FEINKOST-MARGARINE
ialhaupW.
tn 28. Januar 1926.
Februar.
2. Mdviehmiirkle, 3. jnb Schlachtoiehm8rkic. »markt, 17.2. Schwems- 'nd): 11. 2. Sd)toeiPc : 15. 2. Arämemn'i. ner- und tidjmeinemorii, da: 17.2. Krämer- und : 8. 2. Schweinernem, t. Lauterbach:21.2. lorft Schlitz: 10. 2. i: 16. 2. firämerrnnr?!. I Srqtnen u. Stfjwirw
firatner uni Mch 25. 2. Kramer-. Rind- leun: 18. 2. Krame, Kromer-.. Schlacht-- und
18. 2. Krämer- und ob: 16.2. Krämer- und in: 23.2. Rindvieh- und
Schulkindern in i Schulen.
das Dildungstoesen hat höheren Schulen die -rlchulen und die Kreis- »edeutsames Anschre-ben Kimmungen M Aul- Hern in die hoye- sind. Hiernach werden rfc Klasse der höhnen fiinbct nach Kg’ l rod) 'M»” “
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(Recht
Fordern. Sie die „Blauband-Woche“ zu jedem Pfand.
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ersetzen.
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ten sind ohne Derbindlich'oit der Redaktion.)
bekanntgegeben.
Der Jagdvorsteher. Barth.
junge ®emflfe-6rbfen junge GrDfen. miltelfeln junge Grtfen, fein junge GrBfen m. soroften junge Sflnlttuognen junger spinnt junge mW junge Jeltoroer Bühdien nünlttfunrgel. mittelftort
Für jedes Forstamt bzw. jede Gemeinde und jedes Los ist ein besonderer Angebotsoordruck zu benutzen.
Eröffnung der Gebote: Montag, den 8. Februar 1926, vormittags 10 Uhr, zu Gietzen im Hotelrestaurant Hindenburg, Seltersweg.
Darmstadt, den 20.Januar 1926.
hessisches Ministerium der Finanzen
Abteilung für Forst- und Kameral- vernraliung.
berührt.
Gießen, 27.Januar 1926. Stadtkaffe Gießen.
AächstenSamstag, Sälhr anfangend, kommen in dem Södeler Gemeindewald folgende Holzsortimente zur Versteigerung. Eichenstammholz 2. Klaffe 2 Festmeter 3. „ 2
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber kein"rlei Verantwortung.)
Mangelhafte Strahen-Erneuerung zwischen Hörnsheim und Großea-Linden. Die Straße Hörnsheim—Großen- Linden ist schon seit vielen Fahren in einem Zustande, der uns an polnische Verhältnisse bitter erinnert. An maßgebender Stelle scheint man dies endlich eingesehen zu haben, was lobend er^ wähnt werden muh. Aber der Passant kann auf den Gedanken kommen, dah die gute Absicht der Behörde in unsachgemäher Weise in die Tat umgeseht werde. Man schüttet dicke spitze Klops- steine auf die Strahe, ohne sie zu tvalzen. und überläßt es dem Fahrer und Passanten, sich einen Weg um die Steinhaufen herum zu bahnen, den Weg auf den Straßenrand zu verlegen und dadurch die Strahe erst recht unpassierbar zu machen.
Wenn auch die Grenzbewohner zweier Staa- ten von jeher an schlechte Verbindungswege gewöhnt sind, so ist es doch nicht nötig, durch solche Straßenbeschaffenheit dauernd an mittelalterliche Staatenabgrenzung zu erinnern.
In banger Erwartung sehen die Bewohner des Rochbarstaates der notwendigen Bearbeitung der übrigen Verbindungsstrahen entgegen (Hochelheim—Langgöns. Riederkleen—Langgöns, Riederkleen—Pohlgöns). K.
6. „ 21
Hessische Bürgermeisterei Sodel. Dillenburger. 831D
Zagdveryachtung.
Mittwoch, den 3. Februar 1926, nach, mittags 3 Uhr, soll in der Wirtschaft von Ludwig Wagner III. die der Gemeinde Allendorf a. d.Lahn zustehende Jagd, ca. 1600 Morgen groß, auf sechs Jahre verpachtet werden.
Die Bedingungen^ werden bei der 23er* steigerung bekanntgegeben. 842D
Allendorf a. d. Lahn, 27. Januar 1926. Bürgermeisterei Allendorf a.d.Lahn.
Volk.
Siloöofe 0.85
.. 1.25
. 2.10
„ 1.20
. 1.00
„ 0.85
. 0.85
, 120
. 3.25
Heinrich Driesch
Settersweg 70. 629a
fj.fi. 30. Eine Entschädigungspflicht des Staates besteht nicht. Solche Holzeinfuhren, bei denen ein gewisser hoher Prozentsatz (etwa $ oder mehr) des Kaufpreises bereits angezahlt ist, werden auf Antrag beim Reichsernährungsministerium genehmigt. Bei anderen Geschäften muß eine besondere Notlage nachgewiesen sein, damit unter Umständen ausnahmsweise die Einfuhrbewilligung erteilt wird. Der Holzhandel ist durch diese Gestaltung der Dinge naturgemäß schwer betroffen und hat die notwendigen Schritte bei der Reichsregierung seinerzeit unternommen, ohne daß ein weitergehendes Ergebnis, als oben angegeben, erzielt wäre. Nach den übermittelten Angaben ist es u.E. möglich, daß der thüringische Holzhändler zu den aus diese Weise be-
Zeit in Feindschaft miteinander. Im vergangenen Oktober kam es zu verschiedenen Zusammenstößen zwischen ihnen und ihren Frauen, bei denen auf beiden Seiten schwere Beleidigungen gefallen sein sollen. Diese bilden den Gegenstand von v i e r P r i- vatklagen gegeneinander. Jeder der Beteiligten stellt in Abrede, seinerseits beleidigende Lleußerun- gen getan zu haben, und schiebt dem andern die alleinige Schuld zu. Nach umfangreicher Beweisaufnahme in zwei Sachen gelingt es, die Parteien in allen vier Sachen zu vergleichen. Alle unter Anklage gestellten gegenseitigen Beleidigungen wer. den mit Bedauern zurückgenommen. Insbesondere erklärt der eine Privatkläger, daß es ihm fern- gelegen habe, das Andenken an den verstorbenen Vater des andern Privatklägers auch nur im geringsten zu kränken. Er habe ihn vielmehr stets für einen Ehrenmann gehalten und stehe auch heute noch auf diesem Standpunkt. Jeder Teil trägt die auf seiner Seite erwachsenen Kosten, die ziemlich umfangreich sind. Die nicht unerheblichen Gerichtskosten werden geteilt, und die Privatklagen zurück- genommen.
Briefkasten der Redaktion.
Rundfunk-Programm
deS frankfurter Sender-.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Freitag, 29. Januar:
3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Juaend. „Schiffsjungendienst auf einem Ozeandreimaster", Vortrag von Direktor Menne. Für Kinder vom 13. Jahre ab. 4.30 bis 6 Uhr: Hausfrauennachmittag. Programm u. a.: „Berufstätige Frauen im alten Frankfurt", Vortrag von Justizrat Dr. A. Dietz. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestunde (Briefliteratur): Aus dem Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter. 6.30 bis 7 Uhr: Uebertragung von Kassel — Vortrag von Ernst Krenek, musikalischer Beirat am Staatstheater Kassel: „Moderne Formen der Parodie". 7 bis 7.20 Uhr: Zwanzig Minuten Umschau über die Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 7.20—7.30 Uhr: Film-Wochenschau. 7.30 bis 8 Uhr: Italienischer Sprachunterricht. 8 bis 9 Uhr: Symbolistische Dichtung und Musik. 9 bis 10 Uhr: Anton Dvoräk.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Isr. ReligivnSgemelntzr. GotteSd.t. d. Synagoge (Südanlage). Samstag, 30. Januar 1926. Vorabd. 5.00, morg. 9.00, abds. 5.25 u. 6.05.
Gottesdienst der isr. Religionsgesellschaft. Sabbatfeier, den 30. Januar 1926. Freitag abds. 4.50, Samstag vorm. 8.30, nachm. 3.30, Sabbat- vusg. 6.05. Wochengottesdienst morg. 7.00 und abds. 4.30.
sonders geschädigten Firmen gehört. Eine weiter- gehende Beurteilung des Falles ist auf Grund der übermittelten Angaben nicht möglich.
ft. in 0.: 1. Die Unterhaltungs pflicht ist
Holzverstergerung
des Gräflichen Forstamks Laubach.
Dienstag, den 2. Februar, 101 Uhr vor- mittags, im Gasthaus „Zur Traube" zu Laubach, aus den Distrikten: Eichelgarten la, 3b, Herrnzipfen, Weidenau la, 3 und 4, Heinzederg 3b, Tränkbach 2, Ziegenberg 1b, Liesewäldchen 1, Kreuzseener- berg 3a, 3b, Steinbiegel la des Försterbezirks Freienseen: rm Scheiter: 443 Buche 1., 60 Buche 2. Klasse, 15 Eiche, Birke 1. und 2. Klasse, 4 Weichholz 1. und 2. Klasse; Knüppel: 285 Buche 1., 50 Buche 2. Klasse, 37 Eiche, Birke, Obst- baum 1. und 2. Klasse; 28 Nadel- und Weichholz 1. und 2. Klasse; Stocke: 73 Buche, 110 Nadel; Reisknuppel: <4 Buche, 5 Eiche. Kohlreiser und Leseholz flächenweise. Blau unterstrichene Nummern werden nicht angeboten. Auskunft erteilt Herr Förster Krautwiirst, Forst- haus Glashütte bei Freienfeen. 839D
5llbmission§holzverkauf.
Aus hessischen Staats- und Gemeindewaldungen verschiedener Forstämter der Forstbezirksgruppen Gießen und Nidda kommen zum Submissionsverkauf:
ftlefern-Schnittholz: 83 fm; ftiefem- Bauholz: 1020 fm;
Fichlen-Bauholz: 5722 fm; sonstiges Stammholz: ftieser: 138 fm;
sonstiges Stammbolz: Fichte: 3502fm; sonstiges Stammholz: Lärche: 25 fm;
Derbstangen: Fichte: 30 fm; Nuhknüp- pel Reisig: Fichte: 175 rm.
Das Nähere geht aus dem Holtzver- zeichnis hervor, das ebenso wie die Zahlungsbedingungen und Angebotsvordrucke auf Anfordern kostenlos von unserem Sekretariat bezogen werden kann.
Gebote sind verschlossen mit der Aufschrift „ S ubmissionsholzverkauf aus Staats- und Gemeindewald" bis spätestens Montag, den 8. Februar d. 3., vormittags 9 Uhr. bei dem Forstamt Gießen zu Gießen, Mlhelmstrahe 56, einzureichen. Gebote, die nach diesem Termin einlaufen, werden nicht berücksichtigt.
In den Geboten ist ausdrücklich anzugeben, ob der gebotene Preis für geschältes oder nicht geschältes Holz gilt. Falls nichts bemerkt ist, gelten die Gebote für nicht geschältes Holz. In diesem Falle ist bei bereits geschältem Holz der Käufer verpflichtet, den Schälerlohn zu
Zägdverpachtung.
Donnerstag, 11. Februar 1926, nachmittags 2 Uhr, soll in der Wohnung des Unterzeichneten die der Gemeinde Alten- vers zustehende, ca. 296 Hektar große Feld- und Waldjagd auf weitere 6 Jahre öffentlich verpachtet werden.
Das Jagdrevier ist in 30 Minuten von der Bahnstation Damm sowie von Lohra zu erreichen. Bemerkt wird, daß im Wildbestand auch Hirsche sich befinden, welcher einen guten Anstand bietet.
Die Bedingungen werden im Termin
Zagdveryachtung.
Donnerstag, den 4. Februar, vormittags 11 Uhr, kommt die der Gemeinde Rodheim a.d. Horloff zustehende Feld- und Waldjagd auf hiesigem Rathaus auf weitere sechs Jahre zur Verpachtung.
Nähere Bedingungen werden vor der Verpachtung bekanntgegeben.
Rodheim, 26. Januar 1926.
Hessische Bürgermeisterei Rodheim.
Hofmann.840D
Kirche und Schule.
Kirchenvorfteher-Tagungen.
Neben den kürzlich angekündigten drei Tagungen für Kirchenvorsteher im südlichen Oberhessen finden im März noch zwei Kirchenvorstehertage im nördlichen Oberhessen statt, und zwar der eine in Schlitz, in Nieder-Gemünden oder in Ehringshausen der andere.
Schöffengericht Gießen.
Die tog-gen Betrugs und Urkundenfälschung vorbestrafte, etwa 30 Jahre alte, aber viel jünger. säst kindlich wirkende gewerbslose, geschie-- bene Frau H. B. aus Berlin zag vom Sommer Ms zum Winter des vergangenen JahreS mit einem blonden Pagenkopf und einem zweijährigen Kind mitleiderregend in der Welt herum, mietete sich in guten Pensionen ein, von wo sie, toemx die Zeche eine angemessene Höhe erreicht hatte, verschwand, und verstand es durch die Vorspiegelung, sie habe ihre Geldtasche verloren und dgl. mehr, von Pfarrern und anderen gutmütigen Leuten Geld zu erschwindeln. Sie erhielt wegen Betrugs in elf Fällen und Betrugsversuchs in einem Fall eine Gesängnisstrafe von neun Monaten.
Wegen Verfälschung einer Arbeiterwochenkarte erhielt ein Arbeiter aus ^Urichstein eine Gefängnis st rase von zwei Wochen. Dabei wurde zu seinen Gunsten angenommen, daß er den Charakter der Urkunde als einer öffentlichen nicht erkannt, sie vielmehr für eine Privaturkunde gehalten hatte. Auf eine I Geldstrafe konnte nicht erkannt werden, weil er die Tat begangen hatte, um sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen.
Weil diese Absicht nicht sestgestellt werden konnte, kam ein Viehhändler aus Brandobern- dorf wegen Verfälschung eines Ursprungszeugnisses mit einer G eld - strafe von 15 0 Mark davon, die an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat verhängt wurde.
Wegen AotzuchtSversuchs erhielt der Arbeiter W. G. von Bieder-Florstadt eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffent- lichkeit statt.
Amtsgericht Gießen.
Gießen, 23. Jan. Die Familien zweier Handelsleute aus Grüningen leben seit längerer
die Verwandten in gerader Linie beschränkt. Maßgebend sind auf den verschiedenen Seiten die Bedürftigkeit und die Leistungsfähigkeit. 2. Sehen Sie. daß der Verarmte in die St leinten tnerfürforge ausgenommen wird, und zwar durch das für ihn zuständige Kreisamt Büdingen.
M. in L. Die Uebernahme der von Ihnen ge schilderten besonderen Verpflichtungen, wie Sie Ihr Mieter übernommen hatte, liegt unseres Dafürhal tens außerhalb des Rahmens des Mietvertrages und stellt elfte besonders übernommene Pflicht des Mieters dar. Solches ist jedoch nicht zweifelsfrei. Laden Sie erforderlichenfalls Ihren Gegner vors Amtsgericht zu einem Sühneversuch.
f). L. Wenden Sie sich wegen Ihrer angeblichen amerikanischen Erbschaft unter genauester Darlegung aller einschlägigen Verhältnisse und insbesondere Ihrer verwandtschaftlichen Beziehungen zumErdlas [er zunächst an das Auswärtige Amt in Berlin, das Ihnen weitere Auskunft erteilen wird.
21. B. B. Sie müssen sich bei der Behörde er kundigen, die für Ihre Pension zuständig ist.
ft. L. 1. Wegen Einstellung bei der Truppe ftagen Sie bei einem Truppenkommando an. Wol len Sie zur Schupo, so erkundigen Sie sich bei deren Kommando in Darmstadt. 2. Erkundigen Sie sich . doch mal beim Versorgungsamt.
frr Metzeuer Wochenmarltpreise.
Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte: Butter 160—180, Matte 35—40, Käse 60—70, Wirsing 20—40, Weißkraut 15—20, Rotkraut 20-25, qelbe Rüben 20, rote Rüben 15, Spinat 60, Unter- Kohlrabi 10—12, Grünkohl 30, Rosenkohl 70, Feld- salat 120, Zwiebeln 20, Meerrettich 730—100, Schwarzwurzeln 50—70, Kartoffeln 4 5, Aepfel 15 bis 18, Birnen 30, junge Hahnen 130, Suppenhühner 130, Nüsse 70, Endivien 100—120 Pt. je Pfund Eier 19—20, Blumenkohl 60—180, Lauch 5 bis 15, Sellerie 20—70 Pf. je Stück.
Bornotizcn.
— Tageskalender für Donnerstag: Deutsche Demokratische Partei: 8.30 Uhr, Gewerbehaus, Hauptversammlung. — Skiklub Sauerland, Ortsgruppe Gießen: 8.30 Uhr, Cafs Astoria, Mitgliederversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhof« straße: „Bismarcks — Astoria-Lichtspiele: „Aben- t<*ucr einer Hochzeitsnacht".
Gchenlliche Mahnung
folgende Abgaben werden hierdurch mit Frist bis einschließlich 5. Februar 1926 gemahnt:
4. Ziel Kanal-, Straßenreinigungs- und Müllabfuhrgebühren 1925,
3. Ziel Gemeinde-, Kreis- und Provinzialumlage 1925,
5. Ziel Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz 1925 einschließlich Erhöhung des 4. Ziels,
5. Ziel Sonderfteuer für den Kreis Gießen für 1925.
Nach Ablauf dieser Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die oorgeschriebenen Kosten erhoben werden.
Die Zahlung von Verzugs-Zuschüssen wird durch diese vekannlmachnng nicht
'* Warnung vor Werbern der Fremdenlegion. Wie uns aus Sauter« l; a ch gemeldet wird, ist vor lvenigen Tagen ein C1;g Gießen stammender junger Mann Wertem der Fremdenlegion in die Hände gefallen uni) -verschleppt worden. Er hielt sich auf einer Geschäftsreise in Marburg auf. Unter Anwendung narkotischer und alkoholischer Mittel wurde er in einen willenlosen Zustand versetzt und in einem Auto nach Griesheim gebracht, wo er sich dem Vernehmen nach, nachdem er wieder zur Besinnung gekommen ist, weigert, seine Unterschrift unter den Vertrag zu setzen, in dem er sich als junger Deutscher mit Haut und Haaren Frankreich verschreiben würde. Es wird natürlich alles geschehen, um dem jungen Mann in seiner gegenwärtigen Lage Hilfe zu bringen und ihn vor einem schlimmen Schicksal zu bewahren. Für unsere Jugend heißt es: Vorsicht vor unbekannten Menschen, die zum Bier oder Wein emladen!
** Der Mietzuschlag für 'Räume zu gewerblichen Zwecken beträgt für den Monat Januar: bei 601 bis 1800 Mk. jährliche Frie- bensmiete 10 Prozent, über 1800 Mk. jährliche Friedensmiete 15 Prozent der Miete. Bei Friedensmieten unter 600 Mk. ist kein Zuschlag zu erheben.
** Personalien. Der im einstweiligen Ruhestand befindliche Studienrat Wilhelm Hahn in Gießen ist vom 1. Februar 1926 ab auf sein Nachsuchen in den endgültigen Ruhestand versetzt worden. — Ernannt wurde der Forstmeister Karl Chantre zu Schotten zum Forstmeister des Forstamts Eichelsdorf. — Versetzt wurde der Amtsvorstand des Forstamts Eichelsdorf Forstmeister Albert Bechtel in gleicher Diensteigen- schaft in das Forstamt Jugenheim.
•* Eine öffentliche Steuer anmah- uung erläßt die Stadtkasse im heutigen Anzeigenteil. Säumige mögen die Frist bis einschl. 5. Februar nutzen.
** Wenn das am grünen Holz ge- s ch i e h t . . . Aus einem Orte in Oberhessen wird •" uns mitgeteilt, daß dort dieser Tage ein Pfand- meister non einem andern Pfandmeister gepfändet werden sollte. Erst als der „Kuckuck" drohte, sand der andere ,Kuckucks"-Mann, daß auch für ihn das Berappen eine Staatsbürgertugend, wenn auch eine beschwerliche, sei. Ja, ja ... das leidige Steuerzahlen!
** Eine Dorführung neuerer Obst° bäum spritzen, veranstaltet von der Hessischen ^andwirtschaftskammer, fand am Dienstag beim Gasihause „Zur Stadt Lich" an der Neuen Kaserne fialt. Gezeigt wurden zwei, nach dem Batterie- Sysiem gebaute sog. Expreß-Spritzen, wobei das eine Modell versagte, während die schon seit einigen Jahren bekannt gewordene Holdersche Spritze zu- fliedenstellend arbeitete. Das Ergebnis läßt sich klirz dahin zusammenfassen, daß zwar Gemeinden und Vereine zur Anschaffung eines so teueren Apparates — die Kosten betragen etwa 200 Mk. — imstande sind, daß wir aber vom Ideal einer leichten, zuverlässig arbeitenden und wohlfeilen Druckluftspritze zur Bekämpfung der Obstbaumfeinde für den Privatmann noch recht weit entfernt sind. Am Nachmittag fand im Saale des genannten Gasthauses ein Vortrag des Landes-Obstbauinspektors Pfeiffer aus Darmstadt über „Bekämpfungsmittel und Methoden der verschiedenen Obftbaum- fchüdlinge" statt. Beide Veranstaltungen waren, namentlich von auswärts, zahlreich besucht.
** Reichsbahn und Kriegsbeschädigte. Nach einer Mitteilung der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft soll an den bisherigen Maßnahmen zur Unterbringung Kriegs-
SM WWW! la Ochsenfleisch per Pfd. .. 1.00 la Kuhfleisch per Pfd. ... 0.65 la Kalbfleisch..........1.00
la Nindsroürstchen 1.10
Gießener Fleischhalle
Walltorstraße 32. 8341)
Preiswerte
SM-Wseim
beschädigter in Bahnwirtschaften zunächst nichts geändert werden. Babnwirtschaften im Pachtwerte bis zu 2000 Mk. Friedenspacht (Stand vom 11. Juli 1914) sollen bis auf weiteres an Kriegsbeschädigte reihändig vergeben werden, dagegen kann dem . mehrfach geäußerten Wünschen nicht ftattgegeben werden, bei der zur Ausschreibung gelangenden Wirtschaften mit höherem Pachtwert die Landesfür- orgefteUen (Hauptfürsorgestellen für Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene) vor der Ausschrei, bung zu verständigen. Es muß den Kriegsbeschädigten, wie allen anderen Beteiligten überlassen werden, diesbezüglich auf die öffentlichen Ausschreibungen zu achten. Die Reichsbahndirektionen werden dann bei gleichen Verhältnissen fachmäßig gebildeten Kriegsbeschädigten vor anderen Bewerbern den Vorzug geben.
" Der Postscheckverkehr 1 925. Der Postscheckverkehr erfreut sich zunehmender Beliebtheit. 3m Kalenderjahr 1925 ist die Zahl der Postscheckkonten bei den 19 Postscheckämtern des Deutschen Reichs von 809 000 (Ende 1924) auf 857 000 Konten, also um 48 000, gestiegen. Der Umsatz betrug rund 111 000 Millionen AM. (1924: 79 000 Mill. AM.) in 526 ( 408) Mill. Buchungen. Don dem Umsatz wurden 87 000 Mill. AM. (1924: 62 000 Mill .AM.) oder 79 v. H. bargeldlos abgewickelt. Das Guthaben der Postscheckkunden hat infolge der allgemeinen Geldknappheit nicht zugenommen; es betrug im Jahresdurchschnitt 572 Mill. RM. gegen 575 Milk. RM. Ende 1924. ,6ehr erfreulich ist die starke Zunahme der lleberweisungen von Konto zu Konto, deren Pflege die Hauptaufgabe des Postscheckverkehrs ist. Durch ilebettoeifung wurden 81 000 Mitt. RM. (1924: 57 000 Mitt. RM.) in 291 (236) Millionen Buchungen beglichen.
•* Auftrieb aus dem heutigen | Frankfurter Schlachtviehmarkt: 209 Schweine, 668 Schafe, 2 Kühe, 965 Kälber.
Evang. Volksgemeinschaft.
am. Ober-Lais, 27. Jan. Bei dem ersten Rednerkursus der Evangelischen Volksgemeinschaft, der, wie schon kurz berichtet, hier stattsand, wurde nach Vorträgen von Pfarrer I d e- Höchst a. M. und Pfarrer Hamburger-Staden und nach den Ausführungen einiger Diskussionsredner die folgende Entschließung einstimmig angenommen:
„Die anläßlich eines Rednerkursus in Ober-Lais versammelten Evangelischen sind nach Vorträgen von Pfarrer Ide-Höchst a. M., Pfarrer Hamburger Staden, Landwirt Köhler- Wingershausen und Pfr. Weidner-Ober-Lais überzeugt, daß die Evangelische Volksgemeinschaft, in deren Reihen heute fchon eine ganze Anzahl bekannter, tüchtiger Männer aus allen Berufsständen tätig ist, gemäß ihrer Losung: „Evangelisch und sozial" für das um sein Dasein schwer ringende schaffende Volk mit aller Kraft eintreten wird. Sie weiß der neuen Bewegung Dank, daß sie im politischen Leben evangelisch-sozialen Geist voll zur Geltung bringen, daß sie das Evangelium auf allen Gebieten des menschlichen Lebens — auch in der Politik — zu der entscheidenden Macht machen will. Insbesondere begrüßt die Versammlung den Kampf der E.D. gegen das mächtige Zentrum (die katholische Partei Deutschlands), das im neuzeitlichen Staat weit mehr als früher in der Macht sitzend das Evangelium und das deutsche Volkstum bedroht."
In einer öffentlichen Bauernverfamm- lung wurde nach Vorträgen von Bürgermeister H e n f e l - Hirzenhain, Pfarrer Ide-Höchst a. M., Pfarrer Hamburger-Staden und Pfarrer Weidner- Ober-Lais, die sich sämtlich mit der wirtschaftlichen Not des Bauernstandes befaßten, einstimmig folgende Entschließung angenommen:
1. Die Versammlung erhebt schärfsten Protest gegen die Tatsache, dah die meisten Großgrund- besitzer auf Grund der Buchführung keine Einkommensteuer bezahlen. Unter solchen Umständen verlangen wir, daß die Bauern ausnahmslos von der Einkommensteuer befreit werden.
2. Die Versammlung verlangt, daß angesichts des derzeitigen Steuerdrucks, der niedrigen Preise der bäuerlichen Erzeugnisse und der hohen Preise für landwirtschaftliche Bedarfsartikel der Schutz der landwirtschaftlichen Produkte mehr als bisher gesichert wird. Bei dem dauernden Zolltarif sind insbesondere die Belange des deutschen Bauernstandes wahrzunehmen.
3. Steuernachlaß ist nur zu erreichen, wenn der Staat sich endlich entschließt zu äußerster Sparsamkeit. Der Verwaltungs- und Parlamentsapparat
1 der vielen Kleinstaaten ist zu groß und kostspielig. Abbau des Hessischen Landtags, der 70 Abgeordnete zählt, ist ein dringendes Gebot der Stunde."


