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Malthäusgemeinde - b tthr, Stadtkirche, Krippen- spiel. LichtsPielthLatcr w.e Samstag.

Aus dem Stadttheaterbureau toirb un< geschrieben: Franz Werf el har seine Histo.ieI u a r e 4 und Maximilian", die am nächsten Dienstag hier zur Ausführung ge­langt, in drei Phasen und einen Epilog (im ganzen 13 Bilde.n) eingeteilt. D.ese Einteilung lieAt in der (Snttcidlung der Handlung be­gründet. Der Dichter hat recht, wenn er von seinem We.k behauptet: ..Die historische Wahr­heit wurde in diesen Bildern streng gewahrt. Einzig der gedrängtere Ablauf der dramatischen Zeil und die Enge des theatralischen HaumeS verlangten in der Behandlung von Daten und Personen jene Konzent.at.on. dir unter den Te» griff der dichterischen Freiheit fällt." -3n Hauptrollen sind beschäftigt die Herren Geffers, De'ely, Volck, Goll. Ha nie. Lenau. Wehre, Gehre. Eisig, sowie die Damen Baumann und von Malten.

Matthäusgcmeinde. Man schreibt unS: Das Krippenspiel. das tu Spielschar der 3ugentt>ereinigunfl der Matthäusgemeinde am Gemeindeabend am ersten Aaoent gab, hat großes Gesallen und den Wunsch nach Wiederholung auögelösr. Dlesem Wunsch soll, allerdings in unterer Weise, stattgegeben werden: Das Spiel wird am vierten Advent. ab:n)s 8 ilfyt, in der Kirche, an dem ihm bestimmten Ort. und zwar in der Stadelirche. gegeben. 'Die feierliche Hand- lung bewegt sich in streng liturgischem Rahmen und entbeyrt alkeL Lheatralischrm Die Spiel- schar erwartet Zuhörer, die sich des heilten OrteS und der heftigen Handlung bewuht sind: der Eintritt ist Nur mit dem Programm zulässig, das 20 Pf. kostet. G^angbücher sind mitzu- brinoen. Der Einlah ist auf Z.13 Llhr frsigeseht. lSiehe gestrige Anzeige.) Der Vorverkauf findet nicht, wie gemeldet, in der Papierhandlung Schmidt, sondern »Schneider", Kftchenplatz, statt, außerdem bei Dingel, Lindenplay, unb beim Kirchendiener.

Der Turnverein 1 8 4 6 bereitet auch in diesem Jahr« seinen Turnschülern und Schülerinnen wieder eine Weihnachtsfeier am Montag, 20. Dezember, abends 7.30 Uhr. in seiner Turnhalle. Jungen und Mädel freuen fid) darauf, ihren Ellern und Freunden zeigen zu können, was sie im Turn­verein treiben und in eifriger Vorbereitung gelernt hoben. Unter Hinweis auf die gestrige Anzeige sind Ellern und Freund« des Turnens und der Jugend herzlich eingeladen.

Der Winter. Lebhafte Schnsetreibrn herrschte heute vormittag in der zehnten Stunt? in unserer Stadt. Zeitweise war der Schneefall, der allerdings reichlich nah war, mit R?gen vermischt, so das; natürlich eine Schneedecke in den Straf)en nicht enlsbrhen konnte. 3m hohen Vogelsberg schneit es dagegen seit der letzten Rächt ununterbrochen recht kräftig. Wie wir Dom Hoherodskopf hören, liegt der Schnee etwa 35 Zentimeter hoch bei 3 Grad Kälte. Die Sport» Möglichkeit wird als sehr gut bezeichnet. Für die Freunde des Skisports dürfte also morgen ein großer Tag sein.

Der Goldene Sonntag dürfte vor­aussichtlich unserer Stadt noch einmal einen starken Verkehr aus der Rachbarschaft bringen.

Die Ladengeschäfte sind an diesem Sonntag noch einmal in et: bekannten Weise von 11 Llhr vormittags bis abends 6 älhr geöffnet.

* ileber den Ausbau des Gieß«- ner Flughasens, über ken wir im gestrigen Siadivercr^nclLnsihun^sberich.' OEt t U:mi mach­ten, erfahren wir von zuständiger Selle folgend« Einzelheiten: Mit Beginn der nächstiährtzen Flugsaison wirb unser Flughafen in den Flug, dienst FrankfurtHannoverHamburg derart eingeschaltet. taf) sämtliche Flugzeuge dieser St e e bei hren Zlü en hierZw.ichen- landunaenvvrnehmcn u ect-en. Man kann -also von hier aus Zluganschlu) an die großen internationalen Linien habe-.u Entsprechend freier Ausdehnung des Flugverkehrs werden auch die Einrichtungen des Flugplatzes umge.'taltet. Es soll ein Gebäude errichte: werden, das im Par. terte die Räume für die Fluggäste, die Lellung, Lufwolizei. einen grollen Aeltaurationssaal ufto. enthält, während im ersten S.ock eine Wohnung unb ein Fremdenzimmer eingerichtet werden. E.ne grohe Derrasse im ersten Stock und eine terrassen­förmige Garteiranlag: vor dem Hause werden zur Verschönerung des Baues beitragen. Vom Flugplatz aus soll eine Rollbahn, d. h. eine zementierte Fläche, nach dem Haus angelegt werden, auf der das Flugzeug bis vor das Haus rollt, so dah die Passagiere trockenen FubeS aus dem Flugzeug zum Haus gelangen können. Wenn das Wetter frostfrei bleibt, will man in den nächsten Wochen mit den Dauarbellen beginnen.

E i n Elektrokarren ist seit gestern in den Dienst der städtischen Straßenreinigung gestellt worden. Der Starren wird von einem Führer geleitet, der auf dem vorderen Trittbrett feinen Standort hak. Durch den Fußtritt des Führers auf einen Schalt­hebel wird der Motor in Bewegung gefetzt, der den Starren in rascher Fahrt vorwörtsoringt; sobald der Führer den Fuß vom Hebel fortnimmt, wird der Motor automatisch ausgefchaltel. Die Beweglich­keit und Wendigkeit des Karrens ist sehr groß. Der Elektrokarren wird in Gemeinschaft mit der auto­mobilen Strastenkehrmaschine arbeiten, durch deren beider Schnelligkeit eine rasche Säuberung der Stra­ßen ermöglicht wird. Zunächst hat die Stadt nur eine Garnitur dieser Apparate erworben. Falls man da- mit gute Erfahrungen macht, soll im nächsten Jahre die Änschassung einer zweiten Garnitur ins Auge ge­faßt werden.

* Falsche Zweimarkstücke. Der Polizei­bericht macht darauf aufmerksam, daß in den letzten Tagen in Gießen mehrere falsche Zweimarkstücke 'n Verkehr acbracht wurden. Das Publikum sowie die Geschäftsleute werden ersucht, Wahrnehmungen über die evtl. Verbreiter möglichst schnell oer Kriminal­polizei, dem nächsten Beamten oder dem Polizei­revier zu melden.

"'EinSchwindler. Der Polizeibericht macht auf einen Schwindler aufmerksam, der sich als katho­lischer Geistlicher vorstsllt, in Not geraten fein will und um Unterstützung bittet Der falsche Geistliche ist glatt rasiert, trägt eine Brille, steifen Hut, schwarzen Umhang und darunter einen schwarzen Rock mit kleinen Knöpfen. Das Publikum fei vor diesem Menschen gewarnt.

** Gestohlene Fahrräder. Bei der hie- sigen Kriminalpolizei wurden zwei Fahrräder Marke Kuxmann und Brennabor sichergestellt, die vermutlich von einem Diebstahl herrühren. Die recht­

mäßigen Eigentümer werden «rsuchr. sich mit der Kriminalpolizei ins Benehmen zu setzen.

Fe st genommen wurde eine Person aus Gießen, die in der Gemarkung Wiescck Trohe auf der Diescck drei zahme Enten geschossen hatte. Die Beute konnte den Eigentümern zugeftelll werden.

' Koloniales Prersaussa-reiben. Vom Bun) der Kolonialsreunde wird uns ge- schrieben: Aus das am 6 Rovember im .Gießener Anzeiger" veröffentlichte Preisausschreiben sind zahlreiche Lösungen eingegangen. Lei.er wurden die drei Fragen ^Braucht Deutschland Kolonien? Können wir in der heutigen S.aatsform lRe- publik» Kolonien verwalten? Wie wird di« koloniale Bewegung Allgemeingut?" nur von wenigen richtig erfaßt und einwandfrei beant­wortet. Don den vorgesehenen 20 Preisen kann­ten dementsprechend nur 14 zur Verteilung kommen. Eine ganz hervorragende Arbeft war die von Fr. Adam. Gießen, Marburger Strahe 58, die mit dem 1. Preis bewertet wurde. Den 2. Preis erhielt A. K ö p p c I, Licher Straße 65, den 3. Preis Karl Tetzner, Hamm- strahe, 4. Preis Th. Lösch. Kirchstraße 11. 5. Preis W. Gerth. Dad-Rauheim, 6. Preis W. Stephan. Dammstrahe 24. 1. Preis A. Ludwig, Liebigstraße, 8. Preis ®. Waag. Sellersweg. 9. Preis E. Supp. Darmstadt, 10. Preis ©. Eismann, Stcinstrahe, 11. Preis W. Kehrm ann, Stephanstrahe, 12. Preis Käte Mohr. Lahnstrabe, 13. Preis H Damm, Moltkestrahe, 14. Preis Hch. Dörr. Münster (Post Laubach). Die BezirkÄeitung hofft, durch Las Preisausschreiben den kolonialen Gedanken gefördert zu haben.

* Weihnachtsfeier für die Krieger- kindcr. Der Alicefrauenocrein vom Roten Kreuz, der bekanntlich feine Tätigkeit in den Dienst der Allgemeinheit, insbesondere derer stellt, die durch den Krieg und seine Folgen irgendwie in Bedrängnis geraten sind, halte am Donners« tagnachmittag in besonders sinniger Weise der Krie­gerlinder gedacht. Wie in den Vorjahren, so bereitete er ihnen auch diesmal wieder eine schöne Weih­nachtsfeier, die in beiden Sälen der Liebias- höhe ftattfanb. Es mögen etwa 400 Kinder gewesen jein, die daran teilnahmen. Um 3 Uhr war der vor­dere Saal der Licbigshöhe bis auf den letzten Plag gefüllt. An langen Tafeln faßen sie da, die munteren Buben und Mädchen, und ließen fich's bei Kakao Und Brezeln gut fein. Eine große Zahl Damen des Alicefrau-noereins und wohl sämtliche Gießener Fürsoraeschwestern waren eifrig und in freundlichster Weise oemüht, die Wunsche ihrer kleinen Gäste yi befriedigen. Und daß sie alle befriedigt wurden, das las man allenthalben aus den zufriedenen und dank­baren Blicken der fröhlichen Kinderfchat Es war auch sonst alles getan, was nur geschehen konnte, um den Kindern einige schöne Stunden zu bereiten. Der Saal war mit Tannengrün recht geschmackvoll geschmückt. In feiner Mitte stand ein mächtiger, prächtig geputzter Weihnachtsbaum; auf den eim zeinen Tischen standen entweder kleinere Christ- bäumchen, oder es waren Tannenzweige mit dar- aufgesteckten, brennenden Lichtchen aufgelegt. Rach der Bewirtung wurden die beiden Weihnachtslieder ,.D, du fröhliche, o, du selige" undStille Rächt, hei- lige Nacht" gesungen, dann begab man sich in den anstoßenden großen Saal Auch dieser war mit Girlanden irpb Tannenzweigen geschmückt. Di«

Bühne hotte man durch aufgefteHte Tannenbäum- chcn beinahe in einen kleinen Wald verwandest. Flankiert wurde sie durch zwei wunderschöne Christ- bäume. Deren Kerzenglanz bei den Kindern hellen Jubel auslösle. Ein größeres Krippenspiel und einigt kleinere Sachen wurden nun auf der Bühne aufge* führt. Alle daran Beteiligten hatten nut großem «ileitz ihre Rollen eingeübt und spielten recht nett Zwischen den einzelnen Stücken und Akten wurden Weihnachtslieder gesungen Rach den Thcaterauf» fuhrungen fand die Bescherung statt. Auf langen Tischen, die an den Saalwänden ausgestellt waren, lagen, geschmackvoll geordnet, die Geschenke. Jedes Mädchen bekam neben Taschentüchern ein Trikot- Höschen, feder Junge erhielt ebenfalls Taschentücher und ein Sporthemd. Einzelnen Kindern wurden auch Bücher gegeben. Sehr anerkennenswert ist es, daß außer d«n Büchern alle Sachen durch bedürftige Krie- gerroilmcn angefertigt wurden denen der Silke- frauenoerein das Material dazu stellte Man konnte sich davon überzeugen, daß zut Anfertigung nur Stoffe von guter Qualität verwandt worden waren. Allen, die mitgeholfen haben, den Kindern dies« Feier zu bereiten, insbesondere dem Asicefrauenver- ein, der als Träger der ganzen Veranstaltung leine Arbeit und keine Opfer gescheut hatte, nicht zuletzt auch den Fürforgejchwestern. gebührt Anerkennung und herzlicher Dank.

** Weihnachtsfeier unserer Mili­tärkapelle. Am Donnerstagabend fand im Ka holischcn Vereinshau3 die 'Weihnacht ei er t«s MusillorpL 1. (Hass ) Batt. 15. Ins. - Regt, statt, die zahlreichen Desuch aufwies und uni es vorweg zzu sagen in jeder Hin licht einen zu­friedenste ftendcn Verlaus nahm. Die Gastgeber warteten mit einem gut gewählten Programm auf, das nach eini-en einleitenden Musikvornä- Qc:\ einer kurzen Vegrüstungrans rache von O. er- Musikmeister L ö b e r und dem von Herrn L ö - ber jun. gesprochenen Prolog f(o:t zur Dar­bietung gelangte. Einen vortrefflichen Auftakt bildete der GefangsvortragDas Zauberlied" von Frl.2 art helmeS. den reicher Befall be­lohnte. Don der übrigen Dortragssolge war ein wesentlicher Teil dem Humor gewidmet. Lebhafte Heiterkeit löste die Gruppen-Szenc ..Pofkens Zukunftsmusik" aus, die vortreffliche Abwechselung brachte und freundliche Aufnahme fand. Weüer wurden Zithervorträge dec Herren D a u 6 c r mrd Hambrecht in trefflicher Weile geboten, denen einige Couplets und ein heileres GruppenbildDer grobe Kapellmeister" folg­ten. Besondere Erwähnung Derb eren schließlich noch die humoristischen Vorträge frj Herrn Bauer, di? stürmische Hei e- fc tiausbrüche her- vvrr'esen. Mit ei-cr Tombola und Tanz fand di: Feer ihren AuSklang.

<42id)tiirilid).

Das künstlerische Vleyle-Vilderbuch. Biele far bev.prächtige originelle Bilder enthält dieses gut aus- gestattete Buch. Wir folgen unfein Buben und Mo dels in die besonderen Roize des Kinderlondes, gehen mit dem kleinen Hans den ersten Schulgang, bauen Schneemänner im Winter, Sandburgen an der See. Jedes Kind würde an diesem bunten Ge­schenk seine helle Freude haben. Es ist zu haben bei der Firma Franz Bette, der hiesigen Verkaufsstelle der Bleyle-Fabrikate.

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3)n kann man nicht ohne weiteres bejahen. So lange man das Laufen zur körperlichen Eriüch.igung treibt, muß man selbstverständlich zustimmend ant- W0l

Avec es gibt da so viele Arten des Laufens.

Seben Sie, neulich legte Herr Jemand seinen freunden die Frage vor» Es ist weiß und man kann draus laufen. Was ist das?" Prompt fam darauf die Antwort:Tas ist doch ganz leicht. Tas sind die auf den Fahrdämmen neu angebrachten weißen Streifen zur Regelung des Fußgängerverkehrs."

Weit gefehlt.

?????

Dann wissen Sie es nicht?

Na, dann nehmen Sie Karlsbader Salz!

Eines Beweises bedarf es nicht weiter, und wenn Sie noch so viel von doppelsohlenkauendem Nashorn reden. Das müssen Sie doch zugeben, nid)i wahr?

Doch schweigen wir bei diesem heiklen Thema lieber von etwas anderem.

Viele Stunden sitzt unser liebes Münchener Kindl, das Wahrzeichen der alten roeltbelannten Zuban Zigarettenfabrik, nun schon im Flugzeug, um zn seinem guten Dr. Mbi, unseremTabakdoktor", zu geUngen.

Bald wird es beim Ör. stkabi fein. In der Ferne blitzen bereits die Lichter von Konstantinopel. Freudig erregt überschaut das Kindl das nächtliche Panorama.

Da, ein Riß, ein Hämmern: Dkotordesekt. Der Pilot wird in Menschen- leerer Gegend zur stkotlandung gezwungen.

Siundenlange versuche halfen nichts: der Motor springt nicht an.

Ter Ulotgen ist inzwischen yerangebrochen. Unser Kindl träp.t sich ernstlich mit dem Gedanken, sich eine belebende Zuban-Zigarette ins Gesicht zu stecken und dann den kurzen Weg bis zur Stadl perpedesapostolorum zurückzulegen. Hier ist Gelegenheit ^um Streiten, ob das Laufen in diesem Falle ein Spott oder glatte Nvtwendtgkeit ist.

Doch Glück muß der Mensch haben. Der eiserne Booel ist inzwischen wie­der auf die Beine gekommen, und weiter geht's dem Ziele entgegen. übermorgen hören Sie mehr!

Tie Geschmacksrichtungen der Raucher sind wandelbar wie die Zeiten. Wir gehen mit l Die leichten, süffig süßen Mischungen unserer Zigaretten sind Glanzstücke ber beulipen Zigareiten-Herstellungsart.

Drum seien Sie mcht nur Lebenskünstler, sorrdern

werden Sie Künstler des Geschmacksl

Rauchen Sie: Lucy Doraine, die Zuban-Fünfer!