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thekenbank ober Bezirkssparkasse, sondern denjeni­gen der Pfandbriefgläubiger bzw. der Einleger der Bezirkssparkasse in Vergleich zu ziehen, und diese sind meist eryeblich schlechter, als die des aufwer­tungspflichtigen Hypothekarschuldners, der wenig- stens in dem Pfandgrundstück sich noch einen grö­ßeren Sachwert bewahrt hat, als die meisten Pfand­briefgläubiger oder Sparkasseneinleger.

i (Schluß folgt.)

Oberheffen.

Kreis Schotten.

? Gedern, 9. April. Ein seltsames Jagderlebnis, das stark nach Jägerlatein klingt, aber von glaubwürdiger Seite berichtet wird, hatte der Forstassessor D r u ch h ä u s e r im WalddistriktLücke". Als er an einem Fichten­altholzstück stand, gab plötzlich der Boden unter seinen Füßen nach, gleichzeitig spürte er etwas Meiches, Bewegliches unter sich, im nächsten Augenblick schälte sich aus dem gelockerten Erd­reich etwas Notes heraus, das sich als ein kapitaler Fuchs entpuppte, der, ehe sich der Assessor von seinem begreiflichen Erstaunen er­holen konnte, das Weite gesucht hatte. Es war eine Rotröhre, die sich Meister Reinecke vermut­lich wegen Wohnungsnot gegraben hatte.

Gedern, 13. April. Der heutige Schweinemarkt war sehr stark beschickt. Auf- getrieben waren 455 Schweine. Die Preise be­trugen für Ferkel im Alter von 6 Wochen 3540 Mark, acht Wochen 40-50 Mark und für Läufer 7080 Mark. Auch aus den benachbarten preußischen Orten waren viele Käufer erschienen. Ferkel und Läufer wurden restlos abgeseht.

ld. E i ch e l s a ch s e n , 12. April. Nachdem schon vor Jahren für viele Nachbargemeinden durch Wald­obtrieb Siedlungsland geschaffen wurde, hat nun auch hier die Forstbehörde amHäbischwald", unterhalb des Hofes Zwiefalten, und amHarfen- stein", südlich unseres Dorfes, Land zur Verfügung gestellt. Die Wayrnehmung, die man in der Um­gegend machen konnte, daß große Teile des Sied­lungslandes jahrelang ungerodet liegen blieben, konnte man hier nicht machen. Alles Land wurde im vergangenen Winter unverzüglich gerodet und jetzt ausgestellt. Auch die Erscheinung, daß viele ehe­mals so landhungrige Uebernehmer von Siedlungs­land dieses jetzt schon mit Freuden an den Fiskus zurückgeben, da sie als Arbeiter weder Gespann noch Dung haben, und die Bebauung des Landes wegen der meist großen Entfernung vom Wohnort große Unkosten verursacht, wird hier nicht eintreten, da die hiesigen Siedler Kleinbauern mit eigenem Gespann sind.

Kreis Alsfeld.

() Kestrich, 12. April. Wie sehr heut­zutage auf dem Lande Lohnarbeit gesucht wird, zeigt die Vergebung des Holzklein­machens an den Wenig st nehmenden von 6,3 Raummeter für die hiesige Schule. Für diese Arbeit waren so viele Bewerber da, daß der Wenigstnehmende die Arbeit für 6,80 Mark übernahm. Auf eine derart niedrige Be­zahlung tonnen sich selbst alte Ldute nicht ent» sinnen.

Starkenburg.

Zeitnnqsjubiliium.

Das Berg st räßer Anzeigeblatt, Bensheimer Tageblatt, Auerbacher Zeitung, konnte vor kurzem die Feier seines 7 5 j ä h r i gen Bestehens würdig begehen. Aus An­laß des Jubiläums der besonders um die Pflege heimatlicher Kultur verdienten und angesehenen Zeitung erschienen eine Festschrift und eine Ju­biläumsausgabe, in denen die Bedeutung des Tages gewürdigt, ein Rückblick über Geschichte und Entwicklung des Organs gegeben und die Glückwünsche und Grüße vermittelt werden, die von vielen Seiten eingelaufen waren. Die bilder­geschmückte, umfängliche I biläumsausgabe b.ingt eine ganze Reihe wertvoller, heimatgeschichtlicher Aufsätze.

WSN. Darmstadt, 13. April. In Gegenwart zahlreicher Vertreter der Behörden, der Presse usw. fand gestern die feierliche Eröffnung des Flugverkehrs Darmstadt München statt. Oberbürgermeister Dr. G l ä s s i n g hielt dabei eine Ansprache, in der er die wirtschaftliche Bedeu­tung des Flugwesens hervorhob. Auch Staatspräsi­dent Ulrich und Bürgermeister Müller sprachen ihre Freude über den endlich erfolgten Anschluß Darmstadts an den Luftverkehr aus. Das um 11.30 Uhr von München eintreffende Flugzeug, das die Strecke in genau 1? Stunden zurückgelegt hitte, wurde freudig begrüßt. Um 2.45 Uhr pünktlich star- tete das erste Flugzeug der Lufthansa in Richtung München. Sodann fanden noch Schauflüge der Hessenflieger und der Akademischen Fliegergruppe statt.

Heidesheim. 12. April. Auch der hiesige Obst- und Gartenbauverein veranstaltet in diesem Lahre, dem Schwetzinger Beispiel folgend, wieder große Spargelver st eigerungen. Cs soll nur erstklassige, sortierte Ware zur Versteige­rung gelangen, und zwar täglich etwa 200 Ztr. Bei dem jetzt herrschenden schönen Wetter dürfte mit den Versteigerungen übrigens bereits in einigen Tagen begonnen werden formen.

WSR. Groß-Gerau, 13. Apr'l. Das hessische Ministerium für Arbeit und Wirtschaft hat jetzt feine Genehmigung zur Ausführung von Rotstandsarbeiten in der Gemeinde Groß-Gerau gegeben. Seit dem gestrigen Tage wird bereits eine Anzahl Erwerbsloser mit Straßenbauarbeiten beschäftigt. Für die Folgezeit sind auch umfangreiche Entwässe­rungsarbeiten aus Mitteln der produktiven Grwerbslosenfürsorge in Aussicht genommen.

Rheinhessen.

WSR. Worms, 13. Apr l. Gestern abend gegen Vz? -Uhr fuhr ein junger Mann mir einem Auto, das bei ihm zur Reparatur gegeben war, die Frankenthaler Straße entlang. Infolge des allzu raschen Tempos überschlug sich das Auto und begrub die Insassen, den Autoführer Karl K r o m m, sowie einige Kinder, die sich noch im Wagen befanden, unter sich. Krornm wurde schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht, während die Kinder nur leichte Verletzungen erlitte«.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

"Y" Stockhausen, 13. April. Der auf der Strecke S t o a h a u s e n - D e i l st e i n ver­kehrende gemischte Personen- und G ü - lerzug entgleiste am Montag aus der .Fahrt von Beilstein nach Stockhausen gegen 5 Ahr

nachmittags kurz hinter Bahnhof Holzhaufen. Die Maschine und die beiden folgenden Per­sonenwagen wurden aus dem Gleis ge­worfen. Gs dürfte lediglich dem besonders lang­samen und vorsichtigen Fahren des Lokomotiv­führers und dem Kurveneinschnitt an dieser Stelle zuzuschreiben sein, daß nur Sachscha­den entstanden ist. 5He Entgleisung ist auf Lockern der Schrauben in den auf dieser Strecke verwandten, jedoch nicht geeigneten Tannen­schwellen zurückzuführen. Die Strecke hat sehr starkes Gefälle, und die hier zu Tal beförderten Basalt- und Holzmengen bedingen bei dem not­wendigen starken Bremsen einen besonders guten Unterbau, der jedoch hier, wie man hört, nicht vorhanden ist, wodurch bereits im vorigen Jahre eine ähnliche Entgleisung bei Allendorf vorkam. Ein Hilfszug aus Limburg war bald zur Stelle, so daß der Verkehr am nächsten Morgen wieder ausgenommen werden konnte.

O Klein-Rechtenbach, 13. April. Die hiesige Gemeinde ist zur Zett damit beschäf­tigt, den Verbindungsweg von hier nach Vollnkirchen zum Teil auszubauen. Die Arbeit ist von dem Regierungspräsidenten als Rotstandsarbeit anerkannt, und der Ge­meinde ein Zuschuß aus Mitteln der produktiven Erwerbslosenfürsorge bewilligt. Die zu dem Wegebau erforderlichen Steine werden aus einem eigenen Bruche der Gemeinde gewonnen, der in dem WalddistriktSteinsberg" erschlossen ist. Die Erwerbslosen der hiesigen Gemeinde wer­den bei dem Wegebau einige Monate hindurch Beschäftigung finden.

Kreis Biedenkopf.

T Waldgirmes, 12. April. Der hiesige Turnverein veranstaltete am letzten Samstag­abend einen Werbetag für das deutsche Frauenturnen. Zu diesem Zwecke war die Turnerinnenriege des Turnvereins Wieseck ge­wonnen worden, die unter ihren Turnwarten Bernhardt und Euler am Barren, Pferd, in Freiübungen, Reigen und Volkstänzen Groß­artiges leistete. Die musikalische Begleitung der Reigen und Tänze und die Unterhaltung am Klavier hatte Lehrer Thvmaschewski von hier übernommen. Alle Vorführungen fanden reichen Beifall. Am letzten Samstag ist hier in der früheren Wirtschaft Drescher eine Vertei» lungsstelle des Wctzlar-Draunselfer Kon­sumvereins eröffnet worden. In diesen Tagen wurde mit der Bonitierung der Gemar­kung begonnen.

XX Frankenbach, 12. April. Die Früh­jahrsbestellung wird mm überall auf den Feldern am Dünsberg mit Hochdruck betrieben. Die Hafersaat ist glücklich beendet, der Doppel­zentner Originalfaat wurde mit 30 Mk. bezahlt. Infolge des nassen Winters ist das Pflügen der Felder keine leichte Arbeit. Dazu war das Erdreich nicht tüchtig ausgefroren wie nach stren­gen Wintern. Korn und Weizen stehen teilweise recht gut, ebenso haben Klee und Raps vortreff­lich überwintert. Letzterer kommt aber zum großen Leidwesen der Imker immer weniger zum Anbau. Falls keine strengen Rachtfröste mehr auf treten, versprechen auch die Obstbäume einen guten Ertrag. Durch die Zusammenlegung der Feldmark ist auch hier gar mancher altehrwürdige Obst bäum von der Bildfläche verschwunden.

Maingau.

WSR. granff urt a. 0H., 12. April. Durch ausströmendes Gas erlitten zwei in der Koblenzer Straße wohnende Untermieter in der Rächt zum 11. April eine Gasvergiftung, die auf fafjr» lässiges Verschulden des einen Untermieters zurückzuführen ist. Der eine Mann konnte sich wieder leicht erholen, während der zweite unter bedenll chen Vergiftungserscheinungen ins Kran­kenhaus c ngelicfert werden mußte. Am Hom­burger Berg aus der Homburger Landstraße er­eignete sich gestern ein schwerer Unfall. Infolge Scheuwerdens des Pferdes eines Milch- fuhrwcrfs stieß der Wagen gegen eine Straßen­laterne und fiel um. Die Lenkerin wurde vom Dock geschleudert und muhte in schwer verletztem Zustande in ihre Wohnung nach Riedereschbach gebracht werden. Heute vormittag gegen Veil Ahr wurde die hiesige Feuerwehr nach der Gold- und Silberscheideanstalt in der Weißsrauenstraße alarmiert, wo Feuer ausge­brochen war. Aus einem Raume im Erdgeschoß des Gebäudes entströmten starke:redämpfe. Die Feuerwehrleute schlugen die großen Schei­ben ein, um den Dämpfen einen besseren Abzug zu ermöglichen. Den Bemühungen der Feuer­wehr gelang es, nach einigen Stunden jegliche Feuersgefahr für das Gebäude zu unterbinden. Der Magistrat hat einem weiteren Programm von Rotstandsarbeiten zugestimmt, das Gesaintaufwendungen von rund 2,5 Millio­nen Mark voriieht und die Beschäftigung von 1100 Rotstandsarbeitern mit 69000 Tagewerken ermöglicht. Im toeientddjen handelt es sich um Straßenbauarbeiten (Ausbau der Bismarckal.ee, Straßenbauten in den Siedlungs­gebieten der Vororte, iin Osthasen und im An­schluß an die Fertigstellung der Mainbrücke). Mit der Ausführung soll begonnen werden, so­bald die ersordrr.iZen Bewilligungen der staat­lichen Zuschüsse und Darlehen vorliegen. Je nach dein Stande der Arbeiten wird dann die Einstellung von Erwerbslosen erfolgen. Heute nachmittag 3 Uhr wurde die in der Feldberg­straße wohnende 60 Jahre alte Ehefrau des Mehgermeisiers Stephan in ihrem Bette t o t aufgefunden. Cs steht noch nicht fest, ob ein strafbares Verschulden eines Dritten vorliegt. Die Leiche wurde beschlagnahmt. Die Todes­ursache ist noch nicht geklärt und kann erst durch die angeordnete Leichenöffnung feftgeftellt wer­den. Der am Samstag in Freiburg i. Br. verhaftete Frankfurter Juwelier K. Marx ist wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da sich herausgestellt hat, daß ein strafrecht­liches Vergehen nicht vorliegt. Die Angelegen­heit dürfte jedoch noch die Privatgerichte be­schäftigen, da von privater Seite zivilrechtliche Forderungen gegen Marx anhängig gemacht wor­den sind.

Streik ü inüur -.

WSN. Hadamar, 13. April. Im benachbarten Dorfe Oberweyer hat sich gestern eine schwere Bluttat ereignet. Der 25jährige Stukkateur I o - Hann Martin, der schon einmal wegen loh schlags mit zwei Jahren Gefängnis bestraft gewesen sein soll, hatte auf der Straße einen kurzen Wort­wechsel mit dem Gastwirt Schu y. Dabei zog er plötzlich sein Messer heraus und brachte dem Gast­wirt einen tiefen Stich in der Brust bei, durch den tue Lunge verletzt wurde. S ch u y wurde blutüber­strömt im Limburger Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand soll sehr e r n st sein. Der Täter ist flüchtig geworden und konnte bis jetzt noch nicht ergriffen werden.

Wirtschaft.

Von den Schlachtviehmärkten.

An den deutschen Schlachtviehmärkten der vorigen Woche war die Marktlage stark unein­heitlich, da das Geschäft nach den vorangegan­genen Feiertagen erst nach und nach wieder in Fluß kam. Im großen und ganzen hat sich aber die Situation nach beiden Richtungen hin nicht grundlegend gewandelt. Die Auftriebszifter.i blie­ben naturgemäß infolge des nur langsamen Wie­derauflebens des Geschäftes stark hinter denen der Vorwoche zurück. Für die Preisbildung waren die Grundlagen an den einzelnen Plätzen so verschieden, daß von einer einheitlichen Tendenz nicht gesprochen werden kann.

Auf den nachstehenden Märkten wurden für 1 Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert:

Rinder

Kälber

Schafe

Schweine

Berlin

20-52

42-85

70-79

Bremen

Breslau

20-53

62-78

Chemnitz

22-50

45-88

35-50

70-84

Dortmund

19-55

40-85

76-83

Dresden

25-53

40-85

34-55

70-84

Düffeldorf

20-55

35-80

65-82

Elberfeld

20-54

40-75

30-50

Effen

25-61

42-110

32-55

66-83

FrankfurtM.

15-58

55-87

35-50

70-80

Hamburg

14-55

25-86

60-75

Hannover

20-56

35-85

26-55

65-78

Husum

Karlsruhe

22-58

70-80

72-84

Kaffe!

60-75

55-83

Kiel

17-51

23-77

49-77

Köln

42-58

43-110

40-52

70-84

Leipzig

20-52

50-88

40-56

70-83

Magdeburg

15-55

30-70

20-46

65-82

Mannheim

13-58

62-90

30-42

72-84

München

15-55

34-84

60-80

Stettin

Stuttgart

12-53

63-81

58-81

Zwickau

15-50

45-75

35-55

74-85

'Starke Ueberzeichnung der deut­schen Kommunalgoldanleihe. Die am Montag zu 95°/o im Betrage von 40 Mill. Rm. zur Zeichnung aufgelegte 8proz. Inlandanleihe des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes ist doppelt überzeichnet und die Zeichnung daher schon am Dienstag mittag geschlossen worden. Ursprünglich sollte sie bis zum 17. ds. Mts. dauern.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtberich! desG.chenei Anzeigers".) Berlin, 14. April. Die ungünstige Beurtei­lung der Wirtschaftslage durch die Börse fand eine neue Stühe in den letzten Berichten über den Arbeitsmarkt, die nicht die sonst übliche Erleichterung durch die Saison-Gewerbe, sondern vielmehr ein Anhalten der Arbeits­losigkeit Im bisherigen Umfange melden. Außerdem wirkten noch die Ausführungen in der Hauptversammlung der Disconto-Gesellschaft nach, in denen bekanntlich vor einer zu optimisti­schen Beurteilung der nächsten Aussichten ge­warnt wird. Das Publikum fehlte völlig am Markte, wobei die jetzigen Steuertermine berück­sichtigt werden müssen. Bei der insgesamt pessimistischen Veranlagung der Börse fanden ungünstige Freigabegerüchte, mit denen die Baisse-Gruppe arbeitete, einen guten Boden. Schiffahrtsaktien erlitten schon vorbörs­lich einen empfindlichen Kurseinbruch, da von Hamburger Seite große Posten auf den Markt geworfen wurden. Die ersten amtlichen Kurse hielten sich Prozentwelse hinter den gestrigen Schlußnotierungen. Die matte Veranlagung der Schiffahrtaktien übertrug sich auch auf die übrige Dörse. Die Kursverluste waren hier allerdings nicht so erheblich. Im Verlaufe der ersten Stunde traten verschiedentlich bescheidene Erholungen ein, die aber nur von kurzer Dauer waren. Am Geldmarkt besteht das starke Angebot weiter fort. Tagesgeld blieb stark angeboten zu 4 bis 6 Proz. Im Devisenverkehr lagen Oslo und London mäßig schwächer. Oslo gegen London 22,40, London gegen Kabel 4,967. Paris war unverändert. Warschau schwankend, ca. 9,20 gegen Kabel.

Frankfurter Börse.

HSiqcner Drahtller cl> <Aie euer Anzeigers" )

Frankfurt, 14. April. Tendenz flau. Die rückläufige Bewegung, die bereits im gestrigen Abendverkehr hervortrat, nahm heute ihren Fortgang. Die Verstimmung zeigte schärfere Formen, so daß die K u r s e i n b u ß e n ein be­deutendes Ausmaß annahmen. Dabei blieb die große Flüssigkeit des Geldmarktes, die bisher als Hauptstütze gelten konnte, gänzlich unbeachtet. Bei unbedeutendem Geschäft und unter starker Zu­rückhaltung der Spekulation herrschte erneut große Abgabeneigung, die in der Hauptsache auf Prooinz- freife zurückzuführen ist. Die Spekulation hielt sich angesichts der Ungewißheit über das Schicksal der F r e i g a b e f r a g e und mit Rücksicht auf die Me­dio-Regulierungen von größerer Betätigung zurück. Kurz nach Beginn wurde die Stimmung etwas freundlicher wobei die erzielten Kurser­holungen nicht sehr bedeutend waren. Besonders in Mitleidenschaft gezogen waren Schiff- f a t) r t 5 a (t i e n , von denen Hapag 4,5 Proz. und Nordd. Lloyd 3 Proz. schwächer wurden. Auch am Montanmarkt waren Verluste von 24 Proz. zu verzeichnen. Farben werte gingen um zwei Proz. zurück. Elektroaktien zeigten sich eher etwas gehalten, da die Kursrückgänge nur Bruch­teile von Prozenten ausmachten. Der Banken- markt lag vernachlässigt, die Kurse bröckelten wei­ter ab. Einem scharfen Druck unterlagen Autoaktien, die etwa 2 Proz. einbüßten. Zuckeraktien waren ebenfalls erheblich abgeschwächt. Die sonstigen Werte des Kassamarktes lagen unregelmäßig, die Rückgänge waren aber überwiegend. Am heimi­schen Rentenmarkt setzten sich die Abschwä­chungen fort. Auslandrenten neigten eben­falls zum Nachgeben. Nur Türken konnten ihren Kursstand behaupten. Der F r e i v e r k e h r ten­dierte schwächer. Becker Stahl 40, Becker Kohle 57,5, Brown Boveri 65, Growag 53, Krügershall 96, Ra­statter Waggon 23, Ufa 53,5, Ufra 71 Prozent. Der Markt der Vorkriegspfandbriefe war ge­schäftslos: die Verluste gingen bis zu 25 Pf. Der weitere Verlauf brachte keine Besserung. Die Ten­denz blieb schwankend und war immer wieder nach unten gerichtet, teilweise kam es zu neuen Kursab- schwächungen bis zu 1 Prozent. Am Geldmarkt ist die Lage unverändert flüssig. Tagesqeld ist leicht erhältlich, der Satz stellte sich auf 4,5 Prozent. Pri- vatdisl'onten 5 Prozeni, Jndustrieakzepte 5,5 bis 6 Prozent, Monatsgeld 5,5 bis 7 Prozent, je nach

Adresse. Im D e v i s e n v e r k e h r waren keine nen­nenswerten Veränderungen zu verzeichnen. Paris und Brüssel lagen unverändert mit 141 bzw. 127,50 gegen London.

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

Frankfurt a.M.

Berlin

5d)iu ,. Kur»

i-Unr. fiur»

Schluh. kur»

Anfang

Dahm:

13. 4

14 4

13 4

5°/,> Deutsche Rcichßanleihe 4% Deutsche Rcichsanleihe .

0.426

| 0,418

0,4205

0,4007

3'A0/n Deutsche Sieichsanlcide

0,410

",41

0,4005

3% Deutsche Neichöxnleihe Deutsche Svarprämienauleihe

0.520

0,5107

0,250

_

0,2502

4°/o Preußische Konsols . -

0,405

0.4005

4° o Hessen.........

_

3,/s°/n Hessen...... ...

0.445

-

_

3°/o Helsen...........

_

0,415

Deutsche Wertb- Dollar Anl.

100

99,5

dto- Doll Schav-Auireiiug.*>

99,9

99,95

4% Hofltitrtcn.........

5% Goldmcrikäner . . .

1 12,65

1 42

12,75

40,75

|l*

-

Derltner Handelsgesellschaft

150

_

150.2-

150'

Commerz-- und Privat-Bank

115,5

114'

114.7*

114'

Darmst. und Naiionalbank

136,5'

136.5*

135'

Deutsche Bank. ....

135,5-

135,2'

134*

Deutsche DereinSbank ....

87

DiSconto iLommandit

133'

132'

Melallbank. ......

95,25

94,25

Mitteldeutsche Creditbank .

ior

101

101,7*

Ocsterreichiiche Kreditanstalt

Weltbank ........

7.5

7.4

7'62

0,065

0,060

_

Bochumer Gaß . ......

Buderus .........

90,5

63.5

~6?

UH), 25*

63,12

90'

62

Taro ............

Deutsch Luxemburg ......

Gelsenkirchener Bergwerke.

54'

54'

54 5

97

97'

96'

97,9-

97,5*

95,75*

95.5*

Haroencr Bergbau ...... «alimcrke Aschersleben....

106,5*

125,25

125*

105,5*

125 7*

105,2*

126.5'

Kaliwerk Westeregeln.....

130,75

134,62

134,5

Laurabülie . ......

40,5

41,5

40 4

CbcrbcOnrf ........ .

Phönix Bergbau ......

Rlieinuabl .........

49-

52'

52'

52*

77,25-

91,5'

79'

93*

77.5*

91 25*

Rieben Montan. .......

Telluü Bergbau .....

95.5

60,75

93,25

93,25

Hamburg-Amerika Pake». . .

Norddeutscher Llovd . ...

148,25

144

144*

142-

148,1* 144,7*

Cheramische Werke Albtn . .

47

Zementwerk Heidelberg . .

Pbiltpv Holzmunn .....

97

77,25

76.9

Anglo-Cont-Guano.....

_

80

78

Chemische Mayer Alapin . .

I. G Farbenindustric, A.-G.

137,5'

137*

138*

136*

(Stolbfrt nübt.........

Hol;vcxlohlnng........

81,9

76,25

80,5

80,25

72

71

Rütgcrswerke.........

82,25

80.5

81,62

80,75

Scheidcanstalt ...... .

HO

110

«llg. ElckrrtztlätS-Gesellschaft

101,5

101'

100,2'

101*

Bergmann .......

-

94,5*

92*

Mainkraftwerke........

94,5

Schütten .......

85.25

85.25*

85.75*

84.9*

Siemens <t HalLke .....

112

112-

112.5*

113*

Adlerwerk? Kiener ......

59,5

58,5

59.5

56

Daimler Motoren. ......

62,5

62

63,25

63

Heyligcnstaedr . ......

30.5

"egum..........

Motorenwerke Mannheim

42,1

56,25

frankfurter Armaturen

28

Konservenfabrik Braun . .

Metallgcscll chast Frankfurt .

46

108,5

108.5

W 1

Pct. Union A--K......

84

85

Schub'adrik Hcp;.......

36

Sichel .........

4

4,25

-

Hellstosi Walddos......

Zuttcr-'obrik Frankenthal . .

-sackenabrik Waobäusel . . .

126

125.25

124

65

59.5

63,9 58

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

13 April.

14 April.

Amtliche Noti rung

Amtliche Notierung

Geld l Brief

(9c

«Tier

timiL.'JioL

168.27

168,69

168,25

168.67

Buen.-Aires

1.675

1,679

1,669

1,673

Brff..?lntw

16,02

16,06

15,88

15.94

Christianta

91,19

91,41

90,74

90,96

Itopenbage»

110,03

110,31

109,93

110,21

Stottholm

112,46

112,74

112,40

112,68

Hclsingfors

10,552

10,592

10,50

10,59

Ftalicii

16,855

16,895

16,88

16,92

London.

20,395

20,447

20,399

20,451

Weunort

1,195

4,205

4,195

4,205

Ports. .

14.535

14.575

14,39

14.43

Schweiz .

SO,92

81,12

80.985

81,18.1

Cvo i:n

59,83

59,97

59.85

59,99

?savan . . . -h'io de Fan Wien in D.

1,944

1.948

1.943

1.947

0.579

0.581

, u.579

0.581

C tf"t. abgest

59,17

59,21

69,19

59,33

Prag . . .

12.421

12.461

12,418

12,458

Bclzrad . .

7,38

7,40

7.38

7,40

Dudavrst -

5,865

5,885

5,865

5,885

Bul arien

3,047

3,057

3.05

3.06

Lissabon

21.325

21.375

21.325

21.375

Danzig. .

80,87

81.07

80.85

81,05

.fronst nttn.

2,075

2.085

2,075

2,085

Atbeu

5,52

5,54

5,39

5,41

Tanada. .

4.195

4,205

4,195

4,205

Uruguay

4.305

4,315

4,315

4,325

Berlin, 13 April

Geld

Brie'

Amerikanische Nvie».....

4,182

4,202

Belgische Noten

15,96

16,04

Dänische Noten .......

109,79

110,35

Englische Noten. ......

20,37

20,47

Französische Noten ......

14,58

14.66

Holländische Noten ...»

167,86

168.70

ätttieiiische Noten......

Norwegische Noten . ...

Deutsch Lesierr, 5100 Kronen

16,88

91,07

16,96

91,53.

59.03

59,33

Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

1,74

1,78

112.12

112,68

Schweizer Noten ......

80,86

81,26

Spanische Noten ......

59,65

59,95

Tschechoslowakische Noten . .

12,395

12 455

Ungarische Noten ...

5.84

5,88

-rankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a.M., 14. April. Es wurden no­tiert: Weizen, Wetterauer, 29,50 bis 30 Mk.; Rog­gen, inländischer, 19,75 bis 20,25; Sommergerste für Brauzwecke 22,50 bis 24,50; Hafer, inländischer, 22,50 bis 23,50; Mais (gelb) 18,50 bis 19; Weizen­mehl, inländisches (Spezial 0) 41,50 bis 42,50; Rog- genmehl 29 bis 29,50; Weizenkleie 10,25 bis 10,50; Roggenkleie 11,25 bis 11,50 Mk. Tendenz: fest.

WoLLervorauh-suge.

Bei südlichen Winden zeitweise stärkere Bewöl­kung, Milderung der Nachttemperaturen, ohne Nie­derschläge von Bedeutung.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: 16,6 Grad Celsius. Minimum: minus 0,6 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: 2,5 Grad Celsius.

Letzte Nachrichten.

Faszistische Ausschreitungen in Prag.

Prag, 14. April. (WTB. Funkspruch.) Aach einer faszistischen Versammlung, in der es zu scharfen Angriffen gegen den Minister des Aenßern, Dr. Benesch. und zu Tätlichkeiten gegen Angehörige anderer tschechischer Parteien kam, drangen gestern nacht etwa 30 Faszisten in' das Restaurant des Deutschen Hauses ein, wo sie tschechische Lieder., fangen und durch heraus­forderndes Lärmen das Eingreifen der Polizei veranlaßten. Diese nötigte schließlich die Demon­stranten, den Saal zu verlaftei^

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