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Mitteln. Der Kreisausschuß des Kreises Schotten hat sich bereit erklärt, einen Teil der Kosten zu über­nehmen. Ebenfalls werden die Gemeinden, in deren Gemarkung Filmaufnahmen gewünscht werden, einen Teil (zwei Drittel) der Kosten zu tragen haben. Mit den Aufnahmen ist schon begonnen wor­den. Es wurden u. a. gefilmt das Heldenmut und das Vatcr-Bender-Heim auf und an der Herchen- hainer Höhe, im besonderen das Leben und Treiben in und außer der Jugendherberge. Die Aufnahmen fanden gelegentlich des VHC.-Jugend-Tages am 21. und 22. August statt.

Q Eine Wohnungszählung. Wie wir hören, soll im IaHre 1927 im ganzen Deut­schen Reiche, mit Ausnahme des Saargebietes, in allen Gemeinden, deren Wohnbevölkerung bei der Volkszählung vom 16. 3uni 1925 2000 Ein­wohner und mehr betrug, eine Wohnungszäh­lung vorgenommen werden.

" Eine Aeichsschulmusikwoche. Das Hessische Landesamt für das Vildungswe'en gibt bekannt: Dom 11. bis 16. Oktober findet in Darm­stadt eine Reichsschulmusikwoche statt, die vom Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Gemeinschaft mit dem Landesamt für das Bil- dungswesen veranstaltet wird. Zu dieser Tagung kann den teilnehmenden Lehrern Urlaub ge­währt werden, soweit dies die Verhältnisse an den Schulen gestatten.

11 * D i e deutsche Herrenhutmode für Herb st und Winter 1926 zeigen in diesen Tagen die Hutgeschäfte des Deutschen Reiches in einer Einheitlich gestalteten Herrenhutmodenschau, die auf drei Grundmodelle eingestellt ist. Sämtliche Schöpfungen haben, wie man uns mitteilt, die In­stanz einer Modekommission passiert, die unab­hängig vom Einzelhandel und Fabrikation unter allen vorgelegten Modellen ihre Auswahl ge­troffen hat.

** D i e Freiwillige Sanitäts­kolonne vom Roten Kreuz in Gießen eröffnete gm Dienstagabend in dem Depot der Kolonne, Sonnenstraße 2, unter ärztlicher Leitung einen Ausbildungskursus für Vetriebshelfer in derErsten Hilfe bei Unglücksfällen". Auf Ver­anlassung des Ausschusses für das Zusammen­wirken der gewerblichen Berufsgenossenschaften mit den Vereinen vom Roten Kreuz auf dem Ge­biete der ersten Hilfe in Hessen, haben sich aus verschiedenen Betrieben von Gießen und Um­gebung 75 Teilnehmer zu dem Kursus gemeldet. Zu der Begrüßung der Kursusteilnehmer waren Kreisarzt, Medizinalrat Dr. M a! g e r und G<° Werberat S u s a t von der Gewerbeinspektion Gießen erschienen. Der Vertreter der Medizinal­bebörde wies in einer Rede auf die Rotwendigkeit der Abhaltung solcher Kurse hin und betonte besonders den großen Wert dersachgemäßen ersten Hilfe" für die Wiederherstellung der Un­fallverletzten. Der erste Vorsitzende der Sanitäts­kolonne, Oberregierungsrat Dr. Heß, und der Kolonnensührer Kratz gaben in ihren Be- grüßungsworten der Hoffnung Ausdruck, daß durch die Ausbildung der Teilnehmer ihren Mitmenschen in der Rot wertvolle Hilfe im Sinne der Bestrebungen des Roten Kreuzes zu­teil werden möge.

Der Einheitsverband der Eisen­bahner Deutschlands, Ortsgruppe Gießen, hielt am Samstag im Katholischen 23er» cinshaus eine Versammlung ab. Namens der Gie­ßener Ortsgruppe begrüßte Benner- Gießen die Erschienenen. Hierauf sprach Reserve-Zugführer W i n d e m u t h - Debra überDie Bedeutung der diesjährigen Beamtenratswahlen für Erhaltung des Berufsbeamtentums und der Beamtenrechte". Er kam in seinen Ausführungen auf das Beamtenrecht der Vorkriegszeit zu sprechen, als es noch königlich- preußische Eisenbahnbeamte gab. Heute fehle der Eisenbahnbeamtenschaft die Einigkeit, überall sei Streit unter den einzelnen Fachgruppen. Die große Organisation, die Reichsgewerkschaft, sei durch den Streik 1922 vollständig zerschlagen worden. Bei der Privatisierung der-Reichsbahn sei das Personal mit- übernommen worden, und alle beim Reich erwor­

benen Beamtenrechle wurden von der Reichsbahnae- sellschaft den Beamten zugesicherl, was in dem Reichs­bahngesetz festliege. Leider würden jedoch die Ge­setze öfter zuungunsten des Personals ausgelegt, wo­durch Unruhe unter den Beamten entstehe. Don

dem gesamten Personal der Reichsbahngesellschaft stünden etwa 90 Prozent im Kündigungsoerhältnis, wodurch dem Berufsbeamtentum große Gefahr drohe. Berufsbeamtentum und Unkündbarkeit sei der Jdealzustand, den die Beamtenschaft unbedingt an­streben müsse. Die Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Alsdann ergriff der 1. Vorsitzende des Be> zirskbeamtenrats bei der Reichsbahndirekri-on Frank­furt a. M., technischer Eisenbahn-Inspektor G l a s > Frankfurt, das Wort und behandelte das Thema Beamtenrätewesen". Er wies auf die Bedeutung der Beamtenrätewahlen hin, ferner kam er auf die feitberige Arbeit und die Erfolge der Beamtenräte zu sprechen und ermahnte alle Zuhörer, am 27. und 28. Sevtember an die Wahlurne zu treten. Anschlie­ßend fand eine lebhafte Diskussion von mehreren Gießenern Rednern statt.

** D i e Maul- und Klauenseuche wurde neuerdings in Hungen, Zell und Bauern­heim amtlich festgestellt. 3n Mücke, Flensungen, Gedern und Kinzenbach ist die Deuche erloschen.

Wirtschaft.

* 5 Milliarden Mark Gesamt- Auslandverschuldung Deutschlands. Die gesamte deutsche Auslandverschuldung wurde vom Reichsbankpräsidenten Schacht anläßlich eines Vortrages in Wien mit 5 Milliarden Goldmark angegeben, wovon 4/b langfristige Kredite seien. Die Reichsbank habe noch folgende Aufgaben zu erfüllen: Beseitigung der Kapitalknappheit, Her­absetzung der Steuerlasten und Wiederausbauen des privaten Geldmarktes.

* Das Ende der R ei ch s ge tre i be­ste l l e. Dor einigen Tagen hat in Berlin die letzte Aufsichtsratssitzung und die letzte Gesell­schafterversammlung der Reichsgetreidestelle statt- gefunden, in der die Liquidatlonsschluhbilanz genehmigt und dem Liquidator Entlastung er­teilt worden ist. Damit ist die Auflösung der Reichsgetreidestelle endgültig vollzogen, nachdem ihr Betrieb bereits seit dem Jahre 1921 ent­sprechend der Begrenzung ihrer Aufgaben fort­laufend immer mehr eingeschränkt worden war.

frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 23. Sept. Tendenz: Schwächer und lustlos. Die Börse bot auch heute an den Aktienmärkten ein Bild der L u ft» losigkeit und Stille. Infolge des durch den israelitischen Feiertag stark verminderten Geschäftsumfanges trat die Zurückhaltung noch ausgeprägter in Erscheinung. Die berufsmäßige Spekulation ist bestrebt, schon jetzt ihre Engage­ments für den Ultimo abzubauen, was sich in weiteren Glattstellungen äußerte. An den Aktien­märkten konnte daher die Mehrzahl der Papiere nur zu ermäßigten Kursen Aufnahme finden, teilweise traten empfindliche Rückschläge ein. So senkten sich I. G. Farben, die gestern abend mit 276,5 notierten, bis auf 271 Prozent. Von sonstigen Chemiewerten verloren Scheideanstalt 1 Prozent, Goldschmidt 1,25 Prozent, während Holzverkohlung gehalten blieben. Am Montan- markt hielt die Verstimmung an und tarn in neuen Rückgängen zu 1 bis 2 Prozent zum Aus­druck. Bochumer minus 1,8 Prozent, Mannesmann minus 1 Proz., Phönix minus 0,75 Proz., Rhein­stahl minus 2 Proz.. Riebeck minus 3,7 Proz. Am Elektromarkt schwächten sich AEG. um 1,25 Prozent, Bergmann um 1 Prozent, Felten um 2,5 Prozent und Lahrneher um 1,5 Prozent ab. Auch Bankaktien kamen in eine rückläufige Bewegung. Darmstädter minus 1,75 Prozent, Bayerische Hypotheken minus 1,25 Prozent, Com­merz minus 1 Prozent, Disconto minus 0,75 Pro­zent, Metallbank dagegen plus 1 Prozent. Von Schiffahrtsaktien gaben Hapag 2,2 Pro­zent nach, während Rordlloyd unverändert blie­ben. Die variablen Werte verkehrten uneinheit­lich, aber gleichfalls überwiegend schwächer. Von Oelaktien büßten Rütgerswerke 1,75 Prozent ein. Autoaktien schlossen sich der schwächeren Strömung an. Zellstoffaktien gehalten. Von Baustoffaktien gingen Wahß & Frey- iag um 1 Prozent, Holzmann um 0,75 Prozent zurück, dagegen waren Dyckerhoff um 1 Prozent befestigt. Zuckeraktien geschäftslos und nie­driger. Die regere Tlmsatztätigkeit für hei­

mische Renten war heute wieder abgeflaut, die Kurse gaben mäßig nach. Am Ausland- rentenmarlt war trotz einer lebhaften Ge- schästsbeläligung eine gewisse Realisationsneigung zu beobachten, wodurch sich ein Hin- u. Herschwan­ke n der Kurse bemerkbar machte, die sich schließlich leicht ermäßigten. Der Freiverkehr war lustlos, die Kurse unverändert. Deckerstahl 32. Benz 78, Brown Boveri 129, Entreprise 8.7, Frankfurter Handelsbank 85, Growag 60, ilfo 39 Prozent. Im weiteren Verlaufe schwächten sich die Aktienkurse bei spärlichen Umsätzen weiter ab. Am Geldmarkt blieben die Sähe fast un­verändert. Monatsgeld 5V$ bis Vlt Proz. je Adresse, Tagesgeld war zu" 4 Proz. recht flüssig. Warenwechsel 5 Vs. Bankakzepte 4% Proz. Im Devisenverkehr lagen die lateinischen Va­luten befestigt. Paris gegen London 174, Brüssel 184,50, Mailand 131,50. London gegen Kabel 4,855. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,1975.

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

Frankfurt a.M.

Berlin

Datum:

Frankfurter Getreidebörse

no-

5% Deutsche RcichSanleibe . 4% Deutsche RelchSanletye . S'/,°/n Deutsche SietchSanleibr 3% Deutsche Reichsanleihc . Deutsche Svarpramicnanleihe <°/o Preußische KoniolS . . 4% Hessen ........ ffiS:::;::;::: Deutsche Wertb. Dollar-Ant. dto- Doll.-Schatz-Antreiing.') 4°/0 Zolltürten 6% (Solbmertfanei ....

Berliner Handelsgesellschaft. Lommer»- and Prwal-Bünf Darrnst. und Nationalbank . Deutsche Dank.........

Deutsche BcreinSbank .... DtSconw Kommen... Metallbcmk...........

Mitteldeutsche Treditbank. . Öösterreichische Lrrditanstalt. Weslbank.........

Bochumer . ...... BudcruS .. ......... Taro ........... S-Lurernborg......

rrchencr Bergwerke. . anct Bergbau icrft Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln..... Lourahütte....... »

Oberbedarf ......... Phönix Bergbau ..... Roeinstahl .......... Niebcck Montau ....... TellnS Bergbau - .... Bereinigte Stahlwerk A.-G- Hamburg-Amerika PakU. . . Norddeutscher Llovd . . . . , Theramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Pbilipv Hotzmann......

Anglo-Conl-Guano Chemiühe Mäher Alapin . . I. G. Farbenindustrie. A.-G. Goldschmidt..........

Holzverkohlung RütgerSwerke Scheideanstalt «llg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann . . ..... .

Mamkraftwerke........

Schuck-rt ........ Siemens A Halste ......

Adlcrwerkc Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt . . . Mcgmn. . .....

Motorenwerke Mannheim

Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesewchaft Frankfurt. Per. Union A--G........ Schuhfabrik Herz ...... Sichel Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waobäulel . . .

Frankfurt a.M., 23.Sept. Es wurden

tiert: Weizen, Wetterauer, 28,7o bis 29 Mk.; Rog­

gen, inländischer, 22,75 bis 23; Sommergerste für

Brauzwecke 23 bis 26; Hafer, inländischer, 17,75 bis

18,25; Mais (gelb) 18,50; Weizenmehl, inländisches

Schlug»! finrs

1-Ubr. Kur,

Schtuh-IAnfang Kur* | Kurs

22.9. |

23 9.

22. 9. | 23. S.

0,505

0.5237

0.505

0,5 n

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1.5025

0,47

1,4475

1.4925

0.675

0.28

0.475

1,4975

0.43

0,46

0,435

0.435

0,46

95,25

16.6

16,225

16.62

48

46.5

47,5

216.5

218.5»

213*

140.7*

139»

140,5»

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166.5*

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162*

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135,5

136

139

137.5*

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92

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86

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94,75

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275.2»

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103.4

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50

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115 1

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v 155,7»

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196

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81,25

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78,25

79,75

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-

43,95

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40

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38

*

149.5

96,75

95,25

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179

179

180

179

73

«*-

73.25

91

90,5

90,25

(Spezial 0), 41.50 bis 42; Roggenmehl 33 bis 34; Weizenkleie 9,25; Roggenkleie 10,50 Mk. Tendenz: stetig.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M. Banknoten.

Berlin, 22. Septdr

Veld

Brie«

Rmerifaniftfie 'Jtotti .....

4,174

4,194

Betgifche 'Jiottn .......

11,91

11,97

Dänttchc Noten .......

111,02

111,58

Enotüchc Noten. .......

20,305

20,405

Franwntkbe Noten ......

11,62

11,68

Holländttche Noten......

167,60

168.4t

Atalicnifcbc Noten ......

15.39

15,47

Norwcattche Noten......

91.72

92,18

Deutfch-Ocstrrr,5100 Kronen

59,00

59.30

Slnmänitoc 'Noten ....

_

_

Schwedische Noten.....

111,74

112,30

Schweizer Noten......

80,75

81,15

Spanische Noten.......

63.54

U3.S6

Tschechoslowakische Noten . .

12,377

12.437

Unaartschc Noten.......

5.M5

5.885

Letzte Nachrichten.

Das Ergebnis von Thoiry.

Berlin, 22. Sept. (Eigener Bericht.) 3n Ber­liner politischen Kreisen diskutiert man heute über den Widerspruch, der zwischen den Aeuherungen der Berliner zuständigen Stellen und denen besx Reichsaußenministers Dr. Stresemann in Gens über das deutsch-sranzösische Annäherungs­programm besteht. 3n Berlin wird daraus hinge- roiefen, daß die Ilebernahme neuer finan­zieller Saften über den Dawesplan hi naus außer den» Bereich jeder Möglichkeit liege, und überhaupt nicht Gegenstand deuljch-sranzöfi- scher Erörterungen gewesen sei. Dr. Stresemann da- gegen sprach gestern in Genf davon, daß auch neue schwere Lasten übernommen wer­den mühten, wenn dadurch die politische Are i- h e i t des deutschen Volkes voll wiederhergestellt werden könnte. Finanzielle Opfer spielten im Leben eines großen Volkes gegenüber der Wiedererlan­gung der Souveränität keine Rolle. Zu beachten ist dabei und das ist das Entscheidende, daß die Mobilisierung eines Teils der Reichs­bahnobligationen an sich keine weitere finanzielle Belastung des Reiches mit sich bringt. Sie müssen o'hnehin vom nächsten Jahre ab nicht nur mit 5 Prozent verzinst, sondern auch mit 1 Prozent getilgt werden, ganz gleich, in wessen Hand sie sich befinden. Diese Belastung mit 660 Mil­lionen Reichsmark jährlich für die Reichsbahngesell­schaft ist aber bereits im Dawesplan vor­gesehen. Es liegt deshalb nahe, zu vermuten, daß zwischen Stresemann und Briand doch über irgendwelche weiteren Zugeständnisse Deutsch­lands gesprochen wurde, wie die Dinge tatsächlich liegen, wird Dr. Stresemann selbst den Mitgliedern des Reichskabinetts in der für Jreitag vorgesehenen Kabinettssihung auseinandersehen. Dabei wird sich ergeben, ob die an Berliner amtlicher Stelle herrschende Ausfassung, die, wie wir hören, die Ansicht des Reichskanzlers Dr. Marx und der in Berlin anwesenden ftabinettsmitglieber darslellt, tatsächlich im Widerspruch zu der Politik Dr. Strese- manns steht, wie es nacy den wiedergegebenen ver- schiedenartigen Erklärungen fast den Anschein haben könnte. Reiner wein wird der OeffenNichkeit aber auch nach der Rückkehr Stresemanus voraussichtlich noch nicht eingeschenkt werden, so daß man auch weiter daraus angewiesen sein wird, an den Türen zu horchen und zwischen den Zeilen zu lesen.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus der »Radlo-Umschau".)

Jreitag, 24. September:

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Hausfrauen-Nachmittag. Programm u. a.: Werturteil beim Einkauf von Obst und Gemüse", Vortrag von A. Döbler. 5.45 dis 6.05 Uhr: Die Lese­stunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: Jndianermärchen. 6.45 bis 7.15 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 7.15 dis 7.45 Uhr: Italienischer Sprachunterricht. 8.30 bis 10.30 Uhr: Konzert- Abend.

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