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Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheflen)

M. 254 Drittes Blatt

Zrettag, 29. Oktober 1926

Turnen, Sport und Spiel.

Richtige Wintersport-Vorbereitung.

Don Fritz Strube, Hannover.

Menn im Herbst die Bäume blätterleer wer- den, dann denkt jeder Skifahrer mit Freuden daran, daß nunferne Zeit' bald gekommen ist. Die Skier werden hecvorgeholt, die Stiefel nach- gefehen, die Kleidung wird in Ordnung gebracht, uni) so alles, was zum richtigen Skifahrer gehört, in wetterfesten Stand gefetzt. Alles? Dein, eins ist gewöhnlich immer vergessen worden, und das ist der eigene Körper. An ihn denken die wenigsten, ihn haben nur wenige Skisahrer vor- bereitet, lind doch ist diese Vorbereitung die allerwichtigste: denn der Körper und seine Or­gane müssen die größten und schwersten An­strengungen aushalten.

Ein Körper, der sich im Sommer wenig ausgearbeitet hat, ist nicht auf einmal imstande, beim ersten Schnee unbeschadet weite Touren auf Skiern zu machen. Die Folgen machen sich bald bemerkbar, und wenn auch nicht gleich, so wird doch der Körper erheblich geschwächt. Schon im Sommer macht das einfache Bergsteigen Schwie­rigkeiten, man stöhnt und pustet und schwitzt. Lind nun soll der Körper beim ersten Schnee ohne besondere Vorbereitung gleich große An­strengungen aushal.cn, auf Skiern Berg und Tal überwinden, bergan, bergab steigen! Jede andere Sportart hat ihr besonderes vordere ttcndes Training, nur der Skisport nicht. Ob ein echter Skifahrer an dem Trockenkursus in seinem Ver­ein teilnimmt und wenigstens hierbei seine ver­steiften Glieder etwas rührt, bleibt sehr zu be­zweifeln. Weniger der Körper und seine Muskeln, als vor allem Herz und Lunge sind es, die so einer großen Gefahr ausgesetzt sind. Wenn ein Skiläufer auf der Ebene 20 bis 30 Kilometer am Tage im Laus zurücklegen wollte, so wäre ihm dies wohl ohne Training nicht möglich. Aber ohne Training sollen Körper und Organe die Anstrengungen eines gleich langen Marsches, dazu noch mit Heberwindung der bergigen Hindernisse, durchhalten, nachdem der Skifahrer mehrere Monate nicht auf den Brettern ge­standen hat. Es ist klar, daß hier eine Warnung an alle die ergehen muß, die sich sofort bei den ersten Schneewehen mit ihren Brettern in die Berge begeben, um nach Möglichkeit jede Minute des langentbehrten Genusses wieder teilhastig zu werden. So mancher hat diese Unvorsichtig­keit sein Leben lang büßen müssen, hat einen Herzfehler oder eine andere Schädigung davon­getragen. Dabei sei noch ganz davon abgesehen, daß die Unfälle in diesen Tagen größer sind als sonst, da die Bretter in den ersten Stunden noch ungewohnt und schwer scheinen und durch die eher eintretende Müdigkeit Unaufmerksam­keit auftritt, so daß Unfälle noch leichter vor­kommen.

Genau so wie der Läufer ein Hallentraining im Winter durchführt, daneben noch regelmäßig den Waldlauf pflegt, muß der Skiläufer, auch wenn er nur zum Vergnügen in die Berge geht, sich an die Heberwindung langer Strecken ge­wöhnen und seinen Körper bis ins einzelne vor­bereiten. Der Wettkämpfer natürlich muh diese Forderung noch in ganz besonderem Maße er­füllen. So bleibe die Anregung nicht ohne Nach- ahmung, überall zu Beginn des Herbstes die Skiläufer zusammenzufasfen und sie unter einheit­licher Leitung nach gleichen Richtlinien für die Anstrengungen der Fahrten vorzubereiten, vor allem Herz und Lunge zu stählen. Wer im Sommer wenig körperliche Bewegung gehabt hat, im Herbst und Winter in warmen Stuben sitzt, der kann nicht urplötzlich kalte Winterluft in den Bergen in Massen einatmen, um so mehr, wenn noch große körperliche Anstrengungen damit ver­bunden sind. Herz- und Lugentätigkeit sind eng miteinander verbunden, deshalb gewöhne man beide an Kraft und Ausdauer. Man kann bei Beginn der kühleren Witterung im Oktober überall mit den Waldläufen für Skifahrer be­ginnen, und vielleicht noch einmal in der Woche einen Ghmnastikabend in der Halle rnitrnachen, um die Muskulatur zu dehnen, zu kräftigen und geschmeidig zu machen. Viele Skifahrer be­tätigen sich im Sommer sportlich überhaupt kaum, so daß gerade für sie eine körperliche Vorberei­tung nötig ist. Aur bei einer richtigen Durch­arbeitung des Körpers macht der Skisport un­getrübte Freude, dann ist man auf der Höhe seiner Leistungssähigkeit und kann sich den winter­lichen Freuden ohne Einschränkung voll und ganz hingeben.

Turnersechten im Mittelrhein­kreis <D» T.)

--- Die Meisterschaft des Mittel­rheinkreises der D. T. im Deg en fechten wurde unter Leitung des Kreisfechtwarts O t t in der Halle der FrankfurterEintracht" entschieden. Heim (Offenbach), der durch seine hervorragende Technik schon Kreismeister im Florett geworden ist, konnte auch iin Degen den ersten Platz belegen. Als 2. Sieger folgte Dr. Schöndube (Frank­furt a. OH.), als 3. Dr. Kalk (Frankfurt a. M.).

Fechten im Turngau Hessen.

= Der vorige Sonntag führte die Fechter der 3. Gaugruppe im Mittelrheinkreis, d. h. die Fech­ter des Gaues Hessen, nach Wetzlar, wo als letzte fechterische Veranstaltung dieses Jahres ein Ausscheidungsfechten für Jung- mannen im leichten Säbel stattfand. Das zu­nehmende Interesse am Fechten zeigt sich in der «starken Beschickung des Wettkampfes, z«u dem 30 Iungmannen angetreten waren und der unter Leitung von Gaufechtwart G r o o s (Marburg) einen spannenden Verlauf nahm.

In der Vorrunde wurden vier Gänge zum Austrag gebracht. In der Cirdrunde lieferten sich die 8 besten Fechter 28 Gefechte. Die ersten 4 Sieger traten auf Grund ihrer Leistungen in die Altmannenklasse über.

Die Gaufechterversammlung, die sich am Nach- mittag dein Wettkampfe anschloh, brachte nach einem Rückblick über die fechterische Tätigkeit im abgelaufenen Jahre eine rege Aussprache. Dabei wurde anerkannt, daß das Fechten rin Gaugebiet gute Fortschritte gemacht habe, wie

das ja auch das Ausscheidungsfechten am Vor­mittag bewiesen, das gute Beinarbeit, gutes Klingenspiel und durchweg leichtes Schlagen ge­zeigt hat. Eingehend besprochen wurde der Ar­beitsplan für das neue Turnjahr 1926/27.

Nachstehend bringcrt wir die Siegerliste: 1. L. Gerhardt. Tv. 1846 Gieß en: 2. K. Mulch, Tv. Wetzlar: 3. QL Müller. Tv. 1846 Gießen: 4. H. Fisch, Tv. 1860 Dad-Aauheim: 5. E. Lemke, T. u. Spv. Marburg: 6. H. Lampert, Tv. 1860 Dad-Aauheim: 7. H. Derlich. Tv. 1860 Dad-Aauheim: 8. W. Frihius, Mtv. Gießen, 9. L. Kraft, Mtv. Gießen: 10. O. Lachmund, T. u. Spv. Marburg und H. Kilian, T. u. Spv. Marburg: 11. W. Bangel. To. Wetzlar: 12. E. Deck, T. u. Spv. Duhbach: 13. F. Koch. Tv. Wetz­lar: 14. E. Schlag, Tv. 1860 Dad-Aauheim: 15. W. Fink, T. u. Spv. Marburg: 16. E. Kühn, Tgm. Friedberg, und A. Drack, Tgm. Friedberg: 17. H. Herr, Tv. 1860 Dad-Aauheim.

Aus dem Turngau Hessen.

Waldlauf des 4. Bezirks.

= Der Herbstwaldlauf wurde in diesem Jahre zum erstenmal als (Saute anstaltung durch- geführt, die, wie wir berichtete'.:, in Marburg stattgefunden hat. Der verkehrsabgelegene 4. (Vogelsberger) Bezirk konnte daran nicht teil­nehmen. Er veranstaltete daher am letzten Sonn­tag selbst einen Waldlauf, der eine sehr gute Beteiligung aufzuweisen hatte und trotz schlechter Witterung auch gute Ergebnisse zeitigte. Wir geben aus der Sieger liste nachfolgend einen Auszug:

5000 Meter (23 Teilnehmer, 17 Sieger): 1. R. Vollmüller, Tv. Schlitz, 17 Min. 20 Sek. 2. H. Stein, Tv. Lauterbach. 3. P. Boß, Tv. Maar. 8. K. Kohl, Tv. Burg-Gemünden. 12. A. Keil, Tv. Ober-Ohmen. 13. H. Karl, Tv. Burg- Gemünden. 14. H. Männvle, Tv. Durg-Gemün- den: K. Köhl II., Tv. Burg-Gemünden.

3500 Meter (12 Teilnehmer, 11 Sieger): 1. Gg. Römer, Tv. Schlitz, 12 Min. 44,2 Sek. 2. O. Stock, Tv. Lauterbach. 3. H. Helfenbein, Tv. Maar. 6. QI. Momberger, Tv. Ober-Ohmen. 8. W. Wehrheim, Tv. Burg-Gemünden. 11. H. Kratz, Tv. Aieder-Ohmen.

1 500 Meter (12 Teilnehmer): 1. H. Schmidt, Tv. Schlitz, 4 Min. 8,11 Sek. 2. Fritz Weber, Tv. Schlitz. 3. H. Dechert, Tv. Lauter­bach.

Die Mannschaftspreise für beste Ge­samtleistungen erhielten: 1. Tv. Schlitz, 2. Tv. Lauterbach, 3. Tv. Burg-Gemünden.

Lahnkreisliga.

h. Der gute Wille der S.-Dg. 1900 Gie­ßen zur Meisterschaft muh hinter ihrem schuß- schwachen und unentschlossenen Sturm zurück­stehen. Ihr 2 2 gegen Frankenberg beweist das erneut. Ockershausen will der führen­den Germania Marburg ernstlich zu Leibe. Das sagte der 6:l°Sieg gegen den wirklich nicht schlechten D. C. Wetzlar. Wetzlar vergab sich , damit alle Chancen auf den Meistertitel, ileber- raschend gut hielt sich Aiedergirmes gegen Herborn in Herborn. 1:1 bedeutet für die Wetzlarer Vorstädter einen Erfolg. Gladen­bach erzielte auf eignem Platz 3 Tore, Ger - maniaMarburg deren fünf. Marburg mußte sich anstrengen, um zu gewinnen, führt aber jetzt mit relativ zwei Punkten vor Ockershausen.

Am kommenden Sonntag greift erstmalig der F. C. Wetzlar in den Betrieb der Lahnkreis­

spiele ein, und zwar In Butzbach gegen V. f. R. Durch die lange Spielpause sind die F.C.er noch nicht genügend in Form, um einen allzu ernsten Gegner abzugeben. Trotzdem werden sie wohl mit geringem Torunterschied Sieger bleiben. Als Hauptspiel des Sonntags steigt in Marburg der neue Lokalkampf Ockers- hausen gegen Germania mit letzterer als Platzverein. Ockershausen kann im Falle eines Sieges relativ punktgleich mit Germania werden. 1900 Gießen sollte auf eigenem Gelände gegen die am Tabellenende stehenden Dillen­burger gewinnen. Frankenberg steht in Gladenbach vor einer schweren Aufgabe, während D. C. Wetzlar Herborn empfängt. Auch hier ist der Sieger nicht ohne weiteres vorherzusagen.

Um die KreismeiftersZ'aft im Arberter-Turn- und Sporlbund.

£ In fünf von den sechs in Frage kommen­den Bezirken sind die Dezirksmeister ermittelt. Aur der sechste Bezirk ist mit seinen Spielen noch im Rückstände: hier bleibt die Frage noch offen, ob der alte Dezirksmeister Dorheim durch Friedberg abgelöst wird. Da in diesem Jahre der Kreismeister erstmalig durch Vor- und Rückspiel der Dezirksmeister untereinander ermittelt wird unb alle in Frage kommenden Mannschaften einmal in Gießen spielen, fei eini­ges über die Mannschaften gesagt.

Den ersten Bezirk vertritt Mörfelden (Turner). Bei 16 Spielen gewann die Mann­schaft 12, spielte 2 unentschieden und verlor 2. Die sehr spielstarken Darmstädter wurden im Entscheidungsspiel 4:0 geschlagen. Einer der ersten Plätze bei den Kreisspielen ist der Mannschaft zuzurechnen.

Der zweite Bezirk hat fast immer den Kreis- meister gestellt. D. f. D. 1913 Frankfurt hat diese Ehre mehrmals gehabt und war auch schon einmal süddeutscher Meister. In dieser Mannschaft wird wohl auch der voraussichtliche Kreismeister zu suchen fein. Bei allem Kamps- spielcharakter des Fußballs zeigt die Mannschaft stets ein einwandfreies und hochanständiges Spiel.

Als Vertreter des dritten Bezirks wurde Gießen ermittelt. Der Mannschaft darf man schon zutrauen, daß sie bei Beendigung der Kreis­spiele bestimmt nicht am Schluß marschiert. Ihre besten Spiele zeigt die Mannschaft immer, wenn sie am ruhigsten ist. Sturm, Läuferreihe und Verteidigung ergänzen sich einander und sind sich gleich. Jedenfalls bot die Mannschaft, be­sonders in der Aachrunde, keinen Versager. Sie wird sich schon durchsetzen.

Der Meister des vierten Bezirks, Hanau, ist ein Aeuling und hat innerhalb eines Jahres eine beispiellose Entwicklung durchgemacht. Dank ihrer großen Schnelligkeit und Ausdauer konnte die Mannschaft ihren spielreiferen Meisterschafts- Rivalen, Teutonia Offenbach, in einem zwei Stunden währenden Entscheidungsspiel 2:3 nie­derringen. Wie sich die Mannschaft in den Kreis­spielen hält, muh abgewartet werden.

V. f. R. Wiesbaden vertritt als Meister den fünften Bezirk, und hat sich einwandfrei an die Spitze gesetzt. Bei 13 Spielen wurden 8 gewonnen. 4 unentschieden gespielt und nur ein Spiel verloren. Trotzdem kann man der Mann­schaft ob ihres unruhigen Spiels wenig Aus­sichten bei den viel schwereren Kreisspielen geben.

Was der Sonntag bringt.

Die Vezirksttga in Hessen - Hannover.

tz. Am nächsten Sonntag treffen sich in der Südgruppe V. f. D. G i e ß e n und der Altmeister Kurhesfen Kassel in Gießen. Fulda und Hessen 09 Kassel begegnen sich in Kassel.

Die Dezirksnordvereine treffen sich: in Münden Hellas gegen 05 Göttingen: in Kassel T ura gegen S.-Va. Göttingen; in Einbeck F. V. und Spielv. Kassel. In Münden und Einbeck werden die Gäste, in Kassel Tura Sieger bleiben. Gerade in letztgenanntem Spiel In Kassel treffen aber doch zwei ungefähr gleichstarke Gegner aufeinander und mit der S.-Vg. Göttingen ist immer noch zu rechnen.

D. f. D.

(=) Nächsten Sonntag findet auf dem Wald­sportplatz ein Spiel von außergewöhnlicher Bedeu­tung statt. Die Ligamannschaft des V. f. B. trifft im fälligen Derbandsrückspiel mit der stärksten Mannschaft der Südgruppe von Hessen-Hannover, sowie wohl auch des ganzen Bezirks, den bekannten Kurhessen-Kassel" zusammen. Der Name Kurhessen-Kassel" hat von jeher einen guten Klang, errang doch die Mannschaft mehrere Jahre hinter­einander die hessisch-hannoversche Meisterschaft. Im Vorjahre hierin vonSport" Kassel abgelöst, gelang es ihr nachher in einem Privatspiel durch einen wenn auch knappen, aber verdienten Sieg über den alten Rivalen sich diese Würde inoffiziell wieder­zuholen. Auch in Gießen ist der Altmeister kein Un­bekannter mehr; seine hrevorragenden Leistungen in seinen hiesigen Spielen gegenSportfreunde" Siegen und Sportclub 1900 sind noch in bester Er­innerung. Auch V. f. B. mußte sich vor wenigen Wochen im Vorspiel in Kassel eine empfindliche Niederlage mit nicht weniger als 1:7 gefallen lassen, ebenso kurz darauf die Vereinigten Marburg mit sogar 0:7. Am letzten Sonntag mußte auch die in den diesjährigen Verbandsspielen ungeschlagene Hermannia" Kassel dem Altmeister die Punkte über­lassen. NurBorussia" Fulda kann sich rühmen, den Kasselanern bis jetzt die einzige Schlappe beigebracht zu haben. Man merkt derKurhessen"-Mannschaft, bei der sich wirklich gutes Können mit einem un­beugsamen Siegeswillen paart, die fruchtbare Ar­beit ihres früheren Berufstrainers, des Ungarn Molnar, an. Daß der bevorstehende Kampf trotz anerkannter Spielstärke des Gegners durchaus fein einseitiger werden wird, kann im Hinblick auf die starke Form Verbesserung der V. f. B.-Mannschaft vorausgesagt werden. Die Entwicklungkurve der aufstrebenden Elf bewegte sich in den letzten Jahren stets nach oben, wobei Rückschläge durchaus als

normal zu bezeichnen sind. Nachdem sie sich im Vor­jahre die Meisterschaft der Lahnkreisliga erkämpft hatte, kann auch ihr bisheriges Abschneiden in der ersten Ligaklasse, der Bezirksliga von Hessen-Han­nover, trotz Kasseler Schlappe als sehr aussichtsreich angesehen werden. Ihre beiden letzten Siege, beson­ders derjenige über Fulda, der in westdeutschen Sportzeitungen als sensationell bezeichnet wurde, geben zu guten Hoffnungen Anlaß. Die Gießener Mannschaft wird am Sonntag unbedingt ihr Bestes einsetzen müssen, wenn sie bestehen will. Bei dem derzeitigen Geist der Gießener liegt ein knapper Sieg durchaus im Bereich des Möglichen.

Die Spiele der übrigen Mannschaften seien nur kurz angegeben: LigareseroeLigareseroe Butzbach; III. MannschaftSpielvga. 1900 IV.; IV. Mann­schaftHeuchelheim II.; III. Jugend Watzenborn Iugendmannschast I. Schüler Spiel-Dgg. 1900 I. Schülermannschaft.

Spielvereinigung 1900 Bietzen.

ö. Ein Fehler der maßgebenden Spott- behörde bringt es mit sich, daß am kommenden Sonntagnachmittag in Gießen zwei Ligafußball- wettspiele zu gleicher Zeit crusgetragen werden.

Die Ligamannschaft der Spielvereini­gung 1900 empfängt Gäste aus dem Dillgebiet. Die 1. Elf der Sportvereinigung Dil­lenburg hat bis jetzt mit wechselndem Erfolg an den Meisterschaftsspielen der Lahnkreisliga teilgenommen. Trotz größter Bemühungen und auch einiger Punktgewinne ist es dieser Mann­schaft aber noch nicht geglückt, vom Tabellen­ende, das sie gemeinsam mit Duhbach inne hat, wegzukommen. Auch 1900 hat eine zu unbeständige Form; das beweisen die 5 Derlustpunkte in 5 Spielen. Die Spielvereinigung 1900 Gießen zeigte in bezug auf Feldspiel immer noch technisch die besten LÄstunaen von allen Vereinen der Lahnkreisliga. Desäße die Marmschast einige schußsichere Stürmer, so brauchte sie noch keinen Spiel- und Punktverlust zu beklagen. Die Gäste besitzen einen guten Torwart, der aufs beste unterstützt wird von einer sicheren, energischen Verteidigung, so daß es für nicht schuhgewandte Stürmer schwer ist, Tore zu erzielen. Man rechnet mit einem wenn auch knappen Sieg der Einheimischen.

Die Ligareserve empfängt die gleiche des F. C. 05 Wetzlar und wird sich wohl die Punfte nicht entgehen lassen. Die 3a (Lehr- Mannschaft) spielt gegen SportclubHes- s e n II. Man erwartet einen weiteren Sieg, wenn auch nicht in der Höhe, wie die vorher­gehenden. Die 3 b spielt gegen die 3a- Mann­schaft des Vereins für Dewegungs-

spiele. Auf den Ausgang dieses Treffens ist man ganz besonders gespannt.

Tie 1. Iugendmannschaft fährt zum letzten Spiel in der 1. Serie nach Wetzlar zum D. C. Aachdem diese Mannschaft alle seit­herigen Spiele siegreich beendete, hofft man auch im letzten auf einen überlegenen Sieg, da sie zur Zeit im Lahnkreis ohne Konkurrenz fein dürfte. Die 2. Jugend ist spielfrei. Die 3. Jugend empfängt die 1. Jugend Leun und wird sich . wohl eine Niederlage gefallen lassen müssen. Vor dem Ligaspiel spielt die Schülermann- schäft erstmalig gegen die Schüler vom V. f. B. Gießern

Handball M. T. V.- T. D. 46 Gietzen.

Am kommenden Sonntag stehen sich diese beiden Mannschaften auf dem Waldspottplc») des V. f. B. wieder gegenüber. De.dc verfügen über gute Spielstärke. Technisch sind die Männer- , turnet den 46cm etwas überlegen. Die meisten Siegesaussichten sind daher wohl den Männer- > tumern zuzusprechen, da diese wohl in stärkster Aufstellung antreten, während 46 ohne den im letzten Spiel gegen Nauheim verletzten Sturm­führer an treten muh.

Aus dem ArbeUer-Turn- und Svor-bund.

Freie Turnerfchaft Gießen.

£ Der kommende Sonntag ist der letzte spiel- , freie Sonntag für den Dezirksmeister (Sieben, dann beginnen die Spiele um die Kreismeister­schaft.

Um vorher noch einmal die Kräfte auszu­probieren, hat sich die Mannschaft für Sonntag einen Gegner aus dem zweiten (Frankfurter) Dezirk verpflichtet, die erste Mannschaft des Sportvereins Vilbel. Die'e nimmt bei den jetzt beendeten Spielen um die Dezirksmeister- schäft in ihrem Dezirk einen guten Mittelplah ein, und dürste den Gießenern kein leicht zu nehmendes Spiel liefern. Die Stärke der Mann­schaft liegt in der vorzüglichen Stürmerreihe. Da der Sturm der Einheimischen ebenfalls einen recht produktiven Fußball spielt und eine etwas weniger stabile Verteidigung vor sich haben wird, dürfte wohl mit einem glatten Sieg des hiesigen Dezirksmeisters zu rechnen sein.

Vorher treffen sich die II a - M a n n s ch a f t Gießens und die 2. Mannschaft Vil­bels. Die Dilbeler Zweite hat in ihren Ver­bandsspielen ganz beachtenswerte Resultate er­zielt. Sie schlug z. D. die 2. Mannschaft von Weststern Frankfurt 12:21 Auch hier darf man gespannt sein, wie sich die Einheimischen dieses Gegners erwehren. Katastrophal kann das Resul­tat nicht werden, denn die Gießener Zweite hat, wenn sie will, schon manchen gefährlichen Gegner abgeschüttelt.

Die Handballmannschaft trägt am Sonntag vormittag auf dem Trieb ihr Pflicht­spiel gegen die Handballer der Freien Tumer- schaft Krofdorf aus. Letztere Mannschaft ist Anhänger, es muh also mit dem Urteil über deren Leistungen bis nach dem Spiel gewartet werden. Auf allen anderen turnerischen und sportlichen Gebieten zeigt der Verein aber immer gutes Können.

3ugenbfpieterlag in Heuchelheim.

Am Sonntagvormittag wird auf dem Heuchel­heimer Sportplatz erstmalig ein Iugendspielertag des dritten Dezirks durchgeführt. Zweck der Ver­anstaltung ist nicht die am besten spielende Mannschaft festzu stellen, es soll vielmehr damit erreicht werden, eventuelle Auswüchse des Fuß­ballspiels schon bei der Jugend auszumerzen. Zu diesem Zweck wurde ein besonderes Wer- tungsshstem gewählt. Gespielt wird zweimal 15 Minuten. Nicht der ist Sieger, bei: die meisten Tore schießt, sondern der, der am schönsten und am anständigsten spielt. Jede Mannslyast hat beim Betreten des Platzes 100 Punkte. Die er­rungenen Vorteile werden zugezählt, auf der anderen Seite für alle Regelverstöße usw. eine gewisse Anzahl Punkte in Abzug gebracht. Die höchste Punktzahl am Schluß entscheidet dann den Sieger. Derartige Wertungsspiele öfter dnrchge- fübrt, werden ein vorzügliches Erziehungsmittel abgeben.

(Eine Bezirksootturnerslunde findet am Sonntagvormittag in Gießen statt, die nach dem turnerischen Programm zunächst Geh- und Laufübungen durchüben wird. Der weitere Turnplan bringt gymnastische Hebungen, die Freiübungen für das Jahr 1927, sowie Spiele und Geräteturnen. Die Sitzung am nachmittag wird zunächst den am vormittag geturnten! Hebungsstoff besprechen, um dann nach der Ent­gegennahme von Berichten die Wahl der Be- zitts- und Gruppentumwarte vorzunehmen.

Gießener Schwimmer in Offenbach.

Am nächsten Sonntag veranstaltet der Schwimm- [portoeremMoenus" Offenbach a.M. im dortigen Hallenschwimmbad einen Staffeltag, der, wie immer, eine gute Besetzung gefunden hat. Der Gießener Schwimmoerein wird mit einer Herren- b r u ft ft a f f e I dreimal 112 Meter unb einer Jugendlagen st affel dreimal 112 Meter ver- ' treten sein. In der ersteren dürfte es, zumal die Mannschaft mit Ersatz für den erkrankten Dr. E ck antreten muß, kaum zu einem Siege reichen. Der 1. Frankfutter Schwimmklub dürfte hier die beste - Mannschaft an den Statt bringen. Immerhin kann , Gießen den zweiten Platz vor .Hungdeutschland" 1 Darmstadt und Frankfurter S. B. belegen. Auch die Jugendlagenstaffel des Gießener S. V. wird sich mit Platzehren begnügen müssen. Die Entschei­dung sollte hier zwischen dem 1. Frankfurter S. E. ; unbMoenus" Offenbach liegen. Ausschlaggebend . wirb meist bie Beherrschung ber Wenbetechnik sein, ' ba die Offenbacher Bahn sehr kurz ist.

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