Einzelbild herunterladen

Nr. 2(7 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Donnerstag, 16. September 1926

durch den Autoführer zu

zuzeigen :

mWcl926

I

1

Straße 1M

llis

Jm einfachsten wie im feinsten Haushalt

den

die altbewährte MAGGI5 Würze

rann

machen will. Diese Arbeit in Anspruch statten geht, achtens sehr

Motorfeuerspritze durch ein Brandort zu bringen gegen 90 Ps. für den Kilometer. DrandhUfekosten werden der Kreis wieder ersetzt. Für des Fe st Platzes durch

Postauto an den eine Gebühr von Die entstehenden. Stadt durch den die Benutzung hiesige 03er3

nicht auch wieder ein volles Jahr nimmt, sondern vielmehr flott von- Diese Arbeit laßt sich unseres Er-

en und Sanie-

hielt der allgemeines regen Be­bestand in Preise zur

lediglich nach rein wirtschaftlich finanziellen Gesichtspunkten das rungswerk Danzigs vollendet wird.

hlung er« zlichst

des Er- Mk. daß Ge­

leistet MAGGI5 Würze seit langen Jahren vorzügliche Dienste. Wenige Tropfen kräftigen und verfeinern den Geschmack fader Suppen, schwacher Fleischbrühe, Gemüse, Soßen und Salate. Auch in Jhrer Küche sollte sie nicht fehlen,

signale des Zuges suchen sein.

t Grünberg,

kegeln an. Am gleichen Tage Schützenvercin sein diesjähriges P r e i s s ch i e ß e n ab, das sich einer teiligung erfreute. Der . Ehrenpreis einem .Hammel. Insgesamt kamen 16 Verteilung.

15. Sept. In der jüngsten hiesiger Landwirte

Höhung des städtischen Zuschusses in Aussicht gestellt wird. Erbauung von Rotwoh - n un gen: Diese Angelegenheit hatte den Stadt­vorstand schon wiederholt beschäftigt. Man ist jetzt von dem Plan, eine Wohnbaracke zu er­bauen, abgbkommen. In der gestrigen Sitzung wurde die Angelegenheit numnehr endgültig so beschlossen, daß noch in diesem Jahre mit dem Bau von zwei neuen Häusern be­gonnen werden soll: davon soll das eine Drei­zimmerwohnungen erhalten, Vas andere soll als Doppelhaus errichtet werden mit drei Wohnun­gen zu zwei Zimmern und Küche. Das eine Haus soll in der viedlung Rambach, das andere auf das städtische Gelände unter dem RiederDruck- behälter an der Hochstraße gebaut werden. Für die zu erstellenden beiden Häuser wird der staat­liche Baukostenzuschuß für das Rechnungsjahr 1927 in Anspruch genommen. Im ganzen handelt es sich dabei um zwölf Wohnungen. Ein Gesuch der Allgemeinen Ortskranken­kasse für den Kreis Alsfeld um Herab­setzung der Badepreise im städtischen B o l k s b a d für erkrankte Mitglieder, die be­sondere Bäder gebrauchen müssen, wurde dahin genehmigt, daß der Preis für ein Wannenbad auf 30 Pfennig festgesetzt wird. Auf Antrag

-gung des ^Dustes von Ordonnanzen ernst Es wäre dringend zu hoffen, daß

eine wurde insofern gegen seither eine Aende- rung beschlossen, als künftig zu sportlichen Ber- anstaltungen und Festlichkeiten, bei denen die Festhalle nicht benutzt wird, jedoch von den Ver­einen ein Eintrittsgeld bei dem Betreten des adgesperrten Platzes erhoben wird, eine Platz­miete von 10 bis 20 Reichsmark zu zahlen ist. Baugesuch des I. L. Kam p. Der Genannte will eine von ihm erworbene, neben der katho­lischen Kirche gelegene Scheune um­bauen zu einer Äutogarage. Hiergegen hat der katholische Kirchenvorstand Einspruch erhoben, weil er eine Störung des Gottesdienstes befürchtet, da voraussichtlich die Scheune auch als Auto-Reparaturwerkstätte be­nutzt werde, wenn die Baugenehmigung einmal erteilt sei. Der Stadtvorstand lehnte den er­hobenen Einspruch als unbegründet ab, solange nur ein Baugesuch für eine Garage vorliegt. Der nach dem Ortsbauftatut erforderliche Dis-

Vers a m m l u n g , .

wurde beschlossen, sämtliche verfügbare Frucht

. , leicht bewältigen, wenn man ganz im Sinne der Reden Driands und Stresemanns

dieser Hinsicht in ihrem Schoße bergen mag die Aufhebung der verhaßten Ordonnanzen und die Herstellung eines erträglichen Verhältnisses zwischen Besatzung und Bevölkerung wäre schon an sich ein Ziel, aufs innigste zu wünschen.

B Tänzen an usw- &23.Sept en 9 Uhr. lunterricht lerzeit ent-

Marktplatz jein diesjähriges 2l b t u r n e n, das die Leistungsfähigkeit des Vereins im besten Lichte zeigte. 2(n das Abturnen schloß sich ein Preis-

letzten Schulvorstandssihung beschäftigte man sich eingehend mit der dringend notwendigen Errich­tung einer Turnhalle: man war einmütig der Meinung, dieser Frage so schnell wie möglich greifbare Gestalt zu geben, da das Turnen an den Hauptgeräten unter den gegenwärtigen Ver­hältnissen so gut wie ausgeschlossen ist.

!! Daubringen, 15. Sept. Dieser Tage hielten die beiden letzten Jahrgänge der Dau- bringer, und Mainzlarer Schule auf unserem Sportplatz ihre diesjährigen Reichsjugend­wett k ä m p f e ab. Zn einem Fünfkampf sollte diesmal die Leistungsfähigkeit festgestellt werden. Er bestand aus einer Reck- und einer Barren- Übung, 100-Meter-Lauf: 19 Sekunden = 0 Punkte, je Vs Sekunde weniger 1 Punkt, 15 Sekunden = 20 Punkte: Weitsprung: 2 Meter = 0 Punkte, je 10 Zentimeter mehr = 1 Punkt, 4 Meter 20 Punkte und Schlagballweitwurf: 30 Meter = 0 Punkte, je 1 Meter mehr ----- 1 Punkt, 50 Meter 20 Punkte. Ueberpunkte wurden gewertet. Als Kampfrichter hatten sich zwei Mitglieder der beiden hiesigen und drei des Mainzlarer Turnvereins zur Verfügung ge­stellt. Die Leistungen standen im allgemeinen auf bemerkenswerter Höhe. Die Schüler, die mit Ehrenurkunden des Reichspräsidenten und mit Urkunden des Reichsausschusses für Leibes­übungen ausgezeichnet wurden, sind als 1. Sieger Wilhelm Schwalb, Daubringen mit 92 Punk­ten: 2. Gerhard Wagenbach, Daubringen, 86 P.: 3. Karl Schlapp, Mainzlar, 82 P.: 4. Heinrich Weimer, Daubringen, 80 P.; 5. Karl Albach, Daubringen, 75 P.: 6. Karl Dietz, Mainzlar, 73 P.: 7. Werner Schmulbach, Mainzlar 73 P.: 8. Emil Walther. Dau­bringen, 73 P.: 9. Wilhelm Zecher, Daubringen, 72 P.: 10. Ludwig Fuchs, Daubringen, 72 P.: 11. Heinrich Michel I, Daubringen, 72 P.: 12. Wilhelm Spaar, Mainzlar, 72 P.: 13. Wilhelm Bittendorf, Mainzlar. 71 P.: 14. Karl Michel, Daubringen, 70 P.: 15. Heinrich Opper, Daubringen, 67 P.: 16. Erich Vogel, Mainzlar, 67 P. 59 Prozent der Teilnehmer erhielten Preise.

K e s s e l b a ch, 15. Sept. (WSR.) Gestern nachmittag wurde am Ausgang des Bahnhofes Kesselbach der Strecke LollarGrünberg das Personenauto eines Baugeschästs aus Allen-- dorf a. d. Lda. von einem Personenzug angefahren und gering beschädigt. Per­sonen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Die Ursache dürfte in dem Ueberhören der Wamungs-

pens wurde befürwortet. Ein Gesuch Vereins Volkskindergarten um Höhung des städtischen Zuschusses um 400 jährlich auf 800 Mk. wurde dahin erledigt, dem Verein vom 1. April 1927 ab eine

Locarno und Rheinland.

Sechs Minister der auswärtigen Angelegen­heiten ihrer Länder haben am Dienstag im Sekre­tariat des Völkerbundes zu Genf die Ratifika­tionsurkunden der Verträge von Locarno hinter­legt, und damit sind diese in Kraft getreten. Es entzieht sich unserer Kenntnis, ob bei diesem feierlichen 2Ut auch Reden ausgetauscht worden sind, wie das ja der Atmosphäre in Genf ent­sprechen würde. Jedenfalls wäre es sehr zu wünschen, daß nunmehr auch in Wahrheit der vielgerühmte Geist von Locarno nicht mehr nur als Geist in den betreffenden Ländern Herumspuke, sondern Fleisch und Blut an- nehme.

Eine kleine Illustration dazu, wie es bisher mit dem Geist von Locarno ausgesehen hat, liefert die Tatsache, daß amtlich mitgeteilt wird, das Ende voriger Woche in Koblenz unterzeich­nete Abkommen zwischen öem deutschen Reichsokmmissar und der interalliierten Rhein­landkommission über die Regelung der Rechts­verhältnisse im besetzten Gebiet habe die Bahn frei gemacht für Verhandlungen über die Auf­hebung der Unmenge von Ordonnanzen der interalliierten Rheinlandkommission, die sich seit dem Einmarsch der interalliierten Truppen geradezu unheimlich vermehrt haben. Eine solche Maßnahme war uns bereits vor un­gefähr einem Jahr unmittelbar nach den schönen Tagen von Locarno versprochen worden. Es hieß sogar, daß der Vorsitzende dieser Kom­mission, der berühmte Herr Tirard, der sich gerade keiner sonderlichen Liebe bei der Bevölke­rung im besetzten Gebiet erfreut, alsbald von der Bildfläche verschwinden und daß die Kom­mission selbst sofort an die Arbeit gehen werde, unter den Ordonnanzen aufzutäumen. Ein Anlauf dazu wurde auch genommen, sogar ein vielver­sprechender. Das verhaßte System der Dele­gierten, d. h. der amtlichen Aufpasser in jedem größeren und kleineren Ort wurde ab- geschafft, und die Bevölkerung des besetzten Gebietes atmete auf, als sie von diesem Alpdruck befreit wurde. Aber leider blieb es bei diesem Anlauf.

Zunächst äußerte sich auch der Geist von Locarno noch darin, daß trotz der schweren Be­lastung des Rheinlandes durch vermehrte (Einquartierung ein besseres Verhältnis zwischen den Desatzungstruppen und der Bevölke­rung Platz griff. Aber ungefähr gleichzeitig mit der Bildung des neuen Kabinetts P oincars begann sich auch in dieser Hinsicht wieder eine Wandlung zum Schlimmeren zu voll­ziehen, und der Geist von Locarno verflüchtigte sich mehr und mehr. Eine Reihe von sehr un­erfreulichen Zwischenfällen, darunter besonders der von Germersheim, legte Zeugnis für die Spannung ab, die wiederum zwischen De­satzungsarmee und Devölkerung entstanden war. Richt zum wenigsten trug dazu auch der Umstand bei, daß mit wenigen Ausnahmen die Riesen­menge der Ordonnanzen bestehen blieb und daß immer wieder auf Grund dieser Ordonnanzen Reichsdeutsche von französischen Militärgerichten zu meist unverhältnismäßig hohen Strafen ver­urteilt wurden. Don der Desahungsfrage selbst und ihrer Beziehung zum Geist von Locarno wollen wir zunächst absehen. x

Wenn nunmehr endlich der Rechtszustand im besetzten Gebiet so weit gebessert wird, daß auch tatsächlich und vollständig dieRechts- hoheit des Deutschen Reiches wie­derhergestellt wird, so begrüßen wir das äls einen Fortschritt im wahren Sinne des Geistes von Locarno, und wir hätten nur ge­wünscht, daß wir zur Feststellung dieser er­freulichen Tatsache etwas früher Veran­lassung gehabt hätten. Ebenso erfreulich und vielleicht ein leises Anzeichen, daß es nun frei nach ®oue immer besser gehen werde, ist die An­kündigung, daß man nun wirklich mit der Deseitt-

KAISER BORAX

' Macht zarten 'einen Teint

" 7ÄZ

,V Heinrich Mack. Nachf , Oim/j/D" V

in Genf einen dicken Strich durch die Vergangen­heit macht und die Beziehungen zwischen der Desatzungsarmee und der Devölkerung so regelt, tote es natürlich und selbstverständlich wäre. Die Bevölkerung eines besetzten Gebietes muh sich in die Unbequemlichkeiten fügen, die mit dem Vor­handensein einer fremden Besatzung untrennbar verbunden sind. Diese Unbequemlichkeiten auf das möglichst niedrige Maß herab­zusetzen, muß die Aufgabe der Führung der DesatzungSarmee und der ihr beigegebenen Be­amten sein. Die interalliierte Rheinlandkommission hat Vollmachten genug, Uebergriffe von Gene­ralen zurückzuweisen und der Bevölkerung zu ihrem Recht zu verhelfen, die sich sicherlich besser in ihr Schicksal finden wird, wenn sie den guten Willen auf der anderen Seite erkennt.

Daß die beste und radikalste Lösung der ganzen Frage, nämlich die Zurückziehung der Desatzungstruppen, schon in nächster Zeit erfolgen werde, wagen wir heute noch nicht zu hoffen. Wir sind gar zu oft enttäusch: wor­den und daher ungemein vorsichtig geworden. Aber angesichts der feierlichen -Hinterlegung der Rattfikationsurkunden der Verträge von Locarno .in Gens drängt sich doch mit Gewalt der Ge­danke auf, ob es nun nicht endlich an der Zeit wäre, diese trübe Quelle dauernder Verstim­mungen zu verstopfen. Es drängt sich besonders der Gedanke auf, daß nun wiülich auch der letzte Rest von Desorgnis um ihre Sicherheit bei den Franzosen und damit auch ihre Desahungsarmee am Rhein verschwinden ^nnte^ÄDerwasEau^^i^iächst^Zukunf^i^

DanzigsSanierung".

In Genf arbeitet Polen zur Zeit auch intensiv daran, dem Sanierungsprogramm für den Freistaat Danzig eine Gestalt zu ver­leihen, die ihm früher oder später eine Hand­habe gibt, das allmählich immer mehr unter polnischer Herrschaft stehende Danzig dem pol­nischen Staate gänzlich einzuver­leiben und dann aus dem deutschen Dollwerk an der Weichselmündung eine polnische Hoch­burg zu machen. Bis jetzt haben die polnischen Unterhändler recht gute Erfolge zu verzeichnen: sie gewinnen zusehends an Terrain, während die Danziger Delegation zusehen muß, wie alle ihre Vorschläge nicht nur abgelehnt werden, sondern auch der Völkerbund keine Anstalten trifft, Danzig die Summe aus den Zolleinnahmen, die vertrag­lich an Polen abgeführt werden müssen, sicher zu stellen, die nötig ist, um Danzig vor dem finan­ziellen Zusammenbruch zu retten. Die Höhe des Zollanteils ist es aber gerade, von der so gut wie alles abhängt. Dabei darf aller­dings nicht übersehen werden, daß an der finan­ziellen Rotlage des Freistaates die jetzt regieren­den Sozialdemokraten die Schuld tragen, die nach Ablösung der bürgerlichen Mehrheit nicht nur die zurückgelegten Reserven in Höhe von fünf­zehn Millionen Gulden re st los verwirt­schafteten, sondern noch Schulden in Höhe von zwanzig Millionen machten. Dank der sozia­listischen Mißwirtschaft übersteigen heute die Aus­gaben Danzigs seine Einnahmen. Dazu haben die Sozialdemokraten jetzt von sich aus ein Sanie­rungsprogramm auf gestellt, das nicht den finan­ziellen und wirtschaftlichen Bedürfnissen Danzigs Rechnung trägt, sondern ausschließlich sozialistische Tendenzen aufweist. Mit diesem Programm kann Danzig natürlich in Genf keine Erfolge erringen. Das haben die Polen sofort erkannt, 6ie jetzt mit aller Macht daran arbeiten, den Freistaat unter polnische Finanzkontrolle und Finanzdiktatur zu bringen. Ist es erst einmal so weit, dann ist es mit Danzigs Selbständig­keit völlig aus. Recht eigenartig mutet es aller­dings an, daß in dieser wichtigen Angelegenheit trotz der soeben erfolgten Aufnahme Deutsch­lands in den Völkerbund Wege beschritten wer­den, die nicht auf die angeblich angestrebte Sanierung Danzigs, sondern auf dessen Aus­lieferung an Polen hinführen. Hier dürfte sich Wohl ein dankbares Arbeitsfeld für die deutsche Delegation finden, vyn vornherein politische Mo­mente zu bekämpfen und dafür zu sorgen, daß

Kreis Alsfeld.

G-4 Alsfeld, 15. Sept. Aus der Stadl^ vorstandssihung. Als erster Punkt der Sitzung am Dienstag wurde die Abhaltung eines Flugtages in Alsfeld behandelt. Cs wurde beschlossen, am Sonntag, dem 19. Sep­tember, einen Flugtag zu veranstalten, und zwar durch den Frarckfurter Flugsport G. m. b. H. auf demselben Gelände, wie im vergangenen Jahre. Das finanzielle Risiko der Veranstaltung trägt der Verein, die Stadt übernimmt lediglich die Herstellung und Absperrung des Flugplatzes. Zu der vom hessischen Staate geplanten Errich­tung von Staatsbeamten wo h n u n g c n wurde beschlossen, einen Bauplatz von selten der Stadt unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Ein Geländeaustausch zwischen der Stadt und Friedrich Helftenbein. wonach der Stadt eine ca, 5V2 Morgen große Wiesenfläche auf dem Rennbahngelände für die sportlichen Veranstal­tungen am Prämienmarkte gegen tyne gleichgroße Fläche eintauscht, wurde genehmigt. Ein Streit­punkt mit der benachbarten Gemeinde Leusel toegen des Grenzweges am Steinbruch Mönchenberg fand seine Erledigung dahin, daß beschlossen wurde, den neuen Weg zu chauf­fieren, soweit nicht die Abfahrt von der Kreis­straße von der Feldbereinigungsgesellschaft Als­feld herzustellen ist. Bezüglich der K r a f t p o st Alsfeld Groh-Felda Ehrings­hausen hat die Gemeinde Ober-Breidenbach den Antrag gestellt, noch eine weitere Fahrt am Vormittag zwecks besseren Anschlusses an die Vormittagszüge in Alsfeld einzillegen, wodurch für die Stadt Alsfeld eine Erhöhung der Garan­tiesumme von 2870 Reichsmark auf 8700 Reichs­mark pro Jahr eintritt. Bevor hierzu Stellung genommen wird, sollen zunächst die Entschlie­ßungen der übrigen an der Strecke beteiligtem Gemeinden abgewartet werden. Der vorgelegte Vertrag zwischen der Stadt und dem Post­amt Alsfeld wegen Beförderung der Motorfeuerspritze wurde genehmigt. Darnach übernimmt bei Brandausbrüchen inner­halb des Kreises die Post die Verpflichtung, die

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

£ W ies e ck, 15. Sept. Bei schönstem Wetter fanden gestern auf dem hiesigen Sportplatz die diesjährigen R e i ch s j u g e n d w e 11 k ä m p f e statt, die einen recht befriedigenden Verlauf nah­men. Die hervorragenden Leistungen einzelner Teilnehmer überschritten weit das allgemeine Maß, so daß recht gute Endresultate erzielt wurden. Zur Teilnahme waren die Schüler und Schülerinnen des 7. und 8. Schuljahres zuge- lassen. Der Wettkampf der Mädchen bestand aus einem Dreikampf (Weitsprung, 75-Meter- Laus, Schlagballweitwurf): daran beteiligten sich 29 Schülerinnen, von denen 15 die zu einer Ur- funZTc erforderliche Punktzahl erreichten. Die Ehrenurkunde des Reichspräsidenten ^halten: 1. Hilde Bremer, 58 Punkte, 2. ElttPausch, 51 P., 3. Frieda Stern, 49 P. Die übrigen 12 Siegerinnen erhalten die Urkunde des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen, und zwar: 4. Emma Wagner, 48 Punkte, 5. Karola Körber, 46 P., 6. Anna Müller, 46 P., 7. Lina Rau, 45 P., 8. Lina Schäfer, 44 P., 9. Ottilie Weller, 43 P., 10. Luise Dapper, 43 P., 11. Lina Erb, 42 P., 12. Adele Weller, 41 P., 13. Ottilie Schrei­ner, 41 P., 14. Auguste Möser, 40 P., 15. Anna Rößer, 40 P. Von den 54 teilnehmenden Kna­ben wurden 36 durch die erreichte Punktzahl Sieger. Hier wurde ein Vierkampf durchgeführt. Es erhalten die Ehrenurkunde des Reichspräsi­denten: 1. Otto Weller mit 120 Punkten, 2. Ernst Scho ssmann, 113 P., 3. Adolf Schmidt, 103 P., 4. Rudolf Wackers 101 P. 32 Sieger erhalten die Urkunde des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen: 5. Willi Synofzüch 100 P., 6. Erich Wicke, 100 P., 7. Kurt Umbach, 99 P., 8. Ernst Döll, 98 P 9. Ernst Kreiling, 96 P., 10. Adolf Kreiling, 95 P., zll. Friedrich Kreiling, 94 P., 12. Ernst Dellof, 94 P., 13. Ernst Mank, 93 P., 14. Adolf Abel, 93 P., 15. Karl Peppler, 90 P., 16. Ms red Wacker, 89 P., 17. Karl Schneider, 88 P., 18. Emil Schäfer, 84 P., 19. Karl Schneider, 83 P., 20. Franz Hamm, 82 P., 21. Emst Schmidt, 79 P., 22. Willi Reuter, 79 P., 23. Rudolf Weller, 79 P., 24. Otto Körber, 78 P., 25. Adolf Völzel, 77 P.. 26. Karl Brück, 76 P., 27. Wilhelm Deibel, 76 P., 28. Ru­dolf Seibert, 74 P., 29. Willi Schnabel, 73 P., 30. Otto Müller, 71 P., 31. August Hildebrand 70 P., 32. Alfred Scherer, 70 P., 33. Wilhelm Ruhl, 69 P., 34. Wilhelm Eckardt, 69 P.. 35. Fritz Kreiling, 67 P., 36. Artur Möser, 67 P. In diesem Zusammenhänge sind folgende zwei Tat­sachen lebhaft zu begrüßen: Für nächstes Jahr ist geplant, die Reichsjugendwettkämpfe in Gemeinschaft mit dem Iugendfest an einem Sonntage abzuhalten, um dadurch die ganze Gemeinde daran teilnehmen zu lassen. In der

a u f f a u f e n zu lassen und an die Landwirt­schaftliche Zentralgenossenschaft in Darmstadt ab­zuführen. Der Bezug von Düngemitteln soll von der Zentralgenossenschast erfolgen. Gegen­wärtig finden bei der Stadtverwaltung die Vor­arbeiten zu dem am 13. und 14. Oktober statt­findenden Gallusmarkt statt. Am ersten Markttage ist Pferde- und Schweinemarkt, am zweiten Tage Rindviehmarkt mit einer großen Prämiierungsschau des Kreisrinderzuchtvereins für Vogelsberger Vieh. Außerdem finbet eine Verlosung von Pferden, Rindern, landwirtschaft­lichen Maschinen u. a. m. statt.

Kreis Friedberg

sf. Friedberg, 15. Sept. Mit dem gestern zu Grabe getragenen Kaufmann Franz Fou­rier hat unsere Stadt einen ihrer besten und an­gesehensten Bürger verloren. Ein großer Leichen­zug, darunter die Freiwillige Feuerwehr, deren Kommandant der Verstorbene seit kurzem war, die militärischen und vielen sonstigen Vereine mit um­florten Fahnen gaben ihrem treuen Mitglied das letzte Geleit: zahlreiche Kranzspenden, so z. B. auch von der Stadtverwaltung, gaben den Beweis für die allgemeine Wertschätzung, die sich der Ver­storbene durch seine Tätigkeit auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens erworben hat.

* Friedberg, 15. Sept. Zu der Prämi­ierung, die bei dem am 26. Oktober in Fried­berg stattfindenden Pferdemarkt vorgenommen werden soll, werden auch Händlerpferde in einer besonderen Präm .ungsklasse zugelassen. An­meldungen zur Prämiierung müssen bis spätestens 15. Oktober erfolgt fein.

Kreis Büdingen.

?" Ridd a. 15. Sept. Die Turnhallen­lot 1 e r i e, die wegen mangelnden Abgangs der Lose verschoben werden mußte, soll nun be­stimmt am 31. Oktober stattfinden. Damit dürste die drängende Ungeduld zahlreicher Lose- abnehmer voll beschwichtigt fein.

th. Leidhecken, 15. Sept. Seit etwa drei Wochen haben die Garten- und Gemüsefeld- besiher sehr unter der Raupenplage des Kohlweißlings zu leiden. Zu Tausenden sind die Raupen in/den Gärten an allen Sorten von Gemüse, ebenso auf dem Feld, und fressen alles, besonders auch die Sorten, die meist über Winter draußen bleiben, kahl.

Kreis Schotten.

-4- Schotten, 15. Sept. Eine vom Auto­mobil- und Motorradklub am Sonntag veranstaltete Ballonver.folgung war nicht vom Glück begünstigt. Der aufgelassene Heih- luftballon verschwand bald in den Wol­ken. Kraftwagen und Motorräder nahmen zwar die Verfolgung auf. ohne indessen den Ballon noch einmal zu sichten. Der über dem hohen Vogelsberg liegende Herbstnebel verhinderte jeden Ausblick. Rach mehrstündiger ergebnisloser Fahrt kehrten die Fahrer wieder zum Ausgangspunkt zurück.

=.= Gedern, 15. Sept. Am Sonntag ver­anstaltete der hiesige Turnverein auf dem

MtU

\m^A

1 U'uru 1

I < I

>6