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Um Sanssouci. Ein Roman aus der friderizianischen Zeit. Bon Ilse Leutz. Verlag von Martin Warneck, Berlin. Dies Buch ist kein historischer Roman im eigentlichen Sinne, ob­wohl der Geist der Zeit sehr fein lebendig wird, kein eigentlich biographischer Roman, denn dazu sind der bekannten Daten viel zu wenig, eS ist mehr als beides: ein Echicksalsbuch, streng ge­nommen, zweier Frauen, aber doch der Frau schlechthin. Freunden der Zeit deS großen Königs und Freunden spannender Schicksalserzählungen

Die Hochschulen Deutschlands. Sin Führer durch Geschichte. Landschaft, Stu­dium. Herausgegeben von Pros. Dr Karl Bemme. Mit zwei Karten, 47 Stadt- und Landschafts- Plänen und 110 Abbildungen. Verlag des Aka­demischen Auskunftsamts Berlin, 1926. DaS Buch gibt in gedrängter, übersichtlicher Form Auskunft über Geschichte, Gliederung und Auf­bau der deutschen Hochschule, über akademische Selbstverwaltung und Wohlfahrtspflege, über die Studien- und Prüfungsverhältnisse und den Ver­lauf der Ausbildung, Statistische Aufstellungen unterrichten über die wichtigsten Studiensragen,

Eingesandt.

(Für Form und Irchalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber leinerlei Verantwortung.)

Rücksichtslose Radler.

Es ist wohl zur Genüge bekannt, daß Fuh­rn e ae nur für Fußgänger da sind und nicht für Radfahrer. Auf dem Wege von der E i s e n- bahnkolonie bis Klein-Linden wird die» nicht beachtet. Er ist unerhört, mit welcher Mick- sichtslosigkeit hier die Radler vorgehen. Zwei, drei fahren hauptsächlich in der Zeit von 16 Ubr abends bis zur Dämmerstunde nebeneinander auf dem »Fußwege. Geht der Fußgänger nicht zur Seite, oder flüchtet er nicht schnell auf die Fahrbahn, wo er der Gefahr ausgesetzt ist, von Autos ober Fuhr- werken überfahren zu werden, so wird er von hinten angefahren und noch obendrein von solchen Radlern mit Schimpfworten beehrt. Es wäre angebracht, daß hier recht bald durch die zuständigen Behörden Ab- Hilfe geschaffen wird, andernfalls geht das Publikum unter Umständen zur Selbsthilfe über.

Ein Fußgänger.

Rundfunk-Programm

des frankfurter Senders.

(Aus der .Radlo-Amschau'.)

Samstag, 29. 2Hai:

3.30 bis 4 ilbr: Die Stunde der Jugend. 4,30 bis 5,45 Ahr: Konzert de« HauSorchester«: Joses Haydn. 5.45 bis 6,15 Ahr: Die Lesestunde. 6,15 bis 6,45 Ahr:®ie Haftpflicht auf Reisen", Vortrag von Dr. jur et rer. pol. Gustav Wem- ber. 7,15 bis 7,45 Ahr: Funkhochschule Frank­furt a. M.:Die germanische Kultur der Dölker- wanderungszeit", Vortrag von Prof. Dr. Rau­mann. 6 45 bis 7.15 Ayr: Vortragszyklus de« Handwert-amte« Hanau:Das Handwerk und der soziale Friede", Vorttag von Syndikus Dr. Denh. 7,45 bis 8,15 Ahr: Stunde deS Frank­furter Bundes für Volksbildung:Fünf Jahve Frankfurter Dolksbildungsarbeft , Vortrag von Frau Slse Epstein. 8,15 bl« 10,15 Uhr: Vortrags­abend Dr. Han« Harbeck-Hamburg. Anschließend bi« 12 Ahr: Aebertragung von Berlin: Tanz­musik der Berliner Funkkapelle.

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Deutsche Literaturgeschichte. Don Gotthold Klee. Herausgegeben und fort- geführt von Oberstudiendirektor Dr. WillhScheel. 24. Auflage (164.-173. Tausend.) Leipzig 1926, Hesse & Decker Derlag. 249 Seiten. 2,25 Mark. Anter den Heineren Literaturgeschichten steht da« Buch Gotthold Klees feit vielen Jahren an erster Stelle. ES hat wohl kaum einen der Fehler, die man derartigen Schriften oft zum Vorwurf macht: es ist weder langweilig noch rechthaberisch, e« schmeckt nicht nach der Schulstube, und e« hält sich frei von der dünkelhaften Anmaßung de« Pe­danten. Klee war ein aufrechter Mann, ein feiner Kopf und ein Gelehrter von ungewöhnlichen Kenntnisfen. Alle diese Eigenschaften spiegeln sich in seiner Literaturgeschichte wider. Gr hat mit ihr ein Werk geschaffen, das sich was höchst selten vorkommt gleichermaßen für die Schule wie für den Selbstunterricht eignet. Daß diese Vorzüge nicht nur in Schulkreisen, sondern auch beim großen Publikum Anerkennung ge­sunden haben, beweist die hohe Luflaaeirzahl. Die neue (24.) Auslage ist vorn Oberstudien-

lt' oder ^unmerta» tticn unb auch bit vvMM im Freien :an ihnen einen M ; öDimenbronb unft Icbütit ist. Lin ein zu -hindern, gräbt man tote Asche ein. Doch nicht versäumt tuet- in den Dartmboden solche Dslaiye pliz- tum Suhert, muh der durch bat Abzugtloch m abgeschnittrn der- oder öerfiumt man as de am Wigen Luchs .geräumt Verden muh. -r zugrunde. Dir mtb tgt man entweder an r unter, oder bchSli c«. SS ist dam abn 6Ifat von Tau und jen und lleberipriyen u erlegen, und rfinen umcnöüngtr zu Der« CGotbeugun^mittd Dv sich solches den« mit .Paramvl" in L ist dies ein absolut R.

Sparmahnahmen auf dem Gebiete des Landstrahenbaues.

Dvn Landrat a. D. Dr. Eonstantin. Letter des Deutschen QanDfreiötage«.

D S D. Die Ausdehnung des Autonuckilver- kehr« hat für die Landsttaßenunterhaltung gaiu neue Probleme aufgeworfen. Wendet man sich der Frag: zu, wie diese Unterhaltung finanziert werden soll, so taucht in erster Linie die Frage auf wer soll die Landstraßenunterhaltung be­zahlen, die Allgemeinheit oder der Auhnieher. Daß eine Rückkehr zu alten MethoiXn der Sper­rung der Wege und Deffnung nur gegen ®r- Icgu.ig von Ehausiee- und Wegegeldern unter heutigen Wirtschaftsverhällniffen und Wirt- IcCaftöauffaffungen unmöglich ist, liegt auf der Hand. Ebenso klar ist jedem Finanzpolttiker, dah die allgemeine Steuerschraube auch ohne Befriedigung de« Wegebedürfnisses schon so fest angezogen ist. daß sie da« nötige Geld nicht durch weiteres Anziehen herauspressen kann. 3n- solgedrfsen können zur Zeit Zwecksteuery nicht entoehrt werden. Man wird die richtige Abgren- ?,ung treffen, wenn man zwei Drittel der Unter» Haltungslast auf allgemeine Steuern abwälzt und ein Drittel auS dem Verkehr zu gewinnen sucht. Die Dovelle zum Kraftfahrzeugsteuergesey will dieser Regelung entgegenkommen. Allerdings wird ihr (Srttag um ein beträchtliches, etwa um 50 Millionen Zurückbleiben hinter jenem Drit­tel der geschätzten Anterhaltungskosten. Woher diese Summe nehmen, da« ist die Frage, die der Beantwortung harrt und die nur mit Mitteln von Qbat- und Dereinfachungsmaßnahmen in theore­tischer Erkenntnis und praktischer Ausführung gelost werden kann.

So ist zunächst zu fragen: Ist die Errechnung der Anterhaltungskosten richtig? Sie beruht auf Schätzung und kann nur auf Schätzung beruhen, da Die Verkehrsverhältnisse gegenüber den prak­tischen Erfahrungen aus der Vorkriegszeit sich wie Dargeftellt gänzlich gewandelt haben. Del dieser Schätzung werden jedoch meist grund­sätzliche Fehler begangen. Ein Vergleich mit der Vorkriegszeit muß ermöglicht werden, sonst greift man ins Blaue. Dabei ist von der Erkenntnis auSzugehen, daß der frühere Normalverkehr ein Rormalverkehr für die einfache wassergebundene Schotterftraße war und daß für den modernen Verkehr eine ihm angepaßte Straßendecke her- gestellt werden muß. Ist dieS geschehen, so wer­den die laufenden normalen Anterhaltungskosten in nur unwesentlich verändertem Derhältni« zu früheren Erfahrungen stehen. Mit anderen Wor­ten: man darf nicht gegenüberstellen die frühe­ren Aufwendungen und die jetzigen, die entweder durch Raubbaunutzung einer unzulänglichen ®tra« ßenkonstruktion ober durch Einkalkulierung der Herstellungskosten eine« zeitgemäßen Straßen- umbaue« entstehen: fonbern gegenüber-gestellt werden kann nur auf der einen Sette die lau­sende AnterhaltungSlast von früher und auf der anderen Seite die AnterhaltungSlast, welche erforderlich ist, um die Straßen, nachdem sie in zeitgemäßen Zustand verseht worden find, in tiefem Zustand lausend zu erhalten. Bei ratio­neller Methode können nur diese Kosten al« BerechnungSgrundlage für die Ausgestaltung der Steuer Verwendung finben; was darüber hin- ausgeht, ist nicht normaler, sondern anormaler Bedarf, der der Wirtschaft als laufende Aus­gaben erspart werden muß. Da« kann er nach fein Oben gesagten nur dadurch, daß er au« An­leihen finanziert wird, oder daß soweit solche Anleihen zur Zett nicht erhältlich sind vorübergehend eine besondere Steuerquote er­hoben wird.

Vom Standpunkt rationeller Verwaltung ist aber mit besonderem Rachdruck darauf hinzu- weisen, daß man versuchen muß. die Instand­setzung der Straßen in moderne Verfassung mit möglichster Eile reftlo« durchzuführen Die Ver­schwendung, die betrieben wird, besteht ja gerade darin, daß alle in die Unterhaltung gesteckten Kosten unwirtschaftlich vergeudet werden, solange der gegentoärttge Verkehr sich auf Straßen ab- wickelt, die für ihn nicht gebaut find, und solange da« Kraftfahrzeug auf Straßen fahren muß, die feint eigene Abnutzung unwirtschaftlich vermeh­ren und befchleunigen. Je länger wir allo eine derartige Instandsetzung der Straßen hinau«- zithen, desto länger treiben wir unrationelle Verschwendung. ES wird deshalb alle« darauf ankommen, die nötigen Anlelycmittel sei es äußerstenfalls auch Au«landkredit bereitzu­stellen.

Allerdings muß daraus hingewirkt werden, daß solche Mittel zurzeit wenigstens nicht der Atopie der großen Durchgangsstraßen geopfert, sondern dem wirklichen DerkehvSbedürfniS der Wirtschaft zugeführt werden. Dabei wird nicht verkannt, daß in einzelnen Gegenden vielleicht auch eine größere Strecke, die man an sich mit Recht alsgroße Durchgangsstrahe" bezeichnen kann, zu den Wirtfchaftsbedürfnifsen gehört. Was jetzt aber in Verkennung der Verhältnisse unter diesen Begriff gebracht wird und mit hohen Mit­teln in schwerer Bauart ausgeführt werden soll

werden mußte. Sein Lhauffeur und die In­sassen deS anderen Auw« blieben unverletzt. Ferner wurde ein sechsjähriger Junge aus Bottenhorn bei Gladenbach in die Klinik eingeliekrt, der beim Spiel mit Patronen eine Leibwunde erlitten hatte. Am 2. Juni tritt der Marburger Kreistag zu einer Sitzung zusammen, in der auch der Etat beraten werden soll. Dieser schließt ab mit 1 301 658 Mk. gegen 676 642 Mk. im Vorjahr. Zur Deckung Der außerordentlichen Ausgaben in Hohe von 249 000 Mk. sind Anleihen vorgesehen. Es handelt sich um die Lahnregulierung bei Fron- Hausen, die Krecsbahn und Die Instand­setzung deS Kreisgebäudes. Was die Kreisstcuern anbelangt, so müssen rund 406 220 Mk. auf­gebracht werden. Vorgesehen find 46 Prozent Zuschläge zu den Rcichseinkommen- und Körper- fchaftSsteuern und 52 Prozent zu den Real- fteuern, gegen 32 und 40 Prozent im Vorjahre.

Kreis Westerburg.

CO Westerburg, 26. Mai. In der Nacht auf DicnStag wurde Der Polizeibetriebsafftstent Maurer hier übel zugerichtet. Kurz nach Mitternacht zog durch die Straßen Westerburgs die Mannschaft eine« FußballvereinS von Duisburg, in heiterer Stimmung, ein Lied find. Maurer forderte sie auf, zu schweigen. Die jungen Leute kamen der Aufforderung nach, einer machte jedoch noch eine Bemerkung, wodurch sich Maurer gelränft fühlte, den jungen Mann ergriff und auf die Wache führen wollte. Als sich der Ergriffene erbot, freiwillig zu folgen und Maurer ihn nicht loSIieß, sprang fein Bru­der aus der Mitte der Fuhballfpieler und ver­setzte dem Beamten einen solchen Fauftfchlag In« Gesicht, dah er sofort zu Boden stürzte. Da« war für die anderen da« Zeichen zum Drein- fchlagen. Durch Hiebe und Tritte richteten sie ihn so zu, daß er sich schließlich nur mit großer Mühe und blutüberströmt nach Hause begeben konnte. Roch in gleicher Rächt folgten ver­schiedene Festnahmen, doch ließ man alle Beteiligten am Dienstag morgen nach dem Ver­hör ziehen. Das Gericht wird sich in Bälde mit Der Angelegenheit befassen. Das diesjährige Hauptvereinsfest der Gustav-Adols- S11 f u n g findet am 1. und 2. Juni in Wester­burg statt. Die erste Sitzung (de« Derwaltungs- aus^chusse«) ist um 3.30 Ahr nachmittags im Gast­hof Büchler. Am 2. Juni findet ein Feftzug, Festgottesdienst in der Kirche mit einer Fest­predigt des Landeslirchenrates Dekan Ernst (Idstein), gemeinschaftliche« QKlttageffen im Hotel zum Löwen und eine Rachversammlung im Schlohgarten statt.

Rehe, 27. Mai. Am 1. Juni wird die hiesige Posthilfsstelle in eine Postagentur mit Dollbetrieb umgewandelt. Zum Zustell- bezirk der Postagentur zählen außer Rehe die Orte Heisterberg, Hohenroth, Homberg und Waldaubach. Der bisherige Inhaber der Hilfs­stelle, Karl Zammert, übernimmt Die Ver­waltung der Postagentur.

Dilltreis.

bl. Dillenburg. 27. Wai. Die Stadt- verordneten-Versammlung beschloß, die freiwer­dende Bürgermeister st eile nicht auS- zuschreiben. Die Kreisverwaltung hat in Dillenburg. Herborn und Haiger Mütter­beratungsstellen eingerichtet. Auf Der Gibelshäus er Hütte ist ein Arbeiter dadurch tödlich verunglückt, daß ihm der Schädel gespalten wurde, lieber die Ursache des Anfall« konnte noch nichts ermittelt werden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

XX Wetzlar, 27. Mai. Der Verband ehemaligerAchtziger hat in engerer Kommission sich endgültig e-ttschlossen, der Firma Dykerhoff u. Reumann, Wetzlar Die Ausführung des Ehr enmal« für seine gefallenen Kame­raden zu übertragen. Die Weihe des Denkmal« findet In der ehemaligen Garnisonstadt Bad- Homburg am 22. August statt. Die Anter- bringung der Bausteine in Form geschmackvoller Karten wird eifrig betrieben.

ch. Lützellinden, 27. Mal. Die Som­mersaaten zeigen in unserer Gemarkung, ab­gesehen von wenigen Ausnahmen, einen befrie­digenden Stand, ebenso hat sich das Winter- a et reibe in vortrefflicher Weise entwickelt. In vielen Felbern ist massenhaftes Auftreten Der Distel zu beobachten, so dah DaSDistel- stechen" augenblicklich eine Hauptbeschäftigung unserer Bauersleute ist. Das M a i s s e h e n wurde zumeist schon in der vorigen Woche vorgenom­men. Verursacht durch Den diesjährigen Futter­mangel werben durchschnittlich größere Flächen mit Mais angebaut. Die warme Witterung kommt Den leimenden Kartoffeln sehr zu statten. Der Fruchtansatz Der 0b ft bäume ist außer Den Zwetschen, die wie allerorts einen unregelmäßigen Behang aufzuweifen haben gut. Man erwartet eine Mittelernte.

kz. Groß -Rechtenbach, 27.Mai. Als bedenklicher Kindersreund zeigte sich die Katze in einem hiesigen Hause. Beim Sln- schlasen bemerkte Die Frau DaS laute, behagliche Schnurren Der Katze in nächster Rahe, uno sie gewahrte beim näheren Zusehen, daß sich die Katze auf das Gesicht des vier Mo­nate alten KlndeS zur Ruhe gelegt hatte. Da« Kind konnte noch rechtzeitig vor Dem Gr- sttckungstode gerettet werden.

KrciS Marburg.

][ OHarburjr 27. Mai. Kurz vor Dem Dorfe R i e b e r - W e i m a r, da, wo öle Her­borner Straße in die Frankfurter Straße ein* mündet, rannte gestern das Auto des Direttor« Schultz aus Weidenhausen bei Gladenbach mit einem aus Der Richtung Gießen kommenden Auto zusammen. Das erstere wurde zertrüm­mert. dessen Besitzer erlitt solche Verletzungen, daß er nach Marburg in eine Klinik gebracht

ist eine Verschwendung, der gesteuert werden muß. Die Strahenbautechnik hat Die Aufgabe, eine DeckungSart zu finden, die mit billigen Mitteln da« erreicht, was notwendig ist, nämlich für alle Kraftfahrzeuge in gegenwärtiger Rormalverwen- Dung die Straßen haltbar und aut befahrbar berzustellen. Rur angevaßt Dem wirklichen Wirt- schafrSbebarf müssen und Dürfen gewisse Strahen- strecken in schwerer Ausführung, wie Kleinpflaster. Grohpflaster ober Asphaltschotter hergestellt wer­den.

Das Sparprogramm fordert, daß. soweit An- leifjemittel für einen solchen Bauplan wirklich nicht zu beschaffen sind, das nötige Kapital mög­lichst rasch auf anderem Wege bereltgeftelft wird. Letztere« wäre nur durch einen vorübergehenden Sonderzufchlag -u den Zweckst euer_n möglich, Der durch Steuerabschreibungen in spä­teren Jahren teilweife erstattet werden könnte. Soweit Reich und Länder in der Lage wären, aus anderen verfügbaren Mitteln Zufchüsfe zu geben, wird als fubstverständlich vorausgesetzl. daß solche gewährt werden. Es ist aber müßig, wie man eS gerade gegenwärtig wieder vielfach lieft, Die notwendige Hilfe von Reich und Land primär zu fordern! Die Wirtschaft, die Dann in anDerer Weife dem Steuerdruck ausgesetzt würde, hätte davon feinen Vorteil!

Für bad Steuersystem ist zu fordern, daß neben der Paufchalsteuer, welche von der Tat­sache deS Haltens eines Fahrzeuge« ausgebt, eine Steuer auf die R u d I e i ft u n g des Fahr- rxugcö gelegt wird. Erhebungsfchwierigkeiten Dürfen Dabei nicht gescheut werden: sie sind übrigen« bei einer Einkommensteuer, die wohl niemand mehr wegen Anmöglichkeit Der Fest­stellung Der Einkommen ablehnen würde, viel größer! Sin Mangel Der gegenwärtigen Kraft- fahrxeugftcuer ist deshalb, daß sie die Besteuerung Der Rutzllistung nicht Durchführt. Gerade wenn es unmöglich fein sollte, Den nötigen außerordent­lichen Fina.^bedarf Im Anleihewege zu decken, könnte eine erträgliche, vorübergehende Anspan­nung Der Steuern nur auf Dem Wege über Die Dutzleistung de« Fahrzeuges erfolgen, weil nur Dann eine Abwälzung Der Last in gerechtem Maße möglich und eine Ginkalkulierung in Den allgemeinen Wirtschaftsprozeh durchführbar ist. Rattonelle Sparwlrtschaft wird auf dem Gebiete Der Landstraßenunterhaltung gerade auch Dlefen Gesichtspunkt zu beachten haben.

Bei der ungeheuren Bedeutung, welche Der Landstraßenvau und Die Landstraßenunterhaltung als Derkchrsmittler im Wirtschaftsprozeh hat, unD bei Der großen Rolle, Die Die Erhaltung und wirtschaftliche Ausnutzung.des in Den Stra­ßen verkörperten Rationalvermögen« spielt, wird eine Rationalisierung und damit Sparsamkeit auf diesem Gebicte einen sehr starken Ginfluß auf

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