frirf? qefteigcrt würde, indem He ohne Stund *nt> ohne entsprechende Forderung der Lieferanten den MilchpreiS sowohl beim Hinlauf Vie beim Verkauf um 2 Pfennige erhöhten. Während die Angeklagte H. die Beschuldigung gugtib, bestritt R. eine strafbare Handlung. Das Gericht sprach R. frei und erkennt gegen die H an Stelle von einer Woche Gefängnis auf 95 M k. Geldstrafe, sowie auf weitere 25 Ml. Geldstrafe und Auferlegung der Kosten des Verfahrens.
Der Krankenwärter Heinrich A. von D ü - d elsh eim war wegen schweren Diebstahls Unter Anklage. Der Angeklagte, der lange Zeit unauffindbar war, hatte im Jahre 1920 in Wetzlar im Durchgangslager mit mehreren bereits abgeurteilten Tätern zusammen eine Lebensmittelbaracke erbrochen und 23 Buchsen Konserven aus derselben entwendet. Der Angeklagte, der geständig war. erhielt hierfür 3 Monate Gefängnis, gleichzeitig wurde unter Bewilligung Bewährungsfrist bis I. Februar 1929 die Strafvollstreckung ausgesetzt und dem Angeklagten eine Geldbuße von 50 Mark auferlegt.
Hinter verschlossenen Türen wurde gegen bas Dienstmädchen Iohannette A. von Greifenstein, gegen den Schweizer Wilhelm B. und den Gärtner Wilhelm H. von Friedberg wegen Abtreibung verhandelt. Das Gericht erkannte gegen H. auf Freisprechung, gegen die 21. wegen versuchter 'Abtreibung auf sechs Wochen Gefängnis und gegen B. wegen Beihilfe und Einbeziehung einer früher erkannten Gefängnisstrafe von 3 Monaten auf 4 M 0- nate Gefängnis.
Buntes Merlei.
Eine SOOjäfjrifle Palme in Deutschland
In dem schönen Dahlem er Botanischen Garten steht eine afristrnische Palme von der Art, die bei uns fälschlich als ..Fächerpalme" bezeichnet wird. Diese Palme feiert heuer, wie Pastor Groh im ..Lehrmeister im Garten- und Kleintierhof" ausführt, das Jubiläum, daß sie 250 Jahre in Berlin steht. Die heute 8 Meter hohe Palme lieh im Jahre 1675 Friedrich Wilhelm. der Grohe Kurfürst, aus Holland kommen unb im Lustgarten vor dem Berliner Stadtschlosse, ber damals wirklich noch ein richtiger Lust- und Ziergarten im damaligen französischen Schnorkel- stlle war. aufstellen. Aber schon 40 Jahre später muhte die Afrikanerin weichen, wie der ganze Lustgarten. Denn der Soldatenkönig hatte einen arideren Geschmack und machte aus dem Ziergarten der Rokokodamen einen Pavadeplah für feine langen Kerls. Aber die Palme wurde nicht ganz verworfen, wie so "manches aus des prachtliebenden Vaters Zeit, sondern kam in den Botanischen Garten an der Potsdamer Dtrahe. Im Alter von fast 200 Jahren muhte die Palme eine schwere Lebensgefahr bestehen, die ihr um ein Haar den Tod gebracht hätte, wenn t&r nicht allersorgsamste Pflege zuteil geworden wäre. Bei einem Gewächshausumbau im Winter traf sie ein zehngrädiger Frost, fo dah alle Wurzeln erfroren. Wer langsam kam sie doch wieder hoch und 1903 konnte sie aus ihrem viel zu eng gewordenen Gewahrsam mit den anderen Gewächshausinsassen in das gewaltige 25 Meter hohe Palmen Haus des neu errichteten Dahlemer Gartens umziehen, wo wir sie heute noch finden.
Rückgang des Weltschiffbaues.
t Während des letzten Vierteljahres 1925 ist nach den y Angaben von Lloyds Register ein neuer Rückgang ' der Schiffsneubauten in Großbritannien und - Irland eingetreten. Die im Bau befindliche Ton- nenzahl hat mit 885 013 den niedrigsten Stand seit Dezember 1909 erreicht. Die Gesamttonnenzahl des in anderen Ländern im Lau befindlichen Schiffsraumes beträgt 1 184 532; davon entfallen auf Italien 309 578, auf Deutschland 234 145, auf Frankreich 167 256. auf Holland 108 894 und auf die Vereinigten Staaten 105 211 Tonnen. Zum ersten Male steht unter den nichtenglischen Völkern Italien mit seiner Tonnenzahl an der Spitze. Die Tonnen- zahl des im Bau befindlichen Schiffsraumes mit Derbrennungsmaschinen beträgt für die ganze Welt 1007 381 Tonnen gegenüber 1 041119 Tonnen mit Dampfmaschinen. Die Zahl der in Dänemark, Deutschland, Holland, Italien und Schweden auf Kiel gelegten Motorschiffe überschreitet beträchtlich die für Schiffe mit Dampfbetrieb. Die Gesamtziffern für diese fünf Länder sind 186454 Tonnen Dampfschiffe und 579 436 Tonnen Motorschiffe.
Wirtschaft.
* Der Verkauf der Kolohyt perfekt! Wie der HDH. von zuverlässiger Seite erfährt, ist der Verkauf der Koholyt-Aktien aus dem Stinnes- Konzern an die Gruppe Inoeresk Paper Cy. in London von den zuständigen Verwaltungsorganen bestätigt worden und damit 3um Abschluß gelangt. Der Preis für das gesamte Aktienkapital der Ko- Hrlyt-A.-G. von 17,6 Millionen beträgt 16 Millionen Mark und wird bar bezahlt.
* Carl Mez 8- Söhne A.-G. in Freiburg i. Br. Nachdem die Gesellschaft im April vorigen Jahres ihr Aktienkapital von 2 Millionen auf 4 Millionen Mark erhöht hate, wird eine am 2 Februar stattfindende Hauptversammlung über eine neue Kapitalerhöhung um weitere 2 Millionen auf 6 Millionen Mark zu beschließen haben. Wie verlautet, wird das Bezugsrecht der alten Aktionäre ausgeschlossen und lediglich ausländische Interessenten berücksichtigt werden. Die neuen Aktienübernehmer, die also mit mindestens 25 Prozent an der Gesellschaft interessiert fein werden, verlangen keine Vertretung im Aufsichtsrat. Da die ausländischen Aktionäre die jungen Aktien mit mindestens 100 Prozent übernehmen, die alten Aktien zur Zeit an der Berliner Börse, wo sie vor etwa zwei Jahren durch die Discontogesellschast eingeführt wurden,
aber weit unter pari notiert werden, muß die Zukunft der Gesellschaft mit großer Zuversicht beurteilt werden. Die 5000 Ms. Vorzugsaktien mit 320fachem Stimmrecht werden DoUfttmbig eingezogen werdsp. lieber das Ergebnis des Geschäftsjahres 1925 läßt sich bisher noch i^chts Bestimmtes festftsllen.
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
Datum:
5°/, Deutsche RcichScmleihe . 4% Deutsche RetchSanlethe .
8VS% Deutsche Reichsan lei he 3% Deutsche ReichSanlethe .
Deutsche Ävarprcunienanleihe 4°/o Preußische KonsolS ■ - - 4°/o Hessen 3'/9% Hessen 3% Hessen Deutsche Strtb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schatz-Anweilog.*)
4% Bontürfen 5% Goldmerikaner ....
Berliner Handelsgesellschaft. Eommerz- und Prioat-Bonk Darmst. und Nanonalbank . Deutsche Bant.........
Deutsche BereinSbank .... Disconto Gommmtbit .... Mctallbanf...........
Mitteldeutsche Greditbank. . Destenetchische Gredttan statt. Wesüiank............
Bochumer Gaß
Buderus .» . .
Caro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpcncr Bergbau .Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte........
Obsrbedars
Phönix Bergbau * * Rheinstahl Riebest Montan
TciluS Bergbau........
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . . . Gheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Annlo Gont -Guano . . . .. Badische Anilin . Chemische Mayer AkavM . . Goldschmidt . Griesl cimcr Electron . . . . Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung . ....... Rülgerswerkc - ....... Echeideanstalr
Alla- Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Mainkraftwerke ....... Schustert...........
Siemens 4 Halske .....
Ädlerwerke Kleyer ...... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt..... . . .
Megmn........... .
Motorenwerke Mannheim .
frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Mciallgesclttcha^ Frankfurt. Schuhfabrik tptts . . .
Sichel . . . Zellston Daldhof..... .
. Zuckerfabrik Frankenthal .. .Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Frankfurt a.M.
Berlin
Sdjtup» Kur»
1-llhr. Aure
Schluß, ftur»
Anfang Uurc
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—
39,5
10
45
—
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.)
Banknoten.
(Ohne Gewähr.)
13 Narr.
14. Jan.
Amtliche Geld
stoticrung Brief
Amtliche Geld
Dotierung Brief
Amst-Non.
168,64
169,06
168,6.
169,01
Buen-Aires
1,737
1,741
1,737
1,74t
19,095
Brss.-Antw.
19 045
19.085
19.045
Ghrtstiania.
85,44
85,66
85,40
85,71
Kopenhagen
104,37
104,6.3
104,39
104,65
112,64
Stockkolm .
112,34
112,62
112,36
Helssngfors.
10,565
10,595
10.5.35
10,593
Italien. . .
16,92
16,96
16,92
20,374
16.96
London. .
20.372
20,422
20,426
y?eut)0rt . .
4.195
4.205
4,195
4.2'15
Parts. . .
15.6.1
15,73
15,71
15,75
Schweiz . ■
81 031
81.235
81,03
81,23
Svanten . .
59,38
59,52
59,36
59,50 1.851
Japan . . .
1,845
1.849
1,85'1
Rio de Ian.
Wien in D-
0626
0.628
1,625
0,627
Oest. obfleft
59,05
59,15
59,05
59,19
Prag ....
12.417
12,157
12.415
12.455
Belgrad . .
7.41
7,4'
7,42
7,44
Budapest. .
■■>.87
5.89
>.87
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Buloarten -
2.965
2,975
2,91.
2,925
Lissabon
21 305
31,355
21,325
21,315
Danzig. . . .Konstantin.
Kl). 76
80.96
80,75
80.05
2,223
2,245
1.23
3,24
Athen .
5.715
5.735
5.715
5.7H5
Ganada. . .
4.19
4,20
4.188
1.198
UruguaN . .
4,305
4.315
4.31
4,32
Berlin, 13 Jan
Geld
Briet
Amerikanische Noten.....
4,192
4,212
Belgische Noten . ......
18,99
101,16
19,01
Dänische Noten . .......
101,68
20,44
Englische Roten........
20,34
Französische 'Roten......
15,72
15.80
Holländische Noten.....
138,29
169,12
Italienische Noten ......
16.9 i
17,04
Norwegische Noten......
Deotsch-Oesterr, 5100 Kronen
85,31
8-5.75
! 8,93
59,23
Rumänische Noten ......
—
—
Schwedische Noten ......
113,07
112,61
Schweizer Noten.......
81,00
81,40
Spanische Noten..... .
51.2a
59.6.5
Tschechoslowakische Noten . .
13.395
12.455
Ungarische Noten.......
5,83
5,87
Frankfurter Börse.
lEigener Drahtberichi des „(Siebener Anzeigers".) Frankfurt a. M-, 14. Jan. Tendenz: Sehr fest. — Die Börse war heute ungewöhnlich zuversichtlich gestimmt und im allgemeinen zu einer recht regen Umsatztätigkeit geneigt. Ungünstige oder hemmende Momente fehlten, dagegen war die Meldung über den 2 5°Millio- n e n ° D 0 l l a r - K r e d i t für die Rhein- El b e - U n i 0 n geeignet, die scharf einsetzende Höherbewegung an den Aktienmärkten wesentlich zu fördern. Die Gesamtverfassung der Börse wird für die nächsten Tage als außerordentlich günstig beurteilt, wobei auf das Interesse hingewiesen wird, das atisländische Kapitalistenkreise durch den Kauf deutscher Aktienpakete an den Tag legen. So wird
jetzt wieder bekannt, daß ein Aktienpaket der s Preußischen Hypothekenbank an ein schwedisches Konsortium zum Verkauf kommen soll, woraus natürlich dieses Papier gro- htm Nutzen ziehen dürfte. Die Aktien dieses Unternehmens waren stark gefragt. Die feste Stimmung war auf allen Märkten festzustellen und wurde we- fenUich beeinflußt durch die andauernde Hausse am Schiffahrtsmarkte. Hier waren weitere starke Kurssvrünge zu verzeichnen: Hapag plus 5 Prozent, Norod. Loyd 6 Prvz. Auch Montanwerte lagen ungewöhnlich f e ft; Deutsch-Luxemburg plus 5,5, Gelsenkirchen plus 4,5, Harpener plus 6, Mannesmann plus 6, Phönix plus 3,25, Rheinstahl plus 4 Prozent. Chemische Werte waren durchschnittlich um 3 Prozent gebessert. Elektroaktien verkehrten ruhig bei Kurserhöhungen von etwa 1 Prozent. Recht feste Haltung zeigten wieder Petroleumaktien, Deutsche Erdöl plus 7 Prozent. Bankaktien verkehrten in ruhiger Haltung. Auch hier waren Kursbesserungen von 1 bis 2 Prozent zu verzeichnen. Deutsche und ausländische Renten hatten gleichfalls etwas größere Nachfrage aufzuweisen, die Kurse gingen höher. Im Freiver - kehr blieb es ruhig. Becker Kohle 45, Benz 30, Brown Boveri 50, Entreprise 9, Growag 45, Ufa 51, Ufra 55,5 Prozent. Der weitere Verlauf blieb fest und lebhaft, wobei sich die Hausse in Schifffahrtsaktien fortsetzte. Der Geldmarkt blieb weiter sehr flüssig. Tagesgeld 7 Prozent und darunter, Monatsgeld für erste Adressen 8,25, für zweite Adressen 10 Prozent. Bankdiskonten 6g Prozent. Im Devisen verkehr blieb das englische Pfund international test bei einem Gegenwert von 4,85z gegen Kabel. Paris notierte gegen London 129, 50. Die übrigen Valuten sind unverändert.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Berlin 14. San. Die Börse hatte heute einen Hausse-Tag erster Ordnung. Die Medio-Vorbereitungen und die Gewinnsicherungen der Spekulation haben völlig aufgehört, an deren Stelle traten starke Rückkäufe, die gegenüber den gestrigen Schlutzkursen zur Kurssteigerungen von durchschnittlich 3 bis 4 Prozent führten, aber auch bis zu 5 und 6 Prozent gingen. 3m Vergleich zu den gestrigen niedrigsten Schlußkursen war das Riveau heute teilweise sogar um 8 bis 10 Prozent erhöht. Stimulierend wirkte hauptsächlich die Kreditaktion der Reichsbank und der Golddiskontbank für die Landwirtschaft, ferner der günstige Verlauf der amerikanischen Anleihe- Verhandlungen der Rhein-Elbe- Union. sowie die Ausführung von Prämienkäufen durch das Publikum, welches sich allmählich wieder etwas stärke^ am Geschäft beteiligt. Auch Goldpfandbriefe lagen sehr fest im Hinblick auf die erhöhten Lombard-Möglichkeiten durch die DiskontermäHi- gung und unter Anregung durch die amerikanische Aktien-Beteiligung an einer großen liner Hypothekenbank. Bei der Hausse-Bewegung hatten Pfandbriefe, Schiffahrts-, Montan-, Pe.» troleum- und Kali-Aktien die Führung. Auch der heimische Aickeihemaeft war belebt und hatte ansehnliche Kurssteigerungen aufzuweisen. 3m Devisenverkehr lag Paris gegen London unverändert. Das englische Pfund behauptet seine Festigkeit. Die Reichsmark notterte in London 20,40, Paris 6.34. Der Geldmarkt ist weiter außerordentlich leicht. Tägliches Geld ist zu 6 bis 8 Prozents und darunter angeboten. Monatsgeld 9 bis 10 Prozent.
Märkte.
Frankfurter Schlachtdiehmarkt.
(Eigener Drahtbericht des „(Siebener Anzeigers".)
Fran kf urt a. M., 14. 3an. Auftrieb: 1 Rind, 1 Kuh, 1167 Kälber, 765 Schafe, 416 Schweine. Kälber: Feinste Mastkälber 75 bis 80, mittlere Mast- und beste Saugkälber 65 bis 74, geringere Mast- und gute Saugkälber 55 bis 64, geringe Saugkälber 47 bis 52. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 42 bis 48. geringere Masthämmel und Schafe 34 bis 41. mäßig genährte Hümmel und Schafe (Merzschafe) 26 bis 33. Schweine: Vollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 63 bis 86, vollfleischige unter 80 Kilogramm 75 bis 82, vollfleischige von 100 bis 120 Kilogramm 84 bis 86, vollfleischige von 120 bis 150 Kilogramm 83 bis 85. Markt- verlauf Bei langsamem Handel geräumt, norddeutsche Mastkälber über Rotiz gehandelt. Vorstehende Preise sind Plahpreise des Frankfurter Viehmarktes und nicht etwa mit Stallpreisen zu verwechseln.
berliner Produktenbörse.
Berlin, 13. 3an. Der erhöhte Kurs im Berliner Produktenhandel, speziell für Weizen, machte die Erzeuger in ihren Offerten recht vor- sichttg. Die Forderungen wurden hier Wohl in Tlebereinstimmung mit festeren amerikanischen Schlußmeldungen sowie auch erhöhten Preisen seitens Liverpool wesentlich befestigt, doch kommen nennenswerte Umsätze nicht zustande. 3n Roggen bleibt die Nachfrage weniger dringlich, auch bemerkt man hier sehr großes Angebot aus Schlesien. 3m Zeitgeschäft zeigte Weizen gegenüber dem Vortagsschlusse einen unveränderten Beginn, Roggen etwas schwächer, März 178.5, Mai 189. Gerste still und unverändert. Hafer behielt großes Angebot, ist aber vereinzelt auch etwas gefragt, Mehl ohne beachtenswertes Geschäft, Futterartikel haben ruhige Tendenz. Es notierten pro 1000 Kg.: Weizen, märf., 249 bis 253, Weizen, pomm.. 249 bis 255, Weizen, März, 276 bis 274, Weizen, Mai, 282 bis 280, Roggen, märf., 147 bis 154, Roggen, pomm., 146 bis 153, Roggen, März, 178.50 bis 177, Mai 189.50 bis 188, Gerste, märkische, 183 bis 210, Futtergerste 151 bis 165, Hafer, märf., 160 bis 171, Raps 350 bis 355; für je 100 Kg.: Weizenmehl 33 bis 36.5, Roggenmehl 22% bis 24.5, Weizenkleie 11% bis 11.5, Roggenklere 9% bis 10%. Viktoriaerbsen 26 bis |
34, kleine Speiseerbsen 22 bis 2b, Futtevevbsen 20 bis 22, Peluschken 18 btS 19, Äckerblchnen 19 bis 21, Wicken 20 bis 23, Lupinen,blau. 12 bis 12.5, Lupinen, gelb, 14 bis 16. Serradelle 18 bis 19, Rapskuchen 15% bis 15.5, Leinkuchen 23.6 bis 23.8, Trockenschnitzel 8.1 bis 8.3, Torfmelasse 8.2 bis 84, Kartoffelflocken 14.7 siS 13.4, Goya- Schrot 20.5 bis 20.6.
Vüchertlsch.
Die deutsche Literaturwissenschaft, in deren Arbeitsgebiet doch zweifellos in erster Linie auch das deutsche Drama gehört, ist bisher noch nicht imstande gewesen, eine Gesamtdarstellung der Geschichte des deutschen Dramas zu schaffen. Creizenachs Arbeiten auf diesem Gebiete, in einen ungeheuer weiten Rahmen gespannt, sind durc- den frühen Tod des Forschers nicht zu Ende geführt worden. Der ordentliche Aniversitätsprosessor Robert F. Arnold in Wien, der 1908 eine Geschichte des mod'vrnen Dramas (1850—1907) herausgab, war der erste, der einen fruchtbaren Teilversuch zur Lösung der schon längst dringenden 3Iufgnbe» unternahm, aber nicht aus den Kreisen der Wissenschaft, sondern von einer Reihe von freien Schriftstellern, so 3ulius Bab, Albert Ludwig, Friedrich Michael, Max 3. Wolff, Rudolf Wölkau, wurde das über 850 Seiten umfassende große Werk dank der freundlichen älnterstützung der C. G. B e ck s ch e n B e r l a g s- anstalt endgültig in Angriff genommen und fertiggestellt, ein Warnungszeichen für die zünftige Wissenschaft, die Verbindung mit den Rotwendigkeiten und der Vielheit des Lebens nicht allzusehr aufzugeben. Das Werk selbst zerfällt in sechs große Abschnitte, die jedesmal den besonderen Wirkungskreis des einzelnenMitarbeiters umfassen. So berichtet Wichael über das Mittelalter und seinen Ausklang, von den kultischen Spielen der Germanen bis zu Hans Sach^; Wölkau referiert über das damals oft gleichzeitige neukateinifche Drama von Hroswithü. von Gandersheim bis zu seinen Ausklängen im katholischen und protestantischen Schuldrama; Wolff schildert die Anfänge des modernen Dramas unter dem Einfluß der englischen Schauspieler bis ins 17. und beginnende 18. 3ahr- hundert; Ludwig führt die Entwicklung hieran anknüpfend fort über Gottsched und in einem Kapitel „von Lessing bis zur Romantik" darüber hinaus bis zu Schiller und Goethe; Arnold hat die Fortsetzung der Entwicklung von den romanttschen Zeitgenossen beider bis zur Mitte des 19. 3ahrhunderts übernommen; Bab schließlich beginnt mit den Anfängen des Raturalis- mus und gibt auf noch nicht zweihundert SeitW ein umfasfendes Bild der so gegensätzlichen Zeitströmungen, die erst in der jüngsten Gegenwart wieder feste Bahnen eingeschlagen haben. So ist das Werk, von Berufenen in lebendiger Einfühlung gestaltet, ein wichtiges Dokument der Tramengeschichtsschreibung. Frei von jeder Zersplitterung in allzugrotze Vielheit von Komplexen oder Mitarbeitern, bringt es, wenn auch nicht in durchaus einheitlichem Geiste (was ja auch bei der Größe de-° Stoffes denn unmöglich wäre), so doch in größtmöglicher Geschlossenheit und vor allem in glänzender Form die Geschichte des deutschen Dramas in tadelloser Weise an den Leser heran. Eine fühlbare Lücke ist durch dieses wirklich hervorragende Buch geschossen worden. (E. H. Decksche Berlagsbuchhdlg. in München.) „Der neue Weg", Halbmonatsschrift für das deutsche Theater, unter der Reaktion von Georg Will als amtliches Organ von der Genossenschaft Deutscher Düh-nenangeHöriger her- ausgegeben und verlegt, erscheint im nunmehv 55. Jahrgang in neuer Aufmachung. Das vorliegende Januarheft beschäftigt sich vorwiegend mit Wirtschaftslagen des deutschen Theaters und bringt überdies u. a. einen interessant illustrierten Aufsatz von Wallauer über Bühnen- kunst im neuen Rußland.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
3fr. ReligionSgemeinde. Gottesd. i. d. Synagoge (Südanlage). Samstag, 16. Januar 1926. Voraöd. 4.45, morg. 9.00, abds. 5.05 u. 5.45.
Gottesdienst der isr. ReligionSgefellschaff. Sabbalfeier, den 16. Januar 1926. Freitag abds. 4.30, Samstag vorm. 8.30, Predigt, nachm. 3.30, Sabbatausg. 5.45. Wochengottesdienst morg. 7.00 und abds. 4.30.
Rundfunk-Programm
deS Frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Freitag, 15. Januar:
3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 6 Uhr: Hausfrauen-Nachmittag. Programüi u. a.: „Hausfrau und neuer Wohnungsbau", Vortrag von ftädt. Baurat Kaufmann. 5—6.15 Uhr: Die Lesestunde (Briefliteratur): Aus dem Briefwechsel zwischen Goetbe und Zelter. 6.15 bis 6.30 Uhr: Film-Wochenschau. 6.30 bis 7 Uhr: Uebertragung von Kassel: Fünfte Veranstaltung aus dem Zyklus „Stunde der Landwirtschaftskammer Kassel". Es spricht Tierzuchtinspektor Dr. Schaub, Kassel, über „Züchtungsmethoden und Züchtungsgrundsätze in der Rindoiehzucht". 8 Uhr: Uebertragung von Berlin: „Der Barbier von Bagdad", komische Oper in zwei Aufzügen von Peter Cornelius.
Briefkasten der Redaktion.
E. $. in Wetterfeld. Der Weg des Aufgebotsverfahrens ist in Ihrem Falle gegeben. Es dürfte sich aber empfehlen, schon im Hinblick auf die Kosten- frage, vorher bei einer Bank die nötigen Informa- Honen einzuholen, die Ihnen kostenlos erteilt werden.,
ft L., Hungen. Wir können Ihnen über dieses Mittel keine Auskunft geben, da wir es 311 unserer Freude bisher noch nicht benutzen mußten.
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