Einzelbild herunterladen

Abg. Scholz (S. schäft unb Industrie '

deS

Die einzise Vttdevbettasr

ift seine eigens süv das Heimatgevret beav- beitete Dormevstagssabe Heimat im Bild"

Das gute Ltntevhattm»gsvtatt

ist feine Dienstags unt* Samstags erschei­nende BeilagetiSiefcenee SamUienblSttev-

Die seske Tagesrettung

-SbevhessenS mrd des LahusebieteS ist irr sei­nem iSL.Sabvgaug der Gietzeuer Slnrelsev

Dev sachvevslündige Ratgebee

süv Landwivtschast, Gartenbau und Bieh- mrht ist seine ^veitagsbeilage ^Die Scholle"

sozialen La st en au,gebürdet werden. Zum Schluß fordert A)g. Dr. Büchner eine Vermeh­rung und Verbilligung der Produktion.

Aög. Lautenbacher (Ztr) verteidigt gegenüber sozialdemokratischen Angriffen die Preisbildung im Handwerk. Tie zur Förderung des Wohnungsbaues bewilligten Mit­tel sollten bald ausbezahlt werden, damit das Handwerk Beschäftigung finde.

Abg. Scholz (D Dp.) meint, Landwirt-

Inzw.schen ist dem Hause ein Antrag Dr. Werner zugegangen, der Landtag möge den De- schluh aufheben, wonach der Gemeinde Schot­ten nicht gestattet ist. in ihrer Realschule eine Obersekunda einzurichten.

Abg. Weckler (Ztr.) führt in seiner Rede versch.ebene charakteristische Merkmale für die ieh:ge Wirtschaftskrise an und macht Reform­dorschlage, durch die nach seiner Meinung der Wirtschaftsnot geholfen werden kann.

Schluh der Beratungen um l1/» Ahr; nächste Sitzung Dienstag 91/? ÜIHr.

Mittwoch nachmittag wird Bürgermeister M u eil e r - Darmstadt im Hessischen Landtag vor oen Abgeordneten einen Dortraa über Flugwesen halten.

Die russische W'rtscha^sKrisis.

M osfau 16. April. (EU.) D-r andau-rnX-

An-Tscherwonez (der sowjetrussi- schen Währungseinheit) hat In Moskau große Beunruhigung bei der Sowjetregierung hervor- §^ufew Man ist jetzt dazu übergegangen, zahl- reiche P r l v a t k a u f l e u t e zu verhaften, die im Verdacht stehen, mit Auslandvaluten ge­handelt zu haben. Es ist sestgestellt worden, bah

Der österreichisch-polnische Schiedsvertrag.

Wien, 16. April. (WTD.) Ministerpräsident Graf S k r z h n s k i und Bundeskanzler Dr. R a m e k haben heute vormittag den öster­reichisch-polnischen Vergleichs- und Schieds­gerichtsvertrag unterzeichnet. Der Vertrag lehnt sich inhaltlich an das kürzlich zwischen Polen und der Tschechoslowakei abgeschlossene Abkommen an. sieht jedoch nicht den ständigen Vergleichsvertrag vor, sondern bestimmt, bah in einzelnen Streit­fällen ein Schiedsgericht zu bestellen sei. Vom Vertrage ausgenommen bleiben Streitlg-

IRumäniens Außenpolitik.

w D u k a r e st. 16. April. (Agentur Orient Radio.) Der Minister des Aeuße.n M i t i l i n c o äußerte heute vor auswärtigen Pressevertretern seine Genugtuung über die Erneuerung des Bündnisses mit Polen und sprach die üleberzeugung aus. daß in der nächsten Zu­sammenkunft von Dertre een der Kleine Entente am 17 3unl die Bündnisse zwischen den Ländern der Kleinen Entente erneuert würben. Rumänien verfolge eine Politik der weiteren Vermehrung der regionalen Glieds- vertrage, und er werde die Politik seiner Dor-'änaer fortführen und R u ß l a n d eiren Palt anbie'en, in den beide Länder sich verpflichten, feinen Angriff gegeneinander zu unternehmen' Er merde aber die Bedingung stellen, daß die Integrität rumänischen Gebietes (.(cnarabien) nicht in die Verhandlungen einbe- zogen werde.

feiten über Fragen, die nach internationalen Rechte zur ausschiiehlichen Zuständigceit der ein­zelnen Staaten gehören, sowie Streitigkeiten, die aus Tatsachen entstanden sind, die dem Abschluß des Vertrages zeitlich vorangehen und dec Ver­gangenheit angehören. Die Entscheidung über die Auslegung des Vertrages bezüglich einer Streit­frage bleibt jedoch dem Ständigen Internatio­nalen Gerichtshof Vorbehalten. Der Vertrag wird für drei Iahre abgeschlossen und bleibt, falls er nicht sechs Monate vor Ablauf gekündigt wird, für ein weiteres Iahr in Kraft.

Das 5chiLsaI INanenbaös.

Der Spruch des tschechische» Bcr° waltnttstsqcr ichtshofs.

Prag, 16. April. (Tschechoslowakisches Presse­bureau.) Der oberste Verwaltungsgerichtshof fällte, heute die Entscheidung über die Beschwerde de s Tepler Klosters gegen das staatliche Bodenamt wer.,, der Beschlagnahme von K l o st e r g r u ii d st ü ck e n und Badeobjekten in Marienbad. Der DerwoltungsgerichtLhof hat die Entscheidung des staatlichen Bodenamts in eini­gen Fällen a l s ungesetzlich oder wegen der Mangelhaftigkeit des Verfahrens aufgehoben. In anderen Fällen wurden die Beschwerden a b - s ch l ä g i g beschieden. Der Streitfall ist dadurch de­finitiv nur bezüglich einiger untergeordneter Objekte gelöst worden. Das Schicksal der Hauptbabe, objekte konnte aber vom Verwaltungogerichtsbw bei dem gegenwärtigen prozessualen Stande nicht definitiv entschieden werden.

Die Entscheidung wird von den deutschen «Blät­tern eifrig besprochen. Einen erheblichen Teil der Beschwerden des Stiftes, meint das Organ der Christlich-Sozialen Partei, dieDeutsche Presse", sei von dem Obersten Derwalt'^gsgerichtshof Folge ge­geben worden. Was den Umfang des Areals be­treffe, so sei entschieden worden, daß dem Stift 75 Hektar mehr gebühren, als das Bodenamt dem Stift belasten wollte, und daß ferner aus der Beschlag­nahme freizugeben sind: das Zentralbad Teplerhaus, die Goldene Kugel, das Salzsudwerk, das Bahnhofs­magazin, das Dampfsägewerk, der Kursalon, das neue Bad und der Quellenschutzrayon. Die Entschei­dung selbst besprechend sagte dieDeutsche Presse" u. a., wenn überhaupt von einem Siege die Rede sein solle, so habe ihn der Oberste Verwaltungs­gerichtshof errungen, der weder dem engstirnigen Chauvinismus noch der nationalistischen Mentali­tät der Praxis des Bodenamts unterlegen fei.

wäre hier im Hause in einen Gegensatz gebracht worden, der eigentlich nicht zu verstehen sei. Bride wären aufein­ander angewiesen. Die Stärkung des3n- landmarktes sei ebenso wichtig, wie die Förderung

men habe, erwiderte Kutisker in großer Erregung und wiederholt mit der Faust auf den Tisch schla­gend, ter Staatsanwalt möge auch die Briefe her­ausgeben, aus denen heroorgehe, daß von ihm Millionen bezahlt woroen seien. Wenn der Vertreter der Staatsanwaltschaft in der Lage sein werd; nachzuweifen, daß er auch nur einen Pfennig von der Staatsbank verschoben habe, dann sei er bereit, diesen bcachweis zu unterschreiben und man könne ihn zum Tode verurteilen. Kutisker schloß, er f>i ganz erstaunt darüber, daß eine Staats- bank s o große Fehler machen könne, wie sie tatsächlich vorgekommen seien. Da Kutisker darauf einer neuen Schwächeanfall erlitt, wurden die Ver­handlungen auf Samstag vertagt.

Hessischer Landtag.

Da rm sta dt. 16. April. Präsident Ade­lung eröffnet di» Sitzung um 9V» ülhr.

Atg. Frau Birnbaum (D. Dp) richtet an die Regierung eine Kleine Anfrage, worin aus­geführt wird, daß durch den neuen Fahr­plan der Reichsbahn Oberhessen, na- m e ntlrch auch Gießen, schwer geschä­digt wird. Ministerialrat Krapp erwidert dar­au , daß ohne genaue D^eichrung der Fahrplcm- wünsche die Regierung keine Schritte unternehmen könne. (Die Fahrplanwünsche der oberhessischen Bevölkerung, namentlich der Wirtschaftstreise wurden inAr. 78desG. A vom 3. April und Rr. 61 vom 13. März in allen Einzelheiten bargelegt. Es ist erstaunlich, daß den zuständigen Stellen dies entgangen zu sein scheint, zumal tie hessischen Steuerzahler ja auch eine Presse- st e l l« beim Staatsministerium unterhalten. D. Red.)

Die Beratungen des Staatsvoranschlags wer­den bei den zum

Diinlfterlum für Arbeit und Wirtschaft gehörenden Kapiteln (75 bis 99) fortge'etzt.

Abg. Schott (D. Vp.) erklärt, daß die Wirt- schafts- und Agrarkrisis nicht behoben werden kann, wenn nicht der Kapitalmangel zu beseitigen ist. Die hohe Zahl der Erwerbs­losen, namentlich auch in Hessen, fei ein Beweis für die Heftigkeit der Krisis. Die Landwirtschaft sei der größte deutsche Berufszweia und wäre deshalb besonders zu schützen; eine Regierung, die nicht darauf Rücksicht nehme, gebe sich selbst auf. Die Er­zeugnisse der Landwirtschaft überträfen an Umfang bie der Industrie. Zn der Volkswirtschaft sei daher die Landwirtschaft ein bedeutender Faktor. Die Zahl der Konkurse habe bereits im Januar (im Reich) dis Zahl 2000 überschritten. 2$ Milliarden Mark, bie nach dem Reichswirtschaftsminister notwendig eien, um die Passiva unserer Handelsbilanz zu be- eitigen, könne die Landwirtschaft aufbringen, aller- nngs müsse sie bann gefördert und ihr Zoll- schütz gewährt werden. Da Deutschland ganz von Zollschutzländern umgeben fei, wäre es nicht zu ver­stehen, daß nicht jeder auch in Deutschland für einen ^schütz eintreten müsse. Trotz, zum größten Teil, guter Ernte, herrsche d,e Krisis, well die Preise 2 u n i e b r i g sind. Dabei wird in außerordentlich großen Mengen Getreide aus dem Aus- lanb ein geführt. Inländisches (Betreibe und andere inländische Produkte können nicht abgesetzt werden. Notwendig fei daher, die Förderung des Jnlandmarktes. Die Landwirtschaft habe feit Be- stehen der Republik nicht den Schutz gefunden, den sie beanspruchen müsse. Wie lange habe es ge- bauert bis die Zwangswirtschaft gefallen fei. Zu einer blühenden Volkswirtschaft müßten Kapital, Unternehmertum und Arbeiterschaft verbunden fein. Mit der Landwirtschaft stehe und falle die Volks­wirtschaft: wenn die Landwirtschaft Geld habe könne sie auch das Handwerk beschäftigen. Wenn ave Berufsstände zusammenarbeiteten, würde vieles . bester werben. Die Lanbwirtschaft organisiere sich, weil sie gefunben habe, daß sie ohne Zusammenschluß unter die Räder komme. Der Redner erörtert sodann verschiedene landwirtschaftliche Fragen und verlangt u. a. eine beschleunigte Auszahlung der Entschädi- cungsgetöer für Dichverluste durch Seuchen Der Weg der Produkte vom Erzeuger zum Verbraucher wüste verkürzt werden. Die Lage iw Weinbau habe sich etwas gebeffert, die Wein- ^eise seien immer noch niedrig;'seit Aufhebung der Weinsteuer wäre keine Zunahme des Konsums zu verzeichnen. Die Einfuhr ausländischer Weine wäre SeSÄ lo Srufc, roie die Erzeugung im Inland. 2 Millionen Menschen ernähren sich in Deutscstland vorn Weinbau; die Weineinfuhr und die Versuche der Trockenlegung müßten darum bekämpft werden Weitere Betrachtungen des Redners gelten dem Steuerbrurf, der auf der Landwirtschaft lastet. Es wurden viel mehr Bobenmeliorationen ausqe- fuhrt, wenn eine günstigere Kreditgewährung ein- irete. Die Winzerkrebite in Hessen wären zu spät ausgezahlt worben; sie seien leider auch nicht als Real- sondern als Personalkredite gewährt worden. Ä uri die Lcmdw. Versuchsstation, die landwirt- jchastlichen Schulen und die Landwirtschaftsämter im E a eingestellten Betrage wären zu niedrig; wie in »oben mußten auch biese Institutionen der Land­wirtschaftskammer unterstellt werden. Don den Ver- beißungen der Revolution: Frieden, Feiheit, Brot hadere Landwirtschaft bis jetzt noch nichts gespürt. Der «taat müsse der Landwirtschaft den ihr zukom­menden Schutz gewahren.

Auf Vorschlag des Präsidenten wird jetzt über eine 1 9

Regierungsvorlage mm Abbau oon Lehramts- astessorensielleu

abgestimmt. Es war vom Hause die Auf­hebung von 35 Assessorenstellen be- fc loffen toor ct; je zwei Stellen sollen nach ber Dorlage auf Kosten der Städte Gießen und Friedberg bestehen bleiben.

Abg. Dr. Werner (Dn ) bezeich.net die :ge als eine Ungerechtigkeit gegenüber c-tten, das eine Ober-Sekunda einrichten woll e, dem man aber diesen Wunsch abgeschlagen habe. Der Ausschuß hat einstimmig die A n - nähme ber Vorlage beschlossen; das Haus stimmt zu.

, Selber lZtr) bespricht Gegenwarts- frog i ces Wirtschaftslebens. Er stellt eine Reihe von sozialpo.it scheu F ri'erungen und vertcpift die Sozialpol tck der Kirche gegen Angriffe der Kommunisten hinaus. Er spricht für ein Zu- samme:iarbeiten Lon Unternehmertum und 21'.- beiter,chaft. Besonders scharf Wendel sich der Red­ner gegen die Großbanken, oie sehr rigoros gegen ihre Ange stell'en vor gegangen seien. Zur Förde- rung des sozialen Friedens werden Berufs- ' fammern gefordert Die Regierung sollte bei .

werden, daß das ArveitSzeltgesetz und das Gesetz über de Arbeits- i losenfürsorge mög.ichst bald verabschiedet wer- 1

; Die vorbereitende Abrüstungs Konferenz.

' Paris. 16.Apiil. (WV.) Der Oberste Rat , I ö r die nationale Verteidigung wird am 22. April zufammeotreten, um die Verhaltung», maßregeln für die französische Delegation für die vorbereitende Abrüstungskonferenz fastzulegen. Die Konferenz wild am 17.Mal in Genf zusammen, treten, denn entgegen gewissen io der presse de» Auslandes verbreiteten Nachrichten fei fo erklärt die Haoas-Agentur keine Vertagung plant, und man fei der Ansicht, daß die Weigerung Sowjetruhlands, an der vorbereitenden Konferenz teilzunehmen, fo bedauerlich sie auch fei, nicht die Besorgnisse rechtfertigen könne, die in gewissen aus. ländischen Kreisen bezüglich des Ausganges der Konferenz geäußert worden feien.

Die (Eroberung Pekings.

London, 16. April. (TU.) Nach Meldungen aus Peking befinden sich bie Kuomingtschano-Trup- pen (sog. Nationalarmee) in wilder Flucht. Sie haben nach lebhaften Kämpfen ohne Geschütze und Verpflegung den Enapaß oon Nankau erreicht. In Peking herrscht Panik. Zn das Gesandtschafts, viertel sind siebzehn Kabinettsminister, dazu bie chinesischen Vertreter für bie Pelinger Konferenz, geflüchtet. Die reichen Chinesen versuchen, ihre Wertgegenstänbe in den Speichern, auslänbischer Firmen unterzubringen. Die Hotels sind mit Flücht­lingen überfüllt. Der Reichsverweser luant- schuijui wird morgen eine Erklärung des In- Halts veröffentlichen, baß er bie vollziehende Ge- lvalt bis zur Wieberherstellung einer Regierung übernehmen müsse, aber zum Rücktritt bereit sein werde, sobald ein verantwortliches Regierungsober. Haupt gewählt sein werde. Die siegreichen Generäle werden morgen in Peking zusammentreten, um über bie Lage, befonbers im Hinblick auf die Zu­kunft Pekings zu beraten. Die Truppen Tschang. tsolins sind noch nicht in Peking eingetroffen.

Die französische Stabilisierungs­spende.

Paris, 17. April. (TU.) Die Bildung der A rn o r t i s a t i o n s k o s s e zur Entgegennahme freiwilliger Spenden" wurde gestern beendet. Dem Finanzminister sollen bedeutende Beträge ^gegan­gen sein. Der F ü rst von Monaco hat dem französischen Generalkonsul 70 000 Franken über- geben. Mitglieder der Ehrenlegion haben sich bereit erklärt, auf die ihnen zustehende Pension zu uer- Achten. Die Blätter geben bekannt, daß für die Spende auch Wertgegenstände, Juwelen, Uhren, Ri gr, silberne Lössel und bergt, entgegengenommen ben. Das Finanzministerium ist über bas wei­tere Steigen ber fremben Devisen an der Pariser Börse außerordentlich beunruhigt. Man ist der Ansicht, daß bie Gründe für die Verschlech­terung des Frankenkurses in der Hauptsache im Auslande zu suchen sind. Vor allen Dingen wer- den die starken Frankenoerkäufe in Belgien und Italien zur Unterstützung ber belgischen und ita- lienischen Währung dafür verantwortlich gemacht. Ebenso hat man in Holland Frankenverkäufe festgestellt, über deren Gründe man sich noch nicht im Klaren ist. Als innerfranzösisches Moment wird jedoch der Rückgang des Außenhandels in Betracht gezogen.

Kleine politische Nachrichten.

Reichskanzler Dr. L u t h er Ist Freitag abend 1/s9 Ahr in Begleitung des Reichsinnenministers Dr. Külz und des Reichssinanzministers Dr. Reinhold nach München abgereist.

e

Reichsminister Dr. ©trefemann ist nach etwa 14täg:gem Aufenthalt in Locarno nach Deutschland abgereist, um über Stutt­gart, wo er an dem Parteitag der Deutschen Volkspartei teilnehmen wird, nach Berlin zurück- zukehren.

Wegen des bereits gemeldeten längeren Ur» laubs, den der Reichswehrminister Dr. Gehler vor einigen_ Tagen angetreten hat, hat der Reichspräsident den Reicks.nnenminister Dr. Külz mit der zeitweiligen Wahrnehmung der Geschäfte des Reichswehrministers betraut.

Der König von Schweden ist, von Rom kommend, Freitag vormittag auf dem An- Halter Bahnhof in Berlin eingetroffen. Die Weiterreise erfolgte am gleichen Abend.

Die 23 Abgeordneten der Rechtsgruppe der sozialdemokratischen Fraktion des sächsischen Landtags haben sich zu einer neuen Frak­tion unter dem RainenAlte sozialdemo­kratische Fraktion" zusammengeschlossen.

Aus aller Wett.

Drei Jahre unschuldig im Zuchthaus.

Der Former Orömg war am 12. Mai 1921 von der Bremer Strafkammer wegen K i r chen- diebstahls zu 3 Iahren Zuchthaus verurteilt worden, die er in Bremen verbüßt hat. Auf Anordnung des Hanseatischen OberlandesgerichtS wurde im Wiederaufnahmeverfahren bad Urteil aufgehoben und Ord'ng freigesprochen.

Ein Nordlicht.

Von der Sternwarte auf dem Königsstuhl ift in der Rächt zum Donnerstag ein Rordlicht beobachtet worden. Kurz nach Beginn der Rächt zeigte sich der Rordhimmel gründlich beleuchtet. Später erhoben sich überall leuch­tende Strahlen, die durch schwache Streifen ge­trennt waren. D e Sirahlen wechselten ständig Ort und Helligkeit, waren jeweils wenige Mi­nuten sichtbar, um dann zu verschwinden und neuen Strahlen Platz zu machen. Das Spiel währte bis Mitternacht.

Erfolge in der drahtlosen BUbübermifllung.

Alle von ber Seewarte Hamburg über bie Funkstation Norbbeich gesanoten Dieck- mannschen Funkbilder der Ozean-Wetterkarte sind von dem DampferWestfalia" während seiner Ozeanfahrt nach Neuyork gut empfangen worben.

Große Usberschwemmungen in Sumatra.

Eine große Ueberschwemmung, bie durch plötz- l'ches Anwachsen der heißen Berg ströme entstanden ist, richtete in Pa dang, der Residenz- Hauptstadt an der Westküste Sumatras (Niedert. In­dien), sowie in der Umgebung dieser Stadt große Verheerungen an. Der Eisenbahnverkehr ist unter­brochen. Es sind vier Personen ertrunken. Der Scha­den ift groß.

den. Ferner wird von dem Redner die Beseitigung ber Wohnungszwangswirtschast und die Besriii- gung von gewissen Vorrechten ber Reichsbahn gefordert.

Abg. Dr. Büchner (Dem.) wendet sich gegen die SchutzsollforderunPen des Abg. Dr. QEüHer; was bieser wolle, sei eine Zwangswirt­schaft. Direktoren und Aufjichtsräte wären start abgebaut worden. Die Wirtschäiiskrise könne von der Lohnseite aus nicht kuriert wer­den; eine Erhöhung der Löhne würde die Krise nur verschärfen. DaS schwerste Problem ber Zu­kunft fiebt der Redner in der Sozialpolitik, rn den sozialpolitischen Lasten. Unter den gegenwärtigen Zuständen könnten der Wirtschaft teine neuen

des Lombards benutzt worden sei. Als der 23er- sitzend- den Angeklagten fragte, ob er nicht manch- mal auch Geld aus dem Lombard-Konto entnom-

die Bevölkerung in den Hafenstädten von Ma- trosen ausländische Valuten zu kaufen sucht. An den schwarzen Börsen wird für gute europäische Devisen bereits jeder Preis gezahlt. Wie ver­lautet, hat sich die Sowjetregierung in den letzten Tagen eingehend mit dem Tscherwonezsturz be­schäftigt und Stützunasmahnahmen be­schlossen. Vor allem soll so schnell wie möglich in Amerika eine große Anleihe aus­genommen werden, für die der größte Teil bc-3 Staatsschatzes verpfändet werden soll. Der amerikanischen Rationalbank in Washington sollen die Pfandobjekte übergeben werden.

Exportes. Die Zolltarife wären schon not­wendig als ein Mittel, um zu erträglichen Han­delsverträgen zu kommen; es wäre daher falsch, wenn etwa der Hessische Landtag ertlärte, wir gewähren dem Ausland alles. Don der Sozial­demokratie wäre oft diese falsche Erklärung ab­gegeben worden. Die freie Wirtschaft sei mit allen ihren Konsequenzen zu fordern, daher auch die freie Auslese. Wohl müßten heute manche Tüchtige beiseite stehen, aber auf dem Markte müßte das Prinzip der Auslese durch- geführt werden.^ Die Derbindlichkeitserllärungen von Tarifen wären dem gerade entgegengesetzt. Ohne Vermehrung der Produktion wirke eine Lohnerhöhung nicht als solche, sondern eher als eine Verminderung des Reallohnes. Der Redner verweist dann auf Rußland, wo die Sowjetwirt­schaft vor dem Bankerott stehe und Hilferufe an die Bauernschaft ertönen. Die kleinen Haus­besitzer und andere Volksschichten, namentlich der Mittelstand, hätten, so führt der Redner gegen­über einem sozialdemokratischen Vorredner aus, in der Inflativn schwerer zu leiden gehabt als die Arbeiterschaft. Zur Parität der Derufskammem bemerkt der Redner u. a., daß da Dinge er­örtert würden, die ein Einzelner, der z. D. nicht kaufmännisch geschult sei, nicht beherrschen könne; es dürfe deshalb nicht jemand ohne weiteres die Geschäftsführung einer Kammer bestimmen wollen, ohne verantwortlich zu sein. Zur Ar­beitslosigkeit bemerkt der Redner, daß es gut wäre, wenn ein Arbeitsjahr eingeführt und etwa Meliorationsarbeiten im Dienste der All­gemeinheit durchgeführt würden. Viele öffent- lichen Betriebe feien, wenn sie Steuern be­zahlen müßten, älnterschußbetriebe. Das M i - nift erium für Arbeit und Wirt­schaft könnte ohne Schaden für die hessische Wirtschaft aufgehoben werden. Das Ar- beits losenprob lern sei die entscheidende Frage unseres Wirtschaftslebens. Die deutsche Wirlfchaft könne nur durch Zusammenfassung aller Kräfte wieder aufblühen.

Abg. G a l m (Komm.) wendet sich gegen Ver­suche, e.ne Arbeitsgemeinschaft wieder herzu- stellen; die Wirtschaftskrise werde dadurch nicht aufgehalten. Einer Reihe von Ausführungen der Vorredner tritt der Abgeordnete sodann von kommunistischen Gesichtspunkten au3 in längerer Rede entgegen.