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btt Herstellung weiterer Marktlauben im Rücken btt Schlohgasse und nach Ueberdachung des Durchgangs eine im übrigen recht notwendig gewordene Markthalle zu schaffen. Das Dor- Haben konnte, nicht zuletzt wegen dringenderer Aus­gaben, nicht durchgeführt werden, und es wird wohl auch unausgeführt bleiben, da dec Platz für eine Markthalle angesichts der Entwicklung der Stadt für die Dauer doch nicht genügt hätte. Eine bessere Ausgestaltung unserer Wochenmarkt- anlagen wird Aufgabe einer nicht allzu fernen Zukunft bleiben. r , _

lind nun zu einer anderen, mehr als Ver­schönerung denn als Verkehr-Verbesserung an^u- sprechenden Ausgestaltung des Strahenbilbcs in der Reuen DSue. Die wegen Baufälligkeit notwendig gewordene Aiederlegung der sogenann­ten Krache bürg hat wiederholt den .Gisst. An§" beschäftigt, nicht wegen der Riederlegung, sondern wegen deS mit einer Bretterwand umgebenen Platzes. Die Lokaldichterin Fraa Hannewackel hat s. Zt. den Zustand in Versen also besungen:

.Ru guck dir aa die Bretterwand, Do, wo die Kracheborg mal stand. Brauchst kaa Fernglas mitzenemme, Kau Zwicker uff die RoaS zs klemme. Kannst beide Aage doch entzicke, Menn du aans tust uffs Astloch drücke. Woa« mer do all för Dlomme sieht Un woas do all dehinner blieht.

Lieber Herr Professer Hansen, Sag. wie heiße all die Planzen, Die uff der Kracheborg Ruine So schee sprosse, blieh und griene."

Die Bretterwand, eine willkommene Stelle für Zirkus- und Zigarettenplakate, ist nun verschwunden und hat einer Einfrie­digung Platz gemacht, die sich sehen lassen kann. Aus Detonsockel steht ein weih gestrichenes Lottenspalier in Höhe der künftigen Bauflucht­linie. Hoffentlich sorgt nun der Besitzer des Grundstücks für eine die .Aage" des Publikums befriedigende gärtnerische Ausgestaltung.

Gietzener Wochenmarktpreisc.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt do- Pfund: Butter 180 bis 190 Pfennig, Matte 30 bi- 35. Käse (10 Stück) 60 bis 30. Wirsing 15 bi- 25, Weißkraut 15 bis 25. Rotkraut 35 Selbe Rüben 15 bi» 25, rote Rüben 15, Spinat 5 bi- 30, Römischkohl 10 bis 15, Dohnen (grüne) 20 bi- 30, (gelbe) 30. Erbsen 15 bis 20, Misch- gemüse 10, Tomaten 20 bis 100, Zwiebeln 15 bis 20. Pilze 25 bis 30, Kartoffeln 5 bis 6, Früh­äpfel 15 bi« 20, Folläpfel 10, Dirnen 20 bis 30 Kirschen (Sauer) 40, Heidelbeeren 40 bis 45, Stachelbeeren 20 bis 25, Johannisbeeren 30, Erdbeeren (Wald) 100, Mirabellen 60, Honig 40 junge Hahnen 100, Suppenhühner 100 bis 120, Tauben 80 bis 90; das Stück: Eier 12 bis 13, Dlumenkohl 30 bis 80, Salat 5 bis 10, Salat- gurken 20 bi« 50. Einmachgurken 4 bis 5, Ober- Kohlrabi 5 bis 15, Rettich 10 bis 20 Pfennig.

Borrrotizerr.

Tageskalender für Samstag. 21. Vg. 1867/1917: 8.30 Uhr, Schützenhaus, Sommer- fest. Gabelsberger Stenographen-Derein v. 1861 und Damen-Derein: 8 UhrKarlsruhe" Ehrenabend

für die Wettschrewer. Lichtspielhaus, Bahnhof strahe:Die Frau für 24 Stunden". Aftoria- Lichtspiele:Hochstapler der Liebe".

Tageskalender f ü r Sonntag. Stadttheater: Gastspiel des Künstler-Marionetten - Theaters Puhonny, 3iUhr nachmittag- Kinder­vorstellung Der Froschprinz"; 8 Uhr abends Houptvorstellung .Die Rache des Hakim" und .Egon und Emilia". Spiel-Vereinigung 1900 E. V.: 91 o Uhr vormittags und 3 Uhr nachmit­tags Sportplatz an der .Liebigshöhe" Rationale Wettkämpfe in Leichtathletik. Gießener Schwimm-Verein: 4 Uhr nachm'ttagS. Müllersche Dadeonstalt: Städtekampf im Schwimmen Kassel gegen Gießen. Wiener Hoch- und Deutsch­meister-Kapelle: 3i Uhr nachmittags und 8 Uhr abends, Volk-Halle, Konzerte. Lichtspieltheater, wie Samstvg.

Au- dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben. Zu dem Gastspiel des Daden-Badener Marionettentheaters in einer Rachmittags- und einer Abendvorstellung am morgigen Sonntag im Stadttheater sei mitgeteilt, dah. wenn auch die Rachmittagsvorstellung in erster Linie für Kinder gedacht ist, sie doch so viel Sehenswertes und Amüsantes bieten wird, dah auch Erwachsene sehr gut auf ihre Kosten kommen werden.

*** Straßensperre. Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten hat das Polizeiamt die Frankfurter Straste zwischen der Friedrich- und der Klinikstrahe bis auf weitere« für jeglichen Fähr­verkehr gesperrt.

s. Ein angenehmer Spazierweg im Stadtwald. Anscheinend ist es vielen Einwohnern immer noch nicht bekannt, dah der bei jeder Witterung gangbare Wald­weg, der am Flugplatz vorüber gradlinig duxch den Stolzenmorgen führt, den Ausflügler in 25 bis 30 Minuten nach Trohe bringt. Der Stolzenmorgen mit seiner dichten Pflanzenbesied- lung und seinem Reichtum an sonst nicht sehr häufigen Pflanzen verdiente es, mehr beachtet zu werden.

WER. Gegen das Abspringen von fahrenden Zügen. Die Unsitte, dah Rei­sende beim Einfahren von Zügen in die Bahn- Höfe bereits die Türen der Abteile öffnen und sogar, bevor der Zug zum Halten gekommen abfpringen, nimmt in der letzten Zeit sehr zu. Ganz besonders kann dies bei Zügen, die vor­wiegend dem Derufsverkehr dienen, beobachtet Werdern Abgesehen davon, dah sich solche ..eilige" Reisende großen Schaden an Leben und Gesund­heit aussehen, gefährden sie durch ihre Hand­lungen and) die auf den Dahnsteigen stehendem Personen. Die Eisenbahn leistet für solche selbst­verschuldeten Unfälle keinerlei Schadenersatz. Um dem Unfuge des vorzeitigen Türöffnens und Ab­springen- entgegenzuwirken, werden jetzt von der Reichsbahn bei den hauptsächlich in Frage kom­menden Zügen Streifdienstc eingerichtet, die die Aufgabe haben, Personen, die durch ihre un­bedachten Handlungen sich und andere in Gefahr bringen, festzustellen unb der Bestrafung zu­zuführen.

* Warnung vor einer Schwind­lerin. Der Polizeibericht teilt mit: Vorgestern trat in Gießen eine Schwindlerin auf, die in

einem hieligen xausyaus erschien, sich al-die Ehe­frau eines hiesigen Zahnarztes vorstellte und allerlei Wäschestücke (Bettbezüge u. dergl.). aus Kredit kaufte unter dem Dorgeben, die Sachen am nächsten Sage nach ihrer Wohnung gegen Quittung zu schicken. Die gekauften Gegenstände wurden z. T. der angeblichen Frau Zahnarzt Ömitgegeben. Kurz darauf wurden deren

den durch eine Verkäuferin nachgeprüft, wo­bei sich heraus stellte, daß der angegebene Zahn­arzt mit seiner Familie verreist ist. Die Ver­käuferin begab sich daraufhin auf die Suche nach der Betrügerin und hat sie auch im SelterSweg zufällig noch getroffen, wo sie die gekaufte Ware wieder hergeben muhte. Dieselbe Person hat noch in einem anderen Geschäft Waren im Werte von 34 Rm. auf Kredit gekauft, unter dem gleichen Dorgeben wie im ersten Fall, aber auch hier wurde der Schwindet noch rechtzeitig von dem Lieferanten erkannt, so daß er seine Ware sichern konnte. Leider denken die Geschädigten nicht gleich daran, die Polizei sofort zu ver­ständigen, bamit die Festnahme solcher Personen gelingt. Als Täterin kommt eine junge Frau von mittlerer Figur in Frage. Sie hat blondes Haar, an der rechten Hand einen Trauring: sie trägt einen modsfarbigen Mantel und hat an­scheinend die Gewohnheit, den Hut in der Hand zu tragen.

* Einbrüche. Der Polizeibericht meldet: In den letzten Tagen wurden hier mehrere Gar­tenhäuschen und älnterkunftsräume erbrochen und daraus Kleidungsstücke, Lebensmittel und dgl. gestohlen. Der Dieb treibt sich vorwiegend im Reustädter Feld und in den Gärten an der Lahn umher. Personen, die über den Spitzbuben Wahr­nehmungen gemacht haben, werden ersucht dazu beizutragen, dah dessen Festnahme gelingt, damit ihm das Handwerk gelegt wird. In solchen Fällen kann nur eine sofortige (telephonische) Mittei­lung an die Polizei zum Erfolg führen.

** Fahnenweihe des Schwimm- v er eins. Der Gießener Schwimmverein begeht morgen vormittag 10l/8 älhr in der Müllerschen Badeanstalt seine Fahnenweihe. Die Wettkämpfe beginnen nachmittags 4 älhr. Räheres in der heutigen Anzeige.

** Das Fest der goldenen Hochzeit begehen morgen die Eheleute Karl Henzerling, Neustadt 46, Hierselbst.

WSR. Reue Kraftpostlinien im Hinterland. Am 29. Juli werden auf den Strecken Wehlar-Rodheim und Stäben- bach-Rodheim Kraftposten eingerichtet. Die Kraftposten berühren die Orte Wetzlar, Wetzlar- Riedergirmes. Raunheim, Waldgirmes, Hof Haina, Bieber, Rodheim (Bieber), Fellings­hausen, Frantenbach, Weidenbausen, Erdhaufen, Gladenbach. Der Fahrpreis beträgt 10 Pfennig für eine Person und einen Kilometer,

* Das Abonnementskonzert unse­rer Reichswehrkapelle unter Leitung von Obermufifmeiftei Löber, das am Donnerstag auf derLiebigshöhe" stattfand, erfreute sich wieder einer hohen Besucherzahl. Infolge des kühlen Wetters muhte das Konzert im Saale abgehalten werden, es wurde daher als Streich­musik durchgeführt. Das abgeänderte Programm brachte in abwechselungsreicher Folge Märsche, Ouvertüren, Große Fantasien und Charakter­

stücke, die sämtlich in trefflicher Weise zu Ged. gebracht wurden. Die Darbietungen fanden all­gemein guten Anklang und wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen.

Preußen.

Kreis Westerburg.

CO Westerburg, 23. Juli. Der Dberpri mancr Bernhard Kaesberger rettete den Schlosser Karl Kaiser von hier vom Tode des Ertrinkens. Kaiser nahm in der ehemaligen Tongrube des Kaufmanns Jacobi, die gegenwärtig von Grund- und Regenwasser ungefüllt ist, ein Bad. geriet dabei an eine tiefe Stelle und ging unter. Kaesberger gelang es mit Mühe, den Ver­sunkenen zu umklammern und an Land zu bringen, wo Wiederbelebungsversuche von E r folg gefrönt waren. Man sieht Heuer die Leute wieder mit Kännchen und Eimerchen hinauswandern zur H i m b e c r c r n t e. Während sich im vorigen Jahre diese 21 rbeit wegen der gut entwickelten und sehr zuckerreichen Früchte lohnte, sind in diesem Jahre die Himbeeren sehr klein und wässerig. Das Sammeln ist infolgedessen sehr mühsam.

Mrcis Marburg.

WSN. Marburg, 23. Juli. In böser 2lhnung riß sich gestern früh am Schlachthof eine Kuh los, stürmte geradewegs in die Lahn und schwamm talwärts. 2In der Weidenhausener Brücke gelang es sechs Metzgern, die 2lusreiherin mit vieler Mühe an Land zu bringen.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M, 23. Juli. Etwa 100 Reuyorker Bäckermeister sind hier eingetroffen. Sie wurden am Bahnhof von dem Dorsiyenden des Verbandes der Bäcker Mittel­deutschlands begrüßt. Die Begrüßungsfeier fand gestern in der LogeCarl" statt. Am Donnerstag wurden die Sehenswürdigkeiten der Stadt und am Abend die der Aepfelweinlokale Sachsenhausens besucht. Der Regierungspräsident von Wies­baden bat für die Ermittlung und Ergreifung des Täters des Mordversuchs an dem Schriftsteller Hafselmaher 300 Mark Beloh­nung ausgesetzt. In der vergangenen Rächt tarn es in der Iordanstrahe zwischen mehreren Studenten zu einer großen Schlägerei, wobei der Student Robert Opitz schwer ver­letzt wurde. Er wurde durch andere Studenten ins Krankenhaus verbracht.

Spiclplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Don Sonntag, 25. Juli bis Samstag, 31. Juli: Adrienne. Ans. 8 älhr. Sonntag, 1. August, geschlossen.Schauspiel­haus. Sonntag, 25. Juli: Week-end. Ans. 8 Ufjr. Montag, 26. und Dienstag, 27. Juli: Hebbels Ribelungen 1. Teil. Ans. 7x/i Ubr. Don Mitt­woch, 28.. bis Samstag, 31. Juli, geschlossen. Sonntag. 1. August: Adrienne. Auf. 8 älhr.

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2lngedote pro Zentner Lebendgewicht können bis zum Mittwoch, dem 28. Juli, nachmittags 3 Uhr, auf der Bürgermei­sterei daselbst abgegeben werden. Dort sind auch die näheren Bedingungen zu er­fahren.

2l l t e n - B u s e ck , den 22. Juli 1926.

Hess. Bürgermeisterei 2llten-Buseck.

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Wagner

stellv. Hessischer Gerichtsvollzieher, Gießen, Plockstraße 4. giUv

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Rein- hardshain für 1926 Rj. liegt von Diens­tag, den 21. d. 2TI., bis einschließlich Illon- tag, den 2. k. 211., auf unserem Amts­zimmer zur Einsichtnahme offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. 6098V

Reinhardshain, 23.Juli 1926.

Hessische Bürgermeisterei Reinhardshain.

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Zagdverpachtung.

Samstag, den 7. August, nachmittags 3 Uhr, kommt auf dem Rathaus zu Clee­berg die Jagdnutzung tm Bezirk 1 der Gemeinde Cleeberg bis 31. März 1934 zur öffentlichen Verpachtung. Bedingun­gen werden im Termin bekanntgegeben. Die Größe beträgt 327,34 Hektar Wal­dungen und 320,66 Hektar Feld und Wiesen, zusammen 648 Hektar. Bemerkt wird, daß die Jagd einen sehr guten Wildbestand hat, welcher schon jahrelang geschont worden ist. Die Grenzen sind von den Eisenbahnstationen Butzbach 5 Kilometer und Brandoberndors 3 Kilo­meter entfernt. 6095V

Cleeberg, den 21. Juli 1926.

Der Jagdvorsteher.

Höhn, Bürgermeister.

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