Voruntersuchung Im Falle WilmS endgültig geschlossen Worten und die Hauptt>erhandlung wird im Laufe des Januar vor dem Schwurgericht beim Landgericht Berlin 111 durchgeführt werden. Tngek.'agt sind neben Oberleutnant Schulz und Klapp roth u. o. Ob:r.eutnant Fuhrmann. Leutnant v. Pof ec und der er t in diesem Jahr verhaftete Fel vrbel ülmhofer.
Großer Stilen betrug.
Die die ,Doil. 3-0-" meldet, ist in Berlin eine umfangrich: Akt en.ä sch :ni aufgedeckt worden. Dem Blatte zufolge handelt es sich um di: Fälschung von Aktien der galizischen Karl-Ludwigbahn. Ei er d r Verkäufer der durch Sternpclentsernung wertvo.ler gemachtrn Ak im i't in einer Derli nr 0-Bank angrhaltei und rerhastet worden. Die Spuren der Fälschungen sollen nach Dien und Qfrrrlin führen.
Dreifacher Mord io Riga.
Die aus Riga ge.neldri wird, drang in einer der belebtesten Straften Aigas eine Rätcher- ,unde in d:n La>en eines SchärhwarenhSndlerS :in und ermordete den Besitzer, seine Frau und die Verkäuferin. Di-? Räuber plünderten den Laben aus und entkamen unerkannt.
3rod Schmuggler in den Mlpen verschwunden.
Beim Großen St. Bernhard, in der Nähe des Col Mcnouoe, sind zwei Schmuggler d e r« ! ch w u n d e n. Die Schmugglerbande war am Man« lag von Allain, das am rechten Ufer des Bouthier- fluffes im Aostatal liegt, in der Morgenfrühe auf- gebrochen, um sich über den Col Menouoe nach Bourg St. Pierre auf schweizerisches Gebiet zu begeben, dort Kasfve und Tabak zu kaufen und die Ware nach Italien au fchmuggcln. Dienstag vor» mittag waren die Schmuggler wieder auf dem Col Menouoe. Sie wurden dort von einem heftigen Schneesturm überrascht. Sieben Schmuggler konnten sich in Sicherheit bringen während zwei verschwunden sind und auch von Mönchen trotz eifriger Nach» forfdjung nicht gefunden werden konnten.
Iltis der Provinzialhaupiftadt.
Gießen, den 24. Dezember 1923.
Weihnachten.
Die ucier deS WeihnachtSsestes begegnet da keinen Zweifeln und Bedenken, wo kleine Kinder unter dem £6 ri ft bäume spielen. Da ist am Heiligen Abend alles Freude und Freden. Wochenlang haben die Kinder diesem Abend entgegengc sehen und mit staunenden Dliclen die Weihnachtsvorberritungen begle ttt. Wenn daS Abendrot am Himmel steht, sagt ihnen die Mutter: Jetzt 6adt das Christlind die Lebkuchen für Weihnachten: dec Rikolaus, der am 6. Dezember im langen Mantel, mit schneeweißem Bart und mit dem Zwerch sack in das Haus kommt, bringt die Vorfreude brt Festes. Am Heiligen Abend ist die Seele KririeZ voller Jubel. Hosseittlich gibt es in D.mtschland keine „verständtgen" Eltern mehr, die ihren Kirchern zu Weihnachten nur „praktische" Geschenke geben und keine Spielsachen, nicht w ssend, daß daS Spielen die gottgewollte Beschäftigung des Kindes ist und daß die Baukasten, die hölzernen Pferde, die Puppen und die Puppenstuben die Phantasie des Ki.cheS mächt g anregen und seinen Geist bilden. In die Seele der Erwachsenen, die mit Kindern den Heiligen Abend verleben, bringt etwas von dem Glück der ersten LebenSiahre. das, wenn die Zeit dahineilt, so rasch im schassen Luftzug der Dirk.ichkeit untergeht.
Anders ist eS, wo Menschen, die daS Leben lennen und nicht mehr gewillt sind, sich Illusionen hinzugeben, den 24. Dezember verorin- gen. Sie bringen der These, daß Weihnachten bas Fest Der Freude. deS Friedens und der Liede sci, den ftäriften Zweifel entgegen. Wie kann Freude in einer Welt fein, die so viele Mängel hat: Armut und Krankheit, Aoschied- nehmen und Sterben, Irrungen und Wirrungen. Ebensowenig kann der Leoenskundige an Der Tatsache vorüberae he,i, haft die 1900 Jahre Christentum Der Wett nichts weniger als Liebe und Frieden gebracht Haden. Die Kultur hat fugenommen, nicht aber Die Gesittung. Gerade etzt vergeht In deutschen Landen fast kein Tag, an dem nicht ein Todesurteil ausgesprochen werden muft, täglich stohen wir auf Rachrichten von schweren Verfehlungen gegen das uralte Gotteügebot: Du sollst nicht töten. Mar yon Schenkendors hat uns ein schönes Weih- nachtälied gegeben, aber auch ein Wort gesagt, das für unsere Zeit besonders paßt: „Es liegt Die Welt gebeugt, gebrüdt In namenlosen Wehe t. Dein Licht, o Herr, ist sehr entrückt, ihr Licht scheint auszugchcn. Wollst endlich sie erlösen von der Gewalt deS Bösen!"
Hm Weihnachten feiern zu können, müssen wir aus die alte, schlichte biblisch« Verkündigung zurüclgehen. Als Die Zeit erfüllt war. so tautet Diefe Heriüntlgung, sandte Gott feinen Sohn, Damit tle Welt durch ihn selig wurde. Die alten Theologen haben, wenn fte des Deih- nachtsfef.es gedachten, von der Menschwerdung Christi geredet, von der Vereinigung seiner göttlichen mit seiner menschlichen Ratur. Zwischen Den ©leftener und Den Tübinger Professoren de- Theologie wurde im Anfang bei 18. Jahihu;oert3 ein graftet Str:it über Diese Frage Gtugeiragen. In Formeln, Die uns manchmal srltsam anmuten, haben diese Gelehrten die grösite Tatsache der Weltgeschichte zum Ausdruct gebracht. Man braucht mit solchen Formeln nicht '' operieren, wenn man sich an die Wirklichkeit
Diese Wirklichkeit ist, haft uns durch JesuS - groften Rätsel unseres Lebens gelöst werden, a komme ich her. wo gehe ich hin. fragt sich r nachdenkliche Mensch, Jesus sagt: „Aus ' t-Hand in GotteS Hand". Das grösite :fcl auf Erden sind vir uns selbst. Jesus t unS in ebenso schlichter wie tiefer Weise, w.r Kinder Gottes sind. Jesus ist unser weiser, indem er In seiner unverg e.chl.chen predigt zu uns sagt: „Gehet ein durch enge Pforte. Denn Die Pforte ist eng und •r Weg ist schmal, Der jum Leben führt". :fu3 hat uns Gnade und Vergebung zugesagt, _>c;;n wir vom rechten Wege abgeirrt sind: wer zu ihm kommt, Den will er nicht hinaus-
stoften. Jesus verheißt der Seele Frieden, und es ist eine Erfahrungstatsache, haft durch chn unzählige Menschen auf den Weg des inneren, des göttlichen Friedens geführt worden sind. Dabei bedarf es keiner graften Anstrengung, keines mühevollen Verfahrens, wenn ein Mensch durch Jcsus zu Gott kommen will. Meister Eckart, der grafte Predig:r des 14. Jahrhunderts. hat gesagt: „In allen Kreaturen ist etwas von Gott aber erst in der Seele ist Gott göttlich. sie ist feine Ruhestatt. Er selber hat ein solches Bedürfnis nach unserer Liebe, daß er uns au sich lockt mit allem, was irgend taugt, uns heimzubringen. fei es Gemach oder älngemach. Trutzt Golt, haft er je etwas ü. :r uns verhängt, womit er uns nicht zu sich lockt". Daft trotzdem Freude. Frieden und Liebe noch nicht überall die Herzen erfüllen, wird durch eine Feststellung klar, Die sich in Dem Prologe deS Evangeliums des Johannes findet, da hnftt es von Dem Heiland: Gr kam in fein Eigentr und Die Seinen nahmen ihn nicht auf. Erl wenn Der flatue Erdball zu Oefu Fügen liegt, wenn alle Seelen von ihm sich leiten lassen, w.rd Die Feier des Weihnacht-festes auf leinen Zwefel mehr st oft en. H. B.
Die Lichlerkirche.
Ein Rückblick auf die Jugendzeit Von H. Kraushaar.
.06 der Schnee über Weihnachten wohl liegen bleibt?" Das ist di: Frage, die unS Buben schon tagelang beschäftigt. Er ballt sich nicht und knistert unter den Schritten der kleinen unb graften Leute. Ohne Schnee wären es nur halbe Weihnachten I
Lind die Zeit, auf die sich jung und alt schon wochenlang frcut, kommt näher und näher. Rur noch wenige Tage trmneix uns davon. Endlich ist der letzte Schultag Dal Mit Frier» tagsstimmung gehen wir in die Klasse. Roch ist es dunkel, um so heller und lieblicher strahlt das Adventskreuz, dessen 24 Kerzen wir heute morgen anjünben und ab ernenn en. Wir singen die alten schönen Weihnachtslieder, der Lehrer liest uns Weihnachtsgeschichien vor und entlässt unS scchlieftlich mit dem Wunsche, daft da- Christ- kind jedem von urs etwas bringen möge.
Mit mancherlci Doräeveitrigen vergeht der letzte Tag und der W.ihnachtsabend ist Dal Alle sind in festlicher und gehobener Stimmung. Früher als sonst wird daS Vieh gefüttert. Eiliger und williger als gewohnt, erfüllen wir Buven unsere IRinen täglichen Pflichten: das Hereintragen des Holmes, daS Mahlen Der Dickwurz, bas Heurupfen für die Feierlage. Unb kaum ist ales geschehen, da ruft Die Mutter zum Essen und mahnt zur Eile: denn ,es wird gleich läuten". Ach ja, zur Lichterkirche geht es! Man iftt sich nur halbsatt,' denn nach Der Kirche gibt cs ja Blätzchen. Man darf heute abend länger aus- bleiben und um zehn Uhr gibt es Kaffer mit frischem Kuchen. Ich kann mich ja gar nicht satt essen: so freudig erregt bin ich
AuS dem Wandschränkchen nehme ich mein Gesangbuch ziehe meine roten Stauchen (Stauchen = Pulswärmer) mit der schauen Verzierung aus weihen Perlchen a.t, die mir das Christkind letztes Jahr brachte, und schon pscist es brauften! Das ist mein Freund, der mich zur Kirche abholen will. Unterwegs tr:ffen wir noch einige Buben, und im Laufschritt eilen wir dorthin. Sie ist schon hell erleuchtet, aber noch verschloßen. Wir gehen ans Fenster heran uitb sehen dem Kirchendiener zu, wie er Den graften W:ih- nachtSbaum auf dem Altar anzündet und es immer Heller und wund rjarer wiro. ,Voritzes Jahr war der Baum gröfter", meint mein Sreur£> Heinrich: sein Vater ist Holzhauer und hat schon jedes Jahr den Baum besorgt. Wir Buben bezweifeln das aber gar nicht; denn uns liegt wenig Daran, ob er gröfter ober klei.aer ift Wir haben ihn wieder einmal, und das ist uns krieHaupt- sache. Da schlägt es siebenmal vom Kirchturm, die Türen werden geöffnet unb die Glocken beginnen zu läuten. Laut und stark, aber doch so feierlich (lingen sie über das stille Dorf. Unsere Herzen pochen freudig und wir treten ein in den lichterfüllten Raum. Und mm Das Staunen und Wundern! Die Aufregung läftt uns nicht schweigen. Dir wenden keinen Blick von dem strahlenden Daum, zählen dir Kerzen unb bedauern jede, die etwas schief steht unb tropft. Und immer mehr Leute kommen herein. Das Gotteshaus füllt sich Man drückt sich zusammen, um ben zuletzt Angekommenen noch Platz zu schaffen. Gar mancher ist heute abend hier. Den man fönst nie hier sieht. Dir Lichlerkirche zieht alle in ihren füften Bann. Zwar ist es kalt, bitterkalt: man sieht den Atem der Menschen gleich einer weiften Wolke aus der Rase kommen. Ader, was tuts! Man erträgt es gern. Ein ver- wi.rendes Gesumme ter vielen S.i nmen, hier und Da, besonders bei den jungen Mädchen, Höri man ein leises Kichern und Lachen! Da wird es auf einmal still: der Pfarrer tritt ein unb Die Orgel erhebt ihre Stimme. Sie braust gewaltig uTio ein AnDachtsschauer rieselt mir über Den Rücken. Der Mann, der dort oben solche Musik machen kann, scheint mir beneidenswert unb Die wichtigste Persönlichkeit heute abend zu sein. Und Die Orgeltöne rauschen und wogen, erfüllen Die menschengefüllte Halle und jubilieren i>nen zu: .Christus ist geboren!" Dann setzt sie plötzlich ab, geht über in ein enzelgleiches leises Singer. Dir aber stellen uns zurecht, husten noch einmal und dann erklingt es aus 33 Kiniterkehlen: „ßrilfe Rächt, heilige Rächt". Rir sangen wir es inniger, nie mit mehr Andacht als in der Lichterkirche. Die schade, daft es nur Drei Giro- phen sind! Die Predigt kann uns nicht kurz genug fein. Dir hören nicht allzu aufmerksam hin. Untere Blicke hängen immer noch gebannt an dem strahlenden Krrzenbaum una Den E.rgel- figuren, die ihn schmücken. Auch bi: Erwachsenen wollen heute weniger hören als selber handeln, unb wenn dann Lie ganze G. meinte an hebt: .Lobt Gott, ihr Christen, allzuzleich". dann kann sich Die Orgel kaum Gehör verschaffen, so mächrig klingt der Choral in Die winterkalt: Ki-che hinein. Unb zum Schluft singen wir Kinder noch eia Lieb: .Ihr Äinbelein, kommet, o kommet doch all". Wahrend uns aber die bekannten Dorre über die Lippen fliehen, wird Die Sehnsucht nach Dem Christbaum zu Hause immer mächtiger unb lebendiger. Der grafte Lichtephaum ist fast abgebrannt
und unter den schmetternden Klängen der Orgel: | .Freue dich o Christenheit" verlassen wir Die | Kirche unb eilen in frliger Erwartung und Hoff- nung heim ...
O du selige, o du fröhliche gnabenbringente Weihnachtszeit'
Bornotizen.
— Tageskalender für SamStag (1. Feiertag). S:adttheater: 7 ilftt .Juarez unb Maximilian" (Ende gegen 10 Uftr). - Gesangverein Harmonie-Gemütlicheit: 8 älhr Pui- vermühle, Zusammenkunft. — Weihnachtsfeier n: Der Stahlhelm. Band Der Frontsoldaten: 8 Ubr. Kath BereinsyauS. — Männer- Turnverern Gieften: 5-, älhr, Turnhalle ßxin- ftrafte. — Lichtspielhaus. Bahnhofilvafte: .Die Tat ohne Zeuget". — Ast>ria-Lichttp:ele: .Hinter den Kulissen deS Zirdus". — Palast-Lichtspiele: .Die Tat rchn: Zeugen".
— Tageskalender für Sonntag (2. Feiertao). Stadttheater, 3j Uhr. Marchenspiel „Frau ftzolle" (Ende 5} Uhr). — Abends 7 Uhr: „Leonie" (Ende gegen Uhr). — Westdeutscher Spieloerdand: |3 Uhr, Waldsportplatz des D. f. B. Fustballgefellschastsspiel: Cpieloereiniguna 1900 Liya—V.'. B. Liga. — Weihnachtsfeiern: Elsast-Lothrin^cr: 4j Uhr nachm. kleiner Saat des Kathol. Leyeinrhauses. — Württemberger-Berein: 3 Uhr nachm. Restaurrnt Laichinger (Wilhelmftr). — schügenoerein: 7j Uhr Echützenhaus. — Sän- «rkranz: 8 Uhr Gasthaus „Hindenburg". Gesangverein Heiterkeit: 4 Uhr nachm. Liebigshöhe. — lurv'rein von 1846 7 Uhr Turnhille. — Giefte- ner Radfahrerverein 1885: 8 Uhr , Hessischer Hoi". — Radclub Germania: 4 Uhr nachm. und 8 Uhr abends: „Bäuerischer Hof". — Lichtspielhaus Bohn- hosstrafte: „Ballettmädess". — Astorja-LIchtspicle: .hinter den Kulissen des Zirkus". — Palast-Lichtspiele: „Die Tat ohne Zeugen".
— Aus dem ötaüttfteaterbuTcau wird und geschrieben: Aus die erste Wieder- holung von Franz WerselS Dramarischer Historie „Juarez und M a x i m i l i a n" am ersten Feiertag sei ganz besonders hingeviesen. D e Erstausführung hatte bekannt'rich einen außerordentlich tiefen Eindruck erzielt. Am zweiten Weihnachtsfeirrtag wird abenbd DaS neue Lustsviel „Leoni e" von Leo Lenz zum Dritten Male gegeben. Der erfolgreiche Verfasser von „Heimliche Drautsahrt" und „Bettinas Verlobung" hat mit „Leonie" einen neuen, wohl seinen grössten Lustspielschlager geschalfen. Am 28. und 31. Dezember sinden Operettenaufiührun- gen („Der liebe Augustin" und „Boc- c a e c i o") statt. Die Durch Gäste wie Elisabeth Friedrich und Agnes Wcrninghaus vom Frankfurter Opernhaus. AloiS Rrsni u. a. m. besondere Folie erhalten. Am Mittwoch, 29. Dez., geht Die Erstaufführung eines neuen Schwankes „D i e fünf K a r n i k e l" in Szene. Der Verfasser Der lustigen und Dabei harmlosen Reu- heit, Ju'ius Pohl, ist hier durch feinen Schwank „Chestreik" schon bestens bekannt. — Das mit so großem Jubel auigerommene Wc.hnachtsmärck)en „Frau Holle" ist zunächst noch für Den 26. Dezember (zweiten Weihnachtsfeiertag) und für Donnerstag. Den 33. Dezember, jeweils nachmittags 3’/s älhr angefetzt.
T' .'Itcrvoraussage.
Schwach wollig mit Aufk'crien, Temperaturen wenig verändert, Rachtsrost, trocken.
llnfer Gebiet kommt unter Dem Cinfluft hohen Luftdruckes zu liegen, so Daft mit vorviegenD trockenem Weiiinachtswetter zu rechnen ist, wobei allen Sport Zf reu iden reichlich Oelegen[e't geboten irirD zum Wintersport im BogelLberg, Oden.nalD und 0aue:IanD Gebrauch au machen.
Gestrige Tacestemperaturen: Maximum: minus 3,8 Grad Cel iuä; M nimum: minus 2.6 Grab Eeis us. Heutige Morgentemperatur: minus 5,9 Grab ©elf uß.
Vefterlage ans Dem hohrrodskops am 24. De- zrmber morgens 8 Utzr
Windrichtung: Rrr^-Ost. Wini'stärke: stark. Lufttemperatur: minus 12 Grad Celsius. Höchsttemperatur in den letzten 21 Stunden: minus 12 Gab Celsius. Gesamtschnoehöhe: 40 bis 43 cm. Beschafsenheit d.r Schneedecke: Pulverförmig. Sportmöglichikeit: Vorzüglich.
Odenwald (Tleunkirchen):
Gefamtsch-.e höhe: 2) Ze l.meter. Temperatur: minus 2 Grad Celsius. Beschaffenheit der Schnredecke: Pulversörn.i^. Sporimöz'.ichk.ut: Sehr gut.
Odenwald (Tromm):
Schneehöhe: 27 Zentimeter. Beschaffenheit Der Schneedecke: Pulverförmig. Sportmöglltykelt: Sehr gut.
Sauerlanb (IDinterberg):
Schneehöhe: 53 b:5 63 Zentimeter. Tempera- tur: minus 10 G:ad Celsius. Sportmöglichkeit: vorzüglich. — Willingen: Schneehöhe: 33 bis 40 Zentimeter. Temperatur: minus 1 Grab Celsius. Sportmöglichkeit: vorzüglich.
•
** Benutzt Wohlfahrtsmarken! Kauft sie beim Wohlfahrtsamt! Zur bevorstehenden 2:rsenDung von Rruiahrspost sei Die Benutzung von Wohlfahrtsmcir.rn auch an Dieser Stelle nochmals empfohlen. Es ist zu wünschen, das recht viele Marken beim Wohl- lah t amt G eftrn selauft werden möchien, damit Das Gieftener Hilfswerk nach Kräften gefördert wird.
•* Bezahlt Die HanDwerksmeister! Die Handwerkskammer-Reben st eile für Die Krei> Gieftrn, A.s elD und Lauterbnch, Sitz Gieften, teilt uns folgendes mit: Die . ah- reichen Klagen aus Den Hanbarerkerkreisen ü<.e.- Die Zunahme des Borgunwefens veranlas en uns, an Das Publikum Das dringende Ersuchen zu richten, ausstehende Forderungen der Handwerker möglichst umgehend zu begleichen. Damit Die Hand'^erker auch in Die Lage versetzt werDen, Den Anforderungen ihrer Lieferanten, die am Jahresende abrechnen, gerecht zu werden. Wir verkennen nicht, Daft das Borgun refen zumgro- ft en Teil Durch hie allgemeine schlechte Wirt- scha'tslage verursacht wird, Doch i.'t uns auch bekam, t, Daft sich unter der säumigen KunDschaft auch eine grafte Zahl pon Personen befindet. Die Durchaus in der Lage finD, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
— Zur SilvestervvrsteUung km Stadttheater wird uns vom Intendanten H. Steingoetter g.fchrieben: Die im .Eingesandt" in der Mittwochnummer bc4 .Gieftener Anzeigers" gewünschte Vorverlegung der für Freirag. Dem 31. Dezrmber an-rsetztsn Ope- retten-Avonnem.ntS-Dorstellung au- DonnerS.ag. 30. Dezember, ist leider nicht zu ermözlichrn. Cs fteDen da Rücklicht«! auf die Abmachung mit den Frenttsurier Operettengäste i eltgegen, sowie der Mmftanb, daft von auswärts berci S zahlrriche Destellungen gerade für Die angekünrigte Vorstellung am Silvesterabend vorliegen. Da aber eben mit Rücksicht auf etwaige Silvesterfeiern. der Dorstellungsbeginn am 31. Dezem.er so frühzeitig angefetzt worden ist, daft mit einem Vorst eil ungsende um 9> • ilftr zu rechnen ist, und Da im übrigen auch Gutscheine entnommen werden können, ist wohl niemand verhinderi. Den 2lo- schied vom alten Jahr in ihm genehmer Weife zu feiern.
” Oderhesfischer Kun st verein. Die Weihnachts-Ausstellung Slünftlerbilfe 1926 ist nur noch Sonntag, 26. Dezember, norm. 11—1 Uhr unb zum letzten M.lle Mittwoch. Den 29. Dczembrr, norm. 11—1 Uhr unb nachm. 3—5 Uhr geöffnet
” Zur Aufwertung von Sparguthaben bei der Bezirks par.asse Gieften werden im heutigen A Ge genteil g naae Bestimmungen über den AuszahlungsmoduS und Die Anmeldung veröfientlicht. auf die auch an dieser Stelle nochmals Hingewi es en fei
“ Zur Bildung De« Oberbcöer* tungSauSschusseS im Be'irk deS LandcS- finanzaintes Sanr.ftaDt erläftt der Präsident leS Landesfinan^amtes Im heut g:n Antzc aentril eine längere Verordnung. Die her Ausmerksamkeit DeS Publikums empfohlen sei.
** Die lange Nacht In Den Spinn- ft u b e n. Nach alter Sitte feierten in ben Nächten vom 22. zum 23., in einzelnen Orten auch vom 23. jum 24. Dezember unsere länblidjen Spinnstuben bie lange Nacht. Bei Kaffee unb Kuchen, bte von ben Mäbchen gestellt werben, unb unter Gesang unb Spiel würbe vis tum frühen Morgen ausgehalten. 3m hohen Vogelsberg spielt heute noch die „jjanb- orgel* (Ziehharmonika) in her Nacht zum Tanz auf. Aber auch in ben Ortschaften bi» vor ben Toren Gietzens hat sich bie Jahrhunberte alte Sitte bi» auf ben heutigen Tag erhalten.
** Gin Balke nbranb entstand in Der letzten Nacht im Haufe Neuen Baue 15. Zwei Feuerwehrleute waren von 12.15 Uhr bi» 1.15 Uhr mit Der Löschung bes Feuers in einer Zimmerwand beschäftigt. Der Branb ist burch eine unoorschrifts- mastige Feuerungsanlage verurfacht. Der entstandene Schaden ist nicht erheblich.
•• Weitere Baumdeschneibungen. 3n ber Neuen Bäue, gegenüber Dem Stabf.heater, ist das Bauamt jetzt wieder damit beschäftigt, einen Baumriefen zurückzuschneiben. Die Arbeiten sind an dieser Stelle mit besonderer Schwierigkeit verbunden, da fortwährend auf die Fahrleitung der Sira- stenbahn Rücksicht genommen werden muß. So muß mit einer Magirusausziehleiter, die vom Stahlbau- amt besonders zu diesem Zweck angefchasft worden ist, jeder Teil eines Astes mühsam abgesagt und heruntergclassen werden.
•’ Gvangelis che r Kirchengesang- verein. Zu unserem Drricht über d'.e Weihnachtsfeier des Evangelischen Kirchetigesangver- ein» wird unS mitgeteilt, daft an Strile des erkrankten Stadtorganisten Simon Herr Stud. Rrin- hari R i ch t e r die Orgelptriir ü e.mommcn hatte.
*• Die Frage des Zugabewefens vor dem Reichsgericht. Das Reichsgericht hatte sich mit ber Frage zu beschäftigen, ob bie fogenanhte „Wertreklame" burch Zugabe gegen § 4 bes Gesetzes gegen ben unlauteren Wettbewerb oerstost-e. Eine Firma in Bochum hatte Zwischenhändlern Malz- kassee der gleichen Qualität in zwei verschiedenen Packungen zu verschiedenen Preisen angeboien. Die teuere Packung erhielt einen Gutschein auf Liefe rung von Gebrauchsgegenständen bei Einreichung einer bestimmten Zahl von Gutscheinen. Der Bochumer Grosthanbelsoerbanb hatte deshalb gegen bie Firma Klage wegen unlrfuteren Wettbewerbs erhoben. Das Schöffengericht in Bochum sprach ben Beklagten frei. Gegen bos freifprechende Urteil h^tte bie Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Zn ber Reichsgerichtsoerhandluna beantragte der Reichs- an walt, der Revision fiatt^ugeben. Nach längerer Beratung verwies ber Senat bie Sache zur noch, maligen Berh.mblung an die Borinstonz zurück, um zu klären, ob unter Einrechnung ber Zugabe ber geforderte Preis angemessen gewesen ist.
Spiclplan der frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 26. Dez, nachm. 3 bis b'/,: Petcrch ns Moud.ahri. Z bis nach 10: Manon. Montag. 27.. 3 bis 5«/t: Po>rch:ns Mondfahrt. 7 biS 9: Hanfel und Gretri. Di-nSraa. 28., 3 bis 5'/, Pelerch.ns Mondfahrt. 6'/, bis 10'/,: Lohengrin. Mittwoch, 29.. 3 bis 5l/,: Peterch.ms Mondfahrt. ?‘/t bis 10'/.: Fidelio. Doniwrstag. 30., 3 bis 5'/,: Drierchens Mond- iaftrt. 7 bis 10 ilftr: Die Lästerfchule. Fra.taa, 31., 3 bis 5* 2: PeterchenS Mondfahrt. 7 bis nach 10: Der Opernball. Samstag, 1. Zai.. 3 bis 5*/t: Pferchens Mondfahrt. 6'/$ bis nach 10: Tannhäuser. Sannlag, 2.. 3 bis 5«/,: Pel rchrnS Mondfahrt. 6'/. bis 10'/,: Der Rose tjba!i:r. - Schauspielhaus. Sonntag. 25. Drz 4 bis 6' Pink.pUT-k. 8 bis9 j: Wo hnachtse nkäufo. Hi-rauf: Ollapotrida. Montag. 27.. 4 biS 6: Pi ikepunk. 8 bis gegen 10: Der Sturm. Di:>stia, 23, 8 b 6 gegen 10: Der Sturm. Mtttwoch. 29.. 4 bis 6: Pinkepunk. 7'.-, biS nach 10: Kabale und Liebe. Donnerstag. 30., 8 bis geg.m 10: Der Sturm, Zrellag. 31., 7 bis 9'/,: Hamlel in Krähwinkel. S-mstag, 1. Jan., 7»/» biS 10: Pri» Fredrich von Homburg. Sonntag, 2., 7'/, bis 10: Hamlet in Krähwinkel.
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billiges Baugeld zu nur 8°/o Zins »urben von Sk l Bausparkasse der (bemrinschatl der freunde Vultturotl Sirftrntol in knapp Aahrrn an 8Ö0 Bau. [porer -um Bau von digrnbnmtn und gemeinnützige» rauttn Dfraeben Wer nach einem s^genheim strebt, ver. lange alle Unlerlagen Soforhae Tarlehen werden nicht gegeben. P'esbe-ügllchr dlnsragen -we-tto« Die Semem« ichati der freunde is, die erste.alleite.größte.erfolareichste. leiüungsfabiflllt und stchrrfie Baulparkane Dcutschlandt.
ausdrücklich GießenerBrauhaus-Biere i


