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'2useck, 25.Juni. Die Heu- Metern Tal in vollem 0anc .«tocnn das Detter günstig ift ^lernteergeben. Ausirodt, . steh! das Futter gut, daaegi iesen fehlt das sogenannte rleine ntveise trifft man aus solche- l in faulendem Zustand an. d: egen verursacht hat. Dem 2anb ge Tage heiteres Sommertveilci irt er feine Ernte unter De:
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der Wohnungsnot". Na eherner Begrüßungsansprache durch den Versammlungsleiter Bürgermeister Völker gab Reg.-Rat Dr. Rind fuß in kurzen Umrissen ein anschauliches Bild von den Ursachen unserer heutigen Wohnungsnor. In heften fehlten aus den Notjahren 1913—1923 rund 15 000 Wohnungen, den jährlichen Mehrbedarf beziffere man auf 3000 Wohnungen. Diese» Wohnungselend könne weder der Staat noch die Gemeinde lindern, hier sei der Bauspargedanke ein lehr wertvolles Mittel, die Bevölkerung dazu zu erziehen, sich vom nutzlosen unproduktiven Konsum sreizumachen und zum Sparen für eine gesunde Wohnung anzuhalten. Die Bausparverträge der hessischen öffentlichen Sparkassen hätten allgemein das größte Interesse gefunden. Behördlicherseits sei die getroffene Regelung gebilligt worden, wonach die Bestimmung der Reihenfolg' der Darlehensempfänger durch ein Schiedsgericht geschehe, bei dem die Interessen der Bau- sparer derart gewahrt würden, daß neben dem Eiter der Spartätigkeit die Dringlichkeit des Woh. nungsbedarss in erster Linie für die Reihenfolge der Darlehensgewäyrungen entscheidend sei. Da das Schiedsgericht auch in enger Verbindung mit den Bausparern und den Gemeindebehörden arbeite, würde die Berücksichtigung bei Vergebung staatlicher Boudarlchen wesentlich erleichtert. Jeder, der mindestens 5 Prozent der abgeschlossenen Bausumme, welche 5000, 7500, 10 000, 15 000 oder 20 000 Mark betrogen kann, bei der Bezirkssparkasse einbezahlt hak und mit seinen regelmäßigen Mindestleistungen nid)Nm Rückstand ist, würde auf die Liste der Darlehensanwärter gesetzt. Die jährlichen Mindestspareinlagen seien derart abgestujt, daß sie zusammen mit der Miete für die derzeitige Wohnung ober die jährlichen Zins- und Tilgungsbeträge nach der Darlehensgewährung den sechsten Teil des Iahres- eintommens der Bausparer darstellten. Weiter sei von Dortei, daß der zuletzt zum Zug kommende Bausparer sich nicht ungünstiger stände, als der erste, und nicht ungünstiger, als wenn er im freien Verkehr zu einem Durchschnittszinssatz von 4 Proz. Iahreszins gespart hätte. Das Bausparsystem der hessischen öffentlichen Sparkassen vermeide im Interesse der Förderung der Bautätigkeit eine hohe Zins- spanne und begnüge sich mit der niedrigen Zins- spanne von nur 1 Proz. Damit auf diese Art der erträgliche Hypochekenzinssuß von 5 Proz. zustande komme, erhielten die Bausparer für ihre Einlagen nur 4 Proz. Zinsen. Die Gewährung so billiger Hypotheken sei selbstverständlich nur dadurch möglich, daß die Bausparer ihre Einlagen für den besonderen Zweck der Beleihung von Wohnungsneubauten festlegten. Dies geschehe durch einen Bau- sparoertrag, der auf eine beliebige Baudarlehens- fumme abgeschlossen werden könne. Die Versammlung zollte dem Vortragenden für seine trefflichen Ausführungen reichen Beifall. An den Vortrag schloß sich eine angeregte Aussprache an, die bem Vortragenden mehrmals Gelegenheit gab, noch auf manche Frage zu antworten. Der Direktor der Bezirkssparkasse Gießen, der mit einigen Beamten dieser Kasse als Gast der Versammlung beiwohnte, gab anschließend noch bekannt, daß die besprochenen Bausparverträge an den Kassetagen der Bezirkssparkasfe im Hause des Altbürgermeisters Dörrn er von den Bausparern abgeschlossen werden könnten. In seinem Schlußwort richtete der Vortragende an die Versammlung die Bitte, nach entsprechender Prüfung und Ueberlegung möglichst schnell einen Bausparvertrag abzuschließen, da das
Baudarlehen desto früher ggeben werden kann, je früher und nachhaltiger bte Spartätigkeit einfept. Er bat die Anwesenden, in Bekanntenkreisen jät' die gute Sache §u werben, damit möglichst ichnell ein sichtbarer Ertolg in Gestalt von neuen gesunden Wohnungen zu verzeichnen sei.
* L ang - Göns . 25. Juni. Hier wurde unter der Führung des Bahnbeamten Heinrich G ö r l a ch ein Wander- und Schieß - Elub gegründet, der si chden Namen „Wander- und Schieh-Clud Alt- Hüttenberg" beilegte. Das Schießen findet mit Luftbüchsen statt. Die Beteiligung ist sehr gut, da bereits 40 Mitglieder beigetreten sind.
_s_Weickartshain, 25. Juni. Der hiesige Krie- geroerein hat einen Kleinkaliber-Schützen- verein gegründet. Augenblicklich ist man damit beschäftigt, den an der Orünberger Straße gelegenen Schießplatz als Schießstand herzurichten. Die Kosten werden durch die Bereinsmitglieder auf- gebracht.
hireis Friedberg.
SI. Friedberg, 25. Juni. Der hiesige Hausbesitzerverein hatte auf gestern abend zu einer öffentlichen Versammlung ringe- laden, die von dem Vorsitzenden des Vereins, Schmidtberger, geleitet wurde. Die Versammlung war sehr gut besucht. Der Vorsitzende bemerkte in seiner Eröffnungsansprache, daß von einem Abbau der Zwangswirtschaft nicht zu spüren sei, eher von einer Verschärfung, und daß man mit allen Mitteln den Kampf führen müßte. Er begrüßte das Ergebnis des Volksentscheids, da sich die Bestre- bimgen zur Enteignung der Fürsten in gleichem Maße gegen die Besitzer, besonders die Hausbesitzer, richteten. Der erste Referent des Abends, Snndikus Weiser von Difenbad), wandle sich in scharfer Weise gegen die Zustände in Hessen und das Verhalten der Regierung gegenüber den Hausbesitzern. In keinem deutschen Staate seien die Grundsteuern so hoch wie in Hessen: während in anderen Staaten die Höhe der Steuern durch die Parlamente bestimmt wird, genüge in Hessen eine Verordnung des Ministeriums. Er berichtete ferner über die Verhandlungen mit dem Finanzministerium, bei dem man wenig Entgegenkommen gefunden hätte, und gab praktische Vorschläge über die möglichen Erleichterungen bei der Festsetzung der Grundsteuern. Der zweite Referent, Schopp von Mainz, sprach sodann über Realkredit und Entschuldung der Hausbesitzer. Er machte darauf aufmerksam, daß im Jahre 1932 die Hyootheken zurückgezahlt werden müßten, was für viele bei den jetzigen wirtschaftlichen Verhältnissen eine Unmöglichkeit sei. Er berichtete sodann über die Tätigkeit und Wirksamkeit des Hypothekenschutzverbandes, der es den Hausbesitzern möglich mache, durch Eintragung einer Grundschuldhypothek bis zu dieser Zeit die Abtragung der Hypothek möglich zu machen. Beide Vorträge wur- den mit großem Beifall ausgenommen.
Kreis Büdingen.
A Aidda. 24. 3uni. Heute nachmittag wurde rn dem Stadtteil Raun hier das sechs Jahre alte Söhnchen des IUöbelarchitekten S ch w ö b e l von einem Frankfurter Auto über* fahren und schwer verletzt. Den Führer soll lerne Schuld treffen.
y. Bad Salzhausen, 24. Juni. Trotz des nicht gerade günstigen Badewetters ist unser Badeort von Kurgästen gut b e s u ch t. Größere Anmeldungen sind für Anfangs 3uh schon erfolgt. Dieser Monat bildet
bekanntlich für Salzhausen bu Hochsaison. Das KaufmannSerholungsheim ist vollständig besetzt und beherbergt 170 Kuraäste. Eine weitere Anzahl kaufmännisch Angestellter wohnt in Privathausern: diele (Säfte werden aber auch im Heim verpflegt.
th. Leidhecken, 25. Juni. Bei der gestrigen Heugrasoer ft eitzerung unserer Gemeinde wurden folgende Preise erzielt: Für gute Qualität pro Morgen 50 bis 63 Mark, für mittlere 30, 35 und 12 'Dicir1 *u£ geringere 16 bis 29 Mark. — Im Nachbarorte Stammheim galten die guten Morgen Heugras 50 bis 120 Mark.
Kreis 'Alsfeld.
z. Zell, 25. Juni. Unsere drei neuen Glocken sind jetzt an ihren Bestimmungsort gebracht worden. Es waren besondere Dorstchtsmaß- nahmen nötig, um die Glocken nach dem Turm zu schaffen, hat doch die größte ein Gewicht von etwa 15 Zentner. Das neue Geläute gefällt allgemein durch seinen prachtvollen Klang. Es ist ein Erzeug, nis der Glockengießerei Franz Schilling Söhne, Apolda.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
XX A 8 bach , 25. Juni. Die Heuernte hat im Lahnbecken allgemein eingesetzt. Mit ihrem Ausfall kann man, soweit die Menge in Betracht kommt, zufrieden fein; die Güte läßt aber, weil die langen Halme vielfach zu holzig geworden sind, zu wünschen übrig. Das (Betreibe ist mächtig her- ausgewachsen und hat eine Länge erreicht, wie man sie selten trifft. Nur der Weizen hat arg unter dem Auftreten des Gelbrostes zu leiden. Er tritt eben in dis Aehren, und wenn diese, gleich den Blättern, vom Rostpilz ergriffen werden, dürfte der Körner- ertrag beim Weizen mangelhaft werden. Futterpflanzen und Gemüse geraten gut, dagegen stehen Mais, Gurken und andere Sommergewächse recht schlecht.
Oberlahnkreis.
0 Löhnberg (Lahn), 25. Juni. Seit einigen Wochen werden die Straßen, die von Limburg nach Weilburg sowohl als auch von Gießen-Weg lar über Löhnberg führen sowie die neue Straße, die die enormen Steigungen im Ort vermeidet und um die Schlvßruine herum der Eisenbahn entlang führt, einer gründlichen Aufbesserun g unterzogen. Zeitweise mußte dadurch der gesamte Wagenverkehr von und nach Weilburg über Waldhausen umgeleitet werden, eine Maßnahme, die von den Autos und Fuhrwerken durch die zu überwindenden erheblichen Steigungen und den beträchtlichen Zeitverlust wenig angenehm empfunden wurde. Nachdem die Aufbesserungsarbeiten nun ihrem Ende entgegengeben und die Hauptverbindungs st ränge fertigge- stell t sind, ist der direkte Verkehr von und nach Weilburg wieder freigegeben. Alle Kraftwagen und Fuhrwerke aus der Richtung Gießen- Wetzlar können nunmehr wieder auf kürzestem Wege Weilburg erreichen.
Maingau.
■ WEM Frankfurt a. M., 25. Juni. Aach einer Mitteilung der städtischen Däderdirektion sind trotz der Sommerbäder und des Stadions die beiden Schwimmhallen im Schwimmbad derart überfüllt, daß im Sicherheit-
interesse der Badegäste stundenweise Schließung erfolgen muß. Insbesondere nimmt die Zahl der weiblichen Schwimmschüler seit Jahresfrist derart zu, daß der Berkaus von Schwimmunterrichtskarten für Frauen und Mädchen vorläufig einge» ste11 t werden mußte Bei Begcnn eines vor einigen Tagen neu eröffneten Abendkursus mußten über 100 Damen wegen Ucbcrfüllung abgewiesen werden. Aehnlich wie in der Frauen- fchwimmhalle liegen die Derhältnisse in der Männerhalle. Die geschilderten Mißstände werden sich voraussichtlich noch dadurch steigern, daß in den nächsten Tagen die völlige Schließung der Männerschwimmhalle auf längere Zeit erfolgen muh, weil umfangreiche Bauarbeitern notwendig geworden sind. - Gestern nachmittag wurde zwischen der Uirlermainbrücke und dem Eisernen Steg die Leiche eineS etwa 40 bis 45 Jahre alten ManneS aus dem Main gelänget. Seine Identität konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden.
Der Mainzer Kohlenlagerbrand
WSR. Mainz, 25. Juni. Der große Brand in dem Kohlenlager der Firma Schäfer 8- Butz in Mainz-Kaftel, in dem bekanntlich aus bisher noch ungeklärter Ursacke 8000 Zentner Kohle in Brand geraten sind, konnte bis heute nachmittag noch nicht gelöscht werden. Trotz aller Löschversuche war es der Feuerwehr nicht möglich, bis zum Brandherde vorzudringen. Eine gewaltige Menschenmenge umsteht die Brandstätte und betrachtet sich das ungewohnte Schauspiel. Zum Teil wird das Wasser zur Bekämpfung des Feuers mitetls Motorspritzen direkt aus dem Rh ein ge- zogen. ___________
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, den 27. Juni. 4. n. Trinitatis.
Gießen. Sladlkirche. 8: Pfr. Mahr Zugleich Christenlehre f. d. Aeukonsirmierten aus der Mat- thäusgemeinde. 9',: 93fr. Becker. 11: Kinderkirche f. d. MarkuSg. 93fr. Becker. - JohanneSkirche. 8: Pfarrer BechtolSheimer. Zugleich.Christenlehre für die Aeukonsirmierten aus der Lukasgemeinde. 9",: Psr. Ausfeld. Zugleich Militärgottesdienst. 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfr. Ausfeld. 8: Bibelbesprechung im Johannessaal. Pfr. Müller. — Kirchberg. 10; 11: Christenlehre für d. männliche Jugend. Daubringen: abends 8'/,. — Watzenborn-Garbenteich. Watzenborn-Stein- berg: */310 mit Ehristenlehre. Garbenteich: 1.
Katholische Gemeinden.
Gießen. Samstag, 26. Juni. 4''? und 7 Beichte. Sonntag, 27. Juni. 5. Sonntag nach Pfingsten, 6'/, Beichte, 7 Meße, Korn, der Frauen, 8 Kom. 9 Hochamt mit Predigt,. UMesse mit Predigt, 2 Ehristen- lehre und Andacht, Donnerstag Aachmittag 51/, Beichte, Freitag 6: SegenSarnt. — Grünberg. 9*/, Meße mit Predigt. — Hungen. 9' , Hochamt mit Predigt. — Lich. 7' Meße mit Predigt.
Kopfschmerz Migräne Neuralgie Zahnschmerz
■ Jn Apotheken
3abr=l0tebctoäbrt. 1426d
Wandern und Reisen • Bäder und Sommerfrischen
Amorsbrunn im Odenwald.
Don H. E. Peters.
Unweit von Amorbach im bayerischen Odenwald liegt am Eingang ins Otterbachtal, mitten in einem Wiefengrund, in malerischer Einsamkeit ein uraltes Kapellchen, das dem Heiligen Amor gewidmet ist und das in Verbindung mit einer in der heiligen Stätte selbst entspringenden Quelle, zu welcher schon seit 1000 Jahren die gläubige Menschheit wallfahrtet, um Hilfe gegen körperliche Leiden zu jucken, sowie Fruchtbarkeit für Menschen, Tiere und Pflanzen zu erflehen, Amorsbrunn genannt wird. Ob überhaupt und inwieweit die Persönlichkeit des Heiligen Amor mit dem bekannten Wallfahrtsort etwas zu tun hat, darüber gehen die Meinungen der Kirchenhistoriker auseinander. Doch für das, was ich über dieses wunderbare Flecklein Erde zu berichten habe, ist es auch einerlei, ob die ersten Christen des Odenwaldes im 8. Jahrhundert von dem Missionar Pirmin hier getauft wurden, oder ob aus einer heidnischen Kultstätte unserer Vorfahren zunächst ein Marienbronn und dann später im 12. Jahrhundert ein Amors- hrunn wurde. Auf was ich aufmerksam machen möchte, das hat mit der historischen Entstehung des Kapellchens nichts zu tun. Es beruht vielmehr auf persönlichem Emvsinden und persönlicher Anschauung eines Menschen, der sich plötzlich aus dem Wirrsal einer unschönen Zeit in eine Oase Herz und Gemüt erfrischender Ruhe verpflanzt sieht. Die
heilige Stille des kleinen Gotteshauses, das kristallklare Wasser der Quelle, die durch nichts zu ersetzende Patina des ehrwürdigen Mauerwerks, jene Zeugin längff vergangener läge, sie alle tragen dazu bei, den die Schöpfungen der Natur und frommer Menschen andächtig bewundernden Wanderer für einen "Augenblick das Alltagsleben vergessen zu machen. Wer jemals an einem Sommernachmittag kurz vor dem Vesperläuten auf der einsamen Bank gesessen hat und seinen Blick über die bewaldeten Höhen des Odenwaldes, das Grün des Wiesentals schweifen ließ, der nimmt den bleibenden Eindruck eines seltenen Genusses mit nach Hause.
Aber auch für den weniger elegisch Veranlagten bietet das Innere des Kirchleins viel des Beachtenswerten. Er findet dort kunstvoll gearbeitete Altäre, Betstühle, Bildstöcke und Dpferaaben aus allen Zeitabschnitten der deutschen Kunstgeschichte. Hierunter befindet sich auch ein Kunstwerk hoher Vollendung, ein geschnitzter spätgotischer Schreinaltar, der in jedem größeren Werke deutscher Kunstgeschichte gepriesen und erwähnt wird.
Amorbach liegt ganz in der Nähe Miltenbergs a. M. Es ist ein altes verträumtes Städtchen mit wohlerhaltener mittelalterlicher Architektur und einer berühmten Abteikirche. Es gehörte von 1278 bis zur Säkularisation (1803) zu dem Erzstifte und späteren Kurstaate Mainz.
Kein Wanderer durch den Odenwald versäume daher, seine Schritte auch nach diesem etwas
abseits von der Heerstraße erholungsbedürftiger Sommerfrischler gelegenen stillen Winkel deutscher Kultur und Vergangenheit zu lenken. Es wird ihn nicht gereuen.
Reisewmke.
2. Sommerausgabe des Reichskursbuches 1926.
Am 1. Juli erscheint die zweite Sommerausgabe des Reichskursbuches. Sie enthält außer den berichtigten Sommerfahrplänen der deutschen Reichsbahnen auch die neuesten Fahrpläne der Eisenbahnen In Frankreich, Großbritannien und Irland, Rußland, Türkei, Mesopotamien, Palästina, Syrien und Aegypten. Der Preis beträgt wie bisher 6,50 Reichsmark. Bestellungen nehmen alle Postanstalten entgegen. Baldige Bestellung wird empfohlen, da die Zahl der Ausgabe beschränkt ist.
Auf Bahnsteigen nicht musizieren!
Immer wieder kann man beobachten, daß Ausflugsgesellschaften, Wandervereine usw. auf den Bahnsteigen vor Abfahrt des Zuges musizieren, nicht als ob sie hier in einer Bahnhofshalle wären, sondern mitten im Grünen unter freiem Himmel. Durch diesen Lärm kann der Eisenbahnbetrieb leicht störend beeinflußt werden. Wichtige Signale können überhört und das reisende Publikum selbst lann durch Ablenkung der Aufmerksamkeit gefährdet werden. Die Reichsbahnverwaltung bittet daher die Gesellschaften und Vereine dringend, auf den
Bahnsteigen nicht zu musizieren. Es wird darauf htn- gemiefen, daß Verursachung starken Lärms nach den Bestimmungen der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung verboten und strafbar ist.
Reiiettteratur.
— Das neue Reichs Herbergs-V erreich- n i s, 13. Ausgabe, für 1926-27 ist soeben erschienen. Es enthält, wie üblich, nicht nur die Jugendherbergen in ganz Deutschland, sondern auch biejenigen in Oesterreich und der Tschechoslowakei. Die Aus- scheidunb unverbesserlicher Jugendherbergen wurde kräftig fortgesetzt. Die Raumnot hemmte den Zuwachs mehr als je. Trotzdem stieg die Zahl der Her- bergsorle von 2000 auf rund 2300. Die Zahl der deckenlosen oder deckenarmen Frierherbergen hat sich erheblich vermindert, dje Zahl der Bettstellen aber oermehrt. Manche Jugendherberge ist aus kahlen vier Wänden zu einem wahren Schmuckkästchen geworden. Die Zahl der Iugenddurgen und Eigenheime ist auf 128 gestiegen. 830 Ortsgruppen bestehen gegenüber 664 im Vorjahre. Die Mitgliederzahl hielt sich auf rund 70 000. Einen erfreulichen Zuwachs erfuhr die Zahl der bem Verbanb Deutscher Jugendherbergen unmittelbar angeschlossenen Reichsverbände. Sie flieg von 93 auf 145. lieber 1000 Mitglieder haben die Ortsgruppen: Leipzig, Essen, Dresden, Hamburg und Bielefeld. Am besten i[t das Herbergswesen in den Zweigausschüssen Sauerland, Mittelelbe und Baden ausgebaut.
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