Nr. M Drittes Blatt Giestrner Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffenl
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Donnerstag, 20. Mai 1926
Wirtschaft.
Die Lage auf dem deutschen Kapitalmarkt.
Ccit einiger Zeit hat bis Lage auf dem deutschen Geld- und Äapitaünarft zweifellos eine nicht unwesentliche Erleichterung erfahren. Die Hypothekenbanken usw. konnten e-ne stattliche An- zahl Pfandbriefe aus neuen und alten Cmisfio- uen unterbrtngen. Anleihen von Kommunen, größeren Werken usw. haben glatte Aufnahme gesunden. Preußen, die Reichs -oft. mehrere große Länder haben ohne Schwierigle len Schatzwechscl im beträchtlichen Umfang und mit längeren Lauffristen emittieren können. Insgesamt handelt es sich hier um Summen, die mindestens auf 700 Millionen Mark veranschlagt werden können. Hand in Hand mit der stärkeren Aufnahmefähigkeit des Kapitalmarktes ist eine nicht unbeträchtliche Senkung des Zinsfußes gegangen. Der Reichsbankdiskont iift gesenkt worden. Die Sähe für tägliches Geld haben eine wesentliche Abnahme erfahren Auch auf dem Markt für langfristiges Kapital sind die Zinssätze nicht unerheblich zurückgegangen, ein Moment, has deshalb wesentlich ist, weil in ihm die Verbindung zwischen Geld- und Kapitalmarkt in Erscheinung tritt. Sogar die Zinssätze für Hyvotheken, für Pfandbriefe usw. haben einen Rückgang erfahren.
Alle diese Momente sind natürlich sehr et- freuti d^er Ratur. Es fragt sich nur, ob mit ihrem Fortgang bzw. mit ihrer Weiterdauer zu rechnen ist. Zu einer Feststellung hierüber bedarf es einer Untersuchung der Ursache der Geldflüfsig- leit. Von einer Stärkung der inneren Kapitaskrast kommt Xie nicht 5er; das dürfte feststehen. Zwar haben die Einlagen bei Danken und Sparkassen leit Anfang 1925 eine Zunahme von über 3 Milliarden Mark erfahren; dieser Betrag stellt jedoch nur einen geringen Bruchteil der Vor- friegsfummc bar, so daß von hier aus eine wesentliche Belebung nicht auSgegangen sein kann. Auslanbanleiben größeren Umfanges sind zwar früher wiederholt gewährt worden, in der letzten Zeit hat ihr Umfang jedoch stark nachgelassen. Außerdem dienen dse vom Ausland in der letzten Zeit noch hereingekommenen Beträge großenteils zur Umwandlung kurzfristiger Schulden in langfristige Derb'ndlichkeiten. Wenn trotzdem die Lage auf dem Geld» und Kapitalmarkt leichter geworden Ist, so findet diese Tatsache ihre Erklärung nur in der Umstellung der innerdeutschen Wirtschasts- und Finanzpolitik. Während in der Inflation und in der ersten Rachinflationszeit das Bestreben dahin ging, möglichst viel Kapital in Sachwerte zu stecken, ist jetzt nach den üblen Erfahrungen der Jahre 1921'25 die Tendenz der Abwendung vom Sachwert zum jederzeit flüssig zu machenden Kapitalwert vorherrschend. Früher hatten wir eine starke Illiguid.erung; jetzt ist bei vielen Unternehmen eine starke Flüssigkeit im Geldwesen festzustellen. Dazu kommt, daß die Zahl und der Umfang der Unternehmen, die vom Geldgeber noch Kapital zur Dersügung gestellt bekommen, sich infolge der großen Zahl der schwach gewordenen Firmen außerordentlich stark verringert hat, so daß zeitweise des Kapital geradezu nach Anlage sucht. Es ist ja üherhaupt ein Kennzeichen jeder Krise, daß sie infolge der durch die Kriseerscheinungen Hervorgerufeuen Verringerung der Produktion Geld frei macht, während auf- stelgcnde Konjunktur Geld anzieht. Schließlich ist auch noch zu erwähnen, daß der starke Rückgang in der Einfuhr von Rohmaterialien erhebliche Kapitalien zur Verwendung auf dem Inlandmarkt freigemacht hat.
Es ist nicht anzunehmen, daß die Geldslüfslg- keit im jetzigen Umfange noch lange anhalten wird. Zwar wird sie nicht mit einem Schlage ihr Ende finden, wohl aber wird mit der Zunahme der Deschäftigungsmöglichielt in der Industrie, mit der viele rechnen, und vor allem mit der zunehmenden Rotwendigkeit der stärkeren Einfuhr von Rohmaterialien allmählich eine D:r- knappung auf dem Geld- und Kapitalmarkt sich Herausstellen, da Reserven größeren Umfanges, auf die zurückgegriffen werden könnte, nicht existieren. Grundsätzlich ist nicht zu vergessen, daß die jetzige Erleichterung nicht kommt von einer Verbreiterung des Kapitalmarktes, sondern nur von seiner Umschichtung.
Die Deutsche Ban? über Börse und Geldmarkt.
Die Deutsche Bank schreibt in ihren „Wirtschaftlichen Mitteilungen" über Bör e und Geldmarkt:
Die starke Beanspruchung des Kapitalmark.ev durch inländische Anleihen — im Jahre 1926 ist bis zum Augenblick ein Betrag von rund 780 Millionen Mark aufgelegt worden — hat Zweifel aufkommen lassen, ob die schon so lange anhaltende G e l d f l ü s s i g ke i t für kürze.« Termine auch weiterhin unverändert andauern we.de. Positive Anhal spunkle, daß e.wa schon ein Rückschlag am Cmissionsinark.e -idj zeigen oder durch die lebhafte Ernisfionstätigkrit Summen am offenen Geldmärkte abgezogen würden, haben sich indessen bisher nicht ergeben.
Es war denn auch bezeichnend, daß in den letzten Tagen bei unverändert leichtem Geldstand die Börse wieder ein festeres Aussehen gewann. Allerdings erfuhr die Borsenstimmung in erster Linie eine Festigung durch die günstigeren Rachrichten über den Stand der Fieigabeange.egenheit in den Vereinigten Staaten, die möglicherweise doch noch in dieser Session zur Erledigung kommen könnte, nachdem entgegenlautende Rach- richten stark verstimmend gewirkt hatten. Ganz
ähu.ich wie der Zwischenfall in der Behandlung der Freigabeoill die Börse vor eine uneiunc e uub unangenehme Tatsache stellte, ->ar auch die plötz'.ich auvg broche e im.cr.o i i e K i «Grund ständigkelt der Geldmarkriage zu stärle.i.
Gegenwärtig wird Vorgängen, die niü.i unmittelbar in unsere Wirt'cha tsverhä tnif.e ein- grellen, im allgemeinen nur wenig Beachtung geschenkt; in der Berichts;.eriode trat jedoch eine solche Häufung von fchweiwiegendeu E eigni ei in Erscheinung, so vor allem der große St rett in England, die Vorgänge in Polen, der weitere Franlensturz und die rückläufige De-egung des Lire sowie die starke Zuspitzung der Gegensätze in der inneren Politik, daß eine Beunruhigung der Börse nicht ausbleiben konn.e; ja. es war auffallend, daß die Einwirkung auch vorübergehend keine stärkere war. Das sind selbstverständlich nicht b eibende Konstellationen. die weder die Verhältnisse In der Wirtschaft noch in der Folge die Börsenlage tiefergehend beeinflussen; alle Anzeichen sprechen vielmehr dafür, daß die Rückbildung zu normalen Verhältnissen in der Wirtschaft langsam, aber stetig f o r t s ch r e i t e t. Die einzelnen Symptome treten allerdings in verschiedener Stärke auf und geben auch, jedes für sich betrachtet, keinen zuver'ä'si^en Anhaltspunkt für das Tempo des Gefundungsprozesses: so ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit — ob -ohl der Aationalisierungsprozeß, dem die Wirtschaft unterworfen ist, notwendinerweife Arbe'tsk^ä'te sparen muß — recht mäßig, die starke _ Aktivierung der Außenhandelsbilanz unrerhältnis- mäßig rasch erfolgt. Auf das Temvo kommt es aber auch weniger an als auf die Beibehaltung der Richtung, die die Entwicklung cingrichlagen hat und die uns schon ein gutes Stück vorwärts gebracht hat.
* Der Erzbergbau im Lahn- und Dillgebiet im April. Die Lage im Siegerländer Eisenerzbergbau und im Lahn- und Dill- gebiet einschließlich Oberhessens hat sich gegenüber dem Vormonat nicht verändert. Es zeigt sich immer mehr, daß die erbetene Notstandsaktion des Staates unumgänglich ist. Es steht zu erwarten, daß eine solche Aktion vollen Erfolg haben wird, so daß man nur wünschen kann, daß sie nun endlich in Kraft tritt.
• I. E. Farbenindustrie A. G., Frankfurt a. Main. Die durch fusionsweise Verschmelzung der dem Deutschen Anilin-Konzern angehörenden Firmen entstandene Riesengesellschaft legt nunmehr ihren Abschluß für das erste, am 31. Dezember 1925 beendete, Geschäftsjahr vor. Aus einem Reingewinn von 68 044 404 Mark soll, wie bereits gemeldet, eine Dividende von 10 Prozent verteilt werden. Das Roherträgnis in 1925 (einschl. des Gewinnvortrages) beläuft sich auf 168 564 845 Mark. Hiervon wurden 45 193 733 Mark durch General nkosten absorbiert, während 55 770 206 Mark zu Abschreibungen dienen. Aus dem verbleibenden Reingewinn wird nach Vornahme der Dividendenverteilung ein Betrag von 1 924 800 Mark als A. R.-Tantieme abgesühri. Der dann noch restierende Gewinnbetrag in Höh? von 1 805 604 Mark wird auf neue Rechnung vorgetragen.
* Voigt & 5) a e f f n e r A.-G. in Frank- furt a.M. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, einer auf den 15. Juni einzuberusenden ordentlichen Hauptversammlung eine Dividende von wieder acht Prozent oorzuschlagen.
* D i e Kukirolfabrik Kurt Krisp in Groß-Salze bei MagdHurg teilt mit, daß nach dem Zustandekommen des Vergleichs mit den Gläubigern die am 19. Februar verhängte Geschäftsaufsicht jetzt wieder aufgehoben worden ist.
Berliner Börse.
Berlin, 20. Mai. Die bevorstehenden Festtage warfen ihre Schatten bereits voraus. Mit der morgigen Börse tritt eine Unterbrechung des Geschäfts bis zum kommenden Dienstag ein. Die Umsätze wickelten sich schon heute in ruhigeren Formen ab, da neue Engagements in nennenswertem Umfange vor den Feiertagen nicht mehr emgegangen wurden. Infolge der Geschäftsruhe waren die Kursoeränderungen nur g e - ring. Die Grundtendenz blieb freundlich, speziell für Elektrowerte unter Führung von Bergmann und Siemens. Montanaktien, Bankaktien und einige besondere Papiere gewannen mehrere Prozent zurück. Auf die Gesamtstimmung machte der glatte Verlauf der Reichslagsverhandlungen über die Kabinettsfrage einen günstigen Eindruck. Die offizielle Erklärung, daß vorläufig eine Diskontermäßigung in Deutschland n i ch l zu den aktuellen Angelegenheiten des Reichsbankdireltoriums gehöre, bestätigte nur die Erwartungen der Börse, daß über kurz ober lang doch eine Herabsetzung der Diskontrate erfolgen werde. An den Nebenmärkten stockte das Geschäft vollkommen. Der Geldmarkt hatte wiederum eine bedeutende Flüssigkeit, da der Bedarf der Börse minimal ist. Tagesgeld stellte sich unverändert auf 4 bis 6, Monatsgeld 5,5 bis 6,5 Prozent. Am Devisenmarkt hatten die Fran? en- valuten neue starke Schwankungen aufzuweisen. Der französische Frank befestigte sich während der Vormittagsstunden auf Intervennon bis 160 gegen das Pfund. Als diese Intervention vorbörslich nachlieh, trat von neuem ein Rückschlag ein, und der Kurs verschlechterte sich auf 166. London-Brüssel zeigte die gleichen Bewegungen. Das • englische Pfund notierte gegen gestern unverändert. Bekanntlich wird für heute eine Herabsetzung der engst schen Diskontrate erwartet. Die
Ansick,:cn über die Möglichkeit eines solchen Schril- ] les der Bank von England sind im Kreise des De- I vijenhandels im Hinblick auf den fonlrfjreitcubcn Kohlenstreik jedoch geteilt London-Mailand mit 125 bis 127 behauptet.
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Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
19 Mai.
20 Mai-
Amtliche 'Jiori runa t^cld 1 Brie-
Amtliche 'Jlotierunfl
Geld I Brief
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Banknoten.
Berlin. 19 Mai
Geld
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Amerikanische Nölen.....
Belgische Noten - . .... Tanjsche Noten ....... Ciiglilcke Noten ....... stramösische Noten.....
holländische 'Hoten ...
stt lienische Noten • . .
Norwenilche Noten
Deuilch Testerr ,Ä 100 Kronen Rumänische Noten Schwedische Noten . .
Schw-irer Noten
Svanische Note» ......
Tschechoslowakische Noten ■ Ungarische Norco ...
4.206
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109.97
20,357
11,97
168.28
16,31
90,82
59,25
111.94
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12,404
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110,58
20.475
12,03
169.12
16.39
91,28
59,55
112.50
81.52
60.65
12,464
5.865
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 20. Mai. Tendenz: Uneinheitlich, im Unterton zuverfichttich. — De Effektenbörse, im Unterton un.e ändert fest, zeigte auch heute eine unregelmäßige Kursbildung. Das Geschäft hatte angestchts der bevorstehendeu dreitägigen Unterbrechung des Börsenveriehrs ei. en ruhigen Verlaus. Die M in- satztätigkeit erfuhr eine beträchtliche Einschränkung. D e Spekula.Ion wandte Ihr ganzes In e e se dem Montanaktienmartt zu, wo Ahciustahl (plus 2), Mannesmann (plus 2) und Riebeck Montan (plus 5 Prozent), die
Hauplfavori.cn waren. Auch die anderen Wert« diefts Gedieies waren mehr oder weniger ge- steigert, Buderus 1.5. Har-, er plus 0,25. Rie- briger waren Rheinfiche Braunkohlen. Für Farbenindustrie war dagegen das Kaus- intcreffc stark abgeflaut, so daß tvefe Werte unsicher lagen uni) eher zum Rachgeben neigten. Scheideanstatt ndnu» v 5, Farben-I. G. minus 0.5. aber OcL \ Jir. i>t Pius 1 Prozent. Rütgers- werke Pius 0,2? Am Elektromarkt konnte sich die h a u s s a r t i g e Bewegung fort* fetzen. Unter Führung von AEG. und Bergmann war hier die ^Irnsahtätigkeit etwa» stärker ausgeprägt. AEG. plus 1.5, Bergmann plus 4 25. Licht und Kra t vluS 1.25. Siemen* u Halske konnten ihren gestrigen Verlust um etwa 3 Brot. verbefiern Bankaktien, dir seither etwas im Hintergrund standen, toarri heule etwas mehr beachtet. Die Kursbesserunqen betrugen im allgemeinen 0.5 bis 1 Pro- Auch! SchiffahrtSaklien waren mäßig erholt. Rorbdeustcher Lloyd ca. 2 Proz. Von den übrigen Zndustriewerten gaben Auto-. Baustoff- und Zuckeraktien leicht nach, von Zellstoffaktien waren Afaxfifenburger mäßig fester. Die übrigen Werte des Einheits- marktes lagen nicht einheitlich, doch blieb auch hier die Grundstimmung ziemlich fest. Deutsche Anleihen gaben etwas nach. Kriegsanleihen 0,390. 3n ausländischen R e n - ten wurden nennenswerte Umsätze nicht getätigt, und die Kurse neigten zum Rachgeben. Etwas vermehrte Rachfrage zeigte sich beute für Pfandbriefe, infolgedessen diese Werte um etwa 20 Pf. anziehen konnten. Der F r e l v e r - kehr war wenig verändert und hatte stilles Geschäft. B.'ckerstahl 31, Beckeckohle 54, Benz 71, Brown Dover! 78, Entreprise 10. Growag 60, Krügershall 101. Ufa 53,5. Ufra 80 Prozent. Im weiteren Verlaufe machten sich Schwankungen bemerkbar. Die Spekulation schritt teilweise zur Realisierung ihrer Lagesgewinne, wodurch ein Abbröckeln der Kurse auf fast allen Märkten einfetzte. Der Geldmarkt ist unverändert flüssig. Tagesgeld "Dürfte sich heute auf 4 bis 4.5 Prozent stellen. Monatsgeld auf 5 bis 6 Prozent, je nach Adresse. Privatdiskonten 4.37 bis 4,62, Industrieakzepte 5 bis 5,25 Prozent. Im internationalen Devisenverkehr konnte sich infolge großer Interventionstätigkeit der Bant von Italien die italienische Lira bis auf 126 in Pfundparität erholen. Die Pfundparität des Pariser Franken ging auf 161 zurück die Drüfieler Pfundparität auf 126,5. Das englische Pfund liegt mit einem Gegenwert von 4,83,25 Dollar weiter schwach. Die Mark blieb unverändert.
rankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M. 20. Mai. Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer. 29,50—29,75 Mt.; Roggen, inländischer, 19-19,25; Sommergerste für Brauzwecke 22 24; Hafer, inländischer. 21,50 bis 23.50; Mais, gelb, 17,75; Weizenmehl, inländisches, (Spezial 0) 41,75—42,25; Roggenmehl 28—28,25; Weizenkleie 9,25—9,50; Roggenlleie 11 Mk. Tendenz: ruhig.
Büchertisch.
— „Dem Verein für das Deutschtum im Ausland. dessen Arbeit verdient, daß jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau in seine Reihen tritt“, hat Paul Rohrbach, unser geschätzter außenpolitischer Mitarbeiter, ein Büchlein gewidmet. das in Wort und Bild vom Deutschen Volkstum als Minderheit spricht. Von Südtirol redet dieses treffliche Buch, vom S i- detendeutschfi'm, dessen besonderem Studium die diesjährige Laguna des V. D. A. in Hirschbcrg an der schlesisch-böhmischen Grenze gilt, vom Deutschtum in Polen, Im Memelland. Litauen, Rordschlcswig und Belgien wird gehandelt. Dann bespricht Rohrbach die echten de tschen Minderheitsgebiete. die fern von des Reimes Grenzen In fremdem Volkstum, fremder Kultur deutsche Inseln bilden, tote in Rumänien, in Jugoslaw en, in Ungarn, im Baltenlanb, in Rußland. Besonders wertvoll find die zahlreichen guten Abbildungen. die die enge Verbundenheit mit dem heimischen Volkstum aufweisen. (Verlag R. Engelmann. Berlin W 15.) 2G4
Wettervoraussage.
Vielfach heiter und tagsüber warm, östliche bis südliche Winde, höchstens Gewitterschauer.
Oeftngc Tagestemperaturen: Maximum 14,4 Grad, Mmimum 1.4 Grad Celsius, R'.ederschläge 0,1. Heutige Morgentemperatur 8.5 Grad Celsius.
Letzt? — ridrt^n.
Eine Pulverfabrik durch Explo^oa vernichtet.
Zahlreiche Tote find zu befurchte».
Wertheim a. M., 20. Mai. (TU. Draht, beriet Le3 „Gieß. Ar.z.".) Heule vormittag gegen 10 Uhr eceiineir sich in der Pulverfabrik Haßloc) ein furchtbares Ex - plosionsunglLck, br<? die Vernichtung der gesamten £ a b r i t a n a g e zur Folg* ha.ie. C-5 ist eine große Anzahl Toter zu befürchten, deren Zahl noch nicht genau fest- gestellt werden Pip ; le Opfer werden aus etwa 2 0 geschäht. t: ÄergungSarbeilea gestalten si t,; sch ba weitere Explosionen z u befürchten find. Die Ve:- tounb'Jen wurden nach W: 'heim in das dortige Spital gebracht.
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Quabble, ad - Bober
daj Ihre läieMten ProdjUe roo -tr-e—e uberlel r* neuer Ködu* da Seele» ex
Schon die wenigen Zeiten dieser unverlangten Zuschriften drücken e ne Fülle von Zufriedenheit und Freude aus. Wirklich praktische Hausfrauen werden daher beim Backen stets „Backin“ verwend:*! und sich ihrer Erfolge freuen dürfen. — Beeonaer« V rteiie be m .1 r-n bietet ein neuer Back-ppa'at mit dem Namen Küchenwunder — In me nem Rezeptbuch abgebbdet — der te gestattet, auf kleiner G ,skocherflamme bei sparsamstem Verbrauch viele Kuchen backen zu können. —.
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