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artiger Parfümierung. 3hr regelmäßiger Gebrauch bildet die beste Ergänzung der täglichen Creme Mouson-Hautpflege.

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GesÄüslS'^HseisWöSllüzelgeil erfordern heute eine forgfältige Textgebung und SatzauLftattung. Gute Satzleistungen find nur erreichbar, wenn die Anzeigen frühzeitig genug oufgegebea werden. Der Annahmeschluh für alle Anzeigen im Gießener Anzeiger entfällt auf den Nach­mittag vor der Ausnahme. Empfehlungs­anzeigen müssen, je nach Umfang und Satz- schwlertgkeiten, zwei bis drei Tag« vorher bestellt fein. Nur mit Sorgfalt und dem not­wendigen Zeitaufwand gesetzte Empfehlungen

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dem Zauber der Stunde bin. Troy der zwei­stündigen Dauer des lustigen Abends war das Ende noch viel zu früh. Man hätte bei Marcell gut und gern noch eine Stunde ausgchalten, ohne irgendwie ermüdet oder gclangtociü zu sein. Der kleine, quecksilbrige, schnurrige Künst- ler hat gestern abend wieder einen starken Ersolg daoongetragcn, er ist feinen Freunden aufs neue liebenswert geworden. Man wird ihn gerne wiederkommen sehen.

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" Der Totensonntag ist, wie in der Provinzialhauptstadt, auch draußen in den Orten der Provinz in würdiger, eindrucksvoller Weise verlaufen. Zahlreiche Berichte, die wir im Hin­blick auf die Aaumverhältnifse im einzelnen nicht wiedergeben können, teilen mit, daß die Gottesdienste stark besucht waren und daß dabei die Kirchengesangvereine, die Iungfrauenvereine oder die Gesangvereine den feierlichen Ernst der kirchlichen Handlung durch gehaltvolle gesang­liche Darbietungen noch erhöhten. In vielen Orten fanden mit Recht Gedenkfeiern für unsere im Kriege gefallenen Brüder statt. Ilm diese Feiern haben sich die weltlichen und kirchlichen Behörden und vor allem die Krieger- und Ge­sangvereine vielfach sehr verdient gemacht.

E i n alter 116er gestorben. Oberst a. D. von M a r k l o w s k i, in den 80er Jahren Kommandeur des 3. Bataillons des Jnf.-Regts. 116, ist im 87. Jahre zur großen Armee abberufen wor­den. Wer den ritterlichen Offizier gekannt hat, wird ihm ein gutes Andenken bewahren.

** Personalien. Ernannt wurden die provisorischen Handarbeitslehrerinnen Emilie Lüdke zu Friedberg zur Handarbeitslehrerin an der Volksschule daselbst, Ottilie Weimar zu Collar zur Handarbeit-lrhrerin an de.' Dolls-- schule zu Lollar und ilmgegeni), Irene Scholl zu Friedberg zur Hairdarbeitslehrerin an der Volksschule daselbst: die Lehrer: Rudolf Blatt- n e r zu Grein, Kreis Heppenheim, zum Lehrer an der Volksschule zu Romrod, Kreis Alsfeld, Karl Löffler zu Romrod, Kreis Alsfeld, zum Lehrer an der Volksschule zu Engelrod, Kreis Lauterbach, Heinrich Schlaudraff zu Oppen, rod, Kreis Gießen, zum Lehrer an der Volks­schule zu Leihgestern, Kreis Gießen.

" Der S t r a h en b ah n v e r k e h r zum Friedhof erfährt vom Donnerstag ab eine Aenderung. Der erste Wagen fahrt mittags 122 Uhr ab Marktplatz zum Fr e.Hof, ber letzte von dort fahrt 4.35 nachmittags ab.

* Helft dem Bienenkorb! Man schreibt uns: Im Mai 1926 waren es fünf Iahre, daß der Bienenkorb als Abteilung des Alice-Frauen-Bereins ins Leben gerufen tourX Bei der Gründung hatte man sich das Unter­nehmen als einen vorübergehenden Rotbc .1 gedacht, aber leider haben sich die Zeiten nod) nicht wieder so günstig gestaltet, daß es möglich wäre, die Einrichtung, die für viele eine lleine Beihilfe bedeutet, eingehen zu lassen. Es er­scheinen fast in jeder Sprechstunde 12 bis 14 eifrige Dienen, die ihre Arbeiten gegen ent- sprechendes Entgelt ablie'ern und sich neue Arbeit mitnehmen. Ist die Bezahlung für weibliche Handarbeiten allgemein auch eine nicht sehr hohe, so wird sie von den fleißigen Händen doch gerne und dankbar entgegengenommen. Um die segens­reich« Einrichtung fortführen zu können, ist man genötigt, wieder einen Teil der Arbeiten durch Verkauf abzusetzem Don heute, Dienstag, bis Mittwoch, den 8. Dezember, wird im Laden Seltersweg 50. seither Herrenmodengeschäft von M Dieringer, im Hause des Herrn L r i n k a u s eine Ausstellung mit Verkauf stattfinden. Alle Gönner des Bieirenkorbs werden gebeten, durch freundliche Unterstützung ihr Interesse an dieser Einrichtung wiederum zu bekuirden. (Siehe heu­tige Anzeige,)

* (Sin blühender Apfelbaum. Vor einigen Tagen brachte derGießener Anzeiger" die Nachricht, im fernen Sibirien grünten zum zweiten­mal in diesem Jahre die Birkenwälder. Auch bei lins treibt das warme Novemberweller der letzten Taae mit Tagestemperaturen von 15 Grad und mehr Wörme allerlei sonderbare Bluten. An den Wegrändern blühen Löwenzahn, Schafgarbe, Kreuz­kraut und sonstige wilde Blumen. Eierpilze, Parasol und bunte Täublinge sind in den Nadelwäldern nichts Seltenes, und in den Gärten kann man außer verspäteten Rosen und Nelken auch schon Veilchen finden. Gestern wurden uns knospende und blühende Zweige eines Apfelbaumes gebracht, die aus einem Garten unserer Stadt stammten.

Unfall an der Kreissäge. Gestern nachmittag kurz nach 2 Uhr verunglückte der in dem Geschäft von Wellhöfer, Marburger Straße, beschäftigte Otto Muller aus Launs- bach bei Arbeiten an der Kreissäge. Der Ver-

Von der Offenbacher Lederwarenindustrie.

Offenbach, 22. Nov. Der Krieg hat der Offenbacher Lederwarenindustrie schwere Wunden geschlagen. In den Ländern des Offenbacher Exports haben sich eigene Fabriken für .Lederwaren aufgetan, die sich durch die Länge der Jahre feftiaen konnten. Zollfchutzmauern des Aus-' landes erschweren den Export. Da gilt es für die Offenbarer Industrie, aufbauend auf einem alten, autgefchulten Arbeiterstämme, auf oieljähriger Er. »ahrung und unter Nutzbarmachung aller vorhan- denen Einrichtungen und Mittel neue Höchst- r e i ft u n g e n zu vollbringen und im Wettbewerb mit der Welt Offenbach wieder seine führende Stel­lung zu erringen. Unentwegt schaffen Berufsfortbil- dungsschule und Gewerbeoerein letzterer in feiner Lehrwerkstätte für feine Lederwaren an der Er­ziehung eines erstklassigen Nachwuchses. Ergänzend iff nun die Kunstgewerbeschule unter Pros. Eberhardt hinzugetreten mit einer neueingerich­tetenOffenbacher Modellwerk st ätte fürfeineßeberroare n". An ihrer Spitze steht Regierungsrat Philipp Häusler, den man von Wien geholt hat, wo er als künstlerischer Spezialist große Erfolge erzielte. Die neue Anstalt will keines- wegs eine allgemeineSchule" sein, sondern nur qualifizierten Kräften Anregungen geben zu künst­lerischer Schaffensweife und bei ihnen in freier Ar- teitsart den guten Geschmack bilden. In freien Abend- und Samstagnachmittagsstunden kann hier der Strebsame reichliche Anregung und Belehrung finden. Eine ausgezeichnete Sammlung von fünft» lriischen und kunstgewerblichen Werken und Zeit-, schriflen, ferner materialkundliche Sammlungen stehen ihm zur Seite. Werkstätten für Buch, binderkunst undHandvergolduna schlie­ßen sich an, und schon erörtert man den Gedanken, der mit der Leberwarenindustrie in Zusammenhang stehenden Metallbearbeitung gleiche Pflege znzuwenden. Möge diesem strebenden Bemühen der Erfola zum Segen der schwerleidenden Industrie und ihrer Vertreter Unternehmer wie Arbeiter beschieden sein!

unglüdi« 'trlitt an ber linken Hand fo schwere Verletzungen, daß er nach der ersten ärztlichen Hilfe von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roien Kreuz in die Chirurgische Klinik verbracht werden muhte. Dort wurden ihm zwei Finger abgenomen, den >Daumen hofft man erhalten zu können, während die beiden anderen Finger unverletzt geblieben find.

Beim Baumfällen verunglückt. Gestern vormittag war der Arbeiter Karl Leib aus W i h m a r in Gemeinschaft m t einer Holzfällerrotte im Walde beim Umlegen eines Baumes beschäftigt. Durch einen unglücklichen Zufall kam dabei ein anderer Stamm inS Stür­zen und fiel auf den Mann, der hierdurch in­nere Verletzungen erlitt Er muhte von seinen Arkeitskameraden nach Hause getragen werden und wurde von dort durch die Giehener Frei­willige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik überführt.

*" Krisenfürsorge für Erwerbs­lose. Am 21. Rovernber ist das Gesetz über eine Krisenfürsorge für Erwerbslose in Kraft getreten. Hierdurch werden die Gemeinden verpflichtet, eine besondere Fürsorge für Erwerbslose, die die Höchstdauer der Unterstützung überschritten haben, einzurichten. Die Voraussetzungen für die Krisen- fürsorge sind grundsätzlich dieselben wie für die Erwerbslosenfürsorge. Insbesondere gilt dies hin­sichtlich der Arbeitsfähigkeit und Arbeitswillig­keit. Erwerbslose, die Krisenfürsorge erhalten, sind bevorzugt zu öffentlichen Rotstandsarbeiten heranzuziehen. An dem Aufwand der Fürsorge sind die Gemeinden mit 25 Prozent beteiligt. ®tc restlichen 75 Prozent trägt das Reich D.e Gel­tungsdauer des Gesetzes ist bis zum 31. März 1927 beschränkt.

' Die rückwirkende Entziehung der Hinterbliebenen-Rente. Die KriegerlameradschaftHasfia" teilt uns über die rückwirlende Entziehung der Hinterbliebenen- Rente folgendes mit: Durch die 4. Novelle zum Reichsversorgungsgeseh vom 8. Juli 1626 ist be- kann.lich bestimmt worden, daß Hinterbliebenen- Rente auch rückwirkend entzogen werden kann. Der Reichsfiskus wollte diese Bestimmung bisher auch auf schcrebende Verfahren anwenden. Rach- dem jedoch das Aeichsversorgungsgericht entschie­den hat, daß die Bestimmung erst vom 13. Juli 1926 in Kraft getreten ist, hat nunmehr, wie der Verband der Kriegsbeschädigten und Krieger- hinter bllebenen des Deutschen Reichskrie^erbundes Kyffhäusrr" mi.teilt, der Reichsarbeitsminister die Hauptversorgungsämter angewiesen, alle dieserhalb vor dem Reichsverfvrgungsgericht schwebenden Rekurse des Reichsfiskus zurückzu­nehmen.

** Neue Wohlfahrtsbriefmarken. Zu- gunsten der Deutschen Nothilfe werben vom 1. Dez. an durch alle Postämter unb die Organe ber Deut­schen Nothilfe im ganzen Reiche Wohlfahrtsmarken zu 5, 10, 25 unb 50 Pf. zum hoppelten Nennwert verkauft werben. Außerbem finb Markenheftchen mit acht Marken zu 5 Pf., unb sechs Marken zu 10 Pf. 'n grünen Umschlägen erhältlich. Der Verkauf durch die Poft bauert bis 15. Februar, ber Vertrieb durch hie Nothilfe bis 20. April 1927 Die Marken können mit ihrem einfachen Nennwerte zum Freimachen von ostfendungen nach dem Inland unb dem Aus­land enutzt werden. Ihre Gültigkeit zum Frei­machen hört mit dem 30. Juni 1927 auf. Die Marken sind im Muster ber vorjährigen Marken in mehreren Farben gebrückt unb tragen außer bem Reichsadler die Wappen der Lander Württemberg, Boden, Thü­ringen und Hessen. Die Restbestände der Wohlfahrts- marken ber Ausgaben 1924 unb 1925 find vernichtet worben.

** Marcell Salzer, der geschätzte und stets gern gehörte Vortragskünstlec, hatte gestern abend im Stadttheater wieder einmal seine Ge­meinde um sich versammelt. Sie war diesmal nicht so zahlreich vertreten, wie bei feinen frühe­ren Besuchen. Das ist bedauerlich. Die aber ge­kommen waren, hatten es nicht zu bereuen, denn Marcell Salzer war wieder in guter Form; er hatte wie in Chemnitz, wovon er so lustig erzählte einenguten Tag". In vielfältigster Buntheit lieh er seine heitere Kunst schillern. Vom Lächeln ging es rasch zum Lachen, schließ­lich noch schnelleru starken Lachsalven. Zwischen­durch streute er fein und klug berechnet die ae- haltvolle, ernste Dchäfersche Anekdote Über Ziethen und den großen Freigeist von Sanssouci, den alten Fritz. Aber das Schwergewicht des Abends lag auf der fröhlichen Seite: Roda Roda, Ludwig Thoma, Rosegger, Al'red Kerr, Morgenstern, Lich­tenberg li.h er ausgiebig zu Wort kommen, und er toar allen ein glänzender Interpret, dialektisch und mimisch. Daß Bayern und das .gemiedliche" Sachsen nicht zu kurz kamen, die luftige Fahrt auch nachPreußis H-Berlin" führte, ist ganz selbstverständlich Anter diesem spassigen Führer ging man aber gerne mit, gab man sich völlig

Jubiläums-Geflügelschau in Friedberg.

Auf dieser Ausstellung, über die wir bereit» kurz berichteten, wurde jetzt die Preis Vertei­lung vorgenommen. Aus ber umfanareichen Liste der Ausgezeichneten fei folgendes berichtet:

Abteilung Wirtjchaftsgeflüael t n Zuchtstämmen: a) Hühner: Kammer- Ehrenpreise: W. Boinmerc-Heim.Bettenhaufen (für Italiener), K. Völbei Berstadt: Ehrenpreise: I. Dör- nis-Laubach, A. Helfrich-Bingenheim, L. Mogk-Ech» zell, E. Reitz-Echzell, W. Schuchhardt-Gettenau: Gut. 2. Preis ft. Müller II.-Langgöns, b) Enten: (Ehrenpreis: ft. Beith-Reichelsheim, c) Gänse: Ehrenpreis: H. ftlingl-Ockstabl.

Abteilung Großgeflügel: Hühner. Einzelausstellung: Ehrenpreise: Hch. Högy-Laubach, öri. Lorenz-Bab-Nauheim, Bürgermeister Th. Däl- ker-Lich, W. Rausch III.-Langgöns, E. Frey.Ober- Mörlen, L. Mogk-Echzell, W. Heß-Echzell, H. Hottes- Friebberg, K. Rübfamen-Gießen, Schmibt-Hilbe- branb-Butzbach, A. Walther-Dauernheim, W. Nern- Pohlgöns, Fr. Bauer-Gießen, G. Schultheis-Echzell, ft. Block Bettenhausen, 'BunbesmebuiUe auf Ply­mouth-Rocks 1926 A. Schneider IV.-Ostheim. Sehr gut: F. Funk-Gießen, Hch. Maus II.-Ruppertcnrod. F. Dörnis-Laubach, Bürgermeister Völker-Lich. ft. Philipp IV.-Steinberg, Schmidl-Hildebrand-Butz- bad), ft. Rübfamen-Gießen, R. Schmidt-Kolbenmühle bei Ettingshausen, O. May-Langgöns: Gut: F. Funk- Gießen, Ehr. Alles-Lich, H. Pfeiffer-Steinbera, Frl. Lorenz-Bab-Nauheim, ft. Rübsamen-Gießen, ft. Hel- ler-Lich, W. Rausch-Langgöns, ft. Philipp-Steinbera, N. Grünebaum-Langgöns, W. Nern-Pohlgöns, R. Schmidt-Kolbenmühle bei Ettingshausen, ft. Wick- Lich, R. Griesel-Laubach, Büraermeister Müller- Langgöns H. Graulich-Laubach. Zwerghühner: Vorzüglich, Ehrenpreis: ft. Horn-Friedberg: Ehren­preise: H. Mogk-Echzell. ft. Horn-Friedberg, M. Pfeffer Bad-Nauheim, F. ftolter-Bad-Nauheim, ft. Daubertshäuser-Friedberg, A. Felsing-Gießen, ft. Müller II.-Langgöns: Sehr gut: W. Brauer-Gießen. Bürgermeister Völler-Lich, Fr. Bauer-Gießen, ft. Müller II.-Langgöns; Gut: H. Rein-Nordeck, Bür­germeister Völker-Lich, Fr. Bauer-Gießen, E. Boller- Langgöns, ft. Philipp IV.-Steinberg, A. Felstng- Gießen, ft. Müller II.-Langgöns.

Wassergeflügel und Puten: Ehren- prsis: K. Rübsamen-Gießen. Sehr gut: K. Rüb- sarnen-Gießen.

Abteilung Tauben: Kammer-Ehren­preis: A. Hell-Ossenheim. Ehrenpreise: A Walcher-Bauernbeim, W. Möbs-Echzell, 3. Kolter-Dad-Rauheim. H. Müller Xl.-Ober-Hör- gern, Hch. Geier-Friedberg, W. Rausch-Lang- GönS, W. Groß-Echzell, M. Müller-Ober-Hör­gern, Ph. Ostheim-Echzell, W. Reih-Echzell. K. Horn-Friedberg, L. Mogk-Echzell, Hch. Gen- zel-Dad-Rauheim. H. Pfeffer-Bad-Rauheim, H. Holler-Echzcll, W. Kath-Friedberg, K Wei- sel-Ostheirn. Sehr gut: R. Krinsel-Laubach, W. Rern-Pohl-Göns, R. Kaiser-Lang-GönS, H. Wagner-Lana-Göns, 3. Kolter-Bad-Rauheim. Gut: D. Kaiser-Lang-Göns, H. Geier-Friedberg, H. Wagner-Lang-Göns, E. Schimpf-Osthelm, Ä Well-Echzell, K. Wcisel-Osthcim.

machen. Es wurde in der gestrigen Sitzung, die für die Errichtung der ftafseewirtschast erteilte ftonzession auf den Ausichank von Bronntweln und Wem er­weitert. Gesuchfteller verzichtete auf die Erteilung der Erlaubnis zum Ausschank von Bier.

Einspruch der Gewerkschaft Friedrich zu Hungen gegen einen Beschluß des Gemeinde- rats der Gemeinde Trais-Horloff, den Er- laß Dort Gewerbesteuer betreffend. Nach den Aus- führungen des Dettreters der Gewerkschaft Friedrich hat der Betneb bis Mitte August 1925 ftiUgriegcn. Aus dieser Veranlassung heraus halte das zustän- bige Finanzamt einen Teil der staatlichen Ge­werbesteuer erlassen. Ein Antrag auf Ermäßigung der Gemeindegewerbefteuer war vom.Gemeinderat abgelehnt worden. Die Ablehnung wurde von dem Vertreter der Gemeinde damit begründet, daß der Gemeinde infolge Ausdehnung des Betriebs der Grube Grundsteuern verloren gingen, die Gemeinde fei deshalb genötigt, die ausfallenden Grundsteuern auf die Gewerbesteuer umAuIcgen. Die Klage der Grube Friedrich wurde kostenpflichtig abgewiefen, da die Frage des Erlaßes aus Billigkeitsgründen Cer Entscheidung des Gemeinderats nach dessen freiem Ermessen Vorbehalten ist.

Beschwerde des Heinrich Uhrhahn lV'. zu L i ch gegen die Dertfestsetzung seiner wegen Lun- genseuche aeschlachteten Kühe Dem Beschwerde- tührer wurden im Mai d. I. zwei Kühe wegen Der- dacht der Lungenseuche abgeschlachtet Mit der von der Kommission vorgenommenen Taxation erklärte sich der Beschwerdeführer nicht einverstanden, weil ihm diese zu gering schien. Durch die zur jetzigen Sitzung geladenen Sachverständigen wurde feftge- stellt, baß es sich um zwei erstklassige Simmentaler Kühe gehandelt hatte, und daß die Taxation deshalb al, zu niedrig bezeichnet werden müsse. Der Ver­treter des Staates bemerkte, daß Liebhaber- oder Luxuswerte nicht bezahlt werden könnten. Der ftreisausschuß kam auf Grund der Zeugenaussagen ber Ansicht, daß der gemeine Wert der Tiere auf je 1000 Mark anzunehmen sei.

Beschwerde des ftarl ftlüder zu L i ch gegen die Wertfestsetzung seiner wegen Lungeni'euchever- dachts abgeschlachteten Kühe und Rinder. Der ganze Viehbestand de« Klägers, bestehend aus drei Kühen unb vier Rindern, mußte wegen des Verdachts der Lungenseuche abgeschlachtet werden. Auch' hier war der Kläger mit der ihm gebotenen Entschädigung nicht einverstanden. Die von dem Kläger als Zeugen benannten Personen bestätigten, daß das Vieh sich in gutem Nährzustande befunden habe und in feinen Milchleistungen mit an erster Stelle gestanden hätte. Die Tiere feien deshalb um mindestens 2530 Pro­zent zu niebria geschätzt worden. Der Vertreter des Staates bestätigte, daß der Viehbestand des ftlücker wohl gut, aber nicht erstklassig gewesen sei. Dies sei bei. ber Schätzung auch berücksichtigt worden. Er müsie deshalb die Abweisung der Klage beantragen. Der Kreisaubschuß gab nach längerer geheimer Be- ratung der Klage insoweit statt, als er den Gesamt- »ert ber abgeschlachteten Tiere um rund 800 Mark höher annimmt, wie er von der Kommission ange­nommen war.

Oberhesfische kirchlich- evangelische Frauenvereine.

t Gestern fand im SaaLbau Sauer dahier die Herbstverfammlung der Ober- hessischen k i r chl. - e v a n g. Frauenver» eine statt, die nach einem kurzen durch Dekan Sußmann - Kirchberg gesprocherren Gebet von ber Berbandsvorsitzenden Fürstin Elisa­beth Erbach-Schönberg eröffnet wurde. Daraus begrüßte die Dorsitzende der Gießener Frauenvereine die Anwesenden und verlas eine Ansprache deS leider am Erscheinen verhinderten Pfarrers A u S s e l d - ©leben über Antecstützung ber neu errichteten .Zuflucht' beim Evangelischen Schwesternhaus. Er lud zugleich zum Besuch des zum Besten der .Zuflucht" am nächsten Sonntag in der 3ohanneskirche stattfindenden Hörner- lonzerts d r Kapelle Kalbhem^GrcH n-Duseckein.

Len Hauvtvortrag hiett Frau Studiendirettor Hummel- Altenburg (Thüringen) über das Thema: .Mütter sind eines Volles Schicksal". Sie führte etwa folgendes aus. Es geht mit un­serem deutschen Dolle immer rwch sittlich bergab. Böller sterben nur an sittlicher Fäuln.s. Dagegen können die Frauen helfen, wie es nach dem Befreiungskrieg« auch gewesen ist. Diele hören den Dotfchrei unseres Volkes, di« evangelischen Frauenvereine, viele haben aber auch kein Herz str rhr Doll, viele andere leben im Leichtsinn oa&in. Die rechtliche Stellung der Frau ist heute gut geschützt, dagegen die ftttl che nicht. Der mütterliche Sinn der Krauenweit muß gestärkt werden. Deutschland hat die meisten fabrikarbei- tenden Mütter, ein Drittel aller ftinter dieser Mütter sind tagsüber ohne Beaufsichtigung: ein AergerniS sind die beamteten 5tauen, deren Männer ebenfalls Beamte sind. 3edes Mädchen sollte einen ganzjährigen Haushaltungslehrgang durchmachen müssen, damit es hausmutterttchen Sinn bekommt. 75 Prozent des gesamten Dolks- einkvmmenS gehen durch die Hände der Haus­frauen. Wir müssen sparen und es vermeiden, m^ländifche Waren zu kaufen, z. D Seide und -R^nerin gedachte der Bevölkerungs­politik unb des Geburtenrückgangs, dieser schreck­lichsten Entartung unseres Dolles. Auch die Woh- mingsnvt spricht dabei viel mit; statt D.-lkShäuser iinb Dtadione sollten die Städte Wohmmgen ta.uen. Zum Schluß gab die Rednerin den zahl- reich anwesenden Muttern to.'ife Ratschläge für ipr -Sero alt en ihren erwachsenen und unerwach- lenen Ktnidern gegenüber. Die Mütter werden mn gutes Schicksal unseres Dolles, wenn sie im ftamtf der Geister auf Gottes Seite stehen, dann btrö unser deutsche- Doll leben und nicht unter- gehen.

Dekan G u ß m a n n sprach der Rednerin für den gewlssenftärkenden Dorttag den Dank der

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Versammelten aus. 3n Oberhessen gibt es jetzt 44 Evang. Frauenvereine, davon 28 im Kreise Gießen

Gießener rpück-enmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Das Pfund Butter 180 bis 190 Pfennig, Matte 35 bis 40, Käle (10 Stück) 60 bis 150. Wirsing 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8. Rotkraut 10 bis 12. gelbe Rüben 10, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20 bis 30, llmerkohlrabi 5 bis 8. Grünkohl 20, Rosenkohl 50 bis 60. Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 10, M: errett ich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 45 bis 50, Kartoffeln 5 bis b, Aepfel 15 bis 35, Birnen 10 bis 25. Rüf'e 100, junge Hahnen 100, Suppenhühner 100 Gänse 90 bis 110; baä Stück Eier 16 bis 18, Blumenkohl 80 bis 160, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 20 bis 40 Pfennig.

Porrwtizcn.

Dageskalender für Dienstag. Stadttheater, Zu ilbr: »llnd Pippa tanzt" (Enle gegen IO1/* Hfrr). D. d. A. 8'/, älhr, llniversi- täts-Caf^: Vortrag von Dr. Aubin. Lichtsptel- haus, Dahnhoisttahe: ,Das Geheimnis von St. Pauli". Astoria-Lichtspiele:Stauen und Pferde".

Ei n Militär-Streichkonzert unserer 15er-Kapelle findet am näch­sten Sonntagabend im Kath. Vereinshaus statt. (Siehe heutige Anzeige.)