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denbc Einigung Europas zustande zu bringen. Der teure Preis, den Deutschland für seine Aufnahme hat zahlen müssen, die einschneidende Verände­rung der Verfassung des Völker- bundsrates, die bei fast allen kleineren Staa­ten in Europa mit Recht so energische Proteste und so scharfe Mißbilligung hervorrief, muß natürlich auch den orientalischen Ländern an sich zunächst recht bedenklich erscheinen.

Aber man wendet im Osten vor allem doch seine Aufmerksamkeit der wesentlichsten Tatsache zu, dem endlich nach so langen und zahlreichen Schwierig- teiten ersolgten Eintritt Deutschlands in den Völkerbund, der, als neuer Faktor in der Welt­politik, von allen asiatischen Ländern Japan nicht ausgenommen jetzt mit mehr oder minder leb­hafter Sympathie begrüßt wird. Gerade, weil man in Asien bisher zum Völkerbunde, dessen aus­schließlich relative Leistungen man mit der größten Aufmerksamkeit verfolgt hat, so wenig Ver­trauen hatte, glaubt man jetzt doch an die Möglich­keit einer erhöhten praktischen Bedeutung des Völ­kerbundes. Man glaubt es, weil die große, 60 Mil­lionen zählende Kulturnation, die jetzt gleichberech­tigt im Völkerbundsrate sitzt, in Asien für die ein­zige große Ration gehalten wird, die es von den europäischen Kleinstaaten abgesehen m i t den ethischen Zielen des Völkerbundes wirk­lich e r n st nimmt. Man hält es für möglich, daß erst der Eintritt Deutschlands die bisher wenig glücklich operierende Gesellschaft der Rationen in Genf zu einem wahren Völkerbunde wird gestalten können. Im übrigen erklären die sehr weitgehenden Sympathien, die gerade das entwaffnete, aber trotz- )em in Asien schon jetzt sehr rührig und erfolgreich Kulturarbeit verrichtende Deutschland dort genießt, zur Genüge auch diesen Optimismus in bezug auf nie nächste Zukunft des Völkerbundes.

Roch ein anderer Umstand darf hier nicht außer acht gelassen werden. So bedenklich die Aenderung der Ratsverfassung auch erscheinen mag, so war doch zunächst ihr wesentlichstes praktisches Ergebnis die Aufnahme Deutschlands und neben ihm Chinas in den Rat. Vom asiatischen Standpunkte erscheint die Aufnahme dieser beiden Länder natürlich als das wichtigste. Demgegenüber sind für Asien der Eintritt Polens und Rumäniens in den Rat und der Austritt Brasiliens und Spaniens ganz belanglos und an sich von ganz untergeordnetem Interesse. Der sogenannte Vertreter Chinas im Völkerbunds­rate ist aber tatsächlich nur ein Vertreter Tschangtsolins, d. h. der unter japanischem Einfluß stehenden Mandschurei. Der (Eintritt Chinas in den Rat, eines Landes, das keine Regie­rung hat, urif) gegenwärtig in fünf sich befehdende Teile zerfällt, wird deshalb im Orient mit Befrie­digung ausgenommen und als ein sehr deutliches Symptom der Ohnmacht Englands auf- gefaßt. Sieht man im Völkerbunde wirklich mehr als eine Farce, als ein internationales Schaustück, das weder einen Nutzen noch irgendwelchen Schaden bringen kann, bann' ist es allerdings schwer ver­ständlich, daß die britische Politik den Eintritt dieses englandfeindlichen Landes ohne jede Zentralgewalt zulaffen konnte.

Von der bekannten, radikal ablehnenden Haltung Sowjetruhlands ganz abgesehen, muß auch die Stel­lungnahme aller asiatischen Länder zum Völkerbund nach dem in letzter Zeit erfolgten Vorstoß der pan- asiatischen Bewegung eine immer mehr kritische werden. Denn auf dem panasiatischen Kon­greß, der Anfang August d. I. in Nagasaki statt- gefunben hat, wurde ja bekanntlich der Beschluß gefaßt, als Gegengewicht gegen das imperialistische Europa einen asiatischen Völkerbund mit Einschluß der gesamten Sowjetunion mit ihren zahl­reichen großen und kleinen Republiken zu schaffen. : Freilich handelt es sich zunächst nur um einen programmatischen Beschluß, freilich nahmen an die­sem Kongreß direkt nur fünf Länder teil, nämlich Japan, Rußland, China, Indien und die Philip­pinen, aber die große Bedeutung dieses angeblich resultatlos verlaufenen Kongresses liegt in der jetzt beginnenden japanisch-russischen Führung der asiati­schen, in vielfacher Beziehung immer drohender werdenden Bewegung. Welche Rolle die asiatischen Glieder des Genfer Völkerbundes Japan, China, Siam und Persien in Zukunft dort spielen werden, läßt sich zur Zeit noch gar nicht übersehen. Real­politisch wichtiger noch, als dieses zunächst theo­retische Programm ist natürlich das ungefähr gleich­zeitig zustande gekommene Schutz - und Trutz- bündnis zwischen Rußland, der Tür­kei und Persien, dem sich kurz darauf auch A f g h a n i st a n in einer Form anyeschlossen hat, die auf eine sehr weitgehende Verständigung zwi­schen dem letzteren Lande und Rußland schließen läßt.

Von der in Thoiry eingeleiteten deutsch- französischen Verständigung, die in wirtschaftlicher Beziehung scheinbar von Erfolg ge­krönt fein wird, kann der Orient, soweit sie nur wirtschaftlich ist, kaum berührt werden. Soweit sie politische Bedeutung hat, scheint sie ja nicht nur in Rußland und Italien lebhafte Beunruhigung her­vorgerufen, sondern auch in England gewisse Be­denken verursacht zu haben. So wird jedenfalls auch im Orient die geheime Zusammenkunft zwischen Chamberlain und Mussolini aufgefaht. Daß für Frankreich bei seinen Berständigungsversuchen mit Deutschland neben den finanziellen Nöten auch das gespannte Verhältnis mit England eine Rolle spielt, ist ja wohl sehr wahrscheinlich. Deshalb wird auch diese Verständigung als ein Fiasko der bri­tischen Politik im Orient aufgesaßt. Denn was hinter den Kulissen des angeblich englisch-französi­schen Einvernehmens in Asien und Afrika in letzter Zeit vorgegangen ist, darüber sind ja Die Orientalen noch besser unterrichtet, als die meisten Diplomaten Europas.

Von einem Eintritt der Türkei in den Völkerbund ist nichts mehr zu hören. Wie ganz Asien nicht eine Einigung Europas, so wenig hat die Türkei eine Einigung seiner nächsten Nachbarn, der in ewigem Hader lebenden Balkanvölker, zu fürchten. Der Mossulvertrag schien der letzte Erfolg der Eng­länder zu sein, war aber von dem erneuerten tür­kisch-russischen Bündnis gefolgt. Auch die Tatsache, baß die kürzlich in Teheran erschossenen persischen

Verschwörer britische Agenten waren, läßt in bezug auf die ganze Lage Englands im Orient tief genug blicken.

Außenpolitische Umschau.

Von Professor Dr. Otto Hoetzsch, M. d. R.

In Genf ist ausschließlich europäische Politik ge­macht worden. Diese lief im Gespräch von Thoiry, in den Verhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich, die nun im Gange sind. Aber wir sind ja nicht allein auf der Welt!

Das Verhältnis von Deutschland, England und Frankreich mit Belgien ist durch Locarno und Genf in der bekannten Weise gefestigt und verankert. Das französisch - englische Verhältnis löst sich damit ja nicht auf, aber es nimmt eine andere Form an. Mit dieser Lösung der Sicherheitsfragen muß sich Frankreich abfinden. Ein Frankreich, für das der Gegensatz zu Italien stärker und stärker wird und immer deutlicher hervortritt.

Italien hat wenig Interesse an Genf gezeigt, um so mehr an Tanger und Spanien, mit dem es den Madrider Vertrag schloß, und es sucht seine Po­sition nach Westen und Osten zu verstärken. Dort der Vertrag von Madrid, mit dem Italien sich in die neue Behandlung der Tanger- und Nord­afrikafragen einschiebt, hier der Vertrag mit Rumänien, mit dem Italien sein System im Südosten abrundete und seine Position verstärkte. Weder im Westen, im Verhältnis zu Spanien und Nordafrika, noch im Balkan, im Verhältnis zu den verschiedenen Staaten dort ist dagegen Frank­reichs Einfluß wesentlich gewachsen. Dafür be­deutet auch wenig sein neuer Vertrag mit R u - m ä n i e n , der 'Abschluß auch des französischen Bündnissystems im Südosten und Osten, das wir ja mit seiner Spitze gegen Deutschland kennen.

Nur nebenbei sei gestreift die Frage, daß dieses ganze Netz und System von Verträgen fast jeden Tag wird ein neuer gemeldet allmählich die Aufmerksamkeit des Völkerbundes auf sich ziehen muß, daß Deutschland dabei fragen muß, inwieweit sich diese Schiedsverträge und Bündnisse, diese Abmachungen neuen und alten Stils mit dem Völkerbund und mit dem Frieden von Europa wirk­lich vertragen. Genug: Der Völkerbund und diese Systeme, die ja miteinander verbunden sind, stellen heute eine Konstellation und Verbindung der Mächte dar, in der Deutschland nun einen neuen Platz eingenommen hat.

Die andere europäische Welt, Rußland vor allem, steht noch daneben. Seine Vertragspolitik ist nicht vorwärtsgekommen, seine Außenpolitik ist gelähmt. Durch Deutschlands Anschluß an den Völ­kerbund im Westen, durch die türkische Politik im Orient, durch die fernöstliche Verwickelung fürchtet es eine Isolierung, und um dieser Gefahr willen ist natürlich für Rußland das Problem um so wich­tiger, ob es gelingt, seine Wirtschafte- und Finanz­krise auf die bekannten Ziele Stalins hin zu über­winden.

Polen hat im Völkerbund seine Locarnover­träge, seine alten und neuen Konventionen. Die Richtung seiner Außenpolitik ist noch nicht klar, ober wir sehen mit Spannung und ohne Illusionen auf sie hin. Richtet sie sich stärker auf Litauen? Rich­tet sie sich stärker gegen Deutschland? Die italienische, wie die polnische Außenpolitik sind in erster Linie die Herde der Unruhe und Besorgnis für einen europäischen Frieden, zu dem die deutsch-französi­schen Verhandlungen die Grundlage legen wollen.

Wie stellt sich Nordamerika dazu? Es hat Deutschlands Anschluß an den Völkerbund begrüßt. Ob es ein großes Ergebnis deutsch-französischer Verständigung und den Zusammenschluß Kontinen­taleuropas darüber hinaus sehr begrüßen würde, kann zweifelhaft sein. Die nordamerikanifche Außen­politik, die in den letzten vier Jahren unzweifelhaft in großem und wohlüberlegtem Zusammenhang kon­sequent Dorroärtegegangen ist, hätte mehr erreichen können, wenn dieser Einsicht und Konsequenz mehr Schwung und mehr Tatkraft entsprochen hätte. Dazu fehlt Coolidge das Format. Er will wieder Präsi­dent werden. Die Wahlen gestatten erst im Spät­herbst ein Urteil über die Aussichten der Präsi­dentenwahl nächstes Jahr. So tritt man kurz. China gegenüber steht man ganz still, Europa gegenüber auch, doch mit stärkerem Interesse in der Richtung der Finanzen, wie der Abriistungsfrage.

An der letzten besteht ja drüben eine starke An­teilnahme. Aber sie zersplittert sich, weil man vor allem auf die Seeabrüstung Gewicht legt und die Landabrüstung Europa überlassen will. Dagegen ist und bleibt die Finanzfrage, die 'Nord­amerika, ob es wolle ober nicht, mit Europa ver­bindet. Hier die Schuldenverhandlungen mit Frank­reich, die eigentlich die letzten in dem ganz großen Gebiete der Schuldenverträge sind. Dort die Frage, ob neue finanzielle Opfer Deutschlands zur Stabili­sierung der französischen Währung und zugunsten der deutschen politischen Stellung möglich sind inner­halb des Dawes-Planes und innerhalb der Trans­fer-Politik, die der Mittelpunkt dieses Planes ja ist.

Ganz flüchtig wurde das Bild von dem Ver­hältnis der Mächte und ihrer Verträge hier gezeich­net. Aber die Andeutungen genügen für eine ruhige Ueberlegung in der Richtung, was sich durch Deutsch­lands Anschluß an den Völkerbund, durch die diplo­matische Arbeit der letzten zwei Jahre, durch Lo­carno und Berliner Vertrag darin geändert hat. Diese Veränderungen und Verschiebungen können nicht übersehen werden. Sie sind heute, wo doch immer noch alles im Fluß ist, vielfach wenig greif­bar, schwer zu bestimmen. Wie anders war der- gleidjen in den langen Jahren des Friedens etwa zwischen 1870 und 1890! Aber diese Verschiebungen und VeränderiMgen sind da!

Im großen und ganzen gesehen, laufen sie n i ch t zuungunsten unseres Vaterlandes, während die Po- fition Frankreichs heute eine andere ist, als die des durch Bülldniffe und Beziehungen aller Art ge­stützten Siegers von 1919 und 1920. Im großen Rahmen dieser Mächtebeziehungen und unter sicherer Berücksichtigung ihrer Wirkungen auf uns hat die deutsche Außenpolitik den Weg der Ver­handlungen mit Frankreich und sonst zu gehen. Da sie einen Staat vertritt, dem eigene Macht, Rüstungsfreiheit, volle Souveränität noch versagt ist,

RaM-Ecke.

Silbenrätsel.

Aus den 47 Silben:

ba bar chi dc di di di e e cn er furt ge he Hof i ka ker ko tun kus Ian land laus le lek li wüt na ne Ni pel ra ran rat ri fast fan schar si tem ur vi wa man zcl zir

sind 17 Wörter zu bilden, die folgende Bedeutung haben: 1. kleines Gefecht; 2. hinterindischer Strom; 3. südamerikanischer Staat; 4. Stadt in Afghw niflan; 5. Gewürz; 6. Salatpflanze; 7. Erzeugnis der Bäckerei; 8. Tropenfrucht; 9. afrikanische Insel; 10. Berliner Vorort; 11. Bauwerk für Schaustellungen; 12. Beweisstück; 13. dänische Insel; 14. Stadt in der Provinz Sachsen; 15. männlicher Personenname; 16. arabischer Richter; 17. russisches Gouvernement. Hat man dis Wörter richtig gebildet, ergeben die Anfangsbuch­staben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn ein Zitat von A. W. v. Schlegel.

Kreuzworträtsel.

5 6

8 9

11

13

18

19

17

20

21

\

25

27

\26

12

15

10

Hl. 16

läälol

1. Von links nach rechts:

1. Wasserpflanze; 4. Blutgefäß; 7. Gutschein; 8. Bad in Hessen-Nassau; 10. biblischer Name; 12. kirchlicher Würdenträger; 13. Titel; 14. feierliche Versicherung; 15. Stadt in Brasilien; 16. Figur aus dem Nibelungenlied; 17. Flüssigkeitsbehälter; 19. germanisches Göttergeschlecht; 20. englischer Adelstitel; 21. wie 20; 22. griechische Göttin; 24. Wasser in fester Form; 25. andere Bezeichnung für Pfütze; 26. Vorgebirge des Harzes; 27. weiblicher Vorname.

2. Von oben nach unten :

1. Biblischer Name; 2. weiblicher Vorname;

3. Wurfsoieß; 4. Teil des Baumes; 5. Stadt in Alt-Griechenland; 6. Angehöriger einer bestimmten Truppengattung; 7. männlicher Schmuck; 9. Denk­zeichen; 11. Hafenstadt in Arabien; 18. bekanntes ehemaliges Berliner Theater; 19. Erdteil; 23. männlicher Vorname (abgekürzt); 24. gesetzliche Gemeinschaft.

Bilder-Rätsck.

Gleichkianc;.

Wie heißt mit einem Wort, Wer die zwei Silben hätte: Er brächte gern was fort Und bliebe gern im Bette; Er möchte, dienstbereit. Auf Reifen dich entlasten Und wird zur Arbeitszeit oid) niemals überhasten; Tut eifrig manchen Gang Und lebt non dem Geschäfte, Auch spornt ihn stets sein Hang Zur Schonung feiner Kräfte.

1 .2 3 4 5

2 6 7 1 3

3 5 6 1 3

4 3 5 6 7

5 6 7 1 3

6 4 3 7 3

7 6 8 3 4

8 4 6 3 8

spektakelt.

malt, kocht.

bietet Schutz, nährt.

geht spazieren, rauscht.

komponiert.

Tätigkcitsrätfel.

6 7 8

5

8

Tanschrätsci.

In den nadjfolgenbcn 21 Wörtern soll je ein Buchstabe durch einen anderen ausgetauscht werden, so daß neue Wörter entstehen. Die eingetauschten Buchstaben ergeben alsdann, zu einem Wort zu- sammengezogen, ein^bayrisches Volksfest.

Harke Tat etollc Sport Feder Moor Rock Schalk eamt Kaste Farm Lauf Quark Acker Zorn Mahl Glas Tinte Kaffer Wette Raupe.

Auflöftttkgc.t.

Silbenrätsel.

1. Zichorie; 2. Urheber; 3. Futter; -4. Rowdy: 5. Isaak; 6. Eisack; 7. Dessau; 8. Ewer; 9. Nero; 10. Sizilien; 11. Emu; 12. Iowa; 13. Niere; 14. Meile; 15. Arnold.

Zufrieden sein, macht Wasser zu Wein.

Bruchstückaufgabe.

Hai Ulm Bar Elf ---- -Lum Tal Uhr Sud.

Hubertus.

Bilderrätsel.

Genügen ist ein reicher Tisch.

Kreuzworträtsel.

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JA L RIO I TLIEiR

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LIA ME. ESSEN

Verschmelzungsaufgabe.

Kanzlei Alumnat Lorbeer Ernestine1 Neugierde Dolman Elentier Reveille. Kalender.

Scharade.

Mastbaum.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonStisch.

Jagdfieber.

Haben Sie Manöver in der Gegend?" er­kundigte sich Herr Knopp bei dem Gastwirt Michaelis.

Manöver?"

Seit einer Stunde fallen dort hinten am Waldrand fortwährend Schüsse."

Ach nein. Das ist bloß unser neuer Jagd- Pächter. Der schießt seit heute früh an einem Hasen herum."

Werbung.

Ein junger Mann steUt den Zylinder auf den Familienteppich.

Ich bitte um die Hand Ihrer Tochter."

Ich habe diesen Fall kommen sehen, und da ich mich über Sie, mein Herr, in der Auskunft Wiwiwi erkundigt habe, bedaure ich"

Oh, bitte", unterbricht der Bewerber,ich habe dieselbe Auskunftei über Ihre Familie befragt und"

da sind wir uns Wohl beide einig, daß auf diese Firma nichts zu geben ist, mein lieber Schwiegersohn!"

Der junge Mann wird in den Schoß der Familie aufgenommen.

hat sie erst recht die Pflicht, mit äußerster Kaltblütigkeit, Umsicht und Ueber- fi ch t und im gegebenen Fall mit rasch zufassender Tatkraftdie Vorteile herauszubolen, die Deutsch­lands Interessen fordern!

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

In der Führung der Börsentendeirz ist der Börsenfpekulatton während der letzten Woche an­scheinend das Heft aus der Hand genommen worden. Die Spekulation, die die Hausse an den Aktienmärkten angesacht hatte, neigte in den vergangenen Tagen zu Gewinnßntnahmen, da ihr die umfangreichen Kurssteigerungen zum Teil wohl bereits als Kursentartungen vorge­kommen sein mögen. Das Privatpublikum ließ sich dadurch aber nicht aus seiner Zuversicht bringen. Der Eingang an Kaufaufträgen war im Gegenteil an sämtlichen verflossenen Effekten­börsen außergewöhnlich umfangreich'. Die Kom­missionsfirmen haben ihre Orders zeitweise tat­sächlich nicht bewältigen können, und die .Umsätze in einzelnen Papieren, die besonders im Brenn­punkt des Verkehrs stehen, reichten an die Aominalziffer von 1 Million QHarf heran. Trotz alledem scheint aber die Kraft der Börse noch nicht soweit zu reichen, eine aus alle Märkte sich erstreckende Haussebewegung durchzuhalten. Aach wie vor läßt sich vielmehr erkennen, daß immer nur eine Anzahl von Spezialpapieren zum Objekt der allgemeinen Kauflust werden, deren Kreis manchmal größer und manchmal kleiner ist. Liegt das Geschäft an den Aktien­märkten darnieder, so tritt der Renten markt

mehr in den Vordergrund. Umgekehrt besteht für festverzinsliche Papiere kaum das geringste Inter­esse, wenn die Kurse am Markt der Dividen­denpapiere im Fluß sind. Das letztere ist augenblicklich der Fall. Wenn man den Gründen nachgehen will die das Dankenpublikurn und das Ausland bei seinen großen Anschaffungen leiten, so muß man auf der einen Seite ver­suchen, die exponiertesten Papiere, bei denen ja das Schwergewicht liegt, den bedeutsamsten Er­eignissen im deutschen und ausländischen Wirt­schaftsleben gegenüberzustellen. Dabei fällt dann auf, daß der Kaufandrang in erster Linie für solche Aktien besteht, die an der gegenwärtigen Zusammenschluhtendenz beteiligt sind. Die Kurse der I. G. Farben, die zur Zeit ausgedehnte Derhandluirgen mit dem Auslande führt, der Montanaktien, auf die das soeben abge­schlossene internationale Rohstahlkartell entschei­dend einwirkte (neben der Kohlenkonjunktur), der

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