Ausgabe 
27.12.1926
 
Einzelbild herunterladen

fruchtbarlell der HauStrevs": ferner ein Referat über ,Rrnd^irh zücht" und .Pf rde-uchl"

L5ornotizcn.

Tageskalender für Montag. Derer« ehem_l ger Uber: d Uhr, Zjr.uxiUe Oj- wald »garten. Weihnachtsfeier. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße:Ballettmädels". Astoria-Licht spiele:Zigeunerliebe".

'2BC2L Reue Finanzämter in Gie­ßen und D » ünberg. 3n dem soeben vom ReichSrat verai schiedet.n R.ickshaw:ha.t lür Ic27 werden vom RrichSsinan-mir.i:erium Mill.l für den Dau zahlreicher neuer ginanyämter ange­fordert: ll a, tocrjcn verlangt ein erster Teil­betrag von 300 COO Marl für den Reubau eineS KnanzamteL In Dießen und 190300 Mark far den Reubau eines Finanzamtes in Grün- berg.

" Für z w e i hu n de r t t a u f e n d Briefe WrhlfahrtSorielmarlenl Rach einer Milteilung bet R^chsz.schä Isstelle ter D.nllschrn Rvchilfe haben die E^mmn:z- und Privatbank. Darmstädter- rm> Rationalbank, Deucsch? Dank. Direktion der Discrillo-Gesellfchast und D.eSdner Dank zur Franli-rimg ihrer GesHrftSpost jede far zehntausend Reichsmark Wo)lia)rtSbri smar- fen bezogen. Etwa zw.i-u:rdeNtausend Briese dieser Banken w r en mi! WohlfahrtSbrir'marken frc:p«macht werdin. Diese sozial« Tat der Großbanken ist sehr aner^nnenswe.t. Wenn sie in gleichem Ausmaße wohl auch nicht zur Rach- ahmung in Gießen empfohlen werden kann, so veranlaßt sie aber doch zu der Bitte an die hiesige Geschäftswelt aller Branchen und jeder Größe des Llnler.'.rhmens, zur Frankirrung ihrer Post Wohlfahrtsbriefmarken zu der- toent-en. Zweckmäßig w ri.en tiefe Marken beim Städtischen Wohlfahrtsamt in Gie­ßen. Garten st raße, Kekaust. denn von tem Erlös der dort bezogenen Wohl ahrtsbrie,marke., erhält daS Gießener Wohlfahrtswerk einen erh:blichm, Anie.l, der den HilsSbetür'.tigen unserer Stadt direkt und unverkürzt zugute kommt

* P c r s o n a l i e n . In den Ruhestand versetzt wurde auf Grund des Altersgrenzaesetzes mit Wir. kung oom 1. Januar 1927 der Oocrftubienrnl am Realgymnasium zu Gießen Dr Otto Weimar. Ernannt wurden: der Iustizinspektor bei dem Arms aericht Büdingen. Otto Schäfer, zum nicht ge- schästsleitenden vberjustizinfpeltor bei dem gleichen Gericht: der Justizinspektor Otto Walther bei dem Amtsgericht Büdingen zum Justizinspektor bei dem Amtsgericht Alzen.

nt D i« Dahnsteigkartenautoma- ten wieder in Betrieb. Dem Beispieli der Postverwaltung sollend, hat die Bahn letzt auch wieder zwei solch:r Automaten in Be­trieb genommen. Man braucht also n'.chl mehr wegen einer Bahnsteigkarte am Schalter Polo­naise zu stehen.

PL Sine Lichtst örung trat am Weih­nachtsabend in der Gegend um den Seltersberg herum ein. D e Straßen lagen eine ganze Weile iu Dunkeln. Rach kurzer Zeil wurde die Störung durch das Elektrizitätswerk wieder behoben.

m. Sin Eichhörnchen auf der Straße. Am ersten WeihnachtStag konnte man In der Wilhelmstraße ein Eichhörnchen bemerken Rach- bem eS von einem Baum in einem 0 arten her ab­er eklettert war, wagte e3 sich auf den Gartenzaun, spitzte die Ohren, machte ein Män.nc^n und lief ganz gemütlich über die Straße in einen anderen Gorten, wo es verschwand.

Zur Frage der Aufwertung b c*t * r r n f p r c d) b e i t r ä g c teilt uns die Oberpoft' oireilion in Darmstadt mit: Durch die Tages, und einige Fachzeitungen ift1 vor kurzem die Nachricht gegangen, daß die Deutsche Reichspost zur Aufwer tunfl der seiner Zeit eingezahlten einmaligen Fern- iprcdjbciträge verpflichtet fei. Dies gehe aus Ent- »cheidungen des Landgerichts in Dortmund unb des Obenan de: gcrichts in Kiel hervor. End- gültig und allgemein ist diese Frage gerichtlich je­doch nicht entschieden. Gegen das Urteil dec Land' ucrichts Dortmund ist von der Deutschen Reichspost Berufung einoelctzt worden. Die Kieler Entscheidung beschrankt sich für den Einzelfall auf die Fest­stellung, daß der einae'.ahlte Beitrag aufzuwerten ist, Dcrurteilt die Deutsche Reichspost aber nicht zur Zahlung des Betrags. Gegen das letztere Urteil ist kein weiteres Rechtsmittel zulässig. Diesen beiden Entscheidungen stehen im übrigen zahlreiche Ur­teile anderer höherer Gerichte gegenüber, die die Verpflichtung der Deutschen Reichcpost zur Aufwer­tung der Frnsprechbeiträge verneinen. Unter dielen Umständen lehnt die Deutsche Reichspost nach wie vor Anträge auf Aufwertung grundsätzlich ab.

Weihnachtsieter in der Verven- Tlinlf. M.n schrei. 1 tnä: E.nc erheben!e Weih­nachtsfeier sand am Mittwoch abend in der Rerve.'.klir.ik statt. Für die Aerz.e, das Bureau-, Haus-, Garten- und Küchenpersonal wurde im BerwaltungSbau und anschließend daran in der grauen- und Männerabteilung b:fd):rt Jede Station hatte ihren reichte chmückten Ehristbaum. Für Schmückung der Räume und Däurnc hatte das Pflegepersonal Sorge getragen. Geleitet wurde die Fe er von deren BeranstaUer, dem Ehe'arzt der Anstalt, Geh -Rat Professor Dr. Sommer. Ltmrahmt mar bkfclbe von ®ram- 'nophonklängen, gemcinfamcm ©.fang der übli- (ben WerhnachtZlieäer und Ehorliedern des ®c- angi-creineA r i v n"- Klein-Linden, der sich se.bstloS damit in anerlennenswcrler Wrise in den Dienst einer gut:n Sache stellte. Beifällige Au,nähme fanden seineHymne an die Rächt", feinSchlasglöckein" undAm Däch ein" Rach dc .regten, zu Herzen gehenden Worten voll eindringlicher L ebe an dir Pfleger unter Wür­digung ihres Derart rortung.vollen Berufs und an die Patienten in Erwar.ung ihres Vertrauens, die aus deren Mund herzliche Anerkennung fan­den, ließ Geh.-Rat Sommer die ®abenlörb- chen verteilen, dir für die Pfleger deren befon- neren Wünsche, bei Patienten Art und Maß ihrer De^ü: tig.cit l e.eroll be.ück lch.igten. All- s.cmein bestand bet Pilegern u_ Pfleglingen Lcjei- Itertc Anerkennung über den wohlgelungenen Verlauf der Feier. Der Gabentisch ließe sich dadurch noch wesentlich bereichern, baß man.

wie anderwärts, vor Weihnachten in Streifen der Besitzenden sein Haus auf unbenutzte Spiele und Bücher zwecks Abgabe an die Patienten durchsähe

Austrieb auf dem heutigen Frank­furter Schlachtoiehmorkt: 281 Ochsen. 46 Bullen. 469 Kühe. 273 Färsen, 206 Kälber. 194 Schafe und 4141 Schweine.

Das deutsche Sportjahr 1926.

Sport ist Entwicklung, Sport drängt vorwärts, rastlos, unermüdlich, voll ftampfeselfer. Und doch ist es manchmal gut, sich umzuwendeu, zurückzu- f(bauen, sich Rechenschaft abzulegen, ob man dem 3iel näher kam. ob der Weg. auf dem e» geschah, der rech:e war. Neigt sich das Fahr zu Ende, ist man innerlich am ehesten zu lolch rückschauender Betrach- tung eingestellt, zieht man gern eine Bilanz. Das gilt auch vom Sport, wenngleich dieser an ferner Jahreszeit, an keinen Kalender gebunden ist.

Was hat das vergangene Jahr 1926 dem deut- ichen Sport gebracht? Ist die Entwicklung still- gestanden. oder gar rückläuftg gewesen, find wir vor­wärts gekommen, hat die rastlose Arbeit des Vor- lohres die erhofften Früchte getragen? Die Ant­wort und das kann uns mit stolzer Freude er­faßen ist eindeutig, ist nicht mit wenn und aber, mit hätte und würde verklausuliert: sie lautet: Deutschland im Sport voran!

Sehen mir einmal im einzelnen zu, wie sich die Entwicklung gestalte: hat. Do muh zunächst fest­gestellt werden, daß sich

die Ium- und Sportbewegung

[icgenüber dem gewaltigen Aufslammen ^ur In- lationszeit, dem nachfolgenden Rückgang jetzt ge^ estigt, konsolidiert hat. Gewiß kämpscn auch die Leibesübungen einen tagtäglichen erbitterten Krieg gegen wirtschaftliche Rot, aber gerade in diesem Mampf zeigt sich am besten die Lebenskraft, der un­beugsame Wille zum Durchhasten und Vorwärts- streben. Die V richte der einzelnen Verbände geben Zeugnis davon, daß sich die Mitgliederzahlen zwar nicht erheblich verändert haben, daß aber überall neues Leben unblüht. Die Verbandstaguugen zei­gen weiter, daß man die Forderung der Zeit und der Verhältnisse verstanden hat, nämlich alles zu tun. was dazu beitragen kann, die Turn- und Sport- bemegung zu verliefen, zu verinnerlichen, festzuwur- jcln in der Volksseele. Deswegen räumte man der Förderung des Nachwuchses, der Heranbildung der Jugend, die doch die Zukunft bedeutet, breiten Raum In den Verhandlungen ein, deshalb bildete die Frage der Veranstaltung von Lehrgängen, Unter- richtskursen u. dgl. immer einen der wichtigsten Punkte der Tagesordnung. In zunehmendem Moße soraen die Verbände für die Beschaffung von Lehr frästen, gründen eigene Schulen dafür. Immer mehr und mehr erweist sich die Deutsche Hoch­schule für Leibesübungen als eine Ein­richtung, deren Wert gar nicht hoch genug ein- zuschätzou ist. In diesem Zusammenhang sei auch aus die Entwicklung des Hochschulsports hin- gewiesen, darf man doch erwarten, daß gerade aus der akademischen Jugend reckt viele Führertalenie heranwachsen. Reben solcher Aufbauarbeit wird der Kampf geführt gegen alles, was geeignet ist. die sportliche Idee zu verzerren, zu entwerten. Man geht leider noch zu wenig und zu zartfühlend gegen den verkappten Berufssport vor, man beginnt eine schärfere Linie gegen den offenen Berufssport zu ziehen, man widmet sich der Erziehungsarbeit am Sportler sowohl wie am Zuschauer, den man für die Leibesübungen gewinnen will, in zunehmendem Maße. Die mannigfaltigen Kundgebungen gegen übertriebene Ehrungen erfolgreicher Sportsfeute seien hier als Beispiel genannt, andere ließen sich leicht beibringen.

Die Einigung in der deutschen Turn- und Sportbewegung macht unverkennbare Fort- schritte. Brachte das Jahr 1925 den unheilvollen Riß zwischen dem Deutschen Reicksausschuß für Leibesübungen und der Deutschen Tumerschaft, so haben sich im Jahre 1926 beide wieder zuscknmcn- gefunöen au gemeinsamer Arbeit. Da hierzu der gute Wille und gegenseitiges Vertrauen (verankert in Richtliniens vorhanden sind, darf man hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. Der nächste Schritt, zu dem gleichfalls der Anfang gewacht worden ist, wird der zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit der Tumerschaft mit den Sporiverbänden fein. Auch unter den Sporiverbänden selbst gewinnen die ffinigungsbeftrebungen immer mehr und mehr an Voden. Mii besonderer Freude erfüllt es uns aber, daß über die Landesgrenzen hinaus Deutsch- land und Oesterreick sich die Hand reichen, um auch im Sport sich als einige« Brudervolk zu erweisen.

Turnen und Sporf sind volksfache.

Deswegen ^ist ihre Förderung eine Pflicht der Trä­ger des Staatsgedankens, also des Reiches, der Länder, der Gemeinden. Lange genug haben sie sich dieser Pflicht entzoaen, und nur langsam finden sie die Einstellung zu den Leibesübungen, die man 'm Interesse der Zukunft unseres Volkes fordern muß. Anjana des Jahres bildete sich im Reichstag ein interfraktioneller Ausschuß für körperliche Erziehung, in verschiedenen Ländern folgte man diesem Beispiel. Die Folge da- von war die erhöhte Bewilligung von Geldmitteln far Turnen und Sport. In größerem Maße als Reich und Länder haben aber die deutschen G e m e i n b e n in wohlverstandenem eigenen In- terefie ihre Aufmerksamkeit dem Dau von Spiel­plätzen. Tum- und Schwimmhallen, der Förderung des Sd)ultlirn- und Spielunterrichts, der Ausbildung von. Lehrkräften, der Bereitstellung von Mitteln gewidmet. Unermüdliches Drängen und Fordern bleibt trotzdem Aufgabe der Tum- und Sportoer- bände, wenn wir das Ziel erreichen wollen, daß Leibesübungen zum Gemeingut des deutschen Vol- kes werden. Wenden wir den Blick auf

die Entwicklung der Leistungen.

jo kann mit Freude festgestellt werden, daß fast aus allen Gebieten erhebliche Fortschritte erzielt worden sind. Höhepunkt des sportlichen Le­bens waren neben den alljährlichen Meisterschaften die 2. Deutschen Kampfjpiele im Juli in Köln. Sie bilden einen weiteren Meilenstein lumsportlicher Entwicklung des deutschen Volkes. Wenn wir Zah­len sprechen lassen, so möge in die Erinnerung zu- rückgerufen werden, daß in der Leichtathletik nicht

weniger als 29 deutsche Höchstleistungen verbessert wurden, bei den Schwimmern fast die gleiche Zahl. Dabei sei bcjonders darauf hmgewiesen, daß die Frauen an der Leistungssteigerung erheblich betei­ligt sind.

Die Vorbereitung auf die im Jahre 1928 statt- findenden

Olympischen Spiele

m Amsterdam hat im Jahre 1926 eingesetzt. Richt nur, daß organisatorisch alles geschehen ist, um durch Anpaiiung an die internationalen in Amster­dam in Anwendung kommenden Regeln, unsere Athleten früh genug daran zu gewöhnen, sind auch bereits Anfänge uir Bildung von Mannschaften gemacht worden. Das geschah einerseits durch die Veranstaltuna von Lehrgängen, zu welchen man die aussichtsreichsten eventuellen Teilnehmer an den Olympischen Spielen zusammenzog, da» geschah zum andern durch die Erleichterung de« Zusammen­schlusses, wie z. B. bei den Ruderern in der Form der Bildung von Renngemeinschaften. Der Deutsche Reichsausschuß hat einen Olympialehrgang für de- sonders leistungsfähige Schuler höherer Lehran­stalten veranstaltet, die Deutsche Turnerichajt wird ihrerseits ihre besten Wettkämpfer zur Verfügung stellen, ohne sich an verbandsrücksichtcn zu Ham­mern. Die eigentliche Arbeit wird natürlich erst im kommenden Jahr mit voller Wucht einseyen.

Das Jahr 1926 ist für o?n peuit^cn Sport das Jahr geworden, in welchem wir in die internationale Sport geltung eingerückt sind. 2llc geahnte, kaum gehofft? Siege sind uns befchieden gewesen, dir Welt hat aufgehorcht, sie rechnet scholr heute mit Deutschland als einem ter schwer­sten Gegner b:i drn Olympischen Spielen. Auch hier wieder ist drr Erfolg fast aus der ganzen Linie erzielt worden. Der Rame von Körnig als schnellstem Sprinter, von (Sorte, drr zu­sammen mit weiteren drei Deutschen den End­lauf der englischen 100-M:ter-Mejsterschaft be­stritt und gewann, die Weltrrkordleistung-rn von Dr. Peltzer. der den Olympiasieger Lowe über 830 Bards in London schlug und wenige Monate darauf das Laufwunter R u r m i mit­samt dem Schweden Di de niederzwang, sind weltbekannt geworden, drr Ländersieg i.i Bafel über die Schweiz und Frankreich war überragend. In gleicher Weise baben

die deutschen Schwimmer

festgestellt, daß sie in Europa keinen Gegner zu fürchten haben. Der erstmalig umstrittene Europa­pokal wurde von Deutschland gewonnen, Deutsch­land stellte vier Europameister und gewann die einzige Staffel. Rademacher hat sich drüben In Amerika mehrfach in die Wlltrekordllste ein­gezeichnet, tmb kurz vor JahreSsch'uh stellte ter Göppinger Faust einen konteren Weltrekord auf. Ebenso überlegen war der Sieg Deutschlands bei den

Europameisterschaften im Ringen,

wo es den ersten Platz vor den gefürchteten nor­dischen Staaten belegte. Untere Amateurboxer haben erfolgreicye Aasiandreisen unternommen. Die

Ruberer

gingen verschiedentlich im Ausland an den Start und bewiesen, daß sie gegen di. beste internatio­nale Klasse bestehen können. Auck im

Rasensport

nehmen wir eine achtunggebietende Stellung ein. Unsere Hockeyspieler stehen an alle-erster S elle im int.rnUi.mkn Hockey b;rt, die Lüber­spiele, welche der Deutsche Fußballvund 1 92 6 bestellt, brachten zwei Erfolg: gegen Hol­land, ein Unentschieden gegen Schweden und nur eine knappe Riederlage gegen die Schweiz. 3m Tennis feierte unser Spi jenipteler La n d- mann einen überraschenden S.ez über di.' beiden Amerikaner Richards und K i n s e y. Auch im Radsport waren deutschen Fahrern gite (Er­folge gegen Ausländer beschieden, unsere Tur­nt er reit er sind gefürchtete Gegner geworden. Selbstverständlich har daS 3ahr 1925 auch einige Enttäuschungen gebracht, die aber das Urteil, daß Deutschland sich auch im internationalen Sportwelt bewerb einen Platz in der vordersten Reihe d-er Rationen erkämpft hat. nicht beein­trächtigen können.

Es sei in dieser rückschauenden Betrachtung noch erwähnt, daß jetzt so ziemlich alle Schranken gefallen sind, die vom Ausland gegen den deut­schen Sport noch aufgerichtet worden waren. Die wenigen internationalen DerbZnde, w.e im Tennis, Rudern. Segeln, Fechten, deren Mitglied wir noch nicht sind, werden sich dem Beispiel der übrigen, ohne daß wir nachlaufen, binnen kurzem anschließen. So lautet daS Urteil über Has Epvrtjahr 1926: vorwärts auf der ganzen Linie

Der Skisprung.

Für den Zuschauer sieht der Skisprung sehr einfach aus. Aus einer Anlauf strecke startet der ofUäufer, seine Fahrt wird schneller, immer schneller, von der Sprungschanze aus wirft ihn ein weiter Bogen abwärts durch die Luft, er Prallt auf den Hang auf, seht die Fahrt fort, um mit einem eleganten Schwung oder Fall ben Sprung zu beenden. Hinter diesem sport­lichen Schauspiel, welches das Geseh der Körper- ichwere und des Schwunges zu meistern sucht, steckt aber eine Unmenge Technik. Ein Ski­sprung mit allem. waS dazu gehört, nimmt zwar nur wer - Sekunden in Anspruch, erfordert aber jah -ge Uebung.

Bei Sfisprung fällt kein Meister vom Himmel. Man beginnt an kleinen Hügeln und Schanzen zu üben, erhöht allmählich die Sprung- gelegenheit. Für den Anfang ist ein Sprung von 5 Meter Länge eine ansehnliche Leistung, wenn man ohne Sturz landen will. Sprünge

bi« zu IS Meter erfordern schon eine gu: an gelegte Sprungbahn. Leistungen, die über tiefe.- May hinausgchen. werden nur von sogenannten Sprunghügeln, Sprungschanzen, die kunitvoll an­gelegt sind, erzielt.

Zum Skisprung gehört eine besondere Technik. Der Anlaufstart erfolgt in normaler F>ihrt- stellung, 15 bx-8 20 Meter vor der Sprungkante der Schanze geht man in die Kniebeuge und fegt den Oberkörper vor. Direkt vor der Sprung schanze richtet sich der Springer ruckartig auf und verläßt mit gestrecktem Oberkörper, doch- aeschleuderten Armen bte Bodens fache. Den beim Aufsprung erfolgenden Rückstoß nimmt das fe­dernde Knie auf. G.'wvhnllch wird bei Sprung mit einem Lhristianla oder Telemark beendet. Die sportliche Wertung erfolgt nach norwegischem Borbild Der welleste gestandene Sprung er ball die Rote 20. für jeden halben Meter tra­niger wird 1 . Punkt abgerechnet. Reben der Sprungnote ist die Hallungsnote maßgebend Auch hier hat der Springer am Start dir Rote 20. für Fehler im Anlauf, älnsicherheit. unnatürliche Sprunghaltung. Fallen beim Auf­sprung usw werden Abzüge gemacht. Der Ski­sprung stählt den Mut. er erfordert über die Technik hinaus höchste Rervenkonzentration und Ruhe, sowie eine ganz spezielle Beherrschung deS Ski.

Der Fußball im Reich an den Weihnachlslagen.

Hesien-Hannooer.

Sport Kassel 6. V. Kassel 4st).

Kassel 03 Iura Kassel 4:1.

Göttingen 05 Kurhessen Kassel 1:1.

Mainbezirk.

Fuhballsportoerein Feantiun a. M. Ein­tracht Frankfurt 1:0.

Viktoria 94 Hanau Union Riederrad 1*3.

Rot-Weiß Frankfurt a M Olfenbadjei Kickers 0:1.

Germanin Frankfurt a. M. D. f. L Reu-Jsen- burg 0:1.

Viktoria Asci-affenburg F. E. Hanau 93 1:2. Bezirk Bayern.

Wacker - 1860 München 2.0.

21. S. 53. Nürnberg Spog. Fürth 1:2.

Bayern München F. E. Fürth 2:0.

1 F. E. Nürnberg 1. F. E. Bayreuth 3:0. Württemberg-Baben.

Sportfreunde Stuttgart S C. Freiburg 1:11. Rhein.

Dhänik Ludwigshafen V. f. R. Mannheim 1:1 F. C. Pirmasens S. D. Darmstadt 5-1.

Sovg. Sandhofen F. V. Speyer 3:0.

Phönix Mannheim 03 Ludwigshafen 2:0.

Rheinhessen-Saar.

F- S. D. 05 Mainz Hnssia Bingen 3:1. Süddeutsche Freundschaftsspiele.

Stuttgarter Kickers Budapest Sport Egyefalet

Karlsruher F. E. Budapest Sport Egye sülct 1:1.

6. D. Wiesbaden Vienna Wien (21mfl. teure) 0:1.

Saar Saarbrücken Germania Frankfurt 2:3.

Bobrennen

um den Walkürenschrld.

Unter starker Dllettlgung und dem Beisein einer in die Tausende zählenden Zulchauermenae fand in Fredrichsroda das erste diesjährige Bab- rennen statt. Bei der Pre'.Svertelluug wurden die Sieger Im Rennen um den Walkürenschild fol­gendermaßen bekanntg:geben: 1. Bob .Letzte Hoff- nung" (Führer Bauer, Bremser Demmer, Erfurt) 3:52,4, 2. BobThüringen" (Fr. Brühl, W Brühl, Friedrichsroda) 4: 15,2; 3. BobStrolch" lHansen, Hagen, Arnstadt) 4:18,6.

Weihnachts-Wintersport in Bayern.

vo. Wah.eird beiter Weihnachtsfeiertage wa­ren in Bayern die Vorbedingungen für den Wintersport ungewöhnlich günstig. Bei aus­gezeichneter Schneelage herrschte trockenes Frost­wetter. Allein von München aus hatten sich daher zu den Feiertagen Tausende von Winter­sportlern in die Berge begeben. Größere Winter- sportveranstaltungen gab es nicht. Zum ersten­mal trat der Münchener Skijörning-Berein mit je 4 Rennen an beiden Feiertagen an die Oef» sentlichkeit. 3n BaierSbronn sanden an beiden Feiertagen Skispringen statt. Am Rießcrsee wurde ein großes Eishockeylurrier abgehalten, an dem sich der Stuttgarter Eistausverein, der Nürnberger Eissportllub und der S. C. Rießer- see (1 ö-Wannschast) beteiligten. Auch im All­gäu herrschte eine rege wintersportliche Tätig­keit. Bei Resselwang wurden große Langlauf­und Schwunglaufkurse durchgeführt.

Wintersporteroffnung in Schreiberhau.

Bel überaus günstigem Weller wurde am Samstag die Schreiberßaurr Wintersportsaison mit einem Skilauf etn»;leitet Der Laus führte durch einen großen T:il der Schreiberhaurr OrtS- tetle und endete am Königs Platz. An nachmittag fanden gleichzeitig zwei Deranstaltungen statt. Auf der Sprungschanze an der Dachsbaud: wurde ein Werbespriugrn abgehalten. Gleichzeitig fand an der Zackelsallbobbahn daS erst: Re.rnen stall, daS viele Hunderte an die Dahn gelockt hatte ES wurden verhältnismäßig günstige Zeiten er­zielt Der zweite WeihnachtSfeiertag brachte daS WeihnachtS-Bobremren auf drr neuen 1732 Meter langen Bobbahn.

Sprechstunde,, der Siedaktiou.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bl» 7 Uhr nachmittag».

Samstag nachmittaa geschlosien.

Für unorrlangt eingesandte IHanulftlpte ohne beigejügles Rückporto wird feine Gewähr übernommen.

Wnjelgenanflrage sind lediglich an die Geschäft,sielte zu richten.

________GESCHENK

DAS SCHÖNSTE