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Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 14. Mai 1926.

Der neue Fahrplan auf Bahnhof Gießen.

2m neuen Fahrplan (ab 15. Mai) treten auf Bahnhof Gießen folgende Aenderungen ein.

Richtung nach Kassel:

Pz. 777 FrankfurtKassel an 8.03 norm., ab 8;33 norm, (bisher ab 8.241.

O-Zug 73 Frankfurt-K,el an 8.19 norm., ab 8.24 norm, (bisher ab 8.16).

Pz. 769 FrankfurtHamburg an 10.12 norm., ab 10.18 oorm. (bisher ab 10.19).

Pz. 773 FrankfurtKassel an 12.21 nachm.. ab 12.30 nachm. (bisher ab 12.32).

l)-Zug 27 FrankfurtBerlin an 1.15 nachm., ab 1.25 nachm. (bisher ab 1.12).

Pz. 707 FrankfurtKassel an 6.09 nachm., ab 6.1!' nachm. «bisher ab 6.20).

Neu: V-Zu.i 75 FrankfurtHamburg an 10.13 nachm., ab 10.18 nachm. ,

D-Zug 77 FrankfurtHamburg an 11.39 nachm., ob 11.44 nachm. (bisher ab 11.49).

V-Zug 179 FrankfurtBerlin an 11.48 nachm., ab 11.58'nad)in. (bisher ob 11.41).

Neu: V-Zug 191 BafelAliochaBerlin Gie­ßen durch 12.3K nachts, hält zwischen Frankfurt und Kassel nur in Bad-Nauheim.

Neu: Pz. 729 GießenMarburg ab Gießen 10.43 nachm.

' Pz. 771 FrankfurtKassel an 1.49 nachts und ob 1.55 nachts ist weggefallen.

Richtung nach Frankfurt a. 2H.:

Neu: V-Zug 192 BerlinBasel Gießen durch 4.34 nachts, hält zwischen Kassel und Frankfurt nur in Bad-Nauheim.

Neu: V-Zug 78 HamburgFrankfurt an 5.38 norm., ab 5.42 vorm.

V-Zug 76 HamburgBasel an 7.54 oorm., ab 8JX) oorm. (bisher ab 8.02).

Pz. 774 KasselFrankfurt an 9-51 oorm., ab 9.57 vorm. (bisher ab 9.55).

V-Zug 28 BerlinFrankfurt an 5.27 nachm., ab 5.37 nachm. «bisher ob 5.38).

Beschl. Pz. 770 KasselFrankfurt an 8.21 nach­mittags, ab 8.33 nachm (bisher ab 8.31).

Pz. 778 GießenFrankfurt bisher Gießen ab 8.56 nachm. ist weggefallen.

Richtung nach WetzlarDillenburg:

Pz. 1611 GießenBetzdorf ob 5.13 vorm. (bis­her 5.14 oorm., Sonntags bis Wetzlar.

V-Zug 275 FrankfurtDortmund an 6.42 nach­mittags, ab 6.50 nachm. (bisher ab 6.51).

Pz. 1649 GießenBetzdorf ab 10.50 nachm. (bis­her ab 10.30 nachm.).

Richtung nach LimburgKoblenz:

Pz. 106 GießenKoblenz ab 5.13 vorm. (bis­her ab 5.14) Sonntags.

Pz. 402 Gießen.Koblenz ab 8.50 oorm. (bis­her ab 8.52).

Neu: V-Zug 128 GießenTrier ab 5.44 nachm.

Richtung nach Fulda:

Pz. 553 GießenFulda ab 8.24 oorm. (bisher ab 8.16).

Pz. 557 GießenFulda ab 3.36 nachm. (bisher ob 3.40), verkehrt täglich bis 2. Oktober.

Pz. 561 GießenBurg-Nieder Gemünden ab 6.46 nachm. (bisher ab 6.48).

Der Pz. 552 FuldaGießen, bisher Gießen nn 7.54 vorm, verkehrt unterwegs bis 5 Minuten früher: fetzt Gießen an 7.50 vorm.

Pz. 559 GießenFulda ab 8.02 nachm. (bisher ob 8.03).

Richtung nach Gelnl-ausen:

Pz. 506 GießenGelnhausen ab 8.14 vorm. (bis­her ab 8.16).

Pz. 512 GießenGelnhausen ab 6.41 nachm. (bisher ab 6.42).

Pz. GießenHungenNidda ab 10.4-3 nachm., neu. daß er Sonntags bis Nidda durchgeht.

Pz. 513, bisher von Hungen, verkehrt Sonn­tags non Stockheim bis Gießen: Gießen an 9J53 nachmittags.

Vi. 505. bisher nur werktags, verkehrt Sonn­tags bis Gießen Meßen an 3.10 nachm.

Die Ehescheidungen in Hessen im Jahre 1925.

3n ganz Hessen wurden im Jahre 1925 404 Ehen geschieden (im Vorjahre 496). 15 Ehen (tm Vorjahre 9) wurden für nichtig oder ungültig erklärt. Don den geschiedenen Ehen

entfielen 182 auf Starkenburg, 86 auf Ober» Hessen und 136 auf Rheinhessen. Die Zahl der Ehescheidungen belief sich (nach dem Wohniii; des Mannes) in Darmstadt auf 76 (86), Offen» dach auf 47 (83). in Dießen auf 29 (38). in Main; auf 85 (88). in Dingen auf 8 (14), in Worms auf 4 (30). In 26 Millen dauerte die Ehe biS 2 3obre. in 136 Fällen 2 bis 5. in 137 Fällen 5 bis 10 Jahre. 3n den folgenden Jahrgängen finkt die Ziffer; in 14 Fällen hatte die Ehe mehr als 25 Jahre gedauert. In 177 der geschiedenen Ehen waren keine Kinder vor­handen, in 129 Shcn ein Kind, in 72 Ehen 2 Kinder, in 21 Ehen 3 Kinder, in 15 Ehen 4 und 5. in 5 Ehen 6 und mehr Kinder. In 197 Fällen waren beide Ehegatten evangelisch, m 69 Fällen beide katholisch, in 4 Fällen beide israelitisch und in 117 Ehen handelte es sich um Mischehen. 158 mal wurde die Scheidung ausgesprochen wegen Ehebruchs, 11 mal wegen böswilligen Verlassens, 252ma( wegen Verletzung der ehelichen Pflichten und 2ma( wegen Geistesstörung. 3n 67 Fällen wurde der Mann wegen Ehebruchs schuldig ge­sprochen. in 136 Fällen wegen Verletzung der ehelichen Pslichten. 4bmal wurde die Frau wegen Ehebruchs für schuldig gesprocheu und 43mal wegen Verletzung der ehelichen Pflichten. 45mal find beide Teile wegen Ehebruchs und 73nial wegen Verletzung der ehelichen Pflichten geschie­den worden. 3m ganzen wurden schuldig ge­sprochen 209 Manner 11924: 228), 83 Frauen (141). beide Teile 112 (127). Die meisten der geschiedenen Männern und Frauen waren in den Altersklassen von 25 bis 35 Ighren.

Vornotizen.

Lageskalender für Freitag. Palast-Lichtspiele, 4.15 und 8.15 Uhr: Deutsche Heimatfilme.

Wickingerfahrten der Nerother. Der Vortrag lindet im großen Hörsaal des Physikalischen 3nstituts statt und nicht, wie in der Anzeige vom 12. Mai zu lesen war, im großen Hörsaal des Physiologischen 3nstituts, (Siehe Anzeige.)

Gin Wohltätig? eitstonzcrt zum Beste u des V. D. 21. veranstaltet Wilhelm Schätt- lers Schule am nächsten Montagabend im Singsaal des Realgymnasiums. Die Veranstaltung sei zu regem Besuch bestens empfohlen. Näheres in der Anzeige vom Mittwoch.

LU. D > e zweite und letzte feierliche Immatrikulation findet morgen mittag um 12 Uhr im Großen Hörsaal der Universität statt.

LU. Universitäts-Gottesdienst. Am nächsten Sonntag, vormittags 11.15 Uhr, findet in der Steuen Aula ein Universitäts-Gottesdienst statt, zu dem in erster Linie die Angehörigen der Uni­versität eingeladen finb. Selbstverständlich hat aber auch jeder andere Zutritt. Die Predigt häll Professor Dr. F r i ck.

** Saarsänger in Gießen. Der Männer-GesangvereinLiederkranz" aus Saarbrücken, wohl der größte und beite seiner Art "nn Saargebiet, dem auch ein aus­gezeichneter künstlerischer Ruf vorausgeht, wird auf seiner diesjährigen Konzertreise auch Giehen einen Besuch abstatten. Er trifft am 1. Pfingstseiertage (23. Mai) gegen Vzl Uhr mittags von Marburg kommend in einer Stärke von 200 Sängern hier ein und wird um 4 Uhr nachmittags unter Leitung feines Ehorrneisters, Mnfikoberlchrers P h. Stilz, in der Volkshalle ein Konzert ge­ben. Die hiesigen Gesangvereine, die Turner­schaft, der Derkchrsverein und der Saarverein haben sich zusammengetan, um dieses Konzert würdig vorzubcreiten. Ein Ausschuß ist gebildet, der bereits tüchtige Vorarbeit geleistet hat. Dor allem gilt es, auch die Saarsänger, die nur bis zum 24. Mai früh hier bleiben, möglichst kosten- srei unterzubringen. Näheres ist aus der heu­tigen Anzeige zu ersehen.

** Arbeitsjubiläum. Am gestrigen Himmelsahrttage waren 40 3ahre vergangen, feit der Druckereihilssarbeiter Friedrich Bender aus Krofdorf den Dienst in der Brühl'schen Uni- verfilätS-Duch- und Steindruckevei R. Lange in Gießen auf genommen hatte. Aus diesem Anlaß gedachte der Inhaber der Firma. Duchüruckerei- besiher A. Lange, am Mittwoch vor versam­meltem Personal in einer herzlichen Ansprache bet treuen Dienste des Jubilars, dem er als äußeres Zeichen seiner Anerkennung ein entsprechendes Iublläumsangebinde überreichte, wofür der Ge­feierte in einer launigen Ansprache dankte. Auch die Mitarbeiter des Jubilars hatten diesem eine freundliche Ehrung bereitet, indem sie feinen

Ardertsplay mit festlichem Schmuck versahen. Möge dem verdienten Mitarbeiter noch manches Jahr gebetblidfren Wirkens an fernem altgewohn­ten Platze beschieden fein.

O Ein 21 u t d - Un f a II ereignete sich ge­stern nachmittag im Walde bei Lollar Dort brach einem von Marburg loinmenden Auto ein Hinterrad Infolge dell en fuhr der Wagen gegen einen Baum und wurde zertrümmert. Der Führer und Besitzer des 2Uito». ein Herr auS Mainz, tarn mit dem Schrecken davon, dagegen erlitt seine milfahvende Gattin durch den hef­tigen Anprall innerliche Derlehungen und muhte nach Dießen in ärztliche Behandlung verbracht werden. Dos zertrümmerte Auto wurde durch ein Lastauto der Firma Hebstreit in Gießen vom Platze geschafft.

' Einsteigdieb stahl. Der Polizeibe­richt meldet: Am Mittwoch stieg ein Dieb über den umzäunten Dorgarten eines Hauses in der Erftanlage dahier, und, durch die schlechte Stra­ßenbeleuchtung begünstigt, durch ein vssenstehc-ndes Fenster in eine Parterrewohnung. Gestohlen wur­den ein glockenförmiger, aus Wolle gestrickter hellgelbfarbiger Domenmantel, mit pelzartigern Besah an Aermeln und Kragen, ein dunkelbrauner hochgeschlagener Damen hick (Sonnen Hut) mit roten, gelben und grünen Blumen und braunem Band besetzt, eine graublaue Trägerschürze, eine weihe Blute und ein getragener Herrenrock. Dor An­kauf der Sachen wird gewarnt. Personen, die über den Derbleib der Sachen und über die Tat er- schost Wahrnehmungen gemocht hoben, werden ersucht, der Kriminalpolizei Gießen Mitteilung zu machen.

* Festgeno m m c n wurden acht Personen wegen verschiedener Straftaten.

** Pfingstpaketverkehr. Die Deutsche Reichspost ersucht, mit der Bersendung der Pfingst pokete möglichst frühzeitig zu beginnen, damit An­häufungen in den letzten Togen vor dem Fest und dadurch oerurjachte Verzögerungen vermieden wer­den. Es empfiehlt sich, die Pakete gut zu verpacken, die Aufschrift Hallbor anzubringen und den Bestim­mungsort unter näherer Bezeichnung der Lage be­sonders deutlich niederzuschreiben. Ferner darf nicht unterlassen werden, auf dem Paket die vollständige Anschrift des Absenders, auch Hausnummer, Ge­bäudeteil, Stockwerk anzugeben und in dos Paket obenauf ein Doppel der Aufschrift zu legen.

Die Kohlenproduktion in Hessen.

Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Doltsstaoles Hessen weist für den Monat Aril 1926 folgende Zahlen nach: An Rohbraun- tohlen wurden gefördert 33 525 Tonnen, ver­kauft wurden davon 10141 Tonnen, dec größte Teil der Rvhlohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. 2lus deri verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwe.ereiprodukten erzeugt: 901 Tonnen Braun- kohlenbrilens, 1601 Tonn eit Nahpreßsteine.

Außerdem wurden in Hessen erzeugt eine Anzahl Tonnen Dteinpreßkohlen.

Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs, verblieben am Monatsschluh ab­satzfähig: 14 931 Tonnen Rohkohlen, 350 Tonnen Briketts, 1947 Tonnen Nahpreßsteine, zusam­men 17 228 Tonnen Braunkohlen und Braun­kohlenprodutte, im Gesamtwert von 120 287 Reichsmark.

Der Saatenftanb im Reich Anfang Mai.

Für die Weiterentwicklung der Saaten war die trockene Witterung im April mit zumeist sonnigen Tagen im allgemeinen nicht ungünstig. Als Folge der häufigen Nordostwinde ist aber eine ziemliche Austrocknung der Felder einge­treten, die sich in letzter Zeit schon bei fast allen Feldgewächsen nachteilig fühlbar machte.

Der Stand der Wintersaaten wird im ganzen als befriedigend bezeichnet. Die Haupt­frucht, der Winterroggen, weist im Durchschnitt einen mittleren Stand auf. Der Winterweizen wird etwas besser beurteilt. Die Bestellung des Sommergetreides ist überall zu Ende ge­führt, das Legen von Kartoffeln ist in vollem Gange, teilweise ebenfalls schon beendet. Soweit die Frühjahrssaaten bereits aufgelaufen sind, zeigen sie eine gute Entwicklung. Der Stand der Klee- und Luzernefelder läßt nach den meisten Berichten zu wünschen übrig. Durch Mäuse- und Schneckenfrah sind hier viel­fach Kahlflächen entstanden, die umfangreiche Um­

pflügangen und Neusaat notwendig machten. Des fer wird der Stand der W i e f e n beurteilt. in manchen Gegenden ist ihre Entwicklung aber noch ziemlich zurück. Unter Zugrundelegung der Zcchlcnnoten 2 gut, 3 - mittel. 4 gering ergibt sich ün Reichsdurchschnitt folgende Begut­achtung^ Winterweizcn 2.7 (Dormonat 2.8). Win- lerfpelz 2.6 (2.6). Wintcrrvggen 2,9 (2.8). Win­tergerste 2,8 (2.7), Klee 3.1. Luzerne 2.8. De- wässerungSwielen 2.4, andere Wiesen 2.7.

Umpflügungen mußten in diesem Jahre tti größerem Umfange wie 1925 vorgenommen wer­den. Im Reichsgebietdurckschnitt betrugen diese v. H der Anbauflächen bei Winterweizen 2.9 (Dorjahr 0,7). Winterfpelz 1,8 (0,4), Winter- roggen 1.8 (0.8). Wintergerste 1.5 (0.3), Klee 5.8 (0,4). Luzerne 4.4 (1.2). Als Ursachen wer­den nicht so sehr Auswinterungsschäden angc geben, als vielmehr tierische Schädlinge, vor allem Mäuse und Schnecken, die hauptsächlich in Äke- und Roggenfeldern großen Schaden angerichtet haben. Auch infolge Hochwasserschäden sind in einigen Gebieten, namentlich im Westen und Süden des Reichs, Neubestellungen in ziemlichem Umfange notwendig geworden.

Große Straftammer Gießen.

Giehen. 11. Mai. Durch das Schöffen­gericht Giehen waren der Otto W. von Wies eck. die Berta Sch. von hier und zwei Mauen aus dem Vogelsberg wegen Deihllse zum 2£btrei- vungsversuch zu mehrmonatigen, btzw. mehr wöchigen Gefängnisstrasen verurteilt to er­ben. Aus ihre gegen dieses Urteil eingelegten; Berufungen hin wurde die Sache beute noch­mals verhandelt. Die Derhandlung sand wieder­um unter Ausschluß der OesfenllichLett statt. Aus Grund des Ergebnisses her erhobenen Be­weise konnte das Gericht aber nur zu einer Der urteihmg dcö Angeklagten W kommen, gegen den wegen Vergehens gegen § 49a REtGB. auf eine Strafe von 8 Monaten Gefängnis unter Anrechnung der Untersuchungshaft er­barmt wurde Die übrigen drei Angeklagten wur­den mangels ausreichenden Beweises frei ge­sprochen.

Gerichtssaal.

Brandstiftung zwecks versicherungsbekrug».

* Dormstadt, 11. Mai. Bor dem Schwur­gericht hatte sich der Kaufmann Wilhelm Winkel wegen Brand st iftung zu verantwor len. Er war ursprünglich Polizeibeamter und hatte dann in Mannhcin ein D c t e k t i o b u r e a u. In Darmstadt, seinem letzten Wohnort, hatte er ein Haus gekauft und dieses sowie verschiedene Del- gemcilde bei mehreren Gesellschasten versichert, und zwar weit über die Höhe des Wertes. Nach einem Brande forderte er etwa 3 600 0 Mark Scha­denersatz. Der Angeklagte wurde wegen vor süßlicher Brand st iftung zu drei Iah r e n Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Isr. ReligkonSgemeindr. Gottesd. i. d. Synagoge (Südanlage). Samstag, den 15. Mai 1926. Dorabd 7.45, morgens 8.30, abends 8.20, und 9.00.

Gottesdienst der isr. Religionsgesellschaft. Sabbatfeier, den 15. Mai 1926. Freitag abdS. 7.25, Samstag vorm. 8.00, nachm. 4.00, Sabbatausg. 9 00. Wochengottesdienst: morgens 6.30, abends 7.00.

Rundfunk-Programm

de- Frankfurter Senders.

(Aus derNadfo-Umschau".) Samstag, 15. Mai.

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend: Aus dem deutschen Liederkranz, Liedervorttäga Frankfurter Schulen. 4.30 bis 5.45 Uhr. Kon­zert des Hausorchesters: Spanische Mustt. 5.45 bis 6.10 Uhr: Übertragung aus Kalle!: Rede des Oberbürgermeisters über die Kalleler Lust- sahrtausstellung. 6.15 bis 6.45 Uhr: Der Brief­lasten. 6.45 bis 7.15 Uhr: Stunde des Frank­furter Bundes für Dolksbildmrg: .Das deutsche Museum in München." Vortrag von Studienrat Ing. Hatzfeld. 7.15 bis 7.30 Uhr: Stunde der Frankfurter Vereinigung für Heimatkunde. 7.30 Uhr. Uebertragung auä dem Frankfurter Opern­haus: .Ienusa", Oper aus dem llawischen Dolls- leben in 3 Akten von LeoS Ianacel. Anschlie- hend bis 12 Uhr: Uebertragung von Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.

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Stammholzverkauf.

Aus dem Markwald Grüningen-Dors- Gill soll unter den für den Holzoerkauf aus den Staatswaldungen gültigen Be­stimmungen noch verkauf: werden folgen­des Stammholz: Schnittholz: Fichte 2. KL 2 St. mit 5,35 ün. Bauholz : Kiefer 3. KL 15 St. mit 7,81 ün. 4. Kl. 44 St. mit 20,90 ün; 5. Kl. 10 St. mit 3,30 ün. Fichte 3. Kl. 7 St. mit 6,55 ün; 4. Kl. 1 St. mit 0,46 im. Das Holz ist geschält. Weitere Auskunft erteilen Herr Forstwart Schäfer zu Dorf-Gill und der Unterzeichnete. Ge­bote, versehen mit der AufschriftHolz­verkauf Markwald Grüningen-Dorf-Kill" beliebe man, getrennt nach Klaffen, einzu­reichen bis Samstag, den 22. Mai, vormit­tags 10 Ahr, an den Unterzeichneten (Forftamt Schiffenberg). 4271D

Gießen, den 12. Mai 1926.

Der Borstand der Markgenossenschaft Grüningen-Dorf-Gill.

Schneider, Zorstral und Vorsitzender.

Bekanntmachung.

Die Gemeinde Gedern versteigert öftent- lich meistbietend am Samstag, 22. Mai, 11 Uhr vormittags, den Platz für Auf stellen eines Karussells und Schießbude anläßlich des Prämiierungsmarkte- für 6., 7. und 8. Juni, anläßlich des Sänger festes für 12. und 13. Juni, anläßlich des Augustmarktes für 22. und 24. August und anläßlich der Kirchmeihe für 7. und 8. No vemder 1926. Schiffsschaukel und Ketten- karussell werden nicht zugelassen. Alle Schau- usw. Stünde müllen sich jedesmal bis spätestens 8 Tage vor jedem Termin der Bürgermeisterei angemeldet haben, andernfalls sie keine Berücksichtigung finden. 4259D

Hell. Bürgermeisterei (Sehern.

Arbeitsvergebung. I

Zur Errichtung eines Industrie-Um- | spamiwerks für das Elektrizitätswerk sollen folgende Arbeiten vergeben werden:

1. Erd-, Maurer- und Betonarbeiten.

2. Spenglerarbeiten. 42768

3. Dachdeckerarbeiten.

Angebote auf Vordruck sind bis zum Er- oftnungstermin am

Donuerslag, dem 20. Mai d. 3. vormittags 10 Uhr

bei uns einzureichen.

Zuschlagsfrist drei Wochen.

Giehen, den 11. Mai 1926.

Stadtbauamt: Braubach.____

Bekanntmachung

Betr.: die Fürstlich Solms-Braunfefs-

bave ich durch Sefiatunaufüx^en von ?5erba-5<ift besetNgk R R in G. Per St. M. -.65, 30»,» verstürkl M. L ?>ur Nachb'ckandlung tft Herva-Eremevesonders zu empfehlen Zu had. tn allen Avoweken, rroaerten u. Darfumerlen

OerPMinprti

scheu Obligationen.

Nach eingeholler Ermächtigung der Spruchstelle kundigen wir hiermit die noch im Umlauf beftndlichen Partial-Obliga- tionen der Fürsttich Solms-Braunfels- fchen Anleihen:

zu 4"/o vom 30. Dezember 1880,

zu 34% vom 25. Juni 1886,

Ui 3**/o VOM 26. Juni 1886 zum 1. September 1926.

Der Ablofungsbelrag ist nach der Be­ll,mnmng der SpruchfteUe 127 Reichs­mark für je 1000 Papiermark. Dazu treten für dos Jahr 1925 noch 3 Reichs­mark und für das Jahr 1926 noch 4,50 Papiermart Zinsen, die abzüglich von 10 , Steuer vom Kapitalertrag zugleich mit der Ablösungssumme gezahlt werden.

Die Einlö'ung erfolgt gegen Aushändi­gung der Dbligaiicnen mit Zinsschein- bogen es sind die Zinsfcheine ab 1925 beizufugen bei der Mitteldeutschen Cre- bitbant in Frankfurt a. M. am 1. Sep­tember d. I. 42500

Braunfels, 11. Mai 1926.

Fürstliche Ren'kommer. Dr. Dickel.

zu »oh

findet in altgewohnter Weise am 3. Pfingstfeierlag (25. Mai), ftalt Es stehen reichliche Preise zur Prämiierung von Vogelberger und Simmentaler Rindvieh zur Verfügung. Beginn des Diehauftriebs um 7 Uhr, Beginn der Prämiierung um 83/2 Uhr, Beginn der Verlosung um 1 Uhr. Wertvolle Gewinne, Kalbin, Rinder, Möbel und gediegene Preise kommen zur Auslosung. Lose zu 1 Mk. bei August Konrad, Hungen, zu haben. Das zur Verlosung ^'mmende Vieh wird auf dem UJiarRl aufgekauft. MM, Mzerk, M. Bürgermeisterei Schatten.