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besten schnitten Schlitz und Pfordt ab. Der Einfluß der an diesen Orten bestehenden Turnver­eine, die auch das Schülerturnen pflegen, macht sich also deutlich bemerkbar. 3m Fünfkampf der Kna­ben wurde die oorgeschriebene Punktzahl von 22 der Bewerber erreicht. Erster Sieger wurde K. Schaub (Schlitz) mst 106 Punkten, Im Dreikampf der Knaben gab es 14 Sieger (1. H. Svillner, Hutzdorf, 84 P.), im Dreikampf der Mädchen 17 Siegerinnen (1. M. Hohmeier, Schlitz, 58 P.).

Starkenburg.

" Darmstadt, 16. Sept. Gestern abend wollten zwei junge Leute das Schlohkaffee verlassen. Sie glaubten, das große Fenster, durch das man sollst das Kaffee betreten oder verlassen kann, wäre geöffnet, aber es war herunter gelassen worden. Der eine der beiden stieß mit dem Kopf gegen die Scheibe; sie zerbrach und fügte dem jungen Mann so schwere Verletzungen zu, daß er ins Krankenhaus gebracht werden muhte. Vergangene Aacht wurde ein Einbruch in die Bahnhofskasse in Vieder-Äamftadt bei Darmstadt unternommen, nachdem die Täter vorher aus der Wohnung des Stationsvorstehers den Schlüssel zum Stationsgebäude gestohlen hat­ten. Es fielen ihnen etwa 300 OK ort in die Hände.

Lange n, 17. Sept. (0136'21.) Zwischen Lan­gen und Sprendlingen ereignete sich vorgestern abend gegen 12 Llhr ein schweres Auto­unglück, dem ein Menschenleben zum Opfer gefallen ist. Eine Autodroschke aus Offenbach, die auf dem Wege nach Darmstadt war, stürzte infolge Deitenbruchs einen Abhang hinunter, wobei sich der Wagen überschlug. Der Chauffeur Alois Semeth wurde schwer ver­letzt unter dem Wagen hervorgezogen und ver­starb bald darauf. Ein Insasse des Wagens erlitt einen schweren Schädelbruch und liegt bewußtlos darnieder. Drei weitere In­sassen wurden leichter verletzt. Sämtliche Perso­nen stammen aus Offenbach.

Weinheim, 17. Sept. (WSV.) Ein un­bekannter Motorradfahrer, der hier sein Aad zur Verwahrung gegeben hatte, ver­anlaßte beim Abholen ein Ibjährigcs Mäd- ch e n, auf dem Soziussitz Platz zu nehmen, um es einmal im Schulhof herumzufahren. Kaum hatte das Mädchen Platz genommen, so fuhr der Fahrer in schnellstem Tempo aus dem Schulhof heraus und kam nicht zurück. Er hatte die Rich­tung auf Fürth eingeschlagen. Als sie Fürth passierten, rief das Mädchen um Hilfe, wo­durch sich der Fahrer veranlaßt sah, das M ä d - chcn abzusetzen. Es mußte dann zu Fuß nach Weinheim zurückkehren. Die Personalen des Fahrers konnten noch nicht festgestellt werden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 17. Sept. Die Erneuerung des Straßenpflastcrs in der Innenstadt schreitet rüstig vorwärts. Der obere Teil der Frankfurter Straße wird in den nächsten Tagen für den Wagenverkehr wieder frei, ebenso die S i l h ö f e r st r a ß e mit dem S ch i l l e r p l a tz. Inzwischen ist auch die Neupflasterung der Güll- gösse, einer sehr stark befahrenen Straße, in An­griff genommen worden. Dazu kommt in nächster öeit die Neupflasterung der L a n g g a s s e , wobei auch die sehr notwendige Verbreiterung des Bürger st eigs vorgenommen werden soll. Trotz all dieser sehr begrüßenswerten Verbesserungen blei­ben im Gebiet der Vorstädte noch zwei große Verkehrshindernisse bestehen, deren Be° seitigung ein dringendes Gebot ist. Das ist die a l t e Lahn brücke auf der einen Seite, und zum an­dern die Brücke von der Sanggasse nach der Neu st ad t. Beide sind schon Jahrhunderte ast und entsprechend der damaligen Bauart sehr stark gewölbt: sie bilden den Schrecken der Wagenführer wegen ihrer starken Steigung und der Fußgänger wegen der sehr schmalen Bürgersteige. Es wäre zu wünschen, wenn der Kreis bei dem jetzigen Straßen- bau sich zum Umbau der Brücken entschließen würde, ähnlich der Hinteren Dillbrücke.

<5 Garbenheim, 17. Sept. Zu einem schönen FamilienwA gestallete sich,ber Ausflug der Kinder des S o n n t a g s g o tt e sd i e n ft e s der evangelischen Gemeinde Wetzlar. Der große Göthegarten war mit Kindern und Estern vollkom­men besetzt. Bei schönem Sonnenschein war der Aufenthalt im Freien trotz des herannahenden Herbstes eine Freude jür jung und ast. Nachdem den Kleinen Kaffee und Kuchen geschmeckt haste, gab es unter Führung von Pfarrer Schmidt und den übrigen Helfern und Helferinnen noch allerhand Spiele, wie Reigen, Wettlaufen usw. mit anschlie- ßender Preisoerteilung. Erst gegen Einbruch der Dunkelheit dachte man an den Heimweg, der bei gemeinsamen Liedern schnell überwunden wurde.

~ Aus dem Kleebachtal, 17. Sept. Die Grummeternte kann im Kleebach­tale im allgemeinen als beendet angesehen werden. Auch das Getreide ist fast ausnahms­los vom Felde heimgefahren. Aur vereinzelt sieht man hier und da noch einen »Hausten" im Felde stehen. Die Dreschmaschinen haben überall ihre Tätigkeit begonnen. Der Druschlohn beträgt 7 bis 7,50 Mark je Stunde. Aun folgt die Kar­toffelernte' mit demAusmachen" von Frühkartoffeln ist bereits begonnen. Diese Ernte verspricht einen mittleren Ertrag. Die Obst­ernte fällt in diesem Jahre verschieden aus. Während Birnbäume einen verhältnismäßig rei­chen Behang aufweisen, gibt es Aepfel und Zwetschen fast gar nicht. Der Preis für gute Tafelknrnen bewegt sich zwischen 10 bis 15 Mark je Zentner. Das Gemüse. Dickwurz und Kohlrüben scheinen, soweit sich bis jetzt übersehen läßt, einen befriedigenden Ertrag zu liefern. Bei dem Getreide ist nach den bis jetzt vorliegenden Druschergebnissen der Ertrag an Stroh besserr als derjenige an Körnern. Das ist darauf zurück­zuführen, daß das Getreide infolge der nassen Witterung im Juni an vielen Stellen lagerte, wodurch die Körnerbildung wesentlich nachteilig beeinflußt wurde.

Kreis Biedenkopf.

T Waldgirmes. 17. Sept. Die Kraft- p o st Wetzlar-Wald girmes-Bodheim weist bis jetzt, insonderheit auf der letzten Strecke, wenig Verkehr auf. Da die Fahrzeiten ungünstig liegen, können von Naunheim und Waldgirmes nur Zufalls reisende den Wagen be­nutzen. Für ständig Arbeitende oder Angestellte in Wetzlar ist dies unmöglich. Die hiesige Ge­meindevertretung hat daher erneut der Poftbehörde einen gewünschten Fahrplan unterbreitet, nach dem zwischen Wetzlar und Waldgirmes der Wagen täglich f ü n f - m a l verkehren soll. Wenn die Post nicht darauf eingeht. hat das ganze.Unternehmen den Todes­leim in sich.

Obertahnkreis.

O Odersbach, 16. Sept. Am Dienstag abend gegen 11 älhr brach in der neuerbauten Scheune des Friedrich Lewalber Feuer aus, das mit rasender Schnelligkeit um sich griff und die in der Scheune nntergtzbrachten Ernte­vorräte samt der Dreschmaschine ver­nichtete. Die Feuerwehren von Odersbach und Kirschhofen mußten sich darauf beschränken, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu ver­hüten. Die Entstehungsursache des Feuers konnte bisher nicht festgestellt werden.

O Oberselters. 17. Sept. Dieser Tage erschienen auf der hiesigen Hammermühle vier L a n d st r e i ch e r und bettelten um Essen. Ein dargereichtes Butterbrot warfen sie der Hausfrau vor die Füße und verlangten warmes Essen, was chnen vorsichtiger Weise versprochen wurde. Den inzwischen hinzugekommenen Ehe­mann bedrohten die Kerle mit Halsabschnei- den, wenn er nicht schnell ginge. Mittlerweile war aber die Landjägerei alarmiert und traf noch vor der Suppe ein; so' daß die vier Kavaliere anstatt des warmen Essens einen Spa­ziergang ins Amtsgerichtsgefängnis Camberg be- willigt bekamen.

Q Gräveneck a. Lahn, 17. Sept. Nach­dem hier 26 Jahre lang keine Kirmes mehr gehalten worden war, wurde eine solche am Sonntag und Montag wieder gefeiert. Der Besuch von auswärts war äußerst stark.

müßte eventuell an nächsten Voranschlag eingestellt werden.

pb. Butzbach, 17. Sept. Am 15. September wurde die hiesige Depositeykasse der Mitteldeutschen Creditbank ge­schlossen, die seither noch als einzige Groh- banh-Aiederlassung hier bestand. Die Dankräume im Goldenen Löwen werden von der VerrinS- bank für Butzbach und älmgegend e. G. m. b. H. übernommen. Von vielen Seiten wird das Weg­gehen der letzten Grohbaick sehr bedauert.

B. Rodheim o. d. H., 17. Sept. Die Zahl der Arbeitslosen ist von 79 am Anfang des Iah» res auf 29 gesunken. Die Abnahme erklärt sich aus Wieüereinstellungen von Arbeitskräften in oer Industrie, oder deren Verwendung in landwirtschaft­lichen Betrieben.

Kreis Schotten.

Eichelsdorf, 17. Sept. Die Zunker- wühle, die sich seit etwa ll/s Jahren in Kon­kurs befindet, wird anfangs Aovember mit dem dazu gehörigen Wiesen- und Ackergelände ver­steigert. Die Dezirkssparkasse Aidda ist 1. Hypothekengläubigerin. Da landwirtschaft­licher Besitz starr gesunken und Liebhaber für Mühlenobjekte, namentlich wenn diese von den großen Wasserstraßen weit entfernt, selten sind, dürst« der Versteigerungserlös kaum die ange- wachsene Hypothekenschuld beeten. Der im Kreis Schotten geplante Ausflug der Schulen nach Heidelberg muh unter­bleiben, weil die Anmeldungen dazu nicht in notwendiger Höhe einliefen. Beben geldlichen Gründen ist es auch eine gewisse Aengstlichkeit der Eltern vor langer Bahnfahrt, die sie abhält, ihre Kinder mitzuschicken.

Kreis Alsfeld.

tet Alsfeld, 17. Sept. Heber dem Als­felder Flugtag waltet entschieden ein Un« ft er 7t Nachdem im vergangenen Jahr« der da­mals von den Hessenfliegern in Darmstadt über­nommene Flugtag infolge widriger Umstände verlegt und schließlich wegen der ungünstigen Wttterung ganz ausfallen muhte, geht es an­scheinend unserer Stadtverwaltung mit dem für nächsten Sonntag, 19. September, vorgesehenen Flugtag nicht besser. Die Frankfurter Flugsportgesellschaft, welcher diesmal die Veranstaltung übertragen worden war, hat mttgetellt, daß sie am kommenden Sonntag in Bergisch - G l a d b a ch eine Flugveranstaltung als Ersah für einen dort am Sonntag vorher verregneten Flugtag ausführen müsse, so daß der Alsfelder Flugtag in den Oktober verlegt werden muß, da am Sonntag, 26. Sep­tember, in dem benachbarten Lauterbach eine größere landwirtschaftliche Kreisschau stattfindet. Da bei der vorgeschrittenen Jahreszeit im Okto­ber schon mit ungünstiger Witterung für die Fliegerei gerechnet werden muß und auch der Winterfahichlan Zugeinschränkungen für den Sonntagsverkehr auf der Strecke GießenFulda bringt, die den Besuch der Veranstaltung un­günstig beeinflussen, hat unsere Stadtverwaltung beschlossen, den Flugtag für diesen Herbst aus­fallen zu lassen, was sicherlich in weiten Kreisen der hiesigen Bevölkerung, besonders in der Ge­schäftswelt, bedauert wird.

0 Bernsburg, 17. Sept. 3n hiesiger Gemeinde ist man seit sechs Wochen mit dem Bau einer Wasserleitung beschäftigt. Die Ausführung hat die Kasseler Firma Schäfer übernommen. Die Arbeiten sind, durch das schöne Wetter begünstigt, schnell fortgeschrtt- ten, so daß bereits in aller Kürze die Eiw- wohner den Vorzug einer Leitung auskosten . tonnen. Die Kosten des Baues belaufen sich auf ungefähr 35 000 Mark.

Kreis Lauterbach.

.. Schlitz, 17- Sept. Auch hier wurden in wesen -Lagen dieNeichsjuaendwettkämpfe wieder durchgeführt. Die hiesigen Schulen und die gesamten Schulen des Schlitzerlandes waren zu einen, Bezirk zusammengesetzt, was besonders zu begruben ist. Es beteiligten sich insgesamt 143 Kna­ben und Mädchen, deren Leistungen sich gegen die Dorjahre schon wesenllich verbessert haben. Am

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(letzt ist man fleißig mit der Kartoffel­ernte beschäftigt. Der Ausfall ist nach den Sorten und der Bodenart recht verschieden, doch ist man allgemein zufrieden.

Kreis Marburg.

sch. Marburg, 16. Sept. Unser Stadwber- haupt, Oberbürgermeister Dr. Voigt, vollendete heute sein 6 0. Lebensjahr. Der Magistrat und die Stadtverordneten überbrachten ihm herzliche Glückwünsche, Oberbürgermeister Dr. Voigt kam 1912 von Barmen als Oberbürgermeister nach Frankfurt a. M., im Jahre 1924 schied er von dort und wurde zum Oberbürgermeister der Stadt Marburg gewählt.

Oberwefterwaldkrsis.

& Marienberg, 17. Sept. Zn dem nahe­gelegenen Zinhain brannte Mittwoch abend da« Wohnhaus mit Stall und Scheune des Landwirts Wilhelm Schumann nieder. Die so­fort alarmierte Feuerwehr des Ortes, die von der Freiwilligen Feuerwehr Marienbergs unterstützt wurde, konnte nicht mehr viel retten und mußte sich auf Sicherung der Nachbarhäuser beschränken. Die Scheune mit der reichen Ernte brannte vollständig, das Wohnhaus bis Erdge­schoß nieder. Die Ursache des Brandes konnte vis jetzt noch nicht festgestellt werden; man vermutet, daß Selbstentzündung des Heues vorliegt.

Kreis Usingen.

'^Cleeberg, 17. Sept. Auch in unserem ftetnen Gebrrgsdorfchen ist die diesjährige Ge­treide- und Grummeternte zur Zu­friedenheit aller ausgefallen. Die Scheunen kön­nen die geerntete Frucht kaum fassen, so daß man auf den Feldern große Strohschober er- richten mußte.

Weiperfelden, 17. S^pt. Erneut fan­den in den letzten Tagen in unserer Gemarkung Versuche mit der Wünschelrute statt. Unter der Leitung eines Wünschelrutengängers aus Limburg wurden günstige Resultate erzielt. Man stieß auf. sehr wasserreiche Adern. Sofort vorgenommene Schürfungen, die in dem hiesigen Gaulskopf stattfanden, zeigen Hebere inst im mung mit der Wasservermutung. Infolge des felsigen Bodens müssen nur recht viele und starke Spren­gungen vorgenommen werden. Da das Ergebnis der Bohrungen bis jetzt günstig verlief, sieht sich die Gemeinde veranlaßt, bald mit dem Bau der notwendigen Wasserleitung zu beginnen.

Maingau.

Hanau, 17. Sept. (WSV.) Bei einem hier seftgenommenen F a h r r a d m a r de r wurden nicht weniger als 17 Pfandscheine über Fahrräder gesunden, die alle gestohlen sein dürften.

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