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dem Kriege innegehabte Stellung wieder zurückzuerobern. Auf den des Redners und des Ortsgruppen^

lich, seine vor im Welthandel warmen Appell Vorsitzenden mit des Seevereins

der Aufforderung zur Unterstützung

___ traten eine größere Anzahl neuer Mitglieder der Ortsgruppe bei. Die anschauliche Schilderung einer Sturmfahrt an Bord desWolf" im Herbst 1881 beschloß die lehrreichen Ausführun­gen des Vortragenden, dem reicher Beifall zuteil wurde. Am Sonntagabend veranstaltete die

vorbringt. Aehnlich wirkt dieTrauernde" aus glei­cher Zeit. Das Figürliche und das seelisch Aus- zusprechende im Körperlichen lebt in sparsamster Komponierung großer, auf ein einfachstes Maß -ge­brachter plastischer Komplexe.Lethargie" und Avollino" zeigen fidi als klare Stationen auf diesem Weg. Völlig anders (schon in der Material behandlllng), von der Reife eines schweren Erlebens geadelt, der Soldatenkopf anno 1916, eine sehr gute Arbeit, innerlich noch weit ab etwa von derKon­struktion des ruhigen Stehens", acht Jahre später. Ebenso vom Ausgangspunkt und Ende gleichmäßig entfernt eine höchst lebendige, getönte Maske von 1914 (die der Kunstverein erwarb) und das Modell zum Kriegerdenkmal in Eberstadt", 1923, das vor allem kompositionell sehr interessant ist in der fast geometrisch-plastischen Anordnung und Ge- wichtsausgleichung der Figur. (Man beachte die durch Oberschenkel und Unterarm betonte Diagonale ober das raumfüllende Vortreiben des gewinkelten linken Beines). Im ganzen wird man jedenfalls ge­spannt fein dürfen, wie der Weg dieses Plastikers weiter verläuft. Don Carl Fries sieht man im wesentlichen neuere Arbeiten, und zwar abgefefym von einem frischen Selbstbildnis und einem kraft- dollen Herrenporträt (Dr. von Bentheim), übrigens auch von einem koloristisch delikat und apart behandelten Stilleben roter und weißer Rosen vor lichtblauem fflrunb eine größere Anzahl unter­schiedlichster Landschastsmotive. Eine ganze Reihe

sind und die Ausstellung der Einheimischen er­weitern. Zunächst K. Bartels (Donaueschingen), dessen drei Landschaften in merkwürdiger Wieder- lehr den gleichen, eigentümlich aus ineinander- sließendem Blau und Grün zusammengesetzten Ge- samtton festhalten. Dann der Freiburger Stefan Kölble, dessen Qualitäten im landschaftlichen Freilichtstück nm prägnantesten aus ein paar klei­neren Stücken abzulesen sind, etwa aus demSom­mer im Breisgau" und dem miniaturhaftenNeu- schnee auf dem Kandel". Endlich Wilhelm Friß (geborener Berliner, seit Jahren als Maler und Architekt in dem weltabgeschiedenen kleinen Städt­chen Arneburg an der Elbe) der von den Auswär­tigen am umsangreichsten vertreten ist. Auch er bc^ vorzugt nach dem, was hier zu sehen ist, die Land­schaft. Und zwar neigt er ebenso dem großen, deko­rativ gefaßten Ausschnitt zu (Königssee",Arne­burg"), wie bem intimen, malerischen Architektur - winkel (Treppensteig"). Das Städtebild und die kompositorische Verschmelzung von Architektur und Landschaft scheinen ein Lieblingsthema dieses Ma­lers zu sein. Es sei auch an dieser Stelle noch­mals aus die Besuchszeiten hingewiesen; die Aus­stellung ist zugänglich bis 14. März Sonntags, Montags, Mittwochs und Freitags von 11 bis 1, außerdem Mittwochs von 3 bis 5 Uhr.y

fragen entsprach dem in weiten Kreisen vorhan­denen Bedürfnis nach Aufklärung über dieses strit­tige Gebiet. Das zeigte der starke Besuch aus den Kreisen der hiesigen Geschäftswelt und Gewerbetrei­benden. Der Syndikus der Handelskammer Fried­berg, Dr. Gäbel, berührte in feinem eingehen­den Vortrag alle steuerlichen Fragen und Angelegen­heiten, die für die obengenannten Berufsstände in Frage kommen. Besonders verbreitete er sich über Vermögens- und Umsatzsteuer, sowie die Steuer vom bebauten Grundbesitz. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Aussprache, in deren Verlauf zahlreiche Fragen an den Redner gerichtet und geklärt wurden. Der auf Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe des Deutschen Seeoereins im Stiebeling- fd/en Saale stattgehabte Vortrag des Admirals Jacobsen, zu dem auch der Vorsitzende des Lan­desausschusses für Hessen, Major Volkmar Darm­stadt, erschienen war, erbrachte durch zahlreichen Be­such aus allen Kreisen unserer Bevölkerung den Be­weis, daß bas Interesse für unsere Flotte im Volke noch wach ist. Admiral Jacobsen sprach über Persönliche Erlebnisse mit dem alten Kanonen­boot Wolf in China". Reben diesen mit großem Interesse angehörten Erinnerungen sprach der Ad­miral begeisternde Worte über Ausgabe und Ziel des Deutschen Seevereins, der das Erbe des Deutschen Flottenvereins ausgenommen habe. Dabei betonte er besonders, daß der Deutsche Seeverein als eine überparteiliche Organisation zu betrachten sei, die alle Stämme, Stände und Be­kenntnisse in sich vereinigen wolle. Er erstrebte in erster Linie die Schaffung einer eigenen deutschen Handelsflotte. Rur dadurch sei es Deutschland mog-

9 te Ben fca in, 16. Febr. (WSA.) 3n un­serem am Fuße de« Oberwaldes gelegenen, über 700 Seelen zahlenden Orte waren im Jahre 1 925 nur zwei TodeSsälle zu verzeichnen. Es leben noch eine Greisin mit 92 Jahren, etwa 10 in den 80er und zirka 25 in den 70er Jahren. Von zwölf im Jahre 1863 geborenen, also 63 Jahre alten Leuten, (eben noch elf. Mehr kann man von einem Luftkurort nicht verlangen.

Starkenburg.

* Darmstadt, 16. Febr. Au» Anlaß des 7 0. Geburtstages des langjährigen und verdienstvollen ehemaligen Landtagsabgeordneten der Deutschen Volks Part ei in Hessen, Bürgermeister Oefouomierat Hahn in H c f) - loch, sandte der Landesauslchuß der D. V. P. von seiner Frankfurter Tagung folgende Gluck­wunschdepesche.Dem altbewährten treuen Freunde senden zam 70. Geburtslage Partei­leitung und Landesauslchuß, Reichötagsabzeord netcr Dr. Decker und die gesamte Landtags- fraftion der Deutschen Volkspartei Hessens in dankbarer Verbundenheit herzlichste Glückwünsche. Singelbet), Kollbach."

Offen bad), 16. Febr. <WSR.) Wie jetzt erst bekannt wird, sind vor einigen Tagen zehn Dienen stände des Offenbacher Bienenzucht Vereins erbrochen und daraus große, als Die nensutter bereitgestellte Mengen von Mucker g c stöhlen worden. Der Kriminalpolizei ist es inzwischen gelungen, als Täter den 27jährigen Arbeiter Leonhard Krings aus Langen zu ve.rh asten, der erst Anfang Februar aus dem Preungesheimer Gefängnis entlassen wor­den war.

Oberhessischer Kunstverein.

In der Ausstellung am Brandplatz, über deren Er­öffnung wir bereits berichtet haben, interessieren nicht nur aus lokalen Gründen die beiden einheimischen .Künstler, zu deren Jubiläum ja diese Veranstal­tung als eine besondere und persönliche Ehrung und Würdigung gedacht ist, an erster Stelle. Bei Köd- hing, dem Plastiker (der übrigens ebenso wie Fries zugleich ein Lehramt an der Landes-Uni­versität inne hat) ist an den hier ausgewählten und zusammengestellten Arbeiten sehr reizvoll Stu­fengang und Wandlung in der künstlerischen Ent­wicklung abzulesen. Etwa von den gutgearbeiteten, akademisch korrekten Porträtbüsten um 1902 bis zu den konstruktivistischen Kompositions- und Bewe­gungsstudien (um 1924), zu einer nahezu entmate­rialisierten, absoluten Plastik, die eine möglichst vollkommene Loslösung vom Stofflichen anstrebt, auf der Suche nach einer Endgültigkeit, die an keinen Zweck mehr gebunden ist. Höhepunkte (künst­lerisch gesehen) scheinen uns zwischen diesen Extrem­polen zu liegen. Wenn man rückwärts geht, vom jetzigen Stande der Entwicklung, etwa in derEr­schreckenden Frau" (1921), wo einerseits die an­gedeutete Loslösung vom Materiellen noch nicht so schroff vollzogen ist wie in jenen neuesten Arbeiten, und andererseits eine bewußte, stilisierende Reduzie­rung allen Beiwerks eine ungemein eindringliche Einfachheit und ausdrucksstarke Liniensprache her-

dieser Bilder gruppiert sich natürlich aus nahe­liegenden Gründen um die Stadt Gießen, ist in der Bildwirkung bestimmt und ausgezeichnet durch den eigentümlichen, oberhessischen Landschnstscharakter. Vor allem ein großformatiges, Helles und weit­sichtig behandeltes Stück, das sich im Besitz der Stadt Gießen befindet und übrigens an gewisse Bilder von Burger erinnert, wäre hier zu nennen. Aon intimerem Reiz aber ist für unser Empfinden eine Gruppe kleinerer, örtlich nicht genauer fest­gelegter Landschaften. Wir denken hier in erster Linie an den stark linear gehaltenenSommertag", der ein ausgesprochenes Gefübl für die Weite und liefe im Landschaftsraum überraschend dokumen­tiert. (In keinem anderen Bilde, soweit wir sehen konnten, springt dies so ins Auge.) Dann aber auch rein koloristisch- vor allem derHerbst" mit seinen sehr leuchtkrastigen und trotzdem merkwürdig ge­deckten und verhaltenen Farben, ober die .Kirsch­blüte", die der Kunstverein angekaust hat, in sehr prezibs abgestimmten Lokaltönen aud) derHerbst nebel", ein Vorsrühlingsbikd, oder, mit leidenschafi- bdjeren Mitteln derAbend im Niddertal" (Privat­besitz). Allzu versteckt mit Unrecht endlich das lebhaft belichteteKornfeld in der Ernte". Eine Handvoll graphischer Blätter (in Kohle und Kreide) runden das Bild vom Schaffen dieses Malers er­freulich ab. Im vorderen Teil des Saales find Delgcmälbc und Aquarelle von drei auswärtigen Malen, untergebrad)!, die beim Kunstverein zu Gast

M Yestpredigt hielt und Dekan Gußmann- Klrchoerg den Verein und die Gemeinde im Namen des Dekanats und der Kirchenregierung beglück- wünschte. Der Verein unter Leitung feines lang­jährigen Dirigenten, Lehrer Walter, hier, sang zwei wundervoll zu Gehör gebrachte Chore, dar­unter einen Doppelchor, die 1. Schulklasse ein mehr­stimmiges Lied. Am Abend feierte der Verein einen sehr schönen Familienabend in Mills Saal, der bis zum letzten Platz besetzt war. Hier wechselten Ge- fongsoorträge des Vereins, die zeigten, daß der Verein sowohl in der Pflege des Choralgesangs wie der des geistlichen und weltlichen Volksliedes auf der Hohe stehl, mit Ansprachen des Vereinsvor- sitzenden, Pfarrers Böchner, hier, des Bürger­meisters Will im Namen der passiven Mitglieder und des Kirchenoorstandes, und des erstmaligen Der- cinsbirigenten, Lehrer Kurz- Mainzlar, der nut zu den einstigen Begründern des Vereins gehört. Die Grüße und Glückwünsche der Evang. Kirchenae- sangvereine des Dekanats Gießen und des Hessi­schen Hauptoerbandes Überbrachte mit zu Herzen gehender Rede Pfarrer S t a u b a ch - Watzenborn. Zwei von den Herren W. Kehr und W. Ruhn, sowie den Damen M. Am end, A. B o ch n e r imd M. Kehr flott gespielte Schwänke von Hans Sachs,Der fahrende Schüler vom Paradies" und Der tote Mann", trugen sehr zur Hebung der Feier bei. Die Pausen füllte die Kapelle Becker von hier mit passenden Bioiin- und Klavierstücken aus. Bei den im Gemeindewald stattgefundenen Brenn Holzversteigerungen wurden recht erhebliche Preise erzielt: 2 Raummeter Buchen- fcheiterholz kamen auf 3588 Mk., 2 Raummeter Buchenknüppel 2832 Mk. usw.

' Hausen, 16. Febr. Bei guter Beteiligung der Mitglieder fand die Generalversammlun des G e- fang Vereins Germania im Vsreinslokal bei Gastwirt Dörr statt. Aus dem Jahresbericht war zu ersehen, daß der Verein auf ein schweres, aber erfolg­reiches Jahr zurückblicken kann. Rach der Rechnungs­ablage wurde dem Rechner Entlastung erteilt. Bei der Vorstandswahl wurde der gesamte alte Vorstand wiedergewählt. Nach Erledigung von kleineren Ange­legenheiten schloß der Vorsitzende die Versammlung. Der Verein steht unter der Leitung des Chormeisters G o r l a ch (Gießen) auf achtbarer Höhe.

is. Steinbach, 16. Febr. Auf Einladung des hiesigen Kriegervereins hatten sich die Mitglieder am Sonntagabend mit ihren Ange­hörigen im Saale von Ludwig Hahn 11. vollzählig zu einem Familienabend eingefunden Der Vor­sitzende Heinrich Keßler VI. begrüßte die Erschie­nenen, insbesondere den Bezirksvorsteher vom Hafsia-Bezirk Gießen, Prof. Dr. Kraemer, so­wie den Kameraden Steuersekretär Krämer vom Kriegerverein Gießen, einem geborener Stein­bacher. Nach einem Prolog von Vorstandsmitglied Schuhmachermeister Bal f er:Deutschland er­wache", wurde das Deutschlandlied gesungen. Hier­aus ergriff Prof. Dr. Kraemer das Wort. In seinen Ausführungen gedachte er der Treue und Kameradschaft des Kriegervereins Stcinbdch, der auch in der kritischen Zeit fortbestanden und im letzten Jahre sein goldenes Jubiläum feiern durfte. Er ermahnte die Kameraden, aud) fernerhin dem Vaterland Treue zu bewahren, im Unglück erst recht. Im Auftrage des Hassia-Verbandes über­reichte er einen silbernen Fahnennagel. Ferner erhielten aus seiner Hand vier Kameraden das Abzeichen für 50jährige Mitgliedschaft, 16 für 40jährige und 10 für 25jährige. Polizeidiener Schäfer dankte im Auftrag der Geehrten, der Vorsitzende im Auftrage des Vereins. Ansd)ließend gab Steuerfefretär Krämer Bericht über den 1. Reichskriegertag in Leipzig, sowie über das Völkerschlachtdenkmal. Zum Schlüsse gab er noch einige heitere Deklamationen zum Besten, die freu­dig aufgenommen wurden. Mit einem kurzen Schlußwort des Vorsitzenden fand der Abend feinen Abschluß.

ri. Lid), 16. Febr. Ein stets wieder von un­seren Gemeinden mit Freuden begrüßter Gast, Reise­prediger Chri st fried Wie m er von der Herrn­huter Brüdergemeinde, kehrte am Sonntag in un­serer Stadt ein. Herr Wiemer reift nun bereits seit 25 Jahren durch unser Oberhessen: unterbrochen wurde diese Zeit nur vor einigen Jahren durch eine vorübergehende Tätigkeit in Polen, die aber durch die Unfreundlichkeit der Polen, die die Verlängerung seines Pasies verweigerten, bald wieder beendigt werden mußte. Wiemer hielt Sonntag vormittag in Nieder-Bef singen und am Nachmittag in der hiesigen Marienstistskirche Predigten, in denen er ein anschauliches Bild von den Kämpfen und Siegen auf dem die ganze Welt umspannenden Missions­gebiet zeichnete. Dieses große Missionsgebiet führte er am Abend im Gerncindesaal in farbenprächtigen Lichtbildern vor die Augen. Bei dieser sehr gut besuchten Veranstaltung, wie auch am Nach­mittag in der Kirche wirkte der hiesige P o sau­ne n ch o r unter Leitung von Stistsdechant Lenz mit. Am späten Nachmittag hatte Herr Wiemer die Lichtbilder einer zahlreichen Schar von Kindern vorgeführt. Ein stattlicher Betrag von freiwilligen Liebesgaben für die Mission zeigte, daß es der Red­ner verstanden hatte, die Herzen für das Werk der Brüdergemeinde warm zu machen. Von hier begab sich der Redner in die We11ernn, um dort in den Gemeinden zwischen Lick; und Butzbach Vor­träge zu halten.

> Holzheim, 16. Febr. Nachdem in der letzten Gemeinderatssitzung die Mittel zur Einfüh­rung des K o ch u n k e r r i ch l s in dem letzten Schul­

Freiwillige Feuerwehr im Saale des Löwen" einen Theaterabend, der sich eines guten Zuspruchs erfreute. Nack) der Begrüßung durch den Kommandanten Christian Braun, erfolgte die Aufführung von drei Einaktern, die infolge ihrer guten Einstudierung und Wiedergabe großen Beifall fanden. Die Pausen wurden ausgefüUt durch flotte Weifen der Feuerwehrkapelle. Im weiteren ©erlauf des Abends überreichte Bürgermeister Müller dem Kirchendiener B i c g c r in Anerkennung feiner 25jährigen Mitgliedschaft mit ehrenden Worten ein Ehrendiplom nebst Medaille. Die Veranstaltung schloß mit dem üblichen Tanz, der die Besucher noch lange beisammen hielt. Am Sonntagnachmittag fand im Bergwirtshause unter dem Vorsitze des Bundesdirigenten, Lehrer Strossinger - Ober- Lais, eine Dirigentenbesprechung statt, die fid) u. a. beschäftigte mit der Festsetzung des Wer lungschores für das im April in Volkartshain statt­findende Wertungssingen des Vogelsberger Sän­gerbundes. Man einigte fid) auf den ChorEin­kehr" (Im Krug zum grünen Kranze) von Zöll­ner. Außerdem wird jeder Verein einen Pflichtchor fingen. Zum Wertungsrichter wurde Kantor S a m- per- Darmstadt bestellt, der bereits zugefagt hat.

)( Rupperts bürg, 16. Febr. Als letzter der hiesigen Vereine hielt auch der Rad­fahrerverein im Saale des Gastwirts Schlörb seine Abeirdunterhaltung ab, die sehr gut besucht war. Sie wurde mit einer kurzen De- grühung^anfprache des Vorsitzenden Wilhelm Paar eröffnet. Im Mittelpunkt des Programms stand das TheaterstückRur ein Dauer", ein heiteres Volksstück in drei Aufzügen. Daneben kamen noch heitere Stücke zur Aufführung. Alle Mitfpielenden gaben sich die größte Mühe, ihren Rollen gerecht zu weichen.

§ Ulrich stein , 16. Febr. Unsere (9 e - meindejagd wurde an Svarkassen-Rechner Meiski zu 461 Mk. meistbietend verpachtet. Die Jagd kostet jetzt 140 Mark weniger als bisher.

Freienseen,. Febr. Die Ausführung unserer Turnhalle ist rüstig vorgeschritten. Ende dieses Monats beginnt bereits die innere Einrichtung. Die Weißbinderarbeiten, wie auch die Schreiner- und Schlosferarbeiten sollen sofort in Angriff genommen werden. Der Bau stellt sid) auf dem mit herrlichen Lindenbäumen bestandenen Hügel desHeilluch", an dessen Ostseite das stim­mungsvolle Ehrendenkmal steht, sehr ftattlidj bar. Gegen 50 Quadratmeter Fenster werden hergestellt; die Lichtanlage wird gegen 25 Brennstellen um­fassen.

Mrciö Lauterbach.

sl. Lauterbach, 16. Febr. In der Ver­sammlung deS hiesigen Dienenzüchterver­eins hielt der Vorsitzende, Lehrer Mink, einen lehrreichen Vortrag über das Thema:CSie er­ziele ich starte Völker." Aus dem reichen Schah seiner Erfahrungen gab er besonders den jün­geren Imkern manche TLinle. Im Verlauf der Versammlung wurde auch ein Fall bekanntgege- bcn, wo ein Dereinsmitglied durch die Haft­pflichtversicherung vor großem Schaben bewahrt wurde. Einem anderen Mitglied auS der Friedberger Gegend will der Hauptverein zwei Deuten schenken, da dieser Imker durch Auftreten der Faulbrut gezwungen war, seine sämtlichen Völker samt Beuten zu vernichten.

Preußen.

Kreis Wcülar.

XX A tz l) a Cb 16. Febr. An, Sonntagnach- mittag wurde hierselbst ein Gerätewettkampf zwischen den Turnvereinen Dorlar, Kin­zenbach und A tz b a ch ausgetragen. Unter Lei hing von Turn wart August M a n b l e r treuen tret Riegen von je 5 Mann zum Wettbewerb an. Es wurden je 2 Kürübungen an Reck, Barren, Pferd und eine Kürfreiübung von den Vereinen zur all­gemeinen Befriedigung vorgesuhrt Während der Verein Dorlar infolge seiner meist jungen Mann schast den Anforderungen kaum gewachsen war, stellte der Verein Kinzenbach bessere Kräfte. Den Siegerpreis erlangte der hiesige Turnverein mit 812 Punkten, mähend Kinzenbach 808 Punkte und Dor lar 765 davontrug. Als Einzelpreisträger seien er wähnt Wilhelm Bep 1 er - Kinzenbach und Wilhelm Brück- Dorlar mit je 180 Punkten, Fritz Geier Atzdach 176 Punkte, Fritz Becker- Atzbach 173 Punkte und Georg B e p l e r Kinzenback) 169 P.

!! Cleeberg, 16. Febr. Bei der im hie figen Gemeindewald ftatlgefunöenen 9! u tz - und Vrennholzversteigelung hielten sich die Preise für Nutzholz wesentlich geringer. So wurden für Nadelholz-Stangen 1. Kl. pro Stuck 1,50 Mk., 2. Kl. pro Stück 1 Mk., 3. Kl. pro Stück 35 Pf., 4. Kl. pro Stück 6 Pf. und 5 Kl. pro Stück 5 Pf. gezahlt. 100 Buchendurchforstungswellen erlangten den stattlichen Preis von 35 Mk., und für Nadel Holz-Scheiter zahlte man pro Klafter (vier Raum­meter) 30 Mk. Ebenso wurde das Klafter Nadelholz- Knüppel mit 22 Mk. bezahlt, 2 Raummeter Birken- holj erzielten sogar einen Preis von 30 Mk. Die Maul- und Klauenseuche ist hier erloschen.

Kreis Biedenkopf.

<D Aus dem Kreise Biedenkopf, 16. Februar. Am Sonntagabend entstand in der Wirtschaft Fischbach in Runzhausen unter den Gästen ein Streit, der in eine w ü st e Schläge- r e i ausartete, wobei ein Arbeiter aus Holzhau - f c n übel zugerichlet wurde. Auf dem Heimweg brach der Mann bewußtlos zusammen. Nach­dem er heimgebracht war, mußte der Arzt mehrere klaffende Kopfwunden vernähen. Der Kriegerverein unserer K r e i s ft a b t ist mit den Vorbereitungen zum großen K r i e g e r v e r b a n d s s e st für den Bezirk Wiesbaden beschäftigt. Da außer den Vereinen aus kleineren Orten nun) die Verbände der großen Städte unseres Bezirks leilnehrnen werden, wird Biedenkopf, wie in jedem Jahr, sein großes Fest bekommen.

Oberlahnkrcis.

Weilburg, 16. Febr. (WSR.) Im nahen Dorfe Falkenbach hatte sich vor etwa 14 Tagen eine Frau wegen eines unglück­lichen K u h k a u f e 3 mit einem Rasiermesser den Hals durchsd)nitten und war ver­blutet. Ihr 40jähriger Sohn, der Land­wirt Jost, versuchte nun am Samstag eben­falls freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Er sprang fast unbekleidet aus dem oberen Stockwerk seines Hauses und dann in die Lahn. Vorbeikom.nende Rottenarbeiter lonntcn ihn jedoch noch retten und in Sicherheit bringen. Er hat sich mehrere Rippen gebrochen und eine schwere Fußverletzung zugezogen.

Dillkreis.

bl. Dillenburg, 16. Febr. Von dem 50-Mil- lionen-Fonds, den das Reid) zu Notstandsarbeiten zur Verfügung gestellt hat, werden auf den Dill- kreis etwa140 000 Mark entfallen. Mit dem Betrag werden eine Reihe der wichtigsten Maß­

jahr der hiesigen Mödchenfortbildungs- schule bewilligt wurden, wird auch hier der Un­terricht im neuen Schuljahr seinen Anfang neh­men. Zu den 12 hiesigen Schülerinnen kommen vor­aussichtlich noch je 3 von Griiningen und Dorf-Gill, so daß die Zahl der Schülerinnen 18 betragen wird. Jedoch können auch zum Unterricht bereits der Fortbildungsschule entwachsene Mädck;en zugelasien werden. Die Gemeinde ist in der Lage, den unteren kleineren Rathaussaol, einen zu diesem Zweck sehr geeigneten Raum, zur Verfügung zu stellen. Bei der Anschaffung der erforderlichen Ge­rätschaften sollen die hiesigen Geschäftsleute Berück­sichtigung finden. Hoffentlich haben wir das Glück, ein tüchtige Lehrkraft zu bekommen, damit auch die dem neuen Unterrichtszweig noch Fernstehenden bald von seinem Werte überzeugt werden.

Mrcie Friedberg

? Du Hb ach, 16. Febr. Die Stadt Butz­bach trägt sich bekanntlich mit dem Gedanken, eine Autobuslinie Drandoberndorf- Griedelbach-Cleeberg mit Anschluß an Espa und von da über Hausen nach Du Hb ach zu errichten. Die Linie foll von Cleeberg das Cleebachtal aufwärts geführt werden und auf die Landstraße Espa-Hausen etwa 500 Meter unterhalb Espa stoßen. Das Projekt dürfte jedoch vorerst wegen der schlechten Wegever- h ä 11 n i f f e von Cleeberg nach Espa (Cleebach° tal entlang) nicht zur Ausführung kommen. Es sei denn, daß ein Ausbau dieses Verbin­dungsweges. der heute nod) ein in sehr schlechtem Zustande sid) befindender Feldweg ist und dessen Herstellung sehr viel Geld kosten dürfte, zur Aus­führung käme.

** w a m b q d), 16. Febr. Am Samstag hielt der hiesige Zweigverein des D. H. C. seine diesjährige Hauptversammlung ab. Den Jahresbe­richt erstattete der erste Vorsitzende. Man konnte feststellen, daß trotz der Ungunst der Zeit der Ver­ein sich gut entwickelt hat, daß das Jahr 1925 für ihn ein Jahr der gesunden Entwickl'.mg gewesen ist. Die Vorstandsmahl hatte folgendes Ergebnis: Wie­dergewählt wurden die beiden seitherigen Vorsitzen­den Liller und Helmes, der Schriftführer Berat, weiter die V. H. C.-Brüder Olemotz, Weisel und ginget; neugewählt wurden Fr. H o f m a n n als Wanderwart und Jak. Wolf als Beisitzer. Es wurden noch eine Anzahl Anträge genehmigt, die den weiteren Fortbestand des Ver­eins sichern und zu seiner Weiterentwicklung bei­tragen werden.

y. Wolfersheim, 16. Febr. Der Zweig­ne r e i n des P. H. E.,M i 111 e r e Wet - t c r a u", der etwa 80 Mitglieder umfaßt, veranstal­tete im Gasthause Schneider-Södel sein diesjähriges Auszeichnungssest Die Begrüßungsansprache, die in ein Hoch auf das Vaterland und den Gesang des Deutschlandsliedes ausklang, hielt_ der Vorsitzende und Begründer des Vereins, «anitäts-Rot Dr. S c r i b a - Södel. Aus dem Uebcrblid, den er über das abgelaufene Vereinsjahr gab, war zu entnehmen, daß 1925 10 eintägige und 2 zweitägige Wande­rungen unternommen wurden. Infolge der wirt- jd)nfilid)en Not und der häufig ungünstigen Witte­rung war die Beteiligung an den Wanderungen im letzten Jahr merklich zurückgegangen. Zehn Aus­zeichnungen wurden an die eifrigsten Wanderer un­ter Beigabe treffender humorvoller Poems verteilt. Reichen Beifall ernteten die beiden Bühnenstücke. Musikalische Darbietungen, heitere Vorträge und Tanz füllten den Rest des Abends angenehm aus. Am Sonntagabend veranstaltete der hiesige A r ° reitergefangoerein, der über eine stattliche Sängerschar und treffliches Stimmaterial verfügt, unter feinem neuen Dirigenten, Steiger Poll- mann, im Müllerschen Saale seine diesjährige Abendunterhaltung. Außer mehreren vortrefflichen Sologesängen und Couplets sand eine Anzahl Män­nerchöre bei sorgfältiger Wiedergabe eine dankbare Zuhörerschaft und reichen Beifall. Die Instrumental­musik wurde von der bewahrten Kapelle Baus d) - mann- Dorheim ausgeführt. Auch in unserem Orte ist die Maul- und Klauenseuche aus- gebrodjen. Gestern überflogen gegen Abend etwa 8 0 Kraniche in fast nordöstlicher Richtung die mittlere Wetterau. Bekanntlid) hält man die Wieder­kehr der Kraniche und anderer Zugvögel, die einen WitterungsumschwunH schon im voraus mehr ober weniger verspüren, für die Vorboten des Frühlings.

Kreis Schotten.

Laudach, 16. Febr. Dieser Tage hielten der Vorstand des Kriegervereins und der Gemeinderat eine gemeinschaftliche Sitzung ab zur Erörterung der Frage des Ehrendenk m a l s für die gefallenen Söhne unserer Stadt. Es liegen nunmehr sechs verschiedene Entwürfe für das Denkmal vor: zwei von Bildhauer Scholl (Darmstadt), zwei von Bildhauer Arnold (Beuern), ein fünfter von Bildhauer Wörner (Hungen). Aud) ein Frankfurter Bildhauer hat einen Vorschlag gemacht, dessen Ausführung auf nur 7500 Mark kommen soll. Der Kemeinderat hat für das Jahr 1925 bereits 3000 Mark ein­gestellt und ist aud) nicht abgeneigt, für 1926 und 1927 je 1500 Mark einzustellen. Run hat der Ge­meinderat die beiden hiesigen Kunstmaler, die Herren Karl Barnas und Felix K1 i p st e i n , gebeten, ihre Ansichten über Platz und Ausführung des Denkmals mitzuteilen.

Ig. Gedern, 16. Febr. Der von der Han d e 1 s k a m m e r Friedberg in derTraube" dahier veranstaltete Vortrag über Steuer­