Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 14. Mai 1926.
Der neue Fahrplan auf Bahnhof Gießen.
2m neuen Fahrplan (ab 15. Mai) treten auf Bahnhof Gießen folgende Aenderungen ein.
Richtung nach Kassel:
Pz. 777 Frankfurt—Kassel an 8.03 norm., ab 8;33 norm, (bisher ab 8.241.
O-Zug 73 Frankfurt-K,el an 8.19 norm., ab 8.24 norm, (bisher ab 8.16).
Pz. 769 Frankfurt—Hamburg an 10.12 norm., ab 10.18 oorm. (bisher ab 10.19).
Pz. 773 Frankfurt—Kassel an 12.21 nachm.. ab 12.30 nachm. (bisher ab 12.32).
l)-Zug 27 Frankfurt—Berlin an 1.15 nachm., ab 1.25 nachm. (bisher ab 1.12).
Pz. 707 Frankfurt—Kassel an 6.09 nachm., ab 6.1!' nachm. «bisher ab 6.20).
Neu: V-Zu.i 75 Frankfurt—Hamburg an 10.13 nachm., ab 10.18 nachm. ,
D-Zug 77 Frankfurt—Hamburg an 11.39 nachm., ob 11.44 nachm. (bisher ab 11.49).
V-Zug 179 Frankfurt—Berlin an 11.48 nachm., ab 11.58'nad)in. (bisher ob 11.41).
Neu: V-Zug 191 Bafel—Aliocha—Berlin Gießen durch 12.3K nachts, hält zwischen Frankfurt und Kassel nur in Bad-Nauheim.
Neu: Pz. 729 Gießen—Marburg ab Gießen 10.43 nachm.
' Pz. 771 Frankfurt—Kassel an 1.49 nachts und ob 1.55 nachts ist weggefallen.
Richtung nach Frankfurt a. 2H.:
Neu: V-Zug 192 Berlin—Basel Gießen durch 4.34 nachts, hält zwischen Kassel und Frankfurt nur in Bad-Nauheim.
Neu: V-Zug 78 Hamburg—Frankfurt an 5.38 norm., ab 5.42 vorm.
V-Zug 76 Hamburg—Basel an 7.54 oorm., ab 8JX) oorm. (bisher ab 8.02).
Pz. 774 Kassel—Frankfurt an 9-51 oorm., ab 9.57 vorm. (bisher ab 9.55).
V-Zug 28 Berlin—Frankfurt an 5.27 nachm., ab 5.37 nachm. «bisher ob 5.38).
Beschl. Pz. 770 Kassel—Frankfurt an 8.21 nachmittags, ab 8.33 nachm (bisher ab 8.31).
Pz. 778 Gießen—Frankfurt bisher Gießen ab 8.56 nachm. ist weggefallen.
Richtung nach Wetzlar—Dillenburg:
Pz. 1611 Gießen—Betzdorf ob 5.13 vorm. (bisher 5.14 oorm., Sonntags bis Wetzlar.
V-Zug 275 Frankfurt—Dortmund an 6.42 nachmittags, ab 6.50 nachm. (bisher ab 6.51).
Pz. 1649 Gießen—Betzdorf ab 10.50 nachm. (bisher ab 10.30 nachm.).
Richtung nach Limburg—Koblenz:
Pz. 106 Gießen—Koblenz ab 5.13 vorm. (bisher ab 5.14) Sonntags.
Pz. 402 Gießen—.Koblenz ab 8.50 oorm. (bisher ab 8.52).
Neu: V-Zug 128 Gießen—Trier ab 5.44 nachm.
Richtung nach Fulda:
Pz. 553 Gießen—Fulda ab 8.24 oorm. (bisher ab 8.16).
Pz. 557 Gießen—Fulda ab 3.36 nachm. (bisher ob 3.40), verkehrt täglich bis 2. Oktober.
Pz. 561 Gießen—Burg-Nieder Gemünden ab 6.46 nachm. (bisher ab 6.48).
Der Pz. 552 Fulda—Gießen, bisher Gießen nn 7.54 vorm, verkehrt unterwegs bis 5 Minuten früher: fetzt Gießen an 7.50 vorm.
Pz. 559 Gießen—Fulda ab 8.02 nachm. (bisher ob 8.03).
Richtung nach Gelnl-ausen:
Pz. 506 Gießen—Gelnhausen ab 8.14 vorm. (bisher ab 8.16).
Pz. 512 Gießen—Gelnhausen ab 6.41 nachm. (bisher ab 6.42).
Pz. Gießen—Hungen—Nidda ab 10.4-3 nachm., neu. daß er Sonntags bis Nidda durchgeht.
Pz. 513, bisher von Hungen, verkehrt Sonntags non Stockheim bis Gießen: Gießen an 9J53 nachmittags.
Vi. 505. bisher nur werktags, verkehrt Sonntags bis Gießen Meßen an 3.10 nachm.
Die Ehescheidungen in Hessen im Jahre 1925.
3n ganz Hessen wurden im Jahre 1925 404 Ehen geschieden (im Vorjahre 496). 15 Ehen (tm Vorjahre 9) wurden für nichtig oder ungültig erklärt. Don den geschiedenen Ehen
entfielen 182 auf Starkenburg, 86 auf Ober» Hessen und 136 auf Rheinhessen. Die Zahl der Ehescheidungen belief sich (nach dem Wohniii; des Mannes) in Darmstadt auf 76 (86), Offen» dach auf 47 (83). in Dießen auf 29 (38). in Main; auf 85 (88). in Dingen auf 8 (14), in Worms auf 4 (30). In 26 Millen dauerte die Ehe biS 2 3obre. in 136 Fällen 2 bis 5. in 137 Fällen 5 bis 10 Jahre. 3n den folgenden Jahrgängen finkt die Ziffer; in 14 Fällen hatte die Ehe mehr als 25 Jahre gedauert. In 177 der geschiedenen Ehen waren keine Kinder vorhanden, in 129 Shcn ein Kind, in 72 Ehen 2 Kinder, in 21 Ehen 3 Kinder, in 15 Ehen 4 und 5. in 5 Ehen 6 und mehr Kinder. In 197 Fällen waren beide Ehegatten evangelisch, m 69 Fällen beide katholisch, in 4 Fällen beide israelitisch und in 117 Ehen handelte es sich um Mischehen. 158 mal wurde die Scheidung ausgesprochen wegen Ehebruchs, 11 mal wegen böswilligen Verlassens, 252ma( wegen Verletzung der ehelichen Pflichten und 2ma( wegen Geistesstörung. 3n 67 Fällen wurde der Mann wegen Ehebruchs schuldig gesprochen. in 136 Fällen wegen Verletzung der ehelichen Pslichten. 4bmal wurde die Frau wegen Ehebruchs für schuldig gesprocheu und 43mal wegen Verletzung der ehelichen Pflichten. 45mal find beide Teile wegen Ehebruchs und 73nial wegen Verletzung der ehelichen Pflichten geschieden worden. 3m ganzen wurden schuldig gesprochen 209 Manner 11924: 228), 83 Frauen (141). beide Teile 112 (127). Die meisten der geschiedenen Männern und Frauen waren in den Altersklassen von 25 bis 35 Ighren.
Vornotizen.
— Lageskalender für Freitag. Palast-Lichtspiele, 4.15 und 8.15 Uhr: Deutsche Heimatfilme.
— Wickingerfahrten der Nerother. Der Vortrag lindet im großen Hörsaal des Physikalischen 3nstituts statt und nicht, wie in der Anzeige vom 12. Mai zu lesen war, im großen Hörsaal des Physiologischen 3nstituts, (Siehe Anzeige.)
— Gin Wohltätig? eitstonzcrt zum Beste u des V. D. 21. veranstaltet Wilhelm Schätt- lers Schule am nächsten Montagabend im Singsaal des Realgymnasiums. Die Veranstaltung sei zu regem Besuch bestens empfohlen. Näheres in der Anzeige vom Mittwoch.
LU. D > e zweite und letzte feierliche Immatrikulation findet morgen mittag um 12 Uhr im Großen Hörsaal der Universität statt.
LU. Universitäts-Gottesdienst. Am nächsten Sonntag, vormittags 11.15 Uhr, findet in der Steuen Aula ein Universitäts-Gottesdienst statt, zu dem in erster Linie die Angehörigen der Universität eingeladen finb. Selbstverständlich hat aber auch jeder andere Zutritt. Die Predigt häll Professor Dr. F r i ck.
** Saarsänger in Gießen. Der Männer-Gesangverein „Liederkranz" aus Saarbrücken, wohl der größte und beite seiner Art "nn Saargebiet, dem auch ein ausgezeichneter künstlerischer Ruf vorausgeht, wird auf seiner diesjährigen Konzertreise auch Giehen einen Besuch abstatten. Er trifft am 1. Pfingstseiertage (23. Mai) gegen Vzl Uhr mittags von Marburg kommend in einer Stärke von 200 Sängern hier ein und wird um 4 Uhr nachmittags unter Leitung feines Ehorrneisters, Mnfikoberlchrers P h. Stilz, in der Volkshalle ein Konzert geben. Die hiesigen Gesangvereine, die Turnerschaft, der Derkchrsverein und der Saarverein haben sich zusammengetan, um dieses Konzert würdig vorzubcreiten. Ein Ausschuß ist gebildet, der bereits tüchtige Vorarbeit geleistet hat. Dor allem gilt es, auch die Saarsänger, die nur bis zum 24. Mai früh hier bleiben, möglichst kosten- srei unterzubringen. Näheres ist aus der heutigen Anzeige zu ersehen.
** Arbeitsjubiläum. Am gestrigen Himmelsahrttage waren 40 3ahre vergangen, feit der Druckereihilssarbeiter Friedrich Bender aus Krofdorf den Dienst in der Brühl'schen Uni- verfilätS-Duch- und Steindruckevei R. Lange in Gießen auf genommen hatte. Aus diesem Anlaß gedachte der Inhaber der Firma. Duchüruckerei- besiher A. Lange, am Mittwoch vor versammeltem Personal in einer herzlichen Ansprache bet treuen Dienste des Jubilars, dem er als äußeres Zeichen seiner Anerkennung ein entsprechendes Iublläumsangebinde überreichte, wofür der Gefeierte in einer launigen Ansprache dankte. Auch die Mitarbeiter des Jubilars hatten diesem eine freundliche Ehrung bereitet, indem sie feinen
Ardertsplay mit festlichem Schmuck versahen. Möge dem verdienten Mitarbeiter noch manches Jahr gebetblidfren Wirkens an fernem altgewohnten Platze beschieden fein.
O Ein 21 u t d - Un f a II ereignete sich gestern nachmittag im Walde bei Lollar Dort brach einem von Marburg loinmenden Auto ein Hinterrad Infolge dell en fuhr der Wagen gegen einen Baum und wurde zertrümmert. Der Führer und Besitzer des 2Uito». ein Herr auS Mainz, tarn mit dem Schrecken davon, dagegen erlitt seine milfahvende Gattin durch den heftigen Anprall innerliche Derlehungen und muhte nach Dießen in ärztliche Behandlung verbracht werden. Dos zertrümmerte Auto wurde durch ein Lastauto der Firma Hebstreit in Gießen vom Platze geschafft.
' Einsteigdieb stahl. Der Polizeibericht meldet: Am Mittwoch stieg ein Dieb über den umzäunten Dorgarten eines Hauses in der Erftanlage dahier, und, durch die schlechte Straßenbeleuchtung begünstigt, durch ein vssenstehc-ndes Fenster in eine Parterrewohnung. Gestohlen wurden ein glockenförmiger, aus Wolle gestrickter hellgelbfarbiger Domenmantel, mit pelzartigern Besah an Aermeln und Kragen, ein dunkelbrauner hochgeschlagener Damen hick (Sonnen Hut) mit roten, gelben und grünen Blumen und braunem Band besetzt, eine graublaue Trägerschürze, eine weihe Blute und ein getragener Herrenrock. Dor Ankauf der Sachen wird gewarnt. Personen, die über den Derbleib der Sachen und über die Tat er- schost Wahrnehmungen gemocht hoben, werden ersucht, der Kriminalpolizei Gießen Mitteilung zu machen.
•* Festgeno m m c n wurden acht Personen wegen verschiedener Straftaten.
** Pfingstpaketverkehr. Die Deutsche Reichspost ersucht, mit der Bersendung der Pfingst pokete möglichst frühzeitig zu beginnen, damit Anhäufungen in den letzten Togen vor dem Fest und dadurch oerurjachte Verzögerungen vermieden werden. Es empfiehlt sich, die Pakete gut zu verpacken, die Aufschrift Hallbor anzubringen und den Bestimmungsort unter näherer Bezeichnung der Lage besonders deutlich niederzuschreiben. Ferner darf nicht unterlassen werden, auf dem Paket die vollständige Anschrift des Absenders, auch Hausnummer, Gebäudeteil, Stockwerk anzugeben und in dos Paket obenauf ein Doppel der Aufschrift zu legen.
Die Kohlenproduktion in Hessen.
Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Doltsstaoles Hessen weist für den Monat Aril 1926 folgende Zahlen nach: An Rohbraun- tohlen wurden gefördert 33 525 Tonnen, verkauft wurden davon 10141 Tonnen, dec größte Teil der Rvhlohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. 2lus deri verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwe.ereiprodukten erzeugt: 901 Tonnen Braun- kohlenbrilens, 1601 Tonn eit Nahpreßsteine.
Außerdem wurden in Hessen erzeugt eine Anzahl Tonnen Dteinpreßkohlen.
Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs, verblieben am Monatsschluh absatzfähig: 14 931 Tonnen Rohkohlen, 350 Tonnen Briketts, 1947 Tonnen Nahpreßsteine, zusammen 17 228 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlenprodutte, im Gesamtwert von 120 287 Reichsmark.
Der Saatenftanb im Reich Anfang Mai.
Für die Weiterentwicklung der Saaten war die trockene Witterung im April mit zumeist sonnigen Tagen im allgemeinen nicht ungünstig. Als Folge der häufigen Nordostwinde ist aber eine ziemliche Austrocknung der Felder eingetreten, die sich in letzter Zeit schon bei fast allen Feldgewächsen nachteilig fühlbar machte.
Der Stand der Wintersaaten wird im ganzen als befriedigend bezeichnet. Die Hauptfrucht, der Winterroggen, weist im Durchschnitt einen mittleren Stand auf. Der Winterweizen wird etwas besser beurteilt. Die Bestellung des Sommergetreides ist überall zu Ende geführt, das Legen von Kartoffeln ist in vollem Gange, teilweise ebenfalls schon beendet. Soweit die Frühjahrssaaten bereits aufgelaufen sind, zeigen sie eine gute Entwicklung. Der Stand der Klee- und Luzernefelder läßt nach den meisten Berichten zu wünschen übrig. Durch Mäuse- und Schneckenfrah sind hier vielfach Kahlflächen entstanden, die umfangreiche Um
pflügangen und Neusaat notwendig machten. Des fer wird der Stand der W i e f e n beurteilt. in manchen Gegenden ist ihre Entwicklung aber noch ziemlich zurück. Unter Zugrundelegung der Zcchlcnnoten 2 — gut, 3 - mittel. 4 — gering ergibt sich ün Reichsdurchschnitt folgende Begutachtung^ Winterweizcn 2.7 (Dormonat 2.8). Win- lerfpelz 2.6 (2.6). Wintcrrvggen 2,9 (2.8). Wintergerste 2,8 (2.7), Klee 3.1. Luzerne 2.8. De- wässerungSwielen 2.4, andere Wiesen 2.7.
Umpflügungen mußten in diesem Jahre tti größerem Umfange wie 1925 vorgenommen werden. Im Reichsgebietdurckschnitt betrugen diese v. H der Anbauflächen bei Winterweizen 2.9 (Dorjahr 0,7). Winterfpelz 1,8 (0,4), Winter- roggen 1.8 (0.8). Wintergerste 1.5 (0.3), Klee 5.8 (0,4). Luzerne 4.4 (1.2). Als Ursachen werden nicht so sehr Auswinterungsschäden angc geben, als vielmehr tierische Schädlinge, vor allem Mäuse und Schnecken, die hauptsächlich in Äke- und Roggenfeldern großen Schaden angerichtet haben. Auch infolge Hochwasserschäden sind in einigen Gebieten, namentlich im Westen und Süden des Reichs, Neubestellungen in ziemlichem Umfange notwendig geworden.
Große Straftammer Gießen.
Giehen. 11. Mai. Durch das Schöffengericht Giehen waren der Otto W. von Wies eck. die Berta Sch. von hier und zwei Mauen aus dem Vogelsberg wegen Deihllse zum 2£btrei- vungsversuch zu mehrmonatigen, btzw. mehr wöchigen Gefängnisstrasen verurteilt to erben. Aus ihre gegen dieses Urteil eingelegten; Berufungen hin wurde die Sache beute nochmals verhandelt. Die Derhandlung sand wiederum unter Ausschluß der OesfenllichLett statt. Aus Grund des Ergebnisses her erhobenen Beweise konnte das Gericht aber nur zu einer Der urteihmg dcö Angeklagten W kommen, gegen den wegen Vergehens gegen § 49a REtGB. auf eine Strafe von 8 Monaten Gefängnis unter Anrechnung der Untersuchungshaft erbarmt wurde Die übrigen drei Angeklagten wurden mangels ausreichenden Beweises frei gesprochen.
Gerichtssaal.
Brandstiftung zwecks versicherungsbekrug».
* Dormstadt, 11. Mai. Bor dem Schwurgericht hatte sich der Kaufmann Wilhelm Winkel wegen Brand st iftung zu verantwor len. Er war ursprünglich Polizeibeamter und hatte dann in Mannhcin ein D c t e k t i o b u r e a u. In Darmstadt, seinem letzten Wohnort, hatte er ein Haus gekauft und dieses sowie verschiedene Del- gemcilde bei mehreren Gesellschasten versichert, und zwar weit über die Höhe des Wertes. Nach einem Brande forderte er etwa 3 600 0 Mark Schadenersatz. Der Angeklagte wurde wegen vor süßlicher Brand st iftung zu drei Iah r e n Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Isr. ReligkonSgemeindr. Gottesd. i. d. Synagoge (Südanlage). Samstag, den 15. Mai 1926. Dorabd 7.45, morgens 8.30, abends 8.20, und 9.00.
Gottesdienst der isr. Religionsgesellschaft. Sabbatfeier, den 15. Mai 1926. Freitag abdS. 7.25, Samstag vorm. 8.00, nachm. 4.00, Sabbatausg. 9 00. Wochengottesdienst: morgens 6.30, abends 7.00.
Rundfunk-Programm
de- Frankfurter Senders.
(Aus der „Nadfo-Umschau".) Samstag, 15. Mai.
3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend: Aus dem deutschen Liederkranz, Liedervorttäga Frankfurter Schulen. 4.30 bis 5.45 Uhr. Konzert des Hausorchesters: Spanische Mustt. 5.45 bis 6.10 Uhr: Übertragung aus Kalle!: Rede des Oberbürgermeisters über die Kalleler Lust- sahrtausstellung. 6.15 bis 6.45 Uhr: Der Brieflasten. 6.45 bis 7.15 Uhr: Stunde des Frankfurter Bundes für Dolksbildmrg: .Das deutsche Museum in München." Vortrag von Studienrat Ing. Hatzfeld. 7.15 bis 7.30 Uhr: Stunde der Frankfurter Vereinigung für Heimatkunde. 7.30 Uhr. Uebertragung auä dem Frankfurter Opernhaus: .Ienusa", Oper aus dem llawischen Dolls- leben in 3 Akten von LeoS Ianacel. Anschlie- hend bis 12 Uhr: Uebertragung von Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.
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—um nimm Perflar, jammer', d,kP.v F6it einzigen selbsttätigen Setfenflocken, die
es gibt, lks ist mild wie mildeste Seife.
Wäsche wirs durch nur stündiges ,0ß!flc,r selben bleaüeoü mdb nhii? *Ul°8,Z6<nfo ök leinftrn Gewebe, |
^iür, 6te in handwarmer pcrflor-I Iau0t sewafcheu werden.
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4085D Bahnhofstraße 49.
Stammholzverkauf.
Aus dem Markwald Grüningen-Dors- Gill soll unter den für den Holzoerkauf aus den Staatswaldungen gültigen Bestimmungen noch verkauf: werden folgendes Stammholz: Schnittholz: Fichte 2. KL 2 St. mit 5,35 ün. Bauholz : Kiefer 3. KL 15 St. mit 7,81 ün. 4. Kl. 44 St. mit 20,90 ün; 5. Kl. 10 St. mit 3,30 ün. Fichte 3. Kl. 7 St. mit 6,55 ün; 4. Kl. 1 St. mit 0,46 im. Das Holz ist geschält. Weitere Auskunft erteilen Herr Forstwart Schäfer zu Dorf-Gill und der Unterzeichnete. Gebote, versehen mit der Aufschrift „Holzverkauf Markwald Grüningen-Dorf-Kill" beliebe man, getrennt nach Klaffen, einzureichen bis Samstag, den 22. Mai, vormittags 10 Ahr, an den Unterzeichneten (Forftamt Schiffenberg). 4271D
Gießen, den 12. Mai 1926.
Der Borstand der Markgenossenschaft Grüningen-Dorf-Gill.
Schneider, Zorstral und Vorsitzender.
Bekanntmachung.
Die Gemeinde Gedern versteigert öftent- lich meistbietend am Samstag, 22. Mai, 11 Uhr vormittags, den Platz für Auf stellen eines Karussells und Schießbude anläßlich des Prämiierungsmarkte- für 6., 7. und 8. Juni, anläßlich des Sänger festes für 12. und 13. Juni, anläßlich des Augustmarktes für 22. und 24. August und anläßlich der Kirchmeihe für 7. und 8. No vemder 1926. Schiffsschaukel und Ketten- karussell werden nicht zugelassen. Alle Schau- usw. Stünde müllen sich jedesmal bis spätestens 8 Tage vor jedem Termin der Bürgermeisterei angemeldet haben, andernfalls sie keine Berücksichtigung finden. 4259D
Hell. Bürgermeisterei (Sehern.
Arbeitsvergebung. I
Zur Errichtung eines Industrie-Um- | spamiwerks für das Elektrizitätswerk sollen folgende Arbeiten vergeben werden:
1. Erd-, Maurer- und Betonarbeiten.
2. Spenglerarbeiten. 42768
3. Dachdeckerarbeiten.
Angebote auf Vordruck sind bis zum Er- oftnungstermin am
Donuerslag, dem 20. Mai d. 3. vormittags 10 Uhr
bei uns einzureichen.
Zuschlagsfrist drei Wochen.
Giehen, den 11. Mai 1926.
Stadtbauamt: Braubach.____
Bekanntmachung
Betr.: die Fürstlich Solms-Braunfefs-
bave ich durch Sefiatunaufüx^en von DÄ?5erba-5<ift besetNgk R R in G. Per St. M. -.65, 30»,» verstürkl M. L— ?>ur Nachb'ckandlung tft Herva-Eremevesonders zu empfehlen Zu had. tn allen Avoweken, rroaerten u. Darfumerlen
OerPMinprti
scheu Obligationen.
Nach eingeholler Ermächtigung der Spruchstelle kundigen wir hiermit die noch im Umlauf beftndlichen Partial-Obliga- tionen der Fürsttich Solms-Braunfels- fchen Anleihen:
zu 4"/o vom 30. Dezember 1880,
zu 34% vom 25. Juni 1886,
Ui 3**/o VOM 26. Juni 1886 zum 1. September 1926.
Der Ablofungsbelrag ist nach der Bell,mnmng der SpruchfteUe 127 Reichsmark für je 1000 Papiermark. Dazu treten für dos Jahr 1925 noch 3 Reichsmark und für das Jahr 1926 noch 4,50 Papiermart Zinsen, die abzüglich von 10“ , Steuer vom Kapitalertrag zugleich mit der Ablösungssumme gezahlt werden.
Die Einlö'ung erfolgt gegen Aushändigung der Dbligaiicnen mit Zinsschein- bogen — es sind die Zinsfcheine ab 1925 beizufugen — bei der Mitteldeutschen Cre- bitbant in Frankfurt a. M. am 1. September d. I. 42500
Braunfels, 11. Mai 1926.
Fürstliche Ren'kommer. Dr. Dickel.
zu »oh ।
findet in altgewohnter Weise am 3. Pfingstfeierlag (25. Mai), ftalt Es stehen reichliche Preise zur Prämiierung von Vogelberger und Simmentaler Rindvieh zur Verfügung. Beginn des Diehauftriebs um 7 Uhr, Beginn der Prämiierung um 83/2 Uhr, Beginn der Verlosung um 1 Uhr. Wertvolle Gewinne, Kalbin, Rinder, Möbel und gediegene Preise kommen zur Auslosung. Lose zu 1 Mk. bei August Konrad, Hungen, zu haben. Das zur Verlosung ^'mmende Vieh wird auf dem UJiarRl aufgekauft. MM, Mzerk, M. Bürgermeisterei Schatten.


