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unseres Saison-Ausverkaufs

Schlußiage

imiiiuww<MHiiwieNiiiWMMNiiDuuuuMniiuiiiHm!iH*niXiwuNiiiu;niiniienDniiiumiiiiiiiiiiiuimHiifinHinimiiiiuiinHiiifiiiiniiiiiiiiiiiiiiimini;iiniinii!iiuiii

Donnerstag, Freitag, Samstag

Die jetzt noch vorhandenen Restbestände: Sommer-Mäntel, Herbst- und Winter-Mäntel, Kostüme, Complets, seidene und wollene Kleider, Hochsommer-Kleider, Kostüm-Röcke, Blusen, Jumpers, Morgen-Röcke in Wolle und Seide haben wir

nochmals im Pi herabgesetzt

um ganz zu räumen, und kommen diese Restbestände zu den unten verzeichneten Einheitspreisen zum Verkauf

Mk 950 1430 1950 29., Z9 - 48.- 59.-u S w

Wagener & Schlöte! Goefhesfr. 9-11

UM nur gerinnen ober gar keinen Abfall an Baustoff zu erhalten: zum an beten soll durch die Normierung erreicht »erben, bah bas Tau- gewerbe von einem Saison- in ein Daucrgewerbe umaestellt werben kann. Dann können z. B.. wenn auch fein unmittelbarer Bauauftrag vorliegt, allo irgenbeine Sloctung im Wohnungsbau eintritt, doch zur Beschäftigung des Handwerks die Massenartikel: Türen. Fenster, Beschläge und beraleichen angefertigt und daburch baS Bau- banbtoerf auch in der bisher toten Zeit be- schästigt werben. Dadurch, bah aus dem Saison­baugewerbe ein Dauergewerbe wirb, also für ben Handwerker ein bestimmter Absatz gesichert ist. kann der einzelne Bauteil und damit bas Bauen verbilligt werben. Der Normenausschuh hat aber auch durch seine jahrelange mühevolle Arbeit in enger Verbindung mit dem Handwerk dem einzelnen normierten Baugegenstand eine technische Vollkommenheit gegeben, die der ein­zelne Handwerker seinerseits hätte erst durch lange- und kostspieliges Experimentieren erreichen können.

Die eben geschilderte Normierung ist nicht zu verwechseln mit der Typisierung. Unter der Typisierung versteht man lediglich einen Sammel­begriff von Eigenschaften, die einem bestimmten Bauwerk eben anhaften müssen, um e- unter den oder jenen Typ einreihen zu können. So kennen wir ben Typ des Schwarzwaldbauern­hauses oder den Typ deS westfälischen Bauern­hauses. ohne daß dabei bas einzelne westfälische oder ychtvarzwald-Bauernhaus dem anbem. wie ein Ei bem andern Zeichen muhte. Wir sprechen ja auch bei den Menschen von Typen z. B. vom Typ eines Beamten mrb wollen damit sicher nicht behaupten, bah ein Beamter bem andern ausS Haar gleiche, sondern nur, bah bei chm bestimmte typische Merkmale vertreten sind, die wir beim Beamten anzutreffen gewohnt sind.

Den wenigsten Menschen ist es überhaupt klar, dah die Typisieruna so alt ist wie bas menschliche Geschlecht überhaupt. Betrachtet man die Gebrauchsgegenstände vorgeschichtlicher Menschheit, so sind auch bei ihnen ganz bestimmte Typen der Gefäße, der Waffen usw. festzustellen. ES handelt sich bei der Typisierung um ein in den Menschen gelegte« Grundgesetz, nach welchem er au« innerer Notwendigkeit stets immer wieder typisieren muh unb wird. Wer die Kulturgeschichte früherer Jahrhunderte aufmerksam betrachtet, toirb sehen, bah sich nach allen möglichen tastenden Versuchen für einen bestimmten Gegenstand stets im Lause vieler Jahre ein Typ herauSschält. der schlechthin schliehlich das Beste an Lösung dar­stellt. waS für den betreffenden Gegenstand unter den gegebenen Voraussetzungen möglich ist. Genau fo verhält eS sich beim Bauen.

Seit den frühesten Zeiten eines deutschen Bauwesen- im Mittelalter waren die verschiede­nen Dauorganismen typisiert worden. So unter­scheidet man, noch bevor die Städte entstanden zwischen den Klostertypen der Benediktiner und der Zisterzienser. AlS bann die deutschen Städte sich im 11. und 12. Jahrhundert entwickelten, waren hie Wohnhäuser von einheitlichem Typ, der lediglich landschaftlich verschieden war entsprechend den Typen des Bauernhauses (niederdeutsches und oberdeutsches Haus, sächsi­sches. fränkisches, alemannisches Dauern hauS). Alsdann schälten sich in den Städten die Typen für die größeren öffentlichen Bauten heraus «Rathaus. Kornhaus, Tanz Haus. Kaufhaus usw.) und als durch die Demokratisierung des Kloster­wesens die Klöster in die Städte einzo^en. bauten die Franziskaner, die Dominikaner, die Augusti­ner usw. den sogenannten Bettelordenklosterthp. In der Entwicklung des bürgerlichen Wohnhauses sind dann wieder drei bestimmte Typen festzu- fteUen. das Haus des Handwerkers, das Haus des Kaufmanns und das Patrizierwohnhaus. Genau so. wie das gairze Mittelalter unter bet vornehmen und gesunden Daukultur der Zünfte ypisierte, haben alle späteren Jahrhunderte in Typen gebaut Wenn wir heute von einem goti­schen. barocken ober klassizistischen Stil sprechen unb würden damit nur die reinen äußerlichen Dauformen meinen, so blieben wir ganz an der Oberfläche der Dinge, denn jeder wahre Stil sand Sinn unb Ausdruck in einem bestimmten Typ, und dieser Typ wurde reicher gebildet, sofern man Geld hatte, er wurde einfacher ge­bildet, wenn man sparen mußte; aber typisiert wurde, ob e« sich nun um ein vornehmes Patrizier­haus oder um ein Kleinhaus handelte. Ein klassische« Beispiel sind dafür auch alle die Sied­lungsanlagen der sog. landesfürstlichen Bau- Periode. Wer heut die zahlreichen Siedlungen Friedrichs des Großen betrachtet, kann sich ebenso von der Typisierung überzeugen, wie ihn em Gang durch unsere alten Dörfer von bet Typisierung auch auf dem Lande be­lehren wirb. Aber auch im vergangenen unb im jetzigen Jahrhundert wurde typisiert. In jeder Stadt sieht man ganze Straßenzüge typi­sierter Wohnbauten. Ich nenne nur unsere Miet­wohnungen twr dem Krieg (z. B. Südanlage) E« ist aber auch ganz selbstverständlich, daß jede 'Bauaufgabe ihren bestimmten Typ erhält, b. h Bauaufgaben, denen ein unb dasselbe Dauprogromm zugrunde liegt, werden sich au« der Erfahrung heraus zu ganz bestimmten bestmöglichen Lösungen entwickeln. Dabei toirb nun nicht ein einziger Typ ent­stehen. der auf der ganzen Welt total simpel angewendet wird, sondern es werden sich nach bestimmten örtlichen und klimatischen Voraus­setzungen verschiedene Typen entwickeln. Darin liegt ja gerade der tinterschied gegenüber der

Normierung. Während unmittelbar nach dem Krieg z. B. etwa 300 verschiedene Lösungen für 3- und 4-Zimmerwohnungen vorhanden waren, haben sich aus ihnen etwa 5 bis ti Typen her- ausgeschält, die sich am brauchbarsten für ver­schieden gelagerte Voraussetzungen (Einfluß von Klima, Wirtschaftsleben und Lebensgewohnheiten u. dgl.) erwiesen haben.

Die Vorteile der Bautype liegen demnach auf der Hand: Zu Baubeginn liegt alle« fix unb fertig vor. die baupolizeiliche Genehmigung stößt auf keine Schwierigkeiten, sämtliche Zeich­nungen liegen bereit, Massenberechnung und Kostenanschlag sind fertig. Durch Erfahrung lie­gen lediglich beeinflußt durch höhere Gewalt Bauzeit unb Einzugstermin fest. Die Baukosten sind auf Grund der Erfahrung, die zum Typ führte, mit großer Bestimmtheit anzugeben Der bekannte Oberbaubirehor und Städtebauer Dr. h c. Fritz Schuhmacher drückte einmal den Vor­teil der Type dahingehend aus:daß die Älein- wohnung in ihrem technisch-architektonischen Or­ganismus eine bauwirtschaftliche und bautech- nstche Präzisionsarbeit darstelli. die im allge­meinen nicht in erster Lime durch architeltonifche« Talent, sondern durch die Sammlung reicher Er­fahrungen erreicht werden kann. Diese Erfahrung in Typen gleichsam anzuhäufen, erspart viel tech­nische Dovpclarbelt. viele problematische Versuche, viel Kosten und viel Zeit; kurz, der Weg zu einer architektonischen Bewältigung de« Klein­wohnungsbaues scheint sich hier nicht aus Hun­derten von individuellen Anläufen zu geben, son­dern er führt über den Typus. Der Typus muß das ersehen, was früher die tieberliefcrung leistete."

Mit der Normierung und Typisierung sind noch wesentliche ästhetische Wirkungen verbunden, auf die nicht eingegangen werden kann, weil wir hier die Normierung und Typisierung alö Glied der Nationalisierung, also rein wirtschaftlich be­trachten wollten.

Ich wiederhole: Baustofferzeugung, Bau- methode, Normierung und Typisierung sind not­wendige Glieder einer Nationalisierung der tech­nischen Bauweise deS Klei nwoh nungsba ues. Die Rationalisierung ist der Ausdruck einer gan­zen Zeitepoche, der ein verlorener Krieg seinen besonderen Stempel aufdrückt.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

<> Wetzlar, 18. Aug. tim einen Anreiz zur Bekämpfung des Schwarzwildes zu geben, das im hiesigen Kreise dauernd zu Hause ist, gewährt der Kreisausschub Schuß- Prämien, die nach dem Gewichte der erlegten Stücke abgestuft sind: diese betragen bei einem aufgebrochenen Gewichte bis zu 35 Kilo 10 Mark, von 35 bis zu 90 Kilo 20 Mark und über 90 Kilo 30 Mark. Empfangsberechtigt ist, wer ein Stück Schwarzwild auf einer Jagd er­legt hat, die von dem Jagdherrn, dem Jagd­pächter ober von der Jagdpolizeibehörde oder deren Auftrag veranstaltet ist. Empfangsberech­tigt sind auch die Grundbesitzer, denen nach der Jagdordnung das Recht zusteht, innerhalb ihrer Grundstücke Schwarzwild auf jede erlaubte Art zu fangen, zu töten unb zu behalten.

kz. Wetzlar-Niedergirmes, 18. Aug. Die Neueinrichtung de« für Niedergirmes be­willigten Markte« an ben Tagen Dienstag unb Freitag hat bie Befriedigung der ganzen Dorstadt gefunden. Der Markt wird gut besucht, da die Entfernung zu den Märkten auf dem Duttermarkl am Mittwoch und Samstag für die Vorstädter nicht unerheblich ist. Man wünscht den Markt als eine Dauereinrichtung zu behalten. Im vergangenen Jahre wollten hier die Klagen nicht enden über die dauernde Staubplage und bereu geringe Abhilfe durch den städtischen Sprengwagen. Mit einem Male sind nach der Strahenbesprengung durch das sog. Wasserauto alle Klagen verstummt. Die lange Hermann­st einer Straße, die nach jeder Autodurchfahrt große Staubwolken aufwirbelte, befindet sich durch die rasche Bedienung durch den neuen Sp rengw agen in reichlicher Wassersättigung, die für die Anwohner als große Annehmlich­keit empfunden wird Der Hauptvorteil des großen Sprengwagens besteht außer seiner ra­schen und gründlichen Sprengarbeit darin, dah die ganze Strahenbreite mitsamt dem Bürgersteig ersaht wird, unb infolge schneller timftellung der Sprengapparate Passanten und Fuhrwerke nicht belästigt werden.

<D> Au « dem Kreise Wetzlar, 18. Aug. Die Handwerkskammer zu Koblenz, die in Wetzlar eine Handwerkskammer-Abteilung ein­gerichtet hat unb der sämtliche Handwerker des Kreises Wetzlar zwangsläufig angehören, erhebt für das laufende Rechnungsjahr an Beiträ­gen: für den Meister 8 Mark, für den Gesellen 4 Mark und für ben Lehrling 2 Mark. Die Bei­träge sind in voller Höhe auch von solchen Handwerkern zu bezahlen, die ein Handwerk nur während einiger Zeit des Jahres ausüben (z. B. HauSmetzger. die nur in den Wintermonaten Hausschlachtungen ausführen). Wenn auch die Ferkelpreise in der letzten Zeit etwas ge­sunken sind, so bewegen sie sich doch noch auf einer Höhe, die weit über den Friedenspreisen steht. Für 6 bis 7 Wochen alte Ferkel werden immer »roch 36 bis 38 Mark, für ältere Ferkel ent­sprechend höhere Preise gefordert. Dor dem Kriege wurden für Ferkel gleichen AlterS nur bis zu 25 Mar! für das Stück bezahlt.

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mittei­lungen. Äsungen usw. sind zu richten an die Dchachredaktion deSGießener Anzeigers".

Problem )ir. 75.

Don ®. 3. Slater.

6

5

2

Schwarz, b c <! e

z";

ä b c d e Weiß.

W

s

Weiß zieht und seht in drei Zügen matt. Weih: 4 Steine. Kf7, Di5, Ld6, Sg3. Schwarz: 4 Steine. Kd4, Sh2, Bc4, Bf3.

Partie Nr. 57.

Die nachfolgende sehr interessante Partie wurde im Meisterturnier zu Paris gespielt.

Aljechins Verteidigung.

Weiß: E. A. Snoslo-Dorowsti.

Schwarz: A. Aljechin.

1. e2-e4 1. Sg8-f6

Ss ist selbstverständlich, daß der Erfinder einer neuen Eröffnung sie auch in den Turnieren selbst ausprobiert.

2. e4 c5 2. Sf6-d5

3. c2-c4?

Dieser Zug ist sicher nicht derjenige, welcher den offensichtlichen Dorteil des Weißen auf die Dauer festhält. Er schwächt das Zentrum des Weihen: weitaus stärker ist 3. Sbl c3.

3. ... 3. Sd5-b6

4. d2 - d t

5. f2f4

6. f4Xe5

7. Lei -e3

8. Sgl - f3

9. Sbl -c3

10. Tal -cl

11. a2-a3

4. d7-d6

5. d6xe5

6. SbS - c6

7. Lc8-f5

8. e7-e6

9. Sc6-b4

10. c7c5

11. c5xd4

12. Le3-g5 vvrzuziehen 12. Sd4: 12.... 12. d4xc3ü

Ein sicher nicht erwartetes Damenopfer, welches Schwarz beinahe in entscheidenden Vor­teil gebracht hätte, aber im folgenden verteidigt sich der Weihe meisterhaft.

13. Lg5xd8 13. Ta8xd8

Hier dürfte cb: den Vorzug verdienen, nämlich nach 14. Lb6: , bc:D 15. Dcl:,Sc24~ unb ab:, als auch nach 14. Lg5, bc: D 15. Lei: , Sc2-+- hätte der Nach- ziehende T, L, B und Angriff für die Dame- 14. Ddl-b3 14. c3xb2

15. Db3xb2 15. Sb6-a4

16. Db2-al! Dies ist das einzige, denn auf 16. Df2 entscheidet Lc5 17. Dg3, Sc24- 18. Tc2:, Lc2:, da 19. Dg7: an Tdl-f- 20. Ke2, Sc3 matt scheitert, 16 Db3 hat Sc5! zur Folge.

16..... 16. Sb4-c2 +

17. TclXc2 17. Lf5xc2

18. Sf3-d4 18. Lc2-g6

19. c4-c5! 19. Sa4xc5

Wenn Schwarz 20. Lb5 verhindern wollte, würde Weih sehr stark c6! spielen können.

20. Lfl-b5 >0. Sc5-d7

21. Dal c3 21. a7-a6

22. Ld5xd7+ 22. Td8xd7

23. Dc3-c8- 23 Td7-d8

Hetzt scheint Schwarz am Ziele angelangt zu fein, denn Weiß hat kein Schach, der Sd4 ist bedroht und er scheint zur Rochade zu kommen, aber der folgende interessante Zug stellt den Nachziehenden vor neue Verwicklungen.

24. DcSxb7! 24. Td7xd4

Schwarz muß zuschlagen, wenn er überhaupt nod) mit einem blauen Auge davonkommen will. 25. Db7-c6+ 25. Td4-d7

26. 0 -0! 26. Lg6-d3

Sonst durste e« woht keine Rettung vor der furchtbaren Drohung Tfdl geben 27. Tflxf7

Weiß behandelt die Partie originell, mit 27. Dc8 konnte er Remis erzwingen da Ke7 an Tf7 - : scheitert.

27..... 27. Lf8 c54-

28. Kgl-hl 28. Ld3-b5

Die Fortsetzung 28...... Le7 wäre wegen der

Antwort 29. De6:, Lg6 nebst 30. Tfl! sehr bedenklich. 29. Dc6xe6+ 29. Td7-e7

30. Tf7xe7+ 30. Lc5xe7

31. De6-c8+ 31. Le7-d8

32. Dc8-e6+ 32. LdS-e7

Auch die Fortsetzung 32. Kf8 würden wegen der Antwort 33. a4! zu keinem entscheidenden Re­sultate für Schwarz führen. Eine von beiden Teilen äußerst originell behandelte Partie.

Losung deS Problems Nr. 73.

Don A. DaherSdorfer.

1. Ld5-g2!. Kd6-c5 2. Db3-e3+, Ke5-f5 oder d6 3. Lg2h3 oder De3e7 matt.

1......Kd6-c7 2. Kf7-e7, bei. 3. Db3-b7 matt.

1....., Kd6-d7 2. Db3-b6 nebst 3. Lg2-h3 matt.

1...... c5-c4 2. Db3-b6H-, Kd6-e5 oder d7

3. Db6-f6 oder Lg2-h3 matt.

Nichtige Lösungen zum Problem Nr. 72 sand­ten ein die Herren: Lehrer ö. Simon, Ober- sekundaner V. Loos von hier: sowie St. und Sch. in Lich: desgleichen zum Problem Rr. 73 Herr Lehrer E. Simon von hier.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom NedakttonStisch.

Opferfreudig.

Äarldjen geht mit dem Vater spazieren Auf einer Wiese weidet ein Pony.

Den Pony wollen wir mitnehmen", ruft Karlchen.

Das geht nicht, das wäre Diebstahl", sagt der Vater.

Wird man da bestraft?"

Gewiß, wer Pferde stiehlt, kommt ins Ge­fängnis."

Wie lange?" .

Mindestens sechs Monate."

Pause. Dann sagt Karlchen:

Würdest du in der Zeit meinen Pony auch ordentlich füttern, Papa?"

Scherzfrage.

Warum haben die Kaninchen so blanke Nasen?

Weil die Puderquaste am anderen Ende sitzt.

Tstildernder Umstand.

Sie haben durch einen Messerstich dem Kläger die Leber verletzt!"

Herr Richter, ich hab' gar nicht gewußt, wo die Leber sitzt!"

Matrosengespräch.

Donnerwetter, fo'n Pech. Meine Braut zieht

von Hamburg nach Stettin."

Äa, was schad't das?" Da hab' ich doch schon eine!"

XX Bermoll, 18. Aug. Die Fabrikanten G e ck (Stromberg) und Schniewind (QUtena), Pächter der Jagd von Oberlemp, haben nunmehr auch die Groß-Alten st ädter Jagd, (bis­heriger Pächter Fabrikant Junkers, für den Jahrespreis von 1540 Mark übernommen.

XX Hohensolms, 18. Aug. Es ist erfreu­lich. daß die Erkenntnis von der bedeutenden wirtschaftlichen Erleichterung in der Ackerbearbeitung und der Erhöhung des Wertes der Grundstücke durch Zusammen­legung immer mehr Boden im Kreise Wetzlar gewinnt. Gerade in diesem gemeinnützigen Werk hat die Bürgermeisterei Hohensolms alle übrigen Bezirke de« Kreises überflügelt, denn selbst daS kleinste Dörfchen hat bereits die Zusammenlegung feiner Feldmark durchgeführt. Der Gesamtflüchen- inhalt der Bürgermeisterei beträgt 6163,9 Hektar, welche sich auf 10 Gemeinden verteilen. Erda, als die größte Feldmark, hat 1149 Hektar Bel­lersdorf. die kleinste Feldmark, nur 120,8 Hektar.

Kreis Biedenkopf.

kz. Hermannstein, 18. Aug. Fast als Kuriosum ist es zu betrachten, dah einem hie­sigen Einwohner in der Dillstraße inmitten der Nacht aus einem Schuppen im offenen Hose ein fast neuer Kinderwagen gestohlen wurde, während ein daneben stehendes Fahr­

rad unberührt blieb. Die Nachforschungen nach dem seltsamen Dieb verliefen ohne Ergeb­nis. Die KirmeS, die am vergangenen Sonntag unter großer Beteiligung des ganzen Ortes und vieler Gäste auS Wetzlar und den naheliegenden Dörfern gefeiert wurde, ist recht schön verlaufen. Man wollte nach den arbeits­reichen Wochen mal recht fröhlich sein Für Volksbelustigung war reichlich Sorge getragen. Die hiesigen Gastwirte hatten vollauf zu tun.

Dittkreis.

bl. Dillenburg. 18. Aug. Der Kreis will versuchen, ein Jugendrotkreuz zu gründen. Wie diese Bestrebungen in allen Teilen des Neiches guten Erfolg aufzuweisen hatten, hofft man auch hier, daß die Jugend sich gerne der edlen Sache annimmt.

U Bischoffen, 18. Aug. Heute abend entgleiste die Lokomotive des Personenzuges 3379 beim Aussehen der Verstärkuilgswagen au« unbekannten Gründen auf freier Strecke. Da die Strecke gestört war mußte der Verkehr durch timfteigen an der tinfallstelle aufrecht erhalten werden. Sachschäden sind nicht vorgekommen.

bl. Herborn. 18. Aug. In der letzten Zeit wurden in allen Gemarkungen des Kreises Flußschauen vorgenommen. Bei diesen ört­lichen Besichtigungen handelte es sich darum.