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23. September 1926.

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hat er im Hnnniel igen Engel, und Wen Ausganr des fünften Ehren des Erzenge s ehe errichtet, und pater noch MRJ* iss der erste Glchioens i Kampf gegen imentllch d°rt

Eland^A m &el 6er 5ku; Konzil zu Mainz

Äftt6ii 8, Kartoffeln 4. Fallapfel 8. Aepfel 10 ViS 30, Dirneir 8 bis 20. Zwetschen 20 bis 25, Pfirsiche 25, Preiselbeeren 65, Weintrauben 40 bis 90. Tauben 80, junge Hahnen 100, Suppen­hühner 100 bis 110, Gänse 100 bis 120; das Stück: Eier 15 bis 16, Blumenkohl 10 bis 100, Salat 5 bis 12, Salatgurken 10 bis 30, Endivien 10 bis 15, Ober-Kohlrabi 5 bis 12, Lauch 5 his 10, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 50, Radieschen (Dd.) 12 Pfennig.

Bornotizen.

Der Goethe-Bund gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß er sich trotz aller Be­mühungen gezwungen sieht, den für den 10. Oktober vorgesehenen Vortragsabend des indischen Dichters Rabindranath Tagore abzusagen. Siehe Anzeige.

Wettervoraussage.

Kühles und durchweg trockenes Wetter.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: 12,8 Grad Celsius, Minimum: 7 Grad Celsius. Nieder­schlage: 0,2 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 8,4 Grad Celsius.

* Personalien. 3n den Ruhestand ver­seht wurden der Oberstudienrat am Landgvaf- Ludwigs-Gymnasium zu Gehen Ludwig Hüter auf sein Rachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober 1325 und der Lehrer Heinrich G e m m e r an der Volksschule zu Merlau, Kreis AlZfeld, auf sein Rachsuchen wegen geschwächter Gesundheit, eben­falls mit Wirkung vom 1. Oktober 1926. Er­nannt wurde Katharine Schneider zu Großen- Buseck zur Handarbeitslehrerin an der Volks­schule zu Grohen-Duseck und Umgegend.

** Ehrung des Postamtmanns Kohlhase. Man schreibt uns: Herr Postamt­mann K o h l h a s e, der am 1. Juli v. 3. nach Offenbach a. M. verseht wurde, konnte jetzt seine Familie nach dort übersiedeln lassen. Aus diesem Anlaß wurde ihm, dem mehrjährigen 1? Vorsitzer der hiesigen Ortsgruppe der Deutschn. Volks - Partei, am Sonntage von einer Abordnung des engeren Vorstandes zum Andenken an seinen langjährigen Aufenthalt in Gießen ein von Frau Kowarzyk gemaltes Aquarell überreicht, das eine Ansicht des Gleibergs, Vetzbergs und Dünsbergs vom Wismarer Weg her darstellt, eine Ansicht, wie etwa sie sich auch von der Marburger Straße aus der Rähe der Bücking-Straße aus ausnimmt. Der Führer dieser Abordnung die beiden Vor­sitzer sind zur Zeit verreist Prof. Heuser hielt dabei eine Ansprache, in der er die mannig­fachen Verdienste des Gefeierten um die Orts­gruppe hervorhob.

** Eine zweite Erdbeerernte in diesem Jahre kann in diesen Tagen Herr H. M a r t i n , Bruchstrahe 15 wohnhaft, einheimsen. Er besuchte uns gestern vormittag, um ein Büschel ausgereifter Erdbeeren zweiter Ernte aus feinem Garten vor uns zu präsentieren. Die Früchte sahen recht appetitlich aus.

** Versuchter Fahrrad raub. Der Polizeibericht meldet: Am Samstagnachmittag gegen 6V1 Uhr wurde ein Mädchen aus Stein­bach von zwei jungen Burschen, die oberhalb der Heil- und Pflegeanstalt auf einer Dank saßen, überfallen und ihm das Fahrrad entrissen. Als die Täter eines von Steinbach her kommenden Autos ansichtig wurden, liehen sie das Fahrrad fallen und liefen nach dem alten Schiffenberger Weg davon. Es handelt sich um zwei junge Burschen im Alter von 20 bis 21 Jahren. Per­sonen, die sich um die fragliche Zeit in dieser Gegend befunden haben und nähere Angaben über die in Betracht kommenden Täter machen können, werden ersucht, bei der Kriminalpolizei in Giehen vorzusprechen.

Zur Warnung. Wie unser Grünberger ^-Berichterstatter meldet, ist in Reinards- Hain eine Frau aufgetreten, die sich Müller nannte und angeblich aus Freienseen stammen

wollte. Sie sammelt« in dem Orte für die not­leidenden Abgebrannten in Freienseen, für die auch recht reichlich gegeben wurde. 3n einem Hause, dessen Bewohner in Frerenseen gut be» rannt sind, erkundigte man sich nach verschiedenen dort wohnenden Familien, und dabei stellte sich heraus, dah die angebliche Frau Müller aus Freienseen keinerlei Auskunft geben konnte. Als der Mann daraufhin starke Zweifel an ihrer Person und ihrem angeblichen Auftrage äußerte, gab sie ihm die bereits erhaltene Spende zurück und verschwand mit den übrigen gesammelten Be­trägen schleunigst aus dem Orte. Der Vorfall möge zur Warnung dienen.

" Der W i n t e r f a h r p l an. 3n der Rächt vom 2. zum 3. Oktober beginnt der Winterfahrplan. Er bringt sehr erhebliche 2len- derungen, zum Teil auch bei den großen durch­gehenden Verbindungen. Wer viel unterwegs ist und unliebsame Zwischenfälle vermeiden will, gebe seine Bestellung auf dasStrom" Kurs­buch ohne Verzögerung auf. Die bewährten und meistgebrauchtenStorm" Kursbücher wer­den rechtzeitig wieder überall zu haben sein. Außer der großen AusgabeReich" (RM. 4.) kommt für unser Derkehrsgebiet die Teilausgabe Mitteldeutschland und West- und Süddeutschland in Betracht.

* Der WandervogelHöhenflug" feierte, wie man uns schreibt, am Samstag im Katholischen Vcreinshaus sein 7. Stiftungsfest. Die Fei 'r wurde eingeleitet durch gut ausgeführte Musikstücke. Ein eigens zu dieser Veranstaltung verfaßter Prolog fand reichen Beifall. Sodann begrüßte der 1. Vorsitzende, Herr Mader, die zahlreich erschienenen Festgäste und den Gesang­vereinHarmonie-Gemütlichkeit". Hierauf wech­selten Musikstücke der Musikabteilung des Ver­eins, Gesangsvorträge und Duette einander ab. Den Höhepunkt des Abends bildeten ein Oboe- Solo des Herrn Schubert, Mitglied der Reichswehrkapelle, welcher sich nach dem starken Beifall zu einer Zugabe bequemen mußte, und ein flott gespieltes Theaterstück. Mit an­schließendem Tanz nahm der Abend «inen guten Ausklang. Den Abschluß des Festes bildete ein gut besuchter Familienausflug nach der Lud­wigsburg bei Wieseck.

Starkenburg.

* Darmstadt, 27. Sept. Der aus R o h - dorf bei Darmstadt stammende 13jährige Schü­ler Heinrich Michel wurde gestern nachmittag in der Rühe von Roßdorf von den Auto­mobil des Bäckermeisters Reiher aus Darm­stadt überfahren. Der Junge erlitt dabei einen Schädelbruch und st a r b kurze Zeit nach dem Unfall. Durch die Untersuchung wurde festgestellt, daß er auf der linken Straßenseite fuhr, aber unmittelbar vor dem Auto die rechte Straßenseite gewinnen wollte; hierbei wurde er von dem Auto ersaht, dessen Lenker keine Schuld trifft.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

II Wetzlar, 27. Sept. Die hiesige Metz­ger i n n u n g besitzt bekanntlich ihr eigenes Schlachthaus am Mühlgraben, Das jedoch mit der Entwicklung der Stadt immer unzurei­chender geworden ist. Trotz aller Verbesserungen, die im Laufe der Zeit vorgenommen worden sind, bleibt der alte Uebelstand der großen Enge, wie sie ein alter Bau nun einmal hat und der auch hier nickt wegzubringen ist, bestehen. Schon feit zwei Jahrzehnten hat besonders die Regierung zu Koblenz immer wieder auf Abhilfe und Errichtung eines neuen Schlachthofes gedrungen. Die Pläne find bann durch Krieg und Nachkriegszeit liegen ge­blieben, weil an eine Ausführung solcher Projekte nicht zu denken war, und auch auf Seiten her Metz­

ger mancher Widerstand entgegengesetzt wurde. Wie wir hören, ist nunmehr die Metzgerinnung ebenfalls von der Notwendigkeit einer schnellen Abhilfe überzeugt, und sind mit b e r Stabt Verhanblungen wegen Neubaues eines m o - bcrnen Schlachthofes angeknüpft worben. Die Pläne hat ber frühere Baurat K l e e m a n n be­reits entworfen. Es steht nunmehr zu hoffen, daß ber Ausführung bes sehr bringenben Projektes halb näherqetreten wirb.

Wetzlar, 27. Sept. Der 23 e r b a n b deutscher Jugendherbergen hielt hier eine gut gelungene Werbeveran Haltung ab, deren Durchführung in den Händen der hie­sigen Ortsgruppe lag. Mit einem ansehnlichen Fackelzug zog die jugendliche Schar Samstag­abend nach dem Saale von Göths Garten, wo eine sehr stark besuchte Werbeversamm­lung stattsand, in der R. Schirmann, Al­tena, einen Vortrag über die Ziel« der Jugend­herbergen, ihre Einrichtungen usw. hielt. Ein ernstes und ein heiteres Theaterstück bildeten den unterhaltenden Teil deS Abends. Sonntag­vormittag fand auf dem Kalsmunt ein Gottes­dienst und um 12 Uhr im Dom ein Orgel­konzert statt. Rachmittags trafen sich die Teil­nehmer auf dem Spielplatz der Ochsenwiese, wo allerlei Spiele, Reigen und Gesänge zu sehen und zu hören waren. Auch zwei flott­gespielte kleine Theaterstücke aus einer Freilicht­bühne boten den vielen Zuschauern «in ange­nehmes Bild von einer gutgeleitelen Jugend­bewegung.

I Groß-Rechtenback, 27. Sept. Am Samstag [anb hier bie Versteigerung bes Gerneinbeobstes statt. Trotzbem es in diesem Jahre wenig Obst gibt, hatte sich eine verhältnis­mäßig geringe Zahl von Käufern eingefunben. Die Preise waren s e h r h o ch. Für ben Zentner gute Tafeläpfel würben am Baume 10 bis 15 Mk. be­zahlt. Für geringere Sorten waren bie Preise ent- sprechenb billiger. Im Anschluß an bie hiesige 23er» fteigerung fanb ber Verkauf bes Gerneinbeobstes zu Klein-Rechtenbach statt, bei bem biefelben Preise erzielt würben.

CO Aus bem Hüttenberg, 27. Sept. All­gemein hört man aus Jägerkreisen Klagen über das Ergebnis ber biesjährigen Hüh­nerjagd. Selbst in früher gut besetzten Jagd­bezirken, in denen es ohne Sdjrolerlgteiten möglich war, eine größere Anzahl Rebhühner zu schießen, trifft man heute nur noch vereinzelt Völker an. Das Flugraubwild, welches in der hiesigen Gegend gerade in den letzten Jahren sich außerordentlich vermehrt hat, scheint unter den Hühnerbestönden ge­hörig aufgeräumt zu haben. Mit Rücksicht auf die geringen Strecken erklärt sich auch der hohe Preis, der für Hühner bezahlt wird (für junge Hühner 2 Mk., für alte 1,50 Mk. das Stück).

Kreis Marburg.

sch. Marburg, 27. Sept. Tödlich ver­unglückt ist am Samstag In Cölbe (Kreis Marburg) der Schuhmacher Johannes Dick, indem er aus einer Scheune auf eine Dresch­maschine und von da aus auf die Tenne fiel und sich eine so schwere Kopfverletzung zuzog, daß er nach seiner Einlieferung in eine Marburger Klinik starb. Der Verstorbene hinterläßt eine Frau und 5 Kinder.

Dillkreis.

bl. Dillenburg, 27. Sept. Der Kreis­tag des Dillkreises tritt am 11. Oktober zu einer Sitzung zusammen. Hierbei wird zur Frage der Wiederbesetzung des Land- ratspostens Stellung genommen werden.

bl. Herborn, 27. Sept. 3n den jüngsten Stadtverordneten-Versammlungen wurde über den Haushaltsplan für 1926 beraten. Beschlossen wurde, die Getränke­steuer ab 1. August 1926 z u str «ichen. Vor­läufig soll die Steuer jedoch formell beibehal­ten werden im Hinblick auf entstehenden Schaben bei einer Getränkesteuer vorn Staat. Der Etat

balanciert in Einnahme und Ausgabe insgesamt mit 618 888 Mark. Aus dec Landes-Heil- und Pflegeanstalt sind die beiden Geistes­kranken Wahl von Limburg und Appel (Frankfurt) entsprungen. Der letztgenanntc ist ein Mörder. Die beiden waren nur mit dem Hemd bekleidet. DiS jetzt hat man von ihnen noch keine Spur.

Kreis Fulda.

WSR. Fulda, 27. Sept. Der 35jährige Kaufmann Franz Goebel aus Berlin, der für die Verlagsbuchhandlung Georg Stielke in Berlin die hiesige Bahnhofsbuchhand­lung geführt hat, ist vor einigen Tagen nach Veruntreuung von insgesamt etwa 1700 Mark von hier geflüchtet. Er konnte gestern von dem Landjägeramt in Flieden f e st g e n o m- m e n werden. 3n seinem Besitz befanden sich nur noch etwa 100 Mark. Der wegen Brand- stiftung verhaftete Poststelleninhaber Link von Sandberg hat vor dem Untersuchungs­richter ein umfassendes Geständnis abgelegt. Bekanntlich ist durch den Brand fast das halbe Dorf (27 Häuser und 30 Scheunen) nieder- gebrannt, wodurch fast 200 Personen obdach­los wurden.

lvberhesfisches Schwurgericht.

* Giehen. 27. Sept. Das oberhessische Schwurgericht Verurteilte in feiner heutigen Sitzung den Wilhelm Faßbinder von Oberseemen wegen T otschlagsversuchs und Wilderei, entsprechend dem Antrags des Staatsanwalts, zu 3*/, Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Der Gerichtshof er­kannte ferner auf Einziehung der beschlagnahmten ^»gdgeräte des Verurteilten. Räherer Bericht folgt morgen.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 24. Sept. Ein hiesiger Geschäfts­mann W. hielt einen bei seinem Konkurrenten Sch. beschäftigten Arbeiter auf ber Straße an unb suchte ihn au bestimmen, ihm verschiebens Proben eines von seinem Arbeitgeber geführten Artikels zu liefern unb bereu Bezugsquellen anzugeben. Der Arbeiter ging jeboch auf tiefes Ansinnen nicht ein, teilte viel­mehr ben ganzen Vorfall einem Angestellten mit, ber bie Sache an ben Geschäftsherrn roeltermelbete. Dieser erhob barauf Klage gegen W. wegen 23er- gehens gegen bas Gesetz gegen ben unlauteren Wettbewerb. W. gab zu, mit bem betr. Arbeiter, mit bem er früher in einer anberen Firma zusam­mengewesen sei, ganz allgemein über ben Geschäfts­gang unb ben betr. Artikel überhaupt gesprochen zu haben, stellte jedoch entschieben in Abrebe, baß er ben Arbeiter zur Lieferung von Proben unb zur Angabe ber Bezugsquelle zu bestimmen versucht habe. Auch suchte er ben Arbeiter als unglaubwür­dig hinzustellen, was ihm jedoch gänzlich mißlang, zumal er zugeben mußte, daß er selbst die Absicht gehabt habe, ihn in einer anderen Sache als Zeuge anzugeben. Das Gericht schenkte dem Arbeiter in jeder Hinsicht Glauben und verurteilte den Ange­klagten mit Rücksicht darauf, baß er es unternom­men hatte, zu Wettbewerbszwecken einen Angehöri­gen eines anberen Geschäfts zur Mitteilung von Geschäftsgeheimnissen zu bestimmen, wegen Zu­widerhandlung gegen das Gesetz gegen den unlaute­ren Wettbewerb zu einer Geldstrafe von 5 0 Mark.

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Ab 27. September 1926 sind die Beiträge zu unserer Kaste von 7,5 v. H auf 7 v. H. festgesetzt. (Es sind daher zu zahlen:

Stufe Wochenbeitrag 2/|

1

45

30

2

75

50

3

99

66

4

123

82

5

147

98

6

171

114

7

198

132

8

222

148

9

246

164

10

294

196

11

345

230

12

393

262

Arbeitgeber, bei denen der Beitrag von dem verdienten Lohne errechnet wird, haben ab 27. September 1926 an Krankenkasten­beiträgen --- 7 v. H. abzuliefern,- auf die Versicherten entfallen hiervon 4,67 o. H. Die Beiträge zur Invaliden- und Angestell­tenversicherung sowie zur Erwerbslosen- fürsorge bleiben unberührt. 7916O Gießen, 23 September 1926.

Allgemeine Ortskrankenkasse Gietzen-Land.

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