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Einreise in

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sich für 1927 die Verhältnisse noch nicht über­setzen lassen. - Ser Magistrat Hal sich m l der Einrichtung einer OmnibuSverbindung nach Vilbel einverstanden erNärt.

Oberhessen.

Landkreis Gietzcn.

ck. Heuchelheim, 18. Okt. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde vom Bür- j germeister hinsichtlich der Auswertung von. Gcmeindeschuldoerschreibungen mitge- j teilt, daß er, um ein Versäumnis der Anmeldefrist | besonders von allen, alleinstehenden Bürgern zu vermeiden, noch einmal sämtliche Besitzer von Schuldverschreibungen auf den am 1. .i o v e m b e r 1 9 2 6 erfolgenden Ablauf der Meldefrist auf­merksam machen will. Dem Pslastermeilter Ludw. Sack wurde die Ausführung von Pala­st e r a r b e i t e n zu dem eingereichten Preise über­tragen. Dem GesangvereinLieder­kran z", der um Aushebung der Vergnügung s° st e u e r für sein am 7. November stattfindcndes Konzert eingekommen war, wurde diese Steuer um die Halste ermäßigt.

al. A l l e n d o r f a. d. Lahn, 18. Okt. Gestern feierten die Eheleute Johann Kaspar Di eh mann in voller geistiger Frllche das Fest der diaman­tenen Hochzeit. Dies ist die erste diamantene Hochzeit seit Menschengedenken in hiesiger Ge­meinde. Der Ehegatte hat das 84. Lebensjahr über­schritten und ist noch fast jeden Tag in der Ge- meindekievgrube tätig. Die Ehefrau wird im De­zember 84 Jahre alt. Der Ehe sind 10 Kinder ent- sprossen. Don den Töchtern sind noch alle am Leben, von den Söhnen sind zwei gestorben. ßerdem leben noch eine große Anzahl Enkel und Urenkel. Don den Kindern sind viele nach auswärts ver­heiratet, gestern aber konnte man sie alle hier sehen, um den hochbetagten Eltern ihre Glückwünsche dar­zubringen. Zur Ehrung des Jubelpaares fang am Abend vor der Wohnung der Gemischte Chor einige schöne Lieder. Prediger Wen von Großen-Linden hielt eine kurze Ansprache.

nrcyr groll genug trat »um Ansetzen einer Erb» beerbowle. _

(?) D i e Autolinie Holzheim Gru- ningen Gießen, die erst kürzlich eröffnet wurde, erfreut sich fortgesetzt eines jo regen Zu­spruchs, daß der Verkehr mit einem Wagen nicht bewältigt werden kann. Der Unternehmer sieht sich infolgedessen veranlaßt, einen zweiten Wagen in Dienst zu stellen. Voraussichtlich wird der neue Wagen Anfang Dezember in Betrieb genommen werden.

** Verkehrssünder. Sn der Zeit vom 1. bis 30. September wurden folgend: Anzeigen tragen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeug mhrer bzw. Kraft- und Radfahrer g:gen v:rkehrspotizei- lrche Vorschriften erhoben: 21 Anze.gen tragen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende La- lerne, 7 Anzeigen tragen Fahrens auf Bürger­steigen, 1 Anzeige wegen Fahrens mit über­mäßiger Geschwindigkeit, 3 Anzeigen tragen Fah­rens, ohne die rechte Straßenseite einzuhalten, 16 Aw,eigen wegen Fahrens durch gesperrte Straßen. 10 Anzeigen tragen sonstiger Zuwider­handlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht.

»* Im in er noch in Lebensgefahr. Der am Sonntagvormittag durch das Schießen des Bäckergesellen Kronberg schwer verletzte Fahr­bursche Hans H e n ß befindet sich, wie wir zuver­lässig hören, immer noch in sehr ernstem Zustande in der Klinik. Die Gefahr für sein Leben ist noch nicht beseitigt. Eine genaue ärztliche Feststellung über den Umfang der Schußverletzung ist bisher

Elsah-Lothringen. Wie tot denElsaß- Lothringischen QU Heilungen entnehmen, sind so­eben nach einer Mi'te lung der französischen Re­gierung neue Bestimmungen über die erleichterte Einreise in Elsah-Lothringen an Allerheili­gen und Allerseelen erlassen worden. Diese Bestimmungen beziehen sich auf die Ermäßigung der Gebühren für das Visum.- Die Gebühr wird auf 3 GoU>franken festgesetzt. Die Einreise ist bei den Konsulaten zu beantragen. Ob auch in diesem Jahre an den Grenzübergängen die Polizei­kommissare die Einreise genehmigen können, ist nicht mitgeteilt. Heber die Gewährung der Zoll- freifjeit für Blumen und Kränze wird bis zum Ablauf dieses Monats eine weitere Mitteilung erfolgen.

WSR. Falsches Silbergeld. Sn letzter Zeit wurden in Frankfurt a. M. wieder falsche Gin- und Zweimarkstücke im Verkehr festgefteillt. Die Einmarkstücke haben glatten Rand ohne Ziselierung mit der Jahreszahl 1924. Die Zwei­markstücke, die durch eine Helle, dünn aufgetragene S'.'lber schicht leicht erlemlllich sind, tragen die Jahreszahl 1926.

WSR. Starker Rückgang derRund- funkteilnehmer. Wie die Reichssunkgesell- schäft mitteilt, hat sich die Zahl der Rundfunkteil­nehmer in Deutschland im September um 11 675 Teilnehmer gegenüber dem August ermäßigt. Am 1. Oktober betrug sie demnach 1 246 524.

Andrang von Kauflustigen stets sehr stark war, nicht hier stallfinden, sondern sie wurden meist in Ober- Ohmen abgehallen, was für die Käufer aus Zeilbach, Stumpertenrod usw. sehr lästig war. Nun hat der Gastwirt Erbes einen Saal erbaut, und da­mit ist dem unliebsam empfundenen Mangel abge- Holsen. Am gestrigen Sonntag wurde der schöne, ge­räumige Saal seiner Bestimmung übergeben.

ttreis -llsscld.

Peter Gerbel-sseier in Klem-Karben.

sf. Der Vogelsberger Höhcnclub, besonders durch [eine Ortsgruppen Frankfurt.^Friedberg, Gießen, Butzbach vertreten, hielt am Sonutag in dem stillen Wetteraudörfchen Klein-Karben eine Ge- dächtnisfeier und die Enthüllung einer Ge­be n t t a je l am Geburtshause des Heimatdichter» Peter ©cibel ab. Der Vertreter des V. H. C., Link aus Nudingshain, hielt die Ansprache. Er be­grüßte zunächst den ältesten Sohn des Dichters, den Gemeindevorstand, an seiner Spitze Bürgermeister Neuland, den Vertreter des Taunusclubs, und alle erschienenen alten Freunde Peter Geibels. Die allen Hochstele des D. H. C., Heimatliebe und Wan­derlust, seien auch die des Dichters gewesen, sie seien das goldene Band, das auch diese Feftver- sammlung umschlinge. Aus den humorvollen Ge­dichten weht der Hauch der Heimat. Geibel war aber auch ein tüchtiger Tierarzt, der viel Not lin­derte, er war ein treuer Freund, mit dem die Sonne ins Haus zog. Als guter Deutscher trug er sich 1864 in die Liste der Freiwilligen zur Befrei­ung Schleswig Holsteins ein. Seine Tätigkeit be­gann er im Vogelsberg, in Groß-Felda. Auch aus diesem Grunde gehörte er heute zum D. H. C. Als sichtbares Zeichen soll ihm eine Ehrentafel er­richtet werden. Bei der Enthüllung dieser Tafel richtete der Redner noch einmal die Mahnung zum Gedächtnis an Geibel an alle Erschienenen. Dann sprach er den Dank für die Förderung dieser Ehrung an alle Beteiligten ans; zunächst an den Zweigoerein Frankfurt, der nach einer Wanderung zum Geburtshaus des Dichters die Anregung zu Der Ehrung gab, die bann in Alsfeld zum Beschluß erhoben wurde, weiter an den Ausschuß, bestehend aus den Prof. Werner (Butzbach), Weiden- haus, Julius Schwarz und Scheidt, an Baumeister Leidecker, der den Entwurf zeich. netc. und Herrn Siegler, der die Bildhauer­arbeiten übernahm, an den Hausbesitzer Jakob

e i l m a n n. Zum Schluß empfahl der Redner die Tafel der Obhut der Gemeinde und brachte dem Andenken des Dichters ein dreifachesFrisch Aus!" Bürgermeister Neuland übernahm die Tafel in den Schutz der Gemeinde. Herr Heß au» Leihgestern ehrte dann den Dichter durch eine aus- gezeichnete Mundartdichtnng. Inzwischen war die Witwe des Dichters angelominen, die von Herrn

i n l mit warmen Worten begrüßt wurd'.

Nach dies? Feier bewegte sich die Menge im ge- ! schlossenen Zug zum Saal der WirtschaftZur Linde". Hier begrüßte Prof. Werner die Er­schienenen, besonders die Mitglieder der Familie Geibel und die M mdartdichter, die zum Ehrentag ihres großen Vorbildes erschienen waren: Heß (Leihgestern),t-nfern Hannes", Dr. Scriba (Södel), Rudolf Dietz aus Wiesbaden, den nas­sauischen Heimatdichter, Peter Fuchs und Wilhelm Philipps aus Friedberg. Veterinärarzt Dr. Geibel sprach den Dank der Familie aus. Nach dem Vortrag eines prachtvollen Gedichtes auf Peter Geibel von W. Philipps hielt sodann Rektor Zimmermann (Frankfurt a. M.) die Festrede, in der er das Leben Geibels schilderte und ein Bild seines hervorragenden Charakters gab. Daraus wäre noch zu erwähnen, daß Geibel in Gießen bei der Burschenschaft Germania aktiv war. Geibel starb 60jöhrig am 2. Mai 1901 infolge eines schweren Leidens im Krankenhaus« zu Frank­furt a. M. Seine sterblichen Ueberreste wurden nach Höchst a. M. überführt. Er war ein knorriger Wetterauer geblieben, trotzdem er sie in seiner Ju- gend schon verlassen hatte. Seine Gedichte er- schienen zunächst in Zeitungen, später wurden sie gesammelt in zwei Bänden zuerst bei Scribo ver­legt. Nach der mit stürmischen Beifall aufgenom­menen Rede erzählte Rudolf Dietz von seinen Er­innerungen an seinen Meister Peter Geibel und trug eine Reihe seiner nassauischen Dichtungen vor. Ihm folgte die Parade der übrigen Mundartdich­ter, und die Verlesung einiger Gelegenheitsge­dichte Geibels durch den Sohn feines ehemaligen Leibburschen, des Med.-Rats Dr. Schäfer. Nach vielen Vorträgen, bei denen auch die Klein Kar- bener Landsleute zu Worte kamen, trennten sich die D. H. Cer, im Herzen das Gedächtnis an den Dich­ter unserer Wetterau tragend.

d) (Brün in gen, 18. Okt. Die Dau tätig- ! feit in unserer Gemeinde ist in diesem Jahr sehr I rege gewesen. Es sind fünf Neubauten entstanden. ! Für nächstes Jahr sind wieder eine Anzahl Neu- < bauten geplant, von denen einige von der Bau- und 1 Siedlungsgesellschaft (Sitz Darmstadt) ausgeführt i werden.

# Lich, 18. Okt. Unsere im Jahre 1888 unter Leitung von Tiefbauinspektor Weber (Frankfurt am Main), einem Sohne unserer Stadt, erbaute und später durch Zuführung von Quellen aus dem nahe gelegenen Albach verstärkte Wasserleitung wird gegenwärtig mittels Stahltrossen, die man durch die Röhren zieht, einer gründlichen Reini - g u n g unterzogen. Zu diesem 3wecfe ist das Stra- henpflaster vorübergehend an verschiedenen Stellen aufgebrochcn, von denen aus die Arbeit vorgenom­men wird. Eine Verkehrsstörung findet weder für den örtlichen, noch für den Durchgangsverkehr statt.

Mrcie Fricdvcrg

sf. Friedberg, 18. Okt. Der hiesige Volks- bildungsverein eröffnete am Freitagabend die Reihe seiner Vorträge für den kommenden Win­ter. Als Redner war Prof. Dr. H o l t a tz gewon­nen, der über das ThemaModerne Verfassungs­typen" sprach. In fesselnder Weise führte er die ver­schiedenen Verfassungen, wie z. B. den Absolutis­mus, die parlamentarisch regierten Staaten, die demokratischen Republiken und die Räteregierung vor. Der geistvolle Vortrag hätte einen besseren Be­such verdient, es scheint aber fast so, als ob nur noch Lichtbildervorträge eine genügende Anziehungskraft besitzen. Am Samstagabend hatten sich imDeut­schen Hause" eine Anzahl ehemaliger 25er und 61er Artilleristen versammelt. Der Zweck der Versammlung war, für einen Zusam­menschluß aller ehemaligen Feld­artilleristen in Hessen zu einem großen A r t i l l e r > e b u n d e zu wirken. Don Darmstadt war eine Anzahl Herren erschienen, u. a. Oberst­leutnant Lenne und Hauptmann Bickel. Letz­terer referierte über die Tätigkeit und Ziele des Bundes. Man beschloß jedoch, von der Bildung eines neuen Vereins abzusehen, da hier bereits ein solcher besteht. Die ehemaligen Kameraden sollen sich diesem Verein anschließen. Oberstleutnant L e n n 6 berichtete über die Denkmalfrage. Die beiden hessischen Regimenter haben sich für ein gemeinsames Denkmal entschieden, das in dem Orangeriegarten in Bessingen aufgestellt wer­den soll. Der Entwurf liegt bereits vor und fand all- seitige Zustimmung. Auch der Eingang der benötig­ten Mittel ist erfreulich, so daß man mit der Auf­stellung im Juli 1927 rechnen kann.

y. Wölfersheim, 18. Okt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde ein dringen­des Schreiben der P r o v i n z i a 1 d i r e k t i o n be- Fanntgegeben, wonach die Gemeinde laut früheren Vertrags die Grund ft ücksplätze in pri­vatem Eigentum zur Errichtung von Hoch­spannungsmasten innerhalb der Gemarkung zu stellen und die Entschädigung dafür zu tragen habe. Der Gemeinderat wies darauf hin, daß die sechs Masten der neuen Leitung auf Gemeindeeigen- I tum ausgestellt sind und der Gemeinde dadurch Entschädigungskosten erspart werden können. Die E r w e r b s l o s e n z i f f e r in un­terem Orte schwankte seit Vorsommer zwischen 12 und 18. Gemeindenotftands-, Dresch- und Feldarbei­ten vermochten den Erwerbslosen nur vorüber­gehend Beschäftigung zu bieten.

Kreis Schotten.

* Eichelsdorf, 18. Okt. Die auf der Sohle des Niddatales gelegenen Teile unserer Gemarkung bringen in nassen Jahren infolge des zu hohen Grundwasserstandes nur geringe Ernteerträge. Die unbedingt nötige, genossenschaftlich durchzuführende Entwässerung wurde früher schon angeregt, unter­blieb aber, da eine Einigung der Grundbesitzer nicht herbeigeführt werden konnte. Nunmehr wurde unter dem Eindruck trübster Erfahrungen im letzten Erntejahre die Trockenlegung derM ü hl- rn i e s e" beschlossen. Die Arbeiten sollen im kom­menden Winter nach Plänen des Kulturbauamts Gießen ausgesührt und die Kosten der Entwässe­rung durch eine Umlage auf die verbesserten Aecker und Wiesen aufgebracht werden. Für Winterarbeit suchende Kleinbauern unseres Dorfes ist damit eine hochwillkommene Verdienstmöglichkeit geschaffen.

-.- Burkhards, 18. Okt. Hier ereignete sich beim Dreschen ein Unglücksfall. Ein mit dem Herabwerfen der Frucht beschäftigter junger Mann stürzte vom Gerüst auf den Dresch- wagen und zog sich neben mehreren Rippen- I b r ü d) e n noch innere Verletzungen zu, die glücklicherweise nicht lebensgefährlich sind.

I Unter-Seibertenrod, 18. Okt. Einem dringenden Bedürfnis ist jetzt hier abgeholsen. , Unsere Gemeinde hatte bisher keinen Saal,

- so daß alle Veranstaltungen, wie z. B. Singstunden

i und Unterhaltungsabende des hiesigen gemischten ! Chores, im Schulsaale abgehalten werden mußten, i Auch die Versteigerungen des Holzes aus den be­nachbarten Riedeselschen Distrikten konnten, da der

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bietungen sanden ein dankbares Publikum, das mit dem wohlverdienten Beifall nicht kargte. Die Ein­richtung von Gastspielen des Gießener Theaters in unserer Stadt, welche die Stadtverwaltung ge- schaffen hat, wird nun hoffentlich eine ständige bleiben.

3 Kirtorf, 18. Okt. Gestern wurde der lang­ersehnte Postautoverkehr von hier nach Ehringshausen wieder eröffnet. Die frühere Einstellung dieses Verkehrs hatte großes Mißfallen erregt. Es waren längere Verhandlungen nötig, um diesen Verkehr wieder ins Leben zu rufen.

-er. Homberg a. d. Ohm, 18. Okt. Seit mehreren Jahren gingen die Absolventen der hiesigen Höheren Bürgerschule zwecks Abschlusses ihrer Fortbildung in die Oberrealschule z u Alsfeld, da diese die am nächsten gelegene Doll­anstalt war. Seit drei Jahren ist nun auch die Realschule zu Grünberg zu einer Ober- realschule ausgebaut worden. Da die meisten Schüler dieser Anstalt von auswärts mit dem Zuge kommen, ist der Lehrplan ip bezug auf den Besuch des Unterrichts, insbesondere der Nachmittagsstun- den, dieser Tatsache angepaßt. Hierzu kommt noch | der Umstand, daß die Z n g v e r b i n d u n g nach (Brünberg im allgemeinen g ü n ft i g e r ist als die nach Alsfeld. Die hiesigen Eltern entschließen sich deshalb immer mehr, die Jungen in dis bequemer erreichbare Oberrealschule zu (Brünberg zu schicken.

-er. Nieder-Ofleiden, 18. Okt. Infolge des immer stärkeren Rangierbetriebs an der Halt e- [teile des Basalt wertes der Mittel­deutschen Hartsteinindustrie dahier hat sich die seitherige Gleisanlage als zu klein erwiesen. Schon seit längerer Zeit war bnrum die Frage erörtert worden, ob nicht durch eine E r - Weiterung der Gleisanlage eine ord nungsgemäße Durchführung des Betriebes sich er­möglichen laste. Naturgemäß ergaben sich hierbei große Schwierigkeiten, denn das Werk ist an dc. einen Seite von dem Gleise der Staatsbahn und an den anderen Seiten von der Kreisstraße eingeschloft ( sen. Schließlich wurde die Frage so brennend, daß die Reichsbahngesellschaft die Firma zwang, hier Abhilfe zu schaffen. Nach langen Verhandlungen geschieht dies fetzt in der Weise, daß der Stra - Re nübergang um etwa 400 Meter nach Ober- Ofleiden zu verlegt wird, so daß die Firma ein neues Stück Straße bauen muß. Das hierzu nötige Gelände muß sie käuflich erwerben und dem Staate zur Verfügung stellen. Mit den betreffenden Landwirten sind die Verhandlungen zwecks Land- erwerb soweit abgeschlossen. Die Regierung hat ihre Zustimmung auch bereits gegeben. Mit der Aus­führung dieses Straßenbaues wird demnächst be­gonnen. Die alte Straße bleibt als Feldweg be­stehen. Bis Januar nächsten Jahres will man die neuangelegte Straße dem Verkehr übergeben.

Rheinhessen.

WSR. Mainz, 18. Okt. Sm Borvrt Bretzenheim wurde in der rargangenen Rächt in der Bürgermeisterei eingebrochen und der gesamte Betrag für die Erwerbs- lofen unter ft üljung von 5500 Mark gestohlen. Das GAd war In einer gewöhn­lichen Schublade aufbewahrt.

WSR. Bingen, 18. Okt. Der 17jährige Muttermorder Wilhelm Konrad zeigte auch bei seiner gestrigen Vernehmung keiner­lei Reue. Als Grund für die grauenhafte Tat gibt er fortgesetzte Mißhandlung durch die Stiefmutter an. Sn den nächsten Tagen wird er in das Mainzer Gefängnis verbracht werden.

Preußen.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M, 18. Okt. Der Magistrat hat dem Beschluß des Stadtparia- ments, nach welchem die ®eträn e ft euer für die Zeit vom 1. 3uli 1926 bis 31. März 1927 um etwa 50 Prozent ermäßigt und ab 1. A?ril 1927 gänzlich aufgehoben werden soll, die Zustimmung versagt, weil der aus der Ermäßigung sich ergebende Ausfall von 400 000 Mart angesichts der gespannten Finanzlage nicht getragen werden kann und weil

»-£- Alsfeld, 18. Oft. Am Samstag sand die erste Dorstellun" *" E K

ellung bts Gießener Stadt- 3 für die Winterspielzeit 1926 27 im gro­ßen Saale desDeutschen Hauses" statt. Zur Auf­führung gelangteBettinas Verlobung, Lustspiel in drei Akten von Leo Lenz. Die Dar-

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