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Wanderfahrten.
Glehen—Fernewald—Ganscburg—Gießen.
Eine hübsche Wanderung bietet die blaue Punku inarkierung, die am Schreiberweg ihren Anfang nimmt, durch das „Nizza" und unseren schönen iztabtroalb, bie alte Steinbacher Straße entlang iührt. Nachbem wir ben Walb burchschritlen haben b chen wir nach links an seinem Nanbe entlang, über idjreiten bie Licher Straße unb gelangen, nicht weit 0 cm Forsthaus Hochwart, m ben Fernewalb, ein ö urd) feine köstliche Ruhe unb Einsamkeit bevorzug- Irr Walbbistrikt. Nach gut 2jftünbiger Wanberung, r»m Gießen aus gerecynet, gelangen wir bei ber (Sanseburg auf bie Reiskirchener Landstraße. Auf der t«anseburg, einer einfachen, aber guten Wirtschaft, durfte eine Erholungspause am Plaße sein. Wenige Schritte vorn Haus sehen wir die Höhen des Vogels- te-rgg. Das Wegezeichen führt vor dem Gasthaus, c nen Feldweg entlang, nach Großen-Buseck. Wir \ ehen jedoch vor, die Ijstündige Waldstraße nach Gießen zu wandern, wo wir unterwegs, in der Nähe ö?“ Wasserbehälters, noch einen prächtigen Blick in dos Lahntal mit den Burgen unb bem Dünsberg im fjintergrunbe genießen
Gießen — BJleferf — Hanaelstein — hoher Berg — Grohcn-Vuseck.
Wir beginnen unsere Wanderung am Justiz- a-tbäube und folgen dem blauen Dreieck über die Wiesen, am Philosophenwald entlang, durch einen Teil von Wieseck, der Straße nach Qllten- buseck nach bis zur Ludwigsbnrg, wo wir in den Wald einbiegen, um zum Hangelstein zu gelangen, der durch seine üppige Flora und seine Aussichtspunkte bekannt ist. Die Markierung berührt alle hervorragenden Punkte, wie Schöne Aussicht, Felsenkanzel und Teufelskanzel und - führt abwechselnd bald durch fefrönen Waldbestand, bald über Heide. 21m Daubringer Paß, den wir überschreiten, genießen wir einen prächtigen Blick zur Rechten in das Busecker Tal, ^ir Linken in das Lumdatal mit dem Totenberg. Bald darauf treffen wir auf rote Punkte, die v-vn Klimbach kommen. Hier verlassen wir das seitherige Wegezeichen und folgen nunmehr der roten Markierung, die uns über den Hohe Berg nach Großen-Buseck führt. Dauer der Marschzeit etwa 4 Stunden. Benutzern des Autos nach Wieseck, für die die Wanderung 3-< Stunde kürzer wird, sei empfohlen, von Wieseck aus die rote Keilmarkierung zu benutzen, die sich im Walde anii dem blauen Dreieck bereinigt.
Meber-walgern—Nchbrücke—Frauenberg- Marburg.
Eine vön Kennern sehr geschätzte Wanberung ist > die folgenbe. Wir fahren mit ber Bahn nach Nieder- Walgern (Sonntagslarte Marburg), aehen burch Wenkbach mit einem hübschen alten Ziehbrunnen überschreiten bei ber Nehbrücke, wo wir auf blaue Grenze stoßen, bie Lahn unb kommen hinter bem Dörfchen Nonhauscn in stattlichen Buchenhochwalb, der uns, bei mäßiger Steigung, bis nahe an ben Gipfel bes Frauenberges begleitet. Auf bem Berge definben sich zwei gute Gastwirtschaften. Born Gipfel des Frauenbertzes, ber mit einer Ruine bekrönt ist, genießt man einen entzückenben Runbblick, so vor allem in ben Ebsborfer Grunb, auf Amöneburg, bas Lahntal unb bas malerische Marburg mit feinem hochragenben Schloß unb ber herrlichen Elisabeth- kirche. Das Wegezeichen führt bann weiter über ben Lichte Küppel unb bie Hanfehäufer (Einkehr) nach Marburg, unterwegs immer prächtige Ausblicke auf die reizvoll gelegene Mufenftabt genießenb. Dauer ber Wanberung etwa 3 Stunben.
Wirtschaft.
Börse und Geldmarkt.
Während die Börsenberichte der Großbanken iroch zu Anfang April außerordentlich optimistisch gestimmt waren, hat sich bei ihnen plötzlich der Wind gedreht. Das gcht nicht nur aus den Bemerkungen des Leiters der Diseontogesell^chast anläßlich deren Generalversammlung hervor, der andeutete, daß die Börsenhausse wahrscheinlich itur vorübergehender Statur fei, sondern die Großbanken haben in letzter Zeit ihre Kundschaft un» zweideutig zum Aktien verkauf animiert. Es ist ttun aber nicht anzunehmen, daß die Großbank- leitet plötzlich über die allgemeine Wirtschaftslage itnö die Aussichten anderen Sinnes geworden wären, sondern es ist hiermit augenscheinlich der Zweck verfolgt worden, den in den letzten Tagen aufgelegten und noch bevorstehenden Inlandanleihen die Wege zu ebnen. Man wollte vermeiden, daß mar. auf diesen Anleihen sitzen blieb und mußte daher Dorsorge treffen, daß das Publikum durch Altienverkauf in die Lage verseht wurde, die aufgelegten fest verzinslichen Werte abzunehmen. Das Publikum ist dem Rus brav gefolgt, es hat seine Aktien verkauft und Anleihen gezeichnet. Solange diese eine 3pro- zentige Verzinsung gewährleisten, wie die Kommun a l a n l e i h e , die Anleihe von H 0 e s ch , ist es begreiflich, daß sich Käufer fi ibcn. Schwie- riger dürste es aber schon sein, bie ^o^t-^n• leihe, die nur mit einer 6' »prozentigen Der- z.ir.sung ausgestattet ist, an den Mann zu bringen. Sollte auch diese Unterbringung, die bekanntlich freihändig geschieht, möglich sein, so wäre damit allerdings der Beweis für eine wesentliche Erleichterung unseres Kapitalmarktes erbracht. Es ist anzunehmen, daß die bisherigen Erfolge mit Inlandanleihen auch weiteren Stellen Appetit machen werden, was letzten Ende* vj einer Absorbtion der flüssigen Mittel und damit zu einer erneuten Versteifung am Kapitalmärkte führen muß. Wenn auch, wie die neuesten Ziffern über die Spargelder bei den deutschen Sparkassen be- weisen, die Spartätigkeit in Deutsch- Land erfreuliche Fortschritte macht, so wird sie doch mit den erhöhten Anforderungen
Samstag, 17. April 1926
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gbrrhefsen)
noch nicht gleichen Schritt halten können. Vielleicht wird man alsdann wieder zu Auslandanleihen, die in den letzten Wochen etwas ins Hintertreffen gekommen sind, zurückgreisen. Da bei dem sinkenden Zinsfuß Deutschlands der Anreiz für das Ausland, der deutschen Wirtschaft Geld zu leihen, stark im Rachlaffen begriffen ist. wird man dann vielleicht auch wieder etwas höhere Zinsfüße zahlen müssen. Die Kursrückgänge an der Börse sind auch bereits, abgesehen von den oben skizzierten Maßnahmen der Großbanken. mit einer zu befürchtenden Versteifung am Geldmarkt begründet worden. Im Vordergründe des Interesses standen aber die sich stark widersprechenden Meldungen über das amerikanische Freigabegesey, und es hat den Anschein, als wenn der Spekulation dieses Gesetz, solange es noch nicht vom amerikanischen Kongreß angenommen ist, eine gute Gelegenheit ist, um je nach dem wie sie liegt, mit günstigen und un- günft gen Gerüchten zu manipulieren. Ramentlich am Schissahrtsmarkt traten infolgedessen außerordentliche Schwankungen ein, die diesem Markt einen ungesunden Stempel aufdrückten. Wenn die neuerdings bekannten Cin-elheiten richtig sind, so wird man feinen Optimismus in bezug auf die finanziellen Folgen des Gesetzes für die Schiffahrtsgesellschaften allerdings stark herabschrauben müssen, da für die Aus ahlung der Entschädigungen für In eigenen Verbrauch genommene Schiffe eine Gesamtfrist von mehr als 6 Iahren vorgesehen ist. Zufolge derGe'amttendenz konnten sich günstige Dividendenerklärungen für einzelne Werte nur in geringem Maße auswirken.
Am Geldmarkt ist bisher von einer Einschränkung nichts zu merken. Die Einzahlungen auf die verschiedenen Inlandsanleihen sind ja aber auch noch nicht, oder nur in geringem stNaße erfolgt. Die am 15. April vorgenommene Einlösung der Dollarschahanweisungen dürfte zunächst dem für’triftigen Geldmärkte neue Mittel zusühren. Die A frechterhaltung des öprozentigen Satzes für Privatdiskonte entsprach in den letzten Tagen schon lange nicht mehr der tatsächlichen Lage, da. wie allgemein bekannt war, Privatdis- fonte nur noch mit 4''? Proz. umgeseht wurden. Man hat augenscheinlich auch hier ein Interesse daran, der Oeffentlichkeit ein unrichtiges Bild von der tatsächl'chen Lage zu geben. Erst am 15. April entschloß man sich, beide Sichten um i/tzPro'.. zu ermäßigen, was aber nach obigem der wirklichen Lage ebensowenig eitBricht. Bankgirierte Warenwechsel finden bereits Unterkunft zu 5l/z Proz., und unter diesen Umständen ist es begreiflich, daß eine neuerliche Ermäßigung des Reichsbankdiskontes in den Kreis der Erörterungen gezogen wird. Für die allernächste Zeit dürfte aber eine derartige Maßnahme noch nicht bevorstehen.
• lleberzeichnung der badischen Anleihe in Holland. Wie in Emittentenkreisen in Amsterdam verlautet, sind die Zeichnungen auf den dort im Betrage von I Mill. Schweizer Franken zum Kurse von 9OV2 Prozent ausgegebenen holländischen Anteil der 6Vrproz. zwanzigjährigen Obligationen des Freistaates Baden so zahlreich eingelaufen, daß die Zeichnungen beträchtlich reduziert werden müssen.
• Inlandanleihe für öie Stadt Magdeburg. Die Girozentrale-Kommunal- bank für die Provinz Sachsen, Thüringen und Anhalt in Magdeburg übernahm in Gemeinschaft mit der Magdeburger Stadtbank 14 Millionen 8proz. Magdeburger Stadtanleihe. Die Aufforderung zur Zeichnung wird in den nächsten Tagen erfolgen.
* Oberschlesische Eisenbedarfs- A. - G.. G l e i w i y. Die 0. H.-V. genehmigte die Regularien. Der im Geschäf'sjahre 1925 erwachsene Verlust von 1 067 088 Rm. w rd aus dem gesetzlichen Reservefonds gedeckt. Die turnusmäßig aus dem AR. ausscheidenden Mitglieder wurden Wied er gewählt. Eine An'rage aus Aktionärkreisen wegen des niedrigen Kursstandes der Oberbedarfs-Äktien wurde dahin beantwortet, daß die Bewertung sich der allgemeinen Wirtschaftslage anpasse.
* Der französische Außenhandel im März. Rach Der offiziellen Statistik betrug die Einfuhr nach Frankreich im Monat März 5 095 370 000 Franken. Sie ist gegenüber dem Monat März 1925 um 1 777 426 000 Franken gestiegen. Die Ausfuhr betrug im vergangenen Monat 4 950 216 000 Franken: das bedeutet gegenüber demselben Monat des Vorjahres eine Steigerung von 1 204 946 000 Franken.
Berliner Börse.
Berlin, 17. April. Der letzte Tag dieser Woche begann in fester Stimmung. Das Interesse der Spekulation hat sich von Schiffahrtsaktien ab gewandt, da die Vorgänge der letzten Tage an diesem Markte und die noch völlig in der Schwebe befindliche Freigabeangelegenheit eine endgültige Stellungnahme noch nicht zulafsen. An die Stelle der Schiffahrtsaktien traten Chemie- werte, in denen große Umsätze stattfanden. 3m Miteipunkte des Interesses standen I. G. Farben- Industrie, die von guter Seite gekauft wurden, und mit einem Kursgewinn von 4 Proz. einsetzten. Angesichts dieser Bewegung wurden sofort Gerüchte laut, die u. a. von einer 9proz. Dividendenausschüttung (bisher schätzte man 8 Proz.) und von produktionstechnischen Neuerungen wissen wollten. Chemiewerte lagen unter Führung von Farbenindustne durchweg 2 bis 3 Proz. höher. Am Elektro- m a r k 1 traten nennenswerte Kursoeränderungen nicht ein. Diontanaktien waren etwas stärker beachtet und konnten im Kurse bis zu 2 Proz. höher gehen. Die Börse zeigte somit im ganzen heute ein günstiges Bild. Die Spekulation blieb allerdings in der Hauptsache unter sich, da das Publikum eine abwartende Haltung zeigte. Die gute Stimmung wurde noch gefördert durch den Monatsbericht der
Deutschen Bank und die anhaltende Gelb- flüssigkeit. Tagesgeld hörte man mit 4 bis 5i, in einzelnen Fällen auch darunter. Der Medio hat sich nicht bemerkbar gemacht, obwohl am Montag die Differenzzahlungen erfolgen. Im Devisen- verkehr war Paris und Brüssel stark ab- geschwächt und erreichten einen neuen lief- ft a n b. Paris senkte sich auf 145 gegen London, Brüssel auf 142,5. Auch Warschau lag gegen Kabel schwächer. Das englische Pfund zeigte sich infolge der ausgebliebenen Diskontermäßigung gegen Kabel widerstandsfähig.
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(Ohne Gewähr.»
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16 April
17 April
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Amtliche Notierung
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10.545 10.585
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7.38 : 7,40
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80,87 81,07
2,075 2.185
5.39 5,41
4.199 4,209
4.31 4.32
Banknote
168 26 168,68
1,678 1,682
15.52 15,56
91,81 92.06
109,88 110,17
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Berlin, 16 April
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Schwedische Noten.....
Schwei,er Noten .....
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Tschechoslowakische Noten . .
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17,00 92,03 59,37
112,58 81,27
59,95 12 46
5.875
Frankfurter Börse.
(Gtgcnei Dtatztaerich des ^G eße e Arzergers".) Frankfurt a. M., 17. April. Tendenz: Fest.
Die wieder zuversichtlich gewordene Börsenftimmung erfuhr d>.. .:> die große G e l d f l ü s s i g k e i t eine wesentliche Steigerung, die sich anfangs in einer lebhaften Umsatztätigkeit äußerte. Die neue Aufwärtsbewegung vollzog sich unter Führung von
I. G. Fardeninduftrie, die von der Spekulation weiter bevorzugt wurden. Hartnäckige Gerüchte wollten wissen, daß eine Dividendenausschüttung von 91 Prozent erwartet werden könne. Daraufhin wurden in diesen Werten in großem Umfang Deckungen vorgenommen, die zu einem weiteren Kursgewinn von 3 Proz. führten. Auf den übrigen Märkten hatte das Geschäft ein ruhigeres Aussehen, doch konnten auch bei den variablen Werten neue leichte Steigerungen erzielt werden. Die 93 er- nadHäffigung der Schiffahrtsaktien, die sich bereits im gestrigen Abendverkehr zeigte prägte sich heute schärfer aus und führte zu Kurseinbußen von |e 2 Proz. bei Hapag und Nordd. Llond. Elektroaktien hatten lebhafteres Geschäft bei nur unbedeutenden Besserungen. M 0 n t a n ro e r t e traten etwas in den Hintergrund. Bankaktien hatten dagegen ansehnliche Steigerungen aufzuweifen. Aut 0 aktien zogen weiter kräftig an. Zuckeraktien waren gebessert. Von B a u a k t i e n erreichten Zement Heidelberg heute den Parikurs. Der heimische Anleihemarkt lag ruhig, Kursänderungen von Belang traten nicht ein. Don Auslandrenten bestand eine lebhafte Nachfrage für Türkenwerte, die im Kurse wesentlich anziehen konnten. Im F reiner- kehr waren vereinzelt gute Kursbefestigungen zu verzeichnen. Becker Stahl 40, Becker Kohle 58, Benz 69 Brown Boveri 71, Entreprise 10, Growag 54, Ufa 58,5, Ufra 73 Prozent. Der weitere Verlauf nahm eine unsichere Haltung an. Nach Erledigung der üblichen Wochenschlußdeckungen flaute das Geschäft stark ab, und die eingetretene Stille drückte auf das Kursniveau. Farbenwerte büßten etwa 1 Prozent ihres Gewinnes wieder ein. die anderen Märkte begannen abzubröckeln. Der Geldmarkt hatte hatte wieder großes Angebot aufzuweifen. Tages- gelb 4,5 Prozent Monatsgeld je nach Adresse 5,25 bis 6,5 Prozent. Im Devisen verkehr hatte Paris einen neuen erheblichen Sturz zu verzeichnen. Paris gab gegen London auf 145 nach und erreichte damit einen neuen Tiefstand.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 16. April. 3m Berliner Pro- duktengcschäst ist das Weizenangebot seitens deS Inlandes infolge der ziemlich beträchtlichen Steigerungen an den amerikaniichcn und englischen Börsen gleich null geworden, so daß selbst die stärksten Aufgelder Käufe fast unmöglich machen. Es überrascht deshalb nicht, wenn bei Beginn des amtlichen Mittagsverlchrs bie Tendenz für Weizen eine ausgesprochen feste war. Loloware stellte sich etwa 5 Mark höher, während im Lieferungsgeschäft Steigerungen zu 5 biS 8 Mk. pro Tonne sich durchsetzten, wobei späte Sommer- fichten stärksten Gewinn erzielten. 3n Roggen haben die erreichten hohen Preise etwas mehr Angebot herausgebracht, doch besteht wenig oder gac keine Abschlnstneigung. Die Preise für Lokoware sowie im Lieserungshandel eröffneten kaum verändert. Gerste fest. Hafer etwas freundlicher, Mehl bleibt in den Forderungen unnachgiebig, teilweise sogar neuerlich erhöht. .Futtermittel ruhiger, doch in den Preisen immerhin gehalten. Es notierten per 1000 Kilo: Weizen, mark., 292 bis 297; Roggen, mark., 178 bis 182; Sommergerste 200 bis 218; Winter- und Futtergerste 175 bis 187; Hafer, märt., 193 bis 205; per 100 Kilo. Weizenmehl 38 bis 40; Roggenmehl 25,75 bis 27,50; Weizenkleie 11,25; Roggenkleie 11,75 bis 12; Diktoriaerbsen 32 bis 39,
Wettet Voraussage.
Wolkig mit Aufklärung, westliche Winde, tagsüber milde, fonft kühl, noch einzelne Regenfälle.
Gestrige lageriempciaturcn: Maximum: 13,6 Grad Celsius. Minimum: 3,8 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: 7,7 Grad Celsius.
Geschäftliches.
Mit dem ersten Schulweg beginnt für unsere Kleinen ein neuer Lebensabschnitt. Jede Mutter kann, sei ihr Einkommen mich noch so schmal, ihrem Kinde das für die Entwicklung des Körpers gerade in dieser Zeit so notwendige Fett in bester und bekömmlichster Form und in reichlichem Maße geben, seit es die Blaubandmargarine gibt. Denn diese ist ebenso gut und nahrhaft wie Butter, dabei nur halb so teuer. Blaubandmargarine ist der beste und billigste Brotaujstrich, der guten unb sparsamen Haussrau in ber Küche unentbehrlich.
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