einer Vorstadt oon Tokio, aus, bas innerhalb von drei Stunden 600 Häuser zerstörte und 4000 Personen obdachlos machte.
Der Genter Justizpalast abgebrannt.
Eine gewaltige Feuersbrunst hat in G e n tt den Justizpalast eingeäschert. Das Archiv mit zahlreichen geschichtlichen Dokumenten ist mit verbrannt.
Spielplan der Frankfurter Theater.
Op-er-nhaus. Sonntag, 21. März: Der Rvftnkavalier. Montag. 22.: Der Freischütz. Dienstag, 23.: Eine Rächt in Venedig. Mittwoch, 24.: Rigol«tto. Donnerstag, 25.: Tannhäuser. Freitag, 26.: Der Troubadour. Samstag, 27.: Hoffmanns Erzählungen. Sonntag, 28.: Die Meistersinger von Nürnberg. — Schauspielhaus. Sonntag, 21. März, nachm. 2> -> Uhr: Wilhelm Teil: abends Zu Uhr: Der Dauer als Millionär. Montag, 22.: Regen (Rain). Dienstag, 23.: Der fröhliche Weinberg. Mittwoch, 24.: Regen (Rain). Donnerstag, 25.: Der Dauer als Millionär. Freitag, 26.: Wer niemals einen Rausch gehabt. Samstag, 27.: Der Dauer als Millionär. Sonntag, 28., nachm. 3 Uhr: Die drei Zwillinge: abends 7Vs Uhr. Das Kätchen von Heilbronn.
Wirtschaft.
Börse und Geldmarkt.
Die Zeit vor einem Quartalswechsel ist der Dörsentendenz stets wenig günstig, besonders tritt das in unserer betriebsmittelarmen Zeit in die Erscheinung. Wenn auch am offenen Geldmarkt im Augenblick noch größere Beträge nicht zu plazieren sind, so dürfte doch bis zum Monatsende eine bedeutende Veränderung in den Zinssätzen für Tagesgeld eintreten. Der Geldbedarf läßt sich zwar heute noch nicht übersehen, wird aber ziemlich erheblich sein. Das Publikum ist jedenfalls in diesen Wochen nicht in der Lage, sich nennsweTt an den Aktienumsätzen zu beteiligen. Infolgedessen verfällt die Spekulation wieder auf ihre alte Gewohnheit in stillen Dörsenzeiten, die Inszenierung individueller Kursbewegungen. Etwas Bewegung muß die Kulisse nämlich arrangieren, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Auf diese Weise haben wir jetzt einige Tage mit ausgesprochenen Spezialhaussen hinter uns. Man hat zum Teil für diesen Zweck alte Ladenhüter hervorgeholt. So erinnert man sich der im Schiffahrtsgewerbe aus Rationalisierungsgründen zweifellos vorhandenen Konzentrationsbestrebungen. Da die führenden Grohreedereie« demnächst aus der amerikanischen Vermögensfreigabe Summen hereinbekvmmen werden, die Öjrer Detriebsführung und nicht anderen Zwecken dienstbar gemacht werden sollen, da ferner die Verhandlungen der Hapag mit Harriman der Dörse immer noch Phantasiemöglichkeiten geben, so tonnten Schifscchrtsaktien mit großen Kurssprüngen die Führung übernehmen. Wenn aber gar von einer Fusion des Norddeutschen Lloyd mit der Hapag gesprochen wird, so muh doch gegenüber diesen allzu tveit- gehenben Hoffnungen betont werden, daß zwischen (diesen beiden Unternehmungen infolge der Not unserer Tage zwar künftig eine enge Zusammenarbeit erfolgen und der Konkurrenzkampf unterbleiben wird, eine völlige Verschmelzung aber kaum in Frage kommt. Immerhin sind die Reservestellungen der Gewinne der beiden Gesellschaften und die Nichtverteilung einer Dividende an die Aktionäre glatt übergangen worden — ein Zeichen für die Zuversicht der Haussiers. Diesen kam dieser Tage noch der Monatsbericht der Deutschen Dank zugute, die sich im Gegen- l sah zur Dresdner Dank durchaus optimistisch über die Dörsenlage ausspricht. Außer der Schiff- /"fahrtskonzentration erinnert man sich neuerdings auch wieder der horizontalen Trustbewegung in der Elektrizitätsindustrie. Selbst das Ausland tritt wegen dieser Bestrebungen als Käufer für Elektrowerte aus. Die sonstigen Spezialhaussen wickeln sich hauptsächlich in sonstigen Werten ab, bei denen Mschlußerwartungen eine Rolle spielen. Die Kursentwicklung erfolgt neuerdings überhaupt weit mehr als bisher unter Berücksichtigung der Dividendenerklärungen. Die Stagnation einiger früher favorisierter Terminwerte führt mitunter zu Tauschoperationen gegen „billige" Kassawerte. Diese haben balyer letzthin ihre Kurse erheblich verbessern können, insbesondere die Aktien von Gesellschaften, die mit der erhofften Belebung des Bauwesens irgendwie in Verbindung zu bringen sind. Die Veröffentlichungen der Bankbilanzen blieben eindruckslos, da sie feine Tleberrafchungen brachten.
Zur Lage am Geldmarkt ist noch hinzuzufügen, daß Tagesgeld offiziell mit 5—6,5 Proz., von der Preußischen ©taatdbant (Seehandlung) aber schon mit 4 Proz. offeriert wird. Monatsgeld stellt sich auf etwa 6 bis 7,5 Proz. Eine Herabsetzung dieser Sätze fand nur mit Rücksicht auf den bevorstehenden Ultimo nicht statt. Privatdiskonten notieren unverändert 5 Proz., das Material hierin bleibt äußerst knapp.
Generaldirektor Oeser über die Aufgaben der Reichsbahn.
Am Donnerstag sand bei dem Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft ein parlamentarischer Abend statt, an dem Generaldirektor Oeser etwa folgendes ausführte:
Die Deutsche Reichsbahngesell- schast als Trägerin von 40 Prozent Repara- tionslasten mutz ihre Erwerbsausgaben in Einklang bringen mit den volkswirtschaftlichen Interessen Deutschlands. Alle Verwaltungs.nahnahmen werden bestimmt durch ihre finanzielle Auswirkung. Letzhin sind im Zusammenhang mit dem Dawesgutachten die deutschen Unterhändler in London als „Sachwalter fremder Rationen" gebranbmarft worden. Man muß sich aber klar machen, was Deutschland damals drohte. Aus der Reichsbahn sollte eine Privatgesellschaft mit internationalem Kapital gemacht werden. Statt dessen haben die Unterhändler erreicht, daß die I
Eisenbahnen im Eigentum des Reiches geblieben sind. Das deutsche Reichsbahngericht wird weiter zu sprechen haben. Die Angriffe gegen die Reichsbahn wegen übertriebenen Aufwandes und Verschwendungen haben sich bei näherer Nachforschung stets als haltlos erwiesen. Der Reichsbahn wird vorgeworfen, sie verweigere die Bilanzprüfung. Zum Zwecke her Selbstkontrolle hat die Deutsche Reichsbahngesellschaft Prüfungsämter geschaffen, die die Wirtschaftsprüfung durchführen. Die Reichsbahn hat sich finanziell aus eigenen Kräften saniert, den Betrieb und Verkehr neu aufgebaut und verbessert und vor allem nach den Vorschriften des Gesetzes die Reparationszahlungen pünktlich erfüllt. Aus einem Defizitbetriebe wurde in kurzer Zeit ein Ueberschuß betrieb. Wie soll es nun finanziell weitergehen? Anleihen müssen aufgenommen werden. Schwerwiegend ist die Tatsache des ständigen Rückganges der Einnahmen. Durch politische Lasten ist eine weitere unerhörte Belastung entstanden, die aus der Demobilmachungsbestimmung herrührt. Sie legen noch jährlich 220 Millionen Mark Personalausgaben auf die Reichsbahn. So kann es nicht weitergehen. Man muß sich klar machen, wie sich die Reichstagsanträge finanziell auswirken. Die in der Reichstagssession gestellten Anträge würden bei ihrer Verwirklichung eine neue jährliche Belastung von 14h Millionen Mark bedeuten. Wesentliche Neuerungen sind im Verkehrs- und Betriebsdienst der Reichsbahn vorgenommen worden.
Besondere Berücksichtigung erfordert die Werbetätigkeit mit dem Ziel, möglichst viel Verkehr über deutsche Dahnen zu leiten. "Siefen Bestrebungen ist der Erfolg nicht versagt geblieben. Der Durchfuhrverkehr hat sich im letzten Jahre bereits verdoppelt. Die Lieferfristen der Vorkriegszeit konnten wieder eingeführt werden, und die Güterzüge fahren teilweise mit Personenzugsgeschwindigkeit. Die erzielten Verbesserungen sind bekannt. Wesentliche soziale Erleichterungen schaffen die b i 1- ligen Derwaltungssvn Verzüge, das sind Ferien-, Sport- und Sonntagszüge. Im internationalen Verkehr wirken die tiefstehenden Währungen der Nachbarländer hemmend. Trotzdem läuft im internationalen West—Ost-Verkehr ein Expreßzug Paris—Moskau—Sibirien und im Nord—Süd-Verkehr ein Expreßzug Berlin- Schweiz—Italien, der Berlin mit Rom in 35 Stunden verbindet. Bei allen Fragen des Tarifwesens muß beachtet werden, daß jeder Verfrachter und jeder Reisende für den Transport auf der Reichsbahn einen Teilbetrag für Reparationszahlungen leistet. Aber auch hier sind bereits große Erleichterungen eingesührt worden. Der Normaltarif wird einer Durchsicht unterzogen. Dabei werden die Wirtschaftskreise weitgehend gehört. Die Umstellung der Reichsbahn auf kaufmännische Geschäftsführung tritt auch besonders in der Einzelabrechnung der Reichsbahnbezirke in die Erscheinung. Jeder Bezirk soll zukünftig seine Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz aufstellen.
•
* Der Februarausweis derReichs- bahn. Nach h@n Ausweis der Reichsbahngesell-- schaft hat im Februar der Güterverkehr durch Transporte für die Frühjahrsbestellung und durch Baustofftrans Porte eine Belebung erfahren, die jedoch durch den weiteren Rückgang im Versand von Kohle und landwirtschaftlichen Erzeugnissen größtenteils wieder ausgeglichen wurde. Der Personenverkehr hielt sich im allgemeinen auf der Höhe des Januar. Die Einnahmen im Februar belaufen sich auf insgesamt 292,82 Millionen, die Ausgaben auf insgesamt 268.43 Millionen Reichsmark. Dazu treten an außerordentlichen Ausgaben 6,9 der Reparationsschuldverschreibungen, 49,2 zur Ausgleichrücklage, 4,85 Vorzugsdividendenrücklage. Die Summe aller Ausgaben betrug 333,29 Millionen Reichsmark. Der Personalbestand betrug im Januar 682 795 Kräfte, dazu 6736 Hilfsarbeiter.
* Keine Fusion der Hamburg- Amerika-Linie und des Norddeutsch e n L l o y d. Zu den Nachrichten vor einem Zusammenschluß der beiden führenden deutschen Schiffahrtsgesellschaften wird von Verwaltungsseite mitgeteilt, daß wohl Verhandlungen ge» führt worden sind, die Betriebsvereinbarungen und Maßnahmen zum Gegenstand hatten, um ein Gegeneinanderarbeiteir der beiden Gesellschaften äu vermeiden, daß jedoch von einer Fusion nicht Die Rede sein könne. Zu den Vereinbarungen wird vor allem die Regelung der Dampferabfahrten gehören, ferner ist es möglich, daß Hapag und Lloyd die Pieranlagen in Neuyork, die Hapag wahrscheinlich bei den letzten Verhandlungen von Harriman zurückerworben hat, gemeinsam bewirtschaften werden.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Berlin^, 20. März. Die Börse zeigte während der ersten Stunde das am Wochenschlusse übliche Bild. Die Kundenorders liefen zunächst sehr spärlich ein, und die Spekulation hielt sich stark im Hinter, gründe. Infolge der G e s ch ä f t s st i 11 e mußten daher zahlreiche Kursnotierungen ausgesetzt werden. An den führenden Terminmärkten waren leichte Abbröcklungen zu verzeichnen, da nach den vorangegangenen Steigerungen Gewinnmitnahmen erfolgten. Nach Ueberwindung der Realisationen setzten bald wieder neue Steigerungen ein. Stimulierend wirkte die Erwartung einer weiteren Diskontherabsetzung im April, ferner die außerordentliche Flüssigkeit des Geldmarktes, verschiedene freundliche Nachrichten aus der Wirtschaft und schließlich die Rede des Reichswirtschaftsministers. Das Publikum schien sich später wieder dem Kassa- markte zuzuwenden. Im D e v i s e n v e r k e h r trat ein er heblicherSturz desfranzösischen Franken ein. Paris, das am Vortage noch mit 136 gegen London genannt wurde, ging heute auf 138,75 zurück. Dieses Moment trug die anfängliche Unsicherheit in den Verkehr. Brüssel lag demgegen
über kaum verändert. Am G e l d m a r 11 war das Angebot weiter sehr reichlich. Die Sätze sind unverändert.
Börsenkurse.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlug-! t»Ubc-
Schluß.
Anfang
Kurs I Kur,
Kur«
't'ir-.
Datum:
19. 3. 20. 8.
19 3
20 8
5% Deutsche Reichsanleihe •
4% Deutsche Reichsanleihe •
0,388 1 0,3887
0,3875
0,385
— 1 _
0,3775
—
SV90/o Deutsche Rcichkanlethe
0,390 —
0,38
3% Deutsche ReichSänlethe . Deutsche Sparprämienanleihe 4% Preußische flonsols . . .
0,15 -
0,475
0,4625
0,23" 1 —
0,370! —
0 '2255
0,375
—
-
0,390 । —
0,330 -
0,36
0,375
0,355
96
gi/.o, Aeffen ..........
Deutsche Wertb. Dollar-Ant. dto. Doll.-Schatz-Sluirrisng.'i
100 -
99,5 ! -
99,75
—
4% Bontürfett.........
5% Gold Mexikaner ... .
1 11,751 11,5
11,7
, -
1 38,5
1 -
-
Berliner Handelsgesellschaft
Commerz- und Privat-Bank
153 l —
152,25
152,5*
Hl | 111,5*
110,5
111,5*
Darmst- und Naiionalbank ■
129 j -
128.5
129,5-
Deutsche Bank........
128 ;
127
128’
Deutsche Bereinöbank ....
Disconto Couunandit . .
Metallbank..........
78,51 -
122,751 —
122,5
124*
85,75 j 89,5
Mitteldeutsche Kreditbank.
Oesterreichische Creditanstalt
103.5 : 103,7*
6.65 > 6,75
103,5
6,62
103,6*
6,9
<Stifban? ........
0.041 0,041
82,25
Bochumer Guß.......
82,12
82,25
Buderus ...... . .
53 । 5'2,75
51,2
53,9
in
Deut sch s! uremburg ......
86 75 I
86,75
88,5
87*
88,5*
Gelsenkirchener Bergwerke. .
Harpener Bergbau.....
88,5 ( 88*
103,5 ; -
103
102,7*
flaltwerte Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln.....
I I I
129
135,5
34,5
Vaurchütte . . ......
35
Oberbedarf ..........
Phönix Bergbau .......
Rheinstabl . .......
10 ' -
41
42*
791 78.6*
79,5 79*
78,5
79,25
77.75*
78,9*
Nicbcck Montan.......
851 —
55,51 -
-
85,25
TelluL Bergbau. .....
6ambmg*2toterifa Paket. . . Norddeutscher Llovd . .
Cheraunschc Werke Albtn - ■ Zementwerk Hciockbera . . Philipp Holzmann ....
148,75 ! 147,5*
148.76 | 146,2*
42.25 | -
9t,5 91,5
74,751 71,5
148,5 I 147*
148,5 1146.7*
Anglv-Cont-Guano
Chemische Mäher Alapin . . y. G. Sarbcntnbuftric, A.-G. Goldschmidt..........
Holzverkohlung Nütgcrswcrkc Scheidcanstalt «llg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bcrflmann Mainkraftwerfe ...... Schuckcrt ........ Siemens &. Halske ......
Ädlerwerke flieget ..... Daimler Motoren. ...... Hehligenstaedr ...... '•('eflirin..........
Motorenwerke Mannheim .
Frank inner Armaturen . . Konservenfabrik Braun . .
Metallgesell'chaft Frankfurt. M. Union L.-G. ....
Schulnabrik Herz . . .... Sichet. .
Zellstoff Waldhof...... Zuckerfabrik Frankenthal .. .-Zuckerfabrik Waabäulel > . .
134
75 67
75 99
96,5
92,5
86,75
88/25
114
50,12 50 28
43
96.4
75.75
30,5
5,75
115
49.5
58
131,7*
76
69,75
98
97,75*
88
113,7*
98
117
50
55,5
90
130.4
74
74
88.12
115,25
50.5
50
41
115,5
50,25
116
97,25*
93,5
87,75* 114'
50,25 50,5
I 90,25
i 131,4*
75,4
76
Devisenmarkt Derlm—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
19 Mar,.
20 März.
Amtliche Geld
Koti rung Briei
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Amst.-Roli-
168,12
168,54
168,14
168,56
Buen.-Aires
1,654
1,658
1,653
1,657
Brff.-Antw
16,87
16,91
16,88
16,92
Christiania. Kopenhagen
89,94
90,16
90,24
90,46
109,96
110,24
110,16
110,44
Stockholm . Hrfstngfors
112,43
U2f71
112,47
112,75
10,552
10,592
10,554
10,694
Ätalien. .
16,86
16,90
16,84
16,88
London. .
20,389
20,441
20,394
20,446
'fleutiorf . .
4,195
4,205
4,195
4,205
Paris. - .
14,99
15,03
14,79
14,8.3
Schwei; . .
80,(6
80,96
80,76
80,96
Spanien ■
59,13
59,27
59,10
59,25
Japan . . .
1,902
1,906
1.901
1.905
Rio de Jan
Wien in D.-
0,599
0,601
0,599
0,609
Ceft abgcst
59,17
59,31
59,15
59,29
Prag . . .
12,421
12,461
12,421
12,461
Belgrad . .
7,3«
7,40
7,38
7,40
Budapest. . Bulgarien
5,875
5,895
5,878
5,898
3,047
3,057
3.03
3,04
Lissabon
21,275
21,325
21.275
21.325
Danzig ■ - Konstantin.
80,88
81,08
80,89
81,09
2,18
2,19
2,175
2,185
Atben
5,82
5,84
5,82
5,81
Canada. . .
4,18
4,19
4,18
4.19
Uruguan .
4,255
4,265
4,265
4,275
Banknoten.
Berlin, 19 Mürz
Geld
Briet
Amerikanische Violen.....
4,185
4,205
Belgische Noten .......
16,83
16,91
Dänckche Noten .......
109,72
110,28
Englische Noten. .......
20,36
20,46
Französische Noten......
Holländische Noten ....
15,13
167,78
15,21 168,6?
Italienische Noten......
16,92
17,00
Norwegische Noten......
Deutsch Oesterr-, ä ioo Kronen
89,86
59,085
90,32
59.385
Rumänische Noten......
1,77
1,81
-vchwedischc Noten.....
112,12
112,68
Schweizer Noten .....
80,65
81,05
Spanische Noten ......
59,05
59,35
Tschcchosloivakische Noten ..
12,387
12,447
Unoontor Noten . ...
5,64
5,88
Frankfurter Börse.
((Sigener Drahtbericht des .Gießener Anzeigers"., Frankfurt a. M., 20. März. Tendenz: B e - h a u p t e t. — Die im gestrigen Abendoerkehr hervorgetretene Neigung zum Nachgeben des Kursniveaus kam heute infolge Mangel an Kauf- und Unternehmungslust vereinzelt etwas schärfer zum Ausdruck, zumal anregende Momente nicht Vorlagen. Die A b s ch w ä ch u n g e n zeigten sich etwas fühlbarer am Schiftahrts- und Montanmarkt, wo infolge von Gewinnmitnahmen Kurseinbußen heroortraten, die sich aber in engen Grenzen hielten. Bei Beginn des amtlichen Berkehrs'wurde die Stimmung etwas zuversichtlicher, so daß die Kursverluste zum größten -teil wieder aufgeholt werden konnten. Damit war der feste Unterton wieder hergestellt. Die Führung hatten Farbwerte, die lebhaft begehrt waren und etwa 1 Prozent anziehen konnten. Besonders fest lagen Holzverkohlung plus 2,5 Prozent. Elektroaktien konnten ihre Steigerungen artsetzen. AEG. plus 0,5 Prozent. Licht und Kraft plus 0,75 Prozent. Lahmeyer gut befestigt plus 2,5 Prozent. Eelektrifche Lieferungen waren dagegen angeboten und büßten 2,5 Prozent ein. Auch Siemens & Halske lagen 0,75 Prozent schwächer. |
| Montana11ien lagen nicht einheitlich, aber überwiegend behauptet. Schwächer gingen Kali- aftien aus dem Verkehr hervor. Aschersleben minus 2 Prozent. Westeregeln minus 0,75 Prozent. In Bankaktien konnte sich nennsiswertes Geschäft nicht entwickeln. Die Kurse blieben gehalten. Schiff- fahrtsaktien senkten sich zunächst um etwa 1 Prozent, nahmen aber später wieder eine feste Haltung an. Von Maschinenaktien wurden Karlsruher 0,5 Prozent höher. Autoaktien waren wenig verändert. Bon Zellstoffaktien hatte Waldhof einen Gewinn von 1 Prozent zu verzeichnen. Baustoff- aftien lagen fest. Wayß & Freytag plus 1L5 Proz Zuckeraktien tendierten dagegen nach unjen. Deut'- sche Anleihen verkehrten ruhig und ohne nennenswerte Veränderungen. Pfandbriefe lagen geschäftslos. Von ausländischen Renten gaben Türken etwas nach im Hinblick auf die türkisch-griechischen Konflikte. Der Freiverkehr war eher schwächer. Brown Boveri 67, Entreprise 10, Growag 55, Ufa 50, Unterfranken 69,5 Prozent. Der weitere Verlauf brachte feine wesentlichen Veränderungen. Trotz der geringen Umsatztätigkeit blieben die Kurse gehalten. Am Geldmarkt war das Angebot weiter außerordentlich stark. Wan erwartet nach Mitteilung eines Mitgliedes des^Reichsbank- direktoriums nach Ostern eine weitere Diskont- er Mäßigung Tagesgeld 5 Prozent, Monatsgeld 6 bis 7,5 Prozent. Jndustrieakzepte 57/s bis 6 Prozent. Im D e v i s e n v e r k e h r gab Paris gegen London erheblich nach. Die Pßindparität stieg auf 137,50. Brüssel lag ebenfalls schwach mit 121,25 gegen London.
Berliner Produktenbörse.
Berlin. 19. März. An der Mittaasbörse enttäuschten die wenig veränderten teilweise eher abgeschwächten Liverpooler Anfangskurse. so daß die gestrigen Abendnotierungen und die heule vormittag gesprochenen Preise sich nur behaupteten. Die stark erhöhten Eif° Forderungen sanden weniger Beachtung. Effektive Ware für Weizen behauptet desgleichen für Roggen. Hier vermochte auch die Bewilligung des Kredites für die Roggen-Valorisation im volkswirtschaftlichen Ausschuß wenig Einfluß auszuüben. Im Zeit- Handel eröffnete Weizen etwa 1,50 Mark höher, Roggen dagegen unverändert. Gerste etwas fester. Hafer ziemlich uneinheitlich, Mehl im lebhaften Verkehr. Futtermittel ruhig. Es notierten per 1000 Kilo: Weizen, mark.. 255 bis 259; Roggen, märt. 157 bis 162: Gerste, mark., 166 bis 190; Futtergerste 138 bis 152; Hafer, mark., 163 bis 173: per 100 Kilo: Weizenmehl 33 bis 36,50; Roggenmehl 22,75 bis 25. Wcizenkleie 10,20 bis 10,40; Roggenkleie 9,20 bis 9,40; Viktoriaerbsen 25 bis 31: kleine Speifeerbsen 23 bis 25; Futter- erbfen 19 bis 21; Peluschken 20 bis 21; Ackerbohnen 20 bis 21; Wicken 23 bis 25,50; Lupinen, blau, 11,50 bis 12,50; Lupinen, gelb, 14 bis 14,50; Serradelle (alt) 16 bis 21; Serradelle (neu- 26 bis 29; Rapskuchen 14,50 bis 14,70; Lein kuchen 18,40 bis 18,60; Trockenschnitzel 8,50 bis 8,75: Kartoftelflocken 13,70 bis 14: Sohaschrot 18,50 bis 18,60 Marl.
Wettervoraussage.
Nördliche bis östliche Winde, schwacher Nachtfrost, tagsüber wolkig mit Aufheiterung, durchweg trpden.
Gestrige Lagestemperaturen: Nkaximum 6,9 Grad, Minimum minus 0,6 Grad, heutige Morgen- temperatur 1,3 Grad Celsius.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Amschau".)
Sonntag, 21. Mörz:
8 bis 9 Uhr: Morgenfeier, oeranftaltet vom Wartburgoerein Frankfurt a. M. 11.30—12 Uhr: Große Erzieher: Aus den Dialogen des Plato Hl. 12—1 Uhr: Mittagsständchen, veranstaltet oon der ftapeUe John Abriani. 3.30—4.30 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Joh. Seb. Bach. 4.30—5.30 Uhr: Die Stunde der Jugend. (Für Kinder vom 4. Jahre ab.) 6—7 Uhr: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: „Kalewala, das Nationalepos für Finnen", Vortrag und Vorlesung von Dr. Carl Gebhardt. 7—7.30 Uhr: Die Bucher- stunde. 7.45—8 Uhr: Vortrag des Afrikaforschers Hans Schomburgk (anläßlich der Aufführung seines Films „Mensch und Tier im Urwald" in den Zoo-Kulturlichtspielen). 8.30—9.30 Uhr: Gastspiel Ludwig Wüllner 9.30—10.30 Uhr: Übertragung von Kassel: Konzert des Kahseschen Mädchenchors. Anschließend bis 12 Uhr: Uebertragung aus Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.
Montag, 22. IHäcj:
3.30—4 Uhr: Die Stunde der Jugend. (Für Kinder vom 13. Jahre ab.) 4.20—5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Die Oper der Woche. 5.45 bis 6.10 Uhr: Die Lesestunde (Die 97ovelle): Aus dem „Dekameron" des Boccaccio. 6.15—6.45 Uhr: Funkhochschule Frankfurt a. M.: „Die Zukunft des Senckenbergischen Museums", Vortrag von Prof. Drevermann. 6.45—7.15 Uhr: „Frühjahrsarbeiten im Obstgarten", Vortrag von Garteninspektor E. Junge. 7.20—7.30 Uhr: Stunde der Frankfurter Vereinigung für Heimatkunde. 7.30 Uhr: Uebertragung aus dem großen Saal des Saalbaues: Kon- zert des Sängerchors des Lehreroereins Frankfurt.
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