HcfaaH van flaue/ Gerat/unJfluß\ j/ne nth/acke o/neGruA--
11
'M y»'/
Jr^v^,,
Tel 368 <
EinS umfesl weil sc Kaffee
Nur ei
HInItN'M
Knäuel n>' girren tnu Dtripölel- L lutmen mu käme nicht, ihn heute n lang nicht g
...............
Samer
"»blinde
&M«b Ä.<Ebei ^Nlrie iS;
Das
Ao
24 S-rtl'eV"!
> L
•J&S < ihn gelegne': „ w„ «< O
-sM
n,
fta*1 de^ach'eN' Mloler. ® -hin ton’- ni -chroestern Min|ch«n-
la wag' ihr, bat |i<: stunde und lastend, der n<ä «
[Role wo ThauÜee- J [djealid), °v tnlche und dou der u(
Am 2= halt , hotte sich '
Volksbegehren und Volksabstimmung
Von unserem Darmstädter Redakteur.
tere Zeit
20
Leben erhebt.
einen!
8.30 Uhr: Zwei Pfingsttantaten von
WSR. Besetzung haben sich worben.
Befund handelt es sich vermutlich um Raubmord.
von der
a. OIL
l
F
Sebastian Dach.
Montag, 24. Mai.
8—9 Ahr: Morgenfeier, veranstaltet
Ev.-luth. Matthäusgemeinde Frankfurt
Wald in der Rahe der Saalburg scheint Aufklärung gefunden zu haben. Inder verschiedenen Pressenotizen meldete sich Frau Bergmann aus der Schippen in Frankfurt, die in der Leiche ihren seit
m e r seine folge eine gaffe
zwei wahren verschwundenen Gatten zu erkennen glaubt, da alle Anzeichen, sogar die Zohnbildung, zutrefscn. Rur der Anzug, den die Leiche trug, gehörte nicht dem Toten. Die Frau nimmt an, daß ihr Gatte aus Furcht vor Strafe freiwillig auS dem Leben geschieden ist.
zurückgestellt wird.
Starkenburg.
Heppenheim, 21.Mai. Um die zur ausgeschriebene B a u m e i st e r st e l l e nicht weniger als 218 Personen be-
12—1 Ahr: Konzert des Hausorchesters: Schubert. 4—6 Ahr: Aebertragung des Konzertes von der Gerbermühle. 6—6.30 Ahr: Die Lesestunde. 8—8.30 Ahr: „Der Wäldchestag im alten Frankfurt a. M.", Vortrag von August Kruhm. 8.30 Ahr: Sinfonie-Konzert.
Dienstag, 25. Mai.
4.30—5.45 Ahr. Konzert des Hausorchesters: Operettenmusik. 5.45—6.05 Ahr: Die Lesestunde. 6.15—6.45 Ahr: Aebertragung von Kassel: Vortrag des Garteninspektors Deckel über „Kulturarbeiten im Obst» und Gemüsebau und die Verwertung von Frühgemüse, Beeren und Steinobst". 6.45—7.15 Ahr: „Der Luftverkehr", Vortrag von Herrn Scharlach von der Südwestdeutschen Luftverkehrs-A. G. 7.15—7.30 Ahr: Englische Literaturproben. 7.30—8 Ahr: Englischer Sprachunterricht. 8—8.15 Ahr: Stunde der Frankfurter Vereinigung für Heimatkunde. 8,15—10.15 Ahr: Duette-Abend.
Eltwerk, die andere auf der Realschule zur Aufstellung gelangen. Die Lieferung soll durch die Firma 2. F. Krömmelbein erfolgen.
z Alrnenrod, 21. Mai. Für die im vergangenen Jahre neu erbaute Wasserleitung hat die Gemeinde eine verhältnismäßig große Anleihe aufnehmen müssen, deren Zinsendienst und Tilgung beträchtliche Summen verschlingen. Zur Rückzahlung der Kapitalschuld ist wohl der Erlös für Holz aus den Gemeindcwaldungen vorgesehen. ober bei den heutigen niedrigen Preisen für Rutzholz dürften die Einnahmen aus diesem Posten nicht gar zu groß sein. Da die Haushaltungen die Kosten des Hausanschlusses zu tragen haben, ist es erklärlich, daß eben jede nicht dringende Reuanschaffung in landwirtschaftlichen Maschinen, Kleidung oder Wäsche für spä-
Vüchertisch.
— „V e r d u n - P a r i s Madri d". Geschichte einer Flucht nach Spanien. Von E. Schlesinger. (Verlag Anode, G. m. b. H., Berlin-Wilmersdorf, Brandenburgische Straße 42.) Geb. 3.50 Mk. Das Buch schildert ohne jede Tendenz in außerordentlich spannender Form die Flucht des Verfassers aus französischer Gefangenschaft quer durch Franlreich nach Spanien. Es ist interessant zu lesen, welche Tricks der Flüchtling anwendet, um durch zahlreiche Kontrollen zu gelangen. Ein fesselnd geschriebenes Buch, daL durch eine Anzahl Photographien aus Spanien bereichert wird. 45
- Johannes Häffner „Deutsche Seel e". Engelhorns Romanbibliothek 38 R, Bd. 25—26. Ganzl. 3,50 Mk. (Verlag 3. Cngel- horns Rachfl., Stuttgart.) Dieser neue Band von Engelhorns Romanbibliother gehört zu den echten, wurzelfesten Volksbüchern, die frei sind von aller literatenhaften Künstelei und doch ausgestattet mit den besten Erzählerqualitäten. Der Patriotismus des Dichters steht jeglicher Phrase fern, er entspringt innigstem Heimatgesühl und Vaterlandsliebe. And noch eine Eigenschaft besitzt der Roman in höchstem Maße: den inneren Gehalt, die Ruhe und Tiefe, die uns hontc^rnehr denn je willkommen ist, weil sie über das allzuhastigs
Sonntag, 23. Mai.
8—9 Ahr: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgverein, Frankfurt a. M. 12—1 Ahr: Volksliederkonzert. 3—4 Ahr: Die Stunde der Jugend. 4—5 Ahr: Konzert des Hausorchesters: Berühmte Märsche. 6—7 Ahr: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung.
l Johann
die nicht zur Arbeit verwendet werden: dazu kommen noch 150 Milchkühe, die gleichzeitig auch als Arbeits- (Zug-) Vieh benutzt werden. Daß eine gute Milchkuh täglich 20—25 Liter Milch gibt, ist hier keine Selisn- heit. Daß hier die Milcherzeugung auf einer solchen Höhe ist, ist in erster Linie darauf zurückzuführen, daß die Viehbesitzer an künstlichen Futtermitteln nicht sparen. Andererseits ist aber auch die heimische Futtergewinnung infolge intensiver Landbewirtschaftung und ausgiebiger Verwendung künstlicher Düngemittel eine sehr gute.
Maingau.
Frankfurt a. M., 21. Mai. (WSR.) Heute vormittag gegen 9 Ahr nahmen Bewohner des Hauses Schweizerstratze 66 aus einer Wohnung im ersten Eijock Gasgeruch wahr. Sie alarmierten sofort die Polizei, welche die Oeffnung der Wohnung veranlaßte. Dabei wurden der Kaufmann Franz Fahler und seine Frau tot ausgefunden. Das 1'7jährige Kind des Ehepaars war noch am Leben und wurde nach dem Krankenhaus verbracht. DaS Motiv zur Tat ist unbekannt. Vermutlich liegt Selbstmord vor.
Homburg v. d. H.. 21. Mai. (WSR.)- Der kürzliche Leich enfund im Wehrhei -
Die vielleicht kleinste und doch inhaltsreichste Schrift über die Kriegsschuldfrage erscheint soeben unter dem Titel „Grundzüge der Kriegsschuld frage" (Buchverlag der Süddeutschen Monatshefte. München, 1,50 Ml.). Der Verfasser Georg Karo, Professor an der Anivertttät Halle, zählt zu den ersten Forschern des Problems. Was diese Schrift von allen andern unterscheidet, ist die umfassende, schlagwortartige Entrollung eines Gesamtbildes der europäischen, ja wenn man so sagen darf, der Weltpolitik, von 1871 bis 1914. Am Ende der einzelnen Kapitel ist die wichtige in- und ausländische Literatur nach dem neuesten Stande angeführt. Dieses 64 Seiten starke Büchlein liest sich bei aller Sachlichkeit, Ruhe und Klarheit geradezu spannend. 89
— „Z. R. sieg t!" Roman von F. Green. (Verlag von Ernst Keils Rachfl., Aug. Scherl. G. m. b. H., Leipzig, Königstr. 33.) Ganzl. 5Mk. Hier liegt wohl der erste Zeppelin-Roman vor, der seine Aktualität noch dcd.rch steigert, daß er das Tagesproblem des Rord olfluges zum Thema seiner Handlung wählt und die großen Rationen der Welt zum Wettkampfe um den Sieg antreten läßt. Man folgt diesem größten der Rennen wie dem aufregendsten Sportkampf. ES gibt Strapazen und Katastrophen, Todesnähe. Momente höchster Spannung, Mut und Verwegenheit. derentwegen man das Buch nicht aus der Hand legt, bis man das Luftschiff und die tapfere Besatzung am Ziele weiß. Man hat seine Freude an diesen Menschen, die trotz allen Gefahren den Mut nicht sinken lassen. Fesselnd geschildert ist eine Rotlandung des havarierten Luftkreuzers, eine tageslange Fußrrise durch die Einsamkeit der Arktis und schließlich nach hartem Kampfe die Aeberkreuzung des Pols, während die Sender der Welt den Sieg ausrufen. Ein Buch, das den Leser bis zum Schlüsse gefangen halt. 115
— Der Amateursender. Eine Anleitung zum Bau und Betrieb kleiner Röhrensender für Telegraphie und Telephonie. Von Hckstns Günther und Dr. H. Kröncke. (Franckhsche Verlagshandlung. Stuttgart.) Preis in Halbleinen 9,50 Mk. Wenn sich auch bei uns die Entwicklung der Radiotechnik durch die Striegd- und Rachrriegsjahre verzögerte, so erhielt das Amateurwesen trotzdem einen starken Antrieb, und man darf damit rechnen, daß. wenn die. Entwicklung so weitergelst, auch der Amateursc-nder in nicht „«u ferner Zeit sich eirwürgern wird. Eine umfassende Anleitung zum Selbstbau von Amateursendern ist deshalb sehr wünschenswert. Das vorstehende Buch gibt auf alle Fragen Antwort, bespricht alle brauchbaren Schaltungen, erläutert die Selbstanfertrgung wichtiger Einzelteile und beschreibt eine große Reihe ausgesiihrter Amateursender. In vier Teile gegliedert, behandelt es die Grundlagen des Amateursenbers, seine Einzelteile, Meßinstrumente und Meßverfahren sowie die praktische Aus) ührung von Sendeanlagen. Dieses praktische Hilfsbuch dürfte vielen Radiobastlern und Radiofreunden sehr willkommen sein. 122
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Amschau".)
Am Samstag. 22. Mai, abends von 6—7 Ahr. wird vom Frankfurter Dom das Pfingst- getaute der Domglocken auf den Sender übertragen.
Gerichtsf«al°
Lin ungeheuer Postbeamter.
WSR. Franksurt a. M., 21. Mai. Dor dem erweiterten Schöffengericht hatte sich der Post- betriebsaffiftent Wilhelm Kratz, der zahlreiche Einschreibe- und einfache Briefe erbrochen und ihres Inhalts beraubt hatte, wegen Unterschlagung i m A m t e zu verantworten. Das Gericht stellte sich auf den Standpunkt des Reichsgerichts, das bei Briefunterdrückung oder -Vernichtung den erschwe- renden Tatbestand des Paragraphen 349 in solchen Fällen für gegeben erachtete, und erkannte aus eine Zuchthausstrafe von einem Jahr und zwei Monaten.
Schwere Amlsunlerschlagung.
WER. K a r l s r u h e, 21. Mai. Wegen Unterschlagung amtlicher Gelder in Höhe von 28 100 Mark und Fälschung der Kontrollliste n hatte sich vor dem Schöffengericht der 42jäh- rige, verheiratete bisherige Finanzinspektor H e i n r. Haller zu verantworten. Der Angeklagte, der in vollem Umfange geständig ist und einen Monats- gehalt von 404 Mark bezog, mit dem er nach seinen Angaben sehr gut auskommen konnte, brachte das Geld fast ausschließlich im Spiele durch. Der Staatsanwalt beantragte die geringstzuläifige Strafe, sechs Monate Gefängnis. Das G e - richt ging aber über diesen Antrag weit hinaus und verurteilte Haller zu zwei Jahren Zuchthaus, den Kosten und fünf Jahren Ehrverlust. Mildernde Umstände lägen in keiner Weise vor. Er habe das ganze Geld nur zur Befriedigung seiner Spielleidenschaft verwandt. Das Verhalten des Angeklagten sei würdelos und gewissenlos.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
XX Ahbach, 21. Mai. Unter Haupt lehr er a. D. Fr. Köster wurde am Mittwoch Rachmittag unter großer Anteilnahme der Gemeindeglieder und vieler auswärtiger Lehrer zur letzten Ruhe gebettet. Er wirkte £5 Jahre als Erzieher in unserm Ort. 3m 3ahre 1920 trat er nach 50jähriger erfolgreicher Wirksamkeit in den wohlverdienten Ruhestand. Die Verdienste des Heimgegangenen wurden an seinem anderes. Grabe gebührend gewürdigt.
L Großrechtenbach, 21. Mai. Heber die Besetzung der hiesigen Landjäger stelle, 'die durch die Ernennung des Oberlandjägers Braun zum Landjägermeister in Dinslaken-Lohberg seit 1. April verwaist ist, ist bisher noch nichts Bestimmtes bekannt geworden. Es verlautet, daß die Stelle einem bisherigen Schutzpolizeibeamten übertragen werden solle. Die Vertretung wird zur Zeit durch die Oberlandjäger Kroll. Niederkleen, und Simon, Kraftsolms, ausgeübt.
00 Reiskirchen, 21. Mai. Die hiesige Gemeinde will den „G e h r i n g s tz ä u s e r" Weg auf einer Teilstrecke chaussecmäßig ausbnuen und auf einer weiteren Strecke mit einer Kleinschlag- decke versehen. Es steht zu erwarten, daß die Arbeit als R o 1 st a n d s a r b e i t anerkannt und der Gemeinde zu ihrer Ausführung aus Mitteln der produktiven Erwerbslosenfürsorge ein Zuschuß bewilligt wird. Bei dem Wegebau sollen die in der hiesigen Gemeinde vorhandenen Erwerbslosen Beschäftigung finden.
00 Volpertshausen, 21. Mai. Bei der hier im Gange befindlichen wirtschaftlichen Umlegung der Grund st iicke ist eine etwa 40 Morgen große Wa l d f l ä ch e , die „Aspen" ge- nannt, abgeholzt und in Ackerland umgewandelt worden. Mit anerkennenswettem Fleiß haben die hiesigen Einwohner, die meistens aus Kleinbauern bestehen, die Fläche in verhältnismäßig kurzer Zeit gerodet. Der so dem Walde abgenommene Ackerboden ist durch das Los an Die Ortseinwohner ver- teilt worden, wobei jede Haushaltung eine Fläche von etwa einem halben preußischen Morgen erhol- ten hat. Das Land geht in das Eigentum der Landwirte über; es soll gewissermaßen einen Ausgleich für die von ihnen zur Erweiterung des Wegenetzes abgetretenen Flächen darstellen.
O Hochelheim, 21.Mai. Der Ausbau des im Zusammenlegungsverfahren ausgewiesenen Verbindungsweges zwischen der Kleebachstraße und dem Moorweg, der als öffent- llche Rotstandsarbeit anerkannt war und zu dessen Ausführung der Gemeinde ein Zuschuß aus Mitteln der produktiven Erwerbslosenfür- sorge bewilligt wurde, ist in diesen Tagen beendet worden. Die bei dem Wegebau beschäftigten Rotstandsarbeiter fallen nunmehr wieder der allgemeinen Erwerbslosenfürsorge zur Last.
<> Ebersgöns, 21. Mai. Die hiesige Gemeinde kann sich wohl ohne weiteres zu den Gemeinden des Streifes zahlen, die die meiste Milch nach auswärts liefern. Es sind drei Milchhänd- ler hier ansässig, die täglich annähernd 100 Liter Milch den Städten Butzbach und Wetzlar zuführen. Ein Milchhändler verbringt die Milch täglich mit einem Lastkraftwagen nach Wetzlar. Bei der letzten Viehzählung wurden über 100 Milchkühe ermittelt,
Rheinhessen.
* Mainz, 21. Mai. In der Nacht zum 10. Mai hat der 3 r oft in den Weinbergen Rhein- hessens außerordentlichen Schaden angerichtet, der die Ernteaussichten mehr oder weniger für das Jahr 1926 und zum Teil auch für 1927 zerstört. Wie die „Hessische Landwirtschaftliche Zeitschrift" mitteilt, wurde auf einer von der Land- Wirtschaftskammer oorgenommenen Besichtigungsfahrt die große Ausdehnung des Schadens festgestellt. In einzelnen Gemeinden'" sind ganze Wein- bergsan lagen re st los durch den Frost zerstört. Die Landwirtschaftskammer hat eine Erhebung des Umfangs des Frostschadens in den einzelnen Gemeinden durch ihre Vertrauensmänner veranlaßt, sie ist ferner bei den entsprechenden Landes- und Reichsstellen vorstellig geworden und hat in einer persönlichen Aussprache dem Reichskorn- miffar für die besetzten Gebiete van dem neuen Mißgeschick, das unsere hessischen Winzer getroffen hat, Kenntnis gegeben.
WSR. Worms, 21. Mai. Drei in einer Kiesgrube spielende Kinder wurden hier verschüttet. Herbeieilenden Rachbarn gelang es, ein fünfjähriges Kind zu retten, während die beiden anderen im Alter von zwei und vier 3ahren nur als Leichen geborgen, werden konnten.
WSR. Alzey. 21. Mai. Beim Entleeren einer Dickwurzrübengrube beim Orte Flomborn fanden Knechte die Leiche eines etwa 30jährigen Mannes, der erst vor wenigen Tagen dort verscharrt wurde. Rach dem
Dec diebische AMenfohn.
WSN. Darmstadt, 21. Mai. Vor dem Bezirksschöffengericht hatte sich heute der 23jährige Mohammed A n b r 6 wegen Diebstahls zu verantworten. Mohammed, der früher einem sran - zöfifchen Kolonialregiment angehörte und dort gut deutsch sprechen gelernt hat, gefiel eines Tages die Soldatenhsrrlichkeit nicht mehr, und er desertierte über den Rhein, wo er bei verschiedenen Bauern arbeitete und einmal sogar auch E r - werbslosenunterftützung bezog. In Gemeinschaft mit einem 17jährigen Schiffsjungen aus Gernsheim bestahl bann Mohammeb einen seiner Arbeitgeber um 100 Mark. Das Gericht verurteilte den Schiffsjungen zu brei Monaten, ben Sohn Afrikas zu sechs Monaten Gefängnis.
Die HeU'Dfenburger Explosionskatastrophe in der Berufungsinstanz.
WSR. Darmstadt, 21. Mai. Das aroße E x - plosionsunglück in der Pyrotechnischen Fabrik von Friedrich Sturm & Eo. in Neu- Isenburg, bei dem bekanntlich sechs Arbeiter und Arbeiterinnen ums Leben gekommen sind, beschäftigte gestern in der Berufungsinstanz die hiesige Strafkammer. Vom Offenbacher Schöffengericht waren die beiden Inhaber der Fabrik, Leichum und Sturm, zu je 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Während Leichum die Strafe annahm, legten Sturm und b<*r Staatsanwalt Berufung ein. Dos Gericht entschied, daß beide Berufungen zuruckzuweisen feien; es bleibt demzufolge bei der erstinstanzlichen Strafe.
zwischen der Gesetzgebung des Reiches und der H essens. Der Reichstag kann nur durch den Reichspräsidenten aufgelöst werben, währenb das hefsifche Volk auf Grund versassungsmäßiqel Rechte, durch eine '23oiryabftimmun^, falls diese in bejahendem Sinn ausfällt, die Auflo'fung herbeiführen kann, selbst gegen den Willen der Regierung. Die gesetzlichen Befugnisse, die dem Volke durch eine Abstimmung (Volksentscheid) eingeräumt werden, sind in ben einzelnen beutschen Länbern sehr verschieben. Kann in Hessen nur burch einen Beschluß bes Gesamtministeriums ober burch eine allgemeine Volksabstimmung ber Lanbtag aufgelöst werben, so kann bies z. B. in Preußen burch einen Beschluß bes Staatsrates bes Lanbiages ober auf bem Wege bes Volksbegehrens geschehen. In Bayern ist biese Befugnis bem Volksbegehren und bem Gefamtministe- rium eingeräumt. Sachsen unb Württemberg sowie verschiebens kleinere Länber haben ähnliche Gesetzesbestimmungen. So weit sich übersetzen läßt, hat ein Lanbtag nicht bie Macht, sich selbst aufzulösen, auch in Hessen nicht. 2m allgemeinen sinb in ben einzelnen Länbern bie gesetzlichen Bestimmungen über Volksbegehren unb Volksentscheib denen ber Reichsverfassung nachgebilbet; vielfach lehnen sie sich auch im Wortlaut baran an, inbessen bestehen wesentliche Unterschiebe über bie Art bes Volksbegehrens. So ist in Württemberg unb in ben Hansastäbten — um nur ein Beispiel herauszugreifen — ein Fünftel ber Stimmberechtigten bei einem Volksbegehren not» roenbig, um einen Volksentscheib über eine Lanb- tagsauflösung herbeizuführen, in Sachsen ist aber nur ein Zehntel ber Wahlberechtigten notmenbig. (Auch bas Reich verlangt bei einem Volksentscheib, daß sich vorher bei einem Volksbegehren 1/io der Wahlberechtigten über ein Gesetz geäußert hat.) In Hessen ist bei einem Volksbegehren jedoch nur bie Meinungsäußerung von einem Zwanzigstel ber Wahlberechtigten notmenbig, also erheblich weniger. Es werben in runber Zahl 46 000 Unterschriften non stimmberechtigten Wählern zu sammeln fein. Bei ben Hinbenburgwahlen am 27. April 1925 brachten es bie Oppositionsparteien (Deutsche Dolkspartei, Deutschnationale Dolkspartei unb Bauernbunb) auf runb 275 000 Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 77,7 Prozent in Hessen. Es werben mithin bie 46 000 Unterschriften für das Volksbegehren aufgebracht werden können; und sie werden aufgebracht, darüber läßt die Stimmung, die im Lande herrscht, keinen Zweifel.
Das bereits seit längerer Zeit in Hessen an gekündigte Volksbegehren ist j?izr eingeleitet unb wird zu einer Volksabstimmung fuhren. Es treten bann zum erfreu Mate bie Artikel 12 bis 16 der hes- ssilchen Verfassung sowie die Bestimmungen über bas Volksbegehren unb bie Volksabstimmung vom 17. März 1921 in Wirksamkeit. Volksbegehren unb Volksabstimmung in bieser besonberen Form sinb Schöpfungen ber Neuzeit, ber bis zum November 1918 gültigen hessischen Verfassung waren sie noch fremb. Zwor hat cs regelrechte Volksabstimmungen schon im Altertum gegeben — bie berüchtigten Scherbengerichte in Athen sind als solche zu bezeichnen — aber ihr Lorbilb haben sie nicht auf antikem Boben, jonbern in germanischen Länbern. Durch Volksabstimmungen wurden in airgermanischer Zeit viele Fragen des öffentlichen Lebens entschieden. Die Abstimmungen traten jedoch immer mehr zurück unb erlangten erst im. 14. Jahrhunbert in ben Lanbge- meinben ber Schweiz eine immer stärkere Bebeu- tung. Schließlich würben sie in ein System gebracht unb ihnen feste gesetzliche Bestimmungen gegeben. Es würben genaue Anorbnunyeu getroffen sowohl über bas Volksbegehren, b. h. über ben Antrag, eine Volksabstimmung herbeizuführen, wie auch über bie Abstimmung selbst. Die Ausbilbung ber gesetzlichen Normen gehörte aber uorroiegenb bem 19. Jahrhunbert an unb fanb erst gegen besten Enbe seinen wesentlichen Abschluß. Es ist aewiß kein Zweifel, baß bie Volksabstimmung auf Antrag aus bem Volke selbst, gerabc in ber Schweiz burch Verfassung unb Gesetzgebung so ausgebilbet worben ist. In einem kleinen Lanbe war bas leichter möglich als in ben mobernen Großstaaken. Ueberhaupt hat bas schweizerische Vorbilb wenig Nachahmung gefunben; von europäischen Staaten ist ihm nur bas DeutscheReich gefolgt in seiner neuen, ber Weimarer Versüssung. Keine ber westlichen Demokratien kennt bie Volksabstimmung, weber zur Auflösung bes Parlaments noch zur Annahme ober Ablehnung eines Gesetzes. Don außereuropäischen Staatswesen haben bas Volksbegehren unb bie Volksabstimmung nur bie sog. Neuenglanbstaaten (in ben östlichen Vereinigten Staaten) unb Australien übernommen.
In ber Reichsverfassung sinb nur wenige Bestimmungen über bas Volksbegehren unb bie Volksabstimmung — hier meistens Volksentscheib genannt — enthalten; Volksabstimmungen sinb hiernach möglich über Gesetze unb über bie Absetzung bes Reichs- präsibenten, nicht jeboch über bie Auflösung bes Reichstages. Darin liegt ein wesentlicher Unterschieb
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, den 23. Mai. 1. Pfingstfeisrtag.
Gießen. Stirdtttrche. 8: Pfr. Becker. 9": Pfr. Mahr. Beichte u. heil. Abendmahl f. Matthäus • u. Markusgemeinbe. 11'/«: Krnberk. f. d. Matthausg. Pfarrer Mahr. - JohanneSkirche. 8: Pfarrer Ausfelb. 97,: Pfr. Bechtolshelmer. Beichte, unb heiliges Abenbmahl f. Lukas- unb Johannes- gemeinde. 11:’/, Kinderkirche f. d. Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer: - Kirchberg. 10.11: heil. Abendmahl f. Staufenberg. Kollekte s. d. Luther- ftiftung, nachmittags 1",: Kirchberg. — Wieseck. 9V,: Pfarrastist. Hertel-Gießen. Opfer f. d. Luther- ftiftung. — Watzenborn - Darbenteich. Watzen- born«Steinberg:'/,10. (Kirchenchor, Kollekte). Garbenteich: 2*/4: Denkmalsweihe.
Montag, den 24. Mai. 2. Pfingstfeierlag.
Gießen. Stadtkirche. 8: Pfarrer Mahr. 97„: Pfarrer Becker. 11: Kinderkirche f. d. Markusgem. Pfarrer Becker. - JohanneSkirche. 8: Pfarrer Bechtolsheimer. 97,: Pfr. Ausfeld. 11: Kinderk. f. d. Johannesgem. Psr- AuSfeld. - Kirchberg. 10. Wieseck- 9*/,: Pfarrer Haupt-Gießen. Opfer für den Evangelischen Bund. — Watzenborn - Steinberg: 1. Garbenteich: '710. (Kollekte).
Katholische Gemeinden.
Gießen. Samstag. 22. Mai. nachmittags 41/, und 7 Beichte. Sonntag. 23, Mai. Pfingstsonntag, 6'/, Beichte, 7 Messe, Kom. der Frauen. 8 Kom., 9 Hochamt mit Predigt, 11 Messe mit Predigt, 2' 7 Desper mit Segen. 47, und 7 Beichte. — Grün- berg. 9'7 Meste mit Predigt. — Hungen. 8 Hoch- amt mit Predigt. - Ltch. 10 Hochamt mit Predigt. Montag, den 24. Mai. Pstngstmontag. 6'/, Beichte 7 Meste. 8 Kom. 9 Hochamt mit Predigt 11 Meste mit Predigt 21/, Festandacht mit Segen. Dienstag unb Freitag abends 8 Maianbacht. — Grünberg. 9'/, Meste mit Predigt. — Hungen. 6 Andacht. Laubach. 10 Meste mit Predigt. - Lich. 71/, Hoch- amt mit Predigt.
Ife’W’


