Nr. 114 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffenf Dienstag, 18. Mai 1926
Lörrtschast.
Börse und Geldmarkt.
Di« A t l i e n b ö r s e fand in der vorigen Woche nach Lie vor eine stiesi.rüt.eruche Behandlung. Die Umsätze waren so unbedeutend, Daß selbst in maßgebenden Setminallicn Abschlüsse von nominell 6000 Mark die Kurse zeitweilig um Prozente verändern tonnten. Bei einer solchen Lag: erfüllt die Börse die ihr im Gesamtrahmen der Bolkswirtscha t zugcwiesenen Ausgaben naturgemäß nicht mehr. Allerdings erscheint es verständlich, dah Die Dagesspela- lalion sehr mutlos blieb. Aus dem (Sebiet der deutschen Innenpolitik ging cs in den vergangenen acht Tagen sehr bewegt zu mit dem Ergebnis, daß eine offene Aegierungskrilis den Schlußstein der Parleistrciligkeiten bildete. Engagements nach oben fanden mit Rücksicht auf die innerdeutschen Verhältnisse nicht statt, während man andererseits an eine stärkere Ver- flauung der Aktienkurse gleichfalls nicht glaubt und daher größere Positionslösungen ausblieben. Das Gesamtresultat sind wieder nur kleine Kursveränderungen. eher ein leichtes Abbröckeln der 'Kotierungen. Eine Ausnahmestellung nahmen die Aktien des deutschen Farbentrustes »in. Die 3. G. Farbenindustrie verteilt bekanntlich 10 Prozent Dividende und braucht für diese Ausschüttung an die Aktionäre einen Barbetrag von über 60 Mill. Reichsmark. An dieser Ziffer kann man ermessen, daß vermutlich ein ganz bedeutender Bruttogewinn erzielt wurde, da sicherlich reichliche Abschreibungen und Rückstellungen erfolgt sickd. Diese Keberlegung und anscheinend auch verschiedene tatsächlich durchgesickerte Zahlen gaben her Börse Grund dazu, eine imposante General- bikanz des Farbentrustes zu erwarten, die Wohl demnächst der Oeffentlichkeit vorgelegt wird. Die Aktien der Gesellschaft wurden tagtäglich lebhaft umgeseht. In her ersten Hälfte der Woche fand auch der Elektroaktienmarkt lebhafte Beachtung. Reuerdings hat die Freigabefrage hie Tendenz wieder aktiv beeinflußt. Die Reuyorker Meldung eines Berliner Blattes, wonach neue Kompromißverhandlunaen zur Freigabe des deutschen Eigentums stattfinden. gaben dem Schiffahrtsaktienmarkt und überhaupt den Freigabewerten einen kräftigen Austrieb. Es handelt sich hierbei um eine Rachricht, hie durchaus nichts Reues besagt und der vermutlich bald wieder pessimistischer gestimmte amerikanische Telegramme folgen werden. Man kann den außerhalb der Börse stehenden Kreisen nur raten, sich gegenüber allen Freigabemeldungen mit größter Vorsicht zu wappnen, bis die Tatsachen sprechen werden. Sonst wäre vielleicht noch mehrfach eine Enttäuschung möglich, da anscheinend System in der Behandlung bzw. Berichterstattung über die Freigabeangelegenheit besteht, die von Zeit zu Zeit abwechselnd pefsimisti'ch. bzw. zuversichtlicher geschildert wird. Der noch vor einigen Wochen verhältnismäßig belebte Kriegsanleihe- markt ist von der Tagesfpekulation inzwischen langsam fallengelassen worden. Das Geschäft in diesem Papier wird immer geringer. Die neuen industriellen Anleiheemissionen haben bisher nur vereinzelt den Weg zum offiziellen Börsenhandel genommen und sind zum größten Teil noch nicht unter das breite Publikum gekommen. Die Kurse dieser Werte, für die das Interesse feit kurzem erheblich nachgelassen bat. können sich nur knapp behaupten. Es scheint, als wenn die Leistungsfähigkeit des deutschen Kapitalmarktes überschätzt worden ist. da auch die jetzt neu aufgelegten Anleihen wenig günstige Zeichnungsergebnilke aufweisen. Beunruhigend wirkten hie ständig sich häufenden Valutarückgänge europäischer Länder. Die Währungen der sogen. Siegerstaaten, h. h., Italiens. Frankreichs, Belgiens und Polens, setzten ihre Abschwächungen teilweise in lebhaften Sprüngen fort. Diese Tatsache war für die Aktienmärkte zweifellos eine Hemmung.
Am Geldmarkt ist die Flüssigkeit für kurzfristige Gelder unverändert geblieben. Tagesgeld stellt fick auf 4 bis 5.5 Prozent, vereinzelt bis auf 3.5 Prozent herunter. Monatsgeld auf 5.5 bis 6.5 Prozent, der Privatdiskont unverändert auf 4.75 Prozent. Die Medioliguidation hat das Geldangebot nur zum geringsten Teil absorbiert. Die Frage einer Diskontermäßigung wird dennoch angesichts her Vorgänge in England kaum mehr diskutiert.
Von den Schlachtviehmärkten.
An den deutschen Schlachtviehmärkten
der vori-
gen Woche hat das Geschäft für alle Gattungen eine entschiedene Belebung erfahren. Im Einklang damit
waren die
Preise allgemein gut
gehalten: Kälber
verzeichnen
sogar fast
ausnahmslos beachtliche
Preisbesserungen.
Aus den
nachstehenden Märkten wurden für ein
Pfund Lebendgewicht in
Pfennig notiert:
Rinder
Kälber
Schafe Schweine
Berlin
24-58
45-85
30-63
71-80
Bremen
30-61
30-85
30-60
64-73
Breslau
20-53
52-75
36-57
60-75
Ehemnitz
20-54
45-78
40-62
65-78
Dortmund
23-58
45-85
35-55
60-75
Dresden
25-57
45-80
38-65
62-83
Düsseldorf
25-62
35-78
65-79
Elberfeld
20-58
50-80
30-50
65-77
Essen
25-56
45-100
28-55
65-76
Frankfurt
M. 15-63
40-80
30-50
60-78
Hamburg
16-58
30-88
25-58
60-77
Hannover
15-60
30-85
20-55
60-74
Husum
—
—
—
Karlsruhe
22-58
70—80
—
70-80
Kastel
22-60
50-70
—
65-78
Kiel
17-51
27-69
—
49-73
Köln
20-53
45-105
40-50
65-82
Leipzig
25-54
50-76
40-63
68-78
Ragdeburg
20-57
30-75
20-54
62-78
Mannheim
14-60
52-85
40-46
52-76
München
17-58
70-88
—
50-80
Stettin
10-52
30-82
15-53
58-72
Stuttgart
14-56
75-90
—
58-79
Zwickau
18-52
35-70
35-63
66-79
* Ermäßigung Der Rotiz für Privatdikonten. Die seit einigen Wochen auf 4,75 Prozent lautenden Privatdäkontsähe wurden am Montag an der Berliner Börse um 0,12 Prozent auf 4,62 Prozent ermäßigt. älmsähe
Phönix schwächten sich um 0,62 Prozent
Börsenkurse.
Familienverhältnisse
46,5
106,25
120
Dankno Len.
Berlin, 17. Mai
(Seid
Dnc'
»ytantfurkr Börse
103.5* 116*
49,25
58,25
94
109
130.5* 127'
134,<
131,"
77,4
96,5'
110,2*
104
97* 148,6*
62,25
61,25
165* 78.5
79
brauch toci- aber
ab.
74
34
119,4
12,12 46
34 bis 38. Rapskuchen 13,75 bis 14, Leinkuchen 18 bis 18,50. Trockenschniyel 9,80 bis 10,10; Soya-Schrot 19,20 bis 19,50, Kartosselflocken 15,70 bis 16,10 Ml.
112*
105,7*
101* 150*
63,5
64,4
sonders Rheinstahl, plus
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische A u s z a h l u n g.
98,5
72,5
veranlaßt worden, mir
70,5 76,62
161.5*
75,4
75
sanden auch auf dieser Basis kaum stau. 3m freien Verkehr werden Privatdiskonlen mit 4.37 bis 4,5 Prozent gehandelt. An der Börse ist man geneigt, die-e Anpa' g des Privatdis- konies an die tatsächlichen Marktverhällnisse. die wohl in Den nächsten Tagen noch weiter fort- schreiten wird, als Vorläufer einer Reichsbank- diskontermäßigung anzusehen, zumal die Reichsbank in der Frage einer Erleichterung der Bankzinsen gerade die'er Tage eine besondere Initiative entwickelt und hierin auch von anderen führer?:n Instituten unterstützt wird.
• Ausbau der Interessengemeinschaft Daimler-Benz? Nachdem bereits im Mai 1924 ein Interessengemeinschaftsvertrag zwischen der Daimler-Motoren-Ecsellschait und den Benzwerken abgeschlossen wurde, schweben nunmehr infolge der in der Automobilindustrie eingetretenen schmierigen Verhältnisse Pläne, die Beziehungen zwischen beiden Firmen noch enger zu gestalten. Anfang Juni wird eine Aufsichtsratssitzung der Gruppe Benz-Daimler endgültig darüber entscheiden, ob eine völlige Fusion beider Unternehmen vollzogen werden soll.
105,5*
127,5
125
1,5 Prozent, konnten um
fester werden.
(kinqesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dein Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Rotruf eines alten Anleihegläubigers.
Einsender ist ein alter Kapitalrentner und 81 Jahre alt. Im Herbst 1868 bin ich durch
165*
78
62
77
111,75
111,1*
105,75
99
100*
150.75
63,5 63,2
154,5*
105,5*
127,5*
125*
122,2*
110
6,5
schliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
sdienst der isr. ReligionSgesellschaft» den 19. Mai und Donnerstag, den 20. Mai toenfeft. 1. Tag: Vorabend 8.00, Dor- V. Predigt. Rachmittag 4.30. 2. Tag: Bor- , Vormittag 8.00, Rachmittag 4.30, Festes- k05.
litische Religlonsgemeinde. Gottesd. Hoge (Süd-Anlage). Mittwoch, d. 19. Mai krstafl, den 20. Mai 1926. Wochenfest, orabd. 7.45, Morgens 830. Predigt. 2. tabb. 7.45, Morgens 820, Abends K26.
92,9* 58,12
51.7
97* 100.2* 113,7*
121
122
35,4 50,75 75,9*
9.3.5*
92
Rheinische Braunkohlen tere 1,5 Prozent s
95,25
59.9 52,5* 98.75
10.1 116.75 120.75 123,5
36 52 77,5* 96.5*
95
Büchertisch.
— Denksport, eine Zcitschrist für geistig Regsame. 5)crnuegcgebcn von Dr. mcd. Adolf Beyer. Ministerialrat im Preußischen Wohlfahrts- nünifterium. Frcmckhsche B-rlagshandlung, Stuttgart.
— Dem deutschen f) c i m a t [ p i c l ist Heft 5 Der Zeitschrift „Der Buhnenvolksbund" gewidmet. und zwar insbesondere der Tätigkeit des neugebildcten Reichsausfchuffes Deutscher Heimat- spiele. Das 5)eft, das eine lleberficht über den Arbeitskreis des ixrcilidib und volkstümlichen Heimat- spiels bietet, erschließt der öffentlichen Beachtung ein weites Gebiet, das die besondere Würdigung aller Bolksbildner und Fugender,zieher verdient.
— „Die schöne Literatu r . Das Mai- Heft (Ar. 5) beschäftigt sich an erster Stelle einläßlich mit Stefan George: Heinrich Lützeler versucht in einem größeren Aussatz ein Bild des Dichters zu formen, von dem man seit langem nichts mehr gehört hat: die beigegebene, recht umfängliche Bibliographie mag beweisen, wie sehr man sich um den so Verschlossenen und gänzlich in sich Gekehrten bemüht hat. Feine und kluge Worte, in eigener Sache, hie doch zugleich allge- mein-lünftlerifd) interessiert, stehen in Wilhelm Sck)äfers Glosse ..Plagiat". Die übrigen Spalten präsentieren, wie gewohnt, eine Fülle neuen, literarischen Stoffes. In einer Berliner Theaterkritik von Hans Knudsen liest man mit Befremden das Wort ..Pirandello-Pest". Ohne auf das Problem einzugehen (wozu hier der Raum fehlt), möchten wir aus geschmacklichen, wie künstlerischen Gründen diese Degriffsprägung entschieden ablehnen.
— Nr. 31 des ,D a h e i m" ist erschienen. Das mit vielen Abbildungen nach Kunstwerken und zahlreichen aktuellen Bildern geschmückte Heft enthält die illustrierten Aufsätze ..Düsseldorfer 5)umor und seine Meister" von Dr. P. Weiglin und „Der Werdegang einer Tasse". Neue Erinnerungen an den Feldmarschall Colmar Freiherrn von ‘ der Goltz werden anläßlich seines zehnjährigen Todestages wachgerufen. Eine Besprechung neuer Romane und Novellen, das Frauendaheim mit vielen praktischen Ratschlägen für die Hausfrau und Mutter und mit einer Plauderei über die schwarzen Dienstboten deutschen Frauen in Südwestafrika, endlich die selbständige, fröhlich bunte Kinderzeitschrift „Arche Noah" vervollständigen das reichhaltige Heft.
Für Schiffahrtsaktien brachten r.euc Meldungen in her Freigabeangelegenheit aus dein amerikanischen Kongreß, wonach die Erledigung dieser Angelegenheit in dieser Ses'ion als durchaus zweifelhaft angesehen werden kann, eine starke Enttäuschung und Kurseinbuhen bis zu 5 Prozent. Es war zu beobachten, daß große Tauschgeschäfte gegen I. G. und Elektrowerte ftattfanhen. Bankaktien blieben gut behauptet. Von sonstigen Industriewerten zeichneten sich Motor- und Bauaktien durch weitere Kurssteigerungen cus. die bis zu 2 Prozent betrugen, bei sehr lebhaften Umsätzen. Lechwerke plus 1. Daimler plus 0,75. Kleyer plus 1,25, Reckarsulmer plus 0.5. Unbeeinflußt von der festen Strömung blieben wieder Zuckeraktien, die weiter abbröckelten. Deutsche Anleihen waren wenig verändert. Kriegsanleihen 0,4. Auch die Auslandren- ten und die Pfandbriefe hatten nur gering veränderte Kurse. Der Freiverkehr war etwas fester. Beckerstahl 30. Beckerkohle 54, Benz 71, Brown Boveri 77, Entreprise 9.5, Growag 58 Krügershall 100. Rastatter Waggon 21, Ufa 52, Ufra 80. Der Geldmarkt hat sein leichtes Aussehen zurückgewonnen. Der Zinsfuß für Tagesgeld dürfte eine Ermäßigung erfahren. Monatsgeld 5 bis 6.5 Prozent. Privatdiskonten niedriger. 4,62 Prozent. Industrieakzepte gesucht, 5,25 Prozent. Im Devisen- verkehr ist eine neue starke Abschwä - chung der beiden westlichen Valuten zu verzeichnen. Die Pariser Pfundparität stieg aus 164.5, die Brüsseler Pfundparität auf 168. Dieser Entwicklung folgte die italienische Lira bei einer Pfundparität auf 136. Mark und Pfund sind unverändert fest.
Berliner Börse.
Berlin, 18. Mai. Die Entspannung der inner- politischen Lage, die Ermäßigung der Privatdiskont, notiz, aus der in Börsenkreisen Schlüsse auf eine . offizielle Diskontermäßigung gezogen werden, die Festigung einiger Spezialwerte, die Flüssigkeit des 'Geldmarktes, überhaupt eine allgemeine optimifti- fche Anschauung der Börse führten zu weiteren neuen Engagements der Spekulation. Die Steigerung der Aktienkurse machte bei Beginn der Börse daher Fortschritte. Die ersten Notierungen lagen im Durchschnitt 2 Prozent über den gestrigen Schlußsätzen. Im Mittelpunkt standen unverändert Farben 3.^(3., die in großen Beträgen umgesetzt wurden. In diesen Werten fanden angeblich aus- ländische Käufe statt. Die Gerüchte, daß der Farbenkonzern eine Kapitalerhöhung vornehmen wolle, um den Aktionären eine Ent- schädigung für die Nichterhöhung der Dividende zu geben, verdichteten sich. Man hörte bereits die Zahl von 1 Milliarde, auf die das Aktienkapital erhöht werden solle. In der Tat scheinen Kapitalerhöhungsabsichten im Farbenkonzern bereits erörtert worden zu fein. Zu einem Kurseinbruch kam es dagegen am Schiffahrtsaktienmarkt, der in Den Vortagen große Kurssteigerungen aufzuweisen hatte. Die Börse sieht heute ein, daß ihre Freigabehoffnungen zu weit gespannt waren und entledigte sich beträchtlicher Positionen. Norddeutsche Lloydaktien verloren 5,75, Hapag 4 Prozent. Sehr fest lagen B o u a f t i e n. Am D e - oifenmarft gingen Paris, Brüssel und Mailand gegen London wieder st a r k z u r ü cf, und zwar Paris auf 16-5,75, Brüssel auf 169, Mailand auf 135. Der Zloty lag gegen Neuyyrk mit 11,25 kaum verändert Das englische Pfund behauptete gegen den | Dollar den Paristand. Am Geldmarkt marenNHHtaMMägMM|^|taJMB obachten. Tagesgeld 'M 5,5 bis 6,5 Prozent. I
Frankfurt a. 'M fiert: Weizen, WetterM Roggen, inländischer. I für Brauzwecke 22 •*■ bis 23,50: Mais, gelbH fches (Spezial 0) 41,?■ bis 28,25; WeizenkleicM Tendenz: ruhig.
Berliner 'M
Berlin. 17. QM mit der Befestigung M heute die ausländisch^ und dementsprechen >)W im Berliner Produkts weizen eröffnete eftoM gebot zeigt sich nur inM vermehrter UmfafctätM den kann. Auch RcM Lagerware leichter zcM still. Hafer behält seiM lenen Forderungen. I fester. Mehl ruhig. Im Lieferuw^W per Mai und 3ul/M 2 Mk. fester. De/ M weiterer Tlnbien/tgM zu letzten Preis/c, vM 1 Mk. höher e'nketztW grainml: Ro^en, iM gerste 191 Zxs 204,■ 185, Hafers märt. 19M Weizeng^hl 36,75 I bis WeizenkliM 11.8^ DikloriaerbseiM erhFfn 25 bis 26, (M tt/chken 20 bis /Bicken 28 bis 30, M Lupinen, gelb 14,75™
163*
73,75
61,25
76
111.5
110.5*
104,75
99
98* 149,75
61,75
62,5
25,5
37
der Farbenindustrie über Massen- erzeugung von Gasolin oder Benzin- e r s a tz. was durch Errichtung einer großen Kohlenverschwelungsanlage erreicht werden soll, Anlaß zu neuen großen Käufen. Farbenindustrie zogen daraufhin um weitere 1,75 bis 2 Proz. an. Von den anderen Werten tourhen Goldschmidt 2.75, Rütgersw^rl? 1 Proz. besser. Für Elektro- id er t c hatte AEG.. Schuckert. S'-e-rens L Halste die Führung, wobei auf Verständigung^- beftrebungen in dieser Industrie hinsichtlich gemeinschaftlicher Geschäftsunternehmungen hingcwieseu wurde. AEG. zogen um 2. Bergmann um 1. Elektrische Lieferungen um ca. 4, Lahmeyer um 1.5, Schuckert um 1 und Siemens & Halske um 0,56 Pro . an. Am Mon- tanmerft bestand nur Interesse für eigentliche Kohlenzechen. So wurden Harpener, Gelsen-
hier eine Existenz zu gründen, und habe da als Kaufmann und Fabrikant bis ins Jahr 1922 gewirkt. Dann habe ich mich ins Privatleben zurückgezogen. Während meines Geschäftsbetriebs habe ich es durch Fleiß, Umsicht und Sparsamkeit unter Gottes Beistand zu einem gewissen Wohlstand gebracht. Mein Vermögen Hatto ich fast nur in sog. mündelsicheren Deutschen Wertpapieren, und zwar größtenteils in Städle-Obligationen, darunter eine damals nicht unerhebliche Summe in Gießener Obligationen angelegt. Damit dachte ich für mich und meine Familie möglichst sicher vorgesorgt zu haben. Run brach die Inflation herein, mit ihr hörte die Verzinsung dieser Werte auf, und ich war schließlich mit meiner Familie für unfern Unterhalt auf die Rentnerfürsvrge der Stadt Gießen angewiesen.
Das ging natürlich mir nicht allein so. sondern auch einer erheblichen Anzahl von Leidensgenossen. Voriges Jahr stand im „Gießener Anzeiger" die Mitteilung, daß in dem Voranschlag der Stadt Gießen für 1 925 eine Summe für Zinszahlungen an notleidende Gießener Gläubiger eingestellt sei, und jetzt wurden in den Gießener Voranschlag für 1926 27 wieder 100 000 Mk. für Verzinsung der Obligationen eingestellt. Im Sommer v. Is. kam dann das ungerechte Aufwertungsgesey heraus. Mit der Auszahlung der Vorzugsrenten des Deutschen Reichs und der deutschen Staaten läßt man aber die alten bedürftigen Gläubiger unDeranttdortlid) lange warten, trotz aller Mo- Bitten. Wenigstens geht es mir I und. wie ich höre, andern auch. Die ■ ung der Gießener Obliga- Mläßt heute noch auf sich warten. Es Wallerdings richtig, daß die Stadt I an dieser langen Wartezeit keine sondern das hessische Ministerium Minttoortlicb ist, weil es bis heute noch 1 Ausführungsbestimmungen zum Aus- Mesetz erlassen hat. An das hessische ■ r i u m habe ich mich schon vor Ian- Ht wegen her Ausführungs- und Ergün- Mje zur Verzinsung Der hessischen Städte- Mien und der Obligationen der Provinz Mi schriftlich gewandt, aber bis heute Mn t wort erhalten. Run bleibt mir Mes Mittel übrig, als auf diesem Wege Mrtlichkeit auf die große Rot der alten Miubiget aufmerksam zu machen und Menen Männer und Frauen zu bitten, Möafür zu sorgen, daß das hessische Mrium nun endlich hie fehlen- M§ führungsbe stimm ungen h e r- Mt und hie Oemeinhen und Provinzen Manh versetzt werben, ihren alten ®läu* M ch der langen, langen Warte- ■ e der Zinsen zahlen zu können, K.
152,5*
105*
126.2*
123,7*
121*
109,25
6,95
kirchen höhe-. Stark gefragt waren
92
57,5
51
98
102
114.5
121
122,4
35,5
49 ।
76,75*
94 I
93.5
59
135,7*
132,2* |
48.5 ,
98 ।
12,25
45,62
152.75
105.5
126,25
123,25 89
120.9 94
107
6,95
<131,6
I 126'
Amerikanische Note» . . . . . Belgische Noten .....
Dänische Noten .
Englische Noten........
Französische Noten ..... Holländische Noten ...... Italienische Noten.....
Norwegische Not-n ..... Teuksch-Lcsterr.. 5100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten .....
Schwester Noten . .....
Spanische Roten .....
Tschechoslowakische Noten . . Ungarisch- Notm . . . .
17,9
40
105,5
33.75
4,1
120
50,0»
58,62
Frankfurt a. M. 18. Mai. Tendenz: 5eft, Schiffahrtsaktien schwach. — Die günfttge Entwicklung her Effektenbörse kam au<b in weiteren bedeutende n Kurssteige- r u n g e n zum Ausdruck, die ihren Ausgangs- puntt erneut bei führenden Industrieaktien nahmen, für welche die Spekulation die Hausse- fV1 3 e n Engagements fvrtsetzte. Die Ge- Ichaslstatlgkeit übertraf bei Börsenbeginn noch die "" Bortages und erstreckte sich besonders auf EHernie-, (Slettro- und einzelne Montanaktien, wobei warben I. G. im Vordergründe standen.
JeP.tere, Sa6 die Deröffentlichung einer Fachzeitschrift über neuegrohePlänederI. G.
<•/« Zolltürkcn.........
5% Goldmcrikaner ....
Berliner HaudelSgelellschast. Commerz- und Privat-Bank. Darrnsl. und Nariomrlbank . Deutsche Bank . Deutsche BercmSbank . . . . DiScoiuo Commandit .... Metallbank...........
Mitteldeuriche Kreditbank. . Oesterrcichische Kreditanstalt. Weftbank .......
Lochumer Goß ....... BuderiiS............
(£aro ....
Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke . . Harpcncr Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben.... Zkaliwerk Wcneregelo .... L'aurobulle . . . ...... Oberbedarf . . . Bdonir Bergbau Ryeinstabl Nicbeck Montan TelluS Bergbau ......
Hamburg-Amenka Baker. . . Norddeutscher Llovd . . . . . Cbcramische Werte Albin . . Zememwerk Heidelberg . . . Vbilipp Hostmann......
Äuglo-Cont-Guano Cbemiiche Mayer Alapin . . ä. K>f?arbenindustrie, A.-G. oldschmidt..........
, Hostverkohluug
Nütgerswerke Scheideanstalt Allg. ElektrstitätS-Gesellschaft Bergmann ..........
Mamkrastwerke . . Schocken . . ..... , . .
€temen» <k HalLke ...... Ädlcrwerke Meyer ..... Daimler Motoren. ...... Heyligenflaedi.........
Megotn........ .. . ,
Motorenwerke Maunbeim .
frankfurter Armaturen . . Konscrvensabrik Braun . . .
Schuhfabrik Herz......
Sichel Zellstoff Doldhof..... .
Suderfabrif ^ranlentbal . .
, Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Frankfurt a.M.
Berlin
bdjin:.
bUbc.
Schlah-IAusang
Kars
Kur,
Kur»
4a r*.
Datum:
17.5. |
18 5-
17. 5
18 5
5°/, Deutsche Re ich San leihe . 4% Deutsche RcichSanlciye . 3'/,°/, Deutsch: ReichSanlethe 3% Deutsche Ne ich San lei he . Deutsche Soarprämicnan leihe
0.3875
0.400
0.390 0.37
0,3975 0,37
0.36
—
0.365
0,365
0,45
__
0,47
__
0,22
_
0.235
—
4u/6 Preußische KoniolS . . .
0.38
—
0,3725
0,375
4% Heffcn.........
3■/,•/. Hessen..........
3°/, Henen...........
0,37
_
0,37
—
—
_
0.367
—
Deutsche Sertb. Dollar-Anl. dko- Doll -Srbav-Auweilna *.
100
—
95,3
_
—
—
—
17 Mai.
18. Mai.
Amtliche 'Notierung
Amtliche Notierung
(Selb
Briet
<vcld
Brief
Amst.-Nou.
168,86
169,28
168.89
169.31
Buen.-AirrS
1.684
1.688
1.685
1.689
Brff--?lntw
12,40
12,44
11.81
11,85
Christiania
90,99
91,21
91,36
91,58
Kopeilbageli
110,21
110,49
110,34
110,62
Stockholm
112,31
112,59
112.26
112,54
HelsingforS Italien. . London. .
10,547 (4,83
10,587
14,87
10.552
15,28
10,592
15,32
20,412
20.464
20,414
20.466
Neutiork . .
4.195
4,205
4,195
4,205
Baris. . .
Schweiz .
12,675
12,715
12,14
12,18
81,10
61,30
81,13
81,33
Spanien .
60,55
60.71
60.41
60,57
Japan .. .
1.970
1,974
1.978
1.982
Wo de Jan. Wien in D--
0,614
0.616
0,616
0,618
i.e>t. abgeft.
59,225
59.365
59,225
59,36»
Brog ....
12,417
12,457
12.41
12,45
Belgrad . .
7,407
7.457
7,40
7,42
Dndap.-st. . Bulgarien .
5.87
3,045
5.89
3,055
5,855
3,045
5,875
3,055
Lissabon
21.425
21.475
21.425
21,485
Danzig. . . stonstontin
80.93
2.195
81.13 ■.205
80,92 2,21
81,12
2,22
Athen. . .
5.54
5,56
5,59
5.61
Canada. . .
4,197
4,207
4.197
4.207
Uruguay - •
4.315
4.325
4.305
4.315
4,203
4,205
12,24
12,30
109,92
110,48
20,362
20,462
12,66
12,72
168,48
169,32
14,86
14,90
90.92
91,38
59.20
59.50
1.535
1,575
111,97
112,53
81,03
81,45
60,4.5
60,75
12,40
12,46
5.84
5,88


