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Gießen, 14. Dezember 1926.

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Gießen, den 13. Dezember 1926.

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Für die vielen Beweise herglicher Teilnahme hei dem Heimzanfre unserer lieben Verstorbenen sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank.

Für die trauernden Hinterbliebenen:

Heinrich König nebst allen Angehörigen.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters Heinrich Ludwig Allendörfer sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühl­testen Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Wittkowski Familie Allendörfer

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GeslkiSlls-KllPskkllmgsünzesge« erfordern heute eine sorgfältige Textgebung und Satzausstattung. Gute Satzttijtungen finb nut erreichbar, wenn die Anzeigen Wzeilig genug oulgegeüen werden. Der Annahmefchlutz für alle Anzeigen im Siebener Anzeiger entfällt auf den Nach­mittag vor der Aufnahme. Empfehlung», anzeiyen müssen, je nach Umfang und Satz, schwierigkeiten, zwei bis drei Tage vorher bestellt sein. Nur mit Sorgfalt und dem not­wendigen Ieitaufwand gesetzte Empfehlungen

Wern öen emiWlen erfolg!

Drucksachen aller Att affCßfflffiFSSS:

bk vrühl'fche llnioerfitätr-vrvtkerei. H. Longe. Sieben. Schulstt. 7

Don der Aulolinie

Giehen - Wieseck - AUen-Buseckr £/QBlefed. 13.Dez. Die durch bie Heu» einstellung des dritten Wagens und die (Zrtoet- terung der Linie nach Alten-Dufeck notwendig gewordene Umorganisierung deS A u to­be t r i e b s darf nunmehr als beendigt ange­sehen werden. Mit dem seht vorliegenden Fahr­plan (der im heutigen Inseratenteil enthalten ist) hofft man. allen Wünschen, soweit sie sich mit den Detriebsnotwendiglriten vereinbaren lie­hen, Rechnung getragen zu haben. Das Haupt­gewicht muhte wiederum daraus gelegt werden, den sich stoßweise abwickelnden Vermehr in der befriedigendsten W:ise ab^>u angen. Diese Voraus­sicht zwang die Leitung, in den Morgen- und Abend st unden mit Hod) druck fahren zu las,en, ja sogar einzelne besonders belastete Kurse durch das Hinzukommen von Alten-Br.seck doppelt zu fahren. Der nun schon seit einigen Tagen planmäßig durchgeführte Verkehr biS nach Alten-Duseck wickelt sich völlig reibungslos und glatt ab, die Beanspruchung ihreS neuen Verkehrsmittels seitens der Alten- Dusecker Einwohnerschaft ist als recht befrie­digend anzus-rechen: je cn a.lS emp indct mrn gerade in der jetzigen lebhafteren Weihnachtszeit die Annehmlichkeiten einer direkten Ver - bindung mit Gießen in der cindringlichstcn Weise. Hinzu kommt noch daS angenehme und sichere Fahren in den .Wiesecker Autos". Zur Bewältigung der besonders Im Winterhalbjahr sebr starken Inanspruchnahme deS Dsrkchrs- mittels bemühte man sich, einen möglichst großen dritten Wagen zu erhalten, der als Ersatzkragen fährt, bis der neu bestellte Büs­singwagen fertiggestellt ist. Der von der Stadt­verwaltung Ha-'born aushilfsweise zur Ver­fügung gestellte SechSrodwagen erfüllt diese Vor­bedingung, er hat dieselben Ausmaße wie die beiden bereits vorhandenen Wagen, so daß sich wohl kaum Schwierigkeiten in der Beförderung der Fahrgäste ergebm werden. Der Hamborner Wagen ist übrigens der erste Sechsradwagen, der von den Düllingwerken auf den Markt ge­bracht wurde. Pessimisten prophezeiten der Auto­linie Wieseck-Gießen seinerzeit eine recht turze Lebensdauer, der Zufall will es. daß gerade am Tage des einjährigen Bestehens des Unternehmens dieses die jetzige Erweiterung und Stärkung erfuhr. Am 13. Dezember war es ein Jahr, daß nach ^echt schwierigen und langen Verhandlungen der Betrieb ausgenommen wer­den konnte. In diesem ersten Jahre hat das älnternehmen der Gemeinde nicht nur seine Not­wendigkeit. sondern auch seine Lebens­fähigkeit nachgewiefen. Zur gegebenen Zeit soll eine Besprechung d.'s Ergebnisses des ersten Detriebsjahres dies: Tat ache besonders würdigen.

Eine Auszeichnung verdienter 8eu er to e 6 r Ir.t e fand, wie wir gestern be­reits mitteilten, am Samstagabend gelegentlich der Deranstaltuna b?r Gießener Freiwilligen Feuerwehr statt. Es wurden folgend? Ehrungen verliehen: Die Fe erwehrleute Hugo A tsche und Karl G Ier erhalten von der Freiwilligen Feuer­wehr für langjährige treue Dienste je eine Uhr. Derdienstschnüre erhielten für 40jähr'g.» Dienst­zeit: LouiS Faber, Phi'ipv Klotz, W.lh lm Rühl; für 30 Jahre: Heinrich Herbert; für 20 Jahre: Otto Fiedler, Ludwig Kreider, Wilhelm Mel­chior; für 10 Jahre: Artur Heißler. August Müller. Wilhelm Pfeil. Karl Theis, Karl Mit einem Diplom der Stadt für 15jährige Dienstzeit wurden geehrt. Drand- Dlrektor Adolf Braubach, ferner Karl Kraft,

goldenen Hochzeit in geistiger und körperlicher Frische.

** Geschäfts, und Kundenjubiläum. Morgen kann der Friseurmeister Wilhelm Pfeil. Walltorstraße 22, auf ein 25jähriges Bestehen seines Herrenfriseurgeschäftes zurückblicken. Im Hause Walltorstraße 18 eröffnete er sein Geschäft, zog aber bereits nach 2 Jahren in das noch jetzt von ihm be­nutzte Lokal. Mit ihm zusammen kann Herr A. Karnbach dieses Tages gedenken, hat er doch dem Jubilar vom Tage der Geschäftsgründung an 25 Jahre als Kunde die Treue gehalten.

" Die Männer. unb Frauenverein i- aung der Matthäusgemeinde veranstaltet heute, Dienstag, 14. Dezember, abends 8 Uhr, einen LlchtbilderoortragB o m goldenen Mainz bis ans ferne Meer". Herr En. gels. Wetzlar wird das neue Epidiaskop der Ver- einigung vorführen; er wird das Beste an bunten Bildern zeigen, das zur Zeit die Lichtbilderindustrie auf den Markt bringt Ein interessanter Abend steht ben Mitgliedern bevor. (Siehe gestrige Anzeige.)

ee Warenproben nach der Schweiz. Die Reichspost teilt mit: Im Verkehr mit der Schweiz find fortan kleinere Warenmengen jeder 2lrt mit geringem Handels- oder Kaufwert, auch wenn sie nicht eigentlich zur Bemusterung dienen. biS zum Höchstgewicht von 500 Gramm zr den für Warenproben bestehenden ermäßigten Gebühren zur Beförderung zu^elassen. Die Sendungen müf- sen im übrigen den De ingungen für Warenpro­ben entsprechen und dürfen namenllich keine unzu­lässigen schriftlichen Mitteilungen enthalten. Ist der Inhalt zollpflichtig, so'sen die Sendungen auf der Vorderseite mit dem vorgeschriebenen grünen Zottzettel versehen sein.

Elternabend der Oberrealschule Gießen. In den höheren Schulen früherer Jahrhunderte spielten die Unterhaltungen, be­stehend in Theater und Musik, eine große Rolle. Wan sagte sich, der Schüler soll eine gewisse Gewandtheit des Auftretens lernen, er soll An­regung finden, durch Betätigung auf dem Ge­biete der Kunst sich eine edle Erholung und Abspannung von der harten Mühe des Stu­dierens verschaffen, und zugleich soll bai Ver­hältnis zwischen Vorgesetzten und Untergebe­nen an Starrheit verlieren und einen vertrau­lichen Charakter annehmen. Dieser Ansicht der alten Pädagogen hat man, wie begreiflich, öfter widersprochen, indem man den Echulbctrieb durch allzugrohe Ablenkung der phantasiereichen Ju­gend von dem Ernste, den der planmäßige Unter­richt immerhin erheischt, für gefährdet glaubte. In der neuzeitlichen Schule, die aus die Hast und Unruhe der Zeitgenossen eingestellt war und in­folge der großen Fortschritte der Raturwissen­schaften einen ungleich größeren Lehrstoff zu bewältigen hatte als die Vergangenheit, war für Unterhaltungen zur Pflege der schönen Künste wenig oder meistens gar keine Zeit. Und so konnten wir die Erfahrung machen, daß der In­tellektualismus überhand nahm, während das Willens- und Gemütsleben vielfach verkümmer­ten. Der preußische Minister für Kunst, Wissen­schaft und Volksbildung. Dr. Becker, hat diesen Gedanken in seinem Buche zur Reform der Hoch­schule eingehend behandelt, und allen, die mit der Erziehung der Jugend betraut sind, gründ­liche Remedur ans Herz gelegt. Ein in jeder Te- ziehung vorbildlicher Unterhaltungsabend, den die hiesige Oberrealschule am Sonntag geboten hat. kann als Antwortrus gelten, daß man ge­willt ist, die einseitige Betonung der Derstandes- ausbildung zu verlassen und die gemütvollen und künstlerischen Anlagen unserer Jugend eben­falls zur Entfaltung zu bringen. Wan kann die Pädagogen der Anstalt, zumal die Direktton. zu diesem Fortschritt beglückwünschen, und dan hoffen, daß ihr Bestreben allseits Nachahmung finden werde. Reben einem Theate.stück des Meistersinger- HanS Sachs, dasl dank der ver­ständnisvollen Einübung durch Dr. Kaesber» ger wirkungsvoll zur Darstellung kam, und eini­gen gut gegebenen Drk.amationen verbreitete sich

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biete» naturgemäß zur Folge unb bereitet sie somit einen für Infektionskrankheiten günstigeren Boben, so kann die noch junge, unkrautartig dicht vor ben Fenstern emporwuchernbe Linden- ober Kastanien­allee inmitten einer Stabt etwas Beängstigendes haben, sie drückt das Gemüt. Der Beispiele gibt es atnufl. Man sollte nur die Bewohner der Licher-, Liebig-, Löber- unb anderer Straßen darüber hören.

Um nicht falsch verstanden zu werden, sei zum Schlüsse ausdrücklich betont, daß ein Baum in den Straßen der Stadt überall da feine Berechtigung hat und erfreut, wo er die Menschen nicht stört, unb wo er ihnen nicht Licht, Sonne und Ausblick nimmt.

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Gießener Wochenmarktpreise.

Ls kosteten auf bem heutigen Wochenmarkt: Butter, bas Pfunb 1,80 bis 1,90 Mk.: Matte das Mund 35 bis 40 Pf.; Käse, 10 Stück 0,60 bis L50 Mark; Wirsing 8 bis 10 Pf.: Weißkraut 5 bis 8 Pf.; Rotkraut 10 bis 12 Pf.: gelbe Rüben 10 Ps.; rote Rüben 10 Pf.; Spinat 25 bis 30 Ps.; Unterkohl, rabi 5 bis 8 Pf.: Grünkohl 20 Pf.; Rosenkohl 40 bis 50 Pf.; Feldsalat 0,80 bis 1 Mk.: Tomaten 0,50 bis 1 Mk.: Zwiebeln 10 Ps.; Meerrettich 35 bis 80 Pf.; Schwarzwurzeln 35 bis 50 Pf.; Kartoffeln 6 Pf.; Aepfel 15 bis 30 Pf.; Dörrobst 30 Pf.: Honig 45 bis 50 Pf.: junge Hahne 1 Mk.; Suppen. Hühner 1 bis 1.10 Mk.: Oänfe 0,90 bis 1,20 Mk. Jiüffe 60 bis 90 Pf.; Eier, bas Stück 17 bis 19 Pf - Blumenkohl 0,80 bis 1,50 Mk.; Endivien 8 bis 20 Pf.: Lauch 5 bis 15 Pf.: Rettich 5 bis 15 Pf. Sellereie 20 bis 40 Pf.-, Tauben 50 bis 70 Pf.

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Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 7L0 Uhr, .Lohannisfeuer" (Ende 10 Ubr). Männer- unb Frauenoereinigung der Mat­thäusgemeinde: 8 Uhr, Matthäusfaal, Dortrag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:,Ranette macht alles*, Aftoria-Lichtspiele:In den Krallen des Todes*.

Aus dem Stadttheaterbureau wird

Ehrenpreis für beste Schocke! unb Knorre (297 P.) L. Weigel, Allenbork, 6. Ehrenpreis, Ehrenpreis für beste Pfeife (294 P.) Hch. Ruopel. Unter- Wibdersheim, 7. Ehrenpreis (291 P.), Fr. Schmidt, Marburg 8. Ehrenpreis. Ehrenpreis für beste Knorre Ä. Runkel, Bad Salzhausen (285 PI. 9. Ehrenpreis (276 P^) PH. Müller. (Brünberg, 10. Ehrenpreis (276 P.) A. Zirfas, Limburg; silberne Medaillen erhielten W. Dick. Gießen, H. Hofsmann I., Canasborf, Rich. Frenze! jr Gießen, Ernst Grein, Gießen, Jos. Groth, Lim­burg. Für ausgestellte Sogelfuttcrfaatcn, Käfige und Artikel zur Vogelzucht unb -pflege erhielt die Sa­menhandlung Söll, Gießen, einen Ehrenpreis und goldene Medaille.

* Gießener Kaninchenzüchter be­teiligten sich an der Ausstellung des Landesverban­des Hessischer Kaninchenzüchter, die am 11. unb 12. Dezember in Worms stattfand. Der Ersola war. daß nachstehende Züchter mit Ehren-, 1.. 2. und 3. Preisen bedacht wurden. Steih (Silber), Krei­ling (Schwarzloh), Ullrich (Ehinatullci), Kirch- ner (Weiße Wiener), Sche 1 lhaas (Weiße Rie- fen unb Blaue Wiener).

** Die KurmSrker-Bereinigung Gießen. Ortsgruppe von Oberhessen, Hessen- Rasiau unb Hesien-Kasiel, hielt am Sonntag in Gie­ßen ihre zweite Zusammenkunft ab, die rote man uns schreibt gut besucht war. Aus bem Bericht ist zu erwähnen, daß die Arbeiten zum Regiments­appell gute Fortschritte machen, unb Ortsgruppen in Alt-Breisach, Freiburg, Darmstabt, Gießen, Freien­diez, Herne. Braunschweig, Hannover. Berlin unb in Schlesien bestehen. Große Freube rief die Nachricht hervor, daß bie Offiziersvereinigung ehemaliger Kur- matter Gießen als Feststadl gewählt hat, wo am 9. unb 10. Juli 1927 ber Regimentsappell statt- finden soll.

Vortragsabend Wilhelm SchS- f e r. Wir sind leider nicht in der Lage, übev den gestrigen Vortragsabend des rheinischen 1 Dichters Wilhelm Sdjäfcr zu bericht.n. da die Einladung zu dieser Veranstaltung uns erst zu einer Zeit zuging, in der übrr die Kräfte der Redaktion schon anderweitig verfügt war.

uns geschrieben: Die morgige Aufführung I retteDer liebe Augustin^ von Sei barf um so mehr Anspruch auf Beachtung verlangen, als für zwei Hauptpartien in Herrn Alois R e s ni und Fräulein Elisabeth Friedrich vom Frank­furter Opernhaus ganz erstklassige Vertreter gewon­nen worden finb. Unter ber flotten Regie von Curt H am p e unb bei Mitwirkung ber anberen beliebten unb hier bekannten Operettenfräfte wirb bie flotte unb liebenswürbipe Operette sicher starke An­ziehungskraft ausüben.

der Direktor der Anstalt. Oberstudiendirektor Dr Rolle r. über den Zweck des Elternabends und Etudienrat Dr. Htllenbrand über die Pflege und Bedeutung der Musik, insonderheit des Schulorchesters. Letzteres erregte, durch die Lei­tung und Hingabe seines Dirigenten angefeuert und beseelt, wahre Stürme des Beifall». Der Kenner weih, wclche unsagbare Mühe Dr Hil - lenbra nd sich um da» Orchester machte, um Resultate zu bieken. die durch die D.kziplin. Ton­gebung und Dynamik der Spieler die zahlreichen Zuhörer vor außerordentlich erfreuliche, unge­ahnte Lieberraschungen stellten. Es bedurfte ber ganzen Liebe zur Musik und den jugendlichen Kräften, um in wenigen Monaten ein ansehn­liches Programm gründlich eingeeübt zu haben. Die Pallas Athene aus dem Haupte des Ju­piter. war. könnte man sagen, plötzlich der Ge­danke der Kunst im Schülerorchcster Wirklichkeit geworden. Aus der Begeisterung, die hier ent­facht wurde, wird die Ooerrealschule reichen Ge­winn ziehen. Freude auch an ber Schule und Vertrauen und Liebe zu den Lehrern haben reichliche Rahrung gefunden.

** Militärische Weihnachtsfeier. Die 2. Stomp, des 15. Jnf.-Regts. (Traditions-Komp. Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm Rr. 116) hielt am Samstag auf berLiebigshöhe" ihre diesjährige Weihnachtsfeier ab. Die überaus gut besuchte Der- anftahuna wurde durch musikalische Darbietungen eingekitet, denen sich der von Feldwebel Leh­mann gesprochene Prolog umschloß. Rach einem weiteren Musikstück richtete ber Koinpagniefichrer. Hauptmann Hoßfelb, eine tune Begrüßungs­ansprache an bie Erschienenen, in der er u.a. den Baluillonskommandeur, Oberstleutnant Fritz, bie Vertreter der Vereinigungen ehemaliger 116er Gie­ßen, Alsfeld unb Wetzlar, Vertreter ber Vereinigun­gen verwandter Formationen, ferner bes Marine­vereins Gieren und des D. f. B. herzlich willkommen hieß. Von den anschließenden weiteren Punkten bes recht abwechslungsreich zusammengestellten Pro­gramms verdient vor allem die Gruppenszene Deutsche Soldaten" lobende Erwähnung. Vas lebende Bild zeigte fünf Soldaten aus der Zeit von 1640 bis 1924, bie sich zur Geisterstunde ihre Kriegs- erlebniffe erzählen: wie sie unter bem Großen Kur- fürsten, Friebrich bem Großen, 1870/71 und im Weltkriege gekämpft haben und zum Schluß das Gelöbnis des Soldaten von 1924 entgegennehmen, burch stete Treue unb Tapferkeit sich bafür einzu- setzen, daß wieder ein neues herrliches Deutsches Reich ersteht. Stürmischer Beifall belohnte bie Dar- steiler der eindrucksvollen Szene. Ein Trompeten- soloDie Liebe zum Volke" von Unterfeldwebel Lotz fand wohlverdiente Anerkennung. Den Schluß bildete eine MilitarposseSeine Kusine", bie leb­hafte Heiterkeit heroorrtef unb zur Hebung der Stimmung beitrug, unb ein Marsch, den bie fia- Etile trefflich zum Vortrag brachte. Die in allen eilen wohlgelungene Feier nahm einen würdigen Verlauf unb legte bestes Zeugnis ab von dem guten Einvernehmen zwischen Vorgesetzten und Untergebe­nen. Der anschließende Tanz hielt die Mehrzahl ber Teilnehmer in angeregtester Stimmung noch bis zu rechtfrüher" Stunde beisammen, so daß alle auf ihre Kosten kamen unb sich wohl gern ber schönen Stunden erinnern werden.

D e r VereinKanari a" Gießen unb Umgegend veranstaltete am Sonntag im Postkeller^ eine allgemeine Kanarien-Aus- Heilung. Die Schau war mit etwa 200 Exem­plaren ber kleinen gefieberten Sänger beschickt, sie wies einen recht zahlreichen Besuch auf. Die Prä­miierung hatte folgendes Ergebnis: A. Selbft- zuchtklasse: Damen-Ehrenpreis, große goldene Medaille, Meisterschaftsplakette und Wanderehren- preis, Ehrenpreis für beste Hohlrolle und Glucke er­hielt mit 305 P. R. F renzel fen., Gießen, 1. Ehren- preis, goldene Medaille, Ehrenpreis für beste Pfeife (291 P.) Hch. Simmer, Gießen, 2. Ehrenpreis, aolbene Medaille, Ehrenpreis für beste Knorre (290 Punkte) Ph. A. Koppler, Vilbel, 3. Ehrenpreis, silberne Medaille (285 P.) Ludro. Naumann, Wehrshausen (Kreis Marburg), 4. Ehrenpreis, filb. Medaille, Ehrenpreis für beste Schockei (279 Punkte) Ä. Schmidt. Marburg, 5. Ehrenpreis, silberne Medaille. Ehrenpreis für beste Knorre (279 Punkte) H. Hoffmann Langsdorf, 6. Ehrenpreis, fUb. Medaille (264 P.) L. Petri, Gießen, 7. Ehren­preis, filb. Medaille (261 P.) O. Steif), Gießen, 8. Ehrenpreis, filb. Medaille, Ehrenpreis für beste Glucke (254 P.) A. H e t t ch e, Gießen, 9. Ehrenpreis, silberne Medaille H. Schmidt, Gießen (243 P.); Diplome: K. Runkel, Bad Salzhaufen, Josef Fischer, Attenkirchen, K. Heimes, Gießen, Gg. Stefan, Limburg; silberne Medaille: K. Rau, Gießen. B. Allgemeinklasse: Damen-Ehren- preis, goldene Medaille, Ehrenpreis für beste Hohl­rolle (321 P) K. Schmidt, Marburg, 1. Ehren­preis, silberne Medaille, Ehrenpreis für beste Hohl- Flingel unb Schocket (312 P.) K. Becker, Gießen, 2. Ehrenpreis, filb. Medaille (303 P.) W. Hachen­burger II., Beienheim, 3. Ehrenpreis, silberne Medaille, Ehrenpreis für beste Glucke (303 Punkte) P- Krieg, Gießen, 4. Ehrenpreis (297 Punkte) Hch. Ru p p e 1, Unter-Widdersheim, 5. Ehrenpreis,

Wilhelm Klein, W lh lm Dopf, Heinrich Ma­theis. Ludwig Waldfchmidt. Der Kreisverband Freiwilliger F euerwehrm v^rl eh folgenden Mit­gliedern die D enstschnalle für 15jähr gen Fruer- wehrdienst: Franz Buchberger. Heinrich Barth, Wilhelm Dopf, A lgust Dickore, Karl Euler, Johann Fölsinq, Otto Faber, Karl Gutbub, Moritz Gregori, Henr'ch Helfenbein. Philipp K o), K r! Kalbfleisch. Karl Kraft, With. Kle n, Heinrich Lotz, Philipp Lehrrer, Emil Malko- mesiuS. Wilhelm Mohr, Gustav Müller, Wil­helm Rühl, Georg Reitz, Karl Rrulinq II., Johann Rosenbecker, Heinrich Stuhler, PhUipp W ld, Heinrich Wag ier, Otto Werner.

1 Pestalozzi-Feier in Gießen. Der Kreislehrerverein Gießen beabsichtigt, bie hunbertste Wiederkehr des Todestages bes großen Pädagogen Pestalozzi am 17. Februar nächsten Jahres durch eine Gedenkfeier in ber Universitätsaula zu Gießen feierlich zu begehen.

Personalien. Ernannt wurden die Gendarmeriewachtmeister Adolf Stöckler zu Kirtorf und Phil. Aug. Röder zu Rieder- Ohmen zu Gendarmerieob^rwachtmeistern mit Wirkung vom 1. Dezember 1926. In den Ruhe­stand tritt am 1. Januar 1927 auf Grund des AlterSgrenze-Gcfthes der Förster Philipp Müller IV. zu Alten-Bufeck.

* ein Achtzigjähriger. Der Rentner Robert Marth, Steinstraße 331 wohnhaft, begeht morgen in voller geistiger unb körperlicher Frische feinen 80. Geburtstag.

©olbene Hochzeit. Der frühere Holz- unb Kohlenhänbler Georg Unverzagt und Frau Antonie geb. Eigenbrodt, Kaiserallee 15III wohnhaft, feiern morgen, 15. Dez., bas Fest der

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