Qianßfiaus |
■-£ Langes Stehenlassen der Pferde vor Wirtshäusern im Winter ist a'S Ti rq-älerrt (ro>: Mi Handlung' zu le'traf.n. So ist wiederho.t von Gerichtrn « t- fu)t:ö?n werden. 3n einig n preußisch:., Kreien : vcfron L'fl r Po iz iv rord.nrrgen. welche bc- .i men. dm g g:a dl:j.m grn Sa-ankrlt cha t n. ■'"r den m sich 2,ft- und Wi.tlchaftZwa-e, v)ne ->wi grndm Grurrd länger als ein) hilo- Stade aushalten, w.-gen Förderung der Völlevii im W g Drs Korz ssions n zi hu-gsre: ohrenZ vvi> gelungen werden !j.m. ES ist ir der Lat not- we '.diz, daß s.ntrnZ aller Pol z ibehärden zum Schutze der Pferde t.m Wi,ter enerz sch vorge- gangen wird. Daneben sollte auch jeder andere Me .sch zur V rhütung der vielfach bemerkbaren Fuhrmann-Unsitte beitragen.
WSR. Heuer Personenzug a u f der Strecke Wetzlar —Weilburg. Ab Montag, den 3. Januar, wird auf der Strecke Wetzlar— W.ilburg zur Entlastung des Hauptzuges Pz. 414 (W.tzlar ab 6,37 Uhr nachm.) werktäglich außer an Werktagen vor Sonn- und Feiertagen ein weiterer Perfonenzug verlehrn nach fo'gende.n Plan: Wetzlar ab 5,40 Uhr nachm., Albshauscn 5,49: Burgsolms 5.54; Braunfels6,01. Stockhausen 6,07; Löhnberg 6,16; Weilburg an 6,21 nachm. Bei der Rückfahrt erfolgt die Per-
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Ich Kt ADenö. ob öontüdj obei e einer btt ÖplanM ■ Die Mädchen ,bitl:r einer ju -beginn sck Iften |it sich im bahn wt Hegel wurde in <b segangen. Dar die Reih, sn vorn angelangen. Ai eist gegen 8 Ilhr in sti das die Lpinnslube nb lebten /ich um ta teihagen arbeiteten Mi ttt banbarbdl Unia, xb bt\ munkttn, Ham! die ßeii nur zu bei) irbt ein schdnes Spie» diese Lieder, Stzeuznill, chten da- urwüchsige, d ieseinpsindende Msen M |ad) schlichter, gar oll h n Ausdruck. Diele dlesei Sine Reihe der Win Durchblättert buh z D
F* oder das .2. ß man eine große Anzct nrnef*, die damals Ab,i.' mM 3n einet «>im- h bi eit. und da» Var de vurden keine Lieder n: mgen. Das derbst SItern des Mädchen . Die Eltern waren e» i anwesend oder JUw aum out l/rgendLku' an kn M» kn »W *» ätschen aber Mfhfl V ig arten. Das Zisarett!» 4 nW Da^ 2n»- iwn den Mädchen fr« Das wäre" die W lkohol. WÖ jwr «« illabenifli iw 11 w
B hie vditerstche SÄ?S« DtzA tun. um die ont‘L, süffig enn »Xji und 61 wzen- 331 K,ntn in fr itn Tage. "Km mjt wurde-fl[)Cr „ii oIleflA,n aebadtn f
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bet Sßristbamn. der nochmal« hx (Hangt feiner erstrahlte, getragen, endlich folgten, Arm in Arm, die Mädchen und Burschen in mehreren Reihen geordnet. Singend zog man durch lie Straßen des Dorfes. Weist wurde das Lied Steh' ich in finstrer Mitternacht" gelungen. Begegnete man einer anderen Spinnstuoe. so tau'chre man mit dieser herzlich« Glückwünsche aus. Allen Borül>e:gel;ender, und allen Leu en, di: aus den Fenstern schauten, ries man ein munteres.Prost R e u j a h r" zu. 3n erster Linie wurden aber alle tie Familien besucht, aus denen die jungen Leute stammten, dao.it man die Eltern und Jon- s i en AnaehSrigen beglückwünschte. Gegen ein Uhr waren Li? Um'ü,e beendet. Dir Svinnstuben bc-aben s,ch wieder in ihre Lokale. Hier wurde nun wieder weitergetanzt. Gegen 3 Uhr gab es nochmals Kas e; und Kuchen. Es wurde met t fünf oder auch sechs Uhr, bis man nach Hause <i g. Am Dachmi.taa deS Reujahrstages tarn man wieder in demselben Hause zusammen, um cusS reue den Tanzrerguü en zu huldigen. Auch rach dem 2lber.d-s.en wurde noch getanzt; erst gegen zwölf Uhr abendS fand die ReuiahrSseier tjr Ende. _
Cd war es vor bräjig Iahren. ES gibt eine 2tciye von Dörfern in der Wetterau, in Denen es quq heute noch so ist. 3n einer großen Zahl anderer ist aber aus den eingangs erwähnten Gründen die Spinnstube ihres ursprünglichen Uya:aLc.8 roll ommcn entll i.et, sie ist modernisiert. aber häu.ia nicht zu ihre n Dorteil geändert worden. Dementsprechend tragen auch die Sil- ve'lers.i.'rn dort jetzt ein ganz anderes Gepräge alS damals. 2n vielen Dörfern kennt man schon scU Jahren überhaupt keine Spinnstuben und dem u olge auch lcine R:ujahrsse ern der Spinn- fiuaen mehr. Ein Stück urwüchs.gsn, vberbessi- schen PolkSlums ist damit untergegangen.
Die Wochenendzüge der Reichsbahn.
RTD. Durch die Einrichtung der Sonn- tagSsonder - und Wochenen d z ü g e, die seit einigen Jahren besteht, hat die Deutsche Reichsbahn die Wöglichleit geschaffen, mit geringem Kostenaufwand landschaltlich hervorragende Gebiete und berühmte Kulturstätten kennen zu lernen. Insbesondere ist die Absicht der Reich-bahn, für diese Züge solche entfernteren Derkehrszicle zu wählen, die mit Sonntagsrück- sahrkarten nicht erreicht werden können. Die Ein- rich.'ung findet beim Publikum wachsenden Anklang. Das beweist die Tatsache, daß in der Zeit vom Mai biS September 1926 nach einer soeben fertiggcftcllten Statistik aller Reichsbahn- direltioncn insgesamt 504 derartige Sonderzüge durchweg mit einer Fahrpreisermäßigung von 33',!, Prozent gefahren wurden. Dl.se Zahl bedeutet eine Erhöhung um 10 Drozent der 1925 erreichten Gesamt,ahl aller gefahrenen Sonder- züge (1925: 460 Sonderzüge). Rund 33700VPersonen sind insgesamt 1926 mit diesen Sonderzügen befördert worden und haben dadurch T'.ile ihrer Heimat kennen gelernt, die ihnen meist bisher fremd waren. Intercs.ant erscheint, haß von den 504 Zügen 55 Wochenendzüge bzw. Züge von mehrtägiger Fahrtdauer waren, wahrend die verbleibenden 449 Züge reine SonntagSsonderzüge darstellten. Die Erfahrung hat gezeigt, daß gerade In Degen dem mit geringerer Bevölkerungs» dichte und mit weniger großen Städten die Wochenend- bzw. SonntagSsonderzüge Im Durchschnitt die beste Besetzung auszuweisen hatten, z. T. sind sogar Züge mit mehr als 900 Teilnehmern besördert worden.
Tie RclchSbahn-Hauptverwaltung erkennt an, daß es der Umsicht und Deschickkichteit einzelner Reichsbahndirettionen durch die Werbetätigkeit für diese Sonberzüge gelungen ist, besondera Erfolge zu erzielen. Die Reichsbahn wird auch weiterhin bestrebt sein. In Hinsicht auf bie kul- t uv «Ile und sozial- und nationalpolitische Bedeutung dieser Wochenendzüge, ihren Ku:iden eine möglichst bequeme Reise mit diesen Zügen ZU ermöglichen. Allzu anstrengende Fahrten sollen tunlichst vermieden werden, dabei werden aber weiterhin mehrtägige genußreiche Fahrten den Ausslüglern ermöglicht werden. Auf preiswerte Unterlunst und Derpfleguna soll besonderer Wert gelegt werden. Auch ist die Reichsbahn bestrebt, für mög'ichste Abwechslung im Programm der Fahrt zu sorgen. Damit nicht einmal angesagte Züge wegen ungenügender Besetzung abgesagt werden ntiUfen.
Bornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch. Ttadttheater: 7.30 Uhr, „Die fünf Karnickel" (Ende 9.45 Uhr). — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Dal- lettmödels". — Astoria-Lichtspiele: „Zigeunerliebe".
— AuS dem Stavttheaterbureau wird uns geschrieben: Auf die heutige Erstausführung dxÄ neuen Schwankes „"$>ie 5 Kar- n i t e r von Julius Pohl sei nochmals hinge- wiesen. In dem heiteren und dabei harmlosen Werke sind in Hauptrollen beschäftigt die Heri-en Goll — der auch die Spielleitung führt —, Bc^ck, Eisig, Gehre, Lenau. Wehrl, Schubert, Kurz- Hof«, und die Damen Baumann, Jüngling. Marcks, von Malten und Scherer. — Die nächsten Aufführungen des Märchens .Frau Holle", das anhaltend großen Bei all und gutbesuchte Hauser erzielt, sind für Donnerstag, dem 30. Dezember und Samstag, dem 1. Januar, jeweils 3>Uhr nachmittags, angesetzt.
TonenbtTlrDtntng durch diesen Zug mrt «ach Bedarf nach folgendem Plan W.ichurg ab 6 32 Uhr nachm.; Löhnberg 6.33; Stockhausen 6 47 BraunselS 6,54 nachm.; Burgsolms 7 01; Albs^ hausen 7.06; Wetzlar an 7.14 nachm.
ti. E i n Meteor. Am Montagabend um 11 Uhr 10 Minuten wurde in L i ch in nörd- llcher Richtung ein Meteor beobachtet, der in einem grünleuchtenden Licht erschien, und zwar so hell, wie man es selten zu sehen Delrgen- heit bat. Da das Licht deutlich von oben aus der höchsten Himmelshöhe von der in der Frost» nacht scharf leuchteTtden Sternenwelt sich loslöste und fast senkrecht zum Horizont hinunter feine weit glänzende Dahn zog. ist es ausgeschlossen, detß e6 sich etwa um eine von Der Erde auS in Die Luft geworfene Rakete oDer Leuchtgranate handelt. Ob Die Lichterschnnung von einem Geräusch begleitet Var, konnte der Beobachter nicht fest stellen, da er sich aus einem Wagen auf Der Landstraße zwischen Lich und Rieder-Dellingen befand. — Ein 2.1er i.i Mücke b.ftäligt in einer Zuschrift an unj diese Beobachtung u.rd bemerkt daza im ei ^elnei folge D s: Gegen 11,15 Uhr in de.- Rächt z.m Dimstag giig an nordwestlchen Himmel ein weißzlähender Kö.per la der Größe eines Gintert mit Heller Beleuchtung auf Dem Fei De rn der Rahe vorn Dampfsägewerk Mücke nieder und vrrschwaad mit einem dumpfen Ton. In ter Flugbahn, dee der Körper feurig zurückließ. warm auf eine z emliche Länge noch sprühend: Funken za sehen.
•* E i n tragischer Dorsal! ereignete sich in der letzten Rächt gegen 12 Uhr in der Walltorstraße <Scke Braugas^e). Dort geriet ter Gärtnererbesitzer Eduard Rieger. Wiesecker Weg 19 wohnhaft. Der sich auf dem Heimwege befand. auS nichtigem A.naß mit zwei Reichswehrsoktal en, von denen Der eine in Uniform, Der andere in Zivil war. in einen Wortwechsel. In dessen Derlaus führte Der In Uniform befindliche Soldat, Der später bei der Untersuchung als der Obergrenadier Joseph Linden von ter 2. Kompagnie festgestellt wurde, einen Schlag gegen Die linke Halsscite Riegers. Durch Den Rieger stürzte und so unglücklich mit Dem Hinter- kopf auf Den Bürgersteig ausschlug. Daß eine schwere Gehirnblutung mit unmittelbar folgendem tätlichen Gehirnschiag cintrat. Hilfsbereite Leute schafften Den Mann in das Wachllokckl Der benachbarten Arbeitersamariterkelonne und riefen ten gleichfalls ganz in Der Rühe wohnenden praktischen Arzt Dr. med. Wolf zu Hilfe, Der aber nur noch Den mittlerweile cingeiretenen Tod feststellen konnte. Rach den ersten Polizei- lichen Feststellungen wurde Die Leiche auf polizeiliche Anordnung von Mitgliedern der Arboiter- famarltertolonne noch in der Rächt dem Friedhof zugeführt. Die weitere polizeiliche Untersuchung führte zu Der Feststellung des obengenannten Täters, ter aus Limburg stammt. Lin Den wurde von Der Kriminalpolizei vorläufig festgrnommen und befindet sich in Der Kaserne in Untersuchungshaft.
•• Elektrische Kirchenheizung Am Weihnachtsheiligabend tourte die elektrische Heizung in der Kirche zu Watzenborn- Steinberg in Betrieb gesetzt. Es ist dies tie erste elektrische Kirchen Heizung im Bersorgungs- geblet der Stadt Gießen. Wie uns mitgeteilt wird, sollen weitere Kirchen mit elektrische Heizung versehen werden.
•• D ie erste ReichSkurzschrlft- gesellschaft „©abeläberger“ und Damenabteilung G eßen eröffnet am 6. Januar ihre neuen Lehrgänge. Dazu schreibt man unS: Das Leben, bas heute mehr denn je Die Menschen zur Schnelligkeit Drängt, erfordert von jedem, daß er seine Zeit ausnüht. Im Schriftverkehr ist hierzu daS erste Mittel die Stenographie. Die Anwendbarkeit der Stenographie ist sehr groß, und wer sie beherrscht, dem bietet sie große Vorteile und reiche geistige Anregung. In ihren auf langjähr ge Erfahrung aufgebauten Kursen bietet die erste ReichskurzschnftgeseL- schast Gelegenheit, die ReichZkurzschrift in allen ihren Zweigen gründlich kennen zu lernen. De- fonbert zu empfehlen ist es, zu Dem verkehrs- schriftlichkn Tell der ReichSkurzscheift auch die Redeschrift zu erlernen, denn erst durch diese lassen sich die hohen Schreibgeschwindig'eiten erreichen. und nur mit ihrer Hilfe ist eS möglich Reden oder Derhandlungen wortgetreu zu folgen. (Bgl. die heut ge Anzeige.)
•' Entschädigungen für Mehraufwendungen erwerbsloser Pslichtarbeit e r. Anläßlich einer Beschwerde darüber, daß entgegen den Bestimmungen Erwerbslose, die mit Pslichtarbeit beschii,tigt werden, das notwendige Werkzeug usw. selbst zu stellen hätten, teilt der Amtliche Preußische Presse ienft auf Grund Der Antwort des Ministers für Delks- wohlfahn mit, eS werde als recht und billig bezeichnet, den Pflichtarbeltern eine Entschädigung für Mehraufwendungen infolge erhöhter Abnutzung von Bekleidung und' Sch uh werk zu gewähren.
•• lieber Rächt Millionär. Au- Höchst a M. tiirö gemeldet und vom dortigen „Kreisbla.t" bcftä.igt: Dem in Höchst, Rathenau- straße 7, 5. Stock, wohnhaften Postschaffner Schneider wurde zu Weihnachten eine Erbschaft von einer Derwandten aus England von vorläufig 1,2 Millionen Mark zu Teil. Rach Der- lauf sehr großer Liegenschaften in England stehen noch wci.ere große Summen in Aussicht. Der glück.ichc Erbe will sich ein Landhaus bauen, um ml. Frau und Kind fortan in Zurückgezogenheit zu leben.
Rentenzahlungen. Zur Richtigstellung unserer gestrigen Notiz wird uns vom Postamt mitgeteilt. daß Das Seifpiel in Der Schlußzeile der gestrigen Meldung richtig wie folgt lauten muß:
6.— Müller
Rm. 21.45.
** Austrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtoiehmarkt: ein Ochse, ein Dulle, sechs Kühe, 875 Kälber. 451 Schafe und 256 Schweine.
Turnen, Sport und Spiel v. f. B.
D. f. D. Liga - 1900 Liga 1:0.
D. f. Bl. Jugend — 19X) 1. Jugend 1:2.
D. f. D. 1. Schüler - 1900 1. Schüler 0:1.
D. f. B. Cigaref. — Lauterbach I. 1:5.
D. f. D Dritte — Rieder-Drechen 1:1
D. f. D Dritte — 5>abamar 1: 4.
(•) Die Begegnung 1900 — B. f. B hat noch nie ihre Anziehungskraft auf die Gießener Fuh- ballgemeinde verfehlt. So waren auch am zweiten Feiertag annähernd 1000 Zuschauer auf Dem Daldsportplatz erschienen, um Zeuge dieses nun schon bald traditionellen Treffens zu sein. Daß
die Spiel« gtoder Ortlgegnet. ebenso wie In allen j anderen Städten, auch hier stets mit einer gewissen Härte aus getragen werden, ist nur za natürlich Ist eS ja doch jedesmal ein Kamps um Die Vorherrschaft im engeren Interessen kreis, den jede Partei unter Aufwand aller Energie für sich entscheiden möchte. Um so treulicher ist es. feftfteUen zu können, daß bei Der Lösung dieser Prestigefrage bnbe Mannschaften trotz erbitterten RingenS sich durchweg einer fairen Sptelweise befleißigten. Einige Fiet ne Derbhiten von hüben und Drüben, Denen sicherlich keine böse Absicht zu Grunde lag. waren wohl nur da» Produkt Der Hitze drt GesechtS und wurden übrigen# auch von Dem ganz vorzüglich amtierenden Schiedsrichter Burkhardt <Kassel) sofort geahndet.
V. f. B trat mit Sefa) für Pltfch und FlachSkomp. 1900 mit Ersah für Idelberger an. Rach einer Viertelstunde vorsichtigen Tasten- sand sich zuerst V. s. B und vermochte durch besseres Zusammenspiei zwischen Läuferreihe und Sturm eine leichte Feldüberlegenheit hn:auSzuschälen. 1900s Deckung war jedoch in guter F>rm: dagegen fand sich (eine Stürmerreihe vorerst nicht zusammen. Aasiallend war daS schleppende Tempo. Erst mit zunehmender Anteilnahme Der Zuschauer wur7e da» Spiel lebhafter und interessanter. Aach ter ©türm Der Vereinigten wurde aktiver; durch wette Slett- vorlagen der Läuferreihe, meist auf die Flügel, gut unterstützt, mach e er der D. f. B Derlei Dl- gung für einige Zeit schwer zu schassen, ohne jedoch zu einem Erfolg zu kommen. Die gut aufgelegte Läuferreihe der Platzmannschaft setzte sich mit ihrem Nachen Zuspiel wieder durch. Die präzisen Vorlagen nahm desändert der In.ren- fturm gut auf. der in schöner Flachlvm bi Nation immer wieder vor drs Gegners Heiligtum zog. Stege r konnte denn auch einen gut vorgetragenen Angriff durch Den ersten un) einzigen Treffer abfchliechen. Bis zur Pause aus- und abgehende Angriffe, ohne daß daS Resultat ge- Lnden tour.e. Rach Wiederbeginn vr.sachte D. f. B. unter allen Umständen, die Torzahl za erhöhen. 1900 hatte jedoch Glück Zw.lmal hals die Torlatte mit. Mehrmals hielt der Tormann noch auf der Linie. Die beftgemeinten Schüsse gingen knapp daneben, oder dräöer. Langsam machte die Spielvereinigung sich frei und wurde nun ihrerseits stark überlegen. Als dann auch noch durch zeitweise- Aasfch.iOen Köhlers die Platzelf mir noch mit 10 Mann spielte, entstanden gefährliche Situationen vor ihrem Tor. Aach hier half einmal Die Torlatte mit, einen Erfolg zu vereiteln. Rach Köhlers Wiedereintritt wieder verteiltes Spiel. Trotz b.Der,"eiligem starken Bemühen, das Resultat zu Verb.s,ern. blieb es bis zum Schlußpfiff beim 1:0 für V. f. B Ecken- Verhältnis 8:6 für Vs f. B Bei voller Anerkennung der guten Gesamtleistung der Spiel- verelnigungSelf darf der Sieg des V. f. D. als durchaus txr.lenl bezeichnet werden.
Vorher standen sich Die beiden ersten Iugendmannfchaften geg nüber. Durch ein Mißverständnis des Schiedsrichters war die V. f. B-Mannschast gezwungen, 8/4 dec Spielzeit mit 10 Mann durchzuhalten. Es ist daher die knappe 1:2-Riederlage alS gutes Resultat an- zusehen. Kurz vor Schlnh wurde ein Spieler deS Gegner- vom Feld v.rwiesen. •
Morgen- mußte sich die 1. Dchülermann» schast Der gleichen der Spielvereinigung mit 0:1 beugen. Die körperliche Ueberlegenheit Der kleinen 1900er gab hier Den Ausschlag.
Am 1. Feiertag verlor die Ligareserve gegen die Lauterbacher mit 1:5. Siser und Energie siegte hier über einr seltene Lahmheit.
Dritte konnte in einer ur. rollständigen Aufstellung bei ihrer Westerwaldt^ise naturgemäß keine besonderen Lorbeeren ernten.
Die hessische Landwirtschaft im Zahre 1926.
In einem Rückblick auf da- Jahr 1926. den die .Hessische Landwirtschaftliche Zeitichriit" veröffentlicht. wird folgendes Gesamturteil über die hessische Landwirtschaft gefällt:
„Das nun zu Ende gehende Jahr 1926 hat unseren hcsiischrn Landwirten nicht gebracht, was sie nach den letzten schweren Jahren erhofften. eine wesentliche Besserung der Verhältnisse. Wohl haben die Witterungsverhältnisse nicht die Schäden wie in den Vorjahren hervorgerufen, abgesehen von einzelnen Bezirken des Landes, besonders in Rheinh.s.en und im Odenwald, wo schwere Gewitter großen Schaden anrichteten. • Die Preisbildung Der Erzeugnisse konnte befriedigen. Die umfangreichen, infolge der schlechten Ernte deS Vorjahres eingegangenen Verpflichtungen wurden aber nicht annähernd abgedeckt. Der ErnteauSfall im Jahre 1926 war zu groß. Die für eine günstige Entwicklung unserer Kulturpflanzen erforoerliche Witterung hat gefehlt, toerm sie auch die Einbringung der Ernte nicht besonders beeinträchtigte. Die Sonne fehlte, um die Pflanzen zur vollen Entwicklung ihrer LelstungSsählzk it bringen zu können. Das Auftreten des Roste» schädigte ten Weizenertrag sehr, ungünstige Witterung während Der Blüte deS RoggenS. sowie Mäuseschaden minderten den Roggenertrag, auch der Gerstenertrag blieb hinter Dem Durchschnitt zurück. Kaum eine Mittelernte brachten die Kartoffeln, während Die Zuckerrüben sich besser anlieben. Der in der Rächt vom 9. zum 10. Mai erngetret?ne Rachtfrost schädigte ausgedehnte Weinbergflächen, das Austreten Der Rebkrankhelten, besonders ter Pero- nospora, unterstützt durch ungünstige Witterung, schädigte fast überall den Ertrag der Weinberge. Rur wenige Bezirke können befriedigende Wein- eyräpe anführen. Sioen teilweisen Aasglcich für diese Ausfälle brachten die st e i g e n d e n W e i n- prelse, sie konnten aber nur zum Teil die Rot der Winzer mildern. Die O b st e r n t e. mit Ausnahme der Bir.aen, war unbefriedigend. Der Absatz des Gemüses srieß auf große Schwierigkeiten und hatte Preise zur Folge, Die unseren Gemüsebau unrentabel gestalten müssen. Die Maul- und Klauenseuche ist im ganzen Lande verbreitet, sie will nicht zur Ruhe kommen und verursacht große Schäden an den Viehbeständen, die s.ch auch in der Rachzucht auswirlen müssen, da monatelang Die Tiere nicht gedeckt werden können. Alle Landwirte haben daS größte Interesse daran, durch sofonlze A.izeige beim Auftreten den Seuchengaiag zu beschleunigen und adzukürzen. So ist im allgemeinen daS Bild, dahier nur in ganz kurzen Zügen gezeichnet werden soll, ein trübes Doch sind die Hoffnungen unsere Landwirte wieder größer geworden, und wir hoffen und wünschen, daß sie im nächsten und den fommenDen Jahren in Erfüllung gehen"
Buntes Allerlei.
(Eine neue Stabt am Suezkanal.
König Fuad von Aegypten hat soeben in feierlicher We.se eine neue Stadt etng.-weiht. Die ihm zu Ehren Port Fuad heißt und auf Der asiatischen Seite deS KanolS Port Said gegenüber liegt. Es ist ein Brauch Der ägyptischen Herrscher seit Der Entwicklung des v l^zkanalS. daß eine Stadt Dort ihren Qlamen trägt So wurde Port Said nach dem Großonkel und Dorgänger von Fuad, Mohammed Said, gmeiint, und IA- mallia nach dem Khed.ve, unter dessen Reg erung der Kanal eröffnet wurde. Port Fuad ist au- kleinen Ansänaen zu einer volkrel<den Stadt geworden und hat eine große wirtschaftliche Zukunft. Vor 15 Jahren zwangen die allzu engen Raumverhältnisse von Part Said die Suezkonal- Gesellschaft, ihre Werkstätten nach dem asiatischen Ufer zu verlegen. Die Gebäude waren bei Kriegsausbruch errichtet, aber noch nicht In Gebrauch genommen, und so wurden sie für militärische Zwecke verwendet. Rach dem Kriege aber wurden die Werkstätten bezogen, und da hort über 1300 Arbeiter tätig waren, so sand man es zu unbequem, die Leute jeden Tag durch den Hafen zur Arbeit zu transportieren u.id wieder abzuholen. So wurden also A.beiterwohnungen in der Rähe Der Werkstätten eingerichtet, und bald wurden attch b ssere Häuser für Die europäischen Beamten Dort geschaffen. Es entstand eine Stadt, Die nach einem e nhe tlichen Plan angelegt wurde. Einzeltie Vi ertel waren nur für Wohnhäuser bestimmt, andere für Läden und Lagerhäuser, wieder andere für Sportplätze. Brette Wege, öffentliche Gärten verschönerten Die Anlage und machten aus ihr eine MustersieDIung. Wie Heliopol s. daS vor 20 Iahren noch eine Sandwüste war und jetzt eine der schönsten Vorstädte von Kiiro ist. so bewies auch das Aufblühen von Port F.iad, wie leich! die Wüste in e nen Blumengarten verwandelt werden kann. Die neue Stadt ist zum V llenvorori von Port Srid geword n. in dem eS einen Badestrand, v eie Vergnügungsstätten und sogar ein Spielkasino gibt. Der Plan besteht. Port Fuad an Stelle von Kcmtara zum Knotenpunkt Der Palästina- Eisenbahn zu machen, und da die Stadt auch einen ausgezeichneten Hafen besitzt, so dürfte si« bald eine große Dck>eutuag erlangen.
Der Rückblick spricht bann po* Den schweren Verlusten an hervorragenden, tüchtigen Männern. Die Die hessisch: Landwirtschaft im Jahre 1926 au verzeichnen hatte. Dem Minlsderialrat Ge- Damen La ndeSökvnvmierat Müller und Dem Direktor Dr. von Peter werden auSsüheliche ehrende Rachruse gewidmet. Ferner wird Der hervorragenden Verdienste deS Geh. Hofrates Prof Dr GiseviuS in Gießen gedacht, seiner Tätigkeit an Der Landes Universität und olS Direktor des Landwlnschastlichen Institutes DaS neue Gesetz über Die Ai tert grenze Der Staatsbeamten setzte feiner Tätigkeit zu früh daS Ziel. Auch Der Direktor Der badischen Land- wtrtschastSkammer Dr. Dr. h c. Müller in Karlsruhe, Der viele Jahre seines Lebens Der hessischen Landwirtschaft gewidmet Hal, ist von feinem Amt zurückgetreten.
Das Jahr 1926 wird, so heißt es weiter in Dem Rückblick, in Der Geschichte der hesttschen Landwirtschaft ein besonderer Markstein sein durch Mc Tagung des Deutschen LandwirtschastS- rateS in Darmstadt. Hier waren die Vertreter und Führer Der deutschm Landwirtschaft zu ernsten Beratungrn versammelt. Die Beratungen hatten ihre besoadrre Bedeutung durch Die Anwesenheit Der Vertreter Der Reichs reg ierung und vieler Landesregierungen. Anwesend waren u. a. Reichskanzler Dr Luther, R:ichsernährungS- Minister Dr Has linde, Reichsbankpräsident Dr. Schacht, der hessüche Staatspräsident 111- r l ch der Minister für Arbeit und Wirtschaft Raab, der hessische Finanzminister Henrich Ministerialdirektor Hebel. GS folgt nun ein ausführlicher Bericht über Die Tagung. Der mit nachstehenden B.merkungen schließt: .Die Auswirkungen Der Beratungen in Darmstadt waren nicht von dem Erfolg begleitet, den sich Die hessische Landwirtschaft hätte wünschen müssen. Bei den Im Laufe deS Jahres noch stattgesun Denen Verhandlungen über Handelsverträge und den Zolltarif wurden nicht immer di: Interessen Der deutschen Landwirtschaft ausreichend berücksichtigt."
Der Jahresbericht schlleßt mit den Worten .Ueberschauen wir das zu Ende gehend« Jahr nochmal-, Dann hat es nicht alle Hoffnungen erfüllt, aber doch Die Anfänge einer Besserung in Der nahen und fernen Zukunft auszuweisen. Dies: Hoffnung kann aber nur zur Tat werden, wenn die deutsche Landwirtschaft in Stnigkett ihre 3nterc,jen vertritt."


