Ausgabe 
28.1.1926
 
Einzelbild herunterladen

FEINKOST-MARGARINE

ialhaupW.

tn 28. Januar 1926.

Februar.

2. Mdviehmiirkle, 3. jnb Schlachtoiehm8rkic. »markt, 17.2. Schwems- 'nd): 11. 2. Sd)toeiPc : 15. 2. Arämemn'i. ner- und tidjmeinemorii, da: 17.2. Krämer- und : 8. 2. Schweinernem, t. Lauterbach:21.2. lorft Schlitz: 10. 2. i: 16. 2. firämerrnnr?!. I Srqtnen u. Stfjwirw

firatner uni Mch 25. 2. Kramer-. Rind- leun: 18. 2. Krame, Kromer-.. Schlacht-- und

18. 2. Krämer- und ob: 16.2. Krämer- und in: 23.2. Rindvieh- und

Schulkindern in i Schulen.

das Dildungstoesen hat höheren Schulen die -rlchulen und die Kreis- »edeutsames Anschre-ben Kimmungen M Aul- Hern in die hoye- sind. Hiernach werden rfc Klasse der höhnen fiinbct nach Kg l rod) 'M»

4 8J» ch

den werden dann M tn vereinbarten e vvn Tchulk'ndm be- n ..besonders le'smgs ilchc Schüler und Schü

S?* L «gySJt

*? Sw®}1'8

oder yo^Dn-er

tlrchenunv «d

lichres. Mal.

S «* ebenso »«J Rechnen. PE? ' von de"> , geinemsa^gt 1^

SSt*»**

tP»',cL <* aus-

8fr

Jm&S? statt, -v toutbt ?

mit bRM9{'1,'ni|£,

?9e unb 8elL®ami: dem ÄtJpJ. Die geraden A.,^'eil!

>eco g?' - Ma- ArKsK

«.A'« ta Sfeiei««. k«»<

' **

P® sjir Amerika.

^e.um^eberlassung

1 n über be°

jÄsaft &ni?2 Laoten zur wr der M feine «"tritt, wird er Ast vor geladenen Aegierung der Qkt- wb Industrie, der leueunternehmung vor­

auf

(Recht

Fordern. Sie dieBlauband-Woche zu jedem Pfand.

8380

ersetzen.

850B

846 D

ten sind ohne Derbindlich'oit der Redaktion.)

bekanntgegeben.

Der Jagdvorsteher. Barth.

junge ®emflfe-6rbfen junge GrDfen. miltelfeln junge Grtfen, fein junge GrBfen m. soroften junge Sflnlttuognen junger spinnt junge mW junge Jeltoroer Bühdien nünlttfunrgel. mittelftort

Für jedes Forstamt bzw. jede Ge­meinde und jedes Los ist ein besonderer Angebotsoordruck zu benutzen.

Eröffnung der Gebote: Montag, den 8. Februar 1926, vormittags 10 Uhr, zu Gietzen im Hotelrestaurant Hindenburg, Seltersweg.

Darmstadt, den 20.Januar 1926.

hessisches Ministerium der Finanzen

Abteilung für Forst- und Kameral- vernraliung.

berührt.

Gießen, 27.Januar 1926. Stadtkaffe Gießen.

AächstenSamstag, Sälhr anfangend, kommen in dem Södeler Gemeindewald folgende Holzsortimente zur Versteigerung. Eichenstammholz 2. Klaffe 2 Festmeter 3. 2

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber kein"rlei Verantwortung.)

Mangelhafte Strahen-Erneuerung zwischen Hörnsheim und Großea-Linden. Die Straße HörnsheimGroßen- Linden ist schon seit vielen Fahren in einem Zustande, der uns an polnische Verhältnisse bitter erinnert. An maßgebender Stelle scheint man dies endlich eingesehen zu haben, was lobend er^ wähnt werden muh. Aber der Passant kann auf den Gedanken kommen, dah die gute Absicht der Behörde in unsachgemäher Weise in die Tat umgeseht werde. Man schüttet dicke spitze Klops- steine auf die Strahe, ohne sie zu tvalzen. und überläßt es dem Fahrer und Passanten, sich einen Weg um die Steinhaufen herum zu bah­nen, den Weg auf den Straßenrand zu verlegen und dadurch die Strahe erst recht unpassierbar zu machen.

Wenn auch die Grenzbewohner zweier Staa- ten von jeher an schlechte Verbindungswege ge­wöhnt sind, so ist es doch nicht nötig, durch solche Straßenbeschaffenheit dauernd an mittel­alterliche Staatenabgrenzung zu erinnern.

In banger Erwartung sehen die Bewohner des Rochbarstaates der notwendigen Bearbei­tung der übrigen Verbindungsstrahen entgegen (HochelheimLanggöns. RiederkleenLanggöns, RiederkleenPohlgöns). K.

6. 21

Hessische Bürgermeisterei Sodel. Dillenburger. 831D

Zagdveryachtung.

Mittwoch, den 3. Februar 1926, nach, mittags 3 Uhr, soll in der Wirtschaft von Ludwig Wagner III. die der Gemeinde Allendorf a. d.Lahn zustehende Jagd, ca. 1600 Morgen groß, auf sechs Jahre ver­pachtet werden.

Die Bedingungen^ werden bei der 23er* steigerung bekanntgegeben. 842D

Allendorf a. d. Lahn, 27. Januar 1926. Bürgermeisterei Allendorf a.d.Lahn.

Volk.

Siloöofe 0.85

.. 1.25

. 2.10

1.20

. 1.00

0.85

. 0.85

, 120

. 3.25

Heinrich Driesch

Settersweg 70. 629a

fj.fi. 30. Eine Entschädigungspflicht des Staates besteht nicht. Solche Holzeinfuhren, bei denen ein gewisser hoher Prozentsatz (etwa $ oder mehr) des Kaufpreises bereits angezahlt ist, werden auf An­trag beim Reichsernährungsministerium genehmigt. Bei anderen Geschäften muß eine besondere Not­lage nachgewiesen sein, damit unter Umständen aus­nahmsweise die Einfuhrbewilligung erteilt wird. Der Holzhandel ist durch diese Gestaltung der Dinge naturgemäß schwer betroffen und hat die notwen­digen Schritte bei der Reichsregierung seinerzeit un­ternommen, ohne daß ein weitergehendes Ergebnis, als oben angegeben, erzielt wäre. Nach den über­mittelten Angaben ist es u.E. möglich, daß der thüringische Holzhändler zu den aus diese Weise be-

Zeit in Feindschaft miteinander. Im vergangenen Oktober kam es zu verschiedenen Zusammenstößen zwischen ihnen und ihren Frauen, bei denen auf beiden Seiten schwere Beleidigungen gefallen sein sollen. Diese bilden den Gegenstand von v i e r P r i- vatklagen gegeneinander. Jeder der Beteiligten stellt in Abrede, seinerseits beleidigende Lleußerun- gen getan zu haben, und schiebt dem andern die alleinige Schuld zu. Nach umfangreicher Beweis­aufnahme in zwei Sachen gelingt es, die Parteien in allen vier Sachen zu vergleichen. Alle unter Anklage gestellten gegenseitigen Beleidigungen wer. den mit Bedauern zurückgenommen. Insbesondere erklärt der eine Privatkläger, daß es ihm fern- gelegen habe, das Andenken an den verstorbenen Vater des andern Privatklägers auch nur im ge­ringsten zu kränken. Er habe ihn vielmehr stets für einen Ehrenmann gehalten und stehe auch heute noch auf diesem Standpunkt. Jeder Teil trägt die auf seiner Seite erwachsenen Kosten, die ziemlich umfangreich sind. Die nicht unerheblichen Gerichts­kosten werden geteilt, und die Privatklagen zurück- genommen.

Briefkasten der Redaktion.

Rundfunk-Programm

deS frankfurter Sender-.

(Aus derRadio-Umschau".)

Freitag, 29. Januar:

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Juaend. Schiffsjungendienst auf einem Ozeandreimaster", Vortrag von Direktor Menne. Für Kinder vom 13. Jahre ab. 4.30 bis 6 Uhr: Hausfrauennachmittag. Programm u. a.:Berufstätige Frauen im alten Frankfurt", Vortrag von Justizrat Dr. A. Dietz. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestunde (Briefliteratur): Aus dem Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter. 6.30 bis 7 Uhr: Uebertragung von Kassel Vortrag von Ernst Krenek, musikalischer Beirat am Staatstheater Kassel:Moderne Formen der Parodie". 7 bis 7.20 Uhr: Zwanzig Minuten Umschau über die Fort­schritte in Wissenschaft und Technik. 7.207.30 Uhr: Film-Wochenschau. 7.30 bis 8 Uhr: Italienischer Sprachunterricht. 8 bis 9 Uhr: Symbolistische Dich­tung und Musik. 9 bis 10 Uhr: Anton Dvoräk.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Isr. ReligivnSgemelntzr. GotteSd.t. d. Synagoge (Südanlage). Samstag, 30. Januar 1926. Vorabd. 5.00, morg. 9.00, abds. 5.25 u. 6.05.

Gottesdienst der isr. Religionsgesellschaft. Sabbatfeier, den 30. Januar 1926. Freitag abds. 4.50, Samstag vorm. 8.30, nachm. 3.30, Sabbat- vusg. 6.05. Wochengottesdienst morg. 7.00 und abds. 4.30.

sonders geschädigten Firmen gehört. Eine weiter- gehende Beurteilung des Falles ist auf Grund der übermittelten Angaben nicht möglich.

ft. in 0.: 1. Die Unterhaltungs pflicht ist

Holzverstergerung

des Gräflichen Forstamks Laubach.

Dienstag, den 2. Februar, 101 Uhr vor- mittags, im GasthausZur Traube" zu Laubach, aus den Distrikten: Eichelgarten la, 3b, Herrnzipfen, Weidenau la, 3 und 4, Heinzederg 3b, Tränkbach 2, Ziegen­berg 1b, Liesewäldchen 1, Kreuzseener- berg 3a, 3b, Steinbiegel la des Förster­bezirks Freienseen: rm Scheiter: 443 Buche 1., 60 Buche 2. Klasse, 15 Eiche, Birke 1. und 2. Klasse, 4 Weichholz 1. und 2. Klasse; Knüppel: 285 Buche 1., 50 Buche 2. Klasse, 37 Eiche, Birke, Obst- baum 1. und 2. Klasse; 28 Nadel- und Weichholz 1. und 2. Klasse; Stocke: 73 Buche, 110 Nadel; Reisknuppel: <4 Buche, 5 Eiche. Kohlreiser und Leseholz flächenweise. Blau unterstrichene Num­mern werden nicht angeboten. Auskunft erteilt Herr Förster Krautwiirst, Forst- haus Glashütte bei Freienfeen. 839D

5llbmission§holzverkauf.

Aus hessischen Staats- und Gemeinde­waldungen verschiedener Forstämter der Forstbezirksgruppen Gießen und Nidda kommen zum Submissionsverkauf:

ftlefern-Schnittholz: 83 fm; ftiefem- Bauholz: 1020 fm;

Fichlen-Bauholz: 5722 fm; sonstiges Stammholz: ftieser: 138 fm;

sonstiges Stammbolz: Fichte: 3502fm; sonstiges Stammholz: Lärche: 25 fm;

Derbstangen: Fichte: 30 fm; Nuhknüp- pel Reisig: Fichte: 175 rm.

Das Nähere geht aus dem Holtzver- zeichnis hervor, das ebenso wie die Zah­lungsbedingungen und Angebotsvor­drucke auf Anfordern kostenlos von un­serem Sekretariat bezogen werden kann.

Gebote sind verschlossen mit der Auf­schrift S ubmissionsholzverkauf aus Staats- und Gemeindewald" bis späte­stens Montag, den 8. Februar d. 3., vor­mittags 9 Uhr. bei dem Forstamt Gießen zu Gießen, Mlhelmstrahe 56, einzurei­chen. Gebote, die nach diesem Termin einlaufen, werden nicht berücksichtigt.

In den Geboten ist ausdrücklich anzu­geben, ob der gebotene Preis für ge­schältes oder nicht geschältes Holz gilt. Falls nichts bemerkt ist, gelten die Ge­bote für nicht geschältes Holz. In diesem Falle ist bei bereits geschältem Holz der Käufer verpflichtet, den Schälerlohn zu

Zägdverpachtung.

Donnerstag, 11. Februar 1926, nach­mittags 2 Uhr, soll in der Wohnung des Unterzeichneten die der Gemeinde Alten- vers zustehende, ca. 296 Hektar große Feld- und Waldjagd auf weitere 6 Jahre öffentlich verpachtet werden.

Das Jagdrevier ist in 30 Minuten von der Bahnstation Damm sowie von Lohra zu erreichen. Bemerkt wird, daß im Wildbestand auch Hirsche sich befinden, welcher einen guten Anstand bietet.

Die Bedingungen werden im Termin

Zagdveryachtung.

Donnerstag, den 4. Februar, vormit­tags 11 Uhr, kommt die der Gemeinde Rodheim a.d. Horloff zustehende Feld- und Waldjagd auf hiesigem Rathaus auf weitere sechs Jahre zur Verpachtung.

Nähere Bedingungen werden vor der Verpachtung bekanntgegeben.

Rodheim, 26. Januar 1926.

Hessische Bürgermeisterei Rodheim.

Hofmann.840D

Kirche und Schule.

Kirchenvorfteher-Tagungen.

Neben den kürzlich angekündigten drei Tagungen für Kirchenvorsteher im südlichen Oberhessen finden im März noch zwei Kirchenvorstehertage im nördlichen Oberhessen statt, und zwar der eine in Schlitz, in Nieder-Gemünden oder in Ehringshausen der andere.

Schöffengericht Gießen.

Die tog-gen Betrugs und Urkundenfälschung vorbestrafte, etwa 30 Jahre alte, aber viel jün­ger. säst kindlich wirkende gewerbslose, geschie-- bene Frau H. B. aus Berlin zag vom Sommer Ms zum Winter des vergangenen JahreS mit einem blonden Pagenkopf und einem zweijährigen Kind mitleiderregend in der Welt herum, mie­tete sich in guten Pensionen ein, von wo sie, toemx die Zeche eine angemessene Höhe erreicht hatte, verschwand, und verstand es durch die Vorspiegelung, sie habe ihre Geldtasche verloren und dgl. mehr, von Pfarrern und anderen gut­mütigen Leuten Geld zu erschwindeln. Sie er­hielt wegen Betrugs in elf Fällen und Betrugsversuchs in einem Fall eine Gesängnisstrafe von neun Monaten.

Wegen Verfälschung einer Arbei­terwochenkarte erhielt ein Arbeiter aus ^Urichstein eine Gefängnis st rase von zwei Wochen. Dabei wurde zu seinen Gunsten angenommen, daß er den Charakter der Urkunde als einer öffentlichen nicht erkannt, sie vielmehr für eine Privaturkunde gehalten hatte. Auf eine I Geldstrafe konnte nicht erkannt werden, weil er die Tat begangen hatte, um sich einen Vermö­gensvorteil zu verschaffen.

Weil diese Absicht nicht sestgestellt werden konnte, kam ein Viehhändler aus Brandobern- dorf wegen Verfälschung eines Ur­sprungszeugnisses mit einer G eld - strafe von 15 0 Mark davon, die an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat verhängt wurde.

Wegen AotzuchtSversuchs erhielt der Arbeiter W. G. von Bieder-Florstadt eine Ge­fängnisstrafe von zwei Jahren. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffent- lichkeit statt.

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 23. Jan. Die Familien zweier Handelsleute aus Grüningen leben seit längerer

die Verwandten in gerader Linie beschränkt. Maß­gebend sind auf den verschiedenen Seiten die Be­dürftigkeit und die Leistungsfähigkeit. 2. Sehen Sie. daß der Verarmte in die St leinten tnerfürforge aus­genommen wird, und zwar durch das für ihn zu­ständige Kreisamt Büdingen.

M. in L. Die Uebernahme der von Ihnen ge schilderten besonderen Verpflichtungen, wie Sie Ihr Mieter übernommen hatte, liegt unseres Dafürhal tens außerhalb des Rahmens des Mietvertrages und stellt elfte besonders übernommene Pflicht des Mieters dar. Solches ist jedoch nicht zweifelsfrei. Laden Sie erforderlichenfalls Ihren Gegner vors Amtsgericht zu einem Sühneversuch.

f). L. Wenden Sie sich wegen Ihrer angeblichen amerikanischen Erbschaft unter genauester Darlegung aller einschlägigen Verhältnisse und insbesondere Ihrer verwandtschaftlichen Beziehungen zumErdlas [er zunächst an das Auswärtige Amt in Berlin, das Ihnen weitere Auskunft erteilen wird.

21. B. B. Sie müssen sich bei der Behörde er kundigen, die für Ihre Pension zuständig ist.

ft. L. 1. Wegen Einstellung bei der Truppe ftagen Sie bei einem Truppenkommando an. Wol len Sie zur Schupo, so erkundigen Sie sich bei deren Kommando in Darmstadt. 2. Erkundigen Sie sich . doch mal beim Versorgungsamt.

frr Metzeuer Wochenmarltpreise.

Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte: Butter 160180, Matte 3540, Käse 6070, Wir­sing 2040, Weißkraut 1520, Rotkraut 20-25, qelbe Rüben 20, rote Rüben 15, Spinat 60, Unter- Kohlrabi 1012, Grünkohl 30, Rosenkohl 70, Feld- salat 120, Zwiebeln 20, Meerrettich 730100, Schwarzwurzeln 5070, Kartoffeln 4 5, Aepfel 15 bis 18, Birnen 30, junge Hahnen 130, Suppen­hühner 130, Nüsse 70, Endivien 100120 Pt. je Pfund Eier 1920, Blumenkohl 60180, Lauch 5 bis 15, Sellerie 2070 Pf. je Stück.

Bornotizcn.

Tageskalender für Donnerstag: Deutsche Demokratische Partei: 8.30 Uhr, Gewerbe­haus, Hauptversammlung. Skiklub Sauerland, Ortsgruppe Gießen: 8.30 Uhr, Cafs Astoria, Mit­gliederversammlung. Lichtspielhaus, Bahnhof« straße:Bismarcks Astoria-Lichtspiele:Aben- t<*ucr einer Hochzeitsnacht".

Gchenlliche Mahnung

folgende Abgaben werden hierdurch mit Frist bis einschließlich 5. Februar 1926 gemahnt:

4. Ziel Kanal-, Straßenreinigungs- und Müllabfuhrgebühren 1925,

3. Ziel Gemeinde-, Kreis- und Pro­vinzialumlage 1925,

5. Ziel Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz 1925 einschließlich Er­höhung des 4. Ziels,

5. Ziel Sonderfteuer für den Kreis Gießen für 1925.

Nach Ablauf dieser Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die oorgeschriebenen Kosten erhoben werden.

Die Zahlung von Verzugs-Zuschüssen wird durch diese vekannlmachnng nicht

'* Warnung vor Werbern der Fremdenlegion. Wie uns aus Sauter« l; a ch gemeldet wird, ist vor lvenigen Tagen ein C1;g Gießen stammender junger Mann Wer­tem der Fremdenlegion in die Hände gefallen uni) -verschleppt worden. Er hielt sich auf einer Geschäftsreise in Marburg auf. Unter An­wendung narkotischer und alkoholischer Mittel wurde er in einen willenlosen Zustand versetzt und in einem Auto nach Griesheim gebracht, wo er sich dem Vernehmen nach, nachdem er wieder zur Besinnung gekommen ist, weigert, seine Unter­schrift unter den Vertrag zu setzen, in dem er sich als junger Deutscher mit Haut und Haaren Frankreich verschreiben würde. Es wird natürlich alles geschehen, um dem jungen Mann in seiner gegenwärtigen Lage Hilfe zu bringen und ihn vor einem schlimmen Schicksal zu bewahren. Für unsere Jugend heißt es: Vorsicht vor unbekann­ten Menschen, die zum Bier oder Wein emladen!

** Der Mietzuschlag für 'Räume zu gewerblichen Zwecken beträgt für den Mo­nat Januar: bei 601 bis 1800 Mk. jährliche Frie- bensmiete 10 Prozent, über 1800 Mk. jährliche Friedensmiete 15 Prozent der Miete. Bei Friedens­mieten unter 600 Mk. ist kein Zuschlag zu erheben.

** Personalien. Der im einstweiligen Ruhestand befindliche Studienrat Wilhelm Hahn in Gießen ist vom 1. Februar 1926 ab auf sein Nachsuchen in den endgültigen Ruhestand versetzt worden. Ernannt wurde der Forstmeister Karl Chantre zu Schotten zum Forstmeister des Forstamts Eichelsdorf. Versetzt wurde der Amts­vorstand des Forstamts Eichelsdorf Forst­meister Albert Bechtel in gleicher Diensteigen- schaft in das Forstamt Jugenheim.

* Eine öffentliche Steuer anmah- uung erläßt die Stadtkasse im heutigen An­zeigenteil. Säumige mögen die Frist bis einschl. 5. Februar nutzen.

** Wenn das am grünen Holz ge- s ch i e h t . . . Aus einem Orte in Oberhessen wird " uns mitgeteilt, daß dort dieser Tage ein Pfand- meister non einem andern Pfandmeister gepfändet werden sollte. Erst als derKuckuck" drohte, sand der andere ,Kuckucks"-Mann, daß auch für ihn das Berappen eine Staatsbürgertugend, wenn auch eine beschwerliche, sei. Ja, ja ... das leidige Steuerzahlen!

** Eine Dorführung neuerer Obst° bäum spritzen, veranstaltet von der Hessischen ^andwirtschaftskammer, fand am Dienstag beim GasihauseZur Stadt Lich" an der Neuen Kaserne fialt. Gezeigt wurden zwei, nach dem Batterie- Sysiem gebaute sog. Expreß-Spritzen, wobei das eine Modell versagte, während die schon seit einigen Jahren bekannt gewordene Holdersche Spritze zu- fliedenstellend arbeitete. Das Ergebnis läßt sich klirz dahin zusammenfassen, daß zwar Gemeinden und Vereine zur Anschaffung eines so teueren Appa­rates die Kosten betragen etwa 200 Mk. imstande sind, daß wir aber vom Ideal einer leichten, zuverlässig arbeitenden und wohlfeilen Druckluftspritze zur Bekämpfung der Obstbaumfeinde für den Privatmann noch recht weit entfernt sind. Am Nachmittag fand im Saale des genannten Gast­hauses ein Vortrag des Landes-Obstbauinspektors Pfeiffer aus Darmstadt überBekämpfungs­mittel und Methoden der verschiedenen Obftbaum- fchüdlinge" statt. Beide Veranstaltungen waren, namentlich von auswärts, zahlreich besucht.

** Reichsbahn und Kriegsbeschä­digte. Nach einer Mitteilung der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft soll an den bis­herigen Maßnahmen zur Unterbringung Kriegs-

SM WWW! la Ochsenfleisch per Pfd. .. 1.00 la Kuhfleisch per Pfd. ... 0.65 la Kalbfleisch..........1.00

la Nindsroürstchen 1.10

Gießener Fleischhalle

Walltorstraße 32. 8341)

Preiswerte

SM-Wseim

beschädigter in Bahnwirtschaften zunächst nichts ge­ändert werden. Babnwirtschaften im Pachtwerte bis zu 2000 Mk. Friedenspacht (Stand vom 11. Juli 1914) sollen bis auf weiteres an Kriegsbeschädigte reihändig vergeben werden, dagegen kann dem . mehrfach geäußerten Wünschen nicht ftattgegeben werden, bei der zur Ausschreibung gelangenden Wirtschaften mit höherem Pachtwert die Landesfür- orgefteUen (Hauptfürsorgestellen für Kriegsbeschä­digte und Kriegerhinterbliebene) vor der Ausschrei, bung zu verständigen. Es muß den Kriegsbeschä­digten, wie allen anderen Beteiligten überlassen werden, diesbezüglich auf die öffentlichen Ausschrei­bungen zu achten. Die Reichsbahndirektionen wer­den dann bei gleichen Verhältnissen fachmäßig ge­bildeten Kriegsbeschädigten vor anderen Bewerbern den Vorzug geben.

" Der Postscheckverkehr 1 925. Der Postscheckverkehr erfreut sich zunehmender Be­liebtheit. 3m Kalenderjahr 1925 ist die Zahl der Postscheckkonten bei den 19 Postscheckämtern des Deutschen Reichs von 809 000 (Ende 1924) auf 857 000 Konten, also um 48 000, gestiegen. Der Umsatz betrug rund 111 000 Millionen AM. (1924: 79 000 Mill. AM.) in 526 ( 408) Mill. Buchungen. Don dem Umsatz wurden 87 000 Mill. AM. (1924: 62 000 Mill .AM.) oder 79 v. H. bargeldlos abgewickelt. Das Guthaben der Postscheckkunden hat infolge der allgemeinen Geldknappheit nicht zugenommen; es betrug im Jahresdurchschnitt 572 Mill. RM. gegen 575 Milk. RM. Ende 1924. ,6ehr erfreulich ist die starke Zunahme der lleberweisungen von Konto zu Konto, deren Pflege die Hauptaufgabe des Postscheckverkehrs ist. Durch ilebettoeifung wur­den 81 000 Mitt. RM. (1924: 57 000 Mitt. RM.) in 291 (236) Millionen Buchungen beglichen.

* Auftrieb aus dem heutigen | Frankfurter Schlachtviehmarkt: 209 Schweine, 668 Schafe, 2 Kühe, 965 Kälber.

Evang. Volksgemeinschaft.

am. Ober-Lais, 27. Jan. Bei dem ersten Rednerkursus der Evangelischen Volksge­meinschaft, der, wie schon kurz berichtet, hier stattsand, wurde nach Vorträgen von Pfarrer I d e- Höchst a. M. und Pfarrer Hamburger-Staden und nach den Ausführungen einiger Diskussionsred­ner die folgende Entschließung einstimmig an­genommen:

Die anläßlich eines Rednerkursus in Ober-Lais versammelten Evangelischen sind nach Vorträgen von Pfarrer Ide-Höchst a. M., Pfarrer Hamburger Staden, Landwirt Köhler- Wingershausen und Pfr. Weidner-Ober-Lais überzeugt, daß die Evangelische Volksgemeinschaft, in deren Reihen heute fchon eine ganze Anzahl bekannter, tüchtiger Männer aus allen Berufsständen tätig ist, gemäß ihrer Losung:Evan­gelisch und sozial" für das um sein Dasein schwer ringende schaffende Volk mit aller Kraft eintreten wird. Sie weiß der neuen Bewegung Dank, daß sie im politischen Leben evangelisch-sozialen Geist voll zur Geltung bringen, daß sie das Evangelium auf allen Gebieten des menschlichen Lebens auch in der Politik zu der entscheidenden Macht machen will. Insbesondere begrüßt die Versammlung den Kampf der E.D. gegen das mächtige Zentrum (die katholische Partei Deutschlands), das im neuzeitlichen Staat weit mehr als früher in der Macht sitzend das Evangelium und das deutsche Volkstum be­droht."

In einer öffentlichen Bauernverfamm- lung wurde nach Vorträgen von Bürgermeister H e n f e l - Hirzenhain, Pfarrer Ide-Höchst a. M., Pfarrer Hamburger-Staden und Pfarrer Weidner- Ober-Lais, die sich sämtlich mit der wirtschaftlichen Not des Bauernstandes befaßten, einstimmig folgende Entschließung angenommen:

1. Die Versammlung erhebt schärfsten Protest gegen die Tatsache, dah die meisten Großgrund- besitzer auf Grund der Buchführung keine Einkom­mensteuer bezahlen. Unter solchen Umständen ver­langen wir, daß die Bauern ausnahmslos von der Einkommensteuer befreit werden.

2. Die Versammlung verlangt, daß angesichts des derzeitigen Steuerdrucks, der niedrigen Preise der bäuerlichen Erzeugnisse und der hohen Preise für landwirtschaftliche Bedarfsartikel der Schutz der landwirtschaftlichen Produkte mehr als bisher ge­sichert wird. Bei dem dauernden Zolltarif sind ins­besondere die Belange des deutschen Bauernstandes wahrzunehmen.

3. Steuernachlaß ist nur zu erreichen, wenn der Staat sich endlich entschließt zu äußerster Sparsam­keit. Der Verwaltungs- und Parlamentsapparat

1 der vielen Kleinstaaten ist zu groß und kostspielig. Abbau des Hessischen Landtags, der 70 Abgeordnete zählt, ist ein dringendes Gebot der Stunde."