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Einziehung alter Rentenmark­

cheine. Durch Bekanntmachung vom 20. Dezem­ber ruft die Deutsche Rcntenbank die Rentenbank'

diese

Geiger von Florenz".

Astoria-Lichtspiele:

Lehrling. Die Versichcrungs- halbes Jahr vor Beendigung

Zeit seiner Riederkunft entgegensieht, aus Weise aus der Welt zu schassen.

Das Schloh der Piccolomini.

Vorwinter. Aus den hohen Lehnen und Kämmen des Glotzer Gebirges schon die erste leichte Scknee- deche, in den Tälern aber tu lein ber Regen und Maisch. Kurz vor der i chechoilowokilchen Drenke hält der >ubotoarr 3uq auf einer kleinen um Diele Jahreszeit stillen SisenbahnNoiion. Lis zur Grenze iftS nur noch ein Ctcinmurf; ober eS war bisher nicht möglich, eine Schienenoerbindung zu der lall handgreiflich nahen 1 ch. postvwo ilchen Sioalsbahn herzustell-n ES ist heute «den leichter, die 21. en zu durchtunn.ln, als eine neue Bahnverbindung zwischen zwei Staaten zuwege zu dringen, die zu zwei verschiedenen Logein gehören.

So gehl es denn auf SchusterS Rapren weiter bis Rachvd. Zu Seilen der Landstraße die ischechilcke Bahn und hinter ihr die huriig daherkoulchends Mellna. Zn Rachvd dasselbe niuirische Wetter, oder man weih nichi rechi. waS mürrischer ist: da»Weiter ober die Vevö.lerung wenn Ne ein deuischrs Gesicht sieht. ToS nicht belondcrS rege Leben in den tonst lo lauten Straßen weist wie stets die von den Tlchechcn dcvorzuolen bunten Förden auf. Rachvd ist und war schon immer stocktlchechisch. Do« deuilche Element verschwindet zisternmästig in ört über- wälügenden slawischen Mein heil. Von Rebelschleiern fast verhüllt schaut do« Schloh verschlafen auf die Stadt herab. 3d) steige die 333 Stasen tmanche zählen nur 331 > zum Schloh hinauf. Eine lateinische Anschrift über den, Portal erzählt wichtig, dost dies Kastell den '45 ic colomin i gehörte, einem Geschlecht. baS in Rom schon zur Eäfaren-Zsil sah und von den Etruskern stammt.

Die Piccolomini! Mit ihren Ramen Neigen zwei andere aus den Tiefen der Vergangenheit: Wallen- stein und S chil ler. So stolz war n die Piccolomini aus ihre altrömische tzecluntt und lo treulos dabei war Octavio, der ausgezeichnete Feldherr, besten Rome noch heute leuchtcn würde, hätte er den Mann, dem er sich als Freund gab und der ihm blind ver­traute. den Herzog von Friedland, nicht o schmach­voll oerr iten- Aber waS Hal''S. dast Ferbinand II. ihm noch Wallensteins Ermordung d>e Herrswo't Rachvd schenkte, die b s dahin Wallensteins 23er- irauten und Verwandten, den Grafen Terzth. gestört hatte? Was er so heiß begehrte und später, als er die Für'tenttone besah, durch eine Altersheirat noch erzwingen wollte, dies blieb ihm versagt: ein leiblicher Erde.

Sv übernahm später seines äHeren Bruders zweiter Sohn die Herrschaft Rachvd Richt einmal das ward ihm vom Schicksal gewährt, dah lein ältester Reffe, Joseph Silvio 2Haj Piccolomini (der in Schillers ^Wallenstein" Octavios Sohn ist) das Erbe übernahm. Dieser Piccolomini, her ein untadeliger Held ohne Arg und niemals mit Wallensteins Tochter verlobt oder gar verheiratet war, fiel 1645 bei Iankau in Mähren. Sein Leib ruht in der Sladtplarrlirche von Rachvd. Octavio starb 1656 in Wien, wo er in der Kirche zu Roffau ruht.

Wie Walle^eins Stern, so ging auch der der Piccolomjni unter- Viel später zwar, ober sur immer. 1757 starb die böhmische Linie aus. 1783 der letzte der italienischen Zweige dieses alten Geschlechtes. 3n den Prunkiälen des Rachoder Schlosi.'s ai-ec schauen diePiccolorn m.deren Geschlecht Petci Stuhl in Rom zweimal besetzt hat die Päpste PiuSll. und PtuS lll. waren Piccolomini bumm, mit rätsel­vollen Augen in die lal'c Pracht.

Glutvolle deutsche Geschichte spricht aus den vielen Gemälden deS Schlostes. Viel Herzeleid viel Glanz: Völkeiscsticklale. auf die Leinwand gebannt. Und ich aime auf, als ich schließlich wieder örauhen bin. im Sprühregen, und sich ringsumher in der Tiefe die dunklen böhmischen Wälder dehnen, stun.m und weit.

Briefkasten der Redaktion.

lRechtSgulachten sind ohne Verbindlichkeit der Schrtstlcilung )

Brandstiftung.

K Schlitz, 22. Dez. Der in der Rächt zum 12. Dezember In der Hofreite des Landwirts Dernges in Pfordt auSgebrochene Brand hat seins Aufklärung gefunden. Ein in Harters­hausen bediensteter Knecht, der z u e rst auf der Brandstätte anweseird war. hat sich bei seiner gerichtlichen Vernehmung derart in Widersprüche verwickelt, dast er wegen 23erdachts der Brandstiftung verhaftet werden konnte. Bei seiner zweiten Vernehmung hat er die Tat eingestanden. Der Betreffend« hatte mit dem Dienstmädchen des Abgebrannten ein Ver­hältnis, daS nicht ohne Folgen geblieben ist und das er lösen wollte. Es wird vermutet, tast der Bursche das Feuer in der Absicht an­gelegt habe, das Mädchen, das in der nächsten

Tn. fi. 728. Gesetzliche Bestimmungen über diele Angelegenheit sind hier nicht bekannt. Ortsüblich ist in Gießen, daß die Haustüren im Sommer um 10 Uhr, im Winter um 9 Uhr abends geschloffen werden. Falls die Streitfrage auf dem Rechtswege ausgetragen werden soll, müsten Sie sich an das Amtsgericht wenden.

Stommflfd) In Rödgcu. Das Pferd hat keine Gallenblase. Die von der Leber erzeugte Galle fließt direkt In den Darm ab.

Vermischtes.

Der letzte Sieg derschlanken Linie".

Wenn bisher lledergeancht uns rundliche Körperformen der Frauen noch eine letzte Zu- fluchtsiätte im Orient befaßen, so wird auch diele jetzt von der .schlanken Linie" erobert. Mustapha Kemal, der so unnachsichtlich mit allen altüber­lieferten Idealen und Vorlieben des Oltens auf­räumt, will auch von der im Koran fo leiden- fchastlich gepriesenen Schönheit der Leibesfülle nichts mehr wissen. 3n einer Ansprache, die er vor der Vereinigung der Kon'tantinoveler hielt, rief er aus: .Wir essen zu viel in der Türkei, deshalb sind unsere Frauen so dickl" Die Zungtürkinnen, die die modernen Toiletten tragen wollen, müssen sich auch die dafür not­wendige schlanke Linie zulegen, und so trifft man jetzt Anstalten, das Liebel an der Wurzel zu er­fassen. Eine Amerikanerin, die an der Harvard- Universität studiert hat, Mist Sarah Tuck, ist von dem Präsidenten der türkischen Republik ge- Wonnen worden, damit sie den türkischen Gast­wirten die Geheimnisse einer abmagernden Koch­kunst auseinandersetzt. Sie wird viel zu tun fctben, denn die türkischen Mahlzeiten weisen noch vielfach zwölf verschiedene Gerichte auf, und beim Kochen wird mit Fett und Zucker nicht gespart. All de muh nun aushören, wenn nach Kalorien gekocht wird und auch der Türkin der Warnungsrus in den Ohren schallt:Halloh, dein Gewicht!"

Die preisgekrönten Löwennamen.

Der ^Piccolo", bte Mittagsausgabr des in Rom erscheinenden .Giornale d Italia", hat unter seinen Lesern einen Wettbewerb über dir schön­sten und passendsten Ramen für die drei neu­geborenen Löwenjungen des römischen Zoo ver- anftaürt. Die meisten Stimmen haben die Ra- men Bebe, Rini und Toto erhallen, und zwar deshalb, weil in diesen für die .Könige der Tiere" eigenllich zu niedlichen Ramen die Ver­doppelung der drei Sllben enthalten ist, aus denen der Saufname Mussolinis. Dmito, besteht. Die zwei .roßte Stimmeirzahi hatten die drei Ramen: Rizzo, Savohen und Tunis erhellten.

Lln neuesLebensellxier"

Eine wirksame Methode der Verjüngung will der Professor der Universität Bologna, Francesco_ Eav^zi, gefunden haben. W.e rö­mische Blätter brr'chten, hat er eine Anzahl von Männern aus den ärmeren Klaffen, öte zwi'chen 65 und 80 Jahren sind, ausgtwählt und nach feiner Methode behandelt. Die Erfolge sollen erstaunlich sein. Es finden dabei keine Operationen statt, sondern die Behandlung be­steht nur in Einspritzung eines Stoffes unter die Haut. Eavazzi hält zwar die Methode Doro- noffS. die in der äleberpflanzung von Affen- drüsen auf den Menschen besteht, für wirksam, glaubt aber, dah diele umständliche und schwie­rige Art der Verjüngung unnötig ist. Sein ,Le- bensellxier" beruht auf der Tatsache, dah das

»Hinter den Kulissen dos Zirkus" undWenn Die Liebe stirbt".

' DerWeihnachts-Zugverkehrab Dieben. Am 24. Dezember verkehren: Ein Vor­zug 769 nach Hamburg. B. P. Z. Gießen ab 10.08 Dorrn.; ein Vorzug nach Hagen, B. P. Z. Dieben ab 3.10 nachm.; ein Vorzug nach Frank­furt a. M.. B. P. Z. ab Giehen 3.33 nachm.; ein Vorzug nach A lS f e ld. P. Z. ab Gießen 3.21 nachm.; ein Vorzug nach Marburg. P. Z. ab Dießen 3.15 nachm; ein Vorzug nach Frank­furt a.M. B. P. Z. ab Giehen 8.33 abends.

** Sonderzug nach Schotten. Am 24. und 31. Dezember verkehrt im Anschluß an den P. Z. 508 aus Richtung Gießen (ab Dieben 1.43 Uhr mittags, an Ridda 2.54 llhr nach- agsi ein Sonderzug mit 2. bis 4. Klasse von ikidda nach Schotten. Ridda ab 3.03 llhr Nach­trags, an Schotten 3.34 Uhr nachmittags.

Schützt die Zugtierel An alle Glitzer von Zugtieren und Leiter von Fuhr- vcu'cn richtet das Polizeiamt die dringende Mahnung, bei Kälte und Straßenglätte ernstlich daraus Bedacht zu nehmen, dah die Zugtiere >or den nachteiligen Einflüssen der Witterung nach Möglichkeit geschützt werden, Oramentlich :st erforderlich, daß 1. die Zugtiere niemals langer als unbedingt erforderllch und niemals unbedeckt im Freien stehengelassen werden; 2. das Zaumzeug im Stall aufbewahrt, oder andernfalls vor deut Anlegen das Gebiß er­wärmt wird; 3. die Hufeisen der Pferde zum Schutze gegen das Ausglellen gehörig geschärft oder mit Stoßen versehen sind.

* Gegen den F e u e rwe r k- U nf ug. DaS Polizeiamt weist daraus hin, dah das Schieben sowie das Abörennen von Zeuerwcrks- körpem innerhalb der Straßen und Hofreiten der Stadl verboten ist. Zuwiderhandlungen lind mit Geld- oder Haftstrafe bedroht, auch tritt Ein-

h. 5. Der Lehrvertrag mit dem Lehrling muß zunächst von der Handwerkskammer adgesiempelt und in die Lehrlingscolle eingetragen fein. Falls tie bann diesen Vertrag der Ortskrankenkasse zur enntnis oorlegen, erläßt die Kasse den Erwerbs­losenbeitrag für den Lehrling. Die Bersichcrungs- oslicht tritt aber ein holdes Jahr vor Beendigung der Lehrzeit wieder in Kraft.

** Der .arme Bucklige". AuS Allen- d o r f (L a h n) wird uns von unserem T-Be­richterstatter m.tgeieiü: Dor einigen Xcgpt bat in einzelnen Häusern unseres Dones ein Bett­ler um Almosen. Infolge einer anscheinen­den Rückgrats Verkrümmung erreg:? er überall Millerd unb wurde nur selten abaewiesen. Da hatte er in einem Hauke das Mißgeschick, dah ihm auf der Treppe sein Buckel herunter- rutschte. Dieser war näml ch aus Lappen, künstlich aufgebaut gewesen und be.m Marschieren allmählich zerfallen. Schiel! suchte Bruder Strau­binger d.e HauStüre au gewinnen und verschwand aus Rimmerw.cderfehn. Das nächstcmal wird er feinen Buckel fester anschnallen müssen, um nicht wieder in Verlegenheit zu kommen.

" Sie Frist für ö i e llmsatzsteuer- Zahlung. Der Hansa-Bund für Gewerbe, Han- del und Industrie hatte beim Rcichssinanz- Minister beantragt, die Frist für die Zahlung der ^Umsatzsteuer nach Aushebung der Schonfrist all- rein auf den 15. des Monats zu verlegen.

viele Steuerpflichtige, namentlich solche mit auswärtigen Betrieben, in vielen Fällen nicht in der Lag« sind, die Umsatzsteuer rechtzeitig bis zum 10. deS Monats zu berechnen. Darauf­hin tst zunächst für die Monate Dezember 1926 und 3anuar 1927 die Zahlungsfrist bis zum 15. des Monats verlängert worden. Der Hansa» Bund bemüht sich In einer neuen Eingabe weiter, diese vorläuiige Reuregelung zu einer dauernden Einrichtung zu machen.

Kirchliche Nachrichten.

Evangel sch« Gemeinden.

Freitag, den 24 Dezember. Heiliger Abend.

Giehen. Stadtkirche. 2',,: Weinachtsseier der Kinderkirche der Markusgemeinde. Psr. Becker. 3 Weihnachtsfeier der Kinderkirch: der Matthäus- gemeinde. Pir. Mahr. 5: Ehristab.ndandachl Pir. Becker. - Iohannesktrche 2' , Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Lukasgm. Vir. Bechtolsheimer. 3'/,: Weinachtsfeier dec Ktnderkirche der IohanneS- gemeinhe. PsrAuSseld. 5; Ehristadendandacht. Psr. Ausfeld.

Katholisch« Gemeinden.

Gießen. Freitag, 24. Dezbr. 4 u. 7 Beichte.

Israelitisch: Gemeinden.

Isr.ReNgionSaemrir);. Äottrj).d.Shnaaoge lSüdanlage). Samstag.den 25 Dez. 1926. Vorabend: 4 30, morgens. 9.00. Predigt, abends. 4.40 und 5.20.

Gottesdienst der isr. ReligionsgeseUschaft. Sabbatfeier, den 25. Dcz 1926. Freitag abrnd 4 05. 6am4taqDormitiag8.3O,nad)millai3 30,(sabbataus­gang 5.20, WochengolteSdienst: morgens 7.10, abends 4 00.

Kus der provinzialhaupiftadt.

® i« Ü e n, den 23. Dezember 1924

Die Anwartschaft in der Angestellrenverficherung.

Die ReichsverscherunaSanstalt für Angestellte erläßt hi. ichtiich b:r Rach- weiSverpflichtung über die Sntrcch - tung der Versicherungsbeiträge eine Bekanntmachung in dec es fcifjt:

Rach einer Sond.rbe'ti nmu g des Angestell- tenverlichcrungsgesetzTs g lten alle Anwarlschaf- ten bis zum 31. Dezember 1923 als aufrecht­erhalten. ohne Rücksicht darauf, ob für einzelne Jahre zu wenig D:iträge oder (ein Betrag ent­richtet wurde. Bon 1924 an aber muh in jedem Jahre eine bestimmte Mindestzahl von De'.tragS- monaten nachgewi sen werdm. sonst gehen die Ansprüche aus der Versicherung verlorm. Die Rachzahlungsfrist für freiwillige Beiträge für das Fahr 1 924 ende! mit dem 3 1. Dezember 1 926. Bis zum Schlüsse des IahreS 1926 hat jeder Versicherte, für den eit 1913 wenigstens b.cr Detragsmonate auf 'Dnnti» der Vcrsicherungspllicht in der Ange- stellteiw-rsicherung nachgewiesen sind, noch die Möglichknt. seine Versicherung crufr.^ch!zu:rhalten, oder wieder ausleben zu lassen. Von öi?f:r Mög- lichkeit sollte jeder Versicherte, dm noch berufs­fähig ist. Gebrauch machen. D e unbeschränkte Rack^ablung freiwill ger Beiträge ist nur für ein Jahr zurück zulässig, dagegen können zwar nicht mehr alle, wohl aber Beiträge, d.e not- wendig sind, um den Verfall der Anwartschaft zu hindern, für daS Jahr 1924 noch bis zum 41. Dezember 1926 nachentrich'.el werden. Das GeseN verlangt, dast der Ver'rcberle vom zweiten bis ästen Kalenderjahr fe ner Versicherung jähr- llch mindestens acht, vom 12. Kalenderjahr fe ner Dersicherung an jährlich mindesten- vier Dei- tragSmonat« nachweist. Wer im Fahre 1914 oder später In die A ci gestellten versichere mg e.ngetrcten ist, must demnach für 1921 acht DeitragSmonate Nachweisen können. Rur für denjenigen, der bere is seit 1913 der Angestelltenversicherung angehört, genügen für 1924 vier Deilrrgsmonate. Frei­willige Beiträge s nd mindestens in der Klasse zu entrichten, die dem Durchschnitt der letzten vier Pflichtbeiträge entspricht. einer niedrigeren GehaltSklass« ist die fre'.w llige Weit^rverüche- nmg nur zulässig, wenn diese Gehaltsklasse dem Einkommen entspricht. Die Be träge s'md durch Marken zu enttichten. Ein grüner Aushang im Schalterraum der Post unter.ichtet über die Bei­trags Nassen.

Rach einem am 3. D. zember 1926 vom Reichs­tage angenommenen Gesetz, dessen Verkündung in den nächsten Tagen zu erwarten ist. sind für Erwerbslose die z ir A.frechterhaltunn der Anwartschatt ersorderlichen Beiträge zur Ange- stelltenverfichrrung durch die Gemeindr aus Mit­teln der GrwcrbS'osenfürsor^e zu entrichten. Die für 1924 noch nötigen Beiträge sind bis zum 31. Dezember 1926 In Klasse (2 Mk.s nachzuent­richten. Der Gemeinde lArbe.tsnachwe'.s) sind, soweit Beiträge fehlen, zu diesem Zwecke die grüne Versicherung starte und die etwa vorhan­dene Ausrechnungsbescheiingung über eine volle Karte vorzulegen. Ferner ist der Rachweis, ob der Eintritt in d e Angestelltenversicherung tm Fahre 1913 oder sVäter erfolgt ist und demnach vier oder acht Deitragsmonate nachzuweisen sind, durch Vorlage der alten gelben Versichrrungskarte. des Kontoabschlusses usw. zu führen Rückfragen bei der Reich-verfichera'ngsanstast /ind mog'ichst zu vermeiden. Zeder Versicherte besitzt d'e Unter­lagen. aus denen erficbt'ich ist, ob und wieviel Beiträge noch erforderlich sind.

Ctiicfocncr Wollicnmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Das Pfund Butter 180 bis 190 Pfennig. Matte 35 bis 40. Käse (10 Stück) 60 bis 150, Wirsing 8 bis 10. Weißkraut 5 bis 8. Rotkraut 10 bis 12. Selbe Rüben 10. rote Rüben 10. Spinat 25 bis 30. lnterkohlrabt 5 bis 8, G.ünkohl 20, Rosenkohl 40 bis 45. Felksalat 80 bis 120, Tomaten 50 bis 1.00, Zwiebeln 10. Meerrettich 35 bis 80. Schwarz­wurzeln 35 bis 53, Kartosfe'n 6. Aev'el 15 bis 30, Birnen 10 bis 15, Dörrobst 33. R is,e 60 bis 90. Honig 50. junge Hahnen 103 bis 110, Suppen­hühner 100 bis 123. Gänse 103 biS 140; das Stück Tauben 50 bis 70. Sier 17 bis 23. Blumen- kohl 80 biS 150. Endivien 8 bis 20, Lauch 5 bis 15. Rettich 10 biS 15. Sellerie 23 bis 40 Pfennig.

Pornotizcn.

Tageskalender für DonnerS- tag. Verein für Bewegungsspiele: 8', Uhr, ^IniverfitätS-Eafe, auherord<mttich2 Generalver­sammlung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ^Der

rola Hirfch. dem Oberreallehrer Geller und dem f)ausmeifter H e i ß l e r. Zum Schluffe fang man noch gemeinschaftlich den ChoralJauchzet ihr Himmel, frohlocket ihr Engel in Chören". Dann hielt Oberstudiendirektor Dr. K a l b f l e i s ch noch eine kurze Ansprache, in der er allen Mitwirkendcn herz­lichsten Dank aus sprach für die prachtvollen Dar­bietungen. Er entließ die Schülerinnen mit den herzlichsten Wünschen für die Weihnachtsferien.

* Sie Weihnachtsfeier für b i e 9 u genö des Turnvereins von 1 846 am Montagabend hatte auch in diesem Jahre wieder große Anziehungskraft ausgeübt. Die dichtbefetzte Haste zeugte dafür, dah der lurnucrein mit dieser 5_cier nicht nur feiner Jugend, sondern auch Ange­hörigen und Freunden Frcude machte. Freudestrah­lende Augen sah man daher bei Jungen und Mädel, und alle bemühten sich, ihre Sache recht gut zu machen. Und man kann sagen, dah ihnen dies vollauf gelungen ist. Die Jungen zeigten hübsche Stabübungen, mutige Sprünge über das hohe Vserd und recht gutes Rönnen am Barren, die Mädel Hebungen an der Schwebekante, sehr gut ausgeführte Keulen- und Barrenübungen und einen reizenden Volkstanz. Zwei feine Weihnachtsmarchen- IpieleSelige Zeit" undAschenbrödels Weih­nachten", von größeren und kleinen Schülerinnen lebenswahr dargestellt, versetzten In rechte Weih- nachtsstimmung, die noch durch die feinen Weisen der verstärkten Hauskapelle gehoben wurde. Man erkannte mit Freude, daß neben der körperlichen Erziehung im Turnverein die Pflege des Geistes nicht vernachlässigt wird. Den lurmuartcn und Vor­turnern mögen die glücklichen Gesichter der Kinder am Schluß bei Verteilung der kleinen Geschenke eine Genugtuung fein für ihre so selbstlos geleistete Jugendarbeit.

Blut ans Sekreten besteht, die von den Drüsen des Körpers gebildet werden. Wenn d.e Drüben nicht mehr d e notwendigen Substanzen in der genügenden Menge abfondem, kann das Blut feine natürl che Arbeit bei dem Ausbau des Körper- nicht mehr leisten, und der Mensch wird trjnt und altert Den Stoss, den er zu den Einspritzungen verwendet, erhält Eavazzi aus den Sekreten jede- TiereS, n cht nur der Assen. Seine Patienten haben nach seinen Mitteilu..geit> an Gewicht zugenomtpen, sind Im AuSscbcn! jünger geworden und haben bedeutend an Le­benskraft gewonnen.

cheine zu 5 Rcntenmark ohne Kopjbildnis mit Ausfertigungsdatum vom 1. Rovembei 1923 zur Einziehung auf. Die aufgerufenen Scheine können bei den öffentlichen Kaffen noch bis zum 31. Januar 1927 in Zahlung gegeben, bei den Raffen der Reichs- bank aber bis zum 14. April 1927 gegen andere Rentenbankicheine ober gegen gesetzliche Zahlungs­mittel umgctauscht werden. Mit Ablauf des 11. April 1927 werden die aufgerufenen Rentenbankfcheine kraftlos. An Stelle der aufgerufenen gelangen neue Scheine zu 5 Rentenmark vom 2. Januar 1926 mit dem Ropfbildnis eines Landmädchens mit einem Aehrenbündel, wie solche sich bereits feit 15. Juni 1926 im Verkehr befinden, zur Ausgabe.

* Pestalozzi-Feiern in ben S ch u - l e n. Am 17. Februar n. 9. sollen aus Anlaß bes 100. Tobestages Pestalozzis Schulfeiern in Hellen veranstaltet werben. Das Lanbesbilbungsamt hat an bie Schulbehörden ein Ausschreiben gerichtet, in dem es heißt:Wo es angängig ist, empfiehlt es sich, die Feiern |o einzurichten, daß auch die El­ternschaft daran teilnehmen kann. Erscheinen größere öffentliche Feiern nicht am Platze, so muß wenigstens für die Jugend in den Schulen eine Feier stattsinden. Je nach den örtlichen Verhältnisien können die Schulen gemeinsame Feiern veran­stalten. Wo die Feier im engsten Rahmen gehalten wird und sich auf die Schulklaffen beschränkt, soll am 17. Februar die letzte Vormittagsstunde der Feier gewidmet werden; der Nachmittag ist dann fchulfret. Zur Durchführung größerer Feiern kann der Schulunterricht nach Bedarf ausgesetzt werden.-

Das Verschieben von Briefen und Postkarten in Druckfachenfen- düngen bildet fortgesetzt d.e Ursache unlicb- famer Brief Verschleppungen und Dr.ef Verluste, älngeachtet wiederhotter Anmahnungen durch d e Presse und trotz unrnittelbirer E.nwirkung der Postanstalten auf die Absender werden viele Druckfachensendungen immer noch in so mangel- lyafter Verpackung zur Post eingll.efert, daß fie leicht zu Fallen für llnnc Sendungen werden. Als besonders gefährlich in dieser Beziehung erweisen sich, wie neue Feststellungen bestätigeit, die häufig zur Derfendung von Drucksachen be­nutzten offenen Briefumschläge, bei denen die Absender die am oberen RaiÄ oder an der Seite vorhandene Klappe nach innen einfchlagen. 3n den dadurch entstehenden Spalt verschieben sich unbemerkt Briefe, Postkarten usw., die dann in der Drucksache oft weite Irrfahrten machen. 2m eigensten Interesse des Publtt^ms muh em- dringl.ch davor gewarnt werden, die Klappe solcher Llmschläge nach innen einzuschlagen; viel besser ist es, d!e Klappe über d ie Rückseite lose Überhängen zu lassen. AlS recht zweckmäßig haben s.ch Umschläge be­währt, die an der Vrrschluhklappe einen zungen­artigen Ansatz haben, der in einen äuheren Schlitz des Umschlags gesteckt wird. Sie sichern den 2nhatt vor dem Hcraussallen und ver­hindern das E.nfchieben anderer Sendungen; ihre möglichst ausgedehnte Verwerrdung ist im all­gemeinen Interesse zu wünschen. Verhältnismähig häufig verschieben sich auch Briefe usw. in Zei­tungen die unter Sire;sband verschickt werden. Cs ist daher brmgenb zu raten, die Zeitungen Zu­nächst zu umschuüren und dann die Strei, bänder so fest wie möglich um die Zeitungen zu legen.

Weihnachtsfeier des Lyzeums und der Stubienanftalt i.E. Wie in ben Vorjahren, so veranstalteten auch biesmal roieber Lyzeum und Stubienanftalt eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier. Da ber Turnsaal ber Anstalt für eine solche Feier viel zu klein ist. so mußte bie Turnhalle am Dsroalbsgcrten dafür gemietet werben. Kurz nach 10 Uhr versammelten sich bort gestern vormittag bie einzelnen Klassen, bie erst noch zwei Stunden Unterricht gehabt hatten. Der weite Raum war bald bis bi bie letzte Ecke mit fröhlich plaubcrnben Rinbern gefüllt, beren Aufmerksamkeit aufs höchste gespannt war in Erwartung ber schönen Dinge, bie ihnen geboten werben sollten. Um 101 Uhr begann die Feier mit bem gemeinschasllichen Gesang des ChoralsWie soll ich dich empfangen. Hieraus wurde von einer Schülerin ber Unterprima das Weihnachtseoangelium vorgelesen. Alsdann zogen unter ben Klängen ber Musik in feierlichem Zuge alle bei bem Weihnachtsspiel mitwirkenden Schülerinnen in ihren prächtigen Roftümen burch den oaal auf die Bühne. Lautlose Stille herrschte während dieses Einzuges; wie gebannt hingen die Augen der Rinder an diesem farbenfrohen Bilde. Sosort begann nun die Aufführung des Märchens JIRarienfpier. In rascher Folge rollte Szene auf Sjcne dieses ansprechenden Stückes vor den Augen der Rinder ab. Das eindrucksvolle Spiel, bas durch

jie^ung der Sckmßwasfe ein. Das Abgeben von die schönen Äoftüme wirkungsvoll belebt wurde explofwen Stoffen, Feuerwerkskörpern usw. an ' '

Personen, von denen ein Mißbrauch zu be­fürchten ist, insbesondere an alle Personen unter 16 Jahren, ist Verboten. Zuwiderhandlungen ge­gen diese Vorschrift werden Geldstrafe bis Ku 150 Mk. oder mit Haft bestraft. Es w^rd auch nach Artikel 44 deS hessischen Polizeiitrafgesey- wiches auf die eigene Strafbarkeit von Gütern, Vormündern und sonstigen Personen hing:wicsen, kie eS an der nötigen B:aufsich;igung der unter ihrer Obhut stehenden Kinder uni) sonstigen Pflegebesohlenen fehlen lassen.

insbesondece auch ber schöne Gesang und die Reigen der Engelschar hiellen Auge und Ohr der Zuhörer bis wletzt gefangen. Rach ber Ausführung verließen bie Mitspielendcn wieder in feierlichem Zuge den Saal. Rauschender Beifall belohnte die [ungen Künstlerinnen für ihre Darbietungen. Er war ihnen von Herzen zu gönnen, denn sie hatten großen Fleiß aufmenben und viel Zeit opfern müsien. bis sie lomcit waren, daß sie in Ehren bestehen konnten. Ganz besondere Anerkennung gebührt aber der Lei­terin der ganzen Ausführung. Studimasiesiorin Dr. Lotte Block, die in langer Arbeit das Märchen- spiel vorbereitet hatte. Sie wurde in vortrefflicher Ißeiie in ihrer Tätigkeit unterstützt von ber Lehrerin Hedwig Seife, der Studienreferendarin Dr. Ra-