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btorms Werke. Herausgegeben von Theodor Hertel. Kritisch durchgesehene und erläuterte Ausgabe. 6 Bande. Meisterwerke der russischen Bühne. Ausgewählt, übersetzt und eingeleitet von Arthur Luther. Bibliographisches Institut, Leipzig. Die jetzt vorliegenden Bände der großen kritisch­historischen Keller-Ausgabe von Max Nußberger die im Verlage des Bibliographischen Instituts er­scheint, entsprechen allen Erwartungen in der glän­zendsten Weise. In Ausbau und Anordnung zeigt sich die Hand des bewährten Meisters, der nicht nur die gewichtigen Bausteine zum festen, soliden Bau zu fügen weiß, sondern es auch versteht, diesem Bau innere Form, Leben und Seele zu verleihen. Ein tiefgründiger, von Liebe und Verehrung getra­gener Lebensabriß läßt uns Kellers Entwicklung, fein Ringen und Schaffen miterlebend verstehen, stellt in lebensvoller Schilderung den Menschen und Dichter inmitten seiner Zeit, seiner Umgebung dar, überall den großen geistiaen Strömungen, die Keller in sich aufnahm, nachgehend, nirgends die intimen Züge seines eigenartigen Wesens vernachlässigend. Was Nußberger hier bietet, gehört mit zum Besten, was je über Keller gesagt wurde. (Ebenbürtig reihen sich die besonderen Einleitungen zu den einzelnen Werken an. die zusammen mit dem Lebensabriß ein umfassendes Bild des Dichters und seiner Zeit vermitteln. Unter den vielen Ausgaben de.r Werke Hölderlins, die die Wege zu diesem tiefsten Lyriker der deutschen Dichtung bereiten wollen, ist die in der Sammlung von Meyers Klassiker-Ausgaben er­schienene besonders heroorzuheben. Hier zum ersten­mal ist einer Forderung genügt, die sich bei Höl­derlin gebietend und unabweisbar erhebt: der For­derung, zum Erfühlen und Verstehen dieser reinen, großangelegten Dichterseele mit ihrem ergreifenden Ausdruck unendlicher Sehnsucht nach All-Einheit durch einen Dichter hingeführt zu werden. Hans Brandenburg, der Dichter und Deuter ihm geistes­verwandter Dichter, Hot in dieser Ausgabe die­jenigen von Hölderlins Dichtungen und Schriften vereint, die nach Inhalt und Form als der blei­bende Ertrag von Hölderlins Schaffen gelten kön­nen. Seine ausführliche Einleitung über Hölderlins Leden und Werke kann auf lange hinaus als das Bekenntnis unserer Zeit zu Hölderlin gelten. Son- ö reinleitungen zu den einzelnen Werken führen in ihre Entstehungsgeschichte ein, indem sie die Ergeb­nisse der neuesten Hölderlinforschung vor dem Leser ausbreiten. Mit Freuden zu begrüßen sind die drei Bande, in denen Franz und Zaunert das Werk Christian Dietrich Grabbes vor uns aus- breiten. Der Dichter ist während seines kurzen und unglücklichen Lebens und nach seinem Tode so un­bekannt geblieben, mißverstanden, verlacht und be­fehdet worden, daß es endlich einmal an der Zeit erscheint, gutzumachen, zu retten, was zu retten ist, und zu werben für Grabbe über den immer noch kleinen Kreis seiner Gemeinde hinaus. Dem kommen die vorliegenden (wie alle anderen Aus­gaben der Reihe) trefflich ausgestatteten, philo­logisch und literarisch exakt und sachgemäß gearbei­teten Bände in dankenswerter Weise entgegen. In schöner Vollständigkeit hat Hertel den köstlichen Schatz Stormscher Lyrik und Nooellistik in seiner Ausgabe zusammengeschlossen als eine feine und immer wertvolle Gabe für das deutsche Haus. Mit Biographie, Einführungen, kritischem Apparat und in der verlegerischen Ausstattung reiht sich die Edition den Erstgenannten ebenbürtig an. Die gleiche Anerkennung gilt endlich auch dem jetzt vor­liegenden ersten Bande, in dem Arthur Luther in künstlerisch vollendeter Uedersetzung dieMeister­werke der russischen Bühne" dem deutschen Leser und der deutschen Bühne vermittelt. Ausgehend von der klassischen Verskomödie Gribojedows führt er, mit sicherem Verständnis die Höhepunkte der Ent­wicklung heroorhebend, über die realistischen Schau­spiele Pisemskijs und Ostrowskijs, dessen interessan­tes Märchenspiel vomSchneeflöckchen" er gleich­falls mitteilt, zu den Zustands- und Stimmungs­dramen A. Tschechows. In GribojedowsVerstand schafft Leiden" werden wir eingeführt in das Trei­ben der vornehmen Gesellschaft Moskaus im An­fang des 18. Jahrhunderts, in OstrowskijsGe­witter" in das abstoßend düstere Milieu des Kauf­mannsstandes: PisemskijsBitteres Los" schildert das seltsam befangene Leben des russischen Bauern, und TschechowsOnkel Wanja" endlich das melan­cholisch lastende Dasein derIntellektuellen" des ausgehenden Jahrhunderts. Mit dieser Auswahl hat sich A. Luther das schone Verdienst erworben, dem de"tschen Leser ein weites Gebiet russischen Schrift­tums und Ledens zum erstenmal nahe gebracht zu haben. 117

Wirtschaft.

Die Lage des Bergbaues.

3m Hauptausschuh des Preußischen Land­tags machte Handelsminister Schreiber bei der Beratung des Haushalts der Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung über die Verhält­nisse im Bergbau eingehende Mittcilun- gen, woraus der Amtliche Preußische Pressedienst folgendes wiedergibt: -Infolge des Ausbleibens der polnischen Einfuhr in der zweiten Hälfte des Vorjahres stieg die monatliche Förderung von Steinkohlen in Oberschlesien von 950000 Tonnen im Juni 1925 auf 1,3 bis 1,5 Millionen Tonnen. Die Belegschaft wurde von 33 000 auf 42 000 Mann vermehrt. In Niederschlesien stieg die Förderung von 425 000 Tonnen im 3uni auf 509 000 im Januar. Die Lage im R u h r - revier ist dagegen sehr schlimm. 38 Zechen urw 11 Kokereien wurden ganz still gelegt, 62 Zechen und 7 Kokereien in ihrer Förderung wesentlich eingeschränkt. Etwa 80000 Arbeiter und Angestellte wurden entlassen. Die For­derung von Braunkohle in Preußen stieg 1925 gegenüber 1913 von 70 Millionen Tonnen auf 115,1 Millionen. Die freie deutsche Kohlen-- aussuhr stieg von 7,3 Millionen in 1924 auf 13,6 Millionen in 1925. Die Einfuhr ging von 13,2 Millionen Tonnen auf 7.6 Millionen zurück. Der Kalibergbau überschritt 1925 die Vor­kriegsproduktion von 11,1 Millionen Doppel­zentner um 1,2 Millionen Doppelzentner. Die Lage des Metallerzbergbaus entwickelte sich 1925 leidlich. Die staatlichen Bergbaugesell- schoften litten unter der allgemeinen Wirtschafts­krise schwer. Mit einsetzender günstigerer Kon­junktur ist aber bei ihnen mit besseren Ergeb­nissen zu rechnen.

A. Schaafshausen'scher Bankver­ein A.-G., Köln. Der AR. genehmigte die Verteilung einer Dividende von 10 v. H. Der Reingewinn von 2,8 Mill. Rm. wird wie folgt verwendet: 4 v. H. Dividende 1,0 Mill. Rm. Lieberweisung an die Dr. Georg Solmssen Wohlfahrtskasse 47 797,35 Rm. (1047 797,35), Tantieme des Aufsichtsrates 121 621,63 Rm.. 6 v. H Superdividende 1,5 Mill. Rm., Vortrag 146 566, Rm. (1 768 187,63)

Sine neue hessische Anleihe. Der Freistaat Hessen hat an die Darmstädter und Nationalbank, die Deutsche Dank, die Deutsche Vereinsbank, die Direktion der Discontogesell- schaft, die Hessische Landesbank, sämtlich in Darm­stadt, und das Bankhaus Lazard-Speyer-Ellissen in Frankfurt a. M. dreijährige 6,5prozentige Schahanweisungen im Gesamtbeträge von 5 Mill. Reichsmark begeben, die zu 96,5 Prozent zum Verkauf gelangen.

* Der Geschäftsabschluß der Dis- contogesellfchaft. Die Disconwgesellschaft verteilt für das Geschäftsjahr 1925 aus einem Rohgewinn von 57,9 gegen 65,5 Millionen Reichs­mark im Vorjahre und einem Reingewinn von 10,6 gegen 10,7 Millionen Reichsmark wieder eine Dividende von 10 Prozent.

* Keine Dividende beim Nord- d e u t s ch e n L l o y d. In der Aufsichtsratsitzung des Norddeutschen Lloyd wurden die Vorlagen für die auf Montag, 12. April, einzuberufende ordentliche Hauptversammlung festgestellt. 3n der Gewinn- und Verlustrechnung sind als rechnungs­mäßiges Gesamterträgnis einschließlich des Vor­trages aus 1924 in Höhe von 416 319 Reichsmark 22 331 965 Reichsmark ausgewiesen, welcher Be­trag nach Deckung der Unkosten, Steuern usw. Abschreibungen in Höhe von 12 036 090 Reichs­mark ermöglicht, für einen Dividendenvorschlag indessen keinen Raum läßt. Der Restbetrag in Höhe von 474 333 Reichsmark soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

' Arbeiterentlassungen bei Hen­schel & Sohn in Kassel. Wie von zu­ständiger Seite mitgeteilt wird, kommen wegen ungenügender Beschäftigung in diesem Monat bzw. am 1. April rund 1300 Arbeiter zur Ent­lassung, so daß sich die Belegschaft auf 2500 Mann herabmindert.

* Am erika - Anleih e des Groh- kraftwerksMannheim und derPfalz- werke. Das Grohkrastwerk Mannheim und die Pfalzwerke A. G. in Ludwigshafen stehen in aussichtsreichen, durch das Bankhaus Warburg geführten Verhandlungen mit einem Chicagoer Bankhaus zwecks Abschluß einer 7proz. An­leihe von 4 Mill. Dollar. Ein Vorvertrag ist laut F. Z. bereits erfolgt. Den Hauptvertrag hofft man in etwa 14 Tagen zum Abschluß bringen zu können. Das Erträgnis der Anleihe soll den Werkerweiterungen dienen. Die An­leihe soll in Chicago und Neuhork zur Zeichnung auferlegt werden.

* Der Zusammen schluß der süd­deutschen Zuckerfabriken. Die Gemein­schaft süddeutscher Zuckerfabriken teilt dem DHD. folgendes mit: Die heute in Heidelberg in der Verschmelzungssr'ge fortgesetzten Verhandlungen haben zu folgendem Vorschlag geführt: Die Zuckerfabriken Frankenthal, Waghäusel, Stutt­gart, Heilbroftn und O-sstein werden sich in der Weise verschmelzen, daß die Zuckerfabrik Fran­kenthal die anderen Gesellschaften aufnimmt. Mit Rücksicht auf den durch die politischen Ver­hältnisse eingetretenen Verlust wesentlicher Ab­satzgebiete soll die Quote bei Frankenthal er­mäßigt werden. Zu diesem Zweck wird die Zuckerfabrik Frankenthal ihr Stammaktienkapi­tal Im Verhältnis von 5:4 zusammenlegen. Die Aktionäre von Waghäusel, Stuttgart u. Heilbronn erhalten sodann auf ihre Stammaktien im Hm- tausch den gleichen Betrag neuer Aktien der ausnehmenden Gesellschaft. Die Aktionäre der Zuckerfabrik Offstein erhalten in Richtigstellung der seither zu niedrigen Quote auf nominal 1000 Stammaktien nominal 1300 neue Aktien. Nach Durchführung des Beschlusses wird sich das Ge­samtkapital der Geseüschaft auf rund 80 Mil­lionen Mk. belaufen. Die Zuckerfabrik Rhein­gau Worms, auf welche die oben genannten Gesellschaften einen maßgebenden Einfluß aus­üben, bleibt außerhalb der Derschmclzung, doch wird den ausstehenden Aktionären der Zucker­fabrik Rheingau der Umtausch ihrer Aktien in solche der neuen Gesellschaft i n Verhältnis 1.1 freigestellt werden. Die Vorschläge werden den Verwaltungsorganen am 26. März zur Be­schlußfassung unterbreitet werden. Die Haupt­versammlungen der Gesellschaften sind für Ende April in Aussicht genommen. Die Ergebnisse des 3ahres 1924/25 sollen mit Rücksicht auf die derzeitige schwierige Lage der gesamten Zuckerindustrie vorgetragen werden.

Frankfurter Börse,

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers"^

Frankfurt, 17. März. Tendenz: Schwä­cher Die Nach.achtm üo:r die Vertagung des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund und das Scheitern der Genfer Verhandlungen ver­schärfte an der heutigen Börse die An sicher - heit. Wenn auch die Börse über die Tatsache selbst große Enttäuschung bekundet und zunächst sehr deprimiert erschien, so war man doch nicht geneigt, in dem bisher gezeigten Optimismus sich beirren zu lassen. Man hält an der Hoffnung fest, daß im Herbst eine befriedigende Lösung der Angelegenheit gefunden wird. Die Stimmung war daher trotz des Druckes nicht flau, sondern nur zurückhaltend, zumal auch weitere Pu­blikumskreise infolge der außenpolitischen Si­tuation sich vom Geschäft fernhielten. Die Abschwächungen gingen bei den führenden Werten, nur vereinzelt über 3 Prozent hinaus, öie Regel waren 1 bis 2 Prozent. Abgaben erfolgten nur in geringem Umfange, wodurch der Markt eine ziemliche Widerstandsfähigkeit erhielt, zumal das herauskommende Material rasch untergebracht werden konnte. Die Tendenz war nicht einheitlich, denn eine Reihe von Wer­ten konnte ihren Stand behaupten, zum Teil waren sogar leichte Steigerungen zu verzeichnen. Von Montanwerken waren u. a. gedrückt: Mannesmann minus 2,75 Prozent, Rheinstahl minus 1,75 Prozent, Buderus minus 1 Prozent. Von Kaliwerten gaben Westeregeln 1,5 Pro­zent und Aschersleben 1 Prozent nach. Farb­werte waren 1 Prozent schwächer. Stärker gedrückt lagen Holzverkohlung minus 1,75 Pro­zent und Rütgerswerke minus 2 Prozent. Von Elektro akt ien hatten Siemens eine stärkere Einbuße in Höhe von 3,25 Prozent aufzuweisen. Die anderen Werte dieses Gebietes gaben 1 bis 1,5 Prozent nach. Bankaktien bröckelten nur leicht ab. Berliner Handel stärker gedrückt minus 1,75 Proz. Schisfahrtsaltien: Rordlloyd 0,5 Prozent gebessert, Hapag waren unverändert. Auto- und Maschinenaktien gingen 1 bis 2 Proz. zurück. Karlsruher minus 2,5 Proz. Ron Zellst off aktien waren Aschaffenburger um 2,25 Proz. schwächer. Bauaktien gaben eben­falls nach. Wayh u. Frehtag minus 0,70 Proz. Zuckeraktien konnten ihre Aufwärtsbewe­gung fortsetzen. Badische plus 2, Heilbronn plus

0,75, Offstein pluS 1 Proz. Heimische An­leihen waren nur wenig verändert. Aus­ländische Renten lagen mäßig schwächer. Der Markt der Vorkriegspfandbriefe war lustlos. Auch im Freiverkehr waren nennenswerte Tlmsähe nicht zu verzeichnen. Decker Stahl 46, Becker Kohle 51,5, Benz 51, Drown Boveri 68, Growag 55, Ufa 55, ilfra 70 Proz. 3m wei­teren Verlaufe trat eine wesentliche Beruhigung ein, und die Kursverluste konnten infolge etwas gebesserter Stimmung leicht aufgeholt werden, so daß die Notierung zum Teil den Stand von gestern abend wieder erreichte Die schwereren Werte setzten dagegen die Abwärtsbewegung fort, Privatdiskonten 5 Proz. Monatsgeld je Adresse 6,25 bis 8 Proz. 3m Devisen verkehr lag Paris gegen London schwächer mit 135,. Brüssel, London und Berlin lagen unverändert

Börsenkurse.

Dalum:

5% Deutsche Ncichsanlethe 4% Deutsche Reichsanleiye 3Vs°/o Deutsche Reichsanlethe 3% Deutsche Reichsanleihe Deutsche Svarprämienanleihe 4% Preußische KonkolS . 4% Heuen ....

3/2% Helfen ... 3% Hetten...........

Deutsche Wertb. Dollor-Anl. dto- Doll -Schatz-Slrureikug.*)

4e/0 Zoll türmen........

5°/0 Goldmerikaner ... .

Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Pnvat-Bcmk Darmst. und Nationalbank Deutsche Bank Deutsche Vereinsbank .... Disconto Commandit Metallbank Mitteldeutsche Creditbank. Ocsterreichische Kreditanstalt ' Weltbank .......

Lochumer Guß ......

Buder.is .....

Caro Deutsch-Luxemburg ..... Gelsenkirchener Bergwerke. Harpener Bergbau . ... Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahüttc ..... Obcrbedarf . ....... Phönix Bergbau ..... Rhcinnabl ...... Ricbec! Montan. .....

TelluS Bergbau.....

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . .

Lheramischc Werke Albin stenicntwcrk Heidelberg . , Philivv Holzwurm . . , .

Anglo Cont -Guano . ... Chemische Mäher Alapin . . I G Iarbenindustrte, A.-G. Goldsümidt Holzverkohlung Rütgerswerke Schcideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann ..... Mainkrastwerkc ...... Schuckert Siemens & Halske ..... Adlerwerke Meyer ..... Snintlcr Motoren. ..... Hehligenstaedi .

Reauin

Motorenwerke Mannheim

Frankfurter Armawren . . Konservenfabrik Braun .

Metallgescll chaft Frankfurt .

Pen Union A.-G Schuhfabrik Hem ... Sichel .

Wellston Waldhoi. ....

Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel

Frankfurt a-M.

Berlin

Schlu,- Kurs

1-Ubr. Kurs

Schluß. 6nr«

Anfang bl.-

16. 3 |

17.3.

16 3

17 3

0,395

0,375

0,3875

0,375

0,38

0,3725

0,360

0,38

0,3675

0,4.50

0.465

0,462

0,230

-

0,235

0,360

0.375

0,370

0,39

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0,340

0,37

_

100

96,1

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11,55

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38,75

<

154

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111,7*

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0,04

0,041

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48,25

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42,4'

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101

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123,5

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124

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132,5

131

131,5

131,5

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34.9

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56

147,25

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92,25

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85,9

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85,12

85,13

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M,5

82,25*

109,25

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108

106,7*

52,5

50

50.25

49,25

51

50

51

48,9

27,75

32,5

34,25

20

_

42,5

96,5

-

74,5

74

30

29,5

5,9

... -

110.25

110

111,75

110,25

47.5

48

48,5

53,25

56

Devisenmarkt BerlinZrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Banknoten.

16 März

17 Mär;.

Amtliche Roti rung

Amtliche Rotieruna

Geld

Brie'

1 Geld

1 Brief

AnM.°Utou

Buen-Aire^

160,07

160,49

168.07

168,49

1,608

1,612

1,634

1,638

Brff. Amw

17,38

17,42

17,04

17,58

Gbriftfanta

90.74

90,96

90,17

90,39

Kop.'nKna.'n

109,91

110,19

109,91

110,19

Stockholm

112,36

112,64

112,36

112,64

Helfingfors

10,555

10,695

10,555

10,595

Italien. .

16,80

16,8-1

16,83

16,87

London -

20,289

20,441

20,389

20,441

'.'teuvork .

Tcri4. .

Schweiz -

4,195

4,205

4,195

4,205

15,135

15,175

15.055

15,075

80,735

80,935

80,74

80,94

öaidcn

59,09

59,23

59,07

59,21

Jcwan . .

1.904

1.908

1,900

1,904

'N Io de Ian Wien in D -

0,610

0,612

0,607

0,609

C eit. abgeil

59,18

59,32

59,18

59,32

Prag >

12,416

12,456

12,417

12,457

Belgrad .

7.375

7,395

7,38

7,40

Budav.-ll

5,875

5,895

5,575

5,59..

Bul arten

3,015

3,025

3,003

3,UOi

Vfiabon

Tanüfl -

21.255

21 305

21,275

21,325

80.87

81,07

30,87

81,07

5. onit ntm Sithen

2,18

2,19

2,175

2,185

5,84

5,86

5.85

5,87

Kanada.

4,18

4,19

4.18

4,19

Uruguat)

4,275

4,285

4,255

4,265

Berlin. 16 März

Geld

Brie'

Amerikanische Violen .....

4,187

4,207

belgische Roten .....

17,32

17,40

Däunche Roten ......

109,58

110 12

^nalische Noten ......

20,364

20,461

^französische Roten .....

s 15,215

15,295

Holländische Noten ....

167,78

168,6.

<4t.lienische Roten .....

16,86

16,9:

Norwecm'che Noten . ....

90,62

91,0.

Deutsch-Oesterr , ä roo Kronen

59,08

59,38

Riiinäinsche Roten ....

1,76

1,8ii

rLchwedische Noten.....

112,04

112,60

Schweizer Roten .....

80,62

81,02

Svanische Raren ......

59,07

59,37

Tschechoslowakische Noten . .

12,38

12,44

Unaarische Noten . . .

5,832

5,872

Berliner Börse.

IEigener Drahtberich! des .Gießener Anzeigers".)

Berlin, 17. März. Die Aufmerksamkeit der Börse war heute noch fast vollständig von den außenpolitischen Ereignissen in Anspruch genom­men. Die Nachrichten von dem Fiasko in Genf und der Vertagung der aufgeflogenen Konferenz bis zum Herbst wirkte stark verstimmend und führte zur Lösung von Hausseengagements, die im Ver­trauen auf eine Einigung eingegangen worden roi cen. Die Tendenz war daher matt. Montan-, Kali-, Schiffahris-, Elektroaktien und fast sämt­liche Terminpapiere eröffneten 3 bis 4 Prozent schwächer. Die Rückgänge dürften auch zu einem Teil damit Zusammenhängen, daß die Spekulation sich mehr dem K a s s a in a r k t c zuwandte, wo einige sog. billige Werte schärfer gesteigert waren. Die Tendenz war hier allerdings nicht so einheit­lich fest wie an den letzten Tagen, da infolge der Steigerungen vielfach Gewinnrealisatio­nen vorgenommen wurden. Nach der flauen Er­öffnung der variablen Märkte wurde später von den Banken Material ausgenommen, so daß weitere Kursverluste vermieden wurden. Im De­

visenverkehr notierte Brüssel gegen London anfangs 117,5, gab aber später auf 120 nach. Im Anschluß hieran schwächte sich auch Varis gegen London weiter ab auf 135, 90. Nordische Valuten lagen ebenfalls etwas schwächer. Am Geldmarkt dauert die Flüssigkeit an. Tägliches Geld 5 bis 6,5 Prozent, Monatsgeld 6 bis 7 Prozent.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt <l M., 17. März. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 26,50 bis 26,75, Roggen, inländ. 17,50, Sommergerste für Drau- zwecke 20 bis 24, Hafer, inländ. 19,25 bis 19,50, Mais, gelb 17,50 bis 18, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 40,50, Roggenmehl 25,75 bis 26, Weizenkleie 9,25 bis 9,50, Roggenkleie 10 Mk. Tendenz meist nachgebend.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 16. März. Die Stimmung im Berliner Produktengeschäft war heute für Wei­zen trotz der ziemlich flauen Weltmarktpreise und vor allem des sehr schwachen gestrigen Liverpooler Schlusses stetig. Per März bestand für ziemlich starke Deckung Begehr und da an­dererseits heute Ware kaum an den Markt ge­langt, bot dieses Moment dem Markt eine nicht zu unterschätzende Stühe. Roggen allerdings weiter gedrückt. Hier wirkt ziemlicssBeträchtliches Angebot aus der P rovinz preissenkend. In Gerste findet die Nachfrage nach besten Sorten immer weniger Befriedigung. Hafer ruhig. Mehl nach vereinzelten ^Umsätzen am gestrigen Nach­mittag wieder stiller. Im Lieferungsgeschäft er­öffnete Weizen per März und Mai mit 267 auf der Vortagsschlußbasis, Juli-Lieferung um 50 Pfennig auf 267.50 nachgebend. In Roggen kamen nur auf etwa 2 Mark ermäßigtem Niveau Timsätze zustande. März etwa 167,50, Mai 177.50, Juli 182,75. Hafer fester. Mais nach dsn zwei festeren Tagen stiller. Es notierten pro Tonne: Weizen (märt) 250 bis 257, Roggen (märt.) 154 bis 158, Gerste (märf.) 166 bis 190, Futter­gerste 138 bis 152, Hafer (märf.) 162 bis 172; pro Doppelzentner: Weizenmehl 32,50 bis 36, Roggenmehl 22,50 bis 24,50, Weizenkleie 10,10 bis 10,20, Roggenkleie 9 bis 9,20, Viktoriaerbsen 25 bis 31, kleine Speisee'.bfen 23 bis 25, Futter­erbsen 19 bis 21, Peluschken 20 bis 21, Acker­bohnen 20 bis 21, Wicken 23 bis 25,50, Lupinen (blau) 11,50 bis 12,50, Lupinen (gelb) 14 bis 14,50, Serradelle (alt) 16 bis 21, Serradelle (neu) 25 bis 29, Rapskuchen 14,50 bis 14,70, Lein­kuchen 18 bis 18,50, Trockenschnitzel 8,30 bis 8,60. Kartoffelflocken 13,70 bis 14, Sohaschrot 18,40 bis 18,60.

Auß dem Amtsverkrrndiqungsbtatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt R r. 22 vom 16. März enthält: Wahlen zum Provinzialtag. Abgang der Landgestütsbe- schäler nach den Deckorten. Belehrung über Viehseuchen. Feier aus Anlaß der Auf­hebung des Seminars für Volksschullehrerinnen zu Darmstadt. Feldbereinigung Aliendors a. d. Lda Backordnung der Gemeinde Saasen. Dienstnachrichten.

Ein^andt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) eicht aus der Lahnbrücket

Die Bewohner über der Lahn ersuchen hiermit um bessere Beleuchtung der Lahn- brücke. Früher waren auf der Brücke drei Lam­pen angebracht, jetzt keine einzige. Es wäre sehr erwünscht, daß die zuständige Behörde sich selbst von der Notwendigkeit einer einwandfreien Beleuchtung überzeugen würde.

Viele Bewohner jenseits der Lahn.

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Italienische Gastspiele in Darmstadts

DieProvinz" und vor allem wir Oberhessen merken von der Existenz einesHessischen Lan­des theaters" meist nur etwas aus den Berichten von den Etatsberatungen des Landtags, wo aller, dings seit geraumer Zeit der Haushalt des Landes- theaters zu eifrigen kulturpolitischen Debatten An­laß gibt. Daneben werden von verschiedener Seite gewöhnlich auch die hohen Kosten bemängelt, die die Erhaltung eines Landestheaters für den Staat bedeutet, die um so mehr angefochten werden, als ja nur ein sehr enger Kreis von hessischen Steuer­zahlern die Darbietungen des Landestheaters regel­mäßig besuchen kann, seitdem das Theater nun schon seit Jahren in der Provinz sich auch gast­spielweise überhaupt nicht mehr sehen läßt. Und wenn nun einmal ein armer Bürger aus der Pro­vinz in die Hauptstadt pilgert, hört er mit Er­staunen von mehrtägigen Gastspielen auswärtiger Künstler, die wie Anne R o s s e l l e in derBo­heme" italienisch singen, noch nicht einmal gut nach maßgeblichem Prooinzurteil. Ganz ab­gesehen davon, daß es angesichts der politischen Lage manchem schwer fallen möchte, gerade in diesen Tagen italienische Künstler auf deutschen Duhnen zu sehen, fragt sich doch der Steuerzahler mit seinem beschränkten Untertanenoerstand, woher das Landestheater die Mittel nimmt, um ein der­artiges Gastspiel zu finanzieren, und wo der nach den Zugeständnissen des Finanzministers vor dem Ruin stehende hessische Staat bleibt, der für die Bühnen der Provinz kein Geld übrig hat, beim Landestheater jedoch gewiß recht kostspielige Operngastspiele zuläßt. 8.

Rundfunk-Programm

des Frankfnrtsr Senders.

(Aus derRadio-Tlm^chau".)

Donnerstag, 18. Marz:

3,30 bis 4 Ahr: Die Stunde der Jugend (für Kinder vom 7. Jahre ab). 4,20 bis 5,45 ilfjr: Konzert des Hausorchesters: R. A. Rimsky-Kor- sakow. 5,45 bis 6,10 Ahr: Die Lesestunde: Aus denBriefen aus der französischen Revokation von Rtzt'.f de la Dretonne". 6.15 bis 6,45 llfjr: UeBertragung von Cassel: Ernst Krenek, musika­lischer Beirat am Staatstheater Kassel, spricht Über ideologisches und phänomenologisches Theater. 6,45 b:s 7,15 älhr:Die Finanzpolitik de-r Gemeinden". (Zur Beratung des neuen Haus­haltsplanes der Stadl Frankfurt a. M.) Vortrag uon Prof. Dr. Trumpler, gefchäftssührender Syn­dikus der Industrie- und Handelskammer Frank- furt a M.-Hanau. 7,15 bis 7,45 Uhr: Italieni­scher Sprachunterricht. 8,15 bis 9,15 Uhr: Ueber- tragung von Kassel: Jugendstunde. 9,15 Uhr: vjuö.tr^ Ehe", Drama in drei Akten von Peter Nansen. Anschließend bis 12 Uhr: Übertragung aus Berlin: Tanzmusik der Kapelle Esim Schach­meister.

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