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Uhr nachmittags schließen.

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[:Hahma-biilkrgkidi!

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Men Sängern am Rhein besucht werden. Am zwei- >en Feiertag geht's nach dem herrlichen Mainz, und non da mit der Bohn in die Heimat zurück.

! Kröffelbach, 17. Mai. Auch hier haben f|d) infolge der Umstellung der Papiermark in Gold­mark zwischen Gemeinde und Iagdpächter Differenzen ergeben, so daß die hiesige Dertre- ipng dem derzeitigen Iagdpächter, Bankier Kell, n e r aus W e tz l a r , das I a g d r e ch t k ü n d i g t e. Roch in diesem Manat gelangt nun die ungefähr 650 Hektar umfassende, zu beiden Seiten des Solms- bachtales gelegene Wald- und Feldjagd zur Neuner- Pachtung. Die Jagd ist durch ihren reichen Bestand qn Rot> und Rehwild bekannt. Auch Schwarzwild Ünbet sich besonders als Wechselwild var. Sehr zahl­reich dürfte auch das Niederwild anzutrcffen sein. Der Wildschaden ist bis jetzt noch nicht beträchtlich gewesen.

Tittfr :£

bl- Dillbrecht, 17. Mai. Im Laufe dieses Jahres wird hier mit dem Bau eines neuen Schul­gebäudes begonnen. Die Errichtung ist dringend notwendig, da die Räume in der jetzigen Schule die Schüler nicht ordnungsgemäß beherbergen können.

bl. Herborn, 17. Mai. Dre Verhandlungen betr. die Erweiterung des Kraftpost- betrtebes Weilburg-Driedorf hatten den Erfolg, daß am Pfingstfest die Autobuslinie von Driedorf bis nach Herborn verkehren wird. Der Fahrpreis beträgt pro Kilometer 7 Pf., so daß einem großen Kreis die Möglichkeit zur Fahrt gegeben sein dürste.

Schwoge rauigehetzk bgttt. er sei noch viel schlecht» als lein Schwager. Der Beleidigte erhob daraufhin Prioarklagc, die edenialls durch Vergleich erledigt wurde. Danach nimmt brr Angeklagte bit Aeutz» rung mit Bedauern zurück und zahlt die Kosten Be» Verfahrens einschließlich 30 Mark conberbonerw des Vertreters de» Prioattlugers.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 12 Mai. Ein Schuhmacher von Heuchelheim Kat einen Gemeindeoertreter von da, dessen Hund ihm ein Huhn zerrissen hatte, da­durch beleidigt, daß er ihm zurief:Du Spitzbub". Er nimmt heute vergleichsweise die Beleidigung mit Bedauern zurück und zahlt sämtliche Kosten des Verfahrens.

Ein Privatier von hier sprach zu einer Nach­barin mit Bezug aus seinen Hausherrn und dessen Frau von einemAngerstein" und seinemBan­kert". Heute erklärte er, ihm sei von der Sache nichts bekannt. Das Gericht schenkte jedoch der beeidigten Auslage der Nachbarin vollen Glauben und ver­urteilte den Privatier mit Rücksicht aus die Roheit und Gemeinheit der Beleidigung zu einer Geld­strafe von 50 Mark und zur Kostentragung.

Ein Lanhwirt von Lang-Göns, der mit seinem Schwager uneinig ist, äußerte zu einem an­deren Landwirt, der nach seiner Meinung seinen

KrciS M

H Marburg, 17. In schwere Strafe nahm das hiesige Landgericht zwei wegen Steuerhinterziehung Angeklagte. Vater nebst Sohn. ($8 erkannte auf 1 000 bzw. 3000 Mart Geldstrafe.

Kreis Westerburg

* Westerburg. 17. Mai. Der Kreistag des Kreises Westerburg hat in seiner Früh- jahrstagung zu der vom preußischen Ministerium des Innern beabsichtigten Aenderung oder Auf- teilung von Kreisen Stellung genommen. In einer Entschließung an die Staatsregierung und die Abgeordneten wird u. a. gesagt:Wenngleich amtlich bisher davon nichts bekannt ist, daß der Kreis Westerburg von diesen Plänen der Staatsregie­rung irgendwie betroffen ist, erhält sich mit Hart­näckigkeit das Gerücht, daß der Kreis Westerburg zur Aufteilung ausersehen sei. Der Kreistag und der Kreisausschuß des Kreises Westerburg erklären sich nachdrücklich gegen eine Aenderung des bisherigen Zustandes. Der Kreis ist in jahrzehntelanger Arbeit wirtschaftlich und kulturell enH zusammengewachsen. Eine Auseinanderreißung würde weder im Interesse dey Staates noch der Kreisbeoälkerung liegen. Auch ist der Kreisort W e - st e r h u r g als einer der wichtigsten Eisen­bahnknotenpunkte auf dem Westerwald zum Sitz von Kreisbehörden besonders geeignet. Der Kreis hat sich als durchaus lebens- und ausreichend leistungsfähig erwiesen: die Aufwendungen des Staates für die landrätliche Verwaltung des Kreises find so gering, daß deren Einsparung kein Grund für eine Kreisauflösuna sein kann. Insbesondere ist zu berücksichtigen, daß bei der nassauischen Landge­meinde-Verfassung und dem Fehlen eines Organs zwischen Landrat und Gemeinde die Kreisverwaltung ständig in stärkstem Maße Angelegenheiten der Landgemeinden zu erledigen hat: die Kreise dürfen deshalb hier nicht zu groß sein, weil dadurch die sach­gemäße Erledigung der Geschäfte unmöglich würde. Der Kreistag und der Kreisausschuß des Kreises We­sterburg richten deshalb an die Staatsregierung die eindringliche Ditte, die oorgetragcne Auffassung ent- gcgenzunehmen und von einer etwa beabsichtigten Aufteilung des Kreises Westerburg unter allen Umständen a b z u s e h e n."

Kirche und Schule.

B. Die Konfessionen nach der letzten Volkszählung. Auf Grund der letztjährigen Volkszählung liegen nunmehr in vier deutschen ßän- dern, darunter auch Hessen, die Zahlen über die Bekenntntszugehörigkeit vor. Allgemein haben feit der letzten Volkszählung, die nach der Religions­zugehörigkeit fragte (1910), die Israeliten stark abge­

Rundfunk-Programm

deS Avarrk/urtrr Senders.

(Aus der .Radio-Umschau-.)

Mittwoch, 19. Mal.

12 bis 1 ilU: ihhu'Jh. ng des Pro»»- nabenlpnZerles am SrhwrizersäuschLn. 1.30 bi8 4 Uhr. Die Stunde der Jugend. .KriemhildsnB Rache'' (für Kinder vom 10. Jahre ab). 4.30 Mi 5 45 ilfjr: Konzert des Hausorchesters: Asua tkanzinusik. 45 bis 6.05 Ufa: Stenographisch« Fottbilbungstursus für Ansänger und schrittene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 6.15 bis 6.45 Ahr: .Gustav M hier (gestorben 18. Mat 1911), Vortrag von Kapellmeister Hermaay Scherchen. 6.45 bis 7,15 Ahr: Schach stunde. tW bis 7.45 Ahr: DeamtenfortblldungSkurfui Sechste Stunde: ,Das geltende Steuersystem in Reich und in Preußen", Vortrag von Dr. Reumark. 8 Ahr. Acbertrag.nra von WtesbaHM Abonnementskonzert des Städtischen Kurvrchelk«»

nommen, wohl infolge von Ueberfrttten unb ge­ringerer Geburtenzahl. In Hessen besteht bei Kalho- lischen wie bei Evangelischen eine Bevölkerungszu- nahme, die beiderseits ungefähr gleich ist. Wenn die . hlen für das ganze Reich oekannt sind, wird sich der Einfluß der Zu- und Abwanderung auf die ton- iiifioneUe Zusammensetzung genauer bewerten lassen, tfür das Gsssamlgebiel des Deutschen Reiches hat Professor D. Schneider (Berlin) auf Grund von Zahlenmaterial, das er den amtlichen Angaben der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Zentrale für kirchliche Statistik entnahm, sestgestellt, daß in der Spanne eines Jahrfünftes von 192024 die Bilanz des Konfessionswechsels sich zugunsten der Evangelischen Kirche verschoben hat, deren lieber- schußzifsern im Schluhjahr 1924 die höchste ist.

Strafkammer Gießen.

Gießen. 14. Mai. (£in wiederholt weg«« Betrugs voröestrasrer Kandier aus R. batte bei einer Sri arte r Siuna für 69,50 Ml. War«, bestellt. Als sie ihm gegen ^(achnahme zuge» sandt wprden. ließ er diese zurückgehen und bat um Zusendung ohne Rachnahme und Stundung des Betrags. Dies geschah auch. Da er kur- vor der » Df enbarung-ew geleistet

hatte, wurde ein Verfahren wegen Betrugs gegen ihn eingeleitet, das mit einer Verurteilung zu mehrmono iger Gcfangnivstrase ende«. DaO Amtsgericht nahm an. daß der Angeklagte zuH Zeit der Warenbestellung weder zahlungsfähig noch zahlungswillig getoclcn sei und die liefernd« Firma getäuscht habe Das Berufungsgericht hielt den Nachweis, daß die Erfurter 5Irma getäuscht werden sollte, nicht für erbracht, fcoe das verurteilende Erkenntnis auf und sprach den Qlngeflagten frei.

3m Sommer v. 3. übernachtete ein Kauf» man aus Bochum in einer Pension zu BaQ« Vauheim und mußte hierfür 14 Mk. ohne Morgenkaffee. Bedienung und Wohnsteuer zah­len. Diese Forderung hatte ein Verfahren gegen die Pensionsinhaberin wegen Preistrelberei zur Folge, das auf Gründ eines Gutachten- der Preisprüfungsstelle zu einer Verurteilung der Zimmervermieterin zu einer Geldstrafe führt«. 3n der heutigen Berufungsverhandlung wie- die Angeklagte nach, daß sie derartige Ankosten Hobe, daß ihr Verdienst gering sei. von einem übermäßigen Gewinn könne keine Rede fein. Die Strafkammer schloß sich der Beweisführung der Angeklagten an und sprach sie frei.

Wegen Aebertretung der Polizeistunde war eine Wirtin aus Ober-Erlenbach zu 15 Mk. Geld­strafe verurteilt worden. Zur Begründung ihrer Berufung behauptete sie sie habe ihre Gästr zum Verlassen des Wirtslokals wiederholt ohne Erfolg aufgefordert und rechtzeitig Feierabend geboten. Zwecks weiterer Aufklärung wurde die Verhandlung vertagt.

Am 15. Oktober 1925 hatte ein Dresch» maschinenbesitzer aus Krofdorf eine ..Spritztour" nach Gießen unternommen. Als er um Mitter­nacht im hiesigen Darielaal 3. und 4. Klasse ein­geschlafen wgr. wurden ihm seine Brieftasche mit 5 Mk 3nhalt. eine silberne Taschenuhr mit goldener Kette, sowie noch mehrere Geldstücke aus seiner Westentasche gestohlen. Unter dem Verdacht, die Diebe zu sein, wurden ein hiesiger Arbeiter und Schneider angellagt und trotz ihres Leugnens vpm Amtsgericht auch für überfuhrt erachtet. In der Berufungsinstanz gelang es dem einen der Verurteilten, nachzuweifen, daß er sich an dem Diebstahl nicht beteiligt hatte, er eratelte Freisprechung: die Berufung des anderen wurde verworfen.

Längere Verhandlung beanspruchte die An» klage gegen vier arbeitSstrse fangt Burschen an­der oberen Kaiseraller und dem 'Heuentoeg. die im Juni v. 2. nacht- ohne jede Veranlassung au- reiner Vauslust mehrere Gäste der Wirt» schäft ..Germania* und etwa eine Stunde später in der Stabt friedliche PassoTTten. die au3 einem Kaffee kamen, in rohester Weise überfielen und mit Latten und Stöcken zum Teil schwer ver­letzten. DaS Amtsgericht hatte gegen die Roh­linge auf Gefängnisstrafen von 5 biS 7 Monaten erkannt. Ihre Berufung wurde im wesentlichen zurückgewielen. Die Strafkammer setzte die Stra­fen etwas herab unb verhängte Gefängnis­strafen von 3 bis 5 Monaten.

Die Dorstandswahl war au» besonderen Gründen den oben angeführten Punkten der laqct- ordnung oorangefteUt worden. Nachdem einige Miß­verständnisse, die zu längeren Auseinandersetzungen geführt hatten, aus dem Wege geräumt waren, mür­ben gewählt: Mohr (Gießen) als 1.. Dr. ftnic- riem (Bad-Nauheim) al» 2. Vorsitzender mit großer Mehrheit. Im übrigen fand der seitherige geschästs- führende Lorstand mit 4" Stimmen (bei 7 Stimm- enthaltungen) Wiederwahl. Es stehen mithin den Vorsitzenden zur Seite: 1. Rechner Becker, 2. Rech­ner Bolz, 1. Schriftsührer Schmalz, 2. Schrift­führer Noll, Beisitzer Bill, Storck, Damm (sämtlich in Gießen) Während der Dorstandswabl leitete Oberst a. D. Kö11schau (Bad-Nauheim) als Alterspräsident die Verhandlungen.

lieber die Notwendigkeit, nach dem Borbilde an­derer Regimentsverbände (beispielsweise 115er) eine eigene V e r b a n d s z e i t u n g der 116er herauszu- bringen, verbreitete sich Dr. L a tz von der Gießener Vereinigung. 3n der Angelegenheit sind bereits Vorbereitungen im Gange, (für das Verbandsorgan, das monatlich erscheinen und pro Nummer 20 Pf. kosten soll, ist Pflichtbezug vorgeschlagen. Es soll die Verbands- und Dereinsnachrichten und außerdem Feldzugserinnerungen ufw. bringen. Von anderer Seite wurde der Anschluß an bereit» bestehende ähnliche Zeitungen befürwortet, schließlich aber doch der Beschluß gefaßt, dem Verbandsvarftand alle weiteren Schritte in der Angelegenheit zu über- lassen.

Bei Behandlung der Anträge standen im Vordergründe der Beratungen zwei Vorschläge, die von den Vereinigungen Gießen und Lauter­bach eingebracht waren und die möaIich st bal­dige Tilgung der Schulden, die durch Er- ridjtung des 116er Denkmals und aus der Deranstal- tung des großen 116er Tages dem Verband entftan- den find, durch Erhebung einer befände- ren Umlage (der Gießener Antrag schlägt 7 Mk. vor) fordern. Nach entsprechender fachmännischer Üluftlärung sah die Versammlung ein, daß der Verband als solcher in beiden Fällen der Der- anftalter und jedes einzelne Mitglied somit Schuld­ner ist. Annahme fand daher ein Dermittlungsvor- schlag, der außer der bis zum 1. Juli fälligen U m - läge von 2 Mk. pro Mitglied für die Zeit vom 1. Juli bis zum Herbftoerbandstag eine weitere Kopfsteuer von 2 Mk. fordert und vom Herbstver- bandstag weitere Beschlüsse in der Angelegenheit er­wartet. Allgemein kam dabei zum Ausdruck, daß es Ehrensache aller Kameraden sei, die Schulden bald aus der Welt zu schaffen. Abgelehnt wurde ein Antrag der Vereinigung Darmstadt und Umgebung, der eine Aenderung des Absatzes 1 in § 1 der Satzung fordert. Zurückgezogen wurde ein Antrag Bad-Nauyeim auf Gründung einer Verbands> ft e r b e f a f f e, nachdem von Gießen auf die Möglichkeit hingewiesen worden war, daß die ein­zelnen Vereine entsprechende Verträge mit einer 'Versicherungsgesellschaft schließen können. Annahme fand ein zweiter Antrag Bad-Nauheims, der den Verband beauftragt sich mit anderen Verbänden zwecks Schaffung eines allgemeinen Ehrenzei­chens für Kriegsteilnehmer durch das Reich ins Benehmen zu setzen. Begrüßt und ein­stimmig angenommen wurde ferner ein Antrag der Vereinigung Gießen, wo die Errichtung einer unentgeltlichen Beratungsstelle für kriegsbeschädigte Derbandsmitgliedcr in Gießen in Aussicht stellt und außerdem diesen Mitgliedern bei den mündlichen Verhandlungen vor den Verfiche- rungsgettchten einen unentgeltlichen Vertreter zur Wahrung ihrer Rechte sorgt. Ein von verschiedenen Vereinen eingebrachter Bringlichkeitsanttag, der wünscht, daß der erweiterte Vorstand mindestens zweimal im Jahr zusammen tritt, wurde ebenfalls gutgeheißen.

Auf eine Anfrage von Dr. K n i e r i e m (Bad- Nauheim) wegen Instandhaltung des 116- Denkmals am Landgraf-Philipp-Platz in Gie­ßen konnte Vorsitzender mit einem Schreiben des Oberbürgermeisters der Stadt Gie­ßen antworten, wonach die städtische Baudeputa­tion beschlossen hat, die Platzflache westlich des Ein­gangstores zur Zeughauskaserne als Grünfläche an­zulegen und mit einer 60 Zentimeter hohen Ein­friedigung unb mit einer niedrigen Heckenpflanzung zu umgeben. Auch das Becken könne bann wieder mit Wasser gefüllt werden. Der Stadtverordneten­versammlung soll in Kürze eine entsprechende Vor­lage gemacht werden. Der Verband wird offiziell an der Denkmalsweihe der 168er in Offenbach be­teiligt sein und auch einer Einladung der Vereini­gung Neheim (Ruhr) zu deren Bannerweihe Folge leisten. Der Vorstand wurde weiter beauftragt, wer­bend für den Verband tätig zu fein, vor allem die vielerorts bestehenden losen Vereinigungen zum Beitritt zu gewinnen. So feien beispielsweise in Lich, Hungen, Laubach, Grünberg noch keine Der- bandsvereine. Mitgeteilt werden konnte im Zu­sammenhang damit, daß im hinteren Odenwald und auch in Neu-Isenburg neue Vereine in nächster Zeit dem Verband beitreten würden.

Der Herbstvertretertag findet in A l s f e lt statt. Mohr (Gießen) konnte die Tagung, die zwar mit lebhaften Aussprachen verbunden gewesen sei, aber doch guten kameradschaftlichen Geist gezeigt und in Uebercmftimmung der Anschauungen erfolgreiche Arbeit gezeitigt habe, nach anregendem Verlauf um

Turnen, Sport und Spiel Das deutsche Sportabzeichen auch für Kanufahrer.

Der Vertretertag des Deutschen Reichsausfchusse» für Leibesübungen genehmigte den pom Deutschen Kanu-Verband gefteUien Antrag um Aufnahme des Paddelns in die Bedingungen zur Erwerbung de» Deutfci-en Tum- und Sportabzeichens. Danach wer­den viese Bedingungen folgende Erweiterung erfah­ren: In Gruppe A 41: 1. Wer auf einer verband», offenen Kanuregatta (Kurzstrecke: 1000 Meter, Lang­strecke: 10 Km.) bei einem Statt von mindestens drei Booten einen Sieg errungen hat. (Kajak, Kanadier oder Faltboot). 2. Wer im Einerkajak 1000 Meter auf stillstehendem Wasser in 5,50 Min. ober im Einerkanadier in 7,10 Min. zurücklegt. In Gruppe A 5 g: Wer im Einerkajak der Bootsklasse Alla oder im Doppelkanadier C H auf stromlosem Wasser 25 Km. in 3 Stunden zurücklegt. (Prüfung durch den Deutschen Kanu Verband.)

städtischen Etats hängt daher lediglich von der Höhe der Kreisumlage ab. Es war Pflicht der Stadtverordneten, die Elatsberafung auf einige Zeit zu verschieben, um Klarheit über die Ausgaben zu gewinnen. Die Angriffe, die aus diesem 03runbe von linker Seile gegen die bürgerlichen Abgeordneten hier und da gemacht werden, sind also vollkommen unberechtigt. Wie wir hören, soll nunmehr die ent= scheidende Sjtzung der etabtoerorbne- ten am kommenden Donnerstag ftattfinben, in der der Etat verabschiedet werden soll. Vorher wird sich noch der Finanzausschuß mit der Angelegenheit be id)äftigen. Hjergn anschließend soll dann die Vor­stellung. von dsei Bewerbern um die neu zu be- setzende © t a b t b a u r a i s ft e 11 e erfolgen, so daß auch hier mit einer baldigen Besetzung dieses für die weitere Entwicklung unseres Gemeinwesens äußerft wichtigen Postens zu rechnen ist. Der Kreistag beschloß im übrigen, dem Anträge der SPD. auf Aufnahme einer weiteren Anleihe von 300 000 Mk. zur Hergabe von B a u b a r- leben zu entsprechen unb ben Kreisausjchuß mit den weiteren Schritten zu beauftragen, ferner dem Verkehrsperein für d i e Lahn als Mit­glied beizutreten, ein Kaufmannsge­richt einzurichtenAnd für dieses ein Kreisstatut zu erlassen und endlich dem Antrag der Rheini­schen Wohnungsfürsorgegefellschaft 'u Düsseldorf auf Beteiligung an der notwendigen Kapitalerhöhung mit 0,25 Reichsmark je Kopf der Einwohner des Kreises zu entsprechen unb den erforderlichen Betrag im A n l e i h e w e g zu be­schaffen.

XX Dorlar, 17. Mai. Der hiesige Gesang­verein2 a b n t a l* nistet zur P f i n ls ft f a h r t an dem schönen Rhein. Samstag mittag roirb die Fahrt vom Bahnhof Gießen nach dem Stand- quattier N i e d e r h e i m b a ch , unweit Bacharach, dem Wirkungsort eines früheren Dorlarer Lehrers, angetreten. Für den Abend ist daselbst ein Kon, zert vorgesehen. Am ersten Feiertag sollen-

öevbanbstag der ehemaligen 116er.

(Eigener Bettcht desGieß. Anz.)

=s= Bad-Nauheim, 16. Mai 1926.

Die Vertreter der dem Verbände ehema? tiger 116er angeschlosfenen Vereinigungen waren gestern und heute in unserer Badestaot zum dies­jährigen Frühjahrsverbandstag versam- melt, der in jeder Beziehung einen wohlgelungenen Verlauf nehmen konnte.

Schon beim gestern nachmittag im Teichhaus stallgcfundenen Militärkonzert der Kapelle des Ausbilbungsbataillons Inf.-Rcgts. 15 (Mar­burg) das den würdigen Auftakt zur Tagung bil- bete, trafen sich viele Kameraden. Die Zahl der Be­sucher erhöhte sich bann bei der Begrüßungs­feier am Abend, die ebenfalls im Teichhaus unter Mitwirkung der Marburger Kapelle unb reger Teil­nahme der hiesigen Bevölkerung [tattfanb. Nahezu 1000 Personen erfreuten sich an dem reichhaltigen Unterhaltungsprogramm, das von der Bad-Nau- hkümer Vereinigung bestritten wurde. Die Begrü- ßungsansprache hielt der Vorsitzende der Bad-Nau­heimer Bereinigung, otubienrat Dr. Knieriem, während Mohr (Gießen) im Auftrage des Ver­bandes für die gastliche Aufnahme dankte. Amts­gerichtsdirektor Dr. Fuhr (Bad-Nauheim) sprach für die geladenen übrigen Militäroereine. Viel An­klang fand ein von Oberst a. D- Koe11schau (Bad-Nauheim) verfaßter Prolog.

An dem heute früh 10 Uhr im Teichhaus er­öffneten Verbandstag nahmen teil Vertreter der Vereinigungen ehemaliger 116er Gießen, Butzbach, Alsfeld, Alsfcld-Land, Bad-Nauheim, Offenbach, Darmstadt, Frankfurt a. M., Marburg, Neheim a. d. Ruhr, Lauterbach, Verein Landwehr-Regt. 116 Gie­ßen, Offiziersoerein Landwehr-Regt. 116 Gießen, Offiziersverein Ref.-Regt. 116 Gießen, Offiziersver- fin Regt. 116, Gießen. Mohr (Gießen) entbot die Grüße des Verbandes und dankte den Bad-Nau- Heimer Kameraden dafür, daß sie den Verbandstag übernommen und fo trefflich vorbereitet hätten. Der von dem seitherigen 2. Verbandsvorsitzenben Mohr (Gießen) erstattete Geschäftsbericht teilte mit, daß feit dem Frühjahrsvettretertag 1925 in Marburg sechs Sitzungen des geschäftsführenden Ausschusses und eine Gesamtvorftanoesttzung ftatlgefunben hätten, in denen insgesamt 17 Punkte beraten wor­den feien. Der Festausschuß für die Denkmalweihe und den damit verbundenen großen 116er-Tag in Gießen tagte in 15 Hauptsitzungen, wozu zahlreiche Sondersitzungen der einzelnen Arbeitsausschüsse kamen. Vom 1. bis 7. Juni 192fr wurde unter Lei­tung von Kamerad Sudbeimer In Gießen auf Veranlassung des Verbandsvorstandes ein Blu­men- und Denkmalskartenverkauf durch Frauen und Jungfrauen der Gießener Der- bandsoereine veranstaltet, wobei ein Reinertrag von 1474,73 Mk. erzielt werden konnte. Gelegentlich des 116er-Tages nahmen dann die Damen des Emp­fangsausschusses unter Leitung von Kamerad Del- Hermann in der Festhalle eine weitere Samm­lung vor, deren Ergebnis in Höhe von 570,27 Mk. ben Grundstock eines Unter ft ützungsfonds bildet. Damit wurde den Vorschriften des § 1, Nr. 4 des Verbqndsstatuts nachgekommen, wonach unschul­dig in Not gekommenen Kameraden sowie den Hin­terbliebenen gefallener oder gestorbener Kameraden Unterstützungen gewähtt werden können. Einem Be­schluß der Herbsttagung 1925 in Offenbach a. M. zufolge ist man an die Stadtverwaltung in Gie­ßen wegen Bewilligung eines weiteren Zuschusses (6000 Mark) für den Denkmalbau herangetreten, ferner um Gewährung eines rückzahlbaren Dar­lehens in Höhe von 5000 Mark. Der Finanzaus­schuß der Gießener Stadtoerordnetenoerfammlung mußte mit Rücksicht auf die ungünstige Finanzlage der Stabt die Eingabe ablehnen, zumal Gießen be­reits einen Beitrag von 2000 Mark für das Denkmal beigefteuert hatte, während andere Garnisonstädte, in denen «on Verbänden Denkmäler oder Gedenk- teine errichtet worden sind, keinerlei Zuschüsse aus täbtifchen Mitteln gewährt haben. Der Geschäfts- ührende Vorstand hat denn auch den Antrag zu­rückgezogen, bevor er in der Stadtverordnetensitzung zur Verhandlung kam, um die Möglichkeit zu ge­winnen, in einer günstigeren Zeit erneut an die Stadtverwaltung herantreten zu können. Der gründ­liche Jahresbericht fand den Beifall der Ver­sammlung.

Die von Becker (Gießen) oorgefegte Rech­nung ergibt folgendes Bild Der Finanzlage des Verbandes: 1. Gedenkstein: Einnahme 28608,89 Mark (davon 18 548,04 Mark in Stiftungen, 2607 Mark aus Sonderbeiträgen): Ausgaben: 28 608,89 Mark: D e n k m a l f ch u 1 d e n: 10 063,85 Mark (darunter ein Bankoorfcyuß von 7453,85 Mk ). 2. 116er-Tag: Einnahmen: 39 156,42 Mark: Ausgaben: 39 022,55 Mark: Kaffenbestand: 133,87 Mark: Schulden: 7585,70 Mark, die sich etwas vermindern werden, wenn die noch in Aussicht stehenden Einnahmeposten von etwa 2672 Mk. ganz oder teilweise eingehen (was aber bezweifelt wird). 3. Derbandsrechnung: Einnahmen: 1880,60 Mark: Ausgaben: 1600,56 Mark: Kassenbeftand: 280,04 Mark. 4. Unterstützungsfonds: 2?0 Mark 27 Pf. Die Mitgliederzahl des Verbandes be­trägt rund 2300. Eine besondere Prüfungskommis­sion unter Vorsitz von Dill (Gießen) hat die sorg­fältig geführten Rechnungen geprüft Der von Bill qefteUte Antrag auf Entlastung des Finanzaus­schusses und Des Derbandsrechners wurde ohne Widerspruch angenommen.

en, Niederwalddenkmal e i m gemeinsam mit den befreun-