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Hr. 140 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen)

Freitag, 18. )uni <926

Turnen, Sport und Spiel.

1911 in Stockholm 4:2 für Deutschland.

1911 in Hamburg 3:1 für Schweden.

1923

1924

1925

in Stockholm 2:1 für Schweden.

in Berlin 4:1 für Schweden.

in Stockholm 1: 0 für Schweben.

18. 6.

29.10.

29. 6.

31. 8.

21. 6.

Hessen, die dabei tätig sind, nennen wir: Will tGiehen), Textor (Marburg), Lehmann (Bad- Nauheim), R. Paul (Dieben). Reuter (Die­ben). Die anwesenden besten Turner des Gau­verbandes veranstalten am Samstagabend im K u r h a u s e einen turnerischen Werbe- abend.

Ein bedeutsames Ereignis sind die G a u - Verbandsspiele des 1. Gauvcrbandes, die am Sonntag in Friedberg ausgetragen wer­den. Diesen gilt eine besondere Vorbesprechung an anderer Stelle.

Die Sommcrfpicle der D. T.

Meisterschaftsspiele im 1. Gauverband des Mittelrheinkreiscs.

= Zahlreiche und verschiedenartige Spiele Pflegt die Deutsche Turnerschaft, und als Belohnung für den Sieger winkt der Titel eines deutschen Meisters. Cs sind Kampfspiele im wahrsten Sinne des Wor­tes, die Gewandhcit, Kraft und Ausdauer ver­langen, um die heißumstrittene Siegespalme zu erringen. Die Spiele sind Mannschafts­spiele und verlangen von dem einzelnen Spie­ler restlose Unterordnung und Hncigennützigkeit.

Als ausgesprochene Sommerspiele kommen in der Hauptsache zwei Spielarten in Frage, die auch das gröbere Publikum interessieren: Faust­ball und S ch l a g b a l l. Beides sind Mann­schaftsspiele ganz verschiedener Art. Betrachten wir uns zunächst das Faustballspiel.

Zwei Parteien zu je 5 Spielern stehen sich, nur durch ein 2 Meter hohes Seil getrennt, dabei gegenüber. Im Gegensah zu früheren Zei­ten ist jetzt der Endzweck, den Faustball, der die Gröhe, nicht aber die Schwere eines Fußballs hat, so über die Schnur zu schlagen, daß der Gegner den Ball nicht erreicht. Als Punkt zählt immer nur ein Ball, wenn er von einer Partei verschlagen wird. Gerade bei diesem Spiel ist es unbedingt erforderlich, dah die aus 5 Spielern bestehende Mannschaft vollkommen aufeinander eingespielt ist. Jeder muh sich unterordnen, um durch schnelles Zuspiel dem Mitspieler den Ball so zuzuschlagen, dah er in der Lage ist. ihn möglichst scharf und plaziert ins gegnerische Spiel­feld zu schlagen. Ein Faustballspiel dauert zwei­mal eine Viertelstunde.

Ann zum Schlagball. Hier stehen sich zweimal 12 Spieler gegenüber, die durch keiner­lei Schnur getrennt sind; vielmehr gibt es eine Schlag- und eine Fangpartei: Die Schlagpartei versucht durch Schläge ihre Läufe zum Laufmal hin und zurück zu bringen. Die Fangpartei dagegen hat die Aufgabe, den geschlagenen Ball zu fangen, durch Zuspiel die laufenden Schläger einzukreisen und abzuwerfen, um dann selbst das Schlagmal zu besehen. Gerade dieses Spiel ist außerordentlich svannend, und es fesselt unwill­kürlich den Zuschauer, wenn die schnellfüßigen, frischen Turnergestalten in gewandtem Lauf sich der Einkreisung entziehen und das Mal erreichen.

Bei den Meisterschaftsspielen in den Be­zirken unseres Heimatgaues und dann vor allem bei den Gaumeifterschaftsspielen in (Ziehen (worüber derGieh. Anz." ausführ­lich berichtet hat) hatten wir Gelegenheit, uns von neuem an den alten schönen Turnspielen erfreuen zu können. Aoch gröberem Interesse der Sportfreunde werden aber die

Meisterschaftsspiele im Gauoerbond Main-Lahn

begegnen, das heißt die Spiele im 1. Gauverband des Mittelrheinkreises, die in diesem Jahre im Gebiet des Gaues Hessen ausgetragen werden, und zwar am kommenden Sonntag in Fried­berg auf dem Platz der dortigen Turnge­meinde. die bekanntlich wieder Gaumeister des Hessengaues in der Faustball-Meisterklasse ge- worden ist. Ein seltenes sportliches Ereignis wird uns dadurch in unserer engeren Heimat geboten, denn unter den teilnehmenden Gaumeistern an­derer Gaue befinden sich mehrfache deutsche Meister: so die Frauenabteilung des Tv. 1860 Frankfurt a. M. im Frauen-Faustball und dann der ..Verein für Licht, Luft", Wohl die beste deutsche Faustball-Mann­schaft, die der eigentliche Wegbereiter des modernen Faustballspiels gewesen ist und von 1913 bis 1924 ungeschlagener deutscher Meister war. Als hervorragende Schlagballmannschaft erscheint Tv. 1 860 Frankfurt a. M.. eine Mannschaft, die schon mehrmals an den End­spielen um die deutsche Meisterschaft beteiligt war. Von den übrigen Gaumannschaften, die an den Spielen teilnehmen und sich um die Gauverbands­meisterschaft bewerben, sollen nur noch die Ver­treter des Gaues Hessen in den ein­zelnen Spielarten genannt werden: Faustball- Meisterklasse: Tgm. Friedberg: Faustball- Altersturner: Tv. 1 846 Gießen: Faustball. Turnerinnen: M t v. Gießen: Schlagball- Meisterklasse: Akad. Tv. Marburg.

Leichtathletik.

Wettkämpfe zur Einweihung der Laufbahn der Universitär Gießen

Zur Einweihung der neuerrichteten, mit großer Sorgfalt bergestclltcn Laufbahn auf dem Turn- und Spielplatz der Hniver - sität Gießen fanden am Sonntag Wett­kämpfe zwischen den Universitäten Mar­burg und Gießen und der Spielvereini­gung 1 9 0 0 Gießen statt. Die Laufbahn er­wies sich als ganz vorzüglich. Leider war das Wetter wenig günstig - die Vorkämpfe wurden bei strömenden Regen ausgetragen so daß die erzielten Zeiten dadurch beeinträchtigt wurden. Auch litt darunter der Besuch der Veranstaltung. Immerhin hatten sich mehrere Hundert Zu­schauer eingefunden, die mit großem Interesse den Wettkämpfen folgten. Kurz nach Beginn ver­sammelte Seine Magnifizenz der Rektor der Universität Gießen. Pros. Dr. Bürker. die Wettkämpfer um sich und begrüßte sie im Ramen der Universität.

Der schärfste Kampf fand um die Schwe­de n st a f f e l (400, 300. 200, 100 Meter) statt, die für die Spielvereinigung 1 9 0 0 Gießen und die Universität Gießen offen war. Der Kampf in dieser Staffel ging um einen von Geheimrat Sommer der Stadt Gießen ge­stifteten Wanderpreis, den die Spielver­einigung 1900 zu verteidigen hatte. Beide Mann­schaften waren gleichwertig, so daß aus der ganzen Strecke Mann neben Mann gekämpft wurde. Die Universität Gießen gewann schließlich mit Drustbreite und wurde damit 2. Inhaber des Wanderpreises.

In den kurzen Strecken (100 Meter. 4mal°100- Meter-Stassel) war die Spielvereinigung 1900 überlegen, in den Mittelstrecken die Universität Marburg. Marburg gewann das Faustballspiel gegen die Universität Gießen. Die 3 0 mal - 2 0 0- M e t e r - S t a s f e l, die alljährlich zwischen den Universitäten Marburg und Gießen ausgetraqen worden (Wanderpreis der medizinischen Fakultät der Universität Marburg) wurde von Mar­burg mit ca. 250 Meter Vorsprung gewonnen.

Anschließend an die Wettkämpfe hatte der A. A. f. L. der Universität Gießen die Teil­nehmer zu einem Abendimbiß in der Baracke auf dem Arad. Turn- und Spielplatz eingeladen. Der Einladung waren über 100 Personen ge­folgt. Aach dem Essen wurden die Sieger durch Geheimrat Sommer verkündet und ihnen Ur­kunden und Wanderpreise erteilt.

Mit einem Gedicht, das den Strophenschluh: Es werde Lichtl" hatte, wurde sodann die neue Beleuchtungsanlage in der Svprtbaracke und auf dem Wad. Turn- und Spielplatz feierlich ein- geweiht. Die Teilnehmer blieben noch lange fröh­lich zusammen. Bet Einbruch der Dunkelheit wurde der Wad. Turn- und Spielplatz durch flam­mende Feuer auf den Betonsäulen an der Terrasse erleuchtet. Am Schluß führten 20 Studenten und Studentinnen unter Leitung von Herrn Stein­bach einen Fackelreigen auf, der reichen Beifall der Zuschauer fand.

Die Ergebnisse der Wettkämpfe im einzelnen sind folgende:

_ 100-Meter-Lauf: 1. Fischer, Spog. 1900, 11,9 Sek.; 2. Fricke, Univ. Marburg, 12; 3. Baumblatt, Univ. Gießen, 12.

400-Meter-Lauf: 1. Rathke, Univ. Marburg, 57 Sek.; 2. Birkenstock, Spog. Gießen, 58,8.

1500-Meter-Lauf: 1. Heim, Univ. Marburg; 2. Kallenbach, Spog. Gießen 1900; 3. Weber, Univ. Gießen.

3000-Meter-Lauf: 1. Schäffer, Univ. Mar­burg, 10:29 Min.; 2. Berg, Spvg. Gießen, 10:40,3; 3. Hien, Univ. Gießen, 10:55,2.

4X100-Meter-Staffel: 1. Spvg. Gießen 1900, 46^6 Sek.; 2. Univ. Marburg, 46,7; 3. Spvg. Gießen

Schwedenstaffel: 1. Univ. Gießen, 2:11,8 Min.; 2. Spog. Gießen 1900 2:11,9.

Olympische Staffel: 1. Mannschaft 1. Sieger Univ. Marburg 4:07 Min.; 2. Spog. Gießen 4:2,2; 2. Mannschaft 3. Univ. Marburg 4:5,4.

30X200-Meter-Staffel: 1. Univ. Marburg 13:55,4 Min.: 2. Univ. Gießen 14:41.

Faustball: Univ. Marburg gegen Gießen 60:50.

Nationale Iugendwettkämpfe

der Spielvereknigung 1900.

ö Am Sonntag veranstaltet die Spiel- Vereinigung 1 900 ihre diesjährigen n a Ho- nalen Jugendwettkämpfe. Das Melde­ergebnis ist über aNes Erwarten gut ausgefallen. Am Start wird beste West- und süddeutsche Klasse aus Frankfurt, Siegen, Offenbach, Butzbach, Lim­burg, Fulda, Alsfeld und Wetzlar erscheinen. Insgesamt ungefähr 100 auswärtige Teilnehmer Das Hauptinteresse richtet sich aus den Start 6er S.G.Eintracht" Frankfurt und der Sportfreunde Siegen, die beide mit über 20 Mann ihres erstklasägen Jugendmaterials er*

Garnitur der Schweden nicht zu besiegen ver­mochte. sondern mit 1:4 den kürzeren zog. Bis 15 Minuten vor Spielschluh stand der Kampf noch 1:1, dann ließ der völlig versagende Berliner Torwart Kuhnt drei zum Teil leichte Bälle passieren. Auch im Vorjahr war uns kein Er­folg beschieden, nur der glänzende Münchener Torwart Ertl behütete uns vor einer ziffernmäßig sicheren Aiederlage.

Aufs neue stehen sich nun beide Mann­schaften gegenüber. Dieses Mal ist, wie gesagt, Nürnberg zum Austragsort gewählt und der Däne Andersen der auch Deutschland- Holland leitete zum Schiedsrichter besttmmt. Die deutsche Mannschaft basiert dieses Mal in erster Linie auf Nürnberger Kräften und wird allgemein für sehr spielstark gehalten. Sie besteht aus. Stulfauth (Aürnberg), Popp (Aürnberg), Kutterer (München), Schmidt (Aürnberg), Köhler (Dresden), M a r t w i g (Berlin). Auer, Franz (beide Fürth). Harder (Hamburg), Pöttinget, Hoffmann (beide München). Leicht wird den Schweden also der Sieg nicht gemacht werden, wenn nicht gar der Wunsch und die Hoffnung der deutschen Fuhballwelt in Erfüllung geht, daß uns endlich wieder einmal ein Sieg über Schweden beschieden fein und damit der Ab­stand in der tabellenmäßigen Spielstärke herab- gemindert werden möge.

Turnen.

Die Amerikariege der D. T. in Chicago.

Die Amerikariege der Deutschen Turnerschaft nahm auf Einladung am Deutschen Tag in Chicago teil. An diesem waren 50 000 deutsche Sänger, Krieger und Tur­ner beteiligt. Die deutschen Turner waren der Mittelpunkt der Veranstaltung. Sie wurden be­geistert ausgenommen. Ihr vorzügliches Turnen an Reck, Barren und Pferd, sowie ihre Leistun­gen im Freiübungsturnen weckten jubelnden Bei­fall und waren der Höhepunkt des Festes, das für die Wiedererstartting des deutschen Gedan­kens in den Vereinigten Staaten ebenso sehr von Bedeutung war wie für die Sammlung aller Ver­einigungen, die in Aordamerika deutsche Sprache und deutsche Sitte Hochhalten. Mit Jubel wurde die Ansprache ausgenommen, die der Vorsitzende der Deutschen Turnerschaft, Direktor Dc. Ber­ge r. hielt. Bemerkt sei, daß auch der deutsche Konsul in Chicago die Riege gastlich aufnahm und bei sich empfing. Die nächste Aufgabe den Riege ist ihre Teilnahme am amerikanischen Bundesturnfest, das in Louisville stattfindet. Hier werden die Deutschen im Wett­bewerb mit den amerikanischen Turnern treten.

Neue D. T. Höchstleistungen.

vo. Bei den Gau-Meisterschaften des Hell- wig-Märktschen Turngaues in Dortmund stellte Lingnau zwei neue D. T.-H öch stlei - ftungen auf, indem er im Steinstoßen; (15 Kilo) mit 10,16 Meter die bisherige Höchst­leistung um nicht weniger als 0,56 Meter ver­besserte und im Kugelschocken 22,36 Meter erreichte.

Bemerkenswert ist auch die Leistung von Fräulein Repp (Dortmund) im 100-Meter-Lauf mit der Zeit 12,4.

Dom Mittelrheinkreis der D. T.

Kreisjugendtreffen Gauberbandsspiel Dorturnerstunde deö 1. Gauverbandes.

= Der Sonntag bringt drei größere Ver­anstaltungen des Mittelrheinkreises, die in das Gebiet unseres Heimatgaues Hessen fallen.

Die Turnerjugend des Mittelrhein­kreises trifft sich, wie wir bereits mitgeteilt haben, am Samstagabend in Münzenberg zur Feier der Sommersonnenwende. An die 2o- hannisfeier, die am Sonntag in Kloster Arnsburg statt findet, schließt sich eine F ü h - rersitzung, in der hauptsächlich über die Be­teiligung von Jung-Mittelrhein am 3. Jugend­treffen der D. T. in Hirschberg beraten werden soll. Auf der Hardt bei Lich soll dann die Jugend sich noch zu Spiel und Sang vereinen.

In Bad-Aauheirn findet am Samstag und Sonntag eine Gauverbandsvortur- n er st und e des 1. Gauverbandes im Mittelrheinkreis statt, woran die besten Turner der Gaue Hessen, Frankfurt, Offenbach, Hanau, Kinzig und Main teilnehmen. Der Samstag­nachmittag gilt dem Frauenturnen, wobei u. a.Körperbildende Gymnastik" (F. Fleck), Schwungfvrmen mit Belastung" (Frl. Kasten). Spiele" (R. P au l. Gießen) Gegenstand der Hebung und Belehrung fein werden. Das Männerturnen wird am Sonntagvormittag durchgeführt. Ein reicher, interessanter Hebungs- stoss wird vorgeführt. Don Vorturnern und Be­richterstattern aus dem Gebiete des Gaues

Futzball-Länderkampf SchwedenDeutschland.

Aach langen Terminverhandlungen ist endlich der sechste Länderkampf zwischen Schweden und Deut schl a n d für den kom­menden Sonntag nach Aürnberg angeseyt worden. Die Schwierigkeiten der Terminfrage lagen in der Tatsache begründet, daß beide Län­der eine von einander verschiedene Spielzeit haben, da die Schweden vom Aovember bis Fe­bruar wegen des hohen Schnees und wegen der Kälte ihren Meisterschaftsbetrieb unterbrechen müssen und deshalb Frühjahrsspiele wegen der mangelnden Form der Spieler nicht austragen. Zu dem für sie günstigen Zeitpunkt vom Juni bis August steht Deutschland aber gerade in den Endkämpfen um die deutsche Meisterschaft, die Spieler sind infolge der ausgedehnten Spielzeit sehr häufig nicht mehr in bester Form, und an­dererseits haben auch die Schweden ein aus­gedehntes Programm abzuwickeln, so daß lie sich gern bet den Abschlüssen für die Aationalmann- fchaft gewisse Reserve auferlegen.

So trägt Schweden in den Monaten Juli bis August acht Länderspiele gegen Norwegen, Tschechoslowakei, Deutschland (Juni), Italien, Finnland, Lettland, Estland (Juli) und Belgien (August) aus. Der schwedische Verband kann sich nach Erledigung seiner Meisterschaft restlos den großen Länderkämpfen seiner Nationalmann- fchaft widmen.

Die Spielstärke Schwedens ist in Göteborg beheimatet. Die Hauptstadt Stockholm hat in Hamarbh und A. I. K. ihre stärksten Vereine, die aber in der diesjährigen Meisterschaft nicht mit­reden konnten. Schwedischer M e i ster wurde zum 11. Male bei 30 zum Austrag gelangenden Meisterschaften Oergrythe-Göteborg. Für die Heberlegenheit der Gotenburger Vereine im schwedischen Fußballsport zeugt die Tatsache, daß auch Gais-Göteborg zweimal und Kamraterna- Göteborg viermal den Titel eines schwedischen Meisters heimführen konnten. In der Schweden­mannschaft spielen am Sonntag. Lindberg. Alfredsson, O. Karlsson (alle Helsingborg): Wyss (Malmö), Rosen (Helsingborg), Erik Andersson (Gotenburg): Haglud (Stockholm). H. Dahl (Landskrona). Brost (Malmö), A. Dahl, Kroon (beide Helsingborg).

Bisher haben fünf Länderkämpfe gegen Schweden stattgefunden. Beachtlich ist dabei die Tatsache, daß unsere Mannschaft nur den ersten, am 18. Juni 1911 in Stockholm ausgetragenen Kampf zu gewinnen vermochte und die nach­folgenden vier Spiele verloren gingen. Die bis­herigen Spiele verteilen sich wie folgt:

Der sportliche Verkehr mit Schweden begann 3 Jqhre nach Einführung der Länderkämpfe durch ®eut(aTanb. Auch in der Aachkriegszeit ließ der Wiederbeginn der Kämpfe lange Zeit auf sich warten. Das hat aber nicht etwa seine Mr- fache in irgendwelcher Voreingenommenheit der schwedischen Fußballer gegen uns, sondern in der Tatsache, dah Schweden selbst Länderspiele erst 1910 aufnahm. Vor der ersten Begegnung mit Deutschland haben nur je 2 Kämpfe gegen England und Aorwegen stattgefunden. In der Nachkriegszeit wahrte Schweden die sportliche Neutralität in striktester Weise. Es beteiligte sich nicht an dem von England ausgesprochenen Boykott gegen die Mittelmächte, hielt sich aber auch die Hände frei, um diesen unsportlichen Mt Englands voll unwirksam machen zu können. Deutsche VereinSmannschaften haben gleich in der ersten Nachkriegszeit in Schweden gespielt und glänzende Aufnahme gefunden.

Der erste und einzige Sieg Deutschlands in Schweden wurde mit einer Mannschaft er­rungen, in der 4 Berliner Spieler standen. Die ReichShauptstadt war damals auf der Höhe ihres fuhballsportlichen Könnens und Victoria zum zweiten Male deutscher Meister geworden. So kamen 3 Diktoriaspieler in die Mannschaft, die den 13. deutschen Länderkampf bestritt: Worpitzky, Dumke, Hunder und von den Ber- Htier Preuhen Droz. Der flinke Dumke war der Hrld deS Tages, er schoß von den vier er­hielten Toren drei. Der Kampf war hart und entzückte die 3000 anwesenden Zuschauer. Der Spielstand war 1:0, 1,2, 4,2. Das Rückspiel, vier Monate später in Hamburg ausgetragen, ent­täuschte allerorts. Die deutsche Mannschaft zeigte ein schwaches Spiel und verlor verdient. Mit Äfogler und Knefebeck (ohne den ausgeschiedenen Wdkpihth) standen wieder vier Dictorialeute in der Mannschaft.

Die Känipfe der Nachkriegszeit sind schnell Zestretstz Die schwächste Leistung bot unsere Mannschaft 1924 in Berlin, wo sie eine zweite

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