Nr. 73 Viertes Blatt
GietzenerAnzeiger (General-Anzeigerfürivberheffen)
Samstag, 27. März 1926
92.5- UZ,5
10.3*
51,25
47
106,5
59.75
1 Würfel 4 Pfennig.
Wir zeigen in unseren 8 Schaufenstern die letzten Frühjahrs-Neuheiten
Mantel» Kostüme» Kleider, Compleis etc
Unvergleichlich große Auswahl / Beste Qualitäten und Verarbeitung
E-s si
104
130.2.5
98
76
149,4' 151
116,25
56
84 5 45' 41 75
89'
98*
93
89'
118'
50
51
37«8C
.34 -
42 5 43,75
1152,9*
1154.5*
87,25'
57
43,25" 91'
152.7* 154"
inmltoiffie SÄÄSä&TiSS
1 > Uhr. Mittwoch abd. 8 Uhr. Gälte her-;!, will!. n,D
46,5 104
88
34
3,9 117,5 52,25 59,12
90
34
K Wagener & Schlöte! Goethesfraße 9-11
ConntaaSdientt d. Aerzte u. Avotbekeu am28.3.26 Dr. S. Klein. Dr Stuhl. Htrschaporheke.
Zahnarzt: Dr Jäger. "D
MAGGI5 Fleischbrühwürfel
geben nur durch Auflösen eines Würfels in gut ‘/«Liter kochenden Wassers vorzügliche Fleischbrühe zum Trinken, zur Zubereitung und Verbesserung aller Art klarer und gebundener Suppen, Soßen und Gemüse.
Man achte auf die gelb-rote Packung.
78.75" ।
81' !
85 i 60,25 !
150* |
152' |
43,5
96
73,51
91
133,9'
76
74,75
77
105
96.25*
91
84
88,75'
114,5
49,5
48,5
30
56
129-
133
97* 90,25*
88,5' 11.3.7'
49,62
74,25
89,5
132,2*
76,62
76
Rundfunk-Programm
des Frank'nrtrr Senders.
(Aus der »Radio-Umschau".)
Sonntag, 28. März.
8 bis 9 Uhr. Morgenfeier, veranstaltet von der Bapiistengemeinde, Frantsurt a. M. 11 30 513 12 Uhr: Große Erzieher: Aus dem „Phaioon" des Plato. 12 bis 1 Uhr: Mittagsständchen, veranstaltet von der Kapelle John Abriani. 2.30 bis 3.30 Uhr: Die Stunde der Jugend. (Für Kinder vom 4. Jahre ab.) 3.30 bis 4.30 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Modest Mussorgsky. 5.30 bis 6 Uhr: Stunde des Frankfurter Bundes füv Bolksbildung: „Wie können Laien die Borgänge am Himmel beobachten?", Bortrag von Prof. Sittig. 6 bis 1 Uhr. Stunde des Rhein-Maini- schen Verbandes für Bolksbildung. 7.30 Uhr: Uebertragung aus dem großen Saal des Saalbaues: Elftes Konzert des Frankfurter Orchestervereins. Anschließend bis 12 Uhr: Uebertragung von Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.
Montag, 29. März.
3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend (für Kinder vom 14. Jahre ab). 4.20 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Die Oper der Woche. 5.45 bis 6.10 Uhr: Die Lesestunde (Die Rovelle): Aus dem „Dekameron" des Boccaccio. 6.15 bis 6.45 Uhr: „Der alpine Skilauf und seine Gefahren", Vortrag von Dr. Pfeil. 6.45 bis 7.15 Uhr: Funkhochschule Frankfurt „Emil Rathenau und die Entwicklung der Allgemeinen Elektrizi- tätsgesellschaft (AEG.)", Vortrag von Prof. Dr. Küntzel. 7.15 bis 7.45 Uhr: „Blumen im Hausgarten", Vortrag von Palmengartendirektor Otto Kraus. 7.45 bis 8.15 Uhr: Englischer Sprachunterricht. 8.15 bis 10.15 Uhr: Gastspiel Prof. Marcell Salzer, Deutscher Humor in Vers und Prosa.
83,75'
55'
44
89
91.5-
102-
129.9
134
34.5
42
76,9
81-
84,62
133,2'
78
77
78
109,5
98.25-
91,75'
85
89,5-
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Gießen. Sonntag, den 28. März. Palmarum. Landes Buß- und Bettag. Stadtktrche. 9'' : Pfr. Decker. 11: Kinderkirche f die Markusgemeinöe. Pfr. Becker. 6: Pfarrass. Hertel. — IohanneSkirche. S'/.: Pfr. Ausfeld. 11: Kinderkirche f. d. Johannes- gem. Pfr. Ausfeld. 6 Pfr. Bechtolsheimer. Beichte und heiliges Abendmahl für Lukas- und Johannes- gemeinde. 8: Bibelbefprechung im Johannesiaal. P arrer Ausfeld. — Kirchberg. 10; nachmittags l1/,. Kollekte. - Wieseck. 9J .; Opfer für die evanq. Diaspora. 11: Kinderkirche. - Watzenborn-Garben- teich.Watzenborn-Steinberg: 1.8: Lichlbildpafsions- andacht (Kollekte). Garbenleich: 10 (Kollekte).
K^.holische Gemeinden.
Gießen. Samstag, 27. März. 41/, und 7 Beichte. Sonntag, 28. Mäpz. Palmsonntag. 61/, Beichte, 7 Messe. Kom. der Frauen. 8 Kom. 8','Palmenweihe. 9 Hochamt mit Predigt. 11 Messe mit Predigt. 5'/, Christenlehre und Andacht. Dienstag abends 6‘/, Fastenandacht. — Grünberg 9*/, Messe mit Predigt. — Hungen. 9' . Hochamt mit Predigt. Lich. 7*/, Messe mit Predigt.
86' 57,75 44.9 91.5'
93' 103- 131‘
34,62 44,5' 79,5- 82.4- 89,25
80
82.5'
89
• Zinsfuß-Herabsetzung. Der Zentralausschuß der R e i ch s b a n k hat beschlossen, von heute ab den Diskontsatz auf 7 Prozent, den Lombardsah auf 8 Prozent herabzusehen. Die Golddiskontbank hat ebenfalls mit Wirkung von heute ab ihren Diskontsatz von 6 auf 5,5 Prozent ermäßigt.
• Reue Amerikakredite für Bayern? Rach einem Reuhorker Funkspruch der „Münchener Reuesten Rachrichten" ist die bayerische Regierung mit ein:r Reuyorker Bankengruppe in Fühlung getreten, um die restlichen 18 Millionen Dollar aus der vorjährigen Staatsanleihe flüssig zu machen und außerdem der bayerischen Industrie durch Bildung einer bayerisch-amerikanischen Gesellschaft für Geldanlage in Bayern langfristige Kredite zu be- fäwffen.
* Friede. Krupp A. G., Essen. Infolge der bekannten Verordnung der Reichsregierung, nach der die Werksbeurlaubten nur bis zum 27. März Arbeitslosenunterstützung beziehen können, hat sich die Firma Krupp gezwungen gesehen, ca. 2500 Werkscmgestellten zu kündigen, um ihnen die Arbeitslosenunterstützung zu sichern. Die Sperrfrist läuft End: März ab. Bekannt-
üod)unter Gaß .....
Buder..s ........
Coro >
Deutlch Luxemburg . . . . Gelsenkirchener Bergwerke Harpener Bergbau Haltroerk Aschersleben . . . Kaliwerk Westeregeln . .. Laurahülte ......
Cberbebarf ......
Phönix Bergbau ..... 91 beim" ta bl ......
Niebeck Montan ...... TelluS Bergbau ..... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovb . .
Theramlsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Pdilivv Holjmann ....
Anglo-Cont-Guano . . . . Chemische Mayer Alapin . . I. G Farbenindustrie, A.-G. Goldschmidt Holzverkohlung RütgerSwcrke . . . Echeideanstalt «llg. Slektrizttät»-Gesellschafi Bergmann .......
Mainkraftwerte ...... Schlickert ....... Siemens * Halske . • . . .
Ädlcrwerle Kiener ..... Daimler Motoren. ...... Heyligenstaed' ......
'''eautn
Motorenwerke Mannheim
Frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun Metallgesell chaft Frankfurt Tet. Union A.-G . . Schuh'adrik Her; . . . Sichel Wellston Waldbof . . . . Zuckerfabrik Frankenthal . .
-Zuckerfabrik Waghäusel
Wirtschaft.
Börse und Geldmarkt.
Die Zeit seit Beginn der Kursbesserungen gegen Anfang des Jahres hat bereits in mancher Hinsicht die Verhältnisse an der Börse vollkommen geändert. Schon die optimistische Grundstimmung, die mit dem Aufhören der langen Depressionsperiode der Börse beherrscht, gibt dieser auch an kritischen Tagen eine Stühe. Zu der zuversichtlichen Gesamtauffassung der Börse kommt neuerdings aber noch die von Woche zu Woche sich steigernde Geldflüssigkeit. Man hatte itoch vor 14 Tagen geglaubt, daß der Quartalswechsel, wie stets in früheren Jahren, auch die Börse vorübergehend stark beeinflussen werde. Diese Befürchtungen, die wir schon in einer unserer letzten Betrachtungen zur Börsenlage erwähnten, scheinen sich jetzt als berechtigt zu erweisen. Don allen Seiten strömen dem offenen Geldmarkt täglich große Beträge zu. Es hält tatsächlich schwer, alle angebotenen Summen unterzubringen. Von einer Verknappung des Geldmarktes ist absolut noch nicht das Gering st e zu spüren. Sofern nicht Ende dieser Woche noch eine vollkommene Aenderung der Lage ein tritt, dürste die Verwertung der am Börsengeldmarkt zur Verfügung stehenden Beträge mühevoll fein. Das Prolongationsgeschäft hat unter diesen Umständen erst sehr spät begonnen. Am kommenden Montag werden bereits die Terminnotierungen per Medio April ausgenommen, und noch hat die Ultimoliquidation nicht eingesetzt. Aus dieser Tatsache geht am deutlichsten hervor, daß man in Börsenkreisen durchaus keine Befürchtungen über ein plötzliches scharfes Anziehen der Zinssätze hegt. Tagesgeld wird im allgemeinen zwischen 4 und 5 Proz., bei ersten Firmen auch hierunter genannt. Eine derartige Geldflüssigkeit war an den hiesigen Börsen feit sehr langer Zeit nicht zu beobachten. Selbst der Reuyorker Geldmarkt liegt angespannter. Dort zog der Sah für Tagesgeld am Mittwoch auf 5,5 Prozent und inzwischen noch etwas weiter an, worauf beträchtliche Positionslösungen vorgenommen werden mußten und eine neue empfindliche Daissebewegung eintrat. Selbst im Lande des scheinbar unversiegbaren Geldstromes wickelt sich somit anscheinend der Ultimo schwieriger ab, als das bei uns diesmal der Fall ist. Allerdings haben wir durchaus keinen Grund, diese Erscheinung etwa irgendwie zu begrüßen. Sie zeigt nur, wie unendlich mißtrauisch man heutzutage noch in Deutschland an die Geldanlage herangeht. Alle die Summen, die den offenen Geldmarkt überschwemmen, könnten sehr gut in der Wirtschaft Anlage finden, tomn nicht die Vorsicht der Geldgeber noch zu groß wäre. Bei einer langsamen Konsolidierung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse ist aber anzunehmen, daß freie inländische Kapitalien wieder mehr unmittelbar im Produktions- bzw. Distributionsprozeß Anlage finden. Ganz zögernd geht die Initiative hierzu bereits von der Industrie aus, indem man neuerdings wieder von der Emission deutscher Jndustrieobligalio- nen im Inlande hort. Es scheinen bei ver- verschiedenen Gesellschaften solche Pläne zu bestehen, die durchaus nicht aussichtslos sind, wie sich aus den Erfolgen der letzten großen inländischen Anleihen ergibt. Angesichts dieser Entwicklung der Geldverhältnisse erwartet man nunmehr die Diskont - Ermäßigung der Reichsbank bald nach Ostern. Sie dürfte über 1 Prozent kaum hinausgehen, allerdings in diesem Falle das Wechselangebot sicherlich nicht vermehren. Der inoffizielle Dörsendiskontsatz für reichsbankfähige Warenwechsel beträgt bei sehr kleinem Angebot derzeitig 5,75 bis 6 Prozent, die Privatdiskontnotiz hat überhaupt nur noch nominellen Charakter und wird bei den tatsächlichen Abschlüssen fast stets unterschritten. Die Tendenz der Effektenkurse ist unter diesen ^lmständen naturgemäß recht widerstandsfähig. Die GeldslüssiAeit führt am Pfand- b r i e f m a r k t sogar noch vor dem Ultimo zu Haussen, die durch die neuerdings auf genommene Diskontierung der Vorkriegspfandbriefe durch die Seehandlung noch besonders angeregt werden.
Frankfurter Börse.
tEigener Drahtbench- he« ,Gießener Anzeigers".)
Frankfurt, 27. März. Tendenz sehr fest. — Die Effektenbörse eröffnete im Gegensatz ^zu dem sonst sehr ruhigen Samstag-Derlaufe ungewöhnlich lebhaft. Die zuversichtliche Stimmung konnte im Zusammenhang mit den aus der Wirtschaft fortgesetzt einlaufenden besseren Nachrichten eine wesentliche Förderung erfahren. Auch die günstige Entwicklung der Geldmarktlage ermutigte die Spekulation zu weiteren Meinunaskäufen, wobei sich das Interesse besonders auf Farbwerte und Bankaktien erstreckte. Aber auch die anderen Werte erzielten bei bedeutenden Umsätzen ansehnliche Kurs- fr eigerungen. Im allgemeinen erreichten die Gewinne eine Höhe von 3 bis 4 Proz., vereinzelt gingen sie noch über dieses Maß hinaus. Besonders stürmisches Geschäft entwickelte sich am Chem-e- markte, wo die Werte der y. G. Farben von 134 auf 136,50 Proz. sprangen. Scheideanstalt plus 4,5, Goldschmidt plus 2, Holzerkohlung plus 3, Rütgerswerke plus 1 Proz. Am Banken- markt konnte sich die lebhafte Kaufbewegung sort- setzen, die Werte dieses Gebietes hatten gute Slei- gerungen aufzuweisen. Berliner Handel plus 2,25, Bremer Bankverein plus 2, Neichsbank plus 0,75, Deutsche und Diconto je plus 2, Commerz und Darmstädter je plus 1 Proz. Lebhafte Umsätze wurden ferner in Schiffahrtsaktien getätigt, die zu Kursbefferungen bis zu 2 Proz. sühnen. Montanaktien lagen ruhiger, doch konnten auch hier die Kurse beträchtlich anziehen. Bochumer plus 3 25, Buderus plus 2, Phönix plus 1,75, Riebeck-Mon° tan plus 4 Prozent. Ansehnlich höher wurden oberschlefische Werte und K a l i a k t i e n. Auto-, Zellstoff-, Bau-, Maschinen- und Zuckeraktien waren um 2 bis 4 Prozent befestigt. Karlsruher Maschinen plus 2,75 Prozent. Der deutsche Rentenmarkt hatte nur geringes Geschäft, doch war auch hier die Tendenz fest. Ausländische Renten blieben etwas vernachlässigt. Am Pfandbriesmarkt war das Geschäft zeitweise wieder stü.rnifch, so daß bedeutende Kurssteigerungen eintraten. Später kam es auf diesem Gebiete schließlich zu einer kleinen Ernüchterung. Das Geschäft flaute stark ab, und die Kursgewinne gingen wieder verloren. Im Freiverkehr war der Verkehr etwas lebhafter. Becker Stahl 46, Becker Kohle 53, Benz 50, Brown Booeri 66,5, Entreprise 11, Growag 56, Rastatter Waggon 21, Ufa 49, Unterfranken 69,5 Prozent. Der weitere Verlauf brachte ein leichtes Nachlassen des Geschäftes. Vereinzelt konnte sich aber die Aufwärtsbewegung fortsetzen, wobei Elektroaktien stärkere Beachtung fanden. Der Geldmarkt ist anhaltend außerordentlich flüssig. Monatsgeld ist zwischen 5,5 und 6,5 Prozent reichlich angeboten, Jndustrie- akzepte 5,75 Prozent, Bankdiskonten 5 Prozent, Tagesgeld ist kaum anzubringen. Der Devisen- verkehr wird von dem weiteren Nachgeben des französischen Franken beherrscht. Die Pfundparität erreichte einen Stand von 141,50. Auch Brussel lag gedrückt gegen London mit 122,75. Mark und Pfund sind unverändert fest.
rung der Geschäftslage im Mära zum Ausdruck kommt und die optimistische Anschauung über die Auswirkung der M o n t a n t r u ft b i l b u n g und der internationalen Verständigung entwickelt wurden. Unter dem Eindruck dieser Momente tarn die matte Veranlagung des französischen Franken nicht zur Geltung. Paris gab gegen London weiter nach auf 141,75. Brüssel folgte dieser Bewegung und stellte sich ebenfalls schwächer mit 122,50 gegen London.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
■
* GE$RUNDET1879 * I X DAS FÜHRENDE HAUS VORNEHMER DAMEN-BEKLEIDUNG X
92,25
135,4*
77
77,25
lich muhte erst vorher ca. 1800 Angestellten gekündigt werden, die in den Abteilungen „Lastkraftwagen" und „Waggonbau" nicht weiter beschäftigt werden konnten, sodaß am 1. April ca. 4300 Arbeiter im ersten Vierteljahr zur Entlassung kommen.
" Mansfeld A. G. für Bergbau und Hüttenbetrieb. Wie der DHD. von unterrichteter Seite erfährt, dürfte der AR. die Ausschüttung einer Dividende von 8 Prozent beschließen.
* Gelsenkirchener Bergwerks A. G. Die Verwaltung der Rehrimer Abteilung der Gelsenkirchener Bergwerks A. G. und der früheren Hüstener Gewerkschaft hat, wie die „Dortmunder Zeitung" erfährt, beim Demobilmachungskommissar die beschleunigte Stillegung des Stahlwerkes und des Blockwalzwerkes mit sämtlichen Rebenbetrieben wegen Unrentabilität beantragt. Zum Monatsende sollen 500 Arbeiter der Erwerbs- losenfürsorge überwiesen werden. Außerdem ist 30 Beamten gekündigt worden. Das Feinblechwalzwerk wird dagegen unverändert aufrechterhakten.
Börsen kurte.
Kirche und Schule.
00 Nieder-Flor st adt, 26. März. Vor einigen Wochen wurde auf Veranlassung des Kreisschulamts hier ein Werkunterrich ts- kursus eingerichtet, an dem alle Lehrer aus der näheren Umgebung teilnahmen. In der kurzen Zeit, die dafür zur Verfügung stand, konnte natürlich nicht das ganze Gebiet behandelt, sondern lediglich durch einen kurzen ileberblkf eine Anregung gegeben werden. Der Kursus wurde von Lehrer Stumpf-Friedberg geleitet und durchst Schulrat Songer beaufsichtigt, der an zwei Tagen die Kurfusteilnehmer mit seiner Idee, für die er schon 25 Jahre kämpft, vertraut machte. Er behandelte die Einführung in die Raumlehre im fünften Schuljahr und die Mechanik der flüssigen und luftförmigen Körper.
Berliner Börse.
Berlin, 27. März. Die zum Wochenschluß noch überraschend kommende Ermäßigung der Reichsbankrate gab der Börse einen starken Impuls. Das Geschäft nahm an Lebhaftigkeit zu und erstreckte fid) besonders auf die in der letzten Zeit vernachlässigten Marktgebiete. Die Tendenz erwies sich, nachdem die Börse schon bisher an einer bemerkenswerten Widerstandsfähigkeit festhielt, als sehr freundlich. Die Kurssteigerungen betrugen durchschnittlich 2 bis 3 Prozent, gingen aber bei zahlreichen Werten noch darüber hinaus. Diese Bewegung ist um so mehr zu beachten, als der Quartalsultimo noch vor der Tür steht, sie fand durch die außerordentliche Flüssigkeit des Geldmarktes eine gute Stütze. Aus dem Schritte der Reichsbank geht hervor, daß sie die Entwicklung der Geldmarktlage auch für die nächsten Tage sehr günstig beurteilt und mit keiner Anspannung über das übliche Maß hinaus rechnet. Diese Ansicht findet in der Tat schon jetzt ihre Bestätigung. Tagesgeld wird unverändert in großen Beträgen bis zu 4 dis 6 Prozent angeboten und ist kaum unterzubringen. Der Satz für Monatsgeld von 6 bis 7 Prozent ist fast rein nominell. Diese anhaltende Geldflüssigkeit führte auch dem Markte der festverzinslichen Werte größere Käuferschichten zu. So hatten Pfandbriefe aller Art einschließlich der Vorkriegsemissionen bei lebhaftem Geschäft erneut beträchtliche Kurssteigerungen zu verzeichnen. Am Montan- markt sand das Geschäft noch eine besondere Anregung durch die Ausführungen in der gestrigen Phönix-Generalversammlung, in denen eine Besse-
WMI
26 März
27 März.
Ärmliche Meld
Rott rung Brie.
Amtliche Notierung
Geld
Brief
«mn.-rtton
168.13
168,55
168,11
168,53
Buen.-Aires
1,649
1,653
1,659
1,663
Brss.-Antw
16,825
16,865
16,67
16.71
Gbriftiania
90,22
90,41
89.89
90,11
.ftopenboacn
110,12
110,40
110,03
110,31
Stockholm
112,40
112,74
112,41
112,77
Helsingsors
10,554
10,594
10,554
10.591
«falten . .
16,875
16,915
16,865
16,905
London. -
20.396
20.448
20,395
20,447
Weubort .
4,195
4,205
4,195
4,205
Varis. .
14,63
14.67
14,475
14,515
Schweiz .
80,80
81.00
80,79
80.99
Spanien.
59,06
59,20
1,926
59.06
59,20
Favcm . . •
1,922
1.922
1.926
•Hio de Fan
0.599
0,601
0.602
0.604
Wien in D-. Ceft. abgeft
59,18
59,32
59,19
59,33
Prog . . .
12.418
12,458
12,417
12,457
ikljrab . .
7,385
7,405
7,382
7,402
Budapest. . Buliarien
5,875
5,895
5.875
5,895
3,025
3,035
3,02
3,03
L'stabon
21,295
21,345
21.295
31.345
Danzig. .
80.89
81,09
80.89
81.09
Konst ntln.
2,129
2,139
2,129
2,139
Athen
5.67
5.69
5,67
5,69
Kanada. .
4,185
4,195
4,185
4,195
Urnguati .
4.245
4,255
4,245
4.255
Frankfurt a.TL
Berlin
Schiu • fiure
1«U. c. Kur«
Schcich» Kur-
Vlnfanq c t ‘
Datn-n: |
26 3.
27. 3-
26 3
27 3
5°/. Teullche Rcichsanleihe
0.390
0.410
0,3902
0.4075
4% Deutsche Neichsanleihe
—
0.3705
0.3925
3'/«% Deutsche Reichsan leibe
0,3675
—
0,3707
0.395
3% Deutsche Reichsanleibe
0.160
——
0,4805
0,48
Deutsche Sparpramienanleihe
u,221
—
0.235
—
4% Preußische Konsols
4° o Hessen .....
0,370 0.350
0,3705
—
3'/a% Hessen ......
—
—
—
—
3% Hessen...........
0,330
—
0,355
—
Deutsche Wertb. Dollar-Anl.
93,5
—
95,5
——
dto- Doll-Schav-Amreimg.-!
99,6
—
99,8
—
4°/o »solltürken ...
10,75
—
10,62
—
5% Goldmerikan« • -
39
4-1
—
Berliner Handelsgesellschaft
151,75
155,7-
153-
155*
Commerz- und Privat-Bank
112,2'
114'
111.5'
114
Lärmst, und Naiionalbank
131'
133,5-
131-
132,5’
Deutsche Bank ■ .
132*
1.35,2'
132,5-
134,7-
Deutsche BereinSbank . . -
—
—
—
——
DiSconto Lommandit
126.1-
129V
126,7-
—
Metallbank ...
95
96
—
—
Mitteldeutsche Kreditbank
105
106.5'
105.5'
106,5*
Oestecreichische Kreditanstalt
7.1
7,35
7.25
7.25
Westbcmk
0.040
0.046
-
—
Banknoten.
Berlin, 26 März
Geld
Briet
Amerikanische Viole» . . » . ,
4,186
4,206
Belgische Noten . ......
16,775
16.885
Dänische V?oten .......
109,82
1’9,38
Englische Noten........
20,364
20.461
Francönlche Note» ......
14,71
14,79
Holländische Noten .....
167.75
168,59
^trlienische Noten .....
16,94
17.02
Norwegische Noten . ...
90,10
90,56
Deuisch-Oesterr, ä 100 Kronen
59,09
59,39
Rumänische Noten ...
_
_
Schwedische Noten.....
112,17
112,73
Schweizer Noten ...
80,70
81,10
Spanische Noten ......
59,15
59,45
Tschechoslowakische Noten . .
12,39
12,45
ttnaarifrfje Noten
5.86
5.90


