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her noch nicht beorbeitet mnr.

Unser

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jette uns eine Lahnufarpromenade zu Hinsichtlich der Frage der Maul- und scuche-Bekämpfung in Gaststallungen einem Viehhvf dürsten die berufenen ständigen doch Wohl anderer Ansicht

schaffen. Klauen­oder in Sachver- sein als

alledem darf man annehmen, daß der hiesige Turn­verein auf seine Rechnung gekommen ist.

Nidda, 16. Juli. Seitdem die Wettcran, insbesondere die Gegend um Echzell, mit der Be­lieferung des K a r't o f f c l rn a r k t c s in Erschei­nung getreten ist, sind die Preise für Früh, kartosseln in ständigem Senken begrif-

.? t genommen, das hat nicht nur die Viel­gestaltigkeit und starke Beschickung der Wett- kämpfe gezeigt, das drückte sich auch aus im ganzen äußeren Gepräge der großen Veranstal­tung. Untere Stadt hat noch nie einen so groben eindrucksvollen F c st z u g gesehen, sic hat. aller­dings mit der Unterstützung g a st l i ch c r V ach- bar o r t e, noch nie so viele Menschen als Gäste in Freiquartieren ausgenommen. Viele ältere Turner hatten wieder die Quartiere ausgesucht, in denen sie vor 25 Jahren Aufnahme ge­funden. Das 5 3. Gau turnfest ist nun aus- flclfnngen. Es bat die b e st e n Eindrücke und schönstcn Erinnerungen hinterlassen: bei uns Aiddaern an die Gäste und ihre eindrucks­vollen Veranstaltungen, bei den Gästen, wie man aus aller Mund hörte, in die alte Turnerstabt Nidda, die ein selten schönes und hochstehendes Fest vorbereitet und geboten habe. Zu berichten träte aber nych. daß ein bekannter Turnveteran deS Hessengaues, das Ehrenmitglied unseres Turnvereins Friedrich Henning 2. mit dem Ehrcnbrics deS Mittelrhein kreiscs ausgezeichnet wurde. Gauvertreter Pfeiffer überreichte am Sonntagabend dem hochverdienten Turner, der bei Gründung de» Vereins 1859 in diesen als Zögling eingetreten ist. die seltene Auszeichnung Turner Henning bnu&c bewegt mit echt turnerischen Worten. Wie sehr unser Turnverein und seine Arbeit in her Be- völkernna Anerkennung finden, gebt wohl am besten aus der Tatsache hervor, daß ihm von den Herren des Ehren- und Festa us- schusfeS ein Heck und ein Barren als sinnige $ c ft g a b c gestiftet word-n sind. Vicht unerwähnt soll auch das inhaltreiche Fest- buch bleiben, das durch einen wertvollen Beitrag des Gauvressewarts, Hckror Bich iGroßen- Linden), über dis Geschichte des Gaues Hessen auch über unsere Stadt hinaus allgemeinem In­teresse in Turnerkreisen begegnen wird, zumal der Werdegang des Gaues in dieser Form bis-

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Ober-Florstadt, 16. Juli. Gestern wurde eine hiesige Fran bei dem Versuch, ihr Kind aus der unmittelbaren Nähe zweier sich strei­tender Hunde wegzuholen, von dem einem Tier

Steuerzahlungen doch auch mittragen an den Toimnunolcn Lasten.

Der Einsender meint, an einen Vicyhof le; in den nächsten Jahren nicht zu denken. Wir wollen hoffen, bah die Stadtverwaltung und die Stadtvcrordneten-Versammlung hierin an­derer Meinung sind. Wenn wir in Gießen an eine solche Einrichtung nicht denken und nicht bald Herangehen wollen, dann werden es zweifel­los andere Städte in der Nachbarschaft tun Anzeichen für diesen Willen der andern lie­gen hier schon vor, und dann hätten wir wieder eine neue verpaßte Gelegenheit zu den vielen bisherigen hinzu zu zählen. An­scheinend kennt der Einsender die Stimmung in den Kreisen des Viehhandels nicht. Die be­rufenen Vertreter des Viehhandelsverbandes ha­ben Mitgliedern der Stadtverwaltung, dem Vor­stand des Verkehrsvereins und auch uns wieder­holt erklärt, daß die Viehhändler mit den Mög­lichkeiten ihrer Geschäftsabwicklung auf den Gieße­ner Märkten schon lange unzufrieden sind: sie sträuben sich dagegen, ihre Geschäftsangelegen- heiten weiterhin aus der Straße abzuwickeln, und sie erwarten, daß der bisherige Zustand in absehbarer Zeit gründlich beseitigt wird, andern- falls würden sie dorthin gehen, wo man ihren Wünschen besser Hechnung trägt. Die Lösung der Schwierigkeiten kann nur ein Viehhof brin­gen. mit dessen Schaffung sich auch die Händler- lchast einverstanden erklärt hat. Zeigen wir in Gießen diesen Wünschen gegenüber die falte Schulter, treiben wir hier K t r ch tu m s p o li - tif. und kommt uns eine sehr regsame Nachbar - stadt zuvor, so wandert der Handel zweifellos ab, damit kommen dann aber auch unsere Märkte zu Fall. Das wäre ein Ergebnis, das auch der Stadtverordnete Balzer sicherlich nicht wünscht, das aber ein­treten würde, wenn seine oben dargelegten Ge­danken Anklang fänden. Der Einsender verneint ein dringendes Bedürfnis für einen Viehhof mit dem Hinweis auf diereichlich vorhandenen Stallungen". Auch in diesem Punkte befindet er sich im Irrtum. 3n die jetzt vorhandenen Stallungen können nach unseren Informationen an sachkundiger Stelle nicht 1 000 bis 1200 Stück Vieh eingestellt werden, sondern höch­stens 6 0 0 S-t ü ck. Diese 600 Tiere müßten aber auch schon überaus eng zusammengestellt werden: ordnungsmäßig gestellt wären überhaupt nur 500 Stück uickerzubringen. Wenn die Ge­währsleute des Stadtv. Mllzer 1000 bis 1200 Stück stellen wollen, dann könnte das nur so ge­schehen. daß das Vieh in zugige Toreinfahrten, auf die Höfe usw. angebunden über Nacht zu­sammengepfercht wird, ein Zustand, der hier schon dagewesen ist, über den sich aber die Nach­barschaft der Stallbesiher wegen der Begleit­erscheinungen wiederholt beschwert hat. Wenn der Einsender weiter noch auf die Stallungen in Wieseck und Heuchelheim hinweist, so möchten wir Hei aller freundnachbarlichen Gesinnung für diese Orte doch sagen, daß wir diese Einnahmen auch in Gießen sehr gut brauchen und nutzbar werden lassen könnten. Der Einsender meint, die Kosten für einen Viehhof seien vorläufig nicht nufzubringen. Anscheinend waltet bei dieser Be­hauptung der Gedanke ob. daß die Einrichtung aus Steuern bezahlt werden solle. Daran ist natürlich nicht zu denken. Ein Wehhof wird in Gießen ebenso wie in anderen Städten stets eine werbende Anlage fein, die man mit Hilfe von Anleih en errichtet. Die Erträge eines Gießener Viehhofes dürften bei den günstigen Möglichkeiten, die wir dem Viehhandel bieten können, zweifellos so groß sein, daß mindestens alle Betriebskosten des älntemehmens und die Verzinsung und Tilgung des Anleihekapitals gedeckt werden: vielleicht wird sich außerdem so- 'gar noch ein äleberschuß für die Stadtkas'se cr- . zielen lassen.

Die Plahfrage bat mittlerweile in gewissem ? Maße schon ihre Erledigung gefunden. Ein Ver­treter der Negierung und Sachverständige des - Veterinärwesens haben dieser Tage in Begleitung von Herren der Stadtverwaltung die verschie- schiedensten für dieses Projekt in Betracht kom­menden Plätze besichtigt und sich dabei überein­stimmend für das städttsche Terrain bei der Margarethenhütte ausgesprochen. Selbstverständ­lich hat die Stadtverordneten-Versammlung das letzte Wort, aber auch sie wird sich dem Urteil der Sachverständigen nicht entziehen und über den Standpunkt der Negierung nicht hinweggehen können. Die Lahnkanalisation spielt also in diese Angelegenheit gar nicht hinein. Uebrigens wol­len wir den Viehhof doch nicht an die Lahn bringen, denn wir werden doch auch einmal daran denken müssen, in absehbarer Zeit nach der Erledigung der bekannten großen Lahnpro-

jetzl an Händlern und Käufern etwa 200 tue» 300 Fremde in Gießen, durch deren Hand natür­lich manches Stück Geld unserer Wirtschaft zu­fließt. Bisher hatten wir in normalen Zeiten alle zwei Wochen Markt. Schaffen wir einen Viehhof. so können wir mindestens in jeder Woche einen Markt stattfindrn lassen, und wir können uns allmählich noch weit mehr als bisher zum Zentralviehmarkt eines sehr großen Wirtschaftsgebietes au6bauen, das im Norden bis an die Weser, im Westen bis an den Nhein und im Osten bis in die Thüringer Gegend reicht. Sollen wir uns dieser bedeutsamen Zn- kunstsmöglichkeiten um kteiner Gesichtspunkte willen selbst entäußern?

der Stadtv. Balzer: man kann nach unserer Meinung auch in einem Viehhof die Seuche wirksam bekämpfen, ohne dabei den ganzen Vieh- Hof schließen zu müssen. Es handelt sich nur darum, beim Bau des Viehhofs bauliche Ein­richtungen zu schaffen, die ein völliges 2lb- fchließen der einzelnen Abteilungen von den anderen Teilen ermöglichen. Das ist nur eine Frage der Bautechnik.

Wer diese Sache von dem Standpunkt des gefunden kommunalen Fortschritts aus betrach­tet. wird zugeben müssen, dah die Argumente des Stadtv. Balzer gegen ein Diehhofprojekt nicht ausreichend sind, dagegen zahlreiche wichttge Gesichtspunkte für die baldmöglichste Schaffung eines solchen Betriebs sprechen. Wie bedeutsam eine solche Einrichtung für unser Ge­meinwesen fein wird, haben wir in unserem vorigen Artikel in Nr. 159 in großen Umriffen dargelegt, und glauben wir heule noch deutlicher gemacht zu haben. Einige zahlenmäßige Angaben mögen aber noch ergänzen: Im Jahre 1913 schwankte der Großvieh-Austrieb zum einzelnen Markt zwischen 867 bis 1702 Stück. 1914 wurden bis kurz vor Kriegsausbruch zu zwei Märkten im Monat auf getrieben: Januar 1672, Februar 3143, März 3398, April 2852, Mai 2696, Juni 2775 Stück Großvieh. An jebem Vkarkttag sind

arbeitet bemerkt rückschauend noch folgendes zu der großen turnerischen Veranstaltung: Was der hiesige Turnverein und seine einzelnen Ausschüsse, an- geeifert und immer wieder mitgeriffen von dem vor- bildlichen Wirken des 1. Vorsitzenden Dr. med. Fritz K o ch, in den letzten Wochen und Dkonaten an Vor- bereitungsarbeiten geleistet, darüber darf es nur eine Stimme der Bewunderung und des Lobes geben. Die gewaltige Arbeit, die sanft im allgemeinen den stärkeren" Schltltern größerer totäbte vorbehalten ist, konnte nur geleistet werden, weil hinter dem T u.r n ü c r e in bas ganze Städtchen stand, der Stabtoorstand und insbe­sondere sein rühriger Vorsitzender, Bürgermeister R i n g s h a u s e n. Galt es doch, nicht allein der Sorgen um das Fest Herr zu werben, sondern auch den T u r n h a 11 e n c u b a u fertigzustellen. Beide Aufgaben wurden glänzend gelöst. Die Festwoche stand im Zeichen der W c 11 c r p r o g n o {e n. Man sah nach dem Himmel, der Wetterfahne und dem Wetterglas, hoffte und bangte. Als aber in der Nacht Aum Donnerstag ein wolkenbruchnrtiger Hegen den FestpIatz in einen See uermonbeltc, da verlöschte auch der letzte schwache Hoffnungsstrahl. Und doch war rasches Handeln not! Was Hönde hatte, sich- zu rühren, half mit. Man hob Entwässerungs­graben aus, leitete bas, Wasser ab, warf B a - s a l t g r u s waggonweise über den Festplatz, um 'hm Festigkeit zu geben. Der Samstag brachte noch schwache Niederschläge, auch der frühe Somitaa. Aber man durfte zufrieden mit dem Wetter sein, wenn auch keine sengende Sonne für den nötigen Durst sorgte. In den Mittaasstunben des Sonntags schob sich ein ungeheurer Menschenstrom aus den benachbarten Orten in unser Städtchen, sich den He­figen Festzug anzufehen. Die umliegenden Dörfer waren am Nachmittag wie a u s g e st o r > b e n. Der größte Teil der Zuschauer aber zog es vor, dem Festplatz fernzubleiben, weil ihm der Ein-

angefnUen. Dabei erlitt sie eine tiefe Biß­wunde, so baß sie sich in ärztliche Bohanblung begeben mußte. Ein herzerfrischenbes Bild bietet zur Zeit die Nidda, wo ein wahres S tra nb- bab entstauben ist. Die Hitze lockte alt unb jung in die kühle Flut, um sich darin zu erquicken. Die Ernte hat mit dem Schnitt der Winter- g c r st e ihren Anfang genommen. Wie verlautet, soll der Körnerertrag hinter dem des vorigen Jah­re'-- zurückstehen. Mit dem Schnitt des übrigen Ge­treides dürfte bei weiterer anhaltender Trockenheit bald begonnen werden. Die B a u t ä t i g f e 11 ist bei dem immer knapper werdenden Baukapital sehr beschränkt. In unserer Gemeinde ist gerade ein Neu­bau entstanden.

Kreis Büdingen.

Nidda. 16. Juli. Der dritte Tag des großen G a u t u r n s e st e s des Hessen- gaues war mehr als ein lokaler Festtag. Die Turnergäste waren noch in recht großer Zahl anwesend und konnten bei schönstem Wetter nach der anstreirgendcn Arbeit der Vortage nun noch Stunden der Erholung bei den gastlichen Quar- ticrleuten und im Freundeskreis verleben, lieber- all belebten größere und kleinere Turnergruppen das durch den Neuaustrich der Häuser und über­aus reichen Festschmuck an sich schon bunte StÄr- henbild. Die Sonne, die es nach langen Hegen- tagen aus einmal wieder so gut meinte, belebte die Stimmung. Froher Turnersang schallte von allen Seiten entgegen. ES sind 25 Jahre her, daß unser Städtchen zum letztenmal ein Turn­fest in seinen Mauern gesehen. Wie gewaltig der Aufschwung ist, den die Turnerschaft in dieser

hierbei sind tzte vnt* jicr Gemeinde zu hey? hier ben filinifsfnfteii. Die Schuten bringen eine nnrmis- sichtliche Einnahme von 580 Mk., an Ausgaben sind 7424 Mk. norgetehrn. Hierbei wirb bas Mißnerhött ins scharf verurteilt, daß" bic hiesige Fortbilbimgs- schule hei einem hauptamtlich angestellren Lehrer teilweise saft leere Säle mijweist, während von der Gemeinde an die Stadt Gießen jährlich etwa 1800 Mark für die dortige Fortbildungsschule besuchende Schüler non hier bezahlt werben müßen. Unter der Rubrik G e m e i n.d e f r i e d h ö f e sind an Aus gaben 3014 Mk. zu erwarten, bnn stehen 400 Mk. Einnahme gegenüber. Eine nächste Sitzung soll sich mit her Oteurcgcliittg des Beitrags für Erbbegräb­nisse befassen. Für bic Unterhaltung her Straßen solle«! 12 2<>O Mk. cmsgegeben morden. Hierunter sind 10 000 Mk. für Neubauten vorge sehen. Für die Unterhaltung lind den 'Ausbau dos Kanalnetzes sind 3000 Mk. vorgesehen. Rubrik L a n d m i r t z w e ck o meist eine Einnahme von 1-100 Mk. und eine Ausgabe non 7365 Mk. auf. Die Grenzverhältnisse, bedingt durch bic Feld- bci einigung, bringen eine Einnahme non 11 20t) Mk. und eine Ausgobo von 15 700 Mk. Für die so­ziale Fürsorge muffen 4670 Mk. in Ausgabe eingestellt werben. Für Stenern unb Ab­gaben sind 6725 Mk. Ausgaben zu erwarten. Der Reservefonds bedarf einer weiteren Erhöhung, 2507 Mk. sind hierfür vorgesehen. An Kapital -- zinsen ist eine Einnahme non 1330 Mk. zu er­warten. Aus der Ausgabenscitc stehen 12 000 Mk. Die von der Gemeinde gegebenen verbilligten Ba«>- dartehen urtb der Ankauf des Autos belasten dies Konto besonders. Die S o n b c r ft c u c r n (Ber- gnü^ungsftcueru, Hundesteuern usw.) werden vor- aiisstchtlich 1400 Mk. Einnahme bringen. Au Ein­nahmen aus der R e i ch s e i n k o m m c u ste u e r sind 18 700 Mk. zu erwarten. Die Wenigereinuohme gegenüber dem Vorjahre mit 24 040 Mk. erklärt sich aus der non reichswegeu vorgenommenen Herab setztmq der Gemeinbeonteile. In der dritten und letz­ten Sitzung über diesen Gegenstand machte der Bür­germeister zunächst Mitteilung von einer Verord­nung der Regierung, bic eine weitere Milde­rung b c r Sondergebäude st euer zum Ziele hat. Dabllrch wirb bic Ausgabcuseite des Vor­anschlags um weitere 5500 Mk. belastet. Unter Be­rücksichtigung bieses llmftonbes müßten nach dem norgetegten Voranschlag der Bürgermeisterei an G e- m c i n b e u m I a g c n 46 924 Mk. erhoben werden, um di« vorgesehenen Ausgaben von 164 853 Mk. decken zu können. Da der Gemeiuderat die Ein­nahmen erhöbt und bic Ausgaben ermäßigt hat, er­gib: sich ein wesentlich anderes Bild. Danach be­tragen die Einnahmen nunmehr 121 029 Mk., die Ausgaben 160 440 Mk., so daß an Umlagen noch 39 420 Mk. aufzubringeu find. Diese mürben folgen­dermaßen ausgeschlagen: Sonbcrfteuer vom be­bauten Grundbesitz 13 000 Mk. (= 30 Pf. je 100 Mk. Steuerwert), für Gebäude unb Bauplätze 7623 Mk. ( 18 Pf. je 100 Mk. Steuerwert), für land- unb forstwirtschaftliches Gelände 13 123 Mk. (== 40 Pf. je 100 Mk. Steuerwert), für Anlage unb Betriebskapital ----- 273!) Mk. (= 60 Pf. je 100 Mk. Steuerwert) unb vom Gewerbe- ertrag ----- 3760 Mk. (= 1,20 Mk. je 100 Mk. staat­liches 6infommenftcuerfoU).

'Lollar, 16. Juli. Gestern beging unser Mitbürger Ludwig Besier in körperlicher und geistiger Frische seinen 7 0. Geburtstag. Dem alten Herrn, der in weiten Kreisen der Ginwohnerschast sehr beliebt ist, wurden an die­sem Tage zahlreiche Aufmerksamkeiten zuteil. Die Sängervereinigung Lollar erfreute Herrn B. ihren früheren Vorsitzenden und jetzi­gen Ehrenpräsidenten, mit einigen schönen Lieder- vortrögen.

Kreis Fried-erg

:: Pohl-Göns. 16. Juli. Zu der hier für den 25. Juli anberaumten Wahl des Bür - m e i st e r s ist nur ein Wahlvorschlag, lautend auf den derzeitigen Bürgermeister Wil­helm Spies, cingelaufcn. bet demnach als ge­wählt gilt unb für weitere sechs Jahre an der Spitze unseres Gemeinwesens stehen wird. Bür­germeister Spies, der seiner Zeit aus heißem Wahlkampf als Sieger ßervorging, hat es in deir 6 Jahren verstanden, durch entschiedenes und stets gerechtes Wesen sich das Vertrauen der ganzen Gemeinde zu erwerben. Zu seiner Wieder­wahl, die ein ehrendes Zeugnis für ihn ist, ist die Gemeinde zu beglückwünschen. Auch ist zu begrüßen, daß ein Wahlkampf mit allen unlieb­samen Begleiterscheinungen der Gemeinde erspart bleibt.

trittspreis zu hoch erschien. Die Wirtschaften in bet Stabt machten baburch glänzenbe Geschäfte. '23er- hältnismäßig hohe Eintrittspreise sind immer ein zweischneidig Schwert.

Oberhessen.

Lnudlreis Gießen.

£ Wieseck, 16. Juli. In drei Sitzungen be- jchäftigte sich brr ©emeinberat mit her Be­ratung des Voranschlags für 1 926, nach­dem er cs vorher mehrfach abgelehnt hatte, die Be­ratung ohne Vorlage ber notmenbigen Unterlagen vorzunehmen. Um in biefer Sache überhaupt vor­wärts zu kommen, kam damals ein Kompromiß zu- ftanbe, bas nirgends Befriedigung auslöfen konnte. Da ohne weiteres anzunehmen ist, daß diese Frage auch im kommenden Jahre erneut oufgcrolft wird, dürfte cs angebracht erscheinen, schon vorher fest­stellen zu lassen, ob der Bürgermeister berechtigt ist, bic Vervielfältigung bes Voranschlags für bic ©emeinbcratsmitglicbcr adzulehnkM Sn der Gemeinderat hier einstimmig ein Verlangen stellte, bas nirgenbs mit ben Interessen der Gemeinde in Widerspruch steht, hätte sich eine andere Lösung er­möglichen (affen. Geschieht bis zur nächstjährigen Beratung des Voranschlags in dieser Fr.aqe nichts, so steht jetzt schon zu ermatten, daß bann bic un­erquicklichen Atiseinonbcrsetzunqen erneut ftnitfin- ben. Da cs ober im Interesse ber Verwaltung, des Gcrneinbernts und der ganzen Gemeinde liegt, dies nach Möglichkeit zu vermeiden, muß bis dahin ein befriedigender Ausweg gefunden werden. In ber ersten Sitzung, die sich mit ber Erörterung bes Vor­anschlags beschäftigte, mußte zunächst dos Fehlen bes Gcmeindcrcchners, dessen Anwesenheit noch ber tianbgemeinbeorbnung voraeschrieben ist, festgestellt werben. Der Abbruch ber Verhandlungen am ersten Abend hatte in diesem Mangel mit seine Veranlassung. Zum Voranschlag selbst ist mitzuteilen: Die RubrikR e rt) n u n g s r c ft" weift in Ein­nahme 19 432 Mk. auf, in Ausgabe ftchcn 300 Mk. Für Gebäude ist eine Einnahme von 6242 Mk. zu erwarten. Die erhöhte Einnahme hat ihre Be­gründung in ber Erhöhung ber Mieten und benx Hinzukommen einer Anzahl neuer Gemeinbcwoh- nungen. Für bie bauliche Unterhaltung ber Ge- meinbehäuser sind 2000 Mk. eingestellt. Für Grundstücke war eine Einnahme von 4947 Mk. vorgesehen, bie sich aus 1427 Mk. für Güterpacht, 1000 Mk. für Pacht ber Stinbgrubc in ber Heide upb 2500 Mk. Einnahme für Obst unb Gras zu­sammensetzt. Der Gemeinberat setzte bic Einnahme­einstellung für bie Pacht der Sanbgrube auf 4000 Mark ein, da mit diesem Eingang unbedingt zu rechnen ist. Die Ausgaben unter dieser Rubrik be­tragen 1890 Mk. Die Waldungen bringen eine Einnahme von 27 064 Mk. Gegenüber den Vor­jahren ist die Mindereinnahme in der Herabsetzung ber zu schlagenden Holzmenge begründet, während andererseits die erforderlichen Aiissorstungsarbeiten eine erhöhte Ausgabe, bic mit 16 700 Mk. vorgesehen ist. notwendig machen. Die RubrikJagden, Fischerei und Deiche" sieht eine Einnahme von 1584 Mk. vor. Ausgaben sind hierbei nicht er­forderlich. Die Schäferei bringt einen Erlös von 1500 Mk. (1200 Mk. Einnahme aus der Pferchoer­pachtung, 300 Mk. Beiträge der Schafhalter), an Ausgaben stehen dem 1946 Mk. gegenüber. Bei die­ser Gelegenheit wurde sehr ernsthaft die Frage cr= wogen, ob cs ratsam ist, bei ber immer mehr zu- rückgehenben Schafhaltung bic Gemeinbeschäferei aufrecht zu erhalten, ober bic zur Verfügung stehen­den Weibeplätze zu verpachten. Nach weiterer Klä­rung der Verhältnisse wird man darauf zurückkvm- men müssen. Bei Messen und Märkten waren in Einnahme 150 Mk. vorgesehen, welcher Betrag für zu niedrig gehalten wirb. Ausgaben sinb nicht vorhanben. Die Wag- und Eichan st alten sahen 500 Mk. in Einnahme unb 600 Mk. in Aus­gabe vor. Der Gemeinderat setzte nach Prüfung ber Verhältnisse die Einnahmen auf 600 Mk. und die Ausgaben auf 500 Mk. fest. Bei der Wasser­versorgung ist eine Einnahme von 10 000 Mk. ZN erwarten. Die zu erwartenden größeren Repa­raturen machen eine erhöhte Ausgabe notwendig, die mit 8240 Mk. vorgesehen ist. Die Rubrik all- gemeine Verwaltung, die mit 400 Mk. Ein. nähme und 21141 Mk. Ausgabe in Voranschlag er­scheint, wurde am ersten Beratungsabend der Fi- nanzkommission zur Vorberatung uberwiejen und am .pveiten Sitzungabend in nichtöffentlicher Sitzung verhandelt. Veranlassung hierzu gab das Fallen bes Besoldungssperrgesetzes und bic Aushebung ber hierzu von der hessischen Regierung herausgegebenen Richtlinien. In der zweiten Sitzung lagen hierzu zwei Anträge vor. Der eine sah in ben höher bezahlten Stellen eine geringe Ab­stufung vor, währenb bie Gehälter ber Angestellten unb geringer befolbeten Beamten unverändert blei­ben sollten. Nach dem zweiten Antrag sollen bei allen Besoldungen die Fricdensiätze z u = gründe gelegt werben, hierzu soll ein Ueber- teuerungszuschlag von 50 Proz. treten. Der letztere Antrag würbe mit einer Stimme Mehr­heit bei zwei Enthaltungen in geheimer Abstimmung angenommen. Die Rubrik öffentliche Sicher­heit erfuhr auf der Ausgabeseite durch die Einstel- lung von zwei Nachtwachmännern eine beträchtliche Erhöhung. Insgesamt find 6306 Mk. erforderlich, denen eine Einnahme von 200 Mk. gegemibersteht. Für die öffentliche Gesundheitspflege 'und Wohlfahrtseinrichtungen find Ein nahmen nicht ju erwarten. An Ausgaben find 3155 Mark vorgesehen. Der neugegründeten Arbeiter- Samariter-Kolonne wurden zur Anschas- fung der notwendigen Gerätschaften 200 Mk. bewil­ligt. Bei dem Feuerlöschwesen muß in die­sem Jahre von größeren Anschaffungen Abstand ge­nommen werden. Einnahmen unb Ausgaben decken sich mit 400 Mk. Die Armenpflege erfordert eine Ausgabe von 8250 Mk. Die drückendsten Posten

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