Törten tu rle.
Berliner Börse.
Berlin, 23. Ott 3m Vifetteu-Freiverkehr herrschte das an Samstagen übliche ftille Bild. Auch -u Beginn des amtlichen Verkehrs hielt die Geschäftsstille an. Publikumsorders lagen bei Festsetzung der ersten Kurse noch nicht vor, sodaß sich anfangs nicht übersehen lieh, welche Stellung die Dankenkundschast einnahm. Die Spekulation legte sich daher gröbere Zurückhaltung auf und schritt nur hier und da zu Deckungsläu'en. Die Terminpapiere zeigten daher vereinzelt kleine Erholungen, verkehrten aber im ganzen in der ersten Stunde in uneinheitlicher, eher nachgebender Haltung. D.e Kursveränderungen hielten sich allgemein in engsten Grenzen. Immerhin tvar bemerkenswert, dah die Baisse-
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bewegung bereits zum Stillstand gekommen ist und nur noch einzelne Papiere stärkere Einbuhen erlitten. Für verschiedene Werte lagen besondere Anregungen vor. Für 3. G. F a r b e n stimulierte der Fortschritt in den amerikanischen Verhandlungen des Farbeickonzerns. Eine günstige Ausnahme fand die beabsichtigte engere Verbindung der Hapag mit der Deutsch-Australischen und Kosmos-Linien S ch i f f a h r t s a t t i e n zeigten unter Einwirkung dieser Nachricht eine freundliche Tendenz. Für Montanaktien bot der Vorschlag des Präsidenten des ameri- kanischen Stahltrustes auf Einberufung einer europäisch-amerikanifch-eir Eisentonserenz zur Her- beisührung einer Verständigung eine gute Anregung. Diese Meldung wurde lebhaft dabattiert, und die Aussichten, dah demnächst die Etsen- verständigung über Europa hinausgreifen werde, veranlahte die Spekulation zu schleunigen Deckungslausen in Montanaktien, so dah diese eine feste Tendenz zeigten. Am Geldmarkt traten keine Veränderungen ein. Tagesge.d ist zu 3 PL 5 Prozent reichlich angeboten. Monatsgeld stellte sich auf 5,75 bis 6,5 Prozent. 3m D e - Visenverkehr hielten sich die Hauptvaluten zumeist ungefähr auf gestriger Basis. Oslo konnte sich gegen London weiter besesttgen auf 19,30.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt <l M. Telegraphische Auszahlung.
22 Oltbr.
21. Oktbr
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Berlin, 23 Oktbr
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F r a n k f u r t, 23. Okt.
Börse eröffnete zum Wache oben gerichteter Tendenz, bc einer starken Zurückhaltung den Ausführungen des Reic über der Ueberspekulativn
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Kauft in Giessen I
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sich in kleinsten Grenzen, selbst die ermähiqten Forderungen sind schwer zu erzielen. Auch Mehl
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— Feine, ausgewählt literarische Kost bietet das neue lvierte) Heft vom ,3 n s e l s ch rf s' ; x. D. einen fast unbekannten Bericht (Aus Lausanne, 1766) über den jungen Mozart. daS „Wunderkind". Eine Abhandlung Bergemanns, dem wir die schöne Büchner-Ausgabe verdanken, über Bettinas Weg zu Goethe. Heinrich Manns Einleitung zum berühmten, galanten Noman von Laclos. Die Vorwort aerse Stefan Zweigs zu fernem glänzend geschriebenen, neuen Noveilenband, auf b«n wir an anderer Stelle zurücklommen. Bemerkungen deS verstorbenen Gustav Roeth« zur Manesseschen Handschrift. Eine ch.ncsische Novelle aus der Ming-Zeit. Franzikus-Legenven. Ülnd manches andere; es ist eine Freude, in dem geschmackvollen und sehr ernsthaften Heft zu blättern.
— DaS neue Daheim (Nr. 3) bietet u a. eine reich illustrierte Abhandlung üben „Neue Prunkgläser". 3n zwei weiteren Auf- sähen behandeln Alice Henkel sachkundig daS „Spielturnen" unserer Kleinsten, und F. Bergmann die Geschichte und den heutigen Stand der Derufsfeuerwehr. Daneben steht eine abgeschlossene Mczartnovelle, „Intermezzo" von Amadeus Grohmann. DaS Frauendaheim mit wichtigen Ratschlägen und ernsthaften Plaudereien über moderne Raumkunst, allerlei reizende Modeneuheitcn, Frauenberuf und Hauswirtschaft, ferner der farbenfrohe künstlerische Bildschmuck, aktuelle Abbildungen und die selbständige Kinderbeilage „Arche Noah" vollenden den Inhalt des vielseitigen Heftes.
— Die „Koralle- (Ullstein, Berlin) . dem Oktoberheft zu einem größeren Format übergegangen. Interessant find die Ausnahmen der blühen- den Jucca-Bäume auf dem Berge Wilson in Kalifornien und die verzweigten Korallenskelette mit knospenden Kelchen, die Bilder von Flußpserd-Iag- den in Ostafrika und der Himmelsausschnitt, der von der größten Sternwarte der Welt aus ausgenommen wurde. Aufnahmen von javanischen Wa° jang-Orang-Spielen zeigen uns Menschen von einer Schönheit der Gestalt und Bewegung, wie sie selten zu sehen sind. Studienrat Holzel plaudert an Hand von lehrreichen Bildern über das Thema „Was die Federn des Waldes erzählen", Dr. Welten über gs- jährliche Gastfreundschaft in der Pflanzenwelt, Dr. Heilborn über aussterbende Tiere
ändert. Es notierten. (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer. 271-274 Mark: Bog gen. märkischer 224—229; Sommergerste 220—270; Wintergerste 186—193; Hafer, märkischer. 179 bis 195; Maiü, loco Berlin, 197—202; (100 Kilogramm): Weizenmehl 36,50—39,25; Rrggen- mehl 32,50-34; Weizenkleie 10,75-11: Roggen- ficie 10 90—11; Dittoriaerbsen 54—61: Heine Speiseerbsen 35-39; Futtererbsen 21-24: Qlder- bohnen 21—22,50; Rapskuchen 15,20-15.40.
Wirkung auszuüben. Das Geschäft nahm einen schleppenden Verlauf, zumal sich auch die Zahl der Kausausträge erheblich vermindert hat. Einig« Dcckungckäuse. die unter dem Einfluß der flüssigen Geldmorktlage vorgenommen wurden, brachten für verschiedene Papiere leichte Erholungen mit sich, doch war die Tendenz im allgemeinen unsicher und unregelmäßig. Dies gilt besonders für die I. G. Farben, die anfangs auf 324 (plus 1,25 Prozent) gebessert waren, dann aber wieder auf 323 Prozent zurückgingen und später weiteren Schwankungen unterworfen blieben. Scheideanstalt erlitten eine Einbuße von 3,25 Prozent, während Goldschmidt gehalten waren. Etwas angeregter verkehrten Montanaktien. Gebessert waren: Deutsch-Lux plus 1, Gelsenkirchen plus 2, Harpener plus 1, Mannesmann plus 0,75, Rheinifche Braunkohlen plus 1,5, Phönix plus 0,75, Rheinstahl plus 2, Riebeck plus 2,5, Stahloerein plus 0,75 Prozent. Einen stärkeren Kurssprung hatten Ilse-Bergbau zu verzeichnen, die um 6 Prozent anzogen. Kali- werte gut erholt, besonders Westeregeln plus 2,25 Prozent. Niedriger wurden: Buderus minus 1,25, Mansfelder minus 1 Prozent. Laurahütte waren scharf angeboten und fenkten sich um 6 Prozent. Elektroaktien waren überwiegend gebessert. AEG. plus 0,37, Siemens plus 1,5 Prozent. Am Bankenmarkt war die Kursgestaltung uneinheitlich. Berliner Handel minus 2 25 Prozent, aber Darmstädter plus 0,5 Prozent, Dresdner plus 0,75 Prozent. Motoren aktien gleichfalls unregelmäßig. Kleyer plus 2 Prozent, aber Daimler minus 1 Prozent. Bauaktien gingen weiter zurück. Zement Heidelberg minus 1 Prozent. Oelaktien niedriger. Auch Zuckeraktien neigten weiter zum Nachgeben. Stark gedrückt waren Heilbronn minus 3,5 Prozent, Badischer minus 3 Drozent. Von sonstigen Aktien büßten Metallgesellschaft 3,5 Prozent ein. T e x t i l - A k t i e n weiter rückgängig, Hammersen minus 1 Prozent. Deutsche Ren - t en gehalten. Schutzgebiet 10,5. Das ausländische Nentengeschäft war unbedeutend, die Kurse ermäßigten sich leicht. Der Freiverkehr blieb umsatzlos. Benz 94, Brown-Boveri 141, Entreprise 10, Frankfurter Handel 82, Growag 62, Rastatter Waggon 14, Ufa 38,5 Prozent. Im weiteren Verlaufe nahm das Geschäft einen ausgesprochenen lustlosen Charakter an, nur in einigen Montanwerten fanden geringe Umsätze statt. Am Geldmarkt bliebt die Lage weiter flüssig. Tagesgeld 4 Prozent. Monatsgeld 5? bis 7* Prozent. Privatdiskonten 4i bis 4j Prozent. Im Devisenverkehr waren wesentliche Veränderungen nicht zu verzeichnen. Paris gegen London 160,50, Brüssel 172,50, Mailand 111. Das englische Pfund stellte sicb auf 4 8484. Die Reichsmark war mit 4,2043 gegen Kabel scharf angeboten und weiter abgeschwächt.
berliner Produktenbörse.
Berlin, 22. Ott. 3m Gegensatz zu dem äußerst ruhigen und schwächeren Vormittagsverkehr, tvar bei Beginn deS amtlichen Verkehrs die Tendenz für Weizen wieder fest. 3n Deckung der in den letzten Tagen besonders nach England getätigten Vorverkäufe sanden die ä conto der erhöhten Frachten gleichfall3 heraufgesetzten Forderungen im Trrminhandel Bewilligung, trotzdem Amerika und England schwächer meldeten. Mit Ausnahme des Oktober, der 0,50 Mark niedriger eröffnete, notierten Dezember und Mai 1,50 bis 3 Mart hoher. Roggen wurde recht uneinheitlich. März 0,75 Mark befestigt. Am Markt der Gerste und des Hafers hat sich die Lage kaum verändert, die Geschäftsabschlüsse bewegen
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