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Nr. 73 Viertes Blatt

GietzenerAnzeiger (General-Anzeigerfürivberheffen)

Samstag, 27. März 1926

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Rundfunk-Programm

des Frank'nrtrr Senders.

(Aus der »Radio-Umschau".)

Sonntag, 28. März.

8 bis 9 Uhr. Morgenfeier, veranstaltet von der Bapiistengemeinde, Frantsurt a. M. 11 30 513 12 Uhr: Große Erzieher: Aus demPhaioon" des Plato. 12 bis 1 Uhr: Mittagsständchen, ver­anstaltet von der Kapelle John Abriani. 2.30 bis 3.30 Uhr: Die Stunde der Jugend. (Für Kinder vom 4. Jahre ab.) 3.30 bis 4.30 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Modest Mussorgsky. 5.30 bis 6 Uhr: Stunde des Frankfurter Bundes füv Bolksbildung:Wie können Laien die Borgänge am Himmel beobachten?", Bortrag von Prof. Sittig. 6 bis 1 Uhr. Stunde des Rhein-Maini- schen Verbandes für Bolksbildung. 7.30 Uhr: Uebertragung aus dem großen Saal des Saal­baues: Elftes Konzert des Frankfurter Orchester­vereins. Anschließend bis 12 Uhr: Uebertragung von Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.

Montag, 29. März.

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend (für Kinder vom 14. Jahre ab). 4.20 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Die Oper der Woche. 5.45 bis 6.10 Uhr: Die Lesestunde (Die Rovelle): Aus demDekameron" des Boccaccio. 6.15 bis 6.45 Uhr:Der alpine Skilauf und seine Ge­fahren", Vortrag von Dr. Pfeil. 6.45 bis 7.15 Uhr: Funkhochschule FrankfurtEmil Rathenau und die Entwicklung der Allgemeinen Elektrizi- tätsgesellschaft (AEG.)", Vortrag von Prof. Dr. Küntzel. 7.15 bis 7.45 Uhr:Blumen im Haus­garten", Vortrag von Palmengartendirektor Otto Kraus. 7.45 bis 8.15 Uhr: Englischer Sprach­unterricht. 8.15 bis 10.15 Uhr: Gastspiel Prof. Marcell Salzer, Deutscher Humor in Vers und Prosa.

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Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Gießen. Sonntag, den 28. März. Palmarum. Landes Buß- und Bettag. Stadtktrche. 9'' : Pfr. Decker. 11: Kinderkirche f die Markusgemeinöe. Pfr. Becker. 6: Pfarrass. Hertel. IohanneSkirche. S'/.: Pfr. Ausfeld. 11: Kinderkirche f. d. Johannes- gem. Pfr. Ausfeld. 6 Pfr. Bechtolsheimer. Beichte und heiliges Abendmahl für Lukas- und Johannes- gemeinde. 8: Bibelbefprechung im Johannesiaal. P arrer Ausfeld. Kirchberg. 10; nachmittags l1/,. Kollekte. - Wieseck. 9J .; Opfer für die evanq. Diaspora. 11: Kinderkirche. - Watzenborn-Garben- teich.Watzenborn-Steinberg: 1.8: Lichlbildpafsions- andacht (Kollekte). Garbenleich: 10 (Kollekte).

K^.holische Gemeinden.

Gießen. Samstag, 27. März. 41/, und 7 Beichte. Sonntag, 28. Mäpz. Palmsonntag. 61/, Beichte, 7 Messe. Kom. der Frauen. 8 Kom. 8','Palmen­weihe. 9 Hochamt mit Predigt. 11 Messe mit Predigt. 5'/, Christenlehre und Andacht. Dienstag abends 6/, Fastenandacht. Grünberg 9*/, Messe mit Predigt. Hungen. 9' . Hochamt mit Predigt. Lich. 7*/, Messe mit Predigt.

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Zinsfuß-Herabsetzung. Der Zen­tralausschuß der R e i ch s b a n k hat beschlossen, von heute ab den Diskontsatz auf 7 Prozent, den Lombardsah auf 8 Prozent herabzusehen. Die Golddiskontbank hat ebenfalls mit Wir­kung von heute ab ihren Diskontsatz von 6 auf 5,5 Prozent ermäßigt.

Reue Amerikakredite für Bayern? Rach einem Reuhorker Funkspruch derMünchener Reuesten Rachrichten" ist die bayerische Regierung mit ein:r Reuyorker Ban­kengruppe in Fühlung getreten, um die rest­lichen 18 Millionen Dollar aus der vorjährigen Staatsanleihe flüssig zu machen und außerdem der bayerischen Industrie durch Bildung einer bayerisch-amerikanischen Gesellschaft für Geldan­lage in Bayern langfristige Kredite zu be- fäwffen.

* Friede. Krupp A. G., Essen. In­folge der bekannten Verordnung der Reichs­regierung, nach der die Werksbeurlaubten nur bis zum 27. März Arbeitslosenunterstützung beziehen können, hat sich die Firma Krupp gezwungen gesehen, ca. 2500 Werkscmgestellten zu kündigen, um ihnen die Arbeitslosenunterstützung zu sichern. Die Sperrfrist läuft End: März ab. Bekannt-

üod)unter Gaß .....

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Deutlch Luxemburg . . . . Gelsenkirchener Bergwerke Harpener Bergbau Haltroerk Aschersleben . . . Kaliwerk Westeregeln . .. Laurahülte ......

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Niebeck Montan ...... TelluS Bergbau ..... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovb . .

Theramlsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Pdilivv Holjmann ....

Anglo-Cont-Guano . . . . Chemische Mayer Alapin . . I. G Farbenindustrie, A.-G. Goldschmidt Holzverkohlung RütgerSwcrke . . . Echeideanstalt «llg. Slektrizttät»-Gesellschafi Bergmann .......

Mainkraftwerte ...... Schlickert ....... Siemens * Halske . . . .

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Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

Die Zeit seit Beginn der Kursbesserungen gegen Anfang des Jahres hat bereits in mancher Hinsicht die Verhältnisse an der Börse voll­kommen geändert. Schon die optimistische Grund­stimmung, die mit dem Aufhören der langen Depressionsperiode der Börse beherrscht, gibt dieser auch an kritischen Tagen eine Stühe. Zu der zuversichtlichen Gesamtauffassung der Börse kommt neuerdings aber noch die von Woche zu Woche sich steigernde Geldflüssigkeit. Man hatte itoch vor 14 Tagen geglaubt, daß der Quartals­wechsel, wie stets in früheren Jahren, auch die Börse vorübergehend stark beeinflussen werde. Diese Befürchtungen, die wir schon in einer unserer letzten Betrachtungen zur Börsenlage er­wähnten, scheinen sich jetzt als berechtigt zu er­weisen. Don allen Seiten strömen dem offenen Geldmarkt täglich große Beträge zu. Es hält tatsächlich schwer, alle angebotenen Summen unterzubringen. Von einer Verknappung des Geldmarktes ist absolut noch nicht das Gering st e zu spüren. Sofern nicht Ende dieser Woche noch eine voll­kommene Aenderung der Lage ein tritt, dürste die Verwertung der am Börsengeldmarkt zur Verfügung stehenden Beträge mühevoll fein. Das Prolongationsgeschäft hat unter diesen Umständen erst sehr spät begonnen. Am kommenden Mon­tag werden bereits die Terminnotierungen per Medio April ausgenommen, und noch hat die Ultimoliquidation nicht eingesetzt. Aus dieser Tatsache geht am deutlichsten hervor, daß man in Börsenkreisen durchaus keine Befürchtungen über ein plötzliches scharfes Anziehen der Zinssätze hegt. Tagesgeld wird im allgemeinen zwischen 4 und 5 Proz., bei ersten Firmen auch hierunter genannt. Eine derartige Geldflüssig­keit war an den hiesigen Börsen feit sehr langer Zeit nicht zu beobachten. Selbst der Reuyorker Geldmarkt liegt angespannter. Dort zog der Sah für Tagesgeld am Mittwoch auf 5,5 Prozent und inzwischen noch etwas weiter an, worauf beträchtliche Positionslösungen vor­genommen werden mußten und eine neue emp­findliche Daissebewegung eintrat. Selbst im Lande des scheinbar unversiegbaren Geldstromes wickelt sich somit anscheinend der Ultimo schwie­riger ab, als das bei uns diesmal der Fall ist. Allerdings haben wir durchaus keinen Grund, diese Erscheinung etwa irgendwie zu begrüßen. Sie zeigt nur, wie unendlich mißtrauisch man heutzutage noch in Deutschland an die Geldanlage herangeht. Alle die Summen, die den offenen Geldmarkt überschwemmen, könnten sehr gut in der Wirtschaft Anlage finden, tomn nicht die Vorsicht der Geldgeber noch zu groß wäre. Bei einer langsamen Konsolidierung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse ist aber anzunehmen, daß freie inländische Kapitalien wieder mehr un­mittelbar im Produktions- bzw. Distributions­prozeß Anlage finden. Ganz zögernd geht die Initiative hierzu bereits von der Industrie aus, indem man neuerdings wieder von der Emis­sion deutscher Jndustrieobligalio- nen im Inlande hort. Es scheinen bei ver- verschiedenen Gesellschaften solche Pläne zu be­stehen, die durchaus nicht aussichtslos sind, wie sich aus den Erfolgen der letzten großen inlän­dischen Anleihen ergibt. Angesichts dieser Ent­wicklung der Geldverhältnisse erwartet man nun­mehr die Diskont - Ermäßigung der Reichsbank bald nach Ostern. Sie dürfte über 1 Prozent kaum hinausgehen, allerdings in die­sem Falle das Wechselangebot sicherlich nicht vermehren. Der inoffizielle Dörsendiskontsatz für reichsbankfähige Warenwechsel beträgt bei sehr kleinem Angebot derzeitig 5,75 bis 6 Prozent, die Privatdiskontnotiz hat überhaupt nur noch nominellen Charakter und wird bei den tatsächlichen Abschlüssen fast stets unterschrit­ten. Die Tendenz der Effektenkurse ist unter die­sen ^lmständen naturgemäß recht widerstands­fähig. Die GeldslüssiAeit führt am Pfand- b r i e f m a r k t sogar noch vor dem Ultimo zu Haussen, die durch die neuerdings auf genom­mene Diskontierung der Vorkriegspfandbriefe durch die Seehandlung noch besonders angeregt werden.

Frankfurter Börse.

tEigener Drahtbench- he« ,Gießener Anzeigers".)

Frankfurt, 27. März. Tendenz sehr fest. Die Effektenbörse eröffnete im Gegensatz ^zu dem sonst sehr ruhigen Samstag-Derlaufe unge­wöhnlich lebhaft. Die zuversichtliche Stim­mung konnte im Zusammenhang mit den aus der Wirtschaft fortgesetzt einlaufenden besseren Nach­richten eine wesentliche Förderung erfahren. Auch die günstige Entwicklung der Geld­marktlage ermutigte die Spekulation zu weite­ren Meinunaskäufen, wobei sich das Interesse be­sonders auf Farbwerte und Bankaktien er­streckte. Aber auch die anderen Werte erzielten bei bedeutenden Umsätzen ansehnliche Kurs- fr eigerungen. Im allgemeinen erreichten die Gewinne eine Höhe von 3 bis 4 Proz., vereinzelt gingen sie noch über dieses Maß hinaus. Besonders stürmisches Geschäft entwickelte sich am Chem-e- markte, wo die Werte der y. G. Farben von 134 auf 136,50 Proz. sprangen. Scheideanstalt plus 4,5, Goldschmidt plus 2, Holzerkohlung plus 3, Rütgerswerke plus 1 Proz. Am Banken- markt konnte sich die lebhafte Kaufbewegung sort- setzen, die Werte dieses Gebietes hatten gute Slei- gerungen aufzuweisen. Berliner Handel plus 2,25, Bremer Bankverein plus 2, Neichsbank plus 0,75, Deutsche und Diconto je plus 2, Commerz und Darm­städter je plus 1 Proz. Lebhafte Umsätze wurden ferner in Schiffahrtsaktien getätigt, die zu Kursbefferungen bis zu 2 Proz. sühnen. Montan­aktien lagen ruhiger, doch konnten auch hier die Kurse beträchtlich anziehen. Bochumer plus 3 25, Buderus plus 2, Phönix plus 1,75, Riebeck-Mon° tan plus 4 Prozent. Ansehnlich höher wurden oberschlefische Werte und K a l i a k t i e n. Auto-, Zellstoff-, Bau-, Maschinen- und Zuckeraktien waren um 2 bis 4 Prozent befestigt. Karlsruher Maschinen plus 2,75 Prozent. Der deutsche Rentenmarkt hatte nur ge­ringes Geschäft, doch war auch hier die Tendenz fest. Ausländische Renten blieben etwas vernachlässigt. Am Pfandbriesmarkt war das Geschäft zeitweise wieder stü.rnifch, so daß be­deutende Kurssteigerungen eintraten. Später kam es auf diesem Gebiete schließlich zu einer kleinen Ernüchterung. Das Geschäft flaute stark ab, und die Kursgewinne gingen wieder verloren. Im Frei­verkehr war der Verkehr etwas lebhafter. Becker Stahl 46, Becker Kohle 53, Benz 50, Brown Booeri 66,5, Entreprise 11, Growag 56, Rastatter Waggon 21, Ufa 49, Unterfranken 69,5 Prozent. Der weitere Verlauf brachte ein leichtes Nachlassen des Geschäf­tes. Vereinzelt konnte sich aber die Aufwärtsbewe­gung fortsetzen, wobei Elektroaktien stärkere Beachtung fanden. Der Geldmarkt ist anhaltend außerordentlich flüssig. Monatsgeld ist zwischen 5,5 und 6,5 Prozent reichlich angeboten, Jndustrie- akzepte 5,75 Prozent, Bankdiskonten 5 Prozent, Tagesgeld ist kaum anzubringen. Der Devisen- verkehr wird von dem weiteren Nach­geben des französischen Franken be­herrscht. Die Pfundparität erreichte einen Stand von 141,50. Auch Brussel lag gedrückt gegen London mit 122,75. Mark und Pfund sind unverändert fest.

rung der Geschäftslage im Mära zum Ausdruck kommt und die optimistische Anschauung über die Auswirkung der M o n t a n t r u ft b i l b u n g und der internationalen Verständigung entwickelt wurden. Unter dem Eindruck dieser Mo­mente tarn die matte Veranlagung des französischen Franken nicht zur Geltung. Paris gab gegen London weiter nach auf 141,75. Brüssel folgte dieser Bewegung und stellte sich eben­falls schwächer mit 122,50 gegen London.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

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lich muhte erst vorher ca. 1800 Angestellten gekündigt werden, die in den AbteilungenLast­kraftwagen" undWaggonbau" nicht weiter be­schäftigt werden konnten, sodaß am 1. April ca. 4300 Arbeiter im ersten Vierteljahr zur Ent­lassung kommen.

" Mansfeld A. G. für Bergbau und Hüttenbetrieb. Wie der DHD. von unter­richteter Seite erfährt, dürfte der AR. die Aus­schüttung einer Dividende von 8 Prozent be­schließen.

* Gelsenkirchener Bergwerks A. G. Die Verwaltung der Rehrimer Abteilung der Gelsenkirchener Bergwerks A. G. und der früheren Hüstener Gewerkschaft hat, wie dieDortmunder Zeitung" erfährt, beim Demobilmachungskommis­sar die beschleunigte Stillegung des Stahlwerkes und des Blockwalzwerkes mit sämtlichen Reben­betrieben wegen Unrentabilität beantragt. Zum Monatsende sollen 500 Arbeiter der Erwerbs- losenfürsorge überwiesen werden. Außerdem ist 30 Beamten gekündigt worden. Das Feinblech­walzwerk wird dagegen unverändert aufrechter­hakten.

Börsen kurte.

Kirche und Schule.

00 Nieder-Flor st adt, 26. März. Vor einigen Wochen wurde auf Veranlassung des Kreisschulamts hier ein Werkunterrich ts- kursus eingerichtet, an dem alle Lehrer aus der näheren Umgebung teilnahmen. In der kur­zen Zeit, die dafür zur Verfügung stand, konnte natürlich nicht das ganze Gebiet behandelt, son­dern lediglich durch einen kurzen ileberblkf eine Anregung gegeben werden. Der Kursus wurde von Lehrer Stumpf-Friedberg geleitet und durchst Schulrat Songer beaufsichtigt, der an zwei Tagen die Kurfusteilnehmer mit seiner Idee, für die er schon 25 Jahre kämpft, vertraut machte. Er behandelte die Einführung in die Raumlehre im fünften Schuljahr und die Mechanik der flüssi­gen und luftförmigen Körper.

Berliner Börse.

Berlin, 27. März. Die zum Wochenschluß noch überraschend kommende Ermäßigung der Reichsbankrate gab der Börse einen starken Impuls. Das Geschäft nahm an Lebhaftig­keit zu und erstreckte fid) besonders auf die in der letzten Zeit vernachlässigten Marktgebiete. Die Ten­denz erwies sich, nachdem die Börse schon bisher an einer bemerkenswerten Widerstandsfähigkeit festhielt, als sehr freundlich. Die Kurssteige­rungen betrugen durchschnittlich 2 bis 3 Prozent, gingen aber bei zahlreichen Werten noch darüber hinaus. Diese Bewegung ist um so mehr zu be­achten, als der Quartalsultimo noch vor der Tür steht, sie fand durch die außerordentliche Flüssigkeit des Geldmarktes eine gute Stütze. Aus dem Schritte der Reichsbank geht her­vor, daß sie die Entwicklung der Geldmarktlage auch für die nächsten Tage sehr günstig beurteilt und mit keiner Anspannung über das übliche Maß hinaus rechnet. Diese Ansicht findet in der Tat schon jetzt ihre Bestätigung. Tagesgeld wird unver­ändert in großen Beträgen bis zu 4 dis 6 Prozent angeboten und ist kaum unterzubringen. Der Satz für Monatsgeld von 6 bis 7 Prozent ist fast rein nominell. Diese anhaltende Geldflüssigkeit führte auch dem Markte der festverzinslichen Werte grö­ßere Käuferschichten zu. So hatten Pfand­briefe aller Art einschließlich der Vorkriegsemis­sionen bei lebhaftem Geschäft erneut beträchtliche Kurssteigerungen zu verzeichnen. Am Montan- markt sand das Geschäft noch eine besondere An­regung durch die Ausführungen in der gestrigen Phönix-Generalversammlung, in denen eine Besse-

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26 März

27 März.

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Berliner Handelsgesellschaft

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Commerz- und Privat-Bank

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Deutsche Bank .

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Deutsche BereinSbank . . -

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Mitteldeutsche Kreditbank

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0.040

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Banknoten.

Berlin, 26 März

Geld

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Amerikanische Viole» . . » . ,

4,186

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Belgische Noten . ......

16,775

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Dänische V?oten .......

109,82

19,38

Englische Noten........

20,364

20.461

Francönlche Note» ......

14,71

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Holländische Noten .....

167.75

168,59

^trlienische Noten .....

16,94

17.02

Norwegische Noten . ...

90,10

90,56

Deuisch-Oesterr, ä 100 Kronen

59,09

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Rumänische Noten ...

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Schwedische Noten.....

112,17

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Schweizer Noten ...

80,70

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Spanische Noten ......

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Tschechoslowakische Noten . .

12,39

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ttnaarifrfje Noten

5.86

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