nichts von der Predigt verstehen, nicht stichhaltig. Denn jeder Geistliche kann in seiner Predigt oft ge­rade in schlichter, einfacher Sprache Rücksicht auf die Kinder nehmen, an behandelten Religionsstoff im Unterricht anknüpfen und sich sogar manchmal direkt an die Kinder wenden, wie es der Redner bisweilen im Gottesdienst tue. Die Predigt soll auch für Erwachsene nicht eine reine Belehrungsart fein, wie eine Unterrichtsstunde. Sehr zweckmäßig ist es auch, mit feinem Kinde zu Hause noch einmal über die Predigt zu sprechen. Die so oft geforderten Kin­dergottesdienste dürfen nicht in eine Religionsstunde ausarten, wenn sie nicht die Kinder gleichgültig gegen diese Einrichtung machen unb sie mit Wiber- willen dagegen erfüllen sollen. Dafür soll bas ge­meinsame Singen unb Beten, der Altar unb dem Kruzifix, bie sonst nicht zu hörenbe Musik ber Orgel, ja die ganze Ausstattung der Kirche, das gedämpfte Gehen auf Teppichen, das gedämpfte Licht der bun­ten Fenster und dgl. in dem Kinde die hehren Ein­drücke erwecken:Gott ist gegenwärtig", oder nach einem alten hebräischen Spruch vor dem Aller­heiligsten:Wisse, vor wem du stehst". Das Kind fuMt sich in Gott hineingestellt. Jesus stellt die Kin­der ja auch in das Reich Gottes, weil sie unver­dorben sind und sagt:Lasset bie Kindlein zu mir kommen!" Mit der ernsten Mahnung, daß alle Eltern, Geschwister und Hausgenossen es als heilige Rflicht ansehen sollten, den Kindern die Türe des Gotteshauses zu öffnen, schloß der Redner seinen fcor beherzigenswerten Vortrag, ber von Frauen recht gut, von Männern aber letber nur mäßig be­sucht war.

Die deutschen Aufbauschulen.

Man schreibt uns: Das jüngste, erst 1921 geschaffene Glied unsres höheren Schulwesens sind die Aufbauschulen. Aufbauschulen heißen sie, weil sie auf den Lehrgang des 7. Schul­jahres der Volksschuleaufbauen, um dann ebenso wie die Gymnasien, Realgymnasien unb Oberrealschulen zur Reifeprüfung zu führen. Der gesamte Schulbesuch ihrer Schüler umfaßt die gleiche Zeit wie bei den anderen höheren Schulen, nämlich 13 Iahre, aber davon entfallen auf die Aufbauschule nur 6 Iahre im Gegensatz zu den übrigen höheren Schulen, die ihre Schüler 9 Jahre beanspruchen. Während die Kinder in die Sexta der übrigen höheren Schulen nach 4jähriaem Be­such der Volksschule (Grundschule) eintreten, nimmt die Aufbauschule ihre Schüler nach 7jähri- gem Besuch der Volksschule, und zwar in Unter­tertia, auf, um sie dann in 6 Jahren zur Reife­prüfung zu führen. Allerdings können das Ziel der Aufbauschule nur wirklich begabte unb kör­perlich widerstandsfähige Kinder erreichen. An

b-sabtm Kindern aber febü weder in I 6°h,we, blnauf nach bem Ucbergang der Strafe Oer Stadt noch auf bim tanb. unb gerade den I GießenGelnbnsion zwischen Bänninqer unb Hey« begabten Lan^,lindern war fettber der Besuch hgenftäbi. Den Echifsenbergern wirb es eine unge» i ne ?,v ^urc 9r««be machen, zu sehen, wie auch hier bie

Aufsireg dieser wertoollen Volksschichten aber Herren Stadtverordneten bie Damen werden hucke- liegt nicht nur un Jknteresse der Kinder selbst, sondern ist von größter Dichtigkrit für das Volksganze. In Dorf und Kleinstadt hat unser Volk einen Iungbrunnen, aus dem es sich immer wieder erneuert. Diesen begabten Landlindern ist nun durch die Aufbauschule die Möglichkeit einer höheren Schulbildung gegeben, ohne daß sie zu früh dem Elternhaus und ihren heimischen Ver­hältnissen entrissen werden müssen. Vtädchen und Knaben, die das 7. bzw. 8. Doltsschuljahr mit einem guten Zeugnis verlassen haben, tonnen, tnenn gute Begabung nachgewiefen wird, ausge­nommen werden. Es werden keine anderen Kennt­nisse verlangt als die in der Volksschule erwor­benen Das Schulgeld ist das gleiche wie an den anöeren höheren Schulen, doch kann es bei guten Leistungen unb Brdürftigkeit der Eltern erlassen werden. Deutsche Ausbauschulen bestehen für Mädchen In Darmstadt und für Knaben in Alzey, Bensheim und Friedberg.

Wir haben soviel im Stabtparlamcnt gehört von Bereitstellung großer Mittel für bie Slraßeukehr- mafdjinen; sollten ba nicht auch einige ganz kleine Mlttel zur Verfügung stehen, um diesen Weg, den täglich Hunderte von Arbeitern und Angestellten von Hegligcnstaedt, Bänninger, Gail und Gailjche Tonwerke hinallsgehen, in einen Zustand zu versetzen, vielleicht durch einfaches Aufwerfen von Schlacken, den man erträglich nennen könnte. Es ist geradezu eine Aufgabe, in eine dieser Fabriken ztt kommen, entweder aus diesem Weg oder auch durch den Schiffenberger Weg: auch dort läuft man Gefahr, zu ertrinken.

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