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15. September 1926.
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von Tausenderlei! Stehen wir nicht wie in einem verhängnisvoll gischterchen Strome, der gleichsam mitten durch uns hindurchgeht wie mit magischer Gewalt! Wir wogen mit auf und nieder und kommen nicht zur Ruhe! Urxb was trägt der wilde Strom des Tages alles mit sich: So viel Unrat. Unnützes. so viel hohle Dinge, so viel Abgerissenes, unendlich viel Stückwert! Lind das alles geht gleichsam mit durch uns hindurch, und wieviel bleibt in uns selber liegen, daß unsere Liese von all den argen Dingen wie zuge- schwemmt wird!
Umpanzerung des eigenen Jchs tut not, die Kraft, den größten Teil des wilden Stromes um uns herumzuleiten, nur das Notwendigste in uns hineinzulassen. Es gilt, sich Schuhwehren zu schaffen durch große Gedanken und rechte Erkenntnisse. Selber ganz ruhig zu werden, daß der Teil des Stromes, dein wir es erlaubten aus Notwendigkeit, uns zu durchfließen, in uns ruhiger fließt und schon klarer in uns hinein- kommt! Solche Schuhwehrarbeit und solch ein unablässiges Deruhigungswerk ist auch ein Teil der Lebenskunst! Dann wird auch unser Inneres mitten im Zeitgeschehen den Himmel Widerspiegeln mit seinen göttlichen Lichtern. Wir werden die Starken sein aus Ruhe und dem Widerglanz der ewigen Dinge! Wir werden uns einfügen dürfen der wundervollen Gemeinschaft der Geruhsamen und mit ihrer Kraft vereint wirken dürfen zum Degen der andern aus Ruhe und" Liebe. "
Kinder im Garten.
Kinder find wie Blumen, und Blumen gleichen den Kindern. 3n der guten Jahreszeit gehören Kinder in den Garten. Wo der Vater sich im Berufe müht, ruht die Gartenarbeit vielfach ganz oder doch größtenteils auf den Schultern der Frau. Da findet sie bei verständiger Anleitung in den Kindern eine recht brauchbare Stütze. Ein Knabe von 11 bis 13 Jahren muß schon gut graben und hacken können, und ein jüngerer hilft Dünger und Wasser tragen. Die Jagd nach dem Ungeziefer, nach Schmetterlingen und Raupen, nach schädlichen Käfern und ihren Larven, nach Schnecken und Würmern weist ihrem Mute nützliche Dahnen. Jäten und hacken, rechen, gießen und pflanzen steht größeren Mädchen gut an, und ernten und schmecken können sie alle schon, die großen tote die kleinen. Die Muttev muß sie nur richtig zur Arbeit anleiten und nicht glauben, sie müsse alles selber tun. Gartenarbeit verleiht körperliche Kraft und Gesundheit, die man den Kindern nicht vorenthalten sollte, nur in der ängstlichen Sorge, sie könnten im Garten etwas beschädigen oder verderben. Man lasse das Kind frische Luft trinken im Garten, in der freien Natur, damit die Brust sich weitet und das Herz kräftiger schlägt. Es wird damit der Grund gelegt zur Gesundheit bis ins hohe Alter. Wo fänden Herz und Gemüt wohl zärtere Pflege als im traulichen Umgang mit der Natur? Der Fleiß und der Ordnungssinn der Eltern wirken vorbildlich, und Sorgfalt und Schönheitssinn sind den Kindern ein Ansporn zur Nachahmung und Nacheiferung. Wenn die Kinder den eigenen Garten schätzen lernen, werden sie auch Achtung vor dem Garten des Nachbars haben. Ein schönes Gärtchen beim Haus ist eine Kapelle im großen Gottestempel der Natur. Nicht bloß an des Sonntags Feierstunden gehören die Kinder in den Garten, sondern auch an den Arbeitstagen der Woche. Der Aufenthalt und die Arbeit im Garten unter der Aufsicht der Eltern hat aber auch noch eine andere erfreuliche Seite, die Kinder sind von der Straße weg. Da Kind und Spiel und Kameraden aber zusammengehören, so gehört in den Garten auch ein Spiel-, Turn- und Tummelplatz, wo sie vergnügt und froh sein können, und ein Arbeitstisch in der Laube, wo sie lernen und ihre Schulaufgaben erledigen können. Gr.
Bornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch. Volkshalle: Gartenbau- und Elektrizitätsausstellung: 2 bis 7.30 Uhr Besichtigung: 3.30 bis 6 Uhr nach- mittags Kinderfest: 8 Uhr abeichs Vortrag des Herrn
Landwirtschaftsrats Dr. Schad (Butzbach). — Saalbau Sauer: Warenausstellung des Konsumvereins. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ich hott' einen Kameraden". — Astoria-Lichtspiele: „Der schwarze Pierrot".
'• Eine Fahrplankonserenz wird am nächsten Samstagvormittag auf Einladung der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. im Gießener Stadtverordneten-Sitzungssaal stattfinden. Es sollen bei dieser Gelegenheit die Ein- fchränkungen im Personenzugfahrplan für die Provinz Oberhessen besprochen werden. Zu der Sitzung sind alle maßgebenden Stellen der Stadt und der Provinz ein gelaßen.
** Don der Gartenbau - und Elektrizität s a u s ft e (I u n g. Heute nachmittag findet in der Dolkshalle Kinderfest stall. Abends 81 Uhr spricht der Landwirtschaftsschuldirektor Dr. Schad, Butzbach über „Schädlinge im Garten- unb Obstbau und ihre Bekämpfung". Anschließend wird Unterhaltung bei Konzert und Tanz geboten.
*• Der Straßenbahnverkehr in unserer Stadt hat in den letzten Tagen bedeutenden Umfang erreicht. Es wurden befördert am Samstag, 11. September, rund 6000 Personen, am Sonntag rund 12 000, und am Montag und gestrigen Dienstag abermals je rund 6000 Personen. In diesen Zahlen sind die Besitzer von Fahrscheinheften nicht eingerechnet.
** Die 21 b ft i m m u n g zum Schaufen - sterwettbewerb ist noch bis morgen, Donnerstag, abend möglich. Wer also an dem Wettbewerb tei'lnehmen will, muß, soweit es nicht bereits geschehen, umgehend von seinem Wahlrecht Gebrauch machen. (Siehe Anzeige.)
**DerGießenerWochenmarkt beginnt von morgen ab vormittags 8 Uhr und findet sein Ende nachmittags 2 Uhr. (Siehe heutige Bekanntmachung.)
Q Reparaturarbeiten in den eoang. Kirchen. In der Stadtkirche ist seit Montag ein Gerüst aufgeschlagen, da die große Fensternische über dem Altar mit einem neuen Anstrich versehen werden soll: zugleich soll ferner das Dach der Kanzel repariert werden. Bei einer Prüfung der Heizungsanlage ergab sich, daß die Heizrohre an zehn Stellen undicht sind. Die Firma Schafs- städt wurde mit der Ausbesserung beauftragt. Es stellte sich ferner heraus, daß die Heizung, welche vor etwa dreißig Jahren eingebaut worden ist, den jetzigen Anforderungen nicht entspricht. Da es aber in diesem Jahre infolge der sehr großen Unkosten durch Umdecken dr einen Dachseite usw. und auch wegen der vorgeschrittenen Zeit nicht möglich ist, eine moderne, im Gebrauch billigere Heizung einzubauen, wurde die Angelegenheit für das nächste Jahr zurückgestellt. Der Fußbodenteppich wird ebenfalls repariert. In der Iohanneskirche wird ein Korklinoleumbelag eingelegt, das gleich« soll, wenn ec sich bewäl-rt, auch in der Stadtkirche eingeführt werden. Bis zum nächsten Sonntag sollen die Kirchen mit der Reparatur fertig fein. — Bei einer Revision derGlockenauf dem Stadtkirchturm fand man, daß in der zweitgrößten Glocke am Befestigungswerk des Klöpfels eine Schraube abgelöst war. An der großen Glocke, die 1853 von Rinker in Sinn gegossen wurde, einen Durchmesser von 1,75 Meter und eine Höhe von 1,70 Meter hat, sand man, daß der Klöpfel, der etwa 21 Zentner wiegt, sich bedenklich gelöst hatte. Der Aufhängebolzen war von 25 Millimeter bis auf 10 durchgescheuert. Die Reparaturarbeiten wurden sofort in Angriff genommen. Es ist hier durch die Aufmerksamkeit eines einzelnen Bediensteten großes Unheil- verhütet worden.
" EinSonderzugnachderGesolei. Am nächsten Sonntag, 19. September, verkehrt ein Sonderzug 4. Klasse mit 33V.iprozentiger Fahrpreisermäßigung und Schnellzugsgeschwindigkeit von Gießen nach Düsseldorf in nachstehendem Fahrplan: Hinfahrt am 19. September. Gießen ab 5.30 vorm., Wetzlar ab 5.46, Herborn ab 6.09, Dillenburg ab 6.19, Haiger ab 6.34, Düsseldorf Hauptbahnhof an 9.43 Uhr vorm. Rückfahrt am 20. September. Düsseldorf Hauptbahnhof ab 7.59 nachm., Betzdorf (Sieg) ab 10.20, Haiger ab 11.21, Dillenburg ab 11.31, Herborn (Dillkreis) ab 11.41, Wetzlar ab 12.05 vorm. am 21. September, Gießen an 12.22 vorm. am
21. September. Der Preis der Sonderzug- karten 4. Klasse nach Düsseldorf Hauptbahnhof und zurück beträgt von Gießen 9,20 Mk.. von Wetzlar 8,60 Mt., von Herborn 7,60 Mk., von Dillenburg 7,40 Mk., von Haiger 7.20 Mk. Bei den Fahrkartenausgaben sind für die Besucher der „Gesolei" Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von 1,20 Ml. erhältlich.
** Dem Vogelsberger Höhenclub bewilligte das Frankfurter Stadtparlament zum Ausbau des Jugendheimes auf der Herchenhainer Höhe eine Beihilfe von 2000 Mark.
** Die Zuchtviehverfteigerung des Verbandes mitteldeutscher Rotviehzüchter, die wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in Gießen morgen in Grünberg stattfindet, wird mit etwa 70 Bullen über ein Jahr und 20 Kühen und Rindern beschickt sein.
** Die Maul- und Klauenseuche ist amtlich festgestellt worden in den Gemeinden Groß- Altenstädten (Kreis Wetzlar), Rieder-Seemen (Kreis Schotten), Steinfurth und Beienheim (Kreis Friedberg), Werdorf und Ober-Lemp (Kreis Wetzlar). — Erloschen ist die Seuche in Rendel und Harheim (Kreis Friedberg) und in Röthges.
ch Dom Drachensteigen. Eines der schön- sten Vergnügen unserer Jugend ist das in jedem Herbst Wiederkehr ende Drachensteigen. Man gönne den Kindern diesen Spaß, doch mache man sie auch auf die Gefahren aufmerksam, die das Drachensteigen in denjenigen Wiesen und Felbern mit sich bringt, durch die elektrische Leitungen mit hochgespannten Strömen gehen. Namentlich warne man sie dringend davor, als Drachenkordel dünnen Draht, auch solchen mit Umwicklung zu verwenden. 'Bei Berührungen mit der Hochspannungsleitung sind schwere körperliche Schädigungen, zuweilen sogar der Tod, unausbleiblich.
** D. H. C. Eine Begehung seines Werkes, des gelben (liegenden) Kreuzes unternahm am Sonntag der V. H. C. Gießen. Durch die Konkurrenz der Ausstellung war naturgemäß die Beteiligung geringer als sonst. Der Frühzug brachte die 50 Teilnehmer nach Herborn, von wo aus das Wegezeichen in kräftigem Anstieg zur Höhe führte: hier genoß man einen hübschen Blick auf das Dilltal. Dem Rennweg folgend, der stundenlang durch einsame Waldungen führt, wurde um die Mittagszeit Bellersdorf erreicht, wo eine ausgiebige Raft am Platze war. Der Weitermarsch führte zunächst auf guter Landstraße mit prächtigen Ausblicken auf die Westerwälder Berge, namentlich Greifenstein, über Bermoll zur großen Heide, wo man einen hübschen Blick auf das hochragende Hohensolms genoß. Auf lau- schigen Waldpfaden ging der Weg am Fuße des Altenbergs her, immer mit hübschen Ausblicken durch das liebliche Biebertal zum Endziel Bieber bzw. Rodheim. Eine Ueberraschung unerfreulichster 2lrt wurde den Wanderern unterwegs zuteil. Auf einer Strecke von wenigstens drei Kilometern, von der großen Heide bis zum Altenberg, waren sämtliche Wegezeichen, die vor etwa Monatsfrist unter erheblichen Opfern an Zeit und Mühe erneuert worden sind, vollständig abgekratzt. Ob diese Tat von roher Bubenhand ober im Auftrag der betr. Behörde, was wohl kaum anzunehmen ist, erfolgte, muß erst noch ermittelt werden. Auf jeden Fall ist diese Tatsache im Interesse der wanderfrohen Bevölkerung auf das tiefste zu bedauern.
** „Hubertu s", Verein weidgerechter Jäger. Als Abschluß einer Reihe von Schießtagen im Laufe des Sommers veranstaltete der „Hubertus Gießen am 11. und 12. September auf den Schießständen des Gießener Schützenvereins fein diesjähriges Hauptjagdschießen. Als Gäste nahmen einige Mitglieder des Hess. Jagdklubs Darmstadt sowie seiner Ortsgruppe Bad-Nauheim teil. Das Schießen, das soweit als möglich den jagdlichen Verhältnissen angepaßt wurde, hatte folgendes Ergebnis: Schrot- schießen: Kipphase, Hauptschießen: 1. Graf Schwerin, Friedelhausen, 2. Holzel, Gießen, 3. Dr. H a n st e i n, Bad-Nauheim. Vorgabeschießen: 1. Mangelsdorff, Gießen, 2. Zeller, Gießen, 3. Pascoe, Dutenhofen. Trostschießen: 1. Allmendinger, (Brünberg, 2. Albrecht, Gießen, 3. Nickel, Bad-Nauheim. Wurftauben: 1. Hübner, Darmstadt, 2. Dr. Hanstein, Bad-Nauheim, 3. Pfeffer, Bad-Nauheim. — Kugelschieße-n: Reh bock, Hauptschießen:
Rundfunk-Programm
des frankfurter SenderS.
(Aus der »Radio-Umschau".)
Donnerstag, 16 September:
4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Anton Rubinstein. 4.45 bis 6.05 Uhr: Die Lese- stunde. 6.45 bis 7.15 Uhr: „Papin, der Erfinder der Dampfmaschine", 2. Vortrag von Waldemar Kleinschmidt. 7.45 Uhr: Übertragung von Leipzig: Szenen aus Goethes „Fausts für Solostimmen, Ehor und Orchester.
1. Pascoe, Dutenhofen, 2. Dr. v. Bentheim, Gießen. 3. A. Kitbinger, Gießen. Vorgabe 1. Pascoe, Dutenhofen, 2. Dr. v. Bentheim, Gießen, 3. M ü n ch, Gießen. Trostschießen: 1. M a n- gelsdorfs, Gießen, 2. Albrecht, Gießen, 3. Dr. Hanstein, Bad-Nauheim. Keiler: 1. Dr. v. Bentheim, 2. Allmendinger, Grünberg. 3. Pascoe, Dutenhofen. — Mit der besten Gesamtleistung errangderDorsitzcndedes Vereins, Pascoe, Dutenhofen, zum 5. Male die „Hubertusjagdmeisterschaft". Den 2. Meisterschasts- preis errang Dr. v. Bentheim, den 3. A. Kilbi n g e r , Gießen.
** Bibelvortrag. Der erste biblische Vortrag im Saale der christlichen Versammlung befaßte sich mit dem Enkel von König Saul, Mephibofeth. Es wurde an Hand der Schriftstelle 2.Sam. 9 ein Bild des Menschen entworfen, der in dieser armen Welt feine Befriedigung für die Seele findet und in lieblicher Weise auf Ehristus hingewiesen, der dem Glaubenden voll Genüge bietet. (S. gestrige Anzeige.)
3 m Lichtspielhaus Bahnhof- straße läuft zur Zeit der Filin. ..Ich hott' einen Kameraden". Die Handlung spielt sich zu einem wesentlichen Teil in den ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika wahrend deS Krieges ab und zeigt den heldenmütigen Kampf unserer Kolonialtruppen brr der Verteidigung des Landes. Die HauptroUen sind mit Prominenten beseht, deren ausgezeichnete Leistungen dem Film ein Niveau geben, das wesentlich über dem Durchschnitt steht. Dazu trägt auch die geschmackvolle Ausstattung zu ihrem Teile bei. Im ganzen eine beachtenswerte Filmschöpfung, deren Gesamtwirkung auch durch einige lino- mäßige ZufäNe der Handlung kaum notleidet.
Kirche und Schule.
Ein rNisstonssesl
ganz ungewöhnlicher Art wurde am Sonntag in Langd gefeiert: Es war ein Vertreter der Eingeborenen-Kirche von der Goldküste zugegen. Trotz drohenden Unwetters hatte sich eine große Gemeinde zusammengefunden aus der ganzen Umgegend. Ein Nachbarpfarrer führte in der Festpredigt eine Allegorese über Sämannsarbeit und Missionsarbeit durch. Danach betrat Pfarrer Clerk, eine führende Persönlichkeit in der von der Baseler Mission gegründeten Negerkirche an der Goldküste, die Kanzel und begrüßte die Versammlung zunächst in deutscher Sprache. Seine Ansprache hielt er in seiner afrikanischen Muttersprache, wobei seine Worte Sah für Sah von dem Ortspfarrer, Missionar Grah, überseht wurden. Clerk erzählte von dem Werden seiner heimischen Negerkirche, die nun etwa 44 000 zählt, überbrachte die Grüße seiner schwarzen Mit- christen, entledigte sich ihres Dankes für die Treue der deutschen Missionsfreunde. Besonders erfreulich zu hören war es, daß die junge Negerkirche durch ihre Glaubenskraft und ihren Opfermut dabei ist, sich auf eigene Füße zu stellen. Es war für alle Teilnehmer ein unvergeßlicher Anblick, den hochgebildeten schwarzen Mann mit ungemein lebendigem Mienenspiel in den fremden Lauten sprechen zu sehen. Den Dank der Gemeinde faßte Dekan Scriba in bewegten Worten zusammen, in dem er namens bet Behörde den dunkelfarbigen Giaubensbruder begrüßte. Vorzügliche Gesänge des Hungener Mädchenchors verbanden die einzelnen Teile der Feier. Eine Festgabe von 106 Mart konnte dem seltenen Gast überreicht werden.
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AMheater Gießen
Abonnements-Einladung.
In der Spielzeit 1926/27, die vom 5. Oktober 1926 bis Ende April 1927 dauert, werden an den Tagen Dienstag, Mittwoch, ^reitag und Sonntag je 28 2IbonnementsöorftcUungen ftatb finben; die Vorstellungen beginnen an den Werktagen um 7i Uhr, am Sonntag um 7 Uhr.
Die Abonnementskarten sind gegenüber den Tageskarten wesentlich billiger; bei Nichtbenutzung der Abonnementskarten können, wie bisher, für Schauspiel und Operette Gutscheine gegen Entrichtung einer Gebühr gelöst werden, die für die gesamte Spielzeit, auch für die Sonntagsvorstellungen, Gültig-' feit haben.
«Der Preis für die 28 Vorstellungen einschließlich der Operettengastspiele sowie einer OpernoorffeUung beträgt mit Steuer: 7278B
Proszeniumsloge, Rangloge und 1. Rang-Vorderplatz 110 Rm. 1. Sperrsitz, 1. Rang-Mitte und Logen-Rückplatz 86 „
2. Sperr itz und 1. Rang-Rückplatz 71 „
3. Sperr itz und 2. Rang-Porderplatz 47 „
2. Rang-Mitte 31 „
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Die Ausgabe und Bezahlung der Abonnementskarten erfolgt in sieben Raten.
Anmeldungen zum Abonnement sind bis spätestens 20. September 1926 nur schriftlich an die Stadtverwaltung Gießen, Bergstraße, Zimmer Nr. 12, unter Angabe des Abonnemenks- fages und der Aufschrift „Theater-Abonnement" zu richten.
Die letztjährigen Abonnenten haben Anspruch auf Beibehal- tung ihrer Plätze an ihrem Abonnementstage, wenn sie diesen bis }um 17. September 1926 geltend machen.
Gießen, den 9. September 1926.
Der Oberbürgermeister. I. 23.: Dr. Rosenberg.
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Bahnhvsstr.59,Lel.66
Obstversteigerung.
Freitag, 17. Ifö. Mts., vormittags von 91/, Uhr ab, soll das der Gemeinde Annerod gehörige Obst, bestehend in Aepfel, Dirnen und Ztoetschen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Zusammenkunst bei der Kirche. 7513D
Annerod, am 13. Sept. 1926.
Hessische Bürgermeisterei Annerod.
Horn.


