harf seinem Doll nicht entfremdet, darf nicht für die Regierung vvrgebildet werden, die Beamte braucht, sondern für sein Doll. Und die Schulbücher dürfen nicht von der Straßenbahn in Äeuhork handeln, sondern müssen die Heimat der Eingeborenen in den Mittelpunkt rücken. Ruch die Handarbeit wird besonders unterstrichen. Der deutsch« Antrag gipfelte in der Forderung einer gemeinsamen Vertretung gegenüber der Regierung, um unser Schulideal halten zu können. — Bei dem Punkt „Afrikanisch« Kirche" gab es erregte Debatten darüber, was wir nach Afrika bringen wollen, ob reformiertes oder lutherisches Christentum, über die Frage der Kirchenzucht und die Stellung zur Dielweiberei und über das Verhältnis der einzelnen Missionskirchen untereinander. — Den Fragen der Rasse, des Landes und der Zwangsarbeit war der letzt« Tag der Konferenz gewidmet. Di« des Landes ist besonders in Deutsch-Ostafrlla schwierig. Die deutschen Plantagen wurden verkauft an den Meistbietenden, Großgrundbesitzer und Farmer haben davon Besitz ergriffen, die Schwarzen sind auf die weni- ger fruchtbaren Gegenden und auf die Berge zurückgedrängt. Die Maßnahmen der englischen Regierung werden einfach nicht beachtet. Die Eingeborenen werden zur Zwangsarbeit heran- gezogen.
Wo immer es anging, arbeiteten die deutschen Vertreter mit; besonderen Anteil hatten sie an der Erziehungssrage, wo sie die Forderung als Lösung aufstellten, daß jeder Missionar die Sprache der Eingeborenen sprechen lernen mutz und daß in der Schule drei Jahre lang in der Eingeborenensprache unterrichtet wird. Die Deutschen haben viel getan für das Wohl der Schwarzen in Asrika, aber es ist nicht so sehr das Deutsche, als besonders das, was wir Luther verdanken, der Bibel als dem Volksbuch, seiner Verwobenheit mit dem Volk, und seiner Betätigung als Diener d«S Volks; nur unter diesem Gesichtspunkt kann auch di« Missionsarbeit angegriffen werden: „nicht Herren über euern Dauben, sondern Gehilfen eurer Freude".
Dekan Gutzmann, Lollar, dankte in warmen Worten dem Redner für sein« Ausführungen. Wan hätte dem Dortrag einen besseren Besuch wünschen dürfen.
Bornotizen.
— Taaeskalender für Montag. Völkerkundliche Ausstellung der Basler Mission, S bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 7 Uhr nachmittags, in den Räumen des früheren Hotel „Grotzherzog"; Johannessaal, 8 Uhr abends, Missionsvortrag. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Wir sind vom K. und K. Infanterie- Regiment". — Astvria-Lichtspiele: „Di« Blut- Hochzeit".
— Chinesisches Familienleben. Man schreibt unS: Kleber dieses Thema wird heute abend 8 Uhr im Gemeindesaal der Jahan- neSkirche Missionar Lank aus Frankfurt a, M. reden. Es ist der letzte Vortrag, der zum Ab- schluh der Baseler MlssionSwvche in Dietzen stattfindet. Wer irgendwie die Vorgänge in China verfolgt, sollte sich den Besuch dieses Vortrags nicht entgehen lassen, weil er nicht nur ein getreues Bild von dem China, wie es heute ist, geben wird sondern auch ein Licht auf daS kommende China werfen wird. Wegen der groben Bedeutung dieses The-.nas fei gerade auf diesen Vortrag besonders hingewiesen. (Siehe heutig« Anzeige.)
— Die Vortrags-Vereinigung eröffnet mit einem Lichtbildervortrag Wer „Das Deutsche Museum in München" am kommenden Donnerstag ihr diesjähriges Winterprogramm. Der Vortragende, Arthur Lehmann aus Plauen, behandelt zunächst, so schreibt man uns, die großen Lebensideen, deren Erfüllung das geniale Werk Dr. Oskar v. Millers ausmachen, und mit der er zum Träger der gewaltigen Tat wird, die naturwissenschaftlichen und technischen
WMmpWflSßiijeigeii erfordern heute eine sorgfältige Texlgebung und Satz aus stattung. Gute Satzleistungen sind nur erreichbar, wenn die Anzeigen ftiOieitig genug onigegeben werden. Der Annahmeschlutz für alle Anzeigen im Gießener Anzeiger entfällt auf den Nachmittag vor der Ausnahme. Gmpsehlungs- anzeigen müssen, je nach Umfang und Satzschwierigkeilen, zwei bis drei Tage vorher bestellt sein. Nur mit Sorgfalt und dem notwendigen Zeitaufwand gesetzte Empfehlungen
Um den ermünfdüen Btlolg!
Errungenschaften des letzten Jahrhunderts in einen kulturellen Zusammenhang und einen großzügigen kulturellen Plan zur Ausführung zu bringen. Sodann wird der Redner an Hand von zahlreichen Lichtbildern den Hörern die gewaltige Museumsschöpfung v. Millers in Gesamtanlage und fesselnden Einzelheiten vorsühren. Die Bedeutung des Deutschen Museums, als Ausdruck des starken kulturschaffenden Willens, hat die Dortrags-Dereinigung veranlaßt, diesen wertvollen Dortrags-Abend ihren Mitgliedern zu bringen, in der Annahme, daß er allerseits Interesse finden wird. (Siehe heutige Anzeige.)
— G e w e r b e v e r e i n. Die für morgen, Dienstag, angekündigte Versammlung ist auf kommenden Freitagabend verlegt worden. (Siehe Anzeige.)
*
** Vollkommener Winter im Vogelsberg undiin Taunus. Wie uns heute vormittag vorn Hoherodskopf mitgeteilt wird, hat es im Vogelsberg gestern den ganzen Tag über und auch in der Rächt zu heute anhaltend geschneit, so daß die Schneedelle heute vormittag auf dem Hoherodskopf 18 Zentimeter hoch ist. Bei 3 Grad Kälte schneit es noch immer lustig weiter. Die ganze Landschaft zeigt ein vollständig winterliches Bild, die Skibahn ist durchaus, benutzbar. Gestern waren bereits die ersten Skiläufer auf dem Hoherodskopf, für den 24. Oktober immerhin eine Seltenheit. Auch im Taunus sind nach einer Meldung von dort gestern gewalttge Schneemassen niedergegangen. Auf dem Kleinen Feldberg wurde gestern nachmittag das Mittel der Schneehöhe mit 14 Zentimeter (gegen 4 bis 5 Zentimeter am Samstag vormittag) gerne,fen. An zahlreichen Stellen des Taunus liegt der Schnee aber fast einen halben Meter hoch. Im Flachland dagegen kann man sich feit gestern früh des unangenehmsten Regens „erfreuen“, der eine gut geheizte Stube besonders schätzenswert macht.
WSR. Schützt die Wasser - undGas- leitungen vor Frost! Der herannahende Winter gibt Veranlassung, erneut auf den rechtzeitigen und ausreichenden Schuh der Wasser- und Gasversorgungsanlagen gegen den Einfluh der Kälte hinzuweisen. Wasserlertungen, Wassermesser unb Ventile unter Druck frieren ein, und Gasleitungen verstopfen, wenn die umgebende Temveratur unter 0 Grad sinkt. Besonders gefährdet find die Eintrittsstellen der Leitungen in die Gebäude. Rechtzeitiges Schließen und Ab- dichten der Kellerfenster mit schlechten Wärmeleitern (Stroh, Holzwolle, Lumpen, Papier usw.) und Ginhüllen der freiliegenden Rohre, Abstellen und Leerlaufenlassen der ungeschützten Wasserleitungen bei Frost sind gute Vorsichtsmahregeln, deren sorgfältige Anwendung empfohlen toerben kann.
"Ein Nachtrag zum Gießener Ortsbau st a t u t wird in unserem heutigen Anzeigenteil veröffentlicht. Der Nachtrag tritt am 1. November in
Kraft. Interessenten seien auf diese Veröffentlichung besonders hingewiesen.
“ D i e Firma Schaff st aedt G. m. b. f). auf der „(8 e f o l e r preisgekrönt. Durch das Preisgericht der „Gesolei" in Düsteldorf ist der Firma H. Schasfttaedt G. m. b. H. in Gießen die silberne Medaille zuerkannt worden. Die Firma batte erstens in der Abteilung .^Hallenschwimmbäder" das Modell eines zeitgemäßen offenen Sommerschwimmbades mit etwa 2 Meter Länge und L4 Meter Breite ausgestellt. Derartige offene Sommerschwimmbäder werden eben unter dem Druck der Schwimm- und Sportvereine allenthalben gebaut, weil für die Errichtung gedeckter Hallenschwimmbäder für Sommer- und Winterbetrieb nicht überall die nötigen Gelder zur Verfügung stehen. Zu diesen offenen Schwimmbädern liefert die Firma alles, was an technischen Einrichtungen nötig ist; sie hat in den letzten beiden Jahren, seitdem diese Art öffentliche Bäder in Mode gekommen ist, schon 80—100 solcher Einrichtungen ausgeführt. Weiter- hin hatte die Firma die technischen Einrichtungen für das Wellenschwimmbad auf der Ausstellung geliefert und montiert. Dieses Wellenschwimmbad (Planschetartum) bildete bekanntlich den Haupt- anziehungspunkt der „Oefolei". Die Lieferungen der Firma Schaffstaedt zu dieser Einrichtung erstreckten sich auf das Hochsprunggerüst mit Sprungbrett, auf die übrigen Sprungbretter, die Einsteigeleitern, die Sprungbarrieren, die Schwimmleyrapparate, die kalten Duschen an den Eingangstreppen usw. Auf ihrem Stand in der Abteilung Hallenschwimmbäder hatte die Firma weiterhin zeitgemäße Apparate und Armaturen für öffentliche Badeanstalten, sowie für sanitäre Einrichtungen in Krankenhäusern, Kur- bädern u. dgl. ausgestellt.
= 25 Jahreyessische Vereinigung für Volkskunde. Am heutigen 25. O k t b r. sind es 25 Jahre, bah die hessische Vereinigung für Dollsttinbe gegrünbet wurde; sie ist aus der volkskundlichen Scktton des Oberhessischen Geschichtsvereins hervorgegangen. Bei der Gründung der Vereinigung waren 16 Herren anwesend, von denen heute noch einige äußerst tätige Mitglieder sind. Die Vereinigung, die heute über 1000 Mitglieder in beiden Hessen und in Rassau zählt, hat in der Erforschung des hessischen Volkslebens Vorbildliches geleistet. In den „Hessischen Blättern für Volkskunde" ist eine Fülle von grundlegenden Arbeiten veröffentlicht, außerdem hat man in Gießen ein vollskundliches Archiv von größtem Werte geschaffen und auf dem Gebiet der Flurnamensammlung Ersprietzliches geleistet. So kann die Vereinigung, an deren Spitze heute Oberstudiendirektor Dr. Faber (Friedberg) als Vorsitzender und Prof. Dr. Hi go H e p- ding (Gießen) als Schriftleiter der „Blätter" stehen, stolz urb hoffnungsfreudig den Weg ins zweite Vierteljahrhundert ihrer Tätigkeit antreten. Eine Feier *«s 25jährigen Bestehens der Der- einigvrrg soll nit der diesjährigen Hauptvrrsam- hing verbunden werden. Diese findet am 13. und 14. Rovember in Dietzen statt. Auf dem De- grühungSaben) am Samstag wird Dr. Luh (Frankfurt a. M.) einen Lichtbildervortrag halten über „Die Hüt.enberger Volkstracht"; ein kleiner gemischter Chor wird Volkslieder aus dem 15. und 16. Jahrhundert fingen. In bet Festsitzung am Sonntag wird der Vortrag von Prof. Dr. A Goetze (Gießen) über die „Märchenforschung" im Mittelpuntt des Interesses stehen.
Bemerkenswerte Geburtstage. Am gestrigen Sonntag beging Frau D. lat- zog, Wetzlarer Weg 11, bei geistiger Frische und körperlichem Wohlbefinden ihren 97. Geburtstag. Heute, 25. Oktober, kann der frühere Postsekretär Mäher, Wilhelmstraße 64, Veteran von 1870/71, seinen 83. Geburtstag feiern.
** Z u rn „K a l t en M a r k t" i n O r t e n b e r g. Man schreibt uns: Die Besucher des Drtenberger ..Kallen Marktes", der bekanntlich vom 31. Ok- tober bis 3. November stattfindet, werden im eigenen Interesse zur Erreichung einer glatten Verkehrs-
abwickluna gebeten, schon bei der Hinfahrt bei der Fahrkartenausgabe Hrer Abfahrtsstatton (Heimatort) auch für die Rückfahrt die Fahrkarten zu lösen.
•• Einziehung italienischer Geldscheine. Durch Dekret der itallenischen Regierung vom 9. September 1926 ist die Einziehung und Amrullierung der itallenischen Geldscheine zu 25 Lire verfügt worden. Mit dem 31. Dezember 1926 evlischt ihre älmlaufgültigkeit, bis zum 30. Ium 1927 können sie bei den itallenischen Postämtern zum Umtausch eingeliefert werden. Im Hinblick darauf, bah viele deutsche Staatsangehörige Italien besuchen und anzunehmen ist, daß Scheine zu 25 Lire sich noch in deren Besitz befinden, hat sich das italienische Generalkonsulat in Frankfurt a. M. Reue Mainzerstvatze 2, bereit erflärt, den Llmtausch der ihm zugesandten Scheine zu vermitteln.
WSR. Polizeibeamt« als Straf- Vollstrecker. Seit Samstag haben in Frankfurt a. M. die Polizei beamt en Quittungsblocks im Besitz, die sie ermächtigen, gegen Strahen- verunreinigungen sofort mit Strafen vorzugehen. Gegen «ine Buhe von einer Mark verabreicht der Beamte einen Quittungsschein, der ein« Verwarnung barstellt. Ist der Betroffene nicht an Ort unb Stelle mit dieser Aburteilung zufrieden, so bekommt er, wie früher, eine Strafverfügung, die ihm in den meisten Fällen etwas teurer zu stehen kommt.
** Der Turnverein von 1846 hielt am Samstag feine Jahreshauptversammlung ab, die außerordentlich gut besucht war. Mit großer Befriedigung kann der Verein auf das abgelaufene Vereinsjahr zurückblicken. Der 1. Sprecher, 51niversitäls-Oberinspektor Erl« gab ecnen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit des Vorstandes und banfte allen Vorstandsmitgliedern und Turnern für ihre fÄbstlofe unb uneigennützige Arbeit. Er ermahnte zu treuem Zusammenhalten im Interesse der großen deutschen Turnsache. Ernste Worte sprach er zur Jugend. Hervorzuheben ist, daß die Mitglrederzahl 740 beträgt, ohne die große Schar Schuler und Schü- lerinnen. Reu in das turnerische Programm hat der Verein aufgenommen das„GesundheitS- turnen" für ältere Herren unb ® amen, , die früher wenig oder gar nicht ge- turnt haben. (Siehe heutige Anzeige.) — Oberturnwart Erb berichtete über die turnerische Tätigkeit, Franz Sauer über diejenige im Schwimmen, Grimm über bte Erfolge der Spieler, Hergenröther berichtete für bte Fechter und W. Loh an Stelle des Jugend- warts Roth, der zur Zeit zu einem TurnkursuS in Spandau weilt, über die Jugendabteilung. Alle Berichte zeugten von reicher Arbeit und den besten Erfolgen. Vereinsrechner Reining erstattete den Rechnungsbericht. Von den nach den Satzungen in diesem Jahre ausscheidenden Vorstandsmitgliedern wurden wiedergewLhlt: 1. Sprecher Erle, 1. Turnwart Karl Müller, Schriftführer Jun g. Schn eider unb Salz- m ann, Tumälteste Depler, Daum unb Strack, Beisitzer Freitag. Reu gewählt wurde als Zeugwart Wilhelm Laudon. Mit einem Schlußwort des 1. Sprechers schloß bte schön verlaufene Hauptversammlung.
** D ie Maul- und Klauenseuche hat in Steinbach (Kreis Gießen) weiter um sich gegriffen, weshalb Ort unb Gemarkung zum Sperrgebiet erklärt worden sind. Ferner ist di« Seuche ausgebrochen in Düdelsheim, Orleshausen unb Hof Leu stabt bei Stockheim (Kreis Büdingen), sowie in Rieder-Florstadt. Wickstadt und auf dem Gutshof Dickmühle bei Rodheim (Kreis <5frieb- berg). In Wenings (Kreis Büdingen) ist die Seuche erloschen.
** Auftrieb auf d e m heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 326 Och en, 57 Bullen, 678 Färsen, 348 Stühe, 400 Kälber, 246 Schafe und 3697 Schweine.
BMel hn Hestcht anb am KSrver, Mitesser, BUitoy Pusleln, Wimmerln, rote unb fleckige Paul, verschwinden sehr schnell, wenn man abend-; bew vchaum von „Rmfcr’l a 6tdU
60 Pia. (lb%(fl), mt. L- (25% tg) unb M, 1.60 (85%Tg, stärkste Form), eintrocknen läkt Echaum erst morgen® abwalchen unb mit „guckooh-ilreme- (ln Tuben i 45, 65 unb 90 Plg.) nachnreichen. SrostarNge Wirkung, von Zainenben bestätigt. In allen Avotheken. Drogerien, Parfümerie» unb FrlseurgeschSsten erhältlich.
Bekanntmachung.
Nachtrag
zu dem Ortsbauslatut für die Provinzial- hauptsladt Gießen vom 6.3ull 1888.
Vom 22. Oktober 1926.
Auf Grund des Art. 2 der Allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881 und der §§ 3—9 der Verordnung über Ausführung derselben vorn 1 Februar 1882, sowie des Art. 15 des Gesetzes, die Städte- ordnung betreffend vom 8. Juli 1911 wird durch Beschluß der Stdatverordneten-Ver- fammlung vom 8. Juli 1926 nach Anhörung des Oberbürgermeisters und des Kreisausschusses mit Genehmigung des Herrn Ministers des Innern vom 4. Oktober 1926 zu Nr. M. d. I. 34 085 das Orts- bauftatut hinsichtlich seines § 13 wie folgt geändert:
I.
§ 13.
Die Kosten der Straßen- und Trottoiranlagen werden den Zahlungspflichtigen durch Zustellung eines Anforderungszettels angefordert; es sollen darin die Höhe der umzulegenden Gesamtaufwendungen, die Länge der gesamten und der auf den Zahlungspflichtigen entfallenden Straßen- ftrecke angegeben werden. Die Zahlung des angeforderten Betrages hat binnen der in dem Anforderungszettel angegebenen Frist, die mindestens 4 Wochen betragen soll, zu erfolgen.
Gegen die angenommene Beitragspflicht oder die Höhe des auf den einzelnen Pflichtigen entfallenden Betrages kann Beschwerde gemäß Artikel 197, 192, 195 des Gesetzes, die Städteordnung betreffend, vom 8. Juli 1911 durch Erhebung der Klage im Verwaltungsstreitoefiahren erhoben werden. Zuständia in erster Instanz ist der Provinzialausschuß. Die Frist zur Erhebung der Klage beträgt
2 Monate; sie ist eine Notfrist und beginnt mit der Zustellung der Beitragsanforderung.
Grundbesitzer, welche ein Gebäude an einer planmäßigen Straße errichten, bevor diese eröffnet beziehungsweise ord- nungsmähig hergestellt ist, können vor Erteilung des Baubescheids zu einer an- lemeffenen Sicherstellung der Erfüllung ihrer obigen Verpflichtungen herangezo- gen werden.
II.
Dieser Nachtrag tritt mit dem 1. November 1926 in Kraft. Soweit eine Offenlegung gemäß § 13 Abs. 2 der bisherigen Fassung erfolgt ist, verbleibt es bei den seitherigen Bestimmungen. 87318
Gießen, den 22. Oktober 1926.
Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Seid.
Pttßkbttnli M 'Stttiltinlieftniniitn.
Zum Bau der hiesigen Friedhofskapelle ist die Lieferung von ca. 190 cbm Werksteinen zu vergeben. Zeichnungen und Verdingungsunterlagen sind gegen Einsendung von 10.— NM. durch das Stadt- bauamt, lurmftr. 5, zu beziehen.
Die Angebote sind mit der Aufschrift: „Angebot auf Werksteinlieferung verschlossen und versiegelt an das Stadtbauamt bis zum Montag, den 22. November d. I., oomittags 11 Uhr, einzureichen. Zu diesem Zeitpunkt findet auch die Eröffnung statt. Zuschlagssrist 6 Wochen.
Wetzlar, den 23. Oktober 1926.
_______ Stadtbauamt._______8740D
Der Plan über die Herstellung einer oberirdischen Telegraphenlinie in der Mainzlarer und Lollarer Stratze in Staufenberg liegt bei dem Postamt in Lollar von heute ab 4 Wochen aus,
Gietzen, 25. Oktober 1926. 8728V
_________Telegraphenbauamt.________
FttsMiMMigeruiig
Wegen Aufgabe der Landwirtschaft versteigere ich nächsten Mittwoch, 27. d. M., nachmittags 2Ve Uhr, in meiner Behausung gegen bar:
1 kräftiges, gelerntes Vogelsberger Rind, 1 mittelschweren Wagen, Pflug und Egge, 1 Iauchefatz, 1 Butterfaß, 1 Zentrifuge, 1 Fruchtpresse u. andere landwirtschaftliche Geräte.
Rodgen, am 25. Oktober 1926.
8737D Wilh. Kraushaar.
Statt jeder besonderen Anzeige
Ihre Vermählung geben bekannt Dr. Franz Haber und Frau Carola geb. Schmitt
Nierstein a. Rh. München, Kufsteinerplatz 1, II. den 24. Oktober 1926
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Freitag, 29. Okt., 81/* Uhr, im Gewerbehaus.
Tagesordnung: 1. Mitteilungen.
2. Wahl eines Handwerkerrates.
3. Ausstellung 1927.
4. Verschiedenes.
Der Vorsitzende: Or. krausmüller. 86780
50
20
Gießen
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550
650
950
Für Hüte: Silkina-Samt schwarz und viele Modefarben schöne, glanzreiche Ware, p.m Seiden-Samt schwarz und farbig, gute Qual.
Für Kleider: Wasch-Samt gute LindenerQual.,indanthren Köperware, ca.30 Färb, lagernd Lindener Samt 70cm breit,tiefschwarz,geköperte Ware, per Meter 7.50, Lindener Samt 90cm breit, tiefschwarz, bes. schwere eleg.Ware, p.m 11.50,
ist der große Modeartikel geworden für Straßenkleider, Abendkleider,
Mäntel, Hüle.
Wir führen ein besonders großes Sortiment ■BH in allerbesten Lindener und anderen bewährten SSM Fabrikaten und bieten zu folgenden günstigen Preisen an:
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